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Was bedeutet es wirklich, mit einer chronischen Erkrankung zu leben? Neben den körperlichen Beschwerden sehen sich betroffene Patientinnen und Patienten tagtäglich mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert, die ihren Alltag, ihr emotionales Wohlergehen und die Interaktion mit dem Gesundheitssystem beeinflussen. Um ein besseres Verständnis für diese Lebensrealität zu gewinnen, nimmt Fresenius Kabi an einem Programm für immersive Patientenerfahrungen teil, bei dem die Mitarbeitenden in das Leben der Patienten eintauchen können. (Veröffentlicht: Juli 2025)

(Veröffentlicht: July 2025)

Die Mitarbeitenden nehmen an einer Simulation teil, die bestimmte Situationen im Leben von Patientinnen und Patienten nachstellt. Über eine spezielle App erhalten sie Anweisungen und Updates, führen Rollenspiele mit Schauspielern durch, die Pflegekräfte und medizinisches Fachpersonal darstellen, und interagieren mit vorab bereitgestellten physischen Utensilien, um die praktischen Aspekte des Umgangs mit den Symptomen zu erleben. 24 Stunden lang sind sie nicht nur Mitarbeitende im Gesundheitswesen. Sie werden selbst zu Patienten. Diese praxisnahe Erfahrung liefert wertvolle Erkenntnisse – nicht nur über die körperlichen Beschwerden einer Erkrankung, sondern auch über die emotionale und logistische Belastung des Alltags mit einer chronischen Erkrankung.

 

Empathie gewinnen, um zu handeln

Diese immersive Erfahrung ermöglicht Fresenius Kabi über das vielfach ausgezeichnete Simulationsprogramm A Life in a Day, das einen realitätsgetreuen Einblick in den Alltag mit einer chronischen Erkrankung bietet. Das Programm wurde in enger Zusammenarbeit mit Patienten, Patientenorganisationen sowie medizinischen Fachkräften entwickelt und gewährleistet dadurch eine hohe Genauigkeit und Authentizität.

Bei unseren Mitarbeitenden hat das Programm bereits einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Beim jüngsten Durchlauf hatten sie die Möglichkeit, an einer Simulation von Morbus Crohn teilzunehmen, einer chronischen Entzündung des Magen-Darm-Trakts. Morbus Crohn kann zu starken Bauchschmerzen, Durchfall, Müdigkeit und Gewichtsverlust führen, wobei die Auswirkungen der Erkrankung weit über die körperlichen Beschwerden hinausgehen. Betroffene müssen mit komplexen Behandlungsplänen, häufigen Arztterminen und unvorhersehbaren Krankheitsschüben zurechtkommen, was zu belastenden Situationen und schwierigen Entscheidungen über alltägliche Aktivitäten führen kann – während sie gleichzeitig ihren Alltag meistern müssen. Durch die Simulation erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen direkten Einblick in diese Herausforderungen und konnten ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse der Patienten und die Belastungen durch ihre Erkrankung gewinnen.

 

Die Patientenperspektive verstehen, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern 

Das Simulationsprogramm steht ganz im Einklang mit den Fresenius Prinzipien, insbesondere mit unserem Einsatz für eine patientenzentrierte Versorgung. Es erinnert uns daran, dass Gesundheitsversorgung im Kern eine Versorgung von Mensch zu Mensch ist.

Indem sie mehr Einfühlungsvermögen und Verständnis entwickeln, werden unsere Mitarbeitenden in die Lage versetzt, bei der Versorgung das Beste für Patientinnen und Patienten zu geben und Lösungen zu entwickeln, die wirklich auf die alltäglichen Herausforderungen der Patienten zugeschnitten sind. Ob in der unmittelbaren Patientenversorgung oder bei der Entwicklung von innovativen Therapien – die Perspektive der Patienten zu verstehen, ist von entscheidender Bedeutung, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Diese Überzeugung spiegelt unser Versprechen „Committed to Life“ wider.

Ernährung ist ein fester Bestandteil unseres Lebens. Oft stehen dabei Themen wie Übergewicht oder Diäten im Fokus. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, dass auch Mangel- oder Unterernährung ernsthafte Folgen haben kann. Von Mangelernährung spricht man wenn unser Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Diese Nährstoffe - zum Beispiel Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Mineralstoffe - sind notwendig, um alle lebenswichtigen Funktionen im Körper aufrechtzuerhalten.

(Veröffentlicht: November 2025)

50 Jahre Fresubin 

Fresubin® – Produktgruppe für enterale Ernährung von Fresenius Kabi feiert dieses Jahr 50. Geburtstag. Seit 1975 hat Fresubin® über 300 Millionen Menschen in mehr als 75 Ländern unterstützt – bei der diätetischen Behandlung und damit der Verbindung zum Leben, wenn die alltägliche Ernährung zur Herausforderung wird. 

Ob bei chronischen Erkrankungen, schwerer Krankheit, im Alter, in der Krebsversorgung oder während der Rehabilitation: Fresubin® spielt eine entscheidende Rolle. Denn wenn Essen schwerfällt oder unmöglich wird, ist Ernährung nicht mehr nur Energie.

(Veröffentlicht: Dezember 2025)

Konzentration erfüllt den OP-Saal, auf mehreren Bildschirmen sind hochauflösende Bilder zu sehen – der Kamerablick tief im Netz feinster Lungen-Verästelungen, ein sog. digitaler Zwilling – der personalisierte 3-D-Plan einer Lunge – gibt Orientierung. Dr. Joanna Krist, Oberärztin der Pneumologie in der Berliner Lungenklinik Heckeshorn am Helios Klinikum Emil von Behring, blickt auf ihre Steuerungskonsole. Mit ruhiger Hand lenkt sie einen ultradünnen, biegsamen Katheter tief in die Atemwege ihres 59-jährigen Patienten. Er war zeitlebens starker Raucher, jetzt besteht der Verdacht auf Lungenkrebs. Auf dem zentralen Navigationsmonitor verfolgt Krist den virtuellen Weg des Katheters – hellblau leuchtende Linien zeigen ihr den Kurs bis zum Zielpunkt: einem winzigen Schatten im Lungengewebe. Eine kleine Gewebeprobe, die sie gleich entnehmen wird, soll nun Gewissheit schaffen.

Was nach High-Tech-Zukunft klingt, ist längst Realität: Mit dem roboterassistierten „Ion Endoluminalsystem“ zur Lungenspiegelung setzen Ärztinnen und Ärzte der hochspezialisierten Helios Lungenkrebszentren in Berlin und Wiesbaden heute schon neue Standards in der Frühdiagnostik.

Was Sie über Lungenkrebs wissen sollten

Lungenkrebs ist hierzulande nach wie vor die häufigste krebsbedingte Todesursache und eine der gefährlichsten onkologischen Erkrankungen überhaupt. Rund 45.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an den Folgen – denn häufig wird die Krankheit erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. „Das Problem: In den frühen Stadien verursacht Lungenkrebs kaum Symptome oder gar Beschwerden, daher wird er meist erst spät entdeckt – oft, wenn bereits Metastasen vorliegen und eine Therapie nicht mehr möglich ist“, erklärt Prof. Dr. Tim Hirche, Direktor der Klinik für Pneumologie an den Helios HSK Wiesbaden.

Das Ion-System markiert hier einen Wendepunkt. „Das neue Robotik-System zur Bronchoskopie ist ein Gamechanger“, so Dr. Krist. „Wir kommen damit bis ins tiefste Lungengewebe und können selbst millimeterkleine verdächtige Gewebeverdichtungen – sogenannte Rundherde – erreichen und Proben entnehmen. Das war bis heute endoskopisch nicht möglich.“

Ihr Kollege Prof. Hirche ergänzt: „Wir können unseren Patientinnen und Patienten mit Ion viel früher Gewissheit geben – und damit oft die Chance auf eine Behandlung bieten. Es ist ein wirklicher Paradigmenwechsel in der Lungenheilkunde“. Das Ion-System kombiniert Robotik, Bildgebungsverfahren und interdisziplinärer medizinische Expertise auf bislang unerreichte Weise. Mehr Infos im Kasten.

Die von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Helios Lungenkrebszentren in Berlin und Wiesbaden zählen zu den ersten Kliniken Deutschlands, die das Robotik- Verfahren für die reguläre Patientenversorgung einsetzen. An beiden Helios-Standorten wird die Technologie auch wissenschaftlich begleitet: Für das Verfahren geeignete Patientinnen und Patienten können sich dort auch an Studien beteiligen.

Von der Diagnose zur Therapie

Bestätigt sich nach der Untersuchung der Verdacht auf ein Lungenkarzinom, greift bei Helios umgehend ein interdisziplinäres Netzwerk. Lungenfachärztinnen, Thoraxchirurgen, Onkologinnen und Radiologen beraten im Tumorboard über den individuellen Therapieplan. „Je nach Stadium kann diese Behandlung von einer minimalinvasiven Operation in einem unserer beiden Robotikzentren über eine Strahlentherapie bis hin zu einer Chemo- bzw. Immuntherapie reichen“, so Prof. Dr. Torsten Bauer, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Lungenklinik Heckeshorn am Helios Klinikum Emil von Behring.

„Durch die präzise Diagnostik mit dem Robotersystem können wir deutlich früher mit der Behandlung beginnen“, betont der Spezialist. Mit dem neuen Verfahren rücken Mediziner dem Ziel ein Stück näher, Lungenkrebs frühzeitiger, schonender und präziser zu diagnostizieren – bevor überhaupt Symptome auftreten. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: ein viel geringeres Risiko, weniger Belastung, weniger Unsicherheit – und dafür im besten Fall ein entscheidender Zeitgewinn für eine frühe Behandlung.

Weitere Informationen

Das Ion Endoluminalsystem ist ein roboterassistiertes Bronchoskopie-System, das es Ärzten erlaubt, selbst winzige Veränderungen im Lungengewebe sicher zu erreichen. Vor dem eigentlichen Eingriff – der Bronchoskopie – erstellt die Planungssoftware aus der vorab durchgeführten CT-Bildgebung ein detailliertes 3D-Modell – den digitalen Zwilling. Es wird so der optimale Pfad - ähnlich wie ein GPS oder ein Navigationssystem - zu der verdächtigen Stelle berechnet.

Während der unter Narkose durchgeführten Untersuchung wird der hochflexible, mit Sensoren und Kamera ausgestattete Katheter, über einen Beatmungsschlauch in die Bronchien eingeführt und millimetergenau gesteuert. Währenddessen überprüfen die Behandler seine Position zusätzlich mithilfe modernster Scantechnik – einem sog. Cone- Beam-CT. Dank präziser Echtzeit-Bildgebung lassen sich selbst kleinste Rundherde punktgenau ansteuern, Gewebeproben entnehmen und abklären– für die Patienten schonend und mit geringerem Komplikationsrisiko als bei bisherigen Verfahren.

 

#FutureFresenius macht das Unternehmen fit für die Zukunft: Fresenius fokussiert sich auf die Operating Companies Fresenius Kabi und Fresenius Helios und damit auf die Therapieplattformen (Bio)Pharma, MedTech und Care Provision. Sie decken systemkritische Bereiche des Gesundheitswesens ab und sind auf Wertsteigerung und profitables Wachstum ausgerichtet. Und diese Geschäfte rücken näher zusammen. Die Marke muss dies widerspiegeln und unterstützen.

(Veröffentlicht: Mai 2024)

Auf der Hauptversammlung im Mai 2024 hat Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, der Öffentlichkeit erstmalig den neuen Markenauftritt präsentiert, der bis Ende des Jahres im gesamten Konzern eingeführt werden soll.

„Fresenius zeigt sich frischer und moderner. Das Firmenlogo haben wir neu gestaltet. Wir haben es aber nicht komplett verändert. Das Farbspektrum haben wir in die digitale Welt überführt. Dieser Markenauftritt steht für ein neues Fresenius. Vom einheitlichen Markenauftritt versprechen wir uns, dass wir uns noch mehr als Team Fresenius verstehen. Denn egal wo wir arbeiten: Wir alle sind Fresenius. Und wir möchten, dass Fresenius als weltweit führendes Gesundheitsunternehmen wahrgenommen wird. Eine Marke ist ein Leistungsversprechen. Unser Versprechen lautet „Committed to Life“. Wir verbessern das Leben der Menschen“, sagte Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius. 
 

Ein Mensch ist mehr als seine Krankheit

Mit Fresenius Kabi, Helios und Quirónsalud verfügt das Unternehmen über ein einzigartiges Portfolio und Know-how. Es ermöglicht, die Dimensionen von Krankheit und Gesundheit im Leben der Menschen besser zu verstehen, als es ein reines Medizintechnik- oder Pharmaunternehmen je könnte. Der neue Markenauftritt soll genau das unterstützen: das neue Fresenius. Denn egal wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten: Sie alle sind Fresenius! Deshalb hat Fresenius den Markenauftritt in allen Facetten weiterentwickelt: Logos, Farben und Formen, Schriften und Bildwelten. Gerade das helle, moderne Farbspektrum fügt sich dabei perfekt in die digitale Welt ein. Die Logos von Kabi, Helios und Quirónsalud wird es auch weiterhin geben. Ihre Auftritte werden visuell in die neue Fresenius-Welt eingebettet, damit immer erkennbar ist, dass Fresenius EIN Team ist.

Fresenius sieht, dass Menschen mehr sind als ihre Krankheiten. Sie führen Leben – in ihren Familien, in ihrem Umfeld, in ihrem Beruf. Das Unternehmen begleitet Menschen ein ganzes Leben lang, an guten wie an schlechten Tagen. Fresenius ist für die Menschen da, wenn es am wichtigsten ist. Dafür arbeitet das gesamte #TeamFresenius mit 190.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tagtäglich.

Eine Marke ist immer auch ein Versprechen, im Fall von Fresenius an Kunden und - vor allem – an Patientinnen und Patienten. Das Fresenius-Versprechen lautet „Committed to Life“. Das Unternehmen verbessert das Leben der Menschen.
 

Wesentliche Markenelemente: Mehr als die Summe der Teile

Das Logo

Das neue Fresenius-Logo bringt als Bildzeichen und Wortmarke das Selbstverständnis des Unternehmens zum Ausdruck. Die geometrischen Leitlinien des Bildzeichens wurden durch emotionalere und organische Formen ersetzt. Gleichzeitig bildet es in seiner Form eine Analogie zu dem F von Fresenius und bringt mit der neuen Farbgebung die Fresenius-Marken zusammen.

Das „Bond for life“

Ein zentrales grafisches Element im Design-Auftritt ist das „Bond for Life“, der von den Lebenslinien des Menschen abgeleitet wurde. Er symbolisiert die menschlichen Bedürfnisse in den unterschiedlichen Phasen seines Lebens. Das „Bond for Life“ ist von den Handflächen-Linien abgeleitet und steht für die Bedürfnisse der Menschen in den verschiedenen Lebensphasen - mit ihren Höhen und Tiefen. Sie symbolisieren die Verbindung aller Fresenius-Unternehmen, die Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensphasen bestmöglich unterstützen.

Einführung bis Ende des Jahres

Fresenius hat die Umsetzung des Relaunches in Phasen geplant: Die erste Phase ist mit dem Tag der Hauptversammlung abgeschlossen und die neue Marke Fresenius ist auf Corporate Ebene eingeführt. 

Als nächstes folgen die Operating Companies: Hier werden deren Auftritte mit dem neuen Fresenius-Markenauftritt harmonisiert und die Einführung gemeinsam vorangetrieben. Aktuell arbeiten daran schon geschäftsübergreifende Teams zusammen. Auch dazu wird es dann in den kommenden Wochen Informationen und Richtlinien geben – bis dahin gilt jeweils das bisherige Design der Operating Companies.

Die finale Harmonisierung und komplette neue Markenarchitektur sollen bis zum Ende des Jahres gemeinsam festgelegt und eingeführt sein.
 

Alma Fredricksen und ihr Partner wollten gerade eine Familie gründen, als sie einen Knoten in ihrer Brust entdeckte. Nach Mammografie und Ultraschall war klar: Es ist Brustkrebs. Am selben Tag erfuhr sie, dass sie schwanger war – eine Nachricht, die die Situation noch emotionaler machte. Alma Fredricksen begann mit der Chemotherapie und stellte fest, dass viele der verabreichten Medikamente von Fresenius Kabi stammten, dem Unternehmen, für das sie arbeitete. Das gab ihr ein Gefühl von Sicherheit – und Stolz.

„Die Produkte von Fresenius Kabi haben mich während meiner gesamten Behandlung begleitet, von der Chemotherapie bis zur Geburt meiner Tochter. Heute bin ich selbst wieder gesund und habe ein gesundes Kind zur Welt gebracht“, so Fredricksen, die in den USA behandelt wurde. Was die Patientin erlebte, hat ihren Blick auf ihr Unternehmen völlig verändert. „Ich habe am eigenen Leib gespürt, wie meine Kollegen jeden Tag dazu beitragen, dass Patientinnen wie ich rundum versorgt werden und die bestmögliche Therapie erhalten“, sagt sie.

(Veröffentlicht: Januar 2026)

Erschreckende Diagnose: Brustkrebs. Doch die Heilungschancen sind heute höher denn je

Brustkrebs. Ein Wort, das ein Leben von einer Minute auf die andere anhalten und neu ordnen kann. Mit rund 74.500 Neuerkrankungen jährlich ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland – auch rund 700 Männer sind betroffen.

Doch die Chancen auf Heilung sind heute so gut wie nie. Dank besserer Früherkennung und moderner Therapien sinkt die Sterblichkeit kontinuierlich. „Besonders wichtig ist die Aufklärung durch Expertinnen und Experten“, so Prof. Vesna Bjelic-Radisic, Chefärztin des Brustzentrums am Helios Universitätsklinikum Wuppertal (HUKW). „Ebenso entscheidend ist, dass Frauen die Früherkennungsangebote wahrnehmen. Studien zeigen, dass durch konsequentere Teilnahme am Mammographie-Screening weitere 20 bis 30 Prozent der Todesfälle verhindert werden könnten. Je früher wir Brustkrebs entdecken, desto größer sind die Chancen auf Heilung.“

Fresenius – ein Unternehmen lebt die gemeinsame Mission, die bestmögliche Versorgung für Patienten sicherzustellen

Fresenius steht für moderne Medizin und verlässliche Versorgung – weltweit. Ob in Kliniken, Laboren, Produktionsstätten, der ambulanten Versorgung oder Verwaltung: Überall verfolgen die Beschäftigten dasselbe Ziel – das Leben von Patientinnen und Patienten zu verbessern. Diese Mission reicht von Prävention über Diagnose und Therapie bis zur Nachsorge. Der Mensch steht dabei immer im Mittelpunkt – als Patientin, Angehöriger oder eben Beschäftigter. Das gilt besonders für die Brustkrebsbehandlung, wo medizinische Teams und Forschende eng zusammenarbeiten, um die bestmögliche Versorgung sicherzustellen.

Fresenius Kabi leistet entlang der gesamten Versorgungskette einen wichtigen Beitrag

Fresenius Kabi leistet hier ebenfalls entlang der gesamten Versorgungskette einen wichtigen Beitrag. Im Fokus stehen die Bereiche Pharma und Nutrition: nicht nur während der Therapie, sondern auch in der Prähabilitation, also der Vorbereitung auf Eingriffe, wie auch in der ambulanten Nachsorge.

Fresenius Kabi bietet eine breite Palette an onkologischen Medikamenten, darunter Chemotherapeutika und Biosimilars, die auch in der Brustkrebsbehandlung eingesetzt werden.

Im Bereich adäquater Ernährung für Patientinnen und Patienten, die eine Krebsbehandlung durchlaufen, besteht ein großer ungedeckter Bedarf. Hier kann Fresenius Kabi mit spezialisierten Produkten in der parenteralen und der enteralen Ernährung unterstützen und so dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern und Nebenwirkungen zu reduzieren. 

Helios behandelt und versorgt Brustkrebspatientinnen mit viel Einfühlungsvermögen

Helios betreibt über 50 zertifizierte Brustzentren in Deutschland, in denen Ärztinnen und Ärzte verschiedenster Fachrichtungen eng zusammenarbeiten. Moderne Bildgebung, minimalinvasive Chirurgie, systemische und personalisierte Therapie genauso wie Nachsorge- und Rehaangebote gehören hier zum Standard. Die medizinischen und pflegerischen Teams bürgen nicht nur für hohe medizinische Qualität, sondern liefern auch Aufklärung und bieten psychosoziale Begleitung mit viel Empathie. 

„Eine Krebsdiagnose betrifft nie nur den Körper“, so Prof. Vesna Bjelic-Radisic. „Wir begleiten unsere Patientinnen durch alle Phasen – von der Diagnose bis zur Rückkehr ins Leben. Es geht darum, nicht nur den Tumor zu behandeln, sondern den ganzen Menschen in seiner Lebenssituation zu sehen.“

Die medizinischen Fachkräfte von Quirónsalud wenden modernste multidisziplinäre Therapieverfahren an 

Quirónsalud, der größte private Krankenhausbetreiber in Spanien und Teil der Fresenius-Gruppe, bietet Brustkrebspatientinnen ebenfalls eine Behandlung auf höchstem Niveau. In den Quirónsalud-Zentren kommen modernste multidisziplinäre Verfahren zum Einsatz, von der digitalen Mammografie und der 3D-Tomosynthese bis zur intraoperativen Radiotherapie und zu personalisierten Hormon- und Chemotherapien. 

Ein besonderer Fokus liegt immer auf der individualisierten Therapie, bei der interdisziplinäre Teams jede Behandlung an den biologischen Tumortyp und die Lebensumstände der Patientin anpassen. „Im Vergleich zu den letzten Jahren beobachten wir eine revolutionäre Entwicklung bei der frühen Diagnose und Behandlung dieser Tumoren. Sowohl im frühen als auch im fortgeschrittenen Stadium werden die meisten Erkrankten geheilt, und die meisten Patientinnen und Patienten mit einer chronischen Krebserkrankung haben eine hervorragende Lebensprognose“, erklärt Dr. Lucía Gonzalez Cortijo, Leiterin der onkologischen Abteilung des Quirónsalud-Universitätsklinikums Madrid.

Fresenius ist auch in der Forschung & Entwicklung aktiv

Fresenius engagiert sich auch aktiv in der Forschung. Eine Vorzeigeeinrichtung ist etwa das Helios Universitätsklinikum Wuppertal, dessen Brustzentrum unter Leitung von Prof. Vesna Bjelic-Radisic von der German Breast Group als „bestes Studienzentrum Deutschlands“ ausgezeichnet wurde. Dort erhalten Patientinnen Zugang zu innovativen Therapien – oft lange bevor sie allgemein verfügbar sind.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt im Helios Klinikum Berlin-Buch, wo Prof. Dr. med. Michael Untch seit über 20 Jahren zu Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten (AWK) forscht. Diese kombinieren zielgerichtete Antikörper mit zellabtötenden Wirkstoffen und bieten gerade für austherapierte Patientinnen neue Hoffnung. In einer Langzeitstudie überlebten rund 90 Prozent der Frauen, die ein solches Medikament erhielten – bei zuvor nahezu aussichtsloser Prognose. 

Auch Quirónsalud beteiligt sich an internationalen Studien zu neuen Diagnostik- und Behandlungsansätzen – etwa zur Kombination zielgerichteter Therapien mit Immuntherapien. Die Zentren in Madrid, Barcelona und Sevilla führen diverse Phase-II- und -III-Studien mit der spanischen Onkologischen Gesellschaft (SEOM), spanischen Universitäten und weiteren europäischen Partnern durch. Bei all diesen Herausforderungen engagieren sich die Beschäftigten von Fresenius mit dem Ziel, Patientinnen die Rückkehr in ein gesundes normales Leben zu ermöglichen. 

So wie bei Alma Fredricksen: Nach der erfolgreichen Behandlung ist sie in ihren Beruf zurückgekehrt und hat ihr früheres Leben wiederaufgenommen. Und sie ist dankbar, wieder Teil des Ganzen zu sein. „Hinter jeder Bestellung, jedem Projekt, jeder Entscheidung stehen Menschen, denen wir ganz konkret helfen können“, so Fredricksen.

Mehr Infos

Mehr Informationen und aktuelle Beiträge zum Thema Brustkrebs finden Sie auf der Helios-Website: www.helios-gesundheit.de/brustkrebs

(Veröffentlicht: Februar 2026)

Ein Gesicht vor einem Bildschirm. Ein kurzer Blick auf ein Gemälde. Ein kaum wahrnehmbares Zucken der Gesichtsmuskeln, minimale Veränderungen in der Hautreaktion, die Augen bleiben bei bestimmten Details des Bildes hängen. Diese kleinen Hinweise, die im Alltag oft unbemerkt bleiben, werden vom Forschungsprojekt „Emociones a través del arte” präzise erfasst. Im Mai 2024 startete Quirónsalud, unser spanischer Krankenhausbetreiber, das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional Thyssen-Bornemisza und der Universidad Rey Juan Carlos, beide in Madrid. Die zentrale Fragestellung lautete: Welche Emotionen löst Kunst in uns aus? Und lässt sich diese Wirkung objektiv und quantitativ messen? Die Studie war die erste wissenschaftliche Studie dieser Art.

Über einen Zeitraum von acht Wochen untersuchten die Forschenden die Reaktionen von 127 Personen, darunter Patientinnen und Patienten von Quirónsalud. Dafür wurden ihnen ausgewählte Gemälde aus verschiedenen Epochen und unterschiedlichen Sammlungen des Museums digital vorgelegt. Mithilfe verschiedener Methoden analysierten die Forschenden, welche visuellen Elemente besondere Aufmerksamkeit auf sich zogen und welche Emotionen die Kunstwerke beim Betrachten hervorriefen.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Farbe, Komposition und Beleuchtung spielen eine entscheidende Rolle bei der Beeinflussung von Emotionen in messbarem Umfang. Einige Bilder lösten überraschend einheitliche emotionale Reaktionen aus, während andere die allgemeinen Erwartungen nicht erfüllten. Ferner lösten einige Werke überwiegend positive Emotionen aus, während andere ausschließlich negative Emotionen hervorriefen. Die Studie liefert damit eine solide, datenbasierte Evidenzbasis für die seit Langem diskutierte Annahme, dass Kunst nicht nur subjektiv wirkt, sondern den emotionalen Zustand der Betrachtenden gezielt beeinflussen kann, was für das Wohlbefinden und die Gesundheit von potenzieller Bedeutung sein kann.

Beachtet werden sollte dabei, die Personen ausschließlich im Rahmen der Studie, also in einer kontrollierten Forschungsumgebung, mit den Kunstwerken in Kontakt kamen. Das Ziel: ein besseres Verständnis für den genauen Zusammenhang zwischen Kunst, Emotionen und Gesundheit zu bekommen.

„Die Erfahrungen unserer Patientinnen und Patienten sind ein zentraler Bestandteil unseres Verständnisses von Gesundheit. Initiativen wie das Projekt ‚Emociones a través del arte‘ helfen uns nicht nur, unser Wissen auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu vertiefen. Sie eröffnen auch völlig neue Perspektiven, die es uns ermöglichen, kontinuierlich auf eine exzellente Versorgung und die Verbesserung des Wohlbefindens der Menschen hinzuarbeiten“, so Dr. Cristina Caramés, Leiterin Gesundheitsversorgung und Forschung bei Quirónsalud.

Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse des Forschungsprojekts im Frühjahr 2025 ist die Arbeit keineswegs abgeschlossen. Geplant sind weitere Analysen der gesammelten Daten und deren Überführung in verschiedene Formate wie wissenschaftliche Publikationen oder digitale Anwendungen. 

Außerdem sollen die Daten als Basis für neue Forschungsansätze dienen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für den genauen Zusammenhang zwischen Kunst, Emotionen und Gesundheit zu bekommen. Langfristig sollen sich dadurch neue Wege eröffnen, um Patientinnen und Patienten von der positiven Wirkung von Kunst profitieren zu lassen – auf strukturierte, evidenzbasierte Weise.

Ob im wissenschaftlichen Bereich oder in der täglichen Krankenhausversorgung – beide Initiativen von Quirónsalud basieren auf derselben Überzeugung: Gesundheit umfasst mehr als nur medizinische Parameter und leitlinienbasierte Behandlungen. Emotionale Stabilität und das subjektive Wohlbefinden der Menschen sind ebenso wichtige Faktoren, insbesondere bei schweren Erkrankungen. Quirónsalud setzt daher auf die Kombination von innovativer Forschung und professioneller Praxis. Kunst wird so zu einem weiteren Baustein eines erweiterten, ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses.

https://www.museothyssen.org/en/special/emotions-art

(Veröffentlicht: Februar 2026)

Grit Otto-Moritz sitzt nicht zum ersten Mal im Behandlungszimmer im Helios Hanseklinikum Stralsund. Die 60-jährige Agraringenieurin erhielt bereits 2013 die Diagnose Brustkrebs. Ende 2025 folgte eine Lungenkrebserkrankung, beides hat sie überwunden. Mitte Januar kam jedoch eine weitere schwere Diagnose hinzu: Der frühere Brustkrebs hat gestreut und Knochenmetastasen gebildet.   

Im Helios Hanseklinikum Stralsund wird ihre Krankengeschichte deshalb erneut vollständig geprüft. Befunde werden neu bewertet, Annahmen hinterfragt – jetzt darf nichts mehr übersehen werden. Für ihren behandelnden Arzt, Dr. med. Hussein Abdallah, leitender Oberarzt für Allgemein-, Thorax- und Viszeralchirurgie, steht diagnostische Präzision im Mittelpunkt. Die Patientin erlebt hautnah, dass bei Helios nicht einzelne Diagnosen isoliert betrachtet werden, sondern Zusammenhänge.   

Ihre Geschichte steht exemplarisch für viele von Krebs betroffene Menschen, insbesondere für Patientinnen und Patienten mit komplexen oder mehrfachen Erkrankungen. Sie zeigt, warum individuelle Krebsversorgung entscheidend ist – und der Weltkrebstag Anlass bietet, diesen Anspruch immer wieder zu überprüfen. 

Fresenius bietet Krebsversorgung entlang der gesamten Patient Journey 

Am Weltkrebstag macht Fresenius seinen Beitrag zur Krebsversorgung sichtbar und zeigt, wie Kolleginnen und Kollegen täglich daran arbeiten, Menschen mit Krebs bestmöglich zu unterstützen.   

Fresenius begleitet Betroffene über alle Phasen ihrer Erkrankung hinweg. Fresenius Kabi, Helios und Quirónsalud bieten eine Versorgung, die medizinische Behandlung, innovative Medizinprodukte, moderne Technologien und unterstützende Leistungen verbindet.    

Die Unterstützung reicht von Prävention und Früherkennung über Diagnostik und personalisierte Therapien bis zur akuten Behandlung sowie Nachsorge, Langzeitbegleitung und palliativen oder häuslichen Versorgung.   

Im Mittelpunkt steht immer der Mensch – Patientinnen und Patienten ebenso wie die Beschäftigten. Ärztinnen, Pflegekräfte, Therapeuten, Forschende und viele weitere Berufsgruppen tragen gemeinsam Verantwortung für eine individuelle und verlässliche Krebsversorgung. 

Fresenius Kabi bietet individuelle Lösungen für wechselnde Bedürfnisse  

Eine Krebserkrankung verläuft selten geradlinig, ebenso wenig ist die Versorgung linear. Therapiephasen wechseln, Erholungsphasen verlaufen in Wellen. Diese Realität stellt Patientinnen und Patienten immer wieder vor neue Herausforderungen. Die Beschäftigten von Fresenius Kabi richten ihr Engagement genau daran aus.    

Neben der Tumortherapie geht es darum, Nebenwirkungen und Schmerzen zu reduzieren und körperliche Kraft zu erhalten.   

Fresenius Kabi trägt dazu mit einem breiten Leistungs- und Behandlungsspektrum bei. Dazu zählen sowohl Biologika als auch wichtige Arzneimittel, die zur Behandlung und unterstützenden Versorgung eingesetzt werden.   

Ergänzt wird dies durch Infusionstechnologien, Geräte und technische Expertise für eine sichere und zuverlässige Verabreichung.   

Biosimilars verbessern die Versorgungssicherheit und den Zugang zu wirksamen, zielgerichteten Therapien, insbesondere bei komplexen und multiplen Erkrankungen.   

Ein weiterer zentraler Baustein ist die klinische Ernährung. Sie unterstützt Patientinnen und Patienten, deren Ernährungszustand durch Krankheit oder Therapie beeinträchtigt ist. 

Klinische Onkologie bei Helios – individuelle Versorgung bei komplexen Erkrankungen 

Auch bei Helios ist Krebsbehandlung mehr als eine einzelne Therapie. In den bundesweit über 90 Kliniken beginnt jede Behandlung mit einem genauen Blick auf Krankengeschichte und Lebenssituation. Darauf aufbauend entwickeln spezialisierte Teams individuell abgestimmte Konzepte. Helios greift dabei auf ein bundesweites Netzwerk zertifizierter Krebszentren zurück.   

Die Geschichte von Grit Otto-Moritz zeigt, wie wichtig dieser Ansatz ist. Dr. med. Hussein Abdallah erklärt: „Wenn bei einem Patienten bereits mehrere Krebserkrankungen vorlagen, ist eine besonders sorgfältige Bewertung aller Befunde notwendig, damit ein zusätzlicher Tumor nicht übersehen wird. In interdisziplinären Tumorkonferenzen bringen Kolleginnen und Kollegen verschiedener Fachbereiche ihre Expertise ein, um die bestmögliche Behandlung zu definieren.“ 

Auch Priv.-Doz. Dr. med. Daniel Pink, Leiter des Onkologischen Zentrums bei Helios, betont: „Die besten Behandlungsergebnisse bei den vielfältigen und oft komplexen Krebserkrankungen werden durch eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit vieler Expertinnen und Experten erreicht. Bei Helios arbeiten wir auch z.B. in der Nachsorge eng mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zusammen.“   

(Veröffentlicht: April 2026)

Entdecken Sie am heutigen Weltgesundheitstag, wie die Geschäftsbereiche von Fresenius Forschung und Entwicklung, neue Technologien und Patientenversorgung zusammenbringen, um dazu beizutragen, die Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten zu verbessern. 

Am 7. April ist der internationale Weltgesundheitstag, der 2026 unter dem Motto „Together for health. Stand with science.“ steht. Er stellt die Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Zusammenarbeit als Basis für Fortschritte in der Medizin und eine bessere Patientenversorgung in den Mittelpunkt.

Diese Fortschritte entstehen nicht zufällig. Sie sind das Ergebnis intensiver Forschung, dem stetigen Streben nach Innovationen und einer engen internationalen Zusammenarbeit von Wissenschaft, Industrie und klinischer Praxis. Diesem Anspruch folgt auch Fresenius. Viele unserer rund 175.000 Mitarbeitenden arbeiten über alle Segmente hinweg täglich daran, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Verbesserungen in der Diagnostik, bei Arzneimitteln und in der Patientenversorgung zu übersetzen. Prof. Dr. med. Ralf Kuhlen, Chief Medical Officer Corporate Development bei Fresenius, bringt es auf den Punkt: „Wir sind bestrebt, wissenschaftliche Erkenntnisse in bessere Versorgung umzusetzen – gemeinsam mit wissenschaftlichen Institutionen haben wir das Ziel, Behandlungen effizienter, sicherer, zuverlässiger und für mehr Patientinnen und Patienten zugänglich zu machen.“  

Vom Patientenpfad bis zum wissenschaftlichen Fortschritt bei Helios 

Einer dieser Patienten ist Benjamin Kaiser. Als er nach zwei Wochen anhaltender Bauchschmerzen seine Hausärztin aufsucht, rechnet er nicht mit einer Diagnose, die sein Leben innerhalb weniger Stunden grundlegend verändern würde. Doch in den folgenden Tagen bringt die Diagnostik Gewissheit: Es ist ein aggressives B-Zell-Lymphom. Es folgen belastende Untersuchungen und eine erste Immunchemotherapie. Doch nach sechs Zyklen zeigt sich: Der Tumor wächst weiter. Also müssen für den 37-Jährigen weitere Behandlungsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden. Eine Standardbehandlung in dieser Situation ist die CAR-T-Zelltherapie. Zu diesem Zeitpunkt unterliegt die Therapie in Deutschland keinen Einschränkungen mehr. Da sie jedoch hoch spezialisiertes Fachwissen erfordert, wird die Therapie in der Regel nur in ausgewählten Kliniken durchgeführt; ein Grund, warum Benjamin Kaiser an das spezialisierte Behandlungszentrum am Helios Klinikum Berlin-Buch überwiesen wird. 

Hier in Berlin-Buch hat Benjamin Kaiser Zugang zu einer CAR-T-Zelltherapie, einer personalisierten Immuntherapie, bei der körpereigene Immunzellen genetisch verändert werden, um Krebszellen gezielt anzugreifen. Bei der Herstellung dieser Therapien können die Zellverarbeitungssysteme LOVO und Cue von Fresenius Kabi eine wichtige Rolle spielen, da sie das Waschen, Konzentrieren, Formulieren und finale Bereitstellen der Zellen automatisieren. Zuvor stabilisiert das Behandlungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Bertram Glaß, Head of Hematology and Oncology am Helios Klinikum Berlin-Buch, den Krankheitsverlauf mit Bestrahlung und Antikörpertherapie und schafft so die Voraussetzung für die Zelltherapie. 

Dass diese Therapie heute in Deutschland verfügbar ist, ist das Ergebnis internationaler klinischer Forschung und der aktiven Beteiligung unserer Kolleginnen und Kollegen von Helios. Das Team in Berlin-Buch war an der TRANSFORM-Studie beteiligt und ermöglichte Patientinnen und Patienten früh den Zugang zu dieser Behandlung. Seit 2019 werden hier regelmäßig CAR-T-Zelltherapien durchgeführt. Parallel untersuchen Forschende, wie sich der Einsatz in frühere Krankheitsphasen verlagern lässt, und analysieren europäische Registerdaten, um Therapien gezielter einzusetzen. 

Dr. Anna Ossami Saidy, Ärztin in Weiterbildung im Team von Prof. Glaß und Mitglied der europäischen Lymphom-Arbeitsgruppe, analysiert Daten aus dem Register der Europäischen Gesellschaft für Blut- und Knochenmarktransplantation (EBMT). „Erst durch die Auswertung einer großen Anzahl von Patientendaten können wir verstehen, welche Therapie für welchen Patienten am besten wirkt – und Behandlungen gezielt weiterentwickeln“, sagt sie. „Dafür brauchen wir aber immer die Kooperation der Patienten!“ Ihre Ergebnisse zeigen: Verschiedene CAR-T-Zellprodukte sind in vergleichbaren Fällen ähnlich wirksam – ein wichtiger Schritt hin zu individualisierten Therapieentscheidungen. Das Projekt wurde auf dem EBMT-Kongress 2026 ausgezeichnet. 

Für Benjamin Kaiser hat diese Forschung unmittelbare Folgen: Heute sind keine Tumorreste mehr nachweisbar. Er plant die Rückkehr in seinen Beruf, weiß aber, dass die Nachsorge entscheidend bleibt. Seine Bereitschaft, Daten für die Forschung zur Verfügung zu stellen, ist für ihn selbstverständlich. Eines wird deutlich: Fortschritt entsteht nicht nur im Labor, sondern auch durch Patientinnen und Patienten, die sich daran beteiligen. 

Von Fresenius Kabi vorangetriebene Forschung 

Während auf Intensivstationen täglich Entscheidungen getroffen werden, die das Wohlergehen von Patientinnen und Patienten betreffen, rückt bei Fresenius ein weiterer Faktor in den Fokus: die klinische Ernährung kritisch kranker Patientinnen und Patienten. Hier setzen Initiativen von Fresenius Kabi an – getragen von Forschenden und medizinischen Expertinnen und Experten, die das Ziel verfolgen, die Versorgung durch wissenschaftliche Erkenntnisse weiterzuentwickeln. 

Fresenius Kabi investiert in die nächste Generation Forschender. Im Rahmen unserer internationalen JUMPstart-Programme unterstützen wir junge Ärztinnen und Ärzte sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit mit Mentoring und Schulungen. Ziel ist die Entwicklung eigener Studien – von der ersten Idee bis zur Umsetzung. So entsteht ein wachsendes Netzwerk engagierter Forschender, das neue Impulse für die medizinische Ernährung setzt, etwa in der Intensivmedizin oder bei chronischen Erkrankungen. 

Darüber hinaus unterstützen Teams von Fresenius Kabi aus dem Bereich Medical Clinical & Scientific Affairs in Zusammenarbeit mit der European Society of Intensive Care Medicine (ESICM) konkrete Forschungsprojekte in der Ernährungstherapie. Mit dem ESICM-Fresenius Kabi Medical Nutrition Research Grant werden Studien finanziert, die sich mit zentralen Versorgungsfragen befassen, wie beispielsweise Stoffwechsel, Nährstoffbedarf und wirksamen Ernährungsstrategien für kritisch kranke Patientinnen und Patienten. Fellowships und Schulungsprogramme unterstützen junge Intensivmedizinerinnen und -mediziner, neue Erkenntnisse direkt in den klinischen Alltag zu übertragen. 

Die beiden Programme greifen ineinander: Während die ESICM-Kooperation aktuelle Forschung in die Anwendung bringt, schafft JUMPstart die Grundlage für die Versorgung von morgen. Beide Initiativen haben das Ziel, wissenschaftliche Erkenntnisse zu erlangen, sie schneller in die klinische Praxis zu überführen und damit die Versorgung kritisch und chronisch kranker Menschen zu verbessern.   

Zudem zeigen Initiativen wie das EASYGEN-Konsortium, wie die Zusammenarbeit von Industrie, Kliniken und Wissenschaft neue Therapieansätze vorantreiben kann, beispielsweise indem daran gearbeitet wird, eine dezentrale Herstellung von CAR-T-Zelltherapien zu ermöglichen und den Zugang zu diesen Therapien für Patientinnen und Patienten zu verbessern.  „Fresenius Kabi unterstützt die EASYGEN-Initiativen durch die Entwicklung und den Einsatz der nächsten Generation des Cue Zellverarbeitungssystems, das eine neuartige Methode der T-Zellenselektion für die in sich geschlossene Herstellung patienteneigener CAR-T-Zellen in großen Mengen nutzt. Dadurch wird eine duale Systemintegration ermöglicht, die durch die Zusammenarbeit mit TQ Therapeutics vorangetrieben wird“, erklärt Paige Bothwell, Forschungswissenschaftlerin bei Fresenius Kabi Research Technologies. Das Konsortium ist ein Zusammenschluss von 18 Organisationen und umfasst – neben Fresenius Kabi – Fresenius, Helios und Quirónsalud als aktive Partner. 

Parallel dazu konzentrieren sich die Aktivitäten von Fresenius Kabi im Bereich Pharma auf die Bereitstellung von lebenswichtigen Medikamenten. Dazu gehören i. v. Arzneimittel und Infusionslösungen, die ein wesentlicher Bestandteil vieler Behandlungsprotokolle sind, insbesondere in der Onkologie und der Intensivmedizin. 

Ein zentraler Pfeiler unseres Geschäftsbereichs Biopharma ist die Entwicklung von Biosimilars – biologischen Arzneimitteln, die in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit den Referenzprodukten entsprechen und gleichzeitig dazu beitragen, die Kosten in der Gesundheitsversorgung zu senken. Durch ein vertikal integriertes Modell von der Forschung und Entwicklung bis zum Vertrieb möchte Fresenius Kabi seine Biosimilar-Versorgungskette widerstandsfähig und zuverlässig machen. Auf diese Weise wird wissenschaftliche Innovation in einen breiteren Zugang zu wirksamen Therapien und in nachhaltigere Gesundheitssysteme umgesetzt.  

 

Mai 26

26. Mai 2026
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