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Der Vorstand trifft die operativen und strategischen Managemententscheidungen auf Grundlage unserer konzernweit verwendeten Leistungsindikatoren für Wachstum, Profitabilität, Liquidität, Kapitaleffizienz und Kapitalmanagement. Die für uns bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind nachfolgend erläutert:

Wachstum

Für unsere Wachstumsstrategie ist das währungsbereinigte, insbesondere das organische Umsatzwachstum im Konzern und in den Unternehmensbereichen von zentraler Bedeutung. Fresenius hat sich mittelfristige Wachstumsziele gesetzt. Die im Februar 2019 bekannt gegebenen Ziele sahen vor, dass basierend auf den Finanzkennzahlen 2019 das durchschnittliche jährliche organische Konzernumsatzwachstum (Compound Annual Growth Rate ‒ CAGR) für den Zeitraum 2020 bis 2023 in einer Bandbreite von 4 bis 7 % liegen soll. Fresenius erwartete, dass kleine und mittlere Akquisitionen den Umsatz-CAGR zusätzlich um etwa 1 Prozentpunkt erhöhen werden.

Im Februar 2019, als wir ursprünglich unsere Mittelfristziele bekannt gaben, hat niemand eine globale Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen wie etwa einen erhöhten Inflationsdruck vorausgesehen. Daher müssen wir unsere Erwartungen, basierend auf den Finanzkennzahlen für die Geschäftsjahre 2020 und 2021, präzisieren: wir gehen nun davon aus, dass der CAGR für den Umsatz am unteren Ende bis mittleren Bereich der Spanne liegen wird. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass kleine und mittelgroße Akquisitionen weniger als 1%-Punkt zu beiden CAGRs beitragen werden.

Profitabilität

Die Ertragskraft der Segmente messen wir mit dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und dem währungsbereinigten EBIT-Wachstum. Auf der Ebene des Konzerns verwenden wir hierzu primär das Konzernergebnis und dessen währungsbereinigtes Wachstum. Um die operative Leistung über mehrere Perioden hinweg besser vergleichen zu können, bereinigen wir die Ergebnisgrößen gegebenenfalls um Sondereinflüsse. Fresenius hat sich mittelfristige Wachstumsziele gesetzt. Die im Februar 2019 bekannt gegebenen Ziele sahen vor, dass basierend auf den Finanzkennzahlen 2019 das durchschnittliche jährliche organische Konzernergebniswachstum1,2 (CAGR) für den Zeitraum 2020 bis 2023 in einer Bandbreite von 5 bis 9 % liegen soll. Fresenius erwartete, dass kleine und mittlere Akquisitionen den Ergebnis-CAGR zusätzlich um etwa 1 Prozentpunkt erhöhen werden.

Im Februar 2019, als wir ursprünglich unsere Mittelfristziele bekannt gaben, hat niemand eine globale Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen wie etwa einen erhöhten Inflationsdruck vorausgesehen. Daher müssen wir unsere Erwartungen, basierend auf den Finanzkennzahlen für die Geschäftsjahre 2020 und 2021, präzisieren: wir gehen nun davon aus, dass der CAGR für das Konzernergebnis am unteren Ende der Spanne liegen wird. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass kleine und mittelgroße Akquisitionen weniger als 1%-Punkt zu beiden CAGRs beitragen werden.

Liquidität

Als wesentliche Liquiditätskennzahl verwenden wir im Konzern die Cashflow-Marge. Um die Beiträge unserer Unternehmensbereiche zum operativen Cashflow weiter zu optimieren, nutzen wir ferner die ergänzenden Kennzahlen DSO1 (Days Sales Outstanding / Forderungslaufzeit) und SOI1 (Scope of Inventory / Vorratsreichweite). Sie zeigen den Forderungs- und den Vorratsbestand im Verhältnis zum Umsatz und zu den Kosten der umgesetzten Leistungen des vergangenen Berichtszeitraums an.

Kapitaleffizienz

Mit dem Kapital, das Aktionärinnen und Aktionäre sowie Fremdkapitalgebende uns zur Verfügung stellen, wirtschaften wir so profitabel und effizient wie möglich. Um dies zu steuern, ermitteln wir vorrangig die Kapitalrendite (Return on Invested Capital ‒ ROIC)2 und die Rendite des betriebsnotwendigen Vermögens (Return on Operating Assets ‒ ROOA)2.

Kapitalmanagement

Als zentrale Messgröße zur Steuerung der Kapitalstruktur verwenden wir den Quotienten aus den Netto-Finanzverbindlichkeiten und dem EBITDA. Diese Kennzahl zeigt an, inwieweit ein Unternehmen in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Unsere Unternehmensbereiche halten in der Regel führende Positionen in wachsenden, größtenteils nichtzyklischen Märkten. Sie generieren überwiegend stabile, planbare Cashflows, da unsere Kunden mehrheitlich über eine hohe Kreditqualität verfügen. Daher kann sich Fresenius nach Einschätzung des Managements stärker über Fremdkapital finanzieren als Unternehmen anderer Branchen. Der selbst gesetzte Zielkorridor für den Netto-Verschuldungsgrad liegt bei 3,0x bis 3,5x.

Weitere Details zu unseren Steuerungskennzahlen finden Sie auch in unserem interaktiven Kennzahlentool unter www.fresenius.de/kennzahlentool.

 

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KgaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
3 Gehört nicht zu den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren