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  • Persönlich haftende Gesellschafterin und Aufsichtsratsmitglieder mit großer Mehrheit entlastet
  • Dividende von 1,05 Euro je Aktie beschlossen

Die Aktionärinnen und Aktionäre der Fresenius SE & Co. KGaA haben heute bei der Hauptversammlung in Frankfurt am Main den Vorschlägen der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats mit großen Mehrheiten zugestimmt.

Die persönlich haftende Gesellschafterin und die Aufsichtsratsmitglieder wurden mit 99,41 Prozent beziehungsweise mehr als 96 Prozent für das Jahr 2025 entlastet. 99,77 Prozent stimmten für die Feststellung des Jahresabschlusses. Mit 92,61 Prozent billigten die Anteilseigner den Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2025 und mit 99,99 Prozent den Dividendenvorschlag von 1,05 Euro je Aktie. Eine große Mehrheit stimmte zudem jeweils der Schaffung eines neuen bedingten und genehmigten Kapitals, der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien sowie der Umwandlung von Inhaberaktien in Namensaktien zu. Dies ermöglicht Fresenius eine transparente und direkte Kommunikation mit den Aktionären.

Bei der Hauptversammlung waren 76,62 Prozent des Stammkapitals vertreten.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Fresenius SE & Co. KGaA
Sitz der Gesellschaft: Bad Homburg, Deutschland / Handelsregister: Amtsgericht Bad Homburg, HRB 11852
Aufsichtsratsvorsitzender: Wolfgang Kirsch

Persönlich haftende Gesellschafterin: Fresenius Management SE
Sitz der Gesellschaft: Bad Homburg, Deutschland / Handelsregister: Amtsgericht Bad Homburg, HRB 11673
Vorstand: Michael Sen (Vorsitzender), Pierluigi Antonelli, Sara Hennicken, Robert Möller, Dr. Michael Moser
Aufsichtsratsvorsitzender: Wolfgang Kirsch

  • Fresenius ist dank disziplinierter Umsetzung von #FutureFresenius besser aufgestellt denn je. Rejuvenate zeigt Wirkung und beschleunigt die langfristige Wertsteigerung. Durch die Kombination aus operativer Stärke und resilienter Aufstellung ist Fresenius heute in der Lage, die Zukunft der Gesundheitsversorgung aktiv mitzugestalten.
  • Aktionäre partizipieren am Erfolg: Dividendenvorschlag von 1,05 Euro je Aktie, eine Steigerung von 5% gegenüber dem Vorjahr

Der Gesundheitskonzern Fresenius blickt trotz zunehmender geopolitischer Unsicherheiten auf ein sehr gutes Jahr 2025 zurück und startet erfolgreich ins Geschäftsjahr 2026. „Fresenius ist finanziell stärker, operativ leistungsfähiger und strategisch fokussiert – und damit bestens positioniert, um die Gesundheitsversorgung der Zukunft aktiv mitzugestalten. Das ist das Ergebnis einer vorausschauenden Strategie, die in den vergangenen Jahren durch ein schlagkräftiges Team diszipliniert entwickelt und umgesetzt wurde“, sagte Wolfgang Kirsch, Aufsichtsratsvorsitzender von Fresenius, heute auf der diesjährigen Hauptversammlung in Frankfurt am Main.

Im vergangenen Jahr hatte Fresenius die dritte Phase der #FutureFresenius Strategie eingeläutet: Rejuvenate. Ziel ist es, das Unternehmen noch innovativer und resilienter aufzustellen sowie für Kunden, Patientinnen und Patienten noch leistungsfähiger zu werden. Die Finanzergebnisse 2025 und im ersten Quartal 2026 machen deutlich: Rejuvenate zeigt Wirkung und beschleunigt die langfristige Wertschaffung. Am Unternehmenserfolg sollen auch die Anteilseigner teilhaben: Die vorgeschlagene Dividende von 1,05€ je Aktie entspricht einer fünfprozentigen Steigerung gegenüber dem Vorjahr.

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, betonte: „Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir unter Beweis gestellt, was Fresenius in einem Umfeld leisten kann, in dem Volatilität zur neuen Normalität geworden ist. Wir haben unsere Bilanz weiter gestärkt, unsere Prognose im Jahresverlauf zweimal erhöht – und geliefert. Gleichzeitig investieren wir gezielt in Innovation und Digitalisierung - von neuen Produkten bis hin zu KI-basierten Krankenhausplattformen. Damit machen wir Fresenius heute stärker und schaffen die Basis für den Erfolg von morgen.”

Fresenius investiert mehr als 600 Millionen Euro pro Jahr in Forschung und Entwicklung in den operativen Geschäften, dazu zählen intravenös zu verabreichende Generika, Biosimilars, Infusions- und Ernährungstherapien sowie Medizintechnik. Die Krankenhäuser von Quirónsalud und Helios sind stark in der medizinischen Forschung aktiv mit mehr als 1.700 klinischen Studien und über 3.100 wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Jahr 2025. Die Patientinnen und Patienten profitieren von den Ergebnissen dieser Forschungsarbeit durch eine Versorgung auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand.

Darüber hinaus treibt das Unternehmen die konsequente Nutzung von Digitalisierung und KI im Gesundheitswesen strategisch voran: Ein Baustein ist die strategische Partnerschaft von Fresenius mit SAP mit dem Ziel, ein offenes, interoperables und KI-gestütztes digitales Gesundheitsökosystem für Deutschland und Europa aufzubauen. Wie Anfang Mai bekannt gegeben, haben Fresenius und SAP dazu gemeinsam in das Start-up Avelios Medical investiert, das ein cloud-natives Krankenhausinformationssystem der nächsten Generation entwickelt.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Fresenius SE & Co. KGaA
Sitz der Gesellschaft: Bad Homburg, Deutschland / Handelsregister: Amtsgericht Bad Homburg, HRB 11852
Aufsichtsratsvorsitzender: Wolfgang Kirsch

Persönlich haftende Gesellschafterin: Fresenius Management SE
Sitz der Gesellschaft: Bad Homburg, Deutschland / Handelsregister: Amtsgericht Bad Homburg, HRB 11673
Vorstand: Michael Sen (Vorsitzender), Pierluigi Antonelli, Sara Hennicken, Robert Möller, Dr. Michael Moser
Aufsichtsratsvorsitzender: Wolfgang Kirsch

Hauptversammlung 2026

22. Mai 2026
Frankfurt, Deutschland

Hauptversammlung 2026

Aktuell

"Fresenius ist hervorragend ins Jahr 2026 gestartet. Aufgrund der exzellenten Geschäftsentwicklung im ersten Quartal bestätigen wir unseren Jahresausblick. In einem Umfeld, in dem Volatilität zur neuen Normalität geworden ist und die Märkte zunehmend auf Ertragstransparenz und finanzielle Disziplin achten, zeigt dieses Quartal: Fresenius ist heute besser aufgestellt als je zuvor. Rejuvenate zeigt Wirkung: Die konsequente Umsetzung über alle Geschäfte hinweg hat für zweistelliges Wachstum beim Kern-Ergebnis je Aktie (Core EPS), eine weitere Margenverbesserung und eine Bilanz gesorgt, die unsere finanzielle Flexibilität stärkt. Entscheidend ist: Wir haben dies erreicht, während wir konsequent und gezielt in Innovation und Digitalisierung investieren – von Produktneuheiten bis zu KI‑basierten Krankenhausplattformen – und so unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern. Mit einer fokussierten Organisation und strikter Finanzdisziplin sind wir gut vorbereitet, politischen und makroökonomischen Unsicherheiten zu begegnen, Ertragstransparenz zu wahren und langfristig nachhaltigen Wert für unsere Patientinnen und Patienten, Partner und Anteilseigner zu schaffen."

Michael Sen, Vorsitzender des Vorstands

Finanz-Highlights Q1/26

KONZERNUMSATZ 1

5744 Mio €

+5 % 2

Q1/25: 5.631 Mio €

KONZERN-EBIT 1

678 Mio €

6 % 4

Q1/25: 654 Mio €

KERN-NET INCOME 1, 3

460 Mio €

+13 % 4

Q1/25: 416 Mio €

KERN-EPS 1, 3

0.82

+13 % 4

Q1/25: 0,74 €

KABI Umsatz 1

2150 Mio €

+6 % 2

Q1/25: 2.146 Mio €

HELIOS Umsatz 1

3501 Mio €

+3 % 2

Q1/25: 3.394 Mio €

1 Vor Sondereinflüssen

2 Organische Wachstumsrate bereinigt Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien.

3 Ohne Fresenius Medical Care und Vitrea

4 Währungsbereinigtes Wachstum

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Hauptversammlung 2026

22. Mai 2026
Frankfurt, Deutschland

Hauptversammlung 2026

Aktuell

Wenn die Wirbelsäule operiert wird, kann es auf Millimeter ankommen. Operateurinnen und Operateure brauchen bei solchen hochkomplexen Eingriffen ein gutes Augenmaß, eine präzise räumliche Vorstellungskraft, Abstraktionsvermögen – und geschickte Hände. Doch der Mensch mit seinen Fähigkeiten stößt naturgemäß immer wieder an Grenzen. Viele Kliniken nutzen deshalb schon seit langem hochauflösende dreidimensionale Darstellungen und chirurgische Navigationssysteme, wie etwa die spinale Navigation, für ihre Arbeit. Doch das alles ist erst der Anfang.

(Veröffentlicht: August 2024)

Die Klinik  für Neurochirurgie und das Zentrum für Wirbelsäulentherapie am Helios Klinikum Berlin-Buch, , haben das Know-how rund um Eingriffe an der Wirbelsäule kontinuierlich weiterentwickelt: Unter Leitung von Chefärztin Professorin Dr. Yu-Mi Ryang setzt die Klinik schon seit zwei Jahren Augmented Reality (AR) bei stabilisierenden Wirbelsäulenoperationen ein. Berlin-Buch ist damit eines der ersten Häuser in Deutschland, die KI in der Neurochirurgie zum Wohle von Patientinnen und Patienten nutzen. Die AR-Technologie macht es möglich, dass die Eingriffe präziser, schonender und auch kürzer verlaufen. Ein Blick über die Schulter von Prof. Dr. Ryang zeigt, wie genau AR hier eingesetzt wird und warum das ein wichtiger Schritt in die Zukunft ist.

Prof. Dr. med. Yu-Mi Ryang, Chefärztin Klinik für Neurochirurgie & Zentrum für Wirbelsäulentherapie

Im OP herrscht höchste Konzentration. Prof. Ryang beugt sich über ihren Patienten. Der leidet an einem Tumor an der Wirbelsäule, der die Knochen schon teilweise zerstört hat und zudem auf das hochempfindliche Rückenmark drückt. In den nächsten zwei bis drei Stunden wird die Chirurgin das Rückenmark vom Tumor befreien und den durch den Tumor destabilisierten Bereich der Wirbelsäule mit einem sog. Schrauben-Stab-System verstärken. Es soll die Wirbelsäule wieder stabilisieren und vor allem Schmerzfreiheit bringen. Auch bei anderen Indikationen wenden die Ärzte-Teams in der Neurochirurgie solche minimalinvasive OP-Techniken an, die sie mit der AR-Technologie koppeln: etwa bei den häufig auftretenden Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule, bei Wirbelbrüchen nach einem Unfall oder bei Osteoporose. 

Rein optisch ähnelt dieses Schrauben-Stab-System einem Bahngleis. Zunächst werden zwischen vier und acht, teilweise auch deutlich mehr Schrauben fest im „Gleisbett“, also den Wirbelkörpern, verankert. Dazu werden die Schrauben an sogenannten Tower befestigt, die wie eine Art Schraubenverlängerung funktionieren. Ohne diese Tower würden die Schrauben beim Einsetzen in der Tiefe des OP-Gebiets verschwinden. Sie wären für den Operateur nicht mehr sichtbar und durch die Rückenmuskulatur kaum erreichbar. 

Dies alles wird vorzugsweise minimal-invasiv über kleine Schnitte in der Haut durchgeführt, um den Eingriff möglichst gewebeschonend und blutarm zu machen. Weitere Vorteile dieses gewebeschonenden Vorgehens sind eine kürzere OP-Dauer, da die Rückenmuskulatur nicht aufwändig von der Wirbelsäule gelöst werden muss, wie dies bei offenen Eingriffen geschieht und weniger postoperative Schmerzen nach dem Eingriff. 

Durch die minimal-invasive OP-Technik kann Prof. Ryang zwar immer nur einen kleinen Ausschnitt des OP-Bereichs mit eigenen Augen sehen. Dank KI ist das aber kein Hindernis: Wo genau die Stäbe eingebracht werden müssen und vor allem mit welcher Länge und Krümmung, genauso wie die Lage von anderen wichtigen Strukturen der Wirbelsäule – etwa dem Rückenmark oder auch dem Tumor selbst – all das kann ihr mit Hilfe von Augmented Reality angezeigt werden. Letzteres erhöht zusätzlich die Sicherheit des Eingriffs.
 

Im weiteren Verlauf der OP wird es noch einmal knifflig: Je nach Krümmung der Wirbelsäule muss Prof. Ryang die Titanstäbe vorab so formen, dass sie sich passgenau in die Schraubenköpfe einfügen. Schon wenige Millimeter Abweichung können hier einen großen Unterschied machen. Früher verließ sich das Team bei der Formung und Einpassung der Stäbe rein auf die operative Erfahrung und Augenmaß. „Gerade bei schweren Verkrümmungen der Wirbelsäule kann das aber äußert schwierig sein“, erklärt die Chirurgin. Zudem sei es relativ zeitaufwändig. Genau hier hilft heute AR: „Mithilfe der Augmented Reality können wir die ideale Position, Länge und Krümmung der Stäbe während der laufenden Operation in wenigen Minuten ermitteln und die Stäbe entsprechend vorbereiten.“ 

Beim Stichwort Augmented Reality (AR), auf Deutsch „erweiterte“ oder „angereicherte“ Realität – denken viele an Virtual Reality (VR-) Brillen. In Berlin-Buch arbeitet das Team der Neurochirurgie jedoch mit handelsüblichen Tablets, die mit einer eingebauten Kamera und einer speziellen Software ausgestattet sind. Dr. Ryang richtet die Tabletkamera auf den Rücken des Patienten. Durch Schwenken des Tablets wird das OP-Gebiet gescannt und die zuvor an die Schraubentower angebrachten QR-Codes eingelesen. Auf dem Tablet erscheinen dann nach und nach die virtuellen 3D-Tower und virtuellen Stäbe, die auf das Echtzeitbild des Patienten übertragen werden. „Auch Veränderungen der Lagerung während des Eingriffs stellen kein Problem für mich dar – die Orientierung ist jederzeit gewährleistet“, so Prof. Ryang. Mit Hilfe der angebrachten QR-Codes kann das Tablet also über die integrierte Kamera die genaue Position der eingebrachten Schrauben und die exakte Länge und Krümmung der Stäbe bestimmen. Und als virtuelles 3D-Bild mit dem Echtzeitbild des Patienten ‚verschmelzen‘. Anhand dieser „erweiterten“ Realität ist es der Operateurin dann möglich, mittels des Tablets die Stäbe für jeden einzelnen Patienten individuell maßanzufertigen. 

Die Software berechnet dafür eine Art Schablone, mit der die Chirurgin die Titanstäbe von Hand in die ideale Form biegen kann. Zum Abgleich legt sie die Stäbe immer wieder auf die Schablone. Früher kam es schon einmal vor, dass eine Schraube, nachdem sie eingebracht war, wieder aus ihrer Position gerissen wurde – wenn der Stab nicht perfekt gebogen war. Heute sei dieses Risiko nur noch minimal, so die Ärztin: „Wir erhoffen uns, dass es zu deutlich weniger postoperativen Komplikationen im Langzeitverlauf kommt, wie etwa z.B. einem Stabbruch, einer Schraubenlockerung oder einem anderen Materialversagen. All das würde eine Revisionsoperation notwendig machen. Außerdem erhoffen wir uns von der Methode auch ein besseres klinisches Outcome der Patienten in Bezug auf Schmerz und Lebensqualität.“ 

Seit rund zwei Jahren nutzt die Neurochirurgie in Berlin-Buch die AR-Technologie bereits. Die aktuelle Zwischenbilanz ist vielversprechend: Mehrere Studien konnten belegen, dass sie die operative Leistung verbessert: „Die Einstellung der idealen Krümmungsradien der Schrauben-Stab-Systeme gelingt ohne Augmented Reality-Unterstützung auch sehr versierten Chirurgen nicht immer“, so Dr. Ryang. „Doch mithilfe der AR sind praktisch alle Chirurgen in der Lage, ein perfektes Ergebnis zu erzielen.“ 

Augmented Reality bewirkt aber noch mehr Gutes: Die AR-gestützten Operationen führen zu kürzeren OP-Zeiten und damit auch der Dauer der Narkose. Damit setzt sich ein positiver Trend bei Wirbelsäulen-Behandlungen fort: Minimal-invasive neurochirurgische Eingriffe am Rücken werden immer schonender. 

„Unser Beispiel aus Berlin-Buch zeigt, was es heißt, eine medizinische Innovation ganz praktisch zu den Patienten zu bringen“, freut sich Prof. Ryang. „Es ist nicht die eine große Revolution, die über Nacht alles ändert. Wir kombinieren vielmehr verschiedene innovative Lösungen, um Schritt für Schritt bessere Ergebnisse für unsere Patienten zu erzielen“, resümiert die Expertin. BB

Top-Spezialistin für Neurochirurgie

Prof. Dr. med. Yu-Mi Ryang studierte und promovierte an der Ruhr-Universität Bochum. Anschließend war die in Düsseldorf geborene Medizinerin in der Neurochirurgie am Universitätsklinikum der RWTH Aachen tätig und absolvierte dort die fachärztliche Weiterbildung. Am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München habilitierte sich Prof. Ryang und war ab 2017 Leitende Oberärztin und stellvertretende Direktorin der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik. 2019 startete die Spezialistin bei Fresenius Helios in Berlin-Buch. Als Chefärztin leitet sie neben der Neurochirurgischen Klinik auch das Zentrum für Wirbelsäulentherapie. 

Sie hat zudem zahlreiche Funktionen in verschiedenen berufsständischen nationalen und internationalen Gesellschaften inne: Eine davon ist die Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie, die DGNC, wo Prof. Ryang aktuell als Leiterin der Sektion Wirbelsäule fungiert. Zudem ist sie im Vorstand der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft, (DWG), in der sie in zahlreichen Kommissionen tätig ist und Vorsitzende des Moduls 5 der DWG-Basiskurse ist. In der EUROSPINE ist Prof. Ryang zudem Vorsitzende des Moduls 4, und in der AO Spine ist sie Mitglied der Technical Commission und der „Fracture, Tumor, Deformity Expert Group“.
 

(Published: March 2025)

Das Expertengremium ist mit vier internationalen Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Beratung besetzt. Es wurde von Michael Moser, Mitglied des Vorstands, ins Leben gerufen und begleitet Fresenius bei der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie. Inhaltlich ging es in der gestrigen Sitzung um Schwerpunktthemen wie Wassermanagement oder die Weiterentwicklung des konzernweiten Menschenrechtsprogramms.

Sarah Tix, Head of Group Sustainability und und Anahita Thoms, Vorsitzende des Beirats, erläutern am Rande eines Werksrundgangs die Bedeutung von Nachhaltigkeitsthemen - siehe Video rechts.

Der Standort in Friedberg von Fresenius Kabi liefert essenzielle Medizinprodukte für die Versorgung von kritisch und chronisch Kranken in mehr als 100 Länder. Im Werk arbeiten rund 650 Mitarbeitende. Jährlich werden hier mehr als 125 Millionen Infusionslösungen und rund 70 Millionen Flüssigmedikamente wie Schmerz- und Betäubungsmittel hergestellt. Das angeschlossene Logistikzentrum stellt jeden Monat rund 40.000 Sendungen zusammen, verpackt und verschickt diese.

„Ich habe Krebs“ – diesen schwierigen Satz müssen jedes Jahr allein in Deutschland rund eine halbe Millionen Menschen aussprechen. Wie ein Schatten legt sich die Diagnose über das Leben der Patientinnen und Patienten und ihrer Angehörigen. Viele Ängste und Sorgen, aber auch Hoffnung und Zusammenhalt – all diese Emotionen verbinden die Betroffenen. Und doch ist jeder Patient und jede Erkrankung einzigartig.

(Veröffentlicht: April 2025)

Der heutige internationale Weltkrebstag beleuchtet unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig“, auf Englisch „United by Unique“, den Anspruch einer zeitgemäßen Krebsversorgung: Eine, die den Menschen in den Fokus nimmt, nicht nur die Krankheit betrachtet – und die ihn ganzheitlich behandelt. 

Dies ist ein Anspruch, für den auch Fresenius steht. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten von einer Krebserkrankung Betroffene in allen Phasen ihrer Erkrankung: von der Vorsorge über die erste Diagnose und Therapie bis hin zur häuslichen Versorgung. Sie geben immer ihr Bestes – nicht nur im Kampf gegen den Krebs, sondern auch für eine möglichst hohe Lebensqualität der Patientinnen und Patienten. Ganz gemäß unserem Versprechen „Committed to life“ – wir verbessern das Leben der Menschen.

Die Kolleginnen und Kollegen von Fresenius Kabi begleiten Patienten während der gesamten Krebstherapie. Ihr Ziel ist es, eine optimale Versorgung zu gewährleisten und den Patienten so weit wie möglich ein Gefühl von Normalität zurückzugeben.

Das Ziel: optimale Versorgung und ein Stück Normalität


Fresenius Kabi setzt sich dafür ein, Patientinnen und Patienten während der gesamten Krebstherapie zu unterstützen. Ziel ist es, ihnen eine optimale Versorgung zu ermöglichen und Ihnen so viel Normalität wie möglich zurückzugeben. Das Portfolio reicht dabei von Arzneimitteln über Medizinprodukte für die klinische Ernährung bis hin zu weiteren unterstützenden Dienstleistungen. 

Mit hochwirksamen Medikamenten wie etwa einer breiten Palette an Onkologie-Produkten wie Chemotherapeutika und Biosimilars lassen sich heute Therapien personalisieren. Generika und Biosimilars werden dabei nicht nur zur Tumorbekämpfung eingesetzt – einige helfen auch, Nebenwirkungen zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern.

Eine Krebserkrankung und ihre belastende Behandlung können den Ernährungszustand von Patientinnen und Patienten beeinträchtigen und den Organismus erheblich schwächen. Medizinische Ernährungsprodukte für Krebspatienten können einer Mangelernährung entgegenwirken und versorgen Betroffene mit wichtigen Nährstoffen, die sie in kritischen Phasen ihrer Erkrankung benötigen. 

Für die Krebspatienten und ihre Angehörigen bleibt der Kampf gegen die Erkrankung eine Ausnahmesituation, mit der sie nicht alleingelassen werden sollten. Fresenius Kabi bietet darum Bildungs- und Unterstützungsprogramme an, die das psychische Wohlbefinden während der gesamten Behandlungsdauer fördern, beispielsweise bei der Umstellung von der Behandlung im Krankenhaus auf die häusliche Versorgung.

Der 4-jährige Mika hat Akute Lymphatische Leukämie. In den Helios Kliniken Schwerin erhält er eine altersgerechte Chemotherapie auf dem neuesten Stand der Medizin.

Besonders bei Kindern spielt die Langzeitnachsorge eine wichtige Rolle


Helios setzt in der Krebsbehandlung auf eine ganzheitliche Onkologie. Dabei stehen der einzelne Mensch und seine medizinische Vorgeschichte im Mittelpunkt, um jeder Patientin und jedem Patienten die bestmögliche, individuell angepasste Therapie zu ermöglichen.

Eine Krebserkrankung ist und bleibt eine äußerst schwierige Situation im Leben – erst recht, wenn er sehr früh auftritt. Erkrankte Kinder haben besondere Bedürfnisse, denen sich die Beschäftigten in der Kinderonkologie an vier deutschen Standorten der Helios Kliniken widmen. 

Einer ihrer jüngsten Patienten ist Mika: Der Junge erkrankte 2024 im Alter von nur vier Jahren an Akuter Lymphatischer Leukämie. In den Helios Kliniken Schwerin erhält er eine altersgerechte Chemotherapie auf dem neuesten Stand der Medizin. Seine Heilungschancen liegen zwar bei 90 Prozent, aber die Behandlung ist für den Jungen und seine Familie eine enorme Belastung, körperlich und seelisch. Daher werden sie von den Beschäftigten auch psychologisch betreut. Eine wichtige Rolle spielt bei Kindern zudem die Langzeitnachsorge, um Folgeerkrankungen vorzubeugen. Bei Helios sind zum Beispiel Onkopsychologen immer mit in die Therapie eingebunden. 

Eine individuelle Behandlung und Begleitung bei Krebs, ganz gleich in welchem Alter, ist entscheidend. Dazu arbeiten bei Helios Fachkräfte verschiedener Disziplinen eng zusammen, um von der Diagnostik über die personalisierte Therapie und Nachsorge die beste Kombination zu finden. 

Patientinnen und Patienten, die in Spanien bei Quirónsalud behandelt werden, profitieren von einem ganzheitlichen Ansatz und innovativen Therapiemethoden. In nahezu allen Krankenhäusern von Quirónsalud gibt es spezialisierte Onkologie-Abteilungen.

Quirónsalud stellt den Menschen noch stärker in den Mittelpunkt der Versorgung

Von einem ganzheitlichen Ansatz und innovativen Therapiemethoden profitieren auch Patientinnen und Patienten, die bei Quirónsalud in Spanien behandelt werden. Die zu Fresenius Helios gehörende Krankenhaus-Gruppe unterhält in nahezu allen Krankenhäusern Onkologie-Abteilungen mit hochspezialisierten Fachkräften. Sie kooperieren in multidisziplinären Gremien eng mit anderen Teams und setzen State-of-the-art-Technologie für die Diagnose und Behandlung ganz unterschiedlicher Tumore ein. Quirónsalud zählt z. B. auch zu den Vorreitern in der Protonentherapie, die auf eine millimetergenaue Bestrahlung von Tumoren setzt.

Ärzte und Pflegekräfte sind dabei immer nahe am Patienten, also „human to human“. Um bei der Versorgung den Menschen noch mehr in den Fokus zu stellen, hat beispielsweise die Jiménez Díaz Foundation in Madrid in ihrer onkologischen Tagesklinik ein Projekt ins Leben gerufen, das den Namen HOPE trägt. Die patientenorientierte Initiative hilft den Betroffenen mittels Digitalisierung, Wartezeiten zu vermeiden und so wertvolle Zeit zu gewinnen. Seit der Einführung des Tools hat sich der Stress für alle Beteiligten reduziert und die Lebensqualität der Betroffenen spürbar verbessert. Auch die Wirksamkeit und Sicherheit der Therapien hat sich dadurch erhöht.

Innovative Therapien können Menschenleben retten

Egal, von wo aus die medizinischen Teams von Fresenius heute operieren – sie setzen alles daran, jeder Patientin und jedem Patienten den bestmöglichen Zugang zur medizinischen Versorgung zu ermöglichen. So wie bei Mika aus Schwerin, der zwar noch lange nicht über dem Berg ist, dem es mittlerweile aber wieder besser geht.

Während der Behandlung hat Mikas Vater einen Blog begonnen, um diese harte Zeit besser zu verarbeiten – mit riesiger öffentlicher Anteilnahme. Dankbar hat der Vater dies Aufmerksamkeit für einen guten Zweck genutzt: Er sammelte bisher mehr als 30.000 Euro Spenden für die Deutsche Kinderkrebshilfe und die Krebsforschung bei Helios in Schwerin. 

Denn auch darauf kommt es an. Innovative Therapien, die dank moderner Forschung mit Hochdruck entwickelt werden, können am Ende Menschenleben retten. Fachleute bei Helios rechnen damit, dass in den nächsten Jahren in der Krebstherapie wichtige neue Meilensteine erreicht werden. Hoffnungsträger sind zum Beispiel die CAR-T-Zelltherapien, hochwirksame Antikörper-Wirkstoffkonjugate und Tumorvakzinen, also spezielle Impfungen, die Krebs erst gar nicht entstehen lassen. Therapie und Prävention werden sich in den nächsten Jahren immer weiter verbessern, um so im Kampf gegen den Krebs den Schatten der Krankheit immer weiter zu verdrängen.

Ein Sprechzimmer an einem sonnigen Morgen im Januar am Madrider Universitätsklinikum Villalba, das zur Klinikengruppe Quirónsalud gehört. Die Patientin ist sichtlich nervös. Sie hat den Kopf voller Fragen und diffuser Ängste – was typisch ist. Die Leiterin der Orthopädischen Chirurgie und Traumatologie Dr. Natalia Ruiz Micó versucht, sie zu beruhigen. „Heute sprechen wir über Ihre anstehende Hüftoperation ...“ So beginnt die Ärztin ihr Patientengespräch, was ebenfalls typisch ist und hier und in anderen Kliniken täglich tausendfach geführt wird. Eines jedoch ist anders: Dr. Ruiz kann sich komplett auf ihre Patientin konzentrieren. Sie muss nebenher weder die lange Krankenakte studieren noch Notizen machen und steht damit viel weniger unter Stress als früher. Denn diese Aufgaben übernimmt neuerdings „Scribe“, ein intelligentes, KI-basiertes Diktiergerät für medizinische Zwecke, das sie auf ihrem Diensthandy öffnet.

Scribe transkribiert und interpretiert automatisch Arzt-Patienten-Gespräche und überführt sie in eine medizinische Akte.

(Veröffentlicht: Juni 2025)

Gestartet wurde Scribe im Sommer des vergangenen Jahres. „Stand heute haben bereits mehr als 4.000 Ärztinnen und Ärzte in insgesamt 50 Kliniken von Quirónsalud in Spanien damit über 500.000 Konsultationen durchgeführt.“ Die Erfahrungen von Ärzten und Patientinnen und Patienten mit der Technologie sind sehr gut. 

Zu den ersten Anwendern zählte auch die Abteilung für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie am Madrider Universitätsklinikum Villalba, die Dr. Ruiz als Chefärztin leitet. Während sie mit ihrer Patientin redet, nimmt Scribe das Gespräch auf, verschriftlicht es und fasst die wesentlichen Inhalte und die sich daraus ergebenden Aufgaben zusammen. Wenn nötig, kann das Tool sogar zwischen mehreren Sprachen hin und her springen. Die klinische Dokumentation war bislang eine mühsame Arbeit, die man sich in den Klinikteams geteilt hat. Manches übernahm das Sekretariat, manches die Assistenzärztinnen und -ärzte, aber oft genug musste auch das behandelnde Ärzteteam selbst ran. Dank Scribe sparen alle im Team nun sehr viel Zeit – genauer gesagt die Zeit, die bei jeder Konsultation für Dokumentations- und Verwaltungsarbeit anfällt. „Die medizinische Dokumentation ist sehr wichtig für unsere Arbeit, sie ist aber auch sehr aufwändig. Bislang ließ sie sich schwer automatisieren, da dafür spezielles Wissen notwendig ist“, so Dr. Ruiz.  

Quirónsalud hat die KI-Lösung mit einem IT-Partner selbst entwickelt und erprobt sie seit Juni 2024.

Technologie mit enormem Potential

Wie ist dies mit Scribe nun doch möglich? Wie so oft ist die Antwort KI, genauer: generative künstliche Intelligenz, die spätestens seit ChatGPT einen weltweiten Boom erlebt. Diese Spielart von KI kann menschliche Sprache zuverlässig verarbeiten und Sprachausgaben in Echtzeit und in hoher Qualität erzeugen. Doch Scribe stammt nicht etwa aus dem Silicon Valley. Quirónsalud hat die KI-Lösung mit einem IT-Partner selbst entwickelt und erprobt sie seit Juni 2024. 

„Das Potenzial dieser Technologie ist enorm, nicht nur für Quirónsalud. Scribe trägt dazu bei, das Gesundheitswesen zu humanisieren und die Arzt-Patienten-Beziehung viel enger zu gestalten.  Es befreit die Ärzteteams von ihren administrativen Aufgaben und ermöglicht ihnen, sich mehr auf ihre Patientinnen und Patienten zu konzentrieren“, so Dr. Jorge Short Apellániz, stellvertretender medizinischer Direktor der Universitätsklinik Fundación Jiménez Díaz in Madrid und einer der Initiatoren dieses Projekts bei Quirónsalud.

Doch das neue Tool spart nicht einfach nur Zeit. Es leitet die Ärztin oder den Arzt auch selbstständig durch das Konsultationsgespräch. „Auf Basis der erfassten Informationen schlägt Scribe auch notwendige diagnostische Tests oder therapeutische Schritte vor“, erklärt Dr. Emilio Calvo, Bereichsleiter der Orthopädischen Chirurgie und Traumatologie an der Universitätsklinik Fundación Jiménez Díaz in Madrid. „Bereits während eines Gesprächs zeigt das Tool also mögliche Handlungsoptionen an“, so Calvo. Die letzte Entscheidung treffe jedoch nach wie vor die Ärztin oder der Arzt, betont er. 

Basierend auf den gesammelten Informationen schlägt Scribe auch notwendige diagnostische Tests oder Therapieoptionen vor.

Scribe kann intelligente Vorschläge machen

Damit Scribe solche intelligenten Vorschläge machen kann, wurde es nicht nur speziell trainiert, sondern ist auch eingebettet in ein übergreifendes digitales System von Quirónsalud: das Klinikportal Casiopea (mehr dazu im Infokasten). Dort fließen alle Informationen zusammen, inklusive der digitalen Krankenakten – sofern die Patientinnen und Patienten dem zugestimmt haben. Casiopea lieferte auch wichtige Trainingsdaten für Scribe. „Mit diesen hochwertigen und sehr spezifischen Daten ist gewährleistet, dass Scribe keine Informationen erfindet, sondern relevante Ergebnisse liefert“, erklärt Dr. Short Apellániz. Wo derart sensible Daten im Spiel sind, haben darüber hinaus IT-Sicherheit und Datenschutz höchste Priorität.

Und wie reagieren die Patientinnen und Patienten bislang auf die Neuerung? Dr. Carolina Gotera, Oberärztin in der Pneumologie der Universitätsklinik Fundación Jiménez Díaz, erhält sehr viel Zuspruch, wenn sie das Programm erklärt: „Die meisten Patientinnen und Patienten gratulieren uns, weil sie die Möglichkeiten von KI sehen und erkennen, wie innovativ wir sind. Sie finden es gut, dass wir mehr Zeit für sie haben, und ihre Kommentare sind daher sehr positiv.“ 

Digitaler Vorreiter Europas

Mit Scribe baut Quirónsalud seine Position als digitaler Vorreiter in Europa weiter aus – es zeigt, wie Innovationen im Gesundheitswesen den Menschen direkt zugutekommen. „Das Tool verbessert die Kommunikation zwischen Patientinnen und Patienten und dem medizinischen Personal, minimiert Fehler und Missverständnisse“, resümiert Dr. Short. „Gleichzeitig steigern solche Tools die Effizienz und entlasten unsere Beschäftigten bei ihren Verwaltungsaufgaben. Die gewonnene Zeit können wir alle dann in die Interaktion mit den Patientinnen und Patienten investieren.“ Im Laufe des Jahres 2025 will Quirónsalud das Tool Scribe in allen medizinischen Leistungsbereichen und Abteilungen der verschiedenen Kliniken in Spanien einführen. 

"Es ist ein Game Changer"

Für die Entwicklung von Scribe wurde das Quirónsalud Operations Team dieses Jahr mit dem Else Kröner Award ausgezeichnet. Die interne Auszeichnung würdigt Fresenius-Teams für herausragende, innovative und außergewöhnliche Initiativen, welche die Fresenius Prinzipien in die Tat umsetzen und so Else Kröners Vermächtnis fortführen.

Lernen Sie die Menschen und Gedanken hinter der Innovation kennen – sehen Sie jetzt das vollständige Interview.

Casiopea – Herzstück der digitalen Klinik 

Das Klinikportal Casiopea - ein sogenanntes digitales Ökosystem – ist eine Plattform, die Quirónsalud seit 2020 spanienweit nutzt. Es optimiert Patientenströme und verbindet nahtlos alle Phasen des Behandlungsprozesses – von der Diagnose über die Therapie bis hin zur ambulanten Versorgung. Über eine Patienten-App sind bereits knapp acht Millionen Anwender in Spanien mit dem System verbunden. Ärztinnen und Ärzte nutzen zudem die Casiopea Mobility App für das Smartphone. Damit sind beispielsweise Telesprechstunden möglich, es lassen sich Laborergebnisse einsehen, Rezepte ausstellen und vieles mehr.

Fresenius prüft derzeit, wie die digitale Plattform Casiopea im Rahmen eines Pilotprojekts unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen des deutschen Markts für die Helios Kliniken in Deutschland angepasst werden kann. Unter anderem wird an einer zentralen Kommunikationsschnittstelle zwischen Arzt und Patient gearbeitet. 

Erfahren Sie mehr über KI bei Fresenius

Fresenius Sustainability Highlights Magazine 2024

Antibiotika sind Arzneimittel, die verschiedene bakterielle Infektionen bei Menschen behandeln und verhindern. Damit bilden sie eine tragende Säule der modernen Medizin. Doch sie haben auch ihre Schattenseiten: Antimikrobielle Resistenzen, oft abgekürzt mit AMR (Antimicrobial Resistance), sind weltweit auf dem Vormarsch. Dies umfasst auch Resistenzen gegenüber anderen Arzneimitteln, die zum Einsatz kommen, um durch Pilze oder Viren verursachte Infektionen zu bekämpfen.

(Veröffentlicht: November 2025)

Die Hauptursache für AMR ist der Fehlgebrauch und die übermäßige Verwendung von Antibiotika bzw. antimikrobiellen Behandlungen bei Menschen, Tieren und Pflanzen, was zur Entwicklung arzneimittelresistenter Erregern führt. 

Im Gesundheitswesen tragen daher viele Akteure eine besondere Verantwortung: Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Apotheken – aber auch Pharmaunternehmen und nicht zuletzt die Patientinnen und Patienten selbst. Verantwortung heißt in diesem Kontext: nicht nur auf eine umsichtige Verabreichung und Einnahme von Antibiotika-Medikamenten zu achten, sondern auch auf eine kontrollierte Herstellung. 

Wir setzen uns dafür ein, an allen Standorten die Umweltauswirkungen bei der Antibiotikaproduktion zu minimieren!

Prävention ist ein Schlüsselelement in der Produktion für Fresenius Kabi. Als einer der führenden Hersteller intravenöser Antibiotika trägt dieser Unternehmensbereich eine doppelte Verantwortung: Zum einen müssen lebenswichtige Medikamente weiterhin produziert und weltweit verfügbar gemacht werden. Zum anderen muss eine verantwortungsvolle Produktion gewährleistet sein. Strenge Vorgaben sorgen dafür, dass Abfälle und Abwässer kontrolliert behandelt und Antibiotikarückstände wirksam reduziert werden. Das senkt Umweltbelastungen und verringert das Risiko für resistente Erreger.  

Besonders wichtig ist der sorgfältige Umgang mit den Antibiotikarückständen: Gelangen sie über das Abwasser in die Umwelt, können sie dort zur Entstehung resistenter Erreger beitragen. „Um dem entgegenzuwirken bzw. dem vorzubeugen, setzen wir uns dafür ein, an allen Standorten die Umweltauswirkungen bei der Antibiotikaproduktion zu minimieren“, so Kirsten Nyland, Leiterin des Bereichs Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement bei Fresenius Kabi. Seit 2020 ist Fresenius Kabi Mitglied der Antimicrobial Resistance Industry Alliance (AMRIA) und arbeitet gemeinsam mit anderen Unternehmen an Lösungen. „Denn: Wie wir heute mit diesen Ressourcen umgehen, entscheidet darüber, ob Antibiotika morgen noch wirken“, fügt Nyland hinzu.  

Ein Leuchtturmprojekt wurde im Werk im portugiesischen Santiago de Besteiros umgesetzt: Als erstes Fresenius Kabi-Werk hat es die BSI Kitemark™-Zertifizierung für minimiertes AMR-Risiko bei der Herstellung von Ceftriaxon erhalten. Die Zertifizierung bestätigt, dass die Herstellungsprozesse im Werk dem „AMR Industry Alliance Antibiotic Manufacturing Standard“ entsprechen. 

Kürzlich zog der Fresenius Kabi-Standort Kutno in Polen nach – mit der Zertifizierung für die Herstellung von Amikacin und Linezolid. In der Produktionseinheit Graz, Österreich, war die AMR-Zertifizierung ein logischer nächster Schritt: Der Standort hatte bereits lange strenge Umwelt- und Qualitätsstandards erfüllt, sodass die Zertifizierung für minimiertes AMR-Risiko in der Amikacin-Produktion eine Bestätigung bestehender Best Practices war. 

Die Zertifizierungen würdigen überdies auch das Umweltmanagement der Werke – insbesondere die Maßnahmen zur Kontrolle und Reduktion von Antibiotikarückständen im Abwasser und in den Abfallströmen. Fresenius Kabi arbeitet somit kontinuierlich daran, einen messbaren Beitrag zur Eindämmung von AMR zu leisten.  

Warum Helios und Quirónsalud ein konsequentes Antibiotikamanagement etabliert haben

Helios und Quirónsalud setzen in ihren Krankenhäusern Antibiotika zur Behandlung bakterieller Infektionen ein. Gerade deshalb ist es entscheidend, resistenten Erregern frühzeitig entgegenzuwirken, denn AMR in Krankenhäusern kann die Verweildauer verlängern, das Risiko von Komplikationen erhöhen und die Sterblichkeit beeinflussen.  

Helios stellt sich dieser Herausforderung aktiv: „Nur, wenn der Verbrauch von Antibiotika beobachtet wird, können Auffälligkeiten und eine eventuelle falsche Anwendung festgestellt werden. In allen Helios Kliniken haben wir deshalb schon 2012 ein Antibiotika-Reporting eingeführt“, sagt Dr. med. Felix Giebel, Chefarzt der Abteilung für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene und Leiter der Fachgruppe Infektiologie.  

„Die Belastung durch antimikrobielle Resistenzen ist in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern noch relativ gering, wird jedoch voraussichtlich steigen – was bedeutet, dass künftig noch weniger Antibiotika wirksam sein könnten. Nur ein gezieltes Antibiotikamanagement kann das verhindern oder zumindest eindämmen.“  

 

Helios und Quirónsalud setzen auf interdisziplinäre Teams und digitale Tools

Ein zentraler Hebel zur Vermeidung von AMR sind wirksame Hygienemaßnahmen – mit dem Ziel, nosokomiale Infektionen, also solche, die während eines Aufenthalts im Krankenhaus erworben werden, zu verhindern. Helios geht aber noch darüber hinaus:    

2019 hat Helios ein ganzheitliches Antibiotic-Stewardship-Programm eingeführt. Es umfasst zertifizierte digitale Schulungen von Antibiotic-Stewardship-Experten (ABS), die Einbindung von ABS-geschulten Ärztinnen und Ärzten in jede klinische Einheit, die Einführung einer digital gesteuerten Antibiotikaverschreibung sowie ein zentrales Infektionsmonitoringsystem, das als „Surveillance“ bezeichnet wird. Daraus werden kontinuierlich praxisnahe Maßnahmen und Leitlinien für die Kliniken abgeleitet.  

Auch Quirónsalud stellt sein starkes Engagement für Forschung und Nachhaltigkeit unter Beweis. Im Jahr 2020 startete die Quirónsalud-Klinik in Barcelona das PROA-Programm, das auf die Optimierung des Einsatzes von antimikrobiellen Wirkstoffen abzielt. Es fördert den gezielten und verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika – auf Basis standardisierter Leitlinien, interdisziplinärer Teams und einer kontinuierlichen Überprüfung der Verschreibungen. Das Programm ist fest in die Qualitäts- und Infektionspräventionspolitik des Krankenhauses eingebettet. Ein weiteres Beispiel ist das ARGOS-Projekt, das von den Kolleginnen und Kollegen von Quirónsalud entwickelt wurde: ein integriertes Programm zur Infektionskontrolle und Prävention, das sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse, Zusammenarbeit und KI stützt, um einen sichereren Einsatz von Antibiotika zu gewährleisten. 


Weitere Informationen    

AMR entsteht, wenn Mikroorganismen sich so verändert haben, dass sie auf Antibiotika nicht mehr ansprechen, also resistent sind. Gelangen solche resistenten Erreger in die Umwelt, können sie Infektionen verbreiten und Krankheiten, die früher leicht behandelbar waren, lebensbedrohlich machen. Damit betrifft AMR uns alle. Ohne Gegenmaßnahmen könnten bis 2050 jährlich bis zu zehn Millionen Menschen an den Folgen sterben, so eine Warnung der WHO.  

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