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Das Fresenius SE & Co. KGaA Commercial Paper Programm bietet die Möglichkeit der kurzfristigen Finanzierung am Geldmarkt von bis zu 1,5 Mrd €. Emittiert wird dabei über das europäische Commercial Paper Programme (ECP). 

Commercial Paper Programm

Emittentin Fresenius SE & Co. KGaA, Fresenius Finance Ireland plc.

Programmbetrag

€ 1.500.000.000

Arrangeur

Commerzbank

Händler

Barclays, Commerzbank, Crédit Agricole, DZ BANK AG, Landesbank Baden-Württemberg, Landesbank Hessen-Thüringen, ING Bank N.V.

Emissions- und Zahlstelle

Commerzbank

Laufzeit

bis zu 1 Jahr abzüglich 1 Tag

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Fresenius Kabi investiert rund 35 Millionen Euro in die Modernisierung des Produktionsstandortes im französischen Louviers. In den nächsten zwei Jahren soll ein Neubau mit einer Fläche von 3.300 Quadratmetern mit je zwei Sterilisationseinheiten und Produktionslinien für Freeflex®-Infusionsbeutel die bisherigen Produktionsanlagen ersetzen. Damit sichert das Unternehmen auch künftig die Verfügbarkeit dieser wichtigen Produkte. Fresenius Kabi beschäftigt am Standort Louviers rund 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt arbeiten in Frankreich rund 1.500 Menschen für das Unternehmen.

Fresenius Kabi investiert rund 35 Millionen Euro in die Modernisierung des Produktionsstandortes im französischen Louviers. In den nächsten zwei Jahren soll ein Neubau mit einer Fläche von 3.300 Quadratmetern mit je zwei Sterilisationseinheiten und Produktionslinien für Freeflex®-Infusionsbeutel die bisherigen Produktionsanlagen ersetzen. Damit sichert das Unternehmen auch künftig die Verfügbarkeit dieser wichtigen Produkte. Fresenius Kabi beschäftigt am Standort Louviers rund 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt arbeiten in Frankreich rund 1.500 Menschen für das Unternehmen.

Die gemeinnützige Organisation CDP hat in ihrem diesjährigen Ranking die Einstufung von Fresenius in die zweithöchste Kategorie B bestätigt. Damit zählt Fresenius erneut zu den führenden Unternehmen im Gesundheitssektor. Unternehmen in den Kategorien A und B zeichnen sich durch Transparenz, koordinierte Klimaschutzmaßnahmen und die Umsetzung entsprechender Best-Practice-Ansätze aus. CDP gehört zu den renommiertesten Klima- und Umweltrankings am Kapitalmarkt. Mehr als 590 Investoren nutzen die jährlichen Ergebnisse zur Einschätzung von Klimaschutzaktivitäten und klimabezogener Risiken und Chancen der bewerteten Unternehmen.

Die gemeinnützige Organisation CDP hat in ihrem diesjährigen Ranking die Einstufung von Fresenius in die zweithöchste Kategorie B bestätigt. Damit zählt Fresenius erneut zu den führenden Unternehmen im Gesundheitssektor. Unternehmen in den Kategorien A und B zeichnen sich durch Transparenz, koordinierte Klimaschutzmaßnahmen und die Umsetzung entsprechender Best-Practice-Ansätze aus. CDP gehört zu den renommiertesten Klima- und Umweltrankings am Kapitalmarkt. Mehr als 590 Investoren nutzen die jährlichen Ergebnisse zur Einschätzung von Klimaschutzaktivitäten und klimabezogener Risiken und Chancen der bewerteten Unternehmen.

Die gemeinnützige Organisation CDP hat in ihrem diesjährigen Ranking die Einstufung von Fresenius Medical Care bestätigt. Das Unternehmen wurde erneut in den zweithöchsten Kategorien B im Bereich Klima und B- im Bereich Wasser gelistet. Damit zählt Fresenius Medical Care erneut zu den führenden Unternehmen im Gesundheitssektor. Unternehmen in den Kategorien A und B zeichnen sich durch Transparenz, koordinierte Klimaschutzmaßnahmen und die Umsetzung entsprechender Best-Practice-Ansätze aus. CDP gehört zu den renommiertesten Klima- und Umweltrankings am Kapitalmarkt. Mehr als 590 Investoren nutzen die jährlichen Ergebnisse zur Einschätzung von Klimaschutzaktivitäten und klimabezogener Risiken und Chancen der bewerteten Unternehmen.

Es sind quälend lange Stunden. Jeder Blick zur Uhr lässt Mareen und Roy Schimmel glauben, die Zeit stehe still. An Schlaf ist für sie in dieser Nacht nicht zu denken: Während ihrem Sohn Kilian gerade ein Spenderherz transplantiert wird, kämpft Zwillingsbruder Jamie auf der Intensivstation um sein Leben.

(Veröffentlicht: Juni 2021)

Kilian, der etwas größere und kräftigere der 13-jährigen Jungen, verspürt 2017 nach dem Fußballtraining erstmalig Herzschmerzen. Die Eltern vermuten eine verschleppte Erkältung als Ursache, stellen ihn aber dennoch einem Arzt vor. Der wiederum überweist seinen Patienten zur genaueren Diagnose ans Herzzentrum Leipzig von Fresenius Helios. „Bei ihrer Untersuchung stellten die Ärzte der Kinderkardiologie bei Kilian eine genetisch bedingte Herzschwäche fest. Da wir ihn bei Helios aber in guten Händen wussten, nahmen wir diese Diagnose noch ruhig hin“, sagt Mareen Schimmel. Vorsorglich lassen die Eltern im Jahr 2019 auch den etwas zierlicheren Bruder Jamie von einer Kinderärztin gründlich untersuchen: Das erstellte Blutbild weist wie schon bei Kilian auf eine genetisch bedingte Herzschwäche, medizinisch Herzinsuffizienz genannt, hin

Prof. Dr. Diyar Saeed und Dr. Marcel Vollroth, Oberärzte im Herzzentrum Leipzig, übernehmen die lebensrettende Operation.

Ab jetzt nimmt der Leidensweg der Familie seinen Lauf. Im Mai 2020 alarmieren die Eltern den Notarzt, nachdem Jamie Vorboten eines Schlaganfalls zeigte. „Von Magdeburg aus wurde Jamie, wie zuvor schon Kilian, ins Herzzentrum Leipzig verlegt, wo man ihm einen Herzschrittmacher mit integriertem Defibrillator implantierte“, erzählt Roy Schimmel. Nur wenig später müssen die Ärzte denselben Eingriff auch bei Kilian vornehmen.

Die vermeintliche Ruhe, die danach für eine Weile einsetzt, ist jedoch trügerisch. Die Kinder sind immer weniger belastbar. Selten schaffen sie es, wenige hundert Meter ohne Pause zu gehen. Folgerichtig entscheiden die Ärzte im Herzzentrum, beide Jungen auf die Hochdringlichkeitsliste für ein Spenderherz zu setzen. 

Am 21. Februar 2021 klingelt am Nachmittag bei Mareen Schimmel das Telefon. „Das Herzzentrum teilte uns mit, dass für Kilian ein Organ bereitsteht. Was mir in diesem Augenblick durch den Kopf ging, kann ich nicht beschreiben”, sagt sie. Kurze Zeit später steht bereits ein Rettungswagen vor der Tür. Bruder Jamie ist zu dieser Zeit bereits dauerhaft stationär im Herzzentrum untergebracht. 

In der Helios-Klinik beginnen routiniert eingespielte Abläufe. Kilian wird für die Operation vorbereitet und gegen Mitternacht in die Narkose gelegt. Prof. Dr. Diyar Saeed, Leitender Oberarzt und Bereichsleiter für Herztransplantation und Kunstherzprogramm, sowie Dr. Marcel Vollroth, Oberarzt der Kinderherzchirurgie im Herzzentrum Leipzig, übernehmen die lebensrettende Operation. Ihnen zur Seite steht ein erfahrenes Team von Anästhesisten und Pflegekräften. Von den 339 Herztransplantationen, die 2020 in Deutschland durchgeführt wurden, entfielen 41 auf das Herzzentrum Leipzig. „Allerdings waren dies ausschließlich Erwachsene. Eine Transplantation eines Kinderherzens wurde bei uns im Haus letztmalig 2010 vorgenommen“, so Dr. Vollroth.

Die Ärzte entscheiden, beide Jungen auf die Hochdringlichkeitsliste für ein Spenderherz zu setzen.

Während Kilian gerade ein Spenderherz transplantiert wird, kämpft Zwillingsbruder Jamie auf der Intensivstation um sein Leben.

 

Gegen halb fünf Uhr morgens erhalten Mareen und Roy Schimmel den erlösenden Anruf. „Professor Saeed sagte uns, dass der Eingriff ohne Komplikationen verlief und es Kilian den Umständen entsprechend gut gehe“, erzählt Mareen Schimmel. Doch diese Freude wird getrübt durch den Zustand, in dem Jamie sich gerade befindet. Der Junge baut zusehends ab, verliert drastisch an Kraft und fällt in einen lebensbedrohlichen Zustand. Dass Kilian und nicht er das Herz bekommt, liegt an der Größe des Spenderorgans. „Für Jamie war es schon zu groß“, sagt Dr. Vollroth. Die Eltern selbst haben frühzeitig ausgeschlossen, eine Entscheidung zur Reihenfolge zu treffen. „Für uns standen die Jungs diesbezüglich nie in Konkurrenz zueinander“, betont Roy Schimmel. 

Um Jamie am Leben zu halten, wird beschlossen, ihm bis zur möglichen Transplantation ein Kunstherz einzusetzen. Ein Gedanke, der sich jedoch schnell erübrigt. Völlig überraschend meldet bereits drei Tage später die internationale Organisation Eurotransplant, die für die Zuteilung von Spenderorganen in acht europäischen Ländern zuständig ist, dass auch Jamie ein neues Herz erhalten werde. „Für das gesamte OP-Team hieß das Zurückspulen und alles auf Anfang“, erzählt Dr. Marcel Vollroth. Gleiche Ärzte, gleiches Team, gleicher professioneller Ablauf. Auch für Jamie beginnt der Sprung in ein neues Leben um Mitternacht und endet knapp fünf Stunden später. 

„Für uns standen die Jungs diesbezüglich nie in Konkurrenz zueinander.“

Nach acht Wochen Klinikaufenthalt ist die Familie endlich wieder vereint. An die neuen Lebensrichtlinien für Transplantierte und einen Berg Tabletten haben sich die Jungen inzwischen gewöhnt. Freunde und Verwandte treffen sie aber noch nicht.  Auch ohne die Covid-19-Pandemie wäre das Risiko einer Infektion zu hoch. Jamie kann jedoch schon wieder Gitarre üben und Kilian im eigenen Garten Fahrrad fahren. 

Im Herzzentrum Leipzig sind alle froh und stolz auf das Erreichte. International hat es in der Herzchirurgie eine solche Situation noch nie gegeben. Die erfolgreiche Transplantation der Zwillinge ist ein Auftaktsignal. „Wir werden künftig wieder verstärkt Herztransplantationen bei Kindern ab einem Alter von etwa sieben Jahren vornehmen“, verdeutlicht Dr. Vollroth, der sich dabei weiterhin der Unterstützung von Prof. Saeed sicher sein kann.

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10117 Berlin
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T +49 30 521 321-0

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Der Chirurg sitzt an der Steuerkonsole (rechts), am Patientenwagen sind die Instrumente installiert (Mitte). Dazwischen steht der Rechnerturm, der die Kommunikation übernimmt.

Wie von Geisterhand bewegen sich die Roboterarme über dem Bauch des Patienten. Links und rechts des OP-Tisches zeigen Bildschirme ein vergrößertes 3D-Bild des Bauchinnenraums. Konzentriert sitzt Dr. Dr. Markus Mille an der Steuerkonsole, zwei Meter neben dem OP-Tisch. Er ist leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Helios Klinikum Erfurt unter Chefarzt Prof. Dr. Albrecht Stier.

(Veröffentlicht: Februar 2021)

Mit den Händen steuert Dr. Mille routiniert die Bewegungen der vier Roboterarme. Sie sind mit den chirurgischen Instrumenten Schere, bipolare Fasszange und Greifzange ausgestattet. Der vierte Arm hält die Kamera. Über Fußpedale koordiniert Dr. Mille die Aktionen des Roboters und wechselt zwischen den einzelnen Armen. Für ein sensibleres Gefühl hat er seine Schuhe ausgezogen.

Der Patient hat Darmkrebs. Dr. Mille entfernt zunächst den Tumor und ein Stück des Dickdarms. Danach verbindet er den restlichen Dickdarm mit dem Dünndarm. Für diese sogenannte Hemikolektomie wurde der Bauch zuvor mithilfe von Kohlendioxid auf das Doppelte seiner normalen Größe aufgebläht, um Platz für die Instrumente zwischen der Bauchdecke und den Organen zu schaffen.

Der Roboter führt keine Bewegungen eigenständig aus, vielmehr ist er ein verlängerter Arm des Operateurs.

Roboterassistierte Operationen ermöglichen noch präziseres Arbeiten

Der Patient hat sich in einem Aufklärungsgespräch gemeinsam mit Dr. Mille für die Operation mit dem Roboter entschieden. „Bei einem solchen robotischen Eingriff können wir viel genauer operieren. Das ist schonender für die Patienten und wir können sie auch bei großen Eingriffen früher wieder aus dem Krankenhaus entlassen“, sagt Dr. Mille. Durch die Schnittwunden von maximal zwei Zentimetern blieben nur kleine Narben zurück.

Auch für Chirurginnen und Chirurgen bringt der Einsatz eines OP-Roboters Vorteile. Die Roboterarme lassen sich in sieben Freiheitsgraden bewegen, was im Vergleich zu herkömmlichen minimalinvasiven Eingriffen mit starren Instrumenten ein präziseres Arbeiten ermöglicht. Die Mediziner nehmen während der Operation eine sitzende Position ein, die Ermüdung und Rückenschmerzen vorbeugt. Zudem kann der Arzt durch die vergrößerte Darstellung des Operationsfeldes feine Strukturen wie Nerven und Gefäße besser erkennen.

„Es ist sehr beeindruckend, was mithilfe des Roboters möglich ist. Mittlerweile bin ich überzeugt: Das ist die Zukunft.“

Der Roboter heißt da Vinci Xi und kostet rund zwei Millionen Euro in der Anschaffung. Er führt keine Bewegungen eigenständig aus, vielmehr ist er ein verlängerter Arm des Operateurs. Mögliches Zittern der Hände wird ausgeglichen. Das System besteht aus drei Komponenten: der Chirurgen-Konsole, dem Patientenwagen und einem Rechnerturm, der als Verbindungsstück die Kommunikation zwischen den Komponenten regelt. Am Patientenwagen sind die Instrumente installiert.

„Als ich das erste Mal von solchen OP-Robotern hörte, dachte ich, das sei alles technische Spielerei“, erzählt Dr. Mille. „Dann habe ich mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und hatte mehrere Hospitationen. Es ist sehr beeindruckend, was mithilfe des Roboters möglich ist. Mittlerweile bin ich überzeugt: Das ist die Zukunft.“

Vor Dr. Milles erster OP am Menschen lag eine fundierte, mehrwöchige Ausbildung mit verschiedenen Schulungen und Hospitationen. Mithilfe von Computersimulationen trainierte er die richtige Steuerung des Roboters. Schließlich fuhr Dr. Mille nach Belgien in ein spezielles robotisches Trainingszentrum, um den da Vinci zum ersten Mal live am Modell anzuwenden. „An den OP-Tisch treten und loslegen, wie man es vielleicht von früher kannte, geht hier nicht. Der Umgang mit der Technik und der doch veränderten Operationsweise an der Konsole muss systematisch gelernt und intensiv trainiert werden“, sagt Dr. Mille. Auch das eingespielte OP-Team ist speziell für die Arbeit mit dem Medizinroboter ausgebildet.

Durch die vergrößerte Darstellung des Operationsfeldes kann Dr. Mille feine Strukturen wie Nerven und Gefäße besser erkennen.

Medizinroboter setzen sich durch

Die Darm-OP ist Dr. Milles 88. robotischer Eingriff. Besonders in Erinnerung ist ihm die Entfernung der Speiseröhre bei einem 85-jährigen Patienten. Für diesen komplexen Eingriff hat er – als erster in Thüringen und bei Helios – den Roboter gleich zweimal, erst am Bauch und dann am Brustkorb des Patienten eingesetzt. Bereits acht Tage nach der Operation konnte der Patient wieder entlassen werden.  

Neben der Allgemein- und Viszeralchirurgie setzen den Roboter am Helios Klinikum Erfurt drei weitere Fachbereiche ein: Gynäkologie, Thoraxchirurgie und Urologie. Operiert werden können damit verschiedene Organe im Bauch-Brust-Raum und im Becken, wie Lunge, Leber, Gebärmutter oder Prostata. Das Gerät kommt auch in anderen Helios Kliniken zum Einsatz, unter anderem in Wuppertal, Schwerin, Krefeld, Duisburg und Aue. Denn roboterassistierte Medizin ist längst Realität: Laut Hersteller wurden im Jahr 2019 weltweit bereits mehr als 7,2 Millionen Operationen mit diesem System durchgeführt.

Der moderne Operationsroboter im Helios Klinikum Erfurt

Für schonendere Operationen setzt Fresenius Helios modernste Robotertechnik ein.

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Lea Zerbe blickt ihrer Zukunft als Hebamme freudig entgegen.

Nach der Geburt ihres Sohnes Joona im April 2018 steht für Lea Zerbe fest: „Ich will Hebamme werden!“ Es ist eine mutige Entscheidung, die von Herzen kommt. Sie gibt ihren alten Job auf und lässt sich nach ihrer Elternzeit zur Hebamme ausbilden.

(Veröffentlicht: Juli 2020)

In Lea schlummern schon immer zwei große Interessensfelder: „Auf der einen Seite liebe ich alles Kreative, die Kultur und Musik – auf der anderen Seite habe ich etwas sehr Soziales.“ Nach ihrer Schwangerschaft weiß die 28-Jährige: „Das Soziale überwiegt.“

Direkt nach dem Abitur sah das noch ein wenig anders aus. Lea hatte viele verschiedene Berufswünsche und entschied sich für ein Studium der Kulturwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an der Universität in Lüneburg – damit standen ihr die Türen in die Kulturwelt offen. „Mir war aber schon damals klar, dass es wahrscheinlich nicht dabei bleiben wird. Ich bin kein Mensch fürs Büro, ich möchte viel und möglichst nah mit Menschen arbeiten“, so die Abiturientin in der Rückschau.

Nach dem Studium folgte dann der Berufseinstieg in die Kulturbranche. Lea organisierte Festivals, Filmfeste – doch so richtig zufrieden war sie damit nicht. „Der Beruf der Hebamme geistert schon lange in meinem Kopf herum, war für mich aber nie wirklich greifbar, bis zu meiner eigenen Schwangerschaft“, erinnert sich Lea an die Zeit, in der nicht nur das Kind in ihr, sondern auch ihr Entschluss für etwas Neues reift. Sie wollte alles über die Entwicklungsschritte eines Kindes wissen, verschlang ein Buch nach dem anderen und besucht Kurse. Die Schwangerschaft war für Lea eine schöne Erfahrung, in der sie immer mehr Wissen über das Hebammenwesen gesammelt hat.

Die Begleitung durch eine Hebamme kann sich über den gesamten Zeitraum von der Familienplanung über die Schwangerschaft bis hin zur Stillzeit erstrecken.

Der Hebammenmangel in Deutschland ist ein großes Problem. Deshalb sollte man am besten schon zu Beginn der Schwangerschaft nach einer Hebamme suchen, die bereits im frühen Stadium unterstützende Arbeit leisten kann. Auch wenn die Frühschwangerschaft oftmals von viel Freude geprägt ist, gibt es auch Unsicherheiten und Beschwerden, zum Beispiel Übelkeit. Und auch in traurigen Situationen, wie bei Fehlgeburten oder im Todesfall des Kindes, ist die Hebamme eine Stütze und leistet Trauerarbeit.

„Ich habe in meiner eigenen Schwangerschaft erlebt, wie wichtig die Arbeit einer Hebamme ist und wie gut es tut, wenn jemand da ist, der die werdende Familie begleitet“, sagt Lea. Also bewarb sich die Lüneburgerin für einen Ausbildungsplatz an der Helios Mariahilf Klinik Hamburg.

Vier Jahre dauert das duale Studium, das mit einem Bachelor of Science abschließt. Zusammen mit zwei anderen Auszubildenden lernt sie nun, wie man Frauen vor, während und nach der Geburt am besten begleitet. Der Beruf hat viele Facetten. Für angehende Hebammen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, in einem für sie passenden Bereich zu arbeiten. Denn die Aufgaben einer Hebamme gehen weit über das hinaus, was in einem Krankenhaus sichtbar wird. Natürlich sind Geburten das Herzstück der Hebammerei, aber die Begleitung durch eine Hebamme kann sich über den gesamten Zeitraum von der Familienplanung über die Schwangerschaft bis hin zur Stillzeit erstrecken.

Hebammen können in der Schwangerschaft die gleichen Vorsorgeuntersuchungen vornehmen wie Gynäkologinnen und Gynäkologen – mit Ausnahme des Ultraschalls. Außerdem helfen Hebammen bei Schwangerschaftsbeschwerden oder sonstigen schwangerschaftsbedingten Belastungen. Sie bereiten die Schwangere und ihren Partner auf die Geburt vor, bieten in den ersten Wochen nach der Geburt auch Hausbesuche im Wochenbett an und beraten bezüglich der Beikost oder des Abstillens. Ebenso gibt es Familienhebammen, die Familien mit besonderen Belastungen unterstützen. Manche Hebammen sind auch als Lehrende aktiv, die an Grundschulen im Rahmen von Sexualunterricht den Schülerinnen und Schülern den Prozess der Schwangerschaft und Geburt erklären.

Lea blickt ihrer Zukunft als Hebamme freudig entgegen: „In der Schule sprechen sie immer von der Königsdisziplin Geburt, doch für mich zählt das Gesamtpaket. Ich will einfach für die Frauen in diesem ganz besonderen Lebensabschnitt da sein.“

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