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  • Deutliches Umsatzwachstum von 14 %1 dank guter Entwicklung in allen Regionen und im Bereich Versorgungsmanagement
  • Konzernergebnis1,2 mit 17 % noch stärker gewachsen als Umsatz
  • Ausblick für Gesamtjahr bestätigt
  • Übernahme von australischem Tagesklinik-Betreiber Cura Group abgeschlossen

Kennzahlen (nach IFRS)

in Mio € Q1 2017 Q1 2016  
 Umsatz  4.548  3.916  +16 %
 Umsatz ohne Sondereinflüsse1  4.448  3.916  +14 %
 Operatives Ergebnis (EBIT)  651  497  +31 %
 Operatives Ergebnis ohne Sondereinflüsse1  552  497  +11 %
 Konzernergebnis1  308  213  +45 %
 Konzernergebnis ohne Sondereinflüsse1,2  249  213  +17 %
 Gewinn je Aktie (in €)  1,01  0,70  +44 %

 

 

 

1 Bereinigt um Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen
2 Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt

Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care, sagte: „Wir sind hervorragend ins neue Jahr gestartet. Sowohl das Geschäft mit Dialyseprodukten als auch das Geschäft mit Dialysedienstleistungen ist kräftig gewachsen. Auch der Bereich Versorgungsmanagement hat unsere hohen Erwartungen erfüllt. Wir werden den Bereich weiter ausbauen und im Jahresverlauf auch die Profitabilität weiter verbessern. Wir sind auf dem besten Weg, unsere ambitionierten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.“

Umsatz und Ertrag

Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg im ersten Quartal 2017 um 16 % auf 4,548 Mrd € (12 % währungsbereinigt). Zurückzuführen ist dies vor allem auf das starke Umsatzwachstum mit Gesundheitsdienstleistungen in Nordamerika. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich der Umsatz hier um 19 % (15 % währungsbereinigt). Insgesamt wuchs der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen um 18 % auf 3,769 Mrd € (14 % währungsbereinigt). Der Umsatz im Produktgeschäft erhöhte sich um 8 % auf 779 Mio € (6 % währungsbereinigt). Ein organisches Wachstum von 9 %3 bei Gesundheitsdienstleistungen und 5 % bei Dialyseprodukten bestätigte die dynamische Entwicklung im ersten Quartal.

Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 31 % auf 651 Mio €, dies entspricht einer Marge von 14,3 %. Der Anstieg ist hauptsächlich zurückzuführen auf die Entwicklung des Dialysegeschäfts in Nordamerika, die Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen sowie die Geschäftsentwicklung in Asien-Pazifik.

Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis belief sich auf 308 Mio €. Dies ist ein deutlicher Anstieg von 45 %. Ohne die Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen stieg das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis um 17 %. Basierend auf einer durchschnittlich gewichteten Zahl ausstehender Aktien von 306,2 Millionen lag der Gewinn je Aktie (EPS) bei 1,01 € gegenüber 0,70 € im Vorjahresquartal.

 

3 Bereinigt um Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen

Entwicklung der Segmente

In Nordamerika steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz im ersten Quartal 2017 um 18 % auf 3,375 Mrd €. Das entspricht 74 % des Gesamtumsatzes. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 14 %. Der Umsatz im Dialysegeschäft stieg um 14%, währungsbereinigt um 10%. Der Umsatz im Bereich Versorgungsmanagement wuchs um 39 % auf 691 Mio € (34 % währungsbereinigt), hauptsächlich wegen eines starken organischen Wachstums von 27 %. Der Bereich Dialysedienstleistungen wurde positiv beeinflusst von der Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US Kriegsveteranen, einem höheren Anteil privat versicherter Patienten und einem Anstieg der Behandlungen. Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich dank verbesserter Verkaufszahlen von Dialysegeräten und Produkten für die Peritonealdialyse um 9 % (6 % währungsbereinigt).

Die operative Marge im Dialysegeschäft lag bei 19,6 %. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sie sich um 310 Basispunkte. Der deutliche Anstieg resultierte aus der Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen, einem höheren Anteil privat versicherter Patienten und gesunkenen Kosten für Verbrauchsmaterialien. Diese positiven Einflüsse wurden teilweise durch höhere Personalkosten aufgehoben. Die im Vergleich zum Vorjahresquartal niedrigere operative Marge im Bereich Versorgungsmanagement ist begründet durch höhere Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen, einem gesunkenen Umsatz mit gefäßchirurgischen Dienstleistungen und erhöhten Kosten aus der Distribution von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Eine gegenteilige Wirkung hatten Erträge aus der Initiative „Pauschalzahlungen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung“ (Bundled Payment for Care Improvement) im Zusammenhang mit stationären und intensivmedizinischen Behandlungen.

Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs in Nordamerika im Vergleich zum Vorjahresquartal um 31 % auf 526 Mio €, die operative Marge verbesserte sich auf 15,6 %. Ohne den Sondereinfluss aus der Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen steigerte sich das operative Ergebnis um 6 % auf 427 Mio € (3 % währungsbereinigt), während die operative Marge bei 13 % lag.

In der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz um 7 % (6 % währungsbereinigt) auf 614 Mio €. Dies ist hauptsächlich auf ein Umsatzwachstum mit Gesundheitsdienstleistungen um 11 % zurückzuführen (9% währungsbereinigt). Das währungsbereinigte Wachstum ist hauptsächlich auf Akquisitionen und ein organisches Behandlungswachstum zurückzuführen. Der Umsatz bei Dialyseprodukten stieg um 1% auf 290 Mio. € an. Der Umsatz mit nichtdialysebezogenen Produkten betrug 21 Mio. € aufgrund des positiven Einflusses von Akquisitionen. Das operative Ergebnis lag im ersten Quartal 2017 bei 114 Mio €. Die operative Marge sank von 20,6 % im Vorjahresquartal auf 18,7 %. Dies resultierte hauptsächlich aus negativen Auswirkungen von Akquisitionen, gestiegenen Betriebskosten und einem niedrigeren Ergebnis assoziierter Unternehmen.

In der Region Asien-Pazifik erhöhte sich der Umsatz im ersten Quartal 2017 um 11 % (7 % währungsbereinigt) auf 378 Mio €. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen belief sich auf 169 Mio €. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem organischen Wachstum von 4 %. Der Umsatz mit Dialyseprodukten stieg um 11 % auf 209 Mio € (8 % währungsbereinigt). Dies ist auf einen gestiegenen Absatz von Dialysatoren, Dialysegeräten und Produkten für die Akutdialyse zurückzuführen. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 38 % auf 82 Mio €, hauptsächlich aufgrund eines verbesserten Umsatz-Mix und dem Vorjahreseffekt aus durch Veränderungen im Vorstand bedingten Aufwendungen. Die operative Marge stieg auf 21,7 % nach 17,5 % im Vorjahresquartal.

Ende April 2017 schloss Fresenius Medical Care erfolgreich die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am australischen Tagesklinik-Betreiber Cura Group ab. Damit bietet das Unternehmen erstmals auch außerhalb Nordamerikas Versorgungsmanagement an. Mit Übernahme der Tageskliniken wächst das Netzwerk von Fresenius Medical Care in Australien auf rund 40 ambulante Einrichtungen. Cura erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Umsatz von 87 Millionen Euro. Konsolidierungseffekte sind im Ausblick für 2017 bereits berücksichtigt.

In Lateinamerika wuchs der Umsatz um 28 % auf 177 Mio € (17 % währungsbereinigt). Das Geschäft in der Region profitierte im ersten Quartal von gestiegenen Erstattungssätzen für Dialysebehandlungen, einem Anstieg der Behandlungen und einem positiven Währungseffekt. Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich um 23 %, hauptsächlich aufgrund verbesserter Verkaufszahlen von Dialysegeräten. Das operative Ergebnis belief sich auf 14 Mio € gegenüber 10 Mio € im Vorjahresquartal. Die operative Marge steigerte sich auf 8,1 % im Vergleich zu 7,0 % im ersten Quartal 2016.

Die Nettozinsaufwendungen beliefen sich im ersten Quartal 2017 auf 92 Mio € gegenüber 96 Mio € im Vorjahreszeitraum. Die Verbesserung ist hauptsächlich zurückzuführen auf die günstigere Refinanzierung hoch verzinster in Euro denominierter Anleihen im Jahr 2016. Ein erhöhtes durchschnittliches Schuldenniveau glich diesen Effekt teilweise aus. Die Ertragssteuern beliefen sich im ersten Quartal 2017 auf 182 Mio €. Dies entspricht einer effektiven Steuerquote von 32,5 % nach 31,4 % im Vorjahresquartal. Gründe für den Anstieg sind ein geringerer Anteil des steuerfreien, auf andere Gesellschafter entfallenden Ergebnisses sowie die Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen.

Cash Flow

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag im ersten Quartal 2017 bei 170 Mio € nach 163 Mio € im Vorjahresquartal. Dies entspricht 4 % des Umsatzes. Der Cash Flow wurde durch eine Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US Kriegsveteranen positiv beeinflusst. Diesem Effekt wirkte die Saisonalität in der Rechnungsstellung entgegen, die auf das gesamte Geschäftsjahr keine nennenswerten Auswirkungen hat. Die Forderungslaufzeiten haben sich im ersten Quartal 2017 auf
73 Tage erhöht (70 Tage im vierten Quartal 2016).

Mitarbeiter

Zum 31. März 2017 beschäftigte Fresenius Medical Care 110.530 Mitarbeiter (ermittelt auf Vollzeitbeschäftigungsbasis) gegenüber 104.687 Mitarbeitern Ende März 2016. Die Zunahme resultiert hauptsächlich aus dem anhaltenden organischen Wachstum des Unternehmens sowie Akquisitionen.

Ausblick 2017 bestätigt

Auf Grundlage der sehr guten Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2017 bestätigt Fresenius Medical Care den Ausblick für das Gesamtjahr. Das Unternehmen erwartet ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 8 bis 10 %. Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis soll währungsbereinigt um 7 bis 9 % steigen. In diesem Ausblick ist die Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen nicht enthalten.

Telefonkonferenz

Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse des ersten Quartals findet am heutigen Mittwoch, den 3. Mai 2017, um 15.30 Uhr MESZ eine Telefonkonferenz für Investoren und Analysten statt. Die Telefonkonferenz können Sie live auf der Website von Fresenius Medical Care verfolgen. Nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung dort zur Verfügung.

Eine Übersicht über die Ergebnisse des ersten Quartals 2017 finden Sie in der pdf-Datei.

 

Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, von denen sich weltweit etwa 3 Millionen Patienten regelmäßig einer Dialysebehandlung unterziehen. In einem Netz aus 3.654 Dialysezentren betreut das Unternehmen weltweit 310.473 Dialysepatienten. Fresenius Medical Care ist zudem der führende Anbieter von Dialyseprodukten wie Dialysegeräten und Dialysefiltern. Im Bereich Versorgungsmanagement baut das Unternehmen sein Angebot zusätzlicher medizinischer Dienstleistungen rund um die Dialyse aus. Fresenius Medical Care ist an der Börse Frankfurt (FME) und an der Börse New York (FMS) notiert.

Weitere Informationen im Internet unter www.freseniusmedicalcare.com/de.

Rechtliche Hinweise:
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen.
Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und
zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts-, und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechsel-kursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

 

Nach der Ankündigung der Übernahmen von Akorn, Inc. und des Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA, lassen Standard & Poor’s (BBB-, stabil), Moody’s (Baa3, stabil) und Fitch (BBB-, stabil) das Unternehmensrating von Fresenius unverändert.

Nach der Ankündigung der Übernahmen von Akorn, Inc. und des Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA, lassen Standard & Poor’s (BBB-, stabil), Moody’s (Baa3, stabil) und Fitch (BBB-, stabil) das Unternehmensrating von Fresenius unverändert.

  • Übernahmen erweitern Generika-Kerngeschäft und bieten Zugang zu neuen Wachstumsmärkten
  • Akquisition von Akorn: Positiver Ergebnisbeitrag1 ab 2018 erwartet
  • Biosimilars-Geschäft der Merck KGaA: Hervorragende Ausgangsposition in einem schnell wachsenden Markt
  • Beide Übernahmen vollständig fremd- und Cashflow-finanziert
  • Konzernergebnisziel2 für 2020 bestätigt


1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt, vor Integrationskosten2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt


Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Mit diesen Akquisitionen stellen wir bei Fresenius Kabi die Weichen für ein noch breiter angelegtes und dauerhaft kräftiges Wachstum über das laufende Jahrzehnt hinaus. Akorn ergänzt das Produktangebot von Fresenius Kabi im Generika-Geschäft bestens. Mit der Übernahme des Biosimilars-Geschäfts von Merck nutzen wir eine hervorragende Gelegenheit für den Einstieg in diesen stark wachsenden und zukunftsträchtigen Markt. Patienten und Kunden werden von unserem künftig noch breiteren Angebot an qualitativ hochwertigen und kostengünstigen Arzneimitteln profitieren.“

Geplante Übernahme von Akorn stärkt Kerngeschäft und erweitert Produktangebot

  • Kaufpreis von 34 US$ je Akorn-Aktie entspricht rund 4,3 Mrd US$, plus Netto-Finanzverbindlichkeiten von rund 450 Mio US$1
  • Board von Akorn empfiehlt den Akorn-Aktionären die Annahme des Angebots
  • Erhebliche Kosten- und Wachstumssynergien bei relativ geringem Integrationsaufwand

Fresenius Kabi hat mit Akorn, Inc., einem US-amerikanischen Hersteller und Anbieter verschreibungspflichtiger und rezeptfreier Arzneimittel, eine Vereinbarung zur Übernahme von Akorn abgeschlossen. Fresenius Kabi bietet 34 US$ je Akorn-Aktie und damit einen Kaufpreis von insgesamt 4,3 Mrd US$ – zuzüglich der Übernahme von Netto-Finanzverbindlichkeiten von 450 Mio US$1.

Zu dem breiten Produktangebot von Akorn zählen intravenös zu verabreichende Arzneimittel ebenso wie Cremes, Salben und Gels, sterile Augenarzneimittel sowie Flüssigmedikamente zur Anwendung in Mund, Nase, Ohr und den Atemwegen. Derzeit werden diese größtenteils verschreibungspflichtigen Arzneimittel fast ausschließlich in den USA und dort über Apotheken sowie an Ärzte und Krankenhäuser vertrieben.

Akorn ist in einem insgesamt rund 106 Mrd US$ großen Markt tätig. Die Produktpipeline laufender Zulassungsverfahren von Akorn adressiert ein Marktvolumen von 9,3 Mrd US$ (basierend auf IMS-Daten). Das Unternehmen beschäftigt in drei Entwicklungszentren und fünf Produktionsstätten in den USA, der Schweiz und Indien insgesamt mehr als 2.000 Mitarbeiter. Die US-amerikanischen Unternehmenszentralen von Akorn und Fresenius Kabi liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt im Norden des US-Bundesstaats Illinois.

Akorn hat heute auf Basis vorläufiger Ergebnisse für das 1. Quartal 2017 seine für das Gesamtjahr 2017 veröffentlichten Finanzziele bestätigt und erwartet einen Umsatz von 1,010 bis 1,060 Mrd US$ sowie ein bereinigtes EBITDA2 zwischen 363 und 401 Mio US$ vor Einmalaufwendungen im Rahmen der Transaktion mit Fresenius Kabi. Der Gesamtkaufpreis entspricht damit etwa dem 12,4-fachen bereinigten EBITDA2 auf Basis der Mitte der für 2017 erwarteten Spanne. Der von Fresenius Kabi für Akorn erwartete Umsatz des Jahres 2018 soll, vorbehaltlich des Abschlusses der Übernahme Ende des Jahres 2017, 1,035 bis 1,085 Mrd US$ betragen, das EBITDA3 zwischen 380 und 420 Mio US$.

„Indem wir die Stärken und Produktangebote von Fresenius Kabi und Akorn verbinden, stellen wir unser US-Geschäft auf ein noch breiteres und damit stabileres Fundament“, sagte Mats Henriksson, Vorstand für den Unternehmensbereich Fresenius Kabi. „Mit Akorn gewinnt Fresenius Kabi Know-how in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung neuer Darreichungsformen hinzu. Zudem erhalten wir Zugang zu neuen Behandlungsfeldern. Die beeindruckende Pipeline von Akorn zählt rund 85 laufende Zulassungsverfahren bei der US-Gesundheitsbehörde FDA. Dutzende weitere sind in Vorbereitung.“

Mittelfristig rechnet Fresenius Kabi mit jährlichen Kosten- und Wachstumssynergien der Übernahme von rund 100 Mio US$ vor Steuern. Diese sollen sukzessive durch Integration und Modernisierung des Produktionsnetzwerks von Akorn und die Zusammenführung verschiedener Funktionsbereiche erreicht werden. Die Kosten der Integration veranschlagt Fresenius Kabi mit insgesamt rund 140 Mio € vor Steuern über einen Zeitraum von 2018 bis 2022. Der größte Teil davon wird für das Jahr 2018 erwartet.

Fresenius erwartet, dass die Übernahme ohne Integrationskosten bereits ab 2018 positiv zu Konzernergebnis4 und Ergebnis je Aktie (EPS)4 beitragen wird, ab 2019 inklusive Integrationskosten.

Das Board von Akorn empfiehlt den Akorn-Aktionären die Annahme des Angebots von Fresenius Kabi. Akorns größter Anteilseigner, der über rund 25 % der Aktien verfügt, hat erklärt, die Transaktion zu unterstützen. Diese steht unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen, der behördlichen Genehmigung (einschließlich US-Fusionskontrollfreigabe) sowie der Zustimmung der Akorn-Aktionäre. Der Abschluss der Übernahme wird bis Anfang 2018 erwartet.

Der Kaufpreis wird finanziert mit einer Kombination aus in Euro und US-Dollar denominierten Fremdkapitalinstrumenten.

1 Fresenius Erwartung zum 31.12.2017 2 Bezüglich der Definition des bereinigten EBITDA von Akorn verweisen wir auf die Pressemitteilung von Akorn zum Geschäftsjahr 2016 vom 1. März 20173 Vor Integrationskosten
4 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt



Einstieg in Wachstumsmarkt Biosimilars

  • Strategische Ergänzung des Produktangebots von Fresenius Kabi
  • Produktpipeline mit Schwerpunkt auf Krebs- und Autoimmunerkrankungen, deren Originalpräparate einen Markt von rund 30 Mrd US$ umfassen
  • Strikt an den Entwicklungserfolg gekoppelte Gesamtinvestition von höchstens 1,4 Mrd € bis 2022

Fresenius und die Merck KGaA haben vereinbart, dass Fresenius Kabi das Biosimilars-Geschäft von Merck übernehmen wird. Die Übernahme umfasst die vollständige Produktpipeline mit Schwerpunkt auf Krebs- und Autoimmunerkrankungen, deren Originalpräparate einen Markt von rund 30 Mrd US$ umfassen. Ebenso übernommen werden die mehr als 70 Mitarbeiter an den Standorten Aubonne und Vevey in der Schweiz.

Biosimilars sind Nachahmerprodukte von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln, sogenannten Biopharmazeutika. Biopharmazeutika zeichnen sich durch ihre sehr zielgenaue Wirkung bei gleichzeitig geringen Nebenwirkungen für Patienten aus. Wie Generika sind Biosimilars in der Regel deutlich kostengünstiger als die zugehörigen Originalpräparate und ermöglichen somit, dass eine größere Zahl von Patienten Zugang zu diesen neuen Therapien erhält.

Fresenius Kabi erwartet erste Umsätze aus dem übernommenen Biosimilars-Geschäft gegen Ende 2019 und ausgehend vom aktuellen Produktentwicklungszeitplan Umsätze im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich ab 2023. Fresenius Kabi sichert Merck im Rahmen der Vereinbarung umsatzbezogene Zahlungen im einstelligen Prozentbereich zu.

Mats Henriksson, Vorstand für den Unternehmensbereich Fresenius Kabi, sagte: „Biosimilars sind ein schnell wachsendes Segment des Pharma-Markts. In den nächsten Jahren werden einige der größten Marken-Biopharmazeutika ihren Patentschutz verlieren. Diese Übernahme erweitert unser Produktangebot und stärkt damit die führende Position von Fresenius Kabi bei injizierbaren Arzneimitteln. Wir schaffen so eine sehr gute Grundlage für weiteres Wachstum.“

Der EBITDA-Breakeven der Übernahme soll im Jahr 2022 erreicht werden. Für die Investitionen einschließlich der Aufwendungen für Testreihen, klinische Studien, die für Biosimilars typischen Qualitätsanforderungen sowie Marketing und Vertrieb plant Fresenius Kabi, bis dahin strikt abhängig vom Entwicklungserfolg insgesamt höchstens 1,4 Mrd € auszugeben. Darin eingeschlossen ist auch der Kaufpreis von bis zu 670 Mio €. Dieser setzt sich zusammen aus einer Zahlung von 170 Mio €, die mit Abschluss der Übernahme in bar gezahlt wird, und Zahlungen von bis zu 500 Mio €, die streng an das Erreichen vereinbarter Entwicklungsziele geknüpft sind. Ab 2023 rechnet der Fresenius-Konzern mit einem deutlich positiven Beitrag der Übernahme zu Konzernergebnis1 und EPS1.

Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Wettbewerbsbehörden und weiterer üblicher Vollzugsbedingungen. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Halbjahr 2017 erwartet.

Die Gesamtinvestition für das Biosimilars-Geschäft wird hauptsächlich aus dem laufenden Cashflow finanziert.

Effekte der Übernahmen auf die Kennzahlen des Fresenius-Konzerns

Fresenius bestätigt das mittelfristige Konzernergebnisziel1 für 2020 von 2,4 bis 2,7 Mrd €.
Beide Übernahmen zusammen werden voraussichtlich im Jahr 2020 Konzernergebnis1- und EPS1-neutral sein und sich ab dem Jahr 2021 positiv auswirken. Vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden beide Übernahmen zusammen im Jahr 2018 Konzernergebnis2- und EPS2-neutral sein und sich ab 2019 positiv auswirken.

Der Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA) von Fresenius wird sich nach Abschluss der beiden Transaktionen vorübergehend auf rund 3,3 erhöhen und voraussichtlich Ende 2018 wieder auf rund 3,0 sinken.

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt; vor Integrationskosten

Telefonkonferenz
Anlässlich der Akquisition von Akorn und des Biosimilars-Geschäfts von Merck KGaA findet am 25. April 2017 um 14.00 Uhr MESZ eine Telefonkonferenz statt. Wir laden alle Investoren herzlich ein, die Videoübertragung der Telefonkonferenz live über das Internet unter www.fresenius.de/events-und-praesentationen zu verfolgen. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung auf unserer Website zur Verfügung.

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Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen https://www.fresenius.de/alternative-leistungskennzahlen.

Erläuterungen zu den auf Akorn bezogenen non-GAAP bzw. bereinigten Finanzkennzahlen, können dem Abschnitt “Non-GAAP Financial Measures” der Pressemitteilung zum Geschäftsjahr 2016 von Akorns Website entnommen werden: http://investors.akorn.com/phoenix.zhtml?c=78132&p=irol-newsArticle&ID=2250528

 

 

 

 

 

 

DIESE MITTEILUNG DIENT LEDIGLICH DER INFORMATION.

Diese Mitteilung stellt kein Angebot dar und ist auch nicht derart zu verstehen; weiterhin sollte weder diese Mitteilung noch ein Teil davon als Grundlage eines Vertrages zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren an Fresenius oder einem Mitglied des Konzerns oder als Grundlage einer Verpflichtung gleich welcher Art dienen noch als verlässliche Information in Verbindung damit.
Diese Mitteilung stellt insbesondere kein Angebot zum Kauf von Wertpapieren in den Vereinigten Staaten von Amerika dar. Wertpapiere von Fresenius dürfen in den Vereinigten Staaten von Amerika nur mit vorheriger Registrierung nach den Vorschriften des U.S. Securities Act von 1933 (deren Durchführung Fresenius nicht plant) oder ohne vorherige Registrierung nur aufgrund einer Ausnahmeregelung zur Registrierungspflicht verkauft oder zum Kauf angeboten werden.
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Hierunter fällt auch das Risiko, dass die veröffentlichte Transaktion nicht oder zu anderen Bedingungen vollzogen wird. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Übernahmen erweitern Generika-Kerngeschäft und bieten Zugang zu neuen Wachstumsmärkten
  • Akquisition von Akorn: Positiver Ergebnisbeitrag1 ab 2018 erwartet
  • Biosimilars-Geschäft der Merck KGaA: Hervorragende Ausgangsposition in einem schnell wachsenden Markt
  • Beide Übernahmen vollständig fremd- und Cashflow-finanziert
  • Konzernergebnisziel2 für 2020 bestätigt

1Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt, vor Integrationskosten
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Mit diesen Akquisitionen stellen wir bei Fresenius Kabi die Weichen für ein noch breiter angelegtes und dauerhaft kräftiges Wachstum über das laufende Jahrzehnt hinaus. Akorn ergänzt das Produktangebot von Fresenius Kabi im Generika-Geschäft bestens. Mit der Übernahme des Biosimilars-Geschäfts von Merck nutzen wir eine hervorragende Gelegenheit für den Einstieg in diesen stark wachsenden und zukunftsträchtigen Markt. Patienten und Kunden werden von unserem künftig noch breiteren Angebot an qualitativ hochwertigen und kostengünstigen Arzneimitteln profitieren.“

Geplante Übernahme von Akorn stärkt Kerngeschäft und erweitert Produktangebot

  • Kaufpreis von 34 US$ je Akorn-Aktie entspricht rund 4,3 Mrd US$, plus Netto-Finanzverbindlichkeiten von rund 450 Mio US$1
  • Board von Akorn empfiehlt den Akorn-Aktionären die Annahme des Angebots
  • Erhebliche Kosten- und Wachstumssynergien bei relativ geringem Integrationsaufwand

Fresenius Kabi hat mit Akorn, Inc., einem US-amerikanischen Hersteller und Anbieter verschreibungspflichtiger und rezeptfreier Arzneimittel, eine Vereinbarung zur Übernahme von Akorn abgeschlossen. Fresenius Kabi bietet 34 US$ je Akorn-Aktie und damit einen Kaufpreis von insgesamt 4,3 Mrd US$ – zuzüglich der Übernahme von Netto-Finanzverbindlichkeiten von 450 Mio US$1.

Zu dem breiten Produktangebot von Akorn zählen intravenös zu verabreichende Arzneimittel ebenso wie Cremes, Salben und Gels, sterile Augenarzneimittel sowie Flüssigmedikamente zur Anwendung in Mund, Nase, Ohr und den Atemwegen. Derzeit werden diese größtenteils verschreibungspflichtigen Arzneimittel fast ausschließlich in den USA und dort über Apotheken sowie an Ärzte und Krankenhäuser vertrieben.

Akorn ist in einem insgesamt rund 106 Mrd US$ großen Markt tätig. Die Produktpipeline laufender Zulassungsverfahren von Akorn adressiert ein Marktvolumen von 9,3 Mrd US$ (basierend auf IMS-Daten). Das Unternehmen beschäftigt in drei Entwicklungszentren und fünf Produktionsstätten in den USA, der Schweiz und Indien insgesamt mehr als 2.000 Mitarbeiter. Die US-amerikanischen Unternehmenszentralen von Akorn und Fresenius Kabi liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt im Norden des US-Bundesstaats Illinois.

Akorn hat heute auf Basis vorläufiger Ergebnisse für das 1. Quartal 2017 seine für das Gesamtjahr 2017 veröffentlichten Finanzziele bestätigt und erwartet einen Umsatz von 1,010 bis 1,060 Mrd US$ sowie ein bereinigtes EBITDA2 zwischen 363 und 401 Mio US$ vor Einmalaufwendungen im Rahmen der Transaktion mit Fresenius Kabi. Der Gesamtkaufpreis entspricht damit etwa dem 12,4-fachen bereinigten EBITDA2 auf Basis der Mitte der für 2017 erwarteten Spanne. Der von Fresenius Kabi für Akorn erwartete Umsatz des Jahres 2018 soll, vorbehaltlich des Abschlusses der Übernahme Ende des Jahres 2017, 1,035 bis 1,085 Mrd US$ betragen, das EBITDA3 zwischen 380 und 420 Mio US$.

„Indem wir die Stärken und Produktangebote von Fresenius Kabi und Akorn verbinden, stellen wir unser US-Geschäft auf ein noch breiteres und damit stabileres Fundament“, sagte Mats Henriksson, Vorstand für den Unternehmensbereich Fresenius Kabi. „Mit Akorn gewinnt Fresenius Kabi Know-how in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung neuer Darreichungsformen hinzu. Zudem erhalten wir Zugang zu neuen Behandlungsfeldern. Die beeindruckende Pipeline von Akorn zählt rund 85 laufende Zulassungsverfahren bei der US-Gesundheitsbehörde FDA. Dutzende weitere sind in Vorbereitung.“

Mittelfristig rechnet Fresenius Kabi mit jährlichen Kosten- und Wachstumssynergien der Übernahme von rund 100 Mio US$ vor Steuern. Diese sollen sukzessive durch Integration und Modernisierung des Produktionsnetzwerks von Akorn und die Zusammenführung verschiedener Funktionsbereiche erreicht werden. Die Kosten der Integration veranschlagt Fresenius Kabi mit insgesamt rund 140 Mio € vor Steuern über einen Zeitraum von 2018 bis 2022. Der größte Teil davon wird für das Jahr 2018 erwartet.

Fresenius erwartet, dass die Übernahme ohne Integrationskosten bereits ab 2018 positiv zu Konzernergebnis4 und Ergebnis je Aktie (EPS)4 beitragen wird, ab 2019 inklusive Integrationskosten.

Das Board von Akorn empfiehlt den Akorn-Aktionären die Annahme des Angebots von Fresenius Kabi. Akorns größter Anteilseigner, der über rund 25 % der Aktien verfügt, hat erklärt, die Transaktion zu unterstützen. Diese steht unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen, der behördlichen Genehmigung (einschließlich US-Fusionskontrollfreigabe) sowie der Zustimmung der Akorn-Aktionäre. Der Abschluss der Übernahme wird bis Anfang 2018 erwartet.

Der Kaufpreis wird finanziert mit einer Kombination aus in Euro und US-Dollar denominierten Fremdkapitalinstrumenten.

1Fresenius Erwartung zum 31.12.2017
2Bezüglich der Definition des bereinigten EBITDA von Akorn verweisen wir auf die Pressemitteilung von Akorn zum Geschäftsjahr 2016 vom 1. März 2017
3Vor Integrationskosten
4Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Einstieg in Wachstumsmarkt Biosimilars

  • Strategische Ergänzung des Produktangebots von Fresenius Kabi
  • Produktpipeline mit Schwerpunkt auf Krebs- und Autoimmunerkrankungen, deren Originalpräparate einen Markt von rund 30 Mrd US$ umfassen
  • Strikt an den Entwicklungserfolg gekoppelte Gesamtinvestition von höchstens 1,4 Mrd € bis 2022

Fresenius und die Merck KGaA haben vereinbart, dass Fresenius Kabi das Biosimilars-Geschäft von Merck übernehmen wird. Die Übernahme umfasst die vollständige Produktpipeline mit Schwerpunkt auf Krebs- und Autoimmunerkrankungen, deren Originalpräparate einen Markt von rund 30 Mrd US$ umfassen. Ebenso übernommen werden die mehr als 70 Mitarbeiter an den Standorten Aubonne und Vevey in der Schweiz.

Biosimilars sind Nachahmerprodukte von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln, sogenannten Biopharmazeutika. Biopharmazeutika zeichnen sich durch ihre sehr zielgenaue Wirkung bei gleichzeitig geringen Nebenwirkungen für Patienten aus. Wie Generika sind Biosimilars in der Regel deutlich kostengünstiger als die zugehörigen Originalpräparate und ermöglichen somit, dass eine größere Zahl von Patienten Zugang zu diesen neuen Therapien erhält.

Fresenius Kabi erwartet erste Umsätze aus dem übernommenen Biosimilars-Geschäft gegen Ende 2019 und ausgehend vom aktuellen Produktentwicklungszeitplan Umsätze im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich ab 2023. Fresenius Kabi sichert Merck im Rahmen der Vereinbarung umsatzbezogene Zahlungen im einstelligen Prozentbereich zu.

Mats Henriksson, Vorstand für den Unternehmensbereich Fresenius Kabi, sagte: „Biosimilars sind ein schnell wachsendes Segment des Pharma-Markts. In den nächsten Jahren werden einige der größten Marken-Biopharmazeutika ihren Patentschutz verlieren. Diese Übernahme erweitert unser Produktangebot und stärkt damit die führende Position von Fresenius Kabi bei injizierbaren Arzneimitteln. Wir schaffen so eine sehr gute Grundlage für weiteres Wachstum.“

Der EBITDA-Breakeven der Übernahme soll im Jahr 2022 erreicht werden. Für die Investitionen einschließlich der Aufwendungen für Testreihen, klinische Studien, die für Biosimilars typischen Qualitätsanforderungen sowie Marketing und Vertrieb plant Fresenius Kabi, bis dahin strikt abhängig vom Entwicklungserfolg insgesamt höchstens 1,4 Mrd € auszugeben. Darin eingeschlossen ist auch der Kaufpreis von bis zu 670 Mio €. Dieser setzt sich zusammen aus einer Zahlung von 170 Mio €, die mit Abschluss der Übernahme in bar gezahlt wird, und Zahlungen von bis zu 500 Mio €, die streng an das Erreichen vereinbarter Entwicklungsziele geknüpft sind. Ab 2023 rechnet der Fresenius-Konzern mit einem deutlich positiven Beitrag der Übernahme zu Konzernergebnis1 und EPS1.

Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Wettbewerbsbehörden und weiterer üblicher Vollzugsbedingungen. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Halbjahr 2017 erwartet.

Die Gesamtinvestition für das Biosimilars-Geschäft wird hauptsächlich aus dem laufenden Cashflow finanziert.

Effekte der Übernahmen auf die Kennzahlen des Fresenius-Konzerns

Fresenius bestätigt das mittelfristige Konzernergebnisziel1 für 2020 von 2,4 bis 2,7 Mrd €.
Beide Übernahmen zusammen werden voraussichtlich im Jahr 2020 Konzernergebnis1- und EPS1-neutral sein und sich ab dem Jahr 2021 positiv auswirken. Vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden beide Übernahmen zusammen im Jahr 2018 Konzernergebnis2- und EPS2-neutral sein und sich ab 2019 positiv auswirken.

Der Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA) von Fresenius wird sich nach Abschluss der beiden Transaktionen vorübergehend auf rund 3,3 erhöhen und voraussichtlich Ende 2018 wieder auf rund 3,0 sinken.

1Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt; vor Integrationskosten

Telefonkonferenz
Anlässlich der Akquisition von Akorn und des Biosimilars-Geschäfts von Merck KGaA findet am 25. April 2017 um 14.00 Uhr MESZ eine Telefonkonferenz für Analysten und Investoren statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter https://www.fresenius.de/medien-termine. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung als Mitschnitt zur Verfügung.

Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen:
https://www.fresenius.de/alternative-leistungskennzahlen.

Erläuterungen zu den auf Akorn bezogenen non-GAAP bzw. bereinigten Finanzkennzahlen, können dem Abschnitt “Non-GAAP Financial Measures” der Pressemitteilung zum Geschäftsjahr 2016 von Akorns Website entnommen werden:
http://investors.akorn.com/phoenix.zhtml?c=78132&p=irol-newsArticle&ID=2250528

 

 

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Fresenius Kabi USA ist von Vizient Inc. als “Pharmazeutischer Lieferant des Jahres 2016“ ausgezeichnet worden. Vizient ist die größte amerikanische Einkaufsorganisation für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen. Fresenius Kabi USA erhält die renommierte Auszeichnung bereits zum sechsten Mal.

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Fresenius Vamed wird an der Universitätsklinik St. Pölten in Österreich ein neues Klinikgebäude mit 350 Betten errichten. Zusammen mit einem Partner-Unternehmen wird Fresenius Vamed den 176 Millionen Euro teuren Auftrag als Generalunternehmer realisieren. In den Neubau mit rund 21.000 Quadratmetern Nutzfläche werden diverse Fachstationen einziehen. Die Bauarbeiten sollen 2019 beginnen.

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