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  • Organisches Konzern-Umsatzwachstum von 9 %1,2 auf 5,3 Mrd €2 durch starke operative Entwicklung bei Kabi und gutes organisches Wachstum bei Helios.
  • Starke Ergebnisentwicklung mit währungsbereinigtem Anstieg des Konzern-EBIT2 um 9 %3 auf 552 Mio € und 7 %2,3,4 Wachstum beim Ergebnis je Aktie.
  • Konzernausblick für das laufende Geschäftsjahr angehoben; das organische Umsatzwachstum1,2 im Geschäftsjahr 2024 soll jetzt zwischen 6 und 8 % liegen (zuvor: zwischen 4 und 7 %), und das währungsbereinigte EBIT-Wachstum2 soll nun in der Spanne von 8 bis 11 % liegen (zuvor: zwischen 6 und 10 %).
  • Konzernweite Kosteneinsparungen und Produktivitätsgewinne über Plan und damit Gesamtjahresziel bereits in den ersten neun Monaten erreicht.
  • Exzellenter operativer Cashflow dank klarem Fokus auf Cash Management.
  • Reduzierung der Verschuldung weiter vorangebracht und Verschuldungsgrad erneut verbessert auf 3,24x2,5 aufgrund hervorragender Entwicklung beim Cashflow; Überprüfung des Zielkorridors anvisiert.
  • Fresenius Kabi über dem oberen Ende des strukturellen Wachstumsbands mit 11 %6 organischem Umsatzwachstum; ausgezeichnete EBIT-Marge von 15,9 %2.
  • Wachstumsvektoren bei Kabi zeigen anhaltend starke Performance; herausragende Entwicklung bei Biopharma führt erneut zu positivem EBIT im 3. Quartal; Tyenne im Plan bei zunehmender Dynamik
  • Fresenius Helios mit starkem organischen Umsatzwachstum von 8 % aufgrund solider Entwicklung in Spanien und positiven technischen Effekten aus der Umklassifizierung von Umsätzen in Deutschland; EBIT-Marge von 7,9 %2 im Rahmen der Erwartungen aufgrund geringerer saisonaler Nachfrage in Spanien; letztes Quartal mit Unterstützung durch Energiekostenhilfen
  • Dezidiertes Helios Performance-Programm auf den Weg gebracht zur Verbesserung der operativen Effizienz um das Ende der staatlichen Energiekostenhilfen in Deutschland zu kompensieren

 

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius: „Team Fresenius hat in einem hervorragenden dritten Quartal wieder geliefert und die Performance auf breiter Basis gesteigert: Bei einem kräftigen Umsatzwachstum konnten wir gleichzeitig die Marge verbessern. Durch die Ausrichtung auf Kabi und Helios sind wir fokussierter und stärker. Beide Geschäfte liefern eine konstant und nachhaltig gute Performance. Das zeigt sich auch bei der exzellenten Cashflow-Entwicklung. Wir nutzen unsere Finanzkraft, um die Verschuldung weiter zu verringern, das Wachstum des Ergebnisses je Aktie zu steigern und die Renditen zu erhöhen. Quartal für Quartal zeigen wir, dass sich #FutureFresenius auszahlt. Im Mittelpunkt unseres Handelns steht unsere Mission: Wir retten Menschenleben und verbessern Lebensqualität und Gesundheit. Fresenius ist: Committed to life.“ Sen weiter: „Angesichts der starken ersten neun Monate erhöhen wir unsere Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr.“

 

1 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Wachstumsrate bereinigt um Hyperinflation in Argentinien
4 Ohne Fresenius Medical Care
5 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen, inklusive Leasingverbindlichkeiten; inklusive Fresenius Medical Care Dividende
6 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien.

 

Telefonkonferenz und Audio-Webcast
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 3. Quartal 2024 findet am 6. November 2024 um 13:30 Uhr (CET) / 07:30 Uhr EST eine Telefonkonferenz bzw. ein Audio-Webcast statt. Die Telefonkonferenz können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung zur Verfügung.

Hinweis auf Darstellungsweise der Finanzzahlen
Eine Übersicht der Darstellungsweise der Finanzzahlen finden Sie auf Seite 14 dieser Investor News.

Ziel der strukturellen Produktivitätsverbesserungen frühzeitig erreicht
Die konzernweiten Kosten- und Effizienzmaßnahmen kommen schneller als geplant voran. Das Ziel, jährliche nachhaltige Kosteneinsparungen von ~400 Mio € auf EBIT-Ebene zu realisieren, wurde mit kumuliert 408 Mio € bereits im 3. Quartal 2024 erreicht. Dieses Ziel war ursprünglich für Ende 2025 ausgegeben.

Fresenius wird seine Anstrengungen fortsetzen, die strukturelle Produktivität auch weiterhin zu erhöhen. Nachdem Kabi bislang den Großteil der Einsparungen erzielt hat, wird zukünftig Fresenius Helios mit einem dezidierten Effizienzprogramm die operative Exzellenz und hierbei insbesondere die Reduzierung von Prozess- und Wartezeiten verbessern. Auch sollen die Digitalisierung von Abläufen sowie die Optimierung von Ressourcen vorangetrieben und Synergiepotentiale in den Bereichen Logistik und Beschaffung gehoben werden. Ein Update wird mit der Veröffentlichung der Gesamtjahresergebnisse im Februar 2025 bekannt gegeben.

Strukturelle Kosteneinsparungen sollen jedoch auch weiterhin von Fresenius Kabi und dem Corporate Center vorangetrieben werden. Die wichtigsten Elemente zur Produktivitätsverbesserung sind die Verringerung der Komplexität, die Optimierung von Lieferketten und Verbesserungen von Beschaffungsprozessen.

 

Konzern Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der Konzernumsatz vor Sondereinflüssen stieg um 7 % (währungsbereinigt um 9 %) auf 5.303 Mio € (3. Quartal 2023: 4.967 Mio €). Das organische Wachstum betrug 9 %2 aufgrund der anhaltend starken Entwicklung bei Kabi und Helios. Währungsumrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 2 % auf das Umsatzwachstum.

Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 4 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 814 Mio € (3. Quartal 2023: 783 Mio €).

Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 8 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 552 Mio € (3. Quartal 2023: 509 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf die gute Ergebnisentwicklung von Kabi und Helios zurückzuführen sowie auf den kontinuierlichen Fortschritt des konzernweiten Kosteneinsparungsprogramms. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 10,4 % (3. Quartal 2023: 10,2 %). Der berichtete Konzern-EBIT lag bei 492 Mio € (3. Quartal 2023: 362 Mio €).

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen lag bei -116 Mio € (3. Quartal 2023: -102 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Finanzierungsmaßnahmen bei höherem Zinsniveau.

Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 24,5 % (3. Quartal 2023: 23,1 %).

 

 

 

 

Das Ergebnisder dekonsolidierten Aktivitäten der Fresenius Medical Care vor Sondereinflüssen stieg um 38 % (währungsbereinigt: 42 %) auf 76 Mio € (3. Quartal 20233: 55 Mio €).

Das Konzernergebnis3 vor Sondereinflüssen stieg um 12 % (währungsbereinigt: 13 %) auf 388 Mio € (3. Quartal 20233: 347 Mio €). Der Anstieg ist auf die gute operative Entwicklung zurückzuführen. Das berichtete Konzernergebnis3 erhöhte sich auf 326 Mio € (3. Quartal 20233: -406 Mio €) im Wesentlichen aufgrund des positiven Ergebnisbeitrags von Fresenius Medical Care. Das negative Konzernergebnis in der Vorjahresperiode resultiert aus dem nicht-zahlungswirksamen Bewertungseffekt von Fresenius Medical Care nach IFRS 5.

Das Konzernergebnis3 vor Sondereinflüssen ohne Fresenius Medical Care stieg um 7 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 312 Mio € (3. Quartal 20233: 292 Mio €).

Das Ergebnis je Aktie3 vor Sondereinflüssen stieg um 12 % (währungsbereinigt: 13 %) auf 0,69 € (3. Quartal 20233: 0,62 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie3 betrug 0,58 € (3. Quartal 20233: -0,72 €).

 

1 Vor Sondereinflüssen
2 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Die währungsbereinigten Wachstumsraten sind um die Hyperinflation in Argentinien bereinigt. Finanzzahlen und Wachstumsraten bereinigt um den Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin und der Klinikbeteiligung in Peru.

 

Konzern Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow (aus fortgeführten Aktivitäten) hat sich erhöht auf 763 Mio € (3. Quartal 2023: 603 Mio €). Diese exzellente Entwicklung ist insbesondere auf die sehr gute operative Geschäftsentwicklung und Verbesserungen im Netto-Umlaufvermögen bei Helios und Kabi zurückzuführen. Die operative Cashflow-Marge betrug 14,4 % (3. Quartal 2023: 12,1 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten (aus fortgeführten Aktivitäten) stieg auf 532 Mio € (3. Quartal 2023: 346 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten (aus fortgeführten Aktivitäten) verbesserte sich auf 623 Mio € (3. Quartal 2023: 102 Mio €).

Der operative Cashflow von Fresenius Kabi lag mit 374 Mio € weitestgehend unverändert auf dem Vorjahresniveau (3. Quartal 2023:380 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 17,7 % (3. Quartal 2023: 18,8 %).

Der operative Cashflow von Fresenius Helios erhöhte sich auf 454 Mio € (3. Quartal 2023: 208 Mio €) im Wesentlichen infolge des verbesserten Managements von Cash und des Netto-Umlaufvermögens in Deutschland und Spanien. Die Cashflow-Marge lag bei 14,7 % (3. Quartal 2023: 7,3 %).

Die Cash Conversion Rate (CCR), die das Verhältnis des adjustierten Free Cashflow1 zum EBIT vor Sondereinflüssen abbildet, stieg im 3. Quartal 2024 auf 1,2 (LTM) (Q3/23: 0,9, LTM). Diese positive Entwicklung ist auf den verstärkten Fokus auf den Cashflow in der gesamten Gruppe zurückzuführen. Für das Gesamtjahr 2024 wird eine CCR von circa 1 erwartet.
 

Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden; vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen

 

Konzern Verschuldung
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns gingen um -16 % zurück (währungsbereinigt: -16 %) auf 13.317 Mio € (31. Dezember 2023: 15.830 Mio €). Die ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen, was durch die exzellente Cashflow-Entwicklung ermöglicht wurde sowie auf den Rückgang der Leasingverbindlichkeiten in Höhe von rund 400 Mio € im Zusammenhang mit dem Vamed-Ausstieg. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns reduzierten sich um -11 % (währungsbereinigt: -11 %) auf 11.823 Mio € (31. Dezember 2023: 13.268 Mio €).

Der Verschuldungsgrad zum 30. September 2024 lag bei 3,24x1,2 (31. Dezember 2023: 3,76x1,2), was einer weiteren Verbesserung gegenüber dem 4. Quartal 2023 um 52 Basispunkte entspricht. Dies ist durch die erfolgreiche Entwicklung beim EBITDA und beim Free Cashflow erreicht worden. Darüber hinaus begünstigten die rechtlich bedingte Aussetzung der Dividendenzahlung und der Vamed-Ausstieg die positive Entwicklung. Gegenüber dem 3. Quartal 2023 (4,03x1,2) entspricht dies einer Verbesserung von 79 Basispunkten.

Fresenius erwartet, bis zum Jahresende 2024 eine weitere Verbesserung der Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA3. Es wird nun erwartet, das untere Ende des selbst definierten Zielkorridors von 3,0x bis 3,5x zu erreichen. Dies soll insbesondere durch die weitere Reduzierung der Nettoverschuldung und die Verbesserung der operativen Leistung der Operating Companies erreicht werden.

Der ROIC verbesserte sich im 1.-3. Quartal 2024 auf 6,1 % (FY/23: 5,2 %). hauptsächlich aufgrund der guten EBIT-Entwicklung und disziplinierter Kapitalallokation. Damit lag der ROIC in der anvisierten Bandbreite von 6 bis 8 %. Für das Geschäftsjahr 2024 geht Fresenius nun davon aus, dass die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) über 6,0 % liegen wird (zuvor: rund 6,0 %).

 

1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen, inklusive Leasingverbindlichkeiten; inklusive Fresenius Medical Care Dividende
2 Vor Sondereinflüssen
3 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen/ -Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten, inklusive Dividende der Fresenius Medical Care

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse | FSE (fresenius.com).

 

Operating Company Fresenius Kabi

Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 5 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 2.114 Mio € (3. Quartal 2023: 2.021 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 11 %1, was auf die positiven Preiseffekte, insbesondere aus Argentinien zurückzuführen ist sowie auf die gute Entwicklung der Wachstumsvektoren.

Der Umsatz im Bereich Wachstumsvektoren (MedTech, Nutrition und Biopharma) stieg um 9 % (währungsbereinigt: 16 %) auf 1.158 Mio € (3. Quartal 2023: 1.067 Mio €). Das organische Wachstum lag bei ausgezeichneten 16 %1.

Das organische Umsatzwachstum von 11 %1 im Bereich Nutrition profitierte von positiven Preiseffekten aus Argentinien und der guten Entwicklung in den USA, vor allem bei der gut voranschreitenden Markteinführung von Fettemulsionen. Das Wachstum in China war weiterhin von der schwachen gesamtwirtschaftlichen Lage, Preisrückgängen im Zusammenhang mit Ausschreibungen sowie von den indirekten Auswirkungen der landesweiten Anti-Korruptionskampagne der Regierung beeinträchtigt. Der Bereich Biopharma verzeichnete ein exzellentes organisches Wachstum von 66 %1, das auf die insgesamt erfolgreiche Produkteinführung von Biosimilars in Europa und den USA zurückzuführen ist, insbesondere von Tyenne. Darüber hinaus verzeichnete mAbxience eine starke Entwicklung, die auf Bevacizumab und Meilensteinzahlungen zurückzuführen ist. Das organische Wachstum im Bereich MedTech betrug 7 %1 aufgrund der insgesamt positiven Entwicklung in den USA, Europa und international bei Infusions- und Ernährungssystemen.

Der Umsatz im Bereich Pharma (IV Drugs & Fluids) stieg um 2 % (währungsbereinigt: 3 %, organisch: 6 %1) auf 957 Mio € (3. Quartal 2023: 941 Mio €). Das organische Wachstum war vor allem auf die starke Entwicklung in Europa und International sowie auf ein solides Wachstum in den USA zurückzuführen, das durch Verbesserungen bei den Lieferrückständen getrieben wurde. Die schwächere Entwicklung in China konnte hierdurch kompensiert werden.

Der EBIT2 von Fresenius Kabi stieg um 16 % (währungsbereinigt: 16 %) auf 335 Mio € (3. Quartal 2023: 289 Mio €) im Wesentlichen aufgrund der guten Umsatzentwicklung, des Break-Even-Ergebnisses bei Biopharma und kontinuierlicher Fortschritte bei den Kosteneinsparungsmaßnahmen. Die EBIT-Marge2 betrug 15,9 % (3. Quartal 2023: 14,3 %) und lag damit am oberen Ende des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2024.

Der EBIT2 der Wachstumsvektoren stieg um 62 % (währungsbereinigt: 53 %) auf 168 Mio € (3. Quartal 2023: 104 Mio €) aufgrund des positiven EBIT bei Biopharma und der guten Umsatzentwicklung. Die EBIT-Marge2 betrug 14,5 % (3. Quartal 2023: 9,8 %). Für das Biopharma-Geschäft wird nun auch für das Gesamtjahr 2024 ein positiver EBIT erwartet.

Der EBIT2 im Bereich Pharma fiel um -9 % (währungsbereinigt: -8 %) auf 182 Mio € (3. Quartal 2023: 200 Mio €), was in erster Linie auf zusätzliche Kosten aufgrund des Produktionsbeginns in den wichtigen US-Werken in Wilson und Melrose Park zurückzuführen ist. Die EBIT-Marge2 betrug 19,0 % (3. Quartal 2023: 21,3 %).
 

1 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien.
2 Vor Sondereinflüssen

Die währungsbereinigten Wachstumsraten sind um die Hyperinflation in Argentinien bereinigt.

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse | FSE (fresenius.com).

 

Operating Company Fresenius Helios

Der Umsatz vor Sondereinflüssen stieg um 8 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 3.082 Mio € (3. Quartal 2023: 2.863 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 8 %.

Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 8 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 1.940 Mio € (3. Quartal 2023: 1.800 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Preiseffekten und steigenden Fallzahlen. Weiterhin unterstützen positive technische Einmaleffekte aus der Umklassifizierung von Umsätzen das Wachstum. Das organische Umsatzwachstum betrug 8 %.

Der Umsatz von Helios Spanien vor Sondereinflüssen stieg um 8 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 1.142 Mio € (3. Quartal 2023: 1.062 Mio €) bedingt durch ein solides Fallzahlenwachstum trotz der erwartungsgemäß geringeren saisonalen Nachfrage sowie durch positive Preiseffekte. Das organische Wachstum betrug 8 %. Die Kliniken in Lateinamerika zeigten ebenfalls eine gute Leistung.

Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 7 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 244 Mio € (3. Quartal 2023: 229 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 7,9 % (3. Quartal 2023: 8,0%).

Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg um 8 % auf 170 Mio € (3. Quartal 2023: 157 Mio €). Q3/24 war das letzte Quartal, in dem staatliche Ausgleichszahlungen für höhere Energiekosten in die Gewinn- und Verlustrechnung einflossen und damit die Profitabilität unterstützten. Die EBIT-Marge1 betrug 8,8 % (3. Quartal 2023: 8,7 %).

Der EBIT1 von Helios Spanien fiel um -3 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 73 Mio € (3. Quartal 2023: 75 Mio €) bedingt durch die erwartungsgemäß geringere saisonale Nachfrage und zeitliche Verschiebungen. Die EBIT-Marge1 lag bei 6,4 % (3. Quartal 2023: 7,1 %). Auf der vergleichbareren Neunmonatsbasis lag die EBIT-Marge1 bei 11,2% (1.-3. Quartal 2023: 11,2 %).

Auswirkungen des Ausstiegs von Fresenius Vamed
Seit dem 2. Quartal 2024 ist Fresenius Vamed kein Berichtssegment mehr von Fresenius. Der Vamed Geschäftsbereich High-End-Services (HES), der für Fresenius Helios und andere Krankenhäuser Dienstleistungen erbringt, ist in der Segmentberichterstattung des Konzernabschlusses unter Corporate / Sonstige enthalten.

Der Verkauf des Rehabilitationsgeschäfts sowie der Aktivitäten der Vamed in Österreich führten in den ersten neun Monaten 2024 zu nicht-zahlungswirksamen Sondereffekten in Höhe von 406 Mio € auf Ebene des Konzernergebnisses.

Die Sondereinflüsse im Zusammenhang mit dem sukzessiven Ausstieg aus dem internationalen Projektgeschäft beliefen sich im gleichen Zeitraum auf 441 Mio € auf Ebene des Konzern-EBIT und auf 357 Mio €2 auf Ebene des Konzernergebnisses. Insgesamt werden durch den Ausstieg aus dem internationalen Projektgeschäft Sondereinflüsse im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet, die sich über mehrere Jahre strecken und überwiegend zahlungswirksam werden.
 

1 Vor Sondereinflüssen
2 Entsprechend Eigentümeranteil

Finanzzahlen und Wachstumsraten bereinigt um den Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin und der Klinikbeteiligung in Peru.

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse | FSE (fresenius.com).

Konzern-Ausblick für 2024 und Ausblick Segmente1
Fresenius erhöht seinen Gesamtjahres-Ausblick. Auf Basis der ausgezeichneten ersten neun Monate 2024 erwartet Fresenius nun ein organisches Konzernumsatzwachstum2,4,5 zwischen 6 und 8 % (zuvor: zwischen 4 und 7 %) und ein Wachstum beim währungsbereinigten Konzern-EBIT3,4 von 8 bis 11 % (zuvor: zwischen 6 und 10 %) im Geschäftsjahr 2024 zu erreichen.

Fresenius Kabi erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum5 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll in einer Bandbreite von 15 bis 16% liegen (strukturelles Margenband: 14 bis 17 %).

Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum4 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll zwischen 10 % und 11 % liegen (strukturelles Margenband: 10 bis 12 %).

Der Konzern-Ausblick wird ohne Fresenius Vamed gegeben, also ausschließlich für die Operating Companies Fresenius Kabi und Fresenius Helios.

 

1 Die jeweilige Vorjahresbasis ist in der Tabelle „Basis für den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024“ dargestellt
2 Basis 2023: 20.307 Mio €
3 Basis 2023: 2.266 Mio €
4 Vor Sondereinflüssen
5 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien.

Basis für den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024

 

Wenn kein Zeitrahmen angegeben ist, beziehen sich die Informationen auf Q3/2024.

Eine Übersicht der Ergebnisse des 3. Quartals 2024 – vor und nach Sondereinflüssen – finden Sie auf unserer Website.

Die Finanzzahlen für das 3. Quartal 2024 und für das 3. Quartal 2023 beinhalten Sondereinflüsse. Diese betreffen: Desinvestitionen Eugin und Krankenhaus Peru, Vamed Ausstieg, Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Fresenius Kosten- und Effizienzprogramm, Transaktionsbezogene Aufwendungen mAbxience, Ivenix, Rechtsformwechsel-Kosten Fresenius Medical Care, Anpassungen des Bestandsportfolios, IT-Transformation, Transformation/Ausstieg Vamed, nicht fortgeführte Aktivitäten Vamed, Sondereinflüsse bei Fresenius Medical Care sowie Auswirkungen PPA Equity-Methode Fresenius Medical Care. Die in den Überleitungsrechnungen dargestellten Sondereinflüsse sind jeweils im Segment "Corporate" ausgewiesen.

Erläuterungen zur Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care
Nach der Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care werden seit dem 1. Dezember 2023 die Finanzzahlen des Konzerns gemäß IAS 28 (At Equity-Methode) dargestellt. Der Anteil in Höhe von 32 % an Fresenius Medical Care in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz des Fresenius-Konzerns wird in einer separaten Zeile ausgewiesen. Die von Fresenius Medical Care erhaltenen Dividenden werden als Teil der Kapitalflussrechnung ebenfalls separat ausgewiesen. IAS 28 verlangt eine vollständige Kaufpreisallokation (PPA). Die Bilanzierung der PPA wird als Sondereinfluss behandelt. Aus Gründen der Vereinfachung und Vergleichbarkeit wird Fresenius das Konzernergebnis künftig mit und ohne dem Equity-Ergebnis ausweisen.

Erläuterungen zur Portfoliooptimierung bei Fresenius Helios
Im Zuge der Portfoliooptimierung wurde am 31. Januar 2024 der Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin abgeschlossen. Die Veräußerung der Beteiligung am Krankenhaus Clínica Ricardo Palma in Lima, Peru und der damit verbundene Ausstieg aus dem peruanischen Krankenhausmarkt wurden am 23. April 2024 abgeschlossen. Die Ergebnisse des 2. Quartals 2024 und des 2. Quartals 2023 von Fresenius Helios und entsprechend dem Fresenius-Konzern wurden entsprechend bereinigt.

Erläuterungen zu den Wachstumsraten bei Fresenius Kabi
Die Wachstumsraten zu konstanten Wechselkursen von Fresenius Kabi sind bereinigt. Die Anpassungen betreffen die Hyperinflation in Argentinien. Entsprechend wurden auch die konstanten Wachstumsraten des Fresenius-Konzerns angepasst.

Erläuterungen zum Vamed-Ausstieg
Aufgrund der Anwendung von IFRS 5 wurden die Vorjahreszahlen und Vorquartalszahlen des aktuellen Jahres in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Kapitalflussrechnung im Hinblick auf den angekündigten Vamed-Ausstieg angepasst. Der Vamed Geschäftsbereich High-End-Services (HES), der für Fresenius Helios und andere Krankenhäuser Dienstleistungen erbringt, wird auf Fresenius übertragen und ist in der Segmentberichterstattung des Konzernabschlusses unter Corporate / Sonstige enthalten. Details zu den finanziellen und bilanziellen Auswirkungen des Vamed-Ausstiegs und der Portfolioanpassungen bei Fresenius Helios finden Sie auf unserer Website.

Informationen zu den alternativen Leistungskennzahlen sind verfügbar unter www.fresenius.com/de/alternative-leistungskennzahlen.

 

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Starkes organisches Wachstum des Konzernumsatzes von 8 %1 auf 5,4 Mrd €2; exzellenter Anstieg des Konzern-EBIT2 um währungsbereinigt 15 %3 auf 660 Mio € spiegelt die starke operative Entwicklung sowie die über Plan liegenden konzernweiten Kosteneinsparungen wider.
  • Starke Ergebnisentwicklung: EPS mit 15 %2,3,4 währungsbereinigtem Anstieg
  • Großer Fortschritt bei Entschuldung: Verschuldungsgrad bei 3,43x2,5 und damit innerhalb des selbstgesetzten Zielkorridors, insbesondere aufgrund operativer Stärke und des ausgezeichneten Cashflows.
  • Strukturelle Produktivitätsverbesserungen über Plan. 
  • Hervorragende Entwicklung des operativen Cashflows aufgrund von Optimierungen des Nettoumlaufvermögens und des verstärkten Fokus auf Cash-Generierung sowie der ausgezeichneten operativen Entwicklung.
  • Konzernausblick für das laufende Geschäftsjahr nach ausgezeichnetem 1. Halbjahr bestätigt; zuversichtlich, dass das Konzern-EBIT-Wachstum2,6 in der oberen Hälfte der Spanne von 6 bis 10 % liegen wird.
  • Fresenius Kabi deutlich über dem oberen Ende des strukturellen Wachstumsbands nach starkem organischen Umsatzwachstum von 11 %1; ausgezeichnete EBIT-Marge von 15,9 %2.
  • Wachstumsvektoren sind Performance-Treiber bei Kabi: Außerordentlich starkes organisches Wachstum von 19 %1; EBIT-Marge bei 14,7 %2 innerhalb des strukturellen Margenbandes.
  • Biopharma mit beschleunigter Dynamik: sehr starkes Umsatzwachstum und erneut positiver EBIT-Beitrag im 2. Quartal aufgrund des Lizenzgeschäfts bei mAbxience und fortgesetzt guter Entwicklung von Tyenne. 
  • Fresenius Helios mit starkem organischen Umsatzwachstum von 6 %; EBIT-Marge von 11,1 %2 bedingt durch die hervorragende operative Entwicklung in Spanien.
     

1 Organische Wachstumsrate bereinigt Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Wachstumsrate bereinigt um Hyperinflation in Argentinien
4 Ohne Fresenius Medical Care
5 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen, inklusive Leasingverbindlichkeiten; inklusive Fresenius Medical Care Dividende
6 Währungsbereinigt

 

Telefonkonferenz und Audio-Webcast
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 2. Quartal 2024 findet am 31. Juli 2024 um 13:30 Uhr (CEST) / 07:30 Uhr EDT eine Telefonkonferenz bzw. ein Audio-Webcast statt. Die Telefonkonferenz können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung zur Verfügung.

 

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius: „Das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2024 waren für Fresenius hervorragend. Bei einem starken Umsatzplus haben wir ein noch stärkeres Ergebniswachstum und höhere Margen erzielt. Dank eines äußerst starken Cashflows konnten wir unser Finanzprofil deutlich verbessern. Wir kommen schneller als geplant voran, unseren Verschuldungsgrad zu verringern und unsere Kosten zu senken. Das Geschäftsjahr 2024 ist ein Wendepunkt für Fresenius: Unsere Arbeit zahlt sich aus. Wir verbessern das Leben von Patientinnen und Patienten und schaffen Wert für alle Stakeholder. Fresenius ist 'Committed to Life' ".

 

Strukturelle Produktivitätsverbesserungen über Plan 
Die konzernweiten Kosten- und Effizienzmaßnahmen kommen schneller als geplant voran. Bis zum 1. Halbjahr 2024 einschließlich hat Fresenius in Summe strukturelle Einsparungen in Höhe von ~336 Mio € auf EBIT-Ebene erzielt. 

Im weiteren Verlauf des Jahres wird Fresenius seine Anstrengungen fortsetzen, die strukturelle Produktivität weiter zu erhöhen. Einige Maßnahmen, die für das Jahr 2025 geplant waren, werden deshalb in das aktuelle Geschäftsjahr vorgezogen. Das ambitionierte Ziel besteht nun darin, die angestrebten jährlichen nachhaltigen Kosteneinsparungen von ~400 Mio € auf EBIT-Ebene bereits bis Ende des Jahres 2024 zu realisieren. Ursprünglich war dieses Ziel für 2025 vorgesehen.

Die strukturellen Kosteneinsparungen werden von allen Geschäftsbereichen und dem Corporate Center vorangetrieben. Die wichtigsten Elemente zur Produktivitätsverbesserung sind die Verringerung der Komplexität, die Optimierung von Lieferketten und Verbesserungen von Beschaffungsprozessen.
 

Konzern Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der Konzernumsatz vor Sondereinflüssen stieg um 6 % (währungsbereinigt um 8 %) auf 5.414 Mio € (2. Quartal 2023: 5.113 Mio €). Das organische Wachstum betrug 8 %2 aufgrund der anhaltend starken Entwicklung bei Kabi und Helios. Währungsumrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 2 % auf das Umsatzwachstum. 

Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 14 % (währungsbereinigt: 14 %) auf 938 Mio € (2. Quartal 2023: 822 Mio €). 

Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 16 % (währungsbereinigt: 15 %) auf 660 Mio € (2. Quartal 2023: 571 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf die gute Ergebnisentwicklung von Kabi und Helios zurückzuführen sowie auf den kontinuierlichen Fortschritt des konzernweiten Kosteneinsparungsprogramms. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 12,2 % (2. Quartal 2023: 11,2 %). Der berichtete Konzern-EBIT lag bei 265 Mio € (2. Quartal 2023: 187 Mio €). 

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen lag bei -108 Mio € (2. Quartal 2023: -99 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Finanzierungsmaßnahmen bei höherem Zinsniveau.

Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 26,1 % (2. Quartal 2023: 25,2 %). 
 

1 Vor Sondereinflüssen
2 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Die währungsbereinigten Wachstumsraten sind um die Hyperinflation in Argentinien bereinigt. Finanzzahlen und Wachstumsraten bereinigt um den Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin und der Klinikbeteiligung in Peru.

Das Ergebnis1 der dekonsolidierten Aktivitäten der Fresenius Medical Care vor Sondereinflüssen stieg um 21 % (währungsbereinigt 16 %) auf 69 Mio € (2. Quartal 20231: 57 Mio €). 

Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen stieg um 16 % (währungsbereinigt: 15 %) auf 457 Mio € (2. Quartal 20231: 393 Mio €). Der Anstieg ist auf die gute operative Entwicklung zurückzuführen.

Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen ohne Fresenius Medical Care stieg um 15 % (währungsbereinigt: 15 %) auf 388 Mio € (2. Quartal 20231: 336 Mio €).

Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf -373 Mio € (2. Quartal 20231: 80 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Sondereffekten im Zusammenhang mit dem Vamed-Ausstieg und den nicht fortgeführten Aktivitäten bei Vamed. 

Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen stieg um 16 % (währungsbereinigt: 15 %) auf 0,81 € (2. Quartal 20231: 0,69 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug -0,66 € (2. Quartal 20231: 0,15 €) im Wesentlichen aufgrund von Sondereffekten im Zusammenhang mit dem Vamed-Ausstieg und den nicht fortgeführten Aktivitäten bei Vamed. 

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Die währungsbereinigten Wachstumsraten sind um die Hyperinflation in Argentinien bereinigt. Finanzzahlen und Wachstumsraten bereinigt um den Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin und der Klinikbeteiligung in Peru.

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse.

Konzern Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow (aus fortgeführten Aktivitäten) hat sich im 2. Quartal fast verfünffacht auf 709 Mio € (2. Quartal 2023: 148 Mio €). Diese exzellente Entwicklung ist insbesondere aufgrund des verbesserten Managements des Netto-Umlaufvermögens und den verstärkten Fokus auf Cash-Generierung sowie der ausgezeichneten operativen Entwicklung des Krankenhausgeschäfts in Spanien bei Fresenius Helios zurückzuführen. Die operative Cashflow-Marge betrug 13,1 % (2. Quartal 2023: 2,9 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten (aus fortgeführten Aktivitäten) stieg auf 674 Mio € (2. Quartal 2023: 40 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten (aus fortgeführten Aktivitäten) verbesserte sich auf 655 Mio € (2. Quartal 2023: -€556 Mio €). 

Der operative Cashflow von Fresenius Kabi stieg auf 259 Mio € (2. Quartal 2023: 180 Mio €), hauptsächlich aufgrund des verbesserten Managements des Netto-Umlaufvermögens, u.a. bei Vorräten und bei Forderungen. Die Cashflow-Marge betrug 12,3 % (2. Quartal 2023: 9,0 %). 

Der operative Cashflow von Fresenius Helios erhöhte sich auf 604 Mio € (2. Quartal 2023: 61 Mio €) im Wesentlichen infolge der ausgezeichneten Geschäftsentwicklung in Spanien und Aufholeffekten nach dem schwächeren 1. Quartal. Insgesamt ist die positive Entwicklung auch Ergebnis des starken Fokus auf Cash-Generierung und des verbesserten Managements des Netto-Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge lag bei 18,7 % (2. Quartal 2023: 2,0 %). 

Die Cash Conversion Rate (CCR), die das Verhältnis des adjustierten Free Cashflow1 zum EBIT vor Sondereinflüssen abbildet, stieg im 2. Quartal 2024 auf 1,1 (LTM) (Q1/24: 0,9 LTM). Diese positive Entwicklung ist auf den verstärkten Fokus auf den Cashflow in der gesamten Gruppe zurückzuführen.

1 Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden; vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen

Konzern Verschuldung
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns gingen um 14 % zurück (währungsbereinigt: -15 %) auf 13.536 Mio € (31. Dezember 2023: 15.830 Mio €), im Wesentlichen aufgrund der Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten und dem Rückgang der Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 400 Mio € im Zusammenhang mit dem Vamed-Ausstieg. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns reduzierten sich um 6 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 12.428 Mio € (31. Dezember 2023: 13.268 Mio €).

Der Verschuldungsgrad zum 30. Juni 2024 lag bei 3,43x1,2 (31. Dezember 2023: 3,76x1,2) was einer weiteren Verbesserung gegenüber dem 4. Quartal 2023 um 33 Basispunkten entspricht. Dieser Erfolg ist durch die Kombination ausgezeichneter operativer Leistung sowie verbessertem EBITDA und Free Cashflow erreicht worden. Darüber hinaus begünstigte die rechtlich bedingte Aussetzung der Dividendenzahlung und der Vamed-Ausstieg die positive Entwicklung. Gegenüber dem 2. Quartal 2023 (4,19x1,2) entspricht dies einer Verbesserung von 76 Basispunkten.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet Fresenius, dass die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA3 zum Jahresende innerhalb des selbst definierten Zielkorridors für den Verschuldungsgrad von 3,0x bis 3,5x liegen wird. Die Kennziffer soll im zweiten Halbjahr 2024 weiter verbessert werden. Es wird erwartet, dass dies durch die weitere Reduzierung der Nettoverschuldung und die Verbesserung der operativen Leistung der Operating Companies erreicht wird. 

Der ROIC verbesserte sich im 2. Quartal 2024 auf 6,0 % (FY/23: 5,2 %). hauptsächlich aufgrund der guten EBIT-Entwicklung, des Vamed-Ausstiegs sowie der disziplinierten Kapitalallokation. Damit erreichte der ROIC das untere Ende der selbstdefinierten Zielambitionsbandbreite von 6 bis 8 %. 

Für das Geschäftsjahr 2024 geht Fresenius nun davon aus, dass die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) bei circa 6,0 % liegen wird (zuvor: 5,4 bis 6,0 %), (2023: 5,2 %).

1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen, inklusive Leasingverbindlichkeiten; inklusive Fresenius Medical Care Dividende
2 Vor Sondereinflüssen
3 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten, inklusive Dividende der Fresenius Medical Care

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse.

Operating Company Fresenius Kabi

Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 5 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 2.101 Mio € (2. Quartal 2023: 2.001 Mio €). Das berichtete Umsatzwachstum ist beeinträchtigt durch negative Währungsumrechnungseffekte, die sich im Wesentlichen aus der Hyperinflation in Argentinien ergaben. Das organische Umsatzwachstum betrug 11 %1. Dies ist hauptsächlich auf die ausgezeichnete Geschäftsentwicklung der Wachstumsvektoren zurückzuführen. Darüber hinaus unterstützten positive Preiseffekte aus Argentinien die gute Entwicklung.

Der Umsatz im Bereich Wachstumsvektoren (MedTech, Nutrition und Biopharma) stieg um 8 % (stieg währungsbereinigt: 19 %) auf 1.149 Mio € (2. Quartal 2023: 1.062 Mio €). Das organische Wachstum lag bei ausgezeichneten 19 %1. Das organische Umsatzwachstum von 14 %1 im Bereich Nutrition profitierte von den guten Ergebnissen in den USA und der gut voranschreitenden Markteinführung von Fettemulsionen. Das Wachstum in China war weiterhin indirekt von den Auswirkungen der landesweiten Anti-Korruptionskampagne der Regierung sowie von Preisrückgängen im Zusammenhang mit Ausschreibungen beeinträchtigt. Der Bereich Biopharma verzeichnete ein exzellentes organisches Wachstum von 102 %1, das auf das Lizenzgeschäft bei mAbxience und die erfolgreiche Produkteinführung von Tyenne in Europa zurückzuführen ist. Das organische Wachstum im Bereich MedTech betrug 9 %1 aufgrund der positiven Entwicklung in den meisten Regionen und in vielen Produktgruppen.

Der Umsatz im Bereich Pharma (IV Drugs & Fluids) lag auf dem Vorjahresniveau (währungsbereinigt: 0 %, organisch: 2 %1) auf 951 Mio € (2. Quartal 2023: 952 Mio €). Das solide organische Wachstum war im Wesentlichen auf die positive Entwicklung in vielen Regionen, vor allem in Europa zurückzuführen. 

Der EBIT2 von Fresenius Kabi stieg um 17 % (währungsbereinigt: 17 %) auf 334 Mio € (2. Quartal 2023: 285 Mio €) im Wesentlichen aufgrund der guten Umsatzentwicklung, des Break-Even-Ergebnisses bei Biopharma und der kontinuierlichen Fortschritte bei den Kosteneinsparungsmaßnahmen. Die EBIT-Marge2 betrug 15,9 % (2. Quartal 2023: 14,2 %) und lag damit am oberen Ende des Ausblicks für das Geschäftsjahr 2024. 

Der EBIT2 der Wachstumsvektoren stieg um 93 % (währungsbereinigt: 47 %) auf 169 Mio € (2. Quartal 2023: 88 Mio €) aufgrund des Break-Even-Ergebnisses bei Biopharma und der guten Umsatzentwicklung. Die EBIT-Marge2 betrug 14,7 % (2. Quartal 2023: 8,3 %). 

Der EBIT2 im Bereich Pharma fiel um 10 % (währungsbereinigt: -11 %) auf 185 Mio € (2. Quartal 2023: 206 Mio €), was in erster Linie durch zusätzliche Kosten aufgrund des Produktionsbeginns in den wichtigen US-Werken in Wilson und Melrose Park zurückzuführen ist. Die EBIT-Marge2 betrug 19,5 % (2. Quartal 2023: 21,6 %). 

1 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien. 
2 Vor Sondereinflüssen

Die währungsbereinigten Wachstumsraten sind um die Hyperinflation in Argentinien bereinigt. 

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse.

Operating Company Fresenius Helios

Der Umsatz vor Sondereinflüssen stieg um 7 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 3.230 Mio € (2. Quartal 2023: 3.020 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 6 %.

Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 3 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 1.882 Mio € (2. Quartal 2023: 1.823 Mio €) im Wesentlichen dank positiver Preiseffekte sowie dem moderat ansteigenden Fallzahlenwachstum. Das organische Umsatzwachstum betrug 3 %.

Der Umsatz von Helios Spanien vor Sondereinflüssen stieg um 13 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 1.348 Mio € (2. Quartal 2023: 1.198 Mio €) bedingt durch die kalendarisch verschobene Karwoche und die damit einhergehenden höheren Fallzahlen sowie positive Preiseffekte. Das organische Wachstum betrug 11 %. Die Kliniken in Lateinamerika zeigten ebenfalls eine gute Leistung. 

Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 19 % (währungsbereinigt: 18 %) auf 357 Mio € (2. Quartal 2023: 301 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 11,1 % (2. Quartal 2023: 10,0%) aufgrund der starken operativen Entwicklung in Spanien.

Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg um 2 % auf 157 Mio € (2. Quartal 2023: 154 Mio €) was auf die solide Umsatzentwicklung zurückzuführen ist und darüber hinaus durch die staatlichen Ausgleichszahlungen für höhere Energiekosten unterstützt wurde. Die EBIT-Marge1 betrug 8,3 % (2. Quartal 2023: 8,4 %). 

Der EBIT1 von Helios Spanien stieg um 33 % (währungsbereinigt: 32 %) auf 201 Mio € (2. Quartal 2023: 151 Mio €) bedingt durch die kalendarisch verschobene Karwoche und die damit einhergehenden hohen Fallzahlen. Die EBIT-Marge1 lag bei 14,9 % (2. Quartal 2023: 12,6 %) und damit deutlich über dem Ambitionsniveau des strukturellen Margenbands. Auf der vergleichbareren Halbjahresbasis verbesserte sich die der EBIT-Marge um 30 Basispunkte auf 13,3% (1. Halbjahr 2023: 13,0 %).
 

Ausstieg Fresenius Vamed 
Mit dem 2. Quartal 2024 ist Fresenius Vamed kein Berichtssegment mehr von Fresenius. Der Vamed Geschäftsbereich High-End-Services (HES), der für Fresenius Helios und andere Krankenhäuser Dienstleistungen erbringt, wird auf Fresenius übertragen und ist bereits heute in der Segmentberichterstattung des Konzernabschlusses unter Corporate / Sonstige enthalten. 

Der Verkauf des Rehabilitationsgeschäfts sowie der Aktivitäten der Vamed in Österreich führte im zweiten Quartal 2024 zu nicht-zahlungswirksamen Sondereffekten in Höhe von 427 Mio € auf Ebene des Konzernergebnisses. 

Durch den Ausstieg aus dem Projektgeschäft werden insgesamt Sondereinflüsse im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet, die sich über mehrere Jahre strecken und überwiegend zahlungswirksam werden. Im 1. Halbjahr 2024 beliefen sich die Sondereinflüsse im Zusammenhang mit dem sukzessiven Ausstieg aus dem internationalen Projektgeschäft auf 425 Mio € auf Ebene des Konzern-EBIT und auf 343 Mio €2 auf Ebene des Konzernergebnisses. 

1 Vor Sondereinflüssen
2 Entsprechend 77 % Eigentümeranteil

Finanzzahlen und Wachstumsraten bereinigt um den Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin und der Klinikbeteiligung in Peru.

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse.. 


Konzern-Ausblick für 2024 und Ausblick Segmente1
Fresenius bestätigt seinen Gesamtjahres-Ausblick. Auf Basis des ausgezeichneten 1. Halbjahrs 2024 ist Fresenius zuversichtlich, die obere Hälfte der Wachstumsspanne beim währungsbereinigten Konzern-EBIT2,3 von 6 bis 10 % zu erreichen. Das organische Konzernumsatzwachstum3,4 im Geschäftsjahr 2024 soll zwischen 4 und 7 % liegen. 

Fresenius Kabi erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge3 soll in einer Bandbreite von 15 bis 16% liegen (strukturelles Margenband: 14 bis 17 %). 

Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum3 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge3 soll zwischen 10 % und 11 % liegen (strukturelles Margenband: 10 bis 12 %).

Der Konzern-Ausblick wird ohne Fresenius Vamed gegeben, also ausschließlich für die Operating Companies Fresenius Kabi und Fresenius Helios. 

1 Die jeweilige Vorjahresbasis ist in der Tabelle „Basis für den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024“ dargestellt
2 Basis 2023: 2.266 Mio €
3 Vor Sondereinflüssen
4 Basis 2023: 20.307 Mio €


Basis für den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024

1 Vor Sondereinflüssen

 

Wenn kein Zeitrahmen angegeben ist, beziehen sich die Informationen auf Q2/2024.

Eine Übersicht der Ergebnisse des 2. Quartals 2024 – vor und nach Sondereinflüssen – finden Sie auf unserer Website.

Die Finanzzahlen für das 2. Quartal 2024 und für das 2. Quartal 2023 beinhalten Sondereinflüsse. Diese betreffen: Desinvestitionen Eugin und Krankenhaus Peru, Vamed Ausstieg, Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Fresenius Kosten- und Effizienzprogramm, Transaktionsbezogene Aufwendungen mAbxience, Ivenix, Rechtsformwechsel-Kosten Fresenius Medical Care, Anpassungen des Bestandsportfolios, IT-Transformation, Transformation/Ausstieg Vamed, nicht fortgeführte Aktivitäten Vamed, Sondereinflüsse bei Fresenius Medical Care sowie Auswirkungen PPA Equity-Methode Fresenius Medical Care. Die in den Überleitungsrechnungen dargestellten Sondereinflüsse sind jeweils im Segment "Corporate" ausgewiesen.

Erläuterungen zur Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care
Nach der Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care werden seit dem 1. Dezember 2023 die Finanzzahlen des Konzerns gemäß IAS 28 (At Equity-Methode) dargestellt. Der Anteil in Höhe von 32 % an Fresenius Medical Care in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz des Fresenius-Konzerns wird in einer separaten Zeile ausgewiesen. Die von Fresenius Medical Care erhaltenen Dividenden werden als Teil der Kapitalflussrechnung ebenfalls separat ausgewiesen. IAS 28 verlangt eine vollständige Kaufpreisallokation (PPA). Die Bilanzierung der PPA wird als Sondereinfluss behandelt. Aus Gründen der Vereinfachung und Vergleichbarkeit wird Fresenius das Konzernergebnis künftig mit und ohne dem Equity-Ergebnis ausweisen.

Erläuterungen zur Portfoliooptimierung bei Fresenius Helios
Im Zuge der Portfoliooptimierung wurde am 31. Januar 2024 der Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin abgeschlossen. Die Veräußerung der Beteiligung am Krankenhaus Clínica Ricardo Palma in Lima, Peru und der damit verbundene Ausstieg aus dem peruanischen Krankenhausmarkt wurden am 23. April 2024 abgeschlossen. Die Ergebnisse des 2. Quartals 2024 und des 2. Quartals 2023 von Fresenius Helios und entsprechend dem Fresenius-Konzern wurden entsprechend bereinigt.

Erläuterungen zu den Wachstumsraten bei Fresenius Kabi
Die Wachstumsraten zu konstanten Wechselkursen von Fresenius Kabi sind bereinigt. Die Anpassungen betreffen die Hyperinflation in Argentinien. Entsprechend wurden auch die konstanten Wachstumsraten des Fresenius-Konzerns angepasst. 

Erläuterungen zum Vamed-Ausstieg
Aufgrund der Anwendung von IFRS 5 wurden die Vorjahreszahlen und Vorquartalszahlen des aktuellen Jahres in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Kapitalflussrechnung im Hinblick auf den angekündigten Vamed-Ausstieg angepasst. Der Vamed Geschäftsbereich High-End-Services (HES), der für Fresenius Helios und andere Krankenhäuser Dienstleistungen erbringt, wird auf Fresenius übertragen und ist in der Segmentberichterstattung des Konzernabschlusses unter Corporate / Sonstige enthalten. Details zu den finanziellen und bilanziellen Auswirkungen des Vamed-Ausstiegs und der Portfolioanpassungen bei Fresenius Helios finden Sie auf unserer Website.

 

Informationen zu den alternativen Leistungskennzahlen sind verfügbar unter www.fresenius.com/de/alternative-leistungskennzahlen.

 

 

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Fresenius hat heute seinen ersten Sustainability Highlights Report veröffentlicht. In dem Online-Bericht stellt das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsstrategie, Ambitionen und Highlights vor. Außerdem berichtet das Unternehmen erstmals über Scope-3-Emissionen und stellt dadurch volle Transparenz über die gesamte Wertschöpfung her.

  • Ausblick für 2024 von Fresenius Helios verbessert: Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und EBIT-Marge von 10 % bis 11 % erwartet
  • Ambitionslevel für Fresenius Helios innerhalb des Fresenius Financial Frameworks erhöht: Jährliches Umsatzwachstum von 4 % bis 6 % und strukturelles EBIT-Margenband von 10 % bis 12 % angestrebt
  • Systemrelevantes und stabiles Geschäft - Helios Deutschland und Quirónsalud stehen als patientenzentriertes, verlässliches und marktführendes Anbieternetzwerk für stetiges, kapitaleffizientes organisches Wachstum und kontinuierliche Cashflows
  • Digital- und Datenstrategie – Einführung neuer Tools und Technologien wie etwa Künstlicher Intelligenz in die klinische Praxis und Nutzung von Möglichkeiten, mit eigenen Daten Behandlungsergebnisse zu verbessern 
  • Werttreiber – Clusterbildung und Spezialisierung, Integration der ambulanten Versorgung sowie Notfallversorgung in Deutschland; technologiebasierte Weiterentwicklungen, Steigerung der Attraktivität für Ärzte und selektiver Netzwerkausbau in Spanien

Der Gesundheitskonzern Fresenius hat heute auf seinem Capital Markets Day in London ein Strategie-Update für seine Care Provision Plattform und einen verbesserten Ausblick für seine Operating Company Fresenius Helios vorgestellt. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet Fresenius Helios nun ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich (bisher: niedriger bis mittlerer einstelliger Prozentbereich) und strebt eine EBIT-Marge von 10 % bis 11 % an (bisher: innerhalb des strukturellen Margenbandes von 9 % bis 11 %). Darüber hinaus hat Fresenius sein Ambitionslevel für Fresenius Helios innerhalb des Fresenius Financial Frameworks angehoben und strebt nun ein jährliches Umsatzwachstum von 4 % bis 6 % (bisher: 3 % bis 5 %) sowie ein strukturelles EBIT-Margenband von 10 % bis 12 % (bisher: 9 % bis 11 %) an. Der EBIT soll stärker wachsen als der Umsatz und damit das profitable Wachstum beschleunigen. Fresenius Helios konzentriert sich weiterhin auf die Optimierung des Nettoumlaufvermögens, um die Cashflows nachhaltig zu verbessern. Die erwartete Beschleunigung des organischen Umsatzwachstums, gezielte Produktivitätsverbesserungen, steigende Profitabilität sowie eine konsequente Kapitalallokation sind die Basis für das Bestreben von Fresenius, seine Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) weiter zu verbessern sowie die Verschuldung abzubauen.

Die verbesserten Erwartungen basieren auf einem starken Start ins Geschäftsjahr 2024 sowie auf den Kernelementen und Treibern der Wachstumsstrategie von Fresenius Helios, die Fresenius heute Analysten und Investoren vorstellt. Die wichtigsten Wachstumstreiber bei Helios in Deutschland sind eine erweiterte medizinische Cluster- und Spezialisierungsstrategie, eine stärkere Integration der ambulanten Versorgung und eine Stärkung der Notfallversorgung. Bei Quirónsalud sind die Hauptwachstumstreiber technologiebasierte Weiterentwicklungen, verschiedene Initiativen zur Steigerung der Attraktivität für Ärzte sowie ein selektiver Netzwerkausbau. Fresenius Helios ist der führende private Gesundheitsdienstleister in Europa mit rund 140 Krankenhäusern und mehr als 400 ambulanten Einrichtungen unter den Marken Helios in Deutschland und Quirónsalud in Spanien und Kolumbien. 

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Als führendes therapiefokussiertes Unternehmen gestalten wir die Zukunft der Gesundheitsversorgung, die digital, datengestützt, personalisiert und menschlich sein wird. Und genau hierin liegt unsere Stärke. Wir sind nah an den Patienten. Wir sind Committed to Life. Das ist das Versprechen, das wir mit #FutureFresenius gegeben haben. Und wir sind heute ein einfacheres und stärkeres Unternehmen. Unser geschärfter Fokus auf unsere Operating Companies zahlt sich aus. Die starke und verlässliche Wachstumsdynamik unserer Care Provision Plattform stimmt uns zuversichtlich, weshalb wir den Ausblick für Fresenius Helios für das Gesamtjahr verbessern.“

Krankenhausmärkte wachsen
Die Krankenhausmärkte in Deutschland und Spanien wachsen beständig und zuverlässig. In Deutschland betrug der gesamte Krankenhausmarkt im Jahr 2023 rund 120 Milliarden Euro. Es wird erwartet, dass er bis 2027 um 3 % bis 4 % pro Jahr wachsen wird, angetrieben durch demografische Trends wie eine alternde Bevölkerung und inflationsbedingte Anpassungen der Vergütungssätze (Basisfallwerte). Darüber hinaus sieht sich Helios gut positioniert, von der in Deutschland geplanten Krankenhausreform zu profitieren, die auf eine Konzentration von Krankenhausnetzwerken, Spezialisierung und eine stärkere Integration von stationärer und ambulanter Versorgung setzt. 

In Spanien, wo es ein getrenntes öffentliches und privates Gesundheitssystem gibt, entfielen auf das private Anbietersegment etwa 20 % (21 Milliarden Euro) der Gesamtausgaben im Jahr 2023. Bis 2027 wird das private Segment voraussichtlich um jährlich 4 % bis 5 % wachsen. Dieses Wachstum ist – wie in Deutschland – ebenfalls zurückzuführen auf demografische Faktoren und Preisanpassungen. Hinzu kommt in Spanien aber auch eine zunehmende Inanspruchnahme privater Krankenversicherungen aufgrund des Drucks auf das öffentliche System, die zu einer wachsenden Nachfrage nach privaten Angeboten führt.

Robert Möller, Mitglied des Vorstands von Fresenius und CEO von Fresenius Helios, sagte: „Erstklassige medizinische Versorgung und eine hohe Qualität der Behandlungsergebnisse sind der Schlüssel zu unserem Erfolg. Wir führen in zwei stetig wachsenden und hoch attraktiven Märkten, die rund 30 Prozent der Gesamtbevölkerung in der EU repräsentieren. Das macht uns zur Nummer eins in der europäischen Gesundheitsversorgung damit sehr relevant in beiden Gesundheitssystemen. Mit unserem bewährten Fokus auf eine hohe medizinische Ergebnisqualität, eine hocheffiziente Versorgung und unsere starken digitalen und datenbezogenen Möglichkeiten sind wir in beiden Ländern gut positioniert für ein stetiges, wertsteigerndes Wachstum.“

Wachstumsstrategien für Deutschland und Spanien
In Deutschland wird Helios weiter die Strategie vorantreiben, seine Krankenhäuser in spezialisierten Clustern zu bündeln, in denen jeweils zwei bis fünf Häuser in geografischer Nähe zueinander einen Verbund bilden. Die Erfahrung zeigt, dass diese Cluster zu einer höheren medizinischen Qualität, Effizienz und Wachstum führen, indem sie medizinische und administrative Aktivitäten bündeln und besser aufeinander abstimmen sowie die Spezialisierung zwischen den Häusern fördern. Die Cluster- und Spezialisierungsstrategie passt daher auch sehr gut zu den Reformvorhaben in Deutschland. Gleiches gilt für eine stärkere Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung, die Helios mit seinem eigenen Netzwerk aus 230 ambulanten Medizinischen Versorgungszentren sowie starken Beziehungen zu externen Partnern vorantreibt. Dies ermöglicht eine nahtlose Patientenreise und eine engere Zusammenarbeit der Ärzte, die beides zu einer verbesserten Patientenerfahrung und medizinischen Ergebnisqualität führen. 

Quirónsalud konzentriert sich in Spanien auf sein Krankenhaus-Kerngeschäft und die weitere Wertschöpfung auf Basis seiner führenden Position und stabiler Krankenhausmarkt-Fundamentaldaten. Der spanische Krankenhausmarkt mit seinem wachsenden privaten Segment ist äußerst attraktiv und gibt Quirónsalud Rückenwind für ein stetiges und widerstandsfähiges Wachstum in der Zukunft. Quirónsalud wird Behandlungspfade weiter verbessern und die digitalen Möglichkeiten weiter nutzen, um Prozesse und Ergebnisse zu optimieren und die Qualität der Patientenversorgung insgesamt zu steigern. Bereits heute ist Quirónsalud mit mehr als 6 Millionen registrierten Patientenportal-Nutzern und der vollständigen Digitalisierung großer Teile der Patientenversorgung in Spanien hervorragend positioniert. Darüber hinaus wird Quirónsalud Mehrwert schaffen durch die Stärkung seines Angebots zur Gewinnung und Bindung der besten Talente auf dem Markt sowie durch den selektiven Ausbau seines Netzwerks.

Digitalisierung bereitet Weg zu höherer medizinischer Ergebnisqualität
In ihrem Streben nach höchster medizinischer Qualität legen Helios Deutschland und Quirónsalud großen Wert auf die Ergebnisqualität und deren kontinuierliche Verbesserung durch Messung an internen und externen Benchmarks. So erreicht Helios in Deutschland bei 89 % seiner Behandlungen eine bessere Qualität als der Bundesdurchschnitt und hat eine Patientenzufriedenheit von 96 %. Quirónsalud ist die erste private Krankenhausgruppe weltweit, die die JCI-Akkreditierung für ihre Versorgungsqualität erhalten hat. Die Patientenzufriedenheit bei Quirónsalud ist mit 90 % ebenfalls sehr hoch. Sowohl Helios Deutschland als auch Quirónsalud führen derzeit ein strukturiertes Benchmarking-Programm ein, um den unternehmensübergreifenden Vergleich und den Austausch von Best-Practice-Beispielen der leistungsstärksten Krankenhäuser zu intensivieren und so den Maßstab für alle Krankenhäuser der Gruppe zu setzen.

Die Nutzung medizinischer Daten, Analysen und Künstlicher Intelligenz wird zu besseren medizinischen Ergebnissen, einer personalisierten Versorgung und einer verbesserten Patientenerfahrung beitragen. Fresenius Helios will medizinische und klinische Daten systematisch nutzen, um Behandlungsqualität und -ergebnisse zu verbessern und gleichzeitig Erfahrungswerte und Effizienzgewinne erschließen, die Patienten, Mitarbeitern und der Unternehmensperformance zugutekommen. Klares Ziel ist es, dass mittelfristig alle relevanten klinischen Entscheidungen durch digitale Unterstützung unterstützt werden.  

ESG: Null CO2-Emissionen bis 2040
Fresenius Helios bekräftigt seine ehrgeizigen ESG-Ziele für alle Geschäftsaktivitäten mit klar definierter Erfolgskontrolle und Einfluss auf die Managementvergütung. Die ESG-Strategie von Fresenius Helios ist ganzheitlich auf Patienten, Menschen und die Umwelt ausgerichtet und spiegelt sich in entsprechenden Kennzahlen wider. Zu den Initiativen auf Patientenseite gehören unter anderem der „Inpatient Quality Indicator“ (Qualitätsindikator für stationäre Patienten) und die ISO-Zertifizierungen der Helios Krankenhäuser. Auf die Mitarbeiter ausgerichtete Maßnahmen sind unter anderem erfasst im People Engagement Index, in dem sich zum Beispiel Initiativen wie Mitarbeiterschulungen widerspiegeln. Im Bereich Umwelt ist es das Hauptziel von Fresenius Helios, die CO2-Emissionen bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren und bis 2040 auf null zu senken.

Webcast 
Die Präsentationen finden am 5. Juni 2024 ab 11:30 Uhr MESZ statt. Sie sind herzlich eingeladen, den Capital Markets Day in einem Live-Webcast unter https://www.fresenius.com/capital-markets-day zu verfolgen. Nach der Veranstaltung wird eine Aufzeichnung auf unserer Website verfügbar sein.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Ausgezeichneter Start ins Jahr 2024: Konzernausblick für das laufende Geschäftsjahr erhöht aufgrund des ausgezeichneten ersten Quartals sowie einer für das verbleibende Geschäftsjahr 2024 besser als ursprünglich erwarteten operativen Leistung: Konzern-Umsatzwachstum organisch 4 bis 7 %, EBIT-Wachstum währungsbereinigt 6 bis 10 %.
  • Abschluss der strategischen Portfolio-Optimierung: Strukturierter Ausstieg aus Investment Company Vamed eingeleitet. 
  • Starkes organisches Wachstum des Konzernumsatzes von 6 %1 auf 5,7 Mrd € in Q1/24; Anstieg des Konzern-EBIT um währungsbereinigt 15 % auf 633 Mio € spiegelt die hervorragende Entwicklung der Operating Companies und die schneller als geplant voranschreitenden konzernweiten Kosteneinsparungen. 
  • Ergebnis je Aktie: steigt währungsbereinigt um starke 11 %.
  • Hervorragende Entwicklung des operativen Cashflows bei Fresenius Kabi aufgrund von Effizienzsteigerungen beim Nettoumlaufvermögen; Fresenius Helios erwartet Reduzierung der ausstehenden Forderungen in Deutschland im Laufe des Jahres.
  • Fresenius Kabi mit ausgezeichnetem organischem Umsatzwachstum von 9 %1; verbesserte EBIT-Marge bei 15,1 %, insbesondere wegen guter Entwicklung des Biopharma-Geschäfts. 
  • Biopharma gewinnt an Dynamik: EBIT break-even in Q1/24 nach gutem Lizenzgeschäft bei mAbxience; Tyenne nimmt Fahrt auf.
  • Fresenius Helios mit gutem organischen Umsatzwachstum von 5 %2 ; EBIT-Marge von 11,1 % unterstützt durch staatliche Energiekostenhilfen in Deutschland und einer guten operativen Entwicklung.

 1 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien.
 2 Organische Wachstumsrate bereinigt um den Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin und der Klinikbeteiligung in Peru. 

 

Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 1. Quartal 2024.

Eine Übersicht der Ergebnisse des 1. Quartals 2024 – vor und nach Sondereinflüssen – finden Sie auf unserer Website.

Nach der Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care werden seit dem 1. Dezember 2023 die
Finanzzahlen des Konzerns gemäß IAS 28 (At Equity-Methode) dargestellt. Der Anteil in Höhe von 32 % an Fresenius Medical Care in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz des Fresenius-Konzerns wird in einer separaten Zeile ausgewiesen. Die von Fresenius Medical Care erhaltenen Dividenden werden als Teil der Kapitalflussrechnung ebenfalls separat ausgewiesen. IAS 28 verlangt eine vollständige Kaufpreisallokation (PPA). Die Bilanzierung der PPA wird als Sondereinfluss behandelt. Aus Gründen der Vereinfachung und Vergleichbarkeit wird Fresenius das Konzernergebnis künftig mit und ohne dem Equity-Ergebnis ausweisen.

Informationen zu den alternativen Leistungskennzahlen sind verfügbar unter
www.fresenius.com/de/alternative-leistungskennzahlen.

Die Finanzzahlen für das 1. Quartal 2024 und das 1. Quartal 2023 beinhalten Sondereinflüsse. Diese betreffen: Umbewertungen von bedingten Biosimilars-Kaufpreisverbindlichkeiten, Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Fresenius Kosten- und Effizienzprogramm, Aufwendungen im Zusammenhang mit den mAbxience- und Ivenix-Transaktionen, Kosten im Zusammenhang mit dem Rechtsformwechsel von Fresenius Medical Care, die Transformation von Fresenius Vamed, Anpassungen des Bestandsportfolios, Sondereinflüsse bei Fresenius Medical Care sowie Auswirkungen aus der PPA Equity-Methode Fresenius Medical Care. Die in den Überleitungsrechnungen dargestellten Sondereinflüsse sind jeweils im Segment Corporate/Sonstige ausgewiesen.

Die Wachstumsraten von Fresenius Kabi und Fresenius Helios sind bereinigt. Die Anpassungen betreffen den Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin und der Krankenhausbeteiligung in Peru bei Fresenius Helios und Helios Spanien sowie die Hyperinflation in Argentinien bei Fresenius Kabi. Entsprechend wurden auch die Wachstumsraten des Fresenius-Konzerns angepasst.

Telefonkonferenz und Audio-Webcast
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 1. Quartal 2024 findet am 8. Mai 2024 um
13:30 Uhr (CET) / 07:30 Uhr EST eine Telefonkonferenz bzw. ein Audio-Webcast statt. Die Telefonkonferenz können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung als Mitschnitt zur Verfügung.

 

 

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius: „Fresenius ist exzellent
ins Geschäftsjahr 2024 gestartet, und unser Fokus auf Fresenius Kabi und
Fresenius Helios zahlt sich aus. Wir sind zuversichtlich, unsere Wachstumsdynamik
beizubehalten, und heben den Ausblick für das Gesamtjahr an. Mit dem Ausstieg
aus der Vamed ist unser strategischer Portfolio-Umbau wie geplant abgeschlossen.
Fresenius ist durch die konsequente Umsetzung von #FutureFresenius bereits
heute ein einfacheres, stärkeres und innovativeres Unternehmen. Wir haben nun
bessere Möglichkeiten, Therapien auf Weltklasse-Niveau anzubieten und die
Gesundheit der Menschen zu verbessern.“

#FutureFresenius: Ausstieg aus Investment Company Vamed beendet
strategische Portfolio-Optimierung

Mit dem Ausstieg aus der Investment Company Vamed ist die strategische
Portfolio-Optimierung im Rahmen von #FutureFresenius abgeschlossen. Der
Ausstieg erfolgt in drei Teilen: 1) Die bereits angekündigte Veräußerung von 67 %
des Reha-Geschäfts an die Private Equity Gesellschaft PAI. Der Abschluss der
Transaktion wird in der zweiten Jahreshälfte 2024 erwartet, 2) Der Verkauf der
Vamed-Aktivitäten in Österreich an ein österreichisches Konsortium aus den
Bauunternehmen Porr und Strabag für einen Gesamtkaufpreis von 90 Mio €. 3) Der
Bereich Health Tech Engineering (HTE), der für das internationale
Projektgeschäft
verantwortlich ist und für etwa 15 % der Umsätze von Vamed
steht, wird sukzessive und geordnet zurückgefahren. Bis zum Jahr 2026 soll der
Prozess größtenteils abgeschlossen sein. Bis dahin wird das Geschäft als
Sondereffekt außerhalb des Kerngeschäfts von Fresenius ausgewiesen. Laufende
Projektverträge werden erfüllt.

Der Vamed Geschäftsbereich High-End-Services (HES), der für Fresenius Helios
und andere Krankenhäuser Dienstleistungen erbringt, wird auf Fresenius
übertragen. HES ist ein stabiles Geschäft mit guten Wachstumsaussichten und
steht für etwa 30 % der Vamed-Umsätze. Die Profitabilität von HES liegt im
mittleren einstelligen Prozentbereich.

Die Desinvestitionen des Reha-Geschäfts und der Vamed-Aktivitäten in Österreich
führen zu nicht-zahlungswirksamen Sondereinflüssen von rund 0,6 Mrd €.

Durch den Ausstieg aus dem Projektgeschäft werden Sondereinflüsse im hohen
dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet, die sich über mehrere Jahre strecken
und überwiegend zahlungswirksam sind.

Mit dem 2. Quartal 2024 wird Vamed kein Berichtssegment mehr von Fresenius
sein. Neben der Reduzierung der Komplexität wird erwartet, dass dieser Schritt die
Profitabilität des Konzerns um mehr als 50 Basispunkte verbessert. Ferner wird die
Nettoverschuldung reduziert und die Kapitalrendite (ROIC) des Konzerns erhöht.
Nicht zuletzt werden die Transparenz und Qualität der Erträge deutlich verbessert.

Nach dem Vamed-Ausstieg wird Fresenius künftig aus den beiden Operating
Companies Fresenius Kabi und Fresenius Helios (mit jeweils 100 %
Eigentümeranteil) bestehen sowie die Unternehmensbeteiligung („Investment
Company“) an Fresenius Medical Care (32 % Eigentümeranteil) halten.

Kosteneinsparungsprogramm voll im Plan
Das konzernweite Kosteneinsparungsprogramm liegt voll im Plan. Im 1. Quartal
2024 wurden rund 25 Mio € an zusätzlichen strukturellen Kosteneinsparungen auf
EBIT-Ebene von Fresenius realisiert. Um diese Einsparungen zu erzielen, fielen im
gleichen Zeitraum einmalige Kosten in Höhe von rund 15 Mio € an.

Fresenius geht davon aus, bis Ende des Jahres 2025 jährliche nachhaltige
Kosteneinsparungen in Höhe von rund 400 Mio € auf EBIT-Ebene zu erzielen.
Bislang hat das Unternehmen in Summe strukturelle Einsparungen von ~305 Mio €
erreicht. Um dieses Ziel zu erreichen, werden Einmalkosten in Höhe von rund 80
bis 100 Mio € zwischen 2024 und 2025 erwartet.

Für das Jahr 2024 werden Kosteneinsparungen in Höhe von insgesamt rund 330 bis
350 Mio € erwartet. Dies entspricht zusätzlichen Kosteneinsparungen von rund 50
bis 70 Mio € gegenüber dem Jahr 2023.

Die Programme betreffen alle Geschäftsbereiche und das Corporate Center. Die
wichtigsten Elemente zur Produktivitätsverbesserung sind weiterhin die Senkung
der Vertriebs-, Verwaltungs- und Beschaffungskosten, die weitere Umsetzung von
Digitalisierungsaktivitäten und Maßnahmen zur Optimierung von Prozessen.

 

 

Konzern Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der Konzernumsatz stieg um 4 % (währungsbereinigt um 6 %) auf 5.704 Mio €
(1. Quartal 2023: 5.546 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %1 aufgrund
der anhaltend starken Entwicklung der Operating Companies. Währungsumrechnungseffekte
hatten einen negativen Einfluss von 2 % auf das Umsatzwachstum.

Im 1. Quartal 2024 stieg der Umsatz der Operating Companies um 5 %
(währungsbereinigt: 7 %) auf 5.216 Mio € (1. Quartal 2023: 5.039 Mio €).

Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 13 % (währungsbereinigt:
13 %) auf 924 Mio € (1. Quartal 20232: 828 Mio €).

Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 15 % (währungsbereinigt:
15 %) auf 633 Mio € (1. Quartal 20232: 554 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf
die gute Ergebnisentwicklung bei den Operating Companies zurückzuführen sowie
auf den kontinuierlichen Fortschritt des konzernweiten Kosteneinsparungsprogramms.
Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 11,1 % (1. Quartal
20232: 10,0 %). Der berichtete Konzern-EBIT lag bei 559 Mio € (1. Quartal 2023:
526 Mio €).

Die Operating Companies erreichten einen EBIT-Anstieg vor Sondereinflüssen
von 9 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 631 Mio € (1. Quartal 20232: 581 Mio €) mit
einer EBIT-Marge von 12,1 % (1. Quartal 20232: 11,5 %).

1 Organische Wachstumsrate bereinigt um den Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin, der Klinikbeteiligung in Peru sowie um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

 

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen stieg auf -115 Mio € (1. Quartal 20231: -87 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Finanzierungsmaßnahmen bei höherem Zinsniveau.

Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 24,5 % (1. Quartal 20231: 24,4 %).

Das Konzernergebnis2 aus dekonsolidierten Aktivitäten der Fresenius Medical Care vor Sondereinflüssen stieg um 25 % (währungsbereinigt 33 %) auf 60 Mio € (1. Quartal 20232: 48 Mio €).

Das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen stieg um 10 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 429 Mio € (1. Quartal 20232: 389 Mio €). Der Anstieg ist auf die gute operative Entwicklung zurückzuführen, welche die höhere Zinsbelastung mehr als kompensiert.

Das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen ohne Fresenius Medical Care stieg um 8 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 369 Mio € (1. Quartal 20232: 341 Mio €).

Das berichtete Konzernergebnis2 fiel auf 278 Mio € (1. Quartal 20232: 346 Mio €). Insbesondere wirkten sich negative Effekte aus der Kaufpreisallokation und weitere negative Sondereffekte bei Fresenius Medical Care sowie die Transformation von Vamed negativ auf das Konzernergebnis2 aus.

Das Ergebnis je Aktie2 vor Sondereinflüssen stieg um 10 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 0,76 € (1. Quartal 20232: 0,69 €). Das berichtete Ergebnis je Aktiebetrug 0,49 € (1. Quartal 2023: 0,61 €).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse.

 


Konzern Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow betrug 2 Mio € (1. Quartal 2023: 32 Mio €).
Das 1. Quartal ist üblicherweise das schwächste im Jahresverlauf. Im 1. Quartal 2024 wirkte das höhere Netto-Umlaufvermögen insbesondere durch den Aufbau von temporären Forderungen im Zusammenhang mit dem Pflegebudget bei Helios Deutschland negativ. Die operative Cashflow-Marge betrug 0,0 % (1. Quartal 2023: 0,6 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten fiel auf -194 Mio € (1. Quartal 2023: -180 Mio €).
Der Free Cashflow nach Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten verbesserte sich auf -103 Mio € (1. Quartal 2023: -258 Mio €).

Der operative Cashflow von Fresenius Kabi stieg auf 157 Mio € (1. Quartal 2023: 21 Mio €), hauptsächlich aufgrund des verbesserten Managements des Netto-Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge betrug 7,7 % (1. Quartal 2023: 1,1 %).

Der operative Cashflow von Fresenius Helios fiel auf -117 Mio € (1. Quartal 2023: 108 Mio €) aufgrund des höheren Netto-Umlaufvermögens, das insbesondere durch den temporären Aufbau von Forderungen im Zusammenhang mit dem Pflegebudget in Deutschland beeinträchtigt wurde. Die Cashflow-Marge lag bei -3,7 % (1. Quartal 2023: 3,5 %).

Der operative Cashflow von Fresenius Vamed verbesserte sich auf -10 Mio € (1. Quartal 2023: -68 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug -1,8 % (1. Quartal 2023: -11,7 %).

Die Cash Conversion Rate (CCR), die das Verhältnis des adjustierten Free Cashflow1 zum EBIT vor Sondereinflüssen abbildet, lag im 1. Quartal 2024 bei 1,0 (LTM) (Q1/23: 0,9 LTM). Diese positive Entwicklung ist auf den verstärkten Fokus auf den Cashflow in der gesamten Gruppe zurückzuführen.

1 Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden; vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen
 

Konzern Verschuldung
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns gingen um 8 % zurück (währungsbereinigt: 8 %) auf 14.504 Mio € (31. Dezember 2023: 15.830 Mio €), im Wesentlichen aufgrund der Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 2 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 13.485 Mio € (31. Dezember 2023: 13.268 Mio €), was im Wesentlichen auf die Cashflow-Entwicklung bei Fresenius Helios zurückzuführen ist, die durch den temporären Forderungsaufbau im Zusammenhang mit dem Pflegebudget in Deutschland beeinträchtigt wurde.

Der Verschuldungsgrad zum 31. März 2024 lag bei 3,75x1,2 (31. Dezember 2023: 3,76x1,2) was einer weiteren Verbesserung gegenüber dem 4. Quartal 2023 entspricht und hauptsächlich auf die positive Entwicklung des EBITDA zurückzuführen ist. Gegenüber dem 1. Quartal 2023 (3,96x1,2) entspricht dies einer Verbesserung von 21 Basispunkten.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet Fresenius, dass die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA3 zum Jahresende innerhalb des selbst definierten Zielkorridors für den Verschuldungsgrad von 3,0x bis 3,5x liegen wird. Es wird erwartet, dass dies durch die Reduzierung der Nettoverschuldung und die Verbesserung der operativen Leistung der Operating Companies erreicht wird.

Der ROIC verbesserte sich im 1. Quartal 2024 auf 5,5 % (Q1/23: 5,2 %) hauptsächlich aufgrund der guten EBIT-Entwicklung. Der ROIC der Operating Companies stieg auf 5,8 % (Q1/23: 5,5%).

1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen, inklusive Leasingverbindlichkeiten; inklusive Fresenius Medical Care Dividende
2 Vor Sondereinflüssen
3 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten, inklusive Dividende der Fresenius Medical Care

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse.

 

 

Operating Company Fresenius Kabi

Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg währungsbereinigt um 9 % (berichtet: 3 %) auf 2.051 Mio € (1. Quartal 2023: 1.991 Mio €). Das berichtete Umsatzwachstum
ist beeinträchtigt durch negative Währungsumrechnungseffekte, die sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar und der Hyperinflation in Argentinien ergaben. Das organische Umsatzwachstum betrug 9 %1. Dies ist hauptsächlich auf die ausgezeichnete Geschäftsentwicklung bei Biopharma sowie bei Nutrition
zurückzuführen.

Der Umsatz im Bereich Wachstumsvektoren (MedTech, Nutrition und Biopharma) stieg um 4 % (stieg währungsbereinigt: 14 %) auf 1.089 Mio € (1. Quartal 2023: 1.051 Mio €). Das organische Wachstum lag bei ausgezeichneten 13 %. Das organische Umsatzwachstum von 8% im Bereich Nutrition ist auf die gute Entwicklung in zahlreichen internationalen Märkten zurückzuführen und profitierte von den guten Ergebnissen in den USA. Das Wachstum in China war weiterhin indirekt von den Auswirkungen der landesweiten Anti-Korruptionskampagne der Regierung sowie direkt durch die schwache Konjunktur beeinträchtigt. Der Bereich Biopharma verzeichnete ein exzellentes organisches Wachstum von 117 %, das auf erfolgreiche Produkteinführungen in Europa und den USA sowie auf Lizenzvereinbarungen zurückzuführen ist. Das organische Wachstum im Bereich MedTech betrug 1 % aufgrund der hohen Vorjahresbasis.

1 Organische Wachstumsrate bereinigt um Rechnungslegungseffekte im Zusammenhang mit der Hyperinflation in Argentinien
2 Vor Sondereinflüssen

Die Wachstumsraten sind um die Hyperinflation in Argentinien bereinigt

 


Der Umsatz im Bereich Pharma (IV Drugs & Fluids) stieg um 2% (währungsbereinigt: 4 %, organisch: 5 %) auf 962 Mio € (1. Quartal 2023: 940 Mio €). Das solide organische Wachstum war im Wesentlichen auf die positive Entwicklung in vielen Regionen eingeschlossen der USA zurückzuführen.

Der EBIT1 von Fresenius Kabi stieg um 7 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 310 Mio € (1. Quartal 2023: 289 Mio €) im Wesentlichen aufgrund der guten Umsatzentwicklung, des Break-Even-Ergebnisses bei Biopharma und der kontinuierlichen Fortschritte bei den Kosteneinsparungsmaßnahmen. Die EBITMargebetrug 15,1 % (1. Quartal 2023: 14,5 %) und lag damit innerhalb des strukturellen EBIT-Margenbandes.

Der EBIT1 der Wachstumsvektoren stieg um 29 % (währungsbereinigt: 17 %) auf 124 Mio € (1. Quartal 2023: 96 Mio €) aufgrund des Break-Even-Ergebnisses bei Biopharma und der guten Umsatzentwicklung. Die EBIT-Marge1 betrug 11,4 % (1. Quartal 2023: 9,2 %).

Der EBIT1 im Bereich Pharma stieg um 4 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 206 Mio € (1. Quartal 2023: 197 Mio €) aufgrund der hervorragend voranschreitenden Kosteneinsparungsmaßnahmen und der guten Umsatzentwicklung. Die EBIT-Marge1 betrug 21,4 % (1. Quartal 2023: 21,0 %).

1 Vor Sondereinflüssen

Die Wachstumsraten sind um die Hyperinflation in Argentinien bereinigt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse.

 


Operating Company Fresenius Helios

Der Umsatz stieg um 6 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 3.184 Mio € (1. Quartal 2023: 3.066 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 5 %.

Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 4 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 1.903 Mio € (1. Quartal 2023: 1.828 Mio €) im Wesentlichen dank der soliden Fallzahlenentwicklung und positiver Preiseffekte. Das organische Umsatzwachstum betrug 4 %.

Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 10 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 1.281 Mio € (1. Quartal 2023: 1.170 Mio €) bedingt durch die weiterhin hohe Nachfrage nach Behandlungen und positiver Preiseffekte. Das organische Wachstum betrug 7 %. Die Kliniken in Lateinamerika zeigten ebenfalls eine gute Leistung.

Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 14 % (währungsbereinigt: 14 %) auf 353 Mio € (1. Quartal 2023: 311 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 11,1 % (1. Quartal 2023: 10,1%).

Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg um 32 % auf 205 Mio € (1. Quartal 2023: 155 Mio €) insbesondere aufgrund zeitlich bedingter Effekte bei staatlichen Ausgleichszahlungen für höhere Energiekosten sowie auf die gute Umsatzentwicklung und das fortschreitende Kosteneinsparungsprogramm zurückzuführen. Die EBIT-Marge1 betrug 10,8 % (1. Quartal 2023: 8,5 %).

1 Vor Sondereinflüssen

Wachstumsraten bereinigt um den Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin und der Klinikbeteiligung in Peru

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung unter Finanzergebnisse.

 

Der EBIT1 von Helios Spanien fiel um 6 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 149 Mio € (1. Quartal 2023: 157 Mio €). Die EBIT1-Entwicklung war beeinträchtigt durch die kalendarisch verschobene Karwoche und die damit einhergehenden niedrigeren Fallzahlen und Mix-Effekte. Trotz dieses Ostereffekts lag die EBIT-Marge1 bei 11,6 % (1. Quartal 2023: 13,4 %).

Im Zuge der Portfoliooptimierung wurde am 31. Januar 2024 der Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin abgeschlossen. Die Veräußerung der Beteiligung am Krankenhaus Clínica Ricardo Palma in Lima, Peru und der damit verbundene Ausstieg aus dem peruanischen Krankenhausmarkt wurden am 23. April 2024 abgeschlossen.

 

Fresenius Vamed
Im 1. Quartal 2024 konnten weitere gute Fortschritte beim umfassenden Restrukturierungsprogramm zur Steigerung der Profitabilität von Fresenius Vamed erzielt werden, mit dem im Jahr 2023 begonnen wurde.

Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten lag im 1. Quartal 2024 bei 514 Mio €. Das organische Umsatzwachstum der fortgeführten Aktivitäten stieg um 1 % aufgrund der positiven Entwicklung des Dienstleistungsgeschäfts, das die negativen Effekte aus dem Projektgeschäfts ausgleichen konnte. Der Gesamtumsatz von Fresenius Vamed betrug 561 Mio € (1. Quartal 2023: 583 Mio €) und ging um 4 % (währungsbereinigt: -4 %) zurück.

Der EBIT1 lag bei 2 Mio € (1. Quartal 2023: -€27 Mio) was einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit war das 1. Quartal 2024 das dritte Quartal in Folge mit einem positiven EBIT. Die EBIT-Marge1 lag bei 0,4 % (1. Quartal 20231: -4,6%).

Die negativen Sondereffekte, die im Rahmen der Transformation gebucht wurden, beliefen sich auf 47 Mio € im 1. Quartal 2024, im Wesentlichen für das Einstellen von Geschäftsaktivitäten, Wertberichtigungen sowie Restrukturierungsaufwendungen. Sie sind größtenteils nicht zahlungswirksam.

1 Vor Sondereinflüssen
Wachstumsraten bereinigt um den Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin und der Klinikbeteiligung in Peru

 

 

Konzern-Ausblick für 2024 und Ausblick Segmente1
Fresenius erhöht seinen Gesamtjahres-Ausblick aufgrund des ausgezeichneten 1. Quartals sowie einer für das verbleibende Geschäftsjahr 2024 besser als ursprünglich erwarteten operativen Leistung.

Das organische Konzernumsatzwachstum2 im Geschäftsjahr 2024 soll nun zwischen 4 und 7 % liegen (zuvor: 3 und 6%). Der währungsbereinigte EBIT3,4 des Konzerns soll nun zwischen 6 und 10 % wachsen (zuvor: 4 und 8%).

Fresenius Kabi erwartet nun für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich (zuvor mittleren einstelligen Prozentbereich). Die EBIT-Marge4 soll nun in einer Bandbreite von 15 bis 16% liegen (zuvor: etwa 15 %) (strukturelles Margenband: 14 bis 17 %).

Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBITMargesoll innerhalb des strukturellen Margenbands von 9 bis 11 % liegen.

Die Anpassung des Konzern-Ausblicks reflektiert zudem, dass die Prognose nun ohne Fresenius Vamed gegeben wird, also ausschließlich für die Operating Companies Fresenius Kabi und Fresenius Helios. Nach der bereits erfolgten Ankündigung des geplanten Verkaufs des Rehabilitationsgeschäfts von Fresenius Vamed hat Fresenius seinen strukturierten Ausstieg aus seiner Investment Company Fresenius Vamed eingeleitet.

1 Die jeweilige Vorjahresbasis ist in der Tabelle „Basis für den Ausblick für das Geschäftsjahr
2024“ dargestellt
2 Basis 2023: 20.307 Mio €
3 Basis 2023: 2.266 Mio €
4 Vor Sondereinflüssen

 

 

Basis für den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024

 

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Fresenius erreicht angehobenen Ausblick für 2023. Starkes Schlussquartal mit anhaltend guter Entwicklung der Operating Companies Fresenius Kabi und Fresenius Helios sowie Fortschritten beim Turnaround der Investment Company Fresenius Vamed. 
  • Konzernausblick für 2024: Organisches Umsatzwachstum zwischen 3 und 6 % erwartet; währungsbereinigter EBIT soll zwischen 4 und 8 % steigen. 
  • Verbesserung beim Verschuldungsgrad: zum Jahresende 2024 innerhalb des Zielkorridors von 3,0x bis 3,5x erwartet.
     
  • Konzernumsatz bei 22,3 Mrd € im Geschäftsjahr 2023: Starkes organisches Wachstum des Konzernumsatzes von 6 %; Konzern-EBIT steigt währungsbereinigt um 2 % auf 2,3 Mrd €; starker operativer Cashflow auf Konzernebene in Höhe von 2,1 Mrd €.
  • Kosteneinsparungsziel auf Konzernebene in 2023 mit ~40 % deutlich übertroffen – Ziel für nachhaltige Produktivitätseinsparungen bis Ende 2025 auf ~400 Mio € angehoben (zuvor: ~350 Mio €).
     
  • Konzernumsatz steigt im 4. Quartal organisch um 5 %; Konzern-EBIT steigt währungsbereinigt um 8 %.
  • Fresenius Kabi im 4. Quartal mit hervorragendem organischen Umsatzwachstum von 7 % am oberen Ende des strukturellen Wachstumsbands und EBIT-Marge von 14,1 % innerhalb des strukturellen Margenbands.
  • Fresenius Helios im 4. Quartal mit starkem organischen Umsatzwachstum von 5 % am oberen Ende des strukturellen Wachstumsbands und ausgezeichneter EBIT-Marge von 11,6 % deutlich über dem strukturellen Margenband.
  • Transformation von Fresenius Vamed kommt gut voran; fortgesetzt operative Verbesserung mit positivem EBIT in zweitem Quartal in Folge.
  • Desinvestitionen fortgesetzt: Verkauf der Reproduktionsmedizingruppe Eugin erfolgreich im Januar 2024 abgeschlossen.
     

Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 4. Quartal 2023. 

Eine Übersicht der Ergebnisse des 4. Quartals und des Geschäftsjahres 2023 – vor und nach Sondereinflüssen – finden Sie auf unserer Website.

Nach der Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care werden ab dem 1. Dezember 2023 die Finanzzahlen des Konzerns gemäß IAS 28 (At Equity-Methode) dargestellt. Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Anwendung von IFRS 5 auf die dekonsolidierten Aktivitäten von Fresenius Medical Care angepasst.

Informationen zu den alternativen Leistungskennzahlen sind verfügbar unter www.fresenius.com/de/alternative-leistungskennzahlen

Die Finanzzahlen für das Geschäftsjahr 2023 und das Geschäftsjahr 2022 beinhalten Sondereinflüsse. Diese betreffen: Umbewertungen von bedingten Biosimilars-Kaufpreisverbindlichkeiten, Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Fresenius Kosten- und Effizienzprogramm, Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, Aufwendungen im Zusammenhang mit den mAbxience- und Ivenix-Transaktionen, Hyperinflation in der Türkei, nachträgliche Abgaben, Kosten im Zusammenhang mit dem Rechtsformwechsel von Fresenius Medical Care, die Transformation von Fresenius Vamed, An-passungen des Bestandsportfolios, Effekte aus der Bewer-tung der Beteiligung an Fresenius Medical Care gemäß IFRS 5 sowie Aufwendungen PPA Equity-Methode Fresenius Medical Care. Die in den Überleitungsrechnungen dargestellten Sondereinflüsse sind jeweils im Segment Corporate/Sonstige ausgewiesen.

 

Telefonkonferenz und Audio-Webcast
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2023 findet am 21. Februar 2024 um 13:30 Uhr (CET) / 07:30 Uhr EST eine Telefonkonferenz bzw. ein Audio-Webcast statt. Die Telefonkonferenz können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung als Mitschnitt zur Verfügung.

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius: "Im Geschäftsjahr 2023 haben wir entscheidende Weichen gestellt und Fresenius wieder auf Kurs gebracht. Mit #FutureFresenius treiben wir Verbesserungen im gesamten Unternehmen voran und schaffen Wert. Wir haben uns fokussiert, die Strukturen vereinfacht und die finanzielle Performance gestärkt. Diese Dynamik werden wir nutzen, um unsere Geschäfte weiter auszubauen und das Ergebniswachstum der Operating Companies Fresenius Kabi und Fresenius Helios zu beschleunigen. Fresenius ist einzigartig positioniert, um den steigenden Bedarf an medizinischer Versorgung zu decken und dabei Innovationen auch in den Bereichen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz zu nutzen. Wir bekräftigen damit unseren Anspruch, Advancing Patient Care voranzubringen: die Gesundheit der Menschen zu verbessern."

 

Strategische Prioritäten für 2024
Nach einem Jahr mit deutlichen strukturellen Veränderungen des Konzerns und verbesserter operativer Leistung werden sich die Prioritäten von Fresenius im Jahr 2024 auf Fortschritte in der finanziellen Entwicklung konzentrieren. Dazu gehören die Reduzierung der Verschuldung, die Umsetzung der erneut angehobenen Kosteneinsparungsziele sowie ein strikter Fokus auf Kapitaleffizienz und Rendite. Dieses Maßnahmenbündel soll zu einem beschleunigten Ergebniswachstum im Jahr 2024 und darüber hinaus führen.

Fresenius ist einzigartig positioniert, um von den Megatrends im Gesundheitswesen zu profitieren. Dazu zählen insbesondere die wachsende und alternde Bevölkerung sowie die Digitalisierung. Mit seiner führenden Position im europäischen privaten Krankenhausmarkt und einer Vielzahl ambulanter Kliniken verfügt das Unternehmen über einen einzigartigen und direkten Zugang zu 26 Millionen Patienten. Darüber hinaus ermöglichen innovative MedTech-Geräte und eine integrierte End-to-End-Biopharma-Plattform notwendige Therapien für die Zukunft. Diese starken strategischen Säulen bilden in Kombination ein äußerst robustes, ertragssteigerndes Geschäftsmodell in attraktiven Wachstumsfeldern.

Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care erfolgreich umgesetzt
Fresenius hat die Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care erfolgreich abgeschlossen. Dies war ein historischer Schritt in der Geschichte des Unternehmens und ein Meilenstein in der Umsetzung der #FutureFresenius Strategie. Die Komplexität der Konzernstruktur wurde deutlich reduziert und die Governance-Struktur vereinfacht, so dass sowohl Fresenius als auch Fresenius Medical Care nun gezielter, schneller und agiler Entscheidungen treffen können. Fresenius bleibt mit einem Anteil von unverändert 32 % größter Aktionär von Fresenius Medical Care.

Mit dem Rechtsformwechsel zum 30. November 2023 firmiert Fresenius Medical Care als Aktiengesellschaft (AG). Aufgrund der Dekonsolidierung wird die Beteiligung an Fresenius Medical Care nun nach der Equity-Methode nach IAS 28 bilanziert.

Im Rahmen der IFRS 5-Folgebewertung zum 30. September 2023 und zum 30. November 2023 sowie der Dekonsolidierung sind im Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2023 nicht-zahlungswirksame Sonderaufwendungen in Höhe von 1.115 Mio € enthalten, die auf Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfielen.

Künftig wird der Anteil in Höhe von 32 % an Fresenius Medical Care in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz des Fresenius-Konzerns in einer separaten Zeile ausgewiesen. Die von Fresenius Medical Care erhaltenen Dividenden werden als Teil der Kapitalflussrechnung ebenfalls separat ausgewiesen. 

IAS 28 verlangt eine vollständige Kaufpreisallokation (PPA) ab dem Zeitpunkt, zu dem die Beteiligung an Fresenius Medical Care als assoziiertes Unternehmen ausgewiesen wird. Die Bilanzierung der PPA wird als Sondereinfluss behandelt.

Aus Gründen der Vereinfachung und Vergleichbarkeit wird Fresenius das Konzernergebnis künftig mit und ohne dem Equity-Ergebnis ausweisen.



Transformation Fresenius Vamed kommt gut voran
Weitere gute Fortschritte konnten im 4. Quartal beim umfassenden Restrukturierungsprogramm zur Steigerung der Profitabilität von Fresenius Vamed erzielt werden, mit dem im Jahr 2023 begonnen wurde. Nach 10 Mio € im 3. Quartal hat Fresenius Vamed mit 21 Mio € im 4. Quartal (2023: -€16 Mio) zum zweiten Mal in Folge einem positiven EBIT1 ausgewiesen. Die EBIT-Marge1 lag bei 3,5 % (4. Quartal 20221: -1,3%) und bei -0,7 % im Gesamtjahr (20221: 0,8 %).

Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten lag im 4. Quartal 2023 bei 589 Mio € und war mit 5 % rückläufig, hauptsächlich aufgrund zeitlicher Verschiebungen von Vertragsabschlüssen im Projektgeschäft sowie der Anwendung strengerer Kriterien bei der Annahme von Projekten. Der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten lag im Geschäftsjahr 2023 bei 2.201 Mio €. 

Der Gesamtumsatz von Fresenius Vamed betrug 595 Mio € (4. Quartal 2022: 712 Mio €) und ging um 16 % (währungsbereinigt: -17 %) zurück. Der Rückgang ist in erster Linie auf nicht-fortgeführte Aktivitäten im Rahmen der Transformation und auf die damit verbundenen Anpassungen und zeitlichen Verschiebungen im Projektgeschäft zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023 belief sich der Gesamtumsatz von Fresenius Vamed auf 2.356 Mio € und lag damit in etwa auf dem Vorjahresniveau (2022: 2.359 Mio €).

Die negativen Sondereffekte, die im Rahmen der Transformation gebucht wurden, beliefen sich auf 113 Mio € im 4. Quartal 2023, im Wesentlichen für das Einstellen von Geschäftsaktivitäten, Wertberichtigungen sowie Restrukturierungsaufwendungen. Sie sind größtenteils nicht zahlungswirksam. Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2023 negative Sondereffekte von 554 Mio € aufgelaufen. 

Für das Jahr 2024 wird eine Fortsetzung der positiven Entwicklung erwartet. Fresenius Vamed bekräftigt seine Ziele und erwartet weiterhin ab dem Geschäftsjahr 2025 das im #FutureFresenius Financial Framework vorgegebene strukturelle EBIT-Margenband von 4 bis 6 % zu erreichen.

1 Vor Sondereinflüssen



Strukturelle Produktivitätseinsparungen für 2023 deutlich übertroffen – 2025 Ziel erhöht 
Das konzernweite Kosten- und Effizienzprogramm kommt deutlich schneller voran als geplant. Im Geschäftsjahr 2023 wurden rund 280 Mio € an strukturellen Kosteneinsparungen auf EBIT-Ebene von Fresenius realisiert. Damit wurden die ursprünglich erwarteten Einsparungen von ~200 Mio € für das Geschäftsjahr 2023 deutlich übertroffen. Um diese Einsparungen zu erzielen, fielen im gleichen Zeitraum einmalige Kosten in Höhe von rund 220 Mio € an. 

Aufgrund der hervorragenden Entwicklung der im Jahr 2023 konzernweit umgesetzten Kosten- und Effizienzmaßnahmen, hebt Fresenius sein Einsparziel zum zweiten Mal an. Fresenius geht nun davon aus, bis Ende des Jahres 2025 jährliche nachhaltige Kosteneinsparungen in Höhe von rund 400 Mio € auf EBIT-Ebene zu erzielen (bisher: rund 350 Mio €). Um das neue Ziel zu erreichen, werden Einmalkosten in Höhe von rund 80 bis 100 Mio € zwischen 2024 und 2025 erwartet. Für das Jahr 2024 werden Kosteneinsparungen in Höhe von insgesamt rund 330 bis 350 Mio € erwartet. Dies entspricht zusätzlichen Kosteneinsparungen von rund 50 bis 70 Mio € gegenüber dem Jahr 2023.

Die Programme betreffen alle Geschäftsbereiche und das Corporate Center. Die wichtigsten Elemente zur Produktivitätsverbesserung sind weiterhin Maßnahmen zur Optimierung von Prozessen, die Senkung der Vertriebs-, Verwaltungs- und Beschaffungskosten sowie weitere Umsetzung von Digitalisierungsaktivitäten. 


Konzern Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der Konzernumsatz blieb nahezu unverändert (stieg währungsbereinigt um 4 %) bei 5.678 Mio € (4. Quartal 2022: 5.670 Mio €). Das organische Wachstum betrug 5 % aufgrund der anhaltend starken Entwicklung der Operating Companies. Desinvestitionen minderten den Umsatzanstieg um 1 %. Währungs-umrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 4 % auf das Umsatzwachstum. Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Konzernumsatz um 4 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 22.299 Mio € (2022: 21.532 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Währungsumrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 2 % auf das Umsatzwachstum. 

Im 4. Quartal 2023 stieg der Umsatz der Operating Companies um 2 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 5.165 Mio € (4. Quartal 2022: 5.047 Mio €). Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich der Umsatz der Operating Companies um 4 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 20.255 Mio € (2022: 19.494 Mio €). 

Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 6 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 942 Mio € (4. Quartal 20221: 890 Mio €). Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen um 3 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 3.422 Mio € (Geschäftsjahr 20221: 3.315 Mio €). 

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt 

 

Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 13 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 634 Mio € (4. Quartal 20221: 559 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf die gute Ergebnisentwicklung bei den Operating Companies zurückzuführen sowie auf die positive EBIT-Entwicklung bei Fresenius Vamed. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 11,2 % (4. Quartal 20221: 9,9 %). Der berichtete Konzern-EBIT lag bei 85 Mio € (4. Quartal 2022: 337 Mio €). Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 3 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 2.262 Mio € (20221: 2.190 Mio €). Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 10,1 % (20221: 10,2 %). Der berichtete Konzern-EBIT lag bei 1.143 Mio € (2022: 1.812 Mio €).

Die Operating Companies erreichten einen EBIT-Anstieg vor Sondereinflüssen von 8 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 613 Mio (4. Quartal 20221: 568 Mio €) mit einer EBIT-Marge von 11,9 % (4. Quartal 20221: 11,3 %). Im Geschäftsjahr 2023 konnte der EBIT vor Sondereinflüssen der Operating Companies um 5 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 2.278 Mio € gesteigert werden (20221: 2.170 Mio €), bei einer EBIT-Marge von 11,2% (Geschäftsjahr 20221: 11,1%).

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen betrug -118 Mio € (4. Quartal 20221: -80 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Finanzierungsaktivitäten und gestiegener Zinssätze. Im Geschäftsjahr 2023 betrug das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen 
-418 Mio € (20221: -241 Mio €). 

Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 36,4 % (4. Quartal 20221: 23,2 %). Die höhere Steuerquote im 4. Quartal 2023 ist hauptsächlich auf Abschlüsse von Betriebsprüfungsverfahren sowie einer Wertberichtigung eines latenten Steueranspruchs in Deutschland zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023 lag die Steuerquote vor Sondereinflüssen bei 28,3 % (20221: 22,4 %). 

1 Vor Sondereinflüssen

 

Das Konzernergebnis1 aus dekonsolidierten Aktivitäten der Fresenius Medical Care vor Sondereinflüssen blieb unverändert (stieg währungsbereinigt um 4 %) und lag bei 83 Mio € (4. Quartal 20222: 83 Mio €). Das Konzernergebnis1 aus dekonsolidierten Aktivitäten der Fresenius Medical Care vor Sondereinflüssen fiel im Geschäftsjahr 2023 um 18 % (währungsbereinigt: -16 %) auf 243 Mio € (20222: 295 Mio €).

Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen fiel um 11 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 397 Mio € (4. Quartal 20222: 445 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen zurückzuführen auf höhere Zinsaufwendungen und eine höhere Steuerquote. Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf -614 Mio € (2022: 255 Mio €) und resultiert vor allem aus dem Bewertungseffekt von Fresenius Medical Care nach IFRS 5 in Höhe von 521 Mio € (siehe „Dekonsolidierung Fresenius Medical Care“ auf Seite 4). Der Effekt ist nicht zahlungswirksam. Ferner wirkten sich Anpassungen des Bestandsportfolios, Aufwendungen für das Kosten- und Effizienzprogramm sowie die Transformation von Vamed negativ auf das Konzernergebnis1 aus. Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen ohne Fresenius Medical Care fiel um 13 % (währungsbereinigt: -22 %) auf 314 Mio € (4. Quartal 20222: 362 Mio €). 

Im Geschäftsjahr 2023 fiel das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen um 13 % (währungsbereinigt: -14 %) auf 1.505 Mio € (20222: 1.729 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen zurückzuführen auf gestiegene Zinsaufwendungen und eine höhere Steuerquote. Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf -594 Mio € (2022: 1.372 Mio €) und war im Wesentlichen aufgrund der Bewertungseffekte von Fresenius Medical Care nach IFRS 5 in Höhe von 1.115 Mio € negativ (siehe Kapitel „Dekonsolidierung Fresenius Medical Care“ auf Seite 4). Die Effekte sind nicht-zahlungswirksam. Ferner wirkten sich Aufwendungen im Zusammenhang mit der Transformation von Fresenius Vamed, Anpassungen des Bestandsportfolios sowie Aufwendungen für das Kosten- und Effizienzprogramm negativ auf das Konzernergebnis1 aus. Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen ohne Fresenius Medical Care fiel um 12 % (währungsbereinigt: -14 %) auf 1.262 Mio € (20222: 1.434 Mio €).

Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen fiel um 11 % (währungsbereinigt: 
-17 %) auf 0,70 € (4. Quartal 20222: 0,79 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug -1,09 € (4. Quartal 2022: 0,45 €). 

Im Geschäftsjahr 2023 fiel das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen um 13 % (währungsbereinigt: -15 %) auf 2,67 € (20222: 3,08 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug -1,05 € (2022: 2,44 €). 

 

Konzern Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow stieg um 4 % auf 1.272 Mio € (4. Quartal 2022: 1.225 Mio €) aufgrund der guten Cashflow-Entwicklung in allen Unternehmensbereichen des Konzerns. Die operative Cashflow-Marge betrug 22,4 % (4. Quartal 2022: 21,6 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten stieg auf 888 Mio € (4. Quartal 2022: 822 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten stieg auf 814 Mio € (4. Quartal 2022: 742 Mio €). 

Im Geschäftsjahr 2023 stieg der operative Konzern-Cashflow um 5 % auf 2.131 Mio € (2022: 2.031 Mio €). Die operative Cashflow-Marge betrug 9,6 % (2022: 9,4 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten stieg auf 1.024 Mio € (2022: 942 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten verbesserte sich auf 115 Mio € (2022: -317 Mio €).

Der operative Cashflow von Fresenius Kabi stieg um 46 % auf 434 Mio € (4. Quartal 2022: 298 Mio €), hauptsächlich aufgrund des verbesserten Managements des Netto-Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge betrug 21,7 % (4. Quartal 2022: 14,6 %). Im Geschäftsjahr 2023 stieg der operative Cashflow um 21 % auf 1.015 Mio € (2022: 841 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 12,7 % (2022: 10,7 %). 

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen

 


Der operative Cashflow von Fresenius Helios fiel um 9% auf 867 Mio € 
(4. Quartal 2022: 956 Mio €) bedingt durch zeitliche Verschiebungen von Zahlungseingängen in Spanien und gegenüber dem sehr guten Cashflow im Vorjahr. Die Cashflow-Marge lag bei 27,2 % (4. Quartal 2022: 31,5 %). Im Geschäftsjahr 2023 fiel der operative Cashflow um 9 % auf 1.244 Mio € (2022: 1.367 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 10,1 % (2022: 11,7 %).

Der operative Cashflow von Fresenius Vamed stieg auf 36 Mio € (4. Quartal 2022: 12 Mio €), da sich zeitliche Verschiebungen bei Zahlungseingängen positiv auswirkten. Die Cashflow-Marge betrug 6,1 % (4. Quartal 2022: 1,7 %). Im Geschäftsjahr 2023 verbesserte sich der operative Cashflow auf 20 Mio € (2022: -44 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 0,8 % (2022: -1,9 %).

Die Cash Conversion Rate (CCR), die das Verhältnis des adjustierten Free Cashflow  zum EBIT vor Sondereinflüssen abbildet, betrug im Geschäftsjahr 2023 1,0 (2022: 0,9). Diese positive Entwicklung ist auf den verstärkten Fokus auf den Cashflow im gesamten Konzern zurückzuführen, insbesondere auch auf das Management der Vorräte und des Working Capitals sowie auf einen verbesserten Barmitteleingang.

 

 

Konzern Verschuldung
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 8 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 15.830 Mio € (31. Dezember 20222: 14.708 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns lagen mit 13.268 Mio € in etwa auf dem Vorjahresniveau (31. Dezember 20222: 13.307 Mio €). Währungsbereinigt verringerten sie sich um 1 %. 

Der Verschuldungsgrad zum 31. December 2023 lag bei 3,76x3,4 (31. Dezember 2022: 3,80x2,3,4). Dies entspricht einer starken Verbesserung von 27 Basispunkten gegenüber dem 3. Quartal 2023 (4,03x3,4) und ist im Wesentlichen auf die gute Cashflow-Entwicklung zurückzuführen.

1 Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden; vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen
2 Pro-forma Dekonsolidierung Fresenius Medical Care
3 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen, inklusive Leasingverbindlichkeiten; inklusive Fresenius Medical Care Dividende
4 Vor Sondereinflüssen

 

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet Fresenius, dass die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA1  zum Jahresende 2024 innerhalb des selbst definierten Zielkorridors für den Verschuldungsgrad von 3,0x bis 3,5x liegen wird. 
Es wird erwartet, dass dies durch die Reduzierung der Nettoverschuldung und die Verbesserung der operativen Leistung der Operating Companies erreicht wird. 

In dieser Annahme sind weitere potenzielle Desinvestitionen nicht enthalten. Berücksichtigt ist jedoch die Tatsache, dass Fresenius im Jahr 2023 aufgrund gesetzlicher Restriktionen infolge der Inanspruchnahme von im Krankenhausfinanzierungs-gesetz vorgesehenen staatlichen Ausgleichs- und Erstattungszahlungen für gestiegene Energiekosten der Hauptversammlung 2024 nicht vorgeschlagen wird, für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende auszuschütten. Unbenommen der rechtlich bedingten Aussetzung der Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2023 hält Fresenius für die Zukunft an seiner progressiven Dividendenpolitik fest und strebt weiterhin an, die Dividende im Einklang mit dem währungsbereinigten Wachstum des Ergebnisses je Aktie vor Sondereinflüssen zu erhöhen oder mindestens auf dem Niveau des Vorjahres zu halten.

Der ROIC lag im Geschäftsjahr 2023 bei 5,2 % (2022: 5,6 %) hauptsächlich aufgrund der höheren Steuerquote. Der ROIC der Operating Companies lag bei 5,6 %. 

1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; 
Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen/
-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten, inklusive Dividende der Fresenius Medical Care

 


Operating Company Fresenius Kabi

 

Der Umsatz von Fresenius Kabi ging bedingt durch negative Währungsum-rechnungseffekte, die sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar und der Hyperinflation in Argentinien ergaben, um 2 % zurück (stieg währungsbereinigt: 9 %) auf 1.996 Mio € (4. Quartal 2022: 2.036 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 7 %1. Dieses gute Ergebnis ist hauptsächlich auf die starke Geschäftsentwicklung aller Wachstumsvektoren zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Umsatz von Fresenius Kabi um 2 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 8.009 Mio € (2022: 7.850 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 7 %1

Der Umsatz im Bereich Wachstumsvektoren (MedTech, Nutrition und Biopharma) fiel aufgrund von negativen Währungsumrechnungseffekten um 3 % (stieg währungsbereinigt: 14 %) auf 997 Mio € (4. Quartal 2022: 1.026 Mio €). Das organische Wachstum lag bei ausgezeichneten 11 %. Das organische Umsatzwachstum von 6% im Bereich Nutrition ist im Wesentlichen auf die gute Entwicklung in den USA und Lateinamerika zurückzuführen. Das Wachstum in China war hingegen durch die indirekten Auswirkungen der landesweiten Anti-Korruptionskampagne der Regierung beeinträchtigt. Der Bereich Biopharma verzeichnete ein sehr starkes organisches Wachstum von 66 %, das auf erfolgreiche Produkteinführungen in Europa und den USA sowie auf Lizenzvereinbarungen zurückzuführen ist. Das organische Wachstum im Bereich MedTech betrug 8 % aufgrund der positiven Entwicklung in den meisten Regionen und in vielen Produktgruppen. 

1 Um die zugrunde liegende Geschäftsentwicklung zu zeigen, wurde die Definition des organischen Wachstums angepasst, um die erheblichen Inflationsauswirkungen in Argentinien vollständig auszuschließen. Nach der bisherigen Methode wären die Werte für das organische Wachstum bei Fresenius Kabi wie folgt gewesen:
Q1: 7 %, Q2: 8 %, Q3:7 %, Q4: 14 % und 2023: 9 %.
2 Vor Sondereinflüssen

 

 

Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Umsatz der Wachstumsvektoren um 4 % (währungsbereinigt: 14 %, organisch: 10 %) auf 4.177 Mio € (2022: 4.005 Mio €).

Der Umsatz im Bereich Pharma (IV Drugs & Fluids) sank um 1 % (stieg währungsbereinigt: 3 %, organisch: 3 %) auf 1.000 Mio € (4. Quartal 2022: 1.010 Mio €). Das solide organische Wachstum war im Wesentlichen auf eine positive Entwicklung in vielen Regionen zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2023 blieb der Umsatz im Bereich Pharma in etwa stabil (stieg währungsbereinigt: 3 %; organisch: 3 %) bei 3.832 Mio € (2022: 3.845 Mio €). 

Der EBIT1 von Fresenius Kabi stieg um 19 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 282 Mio € (4. Quartal 2022: 236 Mio €) aufgrund der ausgezeichneten Umsatzentwicklung und der hervorragend voranschreitenden Kosteneinsparungsinitiativen. Die EBIT-Marge1 betrug 14,1 % (4. Quartal 2022: 11,6 %) und lag damit innerhalb des strukturellen EBIT-Margenbandes. Im Geschäftsjahr 2023 stieg der EBIT1 um 6 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 1.145 Mio € (2022: 1.080 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 14,3 % (2022: 13,8 %).

Der EBIT1 der Wachstumsvektoren stieg um 69 % (währungsbereinigt: 12 %) auf 102 Mio € (4. Quartal 2022: 60 Mio €) aufgrund der ausgezeichneten Umsatzentwicklung und der hervorragend voranschreitenden Kosteneinsparungsinitiativen. Die EBIT-Marge1 betrug 10,2 % (4. Quartal 2022: 5,9 %). Im Geschäftsjahr 2023 stieg der EBIT1 der Wachstumsvektoren um 15 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 390 Mio € (2022: 339 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 9,3 % (2022: 8,5 %). 

Der EBIT1 im Bereich Pharma blieb nahezu stabil (stieg währungsbereinigt: 2 %) auf 189 Mio € (4. Quartal 2022: 190 Mio €) aufgrund der robusten Umsatzentwicklung und der hervorragend voranschreitenden Kosteneinsparungsinitiativen. Die EBIT-Marge1 betrug 18,9 % (4. Quartal 2022: 18,8 %). Im Geschäftsjahr 2023 stieg der EBIT1 im Bereich Pharma um 3 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 792 Mio € (2022: 769 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 20,7 % (2022: 20,0 %). 


Operating Company Fresenius Helios

Der Umsatz stieg um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 3.188 Mio € (4. Quartal 2022: 3.031 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 5 %. Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Umsatz um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 12.320 Mio € (2022: 11.716 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 5 %.
Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 5 % (organisch: 5 %) auf 1.828 Mio € (4. Quartal 2022: 1.749 Mio €) im Wesentlichen dank der soliden Fallzahlenentwicklung. Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Umsatz von Helios Deutschland um 4 % (organisch: 4 %) auf 7.279 Mio € (2022: 7.021 Mio €).

Der Umsatz von Helios Spanien stieg trotz des bereits starken Vorjahresquartals um 6 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 1.289 Mio € (4. Quartal 2022: 1.214 Mio €) bedingt durch die weiterhin hohe Nachfrage nach Behandlungen. Die Kliniken in Lateinamerika zeigten ebenfalls eine gute Leistung. Das organische Wachstum betrug 5 %. Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 7 % (währungsbereinigt: 8 %, organisch: 8 %) auf 4.770 Mio € (2022: 4.441 Mio €).

Der Umsatz von Helios Fertility stieg um 8 % (währungsbereinigt: 17 %) auf 71 Mio € (4. Quartal 2022: 66 Mio €) aufgrund positiver Preis- und Behandlungsmixeffekte sowie der positiven Entwicklung bei den Behandlungen, insbesondere in den USA. Das organische Wachstum betrug 22 %. Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Umsatz von Helios Fertility um 8 % (währungsbereinigt: 14 %) auf 269 Mio € (2022: 250 Mio €).

Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 371 Mio € (4. Quartal 2022: 354 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 11,6 % (4. Quartal 2022: 11.7%). Im Geschäftsjahr 2023 stieg der EBIT1 von Fresenius Helios um 4 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 1.232 Mio € (2022: 1.185 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,0 % (2022: 10,1 %).

Der EBIT1 von Helios Deutschland sank um 6 % auf 164 Mio € (4. Quartal 2022: 174 Mio €) insbesondere aufgrund der hohen Vorjahresbasis. Das Vorjahresquartal enthielt keine nennenswerten negativen Inflationseffekte, die das 4. Quartal 2023 hingegen deutlich belasteten. Dies konnte trotz der guten Umsatzentwicklung und des gut voranschreitenden Kosteneinsparungsprogramms sowie der staatlichen Energiekostenhilfen nicht vollständig kompensiert werden. Die EBIT-Marge1 betrug 9,0 % (4. Quartal 2022: 9,9 %). Im Geschäftsjahr 2023 stieg der EBIT1 von Helios Deutschland um 1 % auf 630 Mio € (2022: 623 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 8,7 % (2022: 8,9 %).

Der EBIT1 von Helios Spanien stieg um 9 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 188 Mio € (4. Quartal 2022: 172 Mio €) aufgrund der sehr guten Umsatzentwicklung und dem gut voranschreitenden Kosteneinsparungsprogramm. Die EBIT-Marge1 betrug 14,6 % (4. Quartal 2022: 14,2 %). Im Geschäftsjahr 2023 stieg der EBIT1 von Helios Spanien um 4 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 580 Mio € (2022: 556 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 12,2 % (2022: 12,5 %). 

Der EBIT1 von Helios Fertility betrug 10 Mio € (4. Quartal 2022: 6 Mio €): Die EBIT-Marge1 lag bei 14,1 % (4. Quartal 2022: 9,1 %). Im Geschäftsjahr 2023 betrug der EBIT1 von Helios Fertility 26 Mio € (2022: 21 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 9,7 % (2022: 8,4 %). 

Weitere Meilensteine bei der Umsetzung von #FutureFresenius waren die Veräußerung der Reproduktionsmedizingruppe Eugin-Gruppe (Helios Fertility) und der Verkauf der Beteiligung am Krankenhaus Clínica Ricardo Palma in Lima, Peru. Beide Transaktionen verfolgen das Ziel, Fresenius‘ Struktur zu vereinfachen, sich stärker zu fokussieren und die Performance zu beschleunigten, und stehen im Einklang mit der Ankündigung des Unternehmens, sich von bestimmten Geschäften zu trennen. Zudem tragen die Verkaufserlöse zur finanziellen Flexibilität von Fresenius bei. Der Verkauf von Eugin wurde am 31. Januar 2024 erfolgreich abgeschlossen. Im Jahr 2022 erzielte Eugin einen Umsatz von 227 Mio €. Den Abschluss des Verkaufs der Beteiligung in Peru soll im im ersten Quartal 2024 erfolgen.

1 Vor Sondereinflüssen


 

Konzern-Ausblick für 2024 und Ausblick Segmente1   
Fresenius erwartet für das Geschäftsjahr 2024, dass sich die allgemeine Kosteninflation auf leicht niedrigerem Niveau fortsetzen wird und die aktuellen geopolitischen Spannungen anhalten. Ferner erwartet Fresenius, dass sich die Zinsen auf einem ähnlichen Niveau wie im Jahr 2023 bewegen werden. Unbenommen dessen, beurteilt der Vorstand die Geschäftsaussichten für den Konzern als positiv und erwartet ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024.

Das organische Konzernumsatzwachstum soll im Geschäftsjahr 2024 zwischen 
3 und 6 % liegen. Der währungsbereinigte EBIT2 des Konzerns soll zwischen 
4 und 8 % wachsen. 

Fresenius Kabi erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge2 soll in etwa bei 15 % liegen (strukturelles Margenband: 14 bis 17 %). Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge2 soll innerhalb des strukturellen Margenbands von 9 bis 11 % liegen. Fresenius Vamed erwartet für das Geschäftsjahr 2024 ein organisches Umsatzwachstum (Fortgeführte Aktivitäten) im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge2 soll um 1 bis 2 Prozentpunkte unterhalb strukturellen Margenbands von 4 bis 6 % liegen.

Basis für den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024

1 Die jeweilige Vorjahresbasis ist in der Tabelle „Basis für den Ausblick für das Geschäftsjahr 2024“ dargestellt
2 Vor Sondereinflüssen

 

 

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Anwendung von IFRS 5: Fresenius-Konzern präsentiert erstmals Finanzkennzahlen ohne Fresenius Medical Care
  • Ausgezeichneter Anstieg des währungsbereinigten Konzernumsatzes um 6 % auf 5,5 Mrd € aufgrund guter Performance der Operating Companies und Fresenius Vamed
  • Konzern-EBIT steigt währungsbereinigt um 10 % nach starker Entwicklung der Operating Companies; Fresenius Vamed mit Fortschritten im operativen Geschäft 
  • Fresenius Kabi mit starkem organischen Umsatzwachstum von 7 % und damit am obersten Ende des strukturellen Wachstumsbands; EBIT-Marge bei 14,3 % innerhalb des strukturellen Margenbands 
  • Fresenius Helios mit starkem organischen Umsatzwachstum von 5 % am oberen Ende des strukturellen Wachstumsbandes trotz bekannten Sommereffekts in Spanien
  • Transformationsprozess bei Fresenius Vamed kommt gut voran 
  • Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care im Dezember 2023 erwartet
  • Fortschritt bei geplanten Veräußerungen: Ausstieg aus Krankenhausgeschäft in Peru
  • Einsparungsziel für Gesamtjahr 2023-von ~200 Mio € ohne Fresenius Medical Care bereits in den ersten neun Monaten erreicht 
  • Konzern- Umsatzausblick bestätigt, operativer Ergebnisausblick verbessert
     

Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 3. Quartal 2023. 

Die Darstellung der Finanzkennzahlen erfolgt gemäß IFRS 5 exklusive Fresenius Medical Care. Ausgenommen hiervon ist das Konzernergebnis sowie das Ergebnis je Aktie. In der Bilanz sowie in der Kapitalflussrechnung erfolgt der Ausweis der Fresenius Medical Care als gesonderte Angabe.

 1 Vor Sondereinflüssen
 2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt 

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius: "Fresenius hat ein hervorragendes 3. Quartal 2023 geliefert. Wir haben in allen Bereichen unseres Programms #FutureFresenius Fortschritte gemacht, unter anderem bei der Vereinfachung unserer Unternehmensstruktur, und liegen mit unseren Kosteneinsparungen deutlich über unseren Zielen für das Gesamtjahr 2023. Gleichzeitig kommen wir mit der Veräußerung von Nicht-Kerngeschäften voran. Die Fokussierung auf unsere beiden operativen Gesellschaften Kabi und Helios zahlt sich mit einer starken Umsatz- und Gewinnentwicklung aus. Beide Unternehmen haben wiederum wichtige Innovationen, neue Produkte und starke Partnerschaften zur Verbesserung der Patientenversorgung auf den Weg gebracht. Und das findet auch über die Branche hinaus große Anerkennung. Angesichts unserer starken Leistung in den ersten drei Quartalen des Jahres verbessern wir unsere operative Ergebnisprognose für 2023 und erwarten nunmehr, dass das währungsbereinigte Konzern-EBIT gegenüber dem Vorjahr in etwa stabil bleibt. Mit diesem Schwung werden wir weiterhin Vertrauen aufbauen, konsistente Leistungen erbringen und uns auf unser Ziel konzentrieren: Die Gesundheit der Menschen zu verbessern."

Neue Darstellung der Finanzinformationen
Bedingt durch die Zustimmung für den Rechtsformwechsel auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Juli 2023 wird Fresenius Medical Care im 3. Quartal 2023 erstmals als separater Posten im Abschluss des Fresenius-Konzerns dargestellt. Fresenius Medical Care wird nun gemäß IFRS 5 als "Zur Dekonsolidierung vorgesehenen Aktivitäten" klassifiziert und in einer separaten Zeile in der Fresenius-Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und der Kapitalflussrechnung berichtet.
Die Vorgaben von IFRS 5 erfordern die Bewertung von Fresenius Medical Care zum Marktwert. Zum 30. September 2023 lag die Marktkapitalisierung mit rund 12 Mrd € unter dem bilanziellen Eigenkapital der Anteilseigner der Fresenius Medical Care von rund 14 Mrd €. Daraus ergibt sich ein Bewertungseffekt in Höhe von 2 Mrd €, der in Höhe von ~0,6 Mrd € auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt. Dieser Bewertungseffekt wird als Sondereinfluss ausgewiesen und ist nicht zahlungswirksam.

Vereinfachung der Gruppenstruktur schreitet voran: Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care
Der Prozess der Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care verläuft nach Plan. Das zuständige Oberlandesgericht Bamberg hat dem Freigabeantrag, den Fresenius Medical Care mit Blick auf die gegen den Rechtsformwechsel in eine Aktiengesellschaft erhobenen Klagen gestellt hatte, vollumfänglich stattgegeben. Damit kann der Rechtsformwechsel in das Handelsregister eingetragen werden. Fresenius erwartet, dass die Dekonsolisierung im Dezember 2023 wirksam wird. Ab diesem Zeitpunkt wird Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA als Fresenius Medical Care AG auftreten.

Fokussierung vorangetrieben: Ausstieg aus peruanischem Krankenhausmarkt 
Fresenius veräußert seine 70-prozentige Beteiligung an IDCQ CRP, einer Beteiligungsgesellschaft des Krankenhauses Clínica Ricardo Palma in Lima, Peru. Käufer sind Gesellschaften der Familie Verme, die bereits am Krankenhaus beteiligt sind, sowie andere lokale Investoren. Der Ausstieg aus dem peruanischen Krankenhausmarkt ist ein weiterer Schritt zur Stärkung von #FutureFresenius und steht im Einklang mit der Ankündigung des Unternehmens am Beginn des Jahres, sich von bestimmten Geschäften zu trennen. Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Prüfung erwartet Fresenius den Vollzug der Transaktion im ersten Quartal 2024.

Transformation Fresenius Vamed
Im 3. Quartal 2023 konnten gute Fortschritte bei der Transformation von Fresenius Vamed erzielt werden. Das Unternehmen unterzieht seine Geschäftsaktivitäten einer umfassenden strategischen Analyse und hat ein tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm eingeleitet zur Steigerung der Profitabilität. Mit einem positiven EBIT von 10 Mio € (Q2/23: -20 Mio €) liegt Fresenius Vamed über dem ursprünglich erwarteten Ziel für das 3. Quartal 2023. Zu dieser erfreulichen Entwicklung trugen insbesondere die Bereiche High-End-Services (HES) und Health Facility Operations (HFO) bei. Für Q4/23 wird eine weitere solide Entwicklung erwartet.

Im 3. Quartal 2023 wurden negative Sondereffekte in Höhe von 109 Mio € im Wesentlichen für das Einstellen von Geschäftsaktivitäten, Wertberichtigungen sowie Restrukturierungsaufwendungen gebucht. Diese sind größtenteils nicht zahlungswirksam. Insgesamt sind im 1.-3. Quartal 2023 negative Sondereffekte von 441 Mio € aufgelaufen. 

Ab dem Geschäftsjahr 2025 soll Fresenius Vamed wieder das im #FutureFresenius Financial Framework vorgegebene strukturelle EBIT-Margenband von 4 bis 6 % erreichen.

Strukturelle Produktivitätsverbesserungen für 2023 deutlich schneller erreicht als ursprünglich geplant
Das konzernweite Kosten- und Effizienzprogramm kommt gut voran. Im 1.-3. Quartal 2023 wurden rund 200 Mio € an strukturellen Kosteneinsparungen auf EBIT-Ebene von Fresenius realisiert. Damit sind alle für 2023 geplanten Einsparungen bereits erzielt. Im gleichen Zeitraum wurden insgesamt rund 90 Mio € aufgewendet, um die Einsparungen zu erzielen. Dies liegt deutlich unter dem, was das Unternehmen ursprünglich veranschlagt hatte und Ausweis für das enge Controlling der Einmalkosten.

Auf Konzernebene inklusive Fresenius Medical Care beliefen sich die Kosteneinsparungen auf rund 430 Mio €. Im gleichen Zeitraum wurden insgesamt rund 190 Mio € aufgewendet, um die Einsparungen zu erzielen. 

Konzernergebnisausblick für 2023 verbessert
Basierend auf der fortgesetzt guten Entwicklung der Operating Companies, verbessert Fresenius seinen Konzernergebnisausblick. Das Unternehmen erwartet nunmehr, dass der währungsbereinigte Konzern-EBIT1 in etwa stabil gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 bleibt. Zuvor war erwartet worden, dass der währungsbereinigte EBIT1 in etwa stabil bleibt oder im bis zu mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgeht. Der Konzernumsatz2 soll im Geschäftsjahr 2023 weiterhin organisch im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. 

Fresenius rechnet damit, dass die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA3 ohne Fresenius Medical Care zum Jahresende 2023 unter 4,0x liegen wird und sich damit von 4,03x4 (30. September 2023) weiter verbessern wird (31. Dezember 2022: 3,80x4). In dieser Annahme sind potenzielle Desinvestitionen nicht enthalten. Der selbst definierte Zielkorridor für den Verschuldungsgrad liegt unverändert bei 3,0x bis 3,5x. 

Erwartungen zu Einflüssen auf das Geschäftsjahr 2023
Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahr 2023 geht Fresenius von keinen weiteren Verschärfungen der geopolitischen Spannungen aus. Fresenius erwartet darüber hinaus, dass die gestiegene Kosteninflation weiterhin Auswirkungen auf das Geschäft haben wird. Mögliche Auswirkungen des weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds auf Geschäftsentwicklung und Bilanz wird Fresenius weiterhin genau beobachten. Alle diese Annahmen sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

 1 Basis 2022: 2.190 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen
 2 Basis 2022: 21.532 Mio €
 3 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten, inklusive Dividende der Fresenius Medical Care
 4 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten, inklusive Fresenius Medical Care Dividende
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 24 im PDF-Dokument.

6 % Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz
Der Konzernumsatz stieg um 2 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 5.518 Mio € (3. Quartal 2022: 5.386 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 0 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten insgesamt einen negativen Einfluss von 4 % auf das Umsatzwachstum. Der Umsatz der Operating Companies erhöhte sich um 1 % (währungsbereinigt: 5 %). 

Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Konzernumsatz um 5 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 16.621 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 15.862 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten insgesamt einen negativen Einfluss von 2 % auf das Umsatzwachstum. Der Umsatz der Operating Companies erhöhte sich um 4 % (währungsbereinigt: 7 %). 

10 % Anstieg beim währungsbereinigten EBIT   
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 9 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 821 Mio € (3. Quartal 20221: 755 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 661 Mio € (3. Quartal 2022: 691 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen um 2 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 2.480 Mio € (1.-3. Quartal 20221: 2.425 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.923 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 2.296 Mio €).

Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 8 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 519 Mio € (3. Quartal 20221: 480 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf die positive Ergebnisentwicklung bei den Operating Companies zurückzuführen. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 9,4 % (3. Quartal 20221: 8,9 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 346 Mio € (3. Quartal 2022: 416 Mio €). Die Operating Companies erreichten einen EBIT-Anstieg um 8 % (währungsbereinigt: 10 %) und eine EBIT-Marge von 10,3 %.

 1 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 24 im PDF-Dokument.

Im 1.-3. Quartal 2023 blieb der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen nahezu unverändert (währungsbereinigt: 0 %) bei 1.628 Mio € (1.-3. Quartal 20221: 1.631 Mio €). Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 9,8 % (1.-3. Quartal 20221: 10,3 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 1.058 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 1.475 Mio €). 

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen lag bei -109 Mio € (3. Quartal 20221: -67 Mio €), im Wesentlichen aufgrund von Refinanzierungsaktivitäten im Umfeld gestiegener Zinsen. Das berichtete Zinsergebnis lag bei -100 Mio € (3. Quartal 2022: -67 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2023 lag das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen bei -300 Mio € (1.-3. Quartal 20221: -161 Mio €). Das berichtete Zinsergebnis lag bei -291 Mio € (1.-3. Quartal 2022: -160 Mio €).

Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 24,1 % (3. Quartal 20221: 22,5 %). Die berichtete Steuerquote betrug 37,0 % (3. Quartal 2022: 23,5 %). Der Grund für die höhere Steuerquote im 3. Quartal 2023 basiert im Wesentlichen auf dem negativen Ergebnis von Fresenius Vamed für das keine aktiven latenten Steuern gebildet werden konnten. Im 1.-3. Quartal 2023 lag die Steuerquote vor Sondereinflüssen bei 25,2 % (1.-3. Quartal 20221: 22,2 %). Die berichtete Steuerquote betrug 40,7 % (1.-3. Quartal 2022: 23,0 %). Der Grund für die höhere Steuerquote basiert ebenfalls im Wesentlichen auf dem negativen Ergebnis von Fresenius Vamed für das keine aktiven latenten Steuern gebildet werden konnten.

Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn/Verlust vor Sondereinflüssen lag bei -22 Mio € (3. Quartal 20221: -24 Mio €). Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn/Verlust lag bei 6 Mio € (3. Quartal 2022: -21 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2023 lag der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn/Verlust vor Sondereinflüssen lag bei -46 Mio € (1.-3. Quartal 20221: -72 Mio €). Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn/Verlust lag bei 59 Mio € (1.-3. Quartal 2022: -68 Mio €).

Das Ergebnis2 der zur Dekonsolidierung vorgesehenen Aktivitäten fiel um 27 % (währungsbereinigt: -24 %) auf 55 Mio € (3. Quartal 20222: 75 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2023 fiel das Ergebnis2 der zur Dekonsolidierung vorgesehenen Aktivitäten um 25 % (währungsbereinigt: -24 %) auf 160 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 212 Mio €).

 1 Vor Sondereinflüssen
 2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen fiel um 7 % (währungsbereinigt: -5 %) auf 344 Mio € (3. Quartal 20222: 371 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen zurückzuführen auf gestiegene Zinskosten und eine höhere Steuerquote sowie dem geringeren Ergebnisbeitrag der zur Dekonsolidierung vorgesehenen Aktivitäten (Fresenius Medical Care). Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf -406 Mio € (3. Quartal 2022: 321 Mio €). Das negative Konzernergebnis resultiert aus dem Bewertungseffekt von Fresenius Medical Care nach IFRS 5 in Höhe von 594 Mio €. Der Effekt ist nicht-zahlungswirksam. 
Im 1.-3. Quartal 2023 fiel das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen um 14 % (währungsbereinigt: -13 %) auf 1.108 Mio € (1.-3. Quartal 20222: 1.284 Mio €). Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf 20 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 1.117 Mio €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Bewertungseffekt von Fresenius Medical Care nach IFRS 5 in Höhe von 594 Mio €. Der Effekt ist nicht-zahlungswirksam.

Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen fiel um 8 % (währungsbereinigt: -6 %) auf 0,61 € (3. Quartal 20222: 0,66 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug -0,72 € (3. Quartal 2022: 0,57 €). Das negative Konzernergebnis resultiert aus dem Bewertungseffekt von Fresenius Medical Care nach IFRS 5 in Höhe von 594 Mio €. Der Effekt ist nicht-zahlungswirksam. Im 1.-3. Quartal 2023 fiel das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen um 14 % (währungsbereinigt: -14 %) auf 1,97 € (1.-3. Quartal 20222: 2,29 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,04 € (1.-3. Quartal 2022: 1,99 €). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert aus dem Bewertungseffekt von Fresenius Medical Care nach IFRS 5 in Höhe von 594 Mio €. Der Effekt ist nicht-zahlungswirksam.

 1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
 2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 24 im PDF-Dokument.

Investitionen 
Fresenius investierte 274 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 5 % des Konzernumsatzes (3. Quartal 2022: 255 Mio €; 5 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Produktionsstätten sowie in Krankenhäuser.

Im 1.-3. Quartal 2023 investierte Fresenius 725 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Konzernumsatzes (1.-3. Quartal 2022: 678 Mio €; 4 % des Konzernumsatzes). 

Das Akquisitionsvolumen betrug 179 Mio € (3. Quartal 2022: 516 Mio €) und entfiel im Wesentlichen auf Meilensteinzahlungen im Zusammenhang mit dem Biosimilars-Geschäft durch Fresenius Kabi. Im 1.-3. Quartal 2023 betrug das Akquisitionsvolumen 197 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 819 Mio €).

Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow stieg auf 648 Mio € (3. Quartal 2022: 598 Mio €) aufgrund der guten Cashflow-Entwicklung bei Fresenius Kabi. Die operative Cashflow-Marge betrug 11,7 % (3. Quartal 2022: 11,1 %). Der operative Cashflow der zur Dekonsolidierung vorgesehenen Aktivitäten stieg auf 760 Mio € (3. Quartal 2022: 658 Mio €). Der Free Cashflow vor Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten blieb in etwa stabil bei 376 Mio € (3. Quartal 2022: 375 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten stieg auf 121 Mio € (3. Quartal 2022: -155 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten der zur Dekonsolidierung vorgesehenen Aktivitäten stieg auf 358 Mio € (3. Quartal 2022: 301 Mio €). 

Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der operative Konzern-Cashflow auf 859 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 806 Mio €). Die operative Cashflow-Marge betrug 5,2 % (1.-3. Quartal 2022: 5,1 %). Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der operative Cashflow der zur Dekonsolidierung vorgesehenen Aktivitäten auf 1.910 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 1.568 Mio €). Der Free Cashflow vor Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten stieg auf 136 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 120 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten verbesserte sich auf -699 Mio € (1.-3. Quartal 2022: -1.059 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen, Dividenden und Leasingverbindlichkeiten der zur Dekonsolidierung vorgesehenen Aktivitäten stieg auf 396 Mio € (1.-3. Quartal 2022: -63 Mio €). 

Die Cash Conversion Rate (CCR), die das Verhältnis des adjustierten Free Cashflow1 zum EBIT vor Sondereinflüssen abbildet, betrug im 1.-3. Quartal 2023 0,9 (LTM).

 1 Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden; vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen

Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns inklusive Fresenius Medical Care fiel um 1 % (währungsbereinigt: -1 %) auf 75.328 Mio € (31. Dezember 2022: 76.400 Mio €). 

Zur Dekonsolidierung vorgesehene Vermögenswerte der Fresenius Medical Care gemäß IFRS 5 beliefen sich auf 33.520 Mio € (31. Dezember 2022: n.v.). Zur Dekonsolidierung vorgesehene Verbindlichkeiten der Fresenius Medical Care gemäß IFRS 5 beliefen sich auf 20.111 Mio € (31. Dezember 2022: n.v.).

Das Eigenkapital inklusive Fresenius Medical Care fiel um 6 % (währungsbereinigt: -6 %) auf 30.282 Mio € (31. Dezember 2022: 32.218 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 40,2 % (31. Dezember 2022: 42,2 %). 

Die Finanzverbindlichkeiten1 des Konzerns stiegen um 3 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 15.116 Mio € (31. Dezember 2022: 14.708 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten1 des Konzerns stiegen um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 14.021 Mio € (31. Dezember 2022: 13.307 Mio €).

Der Verschuldungsgrad zum 30. September 2023 lag bei 4,03x2,3 (31. Dezember 2022: 3,80x2,3). Dies entspricht einem Rückgang von 15 Basispunkten gegenüber dem 2. Quartal 2023. 

Im 3. Quartal 2023 lag der ROIC bei 5,0 % (4. Quartal 2022: 5,6 %). 

 1 Angabe zum 31. Dezember 2022 angepasst (ohne Fresenius Medical Care)
 2 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen, inklusive Leasingverbindlichkeiten; inklusive Fresenius Medical Care Dividende
 3 Vor Sondereinflüssen

Unternehmensbereiche

Operating Company Fresenius Kabi
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf Produkte für die Therapie und Versorgung von kritisch und chronisch kranken Patientinnen und Patienten. Das Portfolio umfasst Biopharmazeutika, klinische Ernährung, MedTech-Produkte, intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel (I.V.-Arzneimittel) sowie I.V.-Flüssigkeiten.

  • Wachstumsvektoren mit ausgezeichnetem organischen Umsatzwachstum von insgesamt 12 %
  • Pharma-Bereich robust 
  • EBIT-Marge1 über 14 % aufgrund guter operativer Entwicklung und Kosteneinsparungen über Plan

Der Umsatz von Fresenius Kabi ging bedingt durch negative Währungsumrechnungseffekte um 2 % zurück (stieg währungsbereinigt: 7 %) auf 2.021 Mio € (3. Quartal 2022: 2.071 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 7 % und war im Wesentlichen getragen von der guten Entwicklung bei allen Wachstumsvektoren. 

Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Umsatz von Fresenius Kabi um 3 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 6.013 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 5.814 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 7 %. 

Der Umsatz im Bereich Wachstumsvektoren (MedTech, Nutrition und Biopharma) fiel aufgrund von negativen Währungsumrechnungseffekten um 1 % (stieg währungsbereinigt: 11 %, stieg organisch: 12 %) auf 1.067 Mio € (3. Quartal 2022: 1.075 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Umsatz der Wachstumsvektoren um 7 % (währungsbereinigt: 14 %, organisch: 11 %) auf 3.180 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 2.978 Mio €).

 1 Vor Sondereinflüssen
 2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 24 im PDF-Dokument.

Der Umsatz im Bereich MedTech blieb aufgrund von negativen Währungs-umrechnungseffekten in etwa stabil (stieg währungsbereinigt: 7 %) und lag bei 369 Mio € (3. Quartal 2022: 368 Mio €). Das organische Wachstum betrug 8 % aufgrund einer positiven Entwicklung in den meisten Regionen und über viele Produktgruppen. Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Umsatz im Bereich MedTech um 5 % (währungsbereinigt: 8 %; organisch: 9 %) auf 1.113 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 1.055 Mio €).

Der Umsatz im Bereich Nutrition sank um 9 % (stieg währungsbereinigt: 5 %, stieg organisch: 9 %) auf 587 Mio € (3. Quartal 2022: 644 Mio €). Das organische Wachstum ist auf die gute Geschäftsentwicklung in den USA und Lateinamerika zurückzuführen. Im 1.-3. Quartal 2023 blieb der Umsatz im Bereich Nutrition in etwa stabil (stieg währungsbereinigt: 9 %; stieg organisch: 10 %) und lag bei 1.803 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 1.808 Mio €). 

Der Umsatz im Bereich Biopharma stieg um 74 % (währungsbereinigt: 99 %, organisch: 71 %) auf 111 Mio € (3. Quartal 2022: 64 Mio €) im Wesentlichen aufgrund erfolgreicher Produkteinführungen in Europa und den USA sowie Lizenzvereinbarungen. Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Umsatz im Bereich Biopharma um 129 % (währungsbereinigt: 154 %; organisch: 59 %) auf 264 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 116 Mio €).

Der Umsatz im Bereich Pharma (IV Drugs & Fluids) sank um 5 % (währungsbereinigt: 0 %, stieg organisch: 1 %) auf 941 Mio € (3. Quartal 2022: 995 Mio €). Die organische Umsatzsteigerung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die positive Entwicklung in vielen Regionen. Im 1.-3. Quartal 2023 blieb der Umsatz im Bereich Pharma in etwa stabil (stieg währungsbereinigt: 2 %; organisch: 3 %) bei 2.833 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 2.836 Mio €).

Der EBIT1 von Fresenius Kabi stieg um 3 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 289 Mio € (3. Quartal 2022: 280 Mio €) aufgrund der guten operativen Geschäftsentwicklung sowie des hervorragend voranschreitenden Kosteneinsparungsprogramms. Die EBIT-Marge1 betrug 14,3 % (3. Quartal 2022: 13,5 %) und lag damit innerhalb des strukturellen EBIT-Margenbandes. 
Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der EBIT1 um 2 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 863 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 844 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 14,4 % 
(1.-3. Quartal 2022: 14,5 %).

Der EBIT1 der Wachstumsvektoren stieg um 21 % (währungsbereinigt: 25 %) auf 104 Mio € (3. Quartal 2022: 86 Mio €), im Wesentlichen aufgrund der ausgezeichneten Umsatzentwicklung und des hervorragend voranschreitenden Kosteneinsparungsprogramms. Die EBIT-Marge1 betrug 9,8 % (3. Quartal 2022: 8,0 %). Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der EBIT1 der Wachstumsvektoren um 3 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 288 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 279 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 9,1 % (1.-3. Quartal 2022: 9,4 %).

Der EBIT1 im Bereich Pharma stieg um 2 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 200 Mio € (3. Quartal 2022: 197 Mio €) aufgrund des hervorragend voranschreitenden Kosteneinsparungsprogramms. Die EBIT-Marge1 betrug 21,3 % (3. Quartal 2022: 19,8 %). Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der EBIT1 im Bereich Pharma um 4 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 603 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 579 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 21,3 % (1.-3. Quartal 2022: 20,4 %).

Das Ergebnis1,2 stieg um 3 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 189 Mio € (3. Quartal 2022: 184 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2023 fiel das Ergebnis1,2 um 3 % (währungsbereinigt: -3 %) auf 559 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 574 Mio €). 

 1 Vor Sondereinflüssen
 2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 24 im PDF-Dokument.

Der operative Cashflow stieg auf 380 Mio € (3. Quartal 2022: 301 Mio €), hauptsächlich aufgrund der guten Geschäftsentwicklung sowie des verbesserten Managements des Netto-Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge betrug 18,8 % (3. Quartal 2022: 14,5 %). Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der operative Cashflow auf 581 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 543 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 9,7 % (1.-3. Quartal 2022: 9,3 %).

Fresenius Kabi erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstum1 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge2 soll in etwa bei 14 % liegen (strukturelles Margenband: 14 bis 17 %).

 1 Basis 2022: 7.850 Mio €
 2 Basis 2022: EBIT-Marge: 13,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 24.


Operating Company Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Gesundheitsdienstleister. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland, Helios Spanien und Helios Fertility. Helios Deutschland betreibt 86 Krankenhäuser, rund 240 Medizinische Versorgungszentren, 27 arbeitsmedizinische Zentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 50 Krankenhäuser, ~100 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 8 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv. Helios Fertility bietet ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.

  • Fresenius Helios mit starkem organischen Umsatzwachstum aufgrund guter Entwicklung bei den Fallzahlen in Deutschland und Spanien
  • Trotz des bekannten Sommereffekts in Spanien solide EBIT1-Marge von 8 % unterstützt durch fortlaufende Kosteneinsparungsinitiativen und Mittel aus staatlichen Hilfsfonds in Deutschland 
  • Helios Fertility mit ausgezeichneter Geschäftsentwicklung
     

Der Umsatz stieg um 4 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 2.953 Mio € (3. Quartal 2022: 2.829 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 5 %. Akquisitionen trugen 0 % zum Umsatzwachstum bei. 
Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Umsatz um 5 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 9.132 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 8.685 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 6 %. Akquisitionen trugen 0 % zum Umsatzwachstum bei. 

Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 4 % (organisch: 4 %) auf 1.800 Mio € (3. Quartal 2022: 1.731 Mio €), im Wesentlichen aufgrund gestiegener Fallzahlen und positiver Mixeffekte. Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Umsatz von Helios Deutschland um 3 % (organisch: 3 %) auf 5.451 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 5.272 Mio €).

 1 Vor Sondereinflüssen
 2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 24 im PDF-Dokument.

Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 1.088 Mio € (3. Quartal 2022: 1.037 Mio €) bedingt durch eine anhaltend gute Nachfrage nach Behandlungen trotz des bekannten Sommereffekts in Spanien. Ferner zeigten die Krankenhäuser in Lateinamerika eine gute Entwicklung. Das organische Wachstum betrug 5 %. Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 8 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 3.481 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 3.227 Mio €). 

Der Umsatz von Helios Fertility stieg um 3 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 64 Mio € (3. Quartal 2022: 62 Mio €) aufgrund positiver Effekte beim Behandlungsmix. Das organische Wachstum betrug 10 %. Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Umsatz von Helios Fertility um 8 % (währungsbereinigt: 13 %) 198 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 184 Mio €).

Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 8 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 239 Mio € (3. Quartal 2022: 222 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,1 % (3. Quartal 2022: 7,8 %). Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der EBIT1 von Fresenius Helios um 4 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 861 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 831 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 9,4 % (1.-3. Quartal 2022: 9,6 %).

Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg um 11 % auf 157 Mio € (3. Quartal 2022: 141 Mio €). Die EBIT-Entwicklung wurde durch das gut voranschreitende Kosteneinsparungsprogramm sowie die staatlichen Energiekostenhilfen unterstützt. Die EBIT-Marge1 betrug 8,7 % (3. Quartal 2022: 8,1 %). Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der EBIT1 von Helios Deutschland um 4 % auf 466 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 449 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag unverändert bei 8,5 %.

Der EBIT1 von Helios Spanien fiel aufgrund des bekannten Sommereffekts um 2 % (währungsbereinigt: -2 %) auf 81 Mio € (3. Quartal 2022: 83 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 7,4 % (3. Quartal 2022: 8,0%). Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der EBIT1 von Helios Spanien um 2 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 392 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 384 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 11,3 % (1.-3. Quartal 2022: 11,9 %). 

 1 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 24 im PDF-Dokument.

Der EBIT1 von Helios Fertility betrug 5 Mio € (3. Quartal 2022: 4 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 7,8 % (3. Quartal 2022: 6,5 %). Im 1.-3. Quartal 2023 betrug der EBIT1 von Helios Fertility 16 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 15 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 8,1 % (1.-3. Quartal 2022: 8,2 %).

Das Ergebnis1,2  von Fresenius Helios fiel um 4 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 132 Mio € (3. Quartal 2022: 138 Mio €). 
Im 1.-3. Quartal 2023 fiel das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios um 5 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 505 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 530 Mio €). 

Der operative Cashflow fiel auf 208 Mio € (3. Quartal 2022: 353 Mio €) bedingt durch zeitliche Verschiebungen von Zahlungseingängen in Spanien und dem sehr guten Cashflow im Vorjahr. Die Cashflow-Marge lag bei 7,0 % (3. Quartal 2022: 12,5 %). 
Im 1.-3. Quartal 2023 fiel der operative Cashflow auf 377 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 411 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 4,1 % (1.-3. Quartal 2022: 4,7 %). 

Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstum3 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll innerhalb des strukturellen Margenbands von 9 bis 11 % liegen.

 1 Vor Sondereinflüssen
 2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt.
 3 Basis 2022: 11.716 Mio €
 4 Basis 2022: EBIT-Marge: 10,1 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 24.
  

Investment Company Fresenius Vamed
Fresenius Vamed realisiert international Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser sowie für andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management, zur Gesamtbetriebsführung und zur High-End-Dienstleistung.1,2  

  • Transformationsprozess bei Fresenius Vamed mit guten Fortschritten 
  • Umsatzwachstum durch Dienstleistungs- und Projektgeschäft 
  • Positiver EBIT1 aufgrund guter Entwicklung beim Dienstleistungsgeschäft


Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg um 13 % (währungsbereinigt: 13 %) auf 647 Mio € (3. Quartal 2022: 572 Mio €). Organisch stieg der Umsatz um 13 %. 
Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Umsatz von Fresenius Vamed um 7 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 1.761 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 1.647 Mio €). Organisch stieg der Umsatz um 6 %.

Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg um 9 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 456 Mio € (3. Quartal 2022: 418 Mio €) aufgrund der guten Entwicklung bei High-End Services (HES) und bei Health Facility Operations (HFO).
Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft um 8 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 1.335 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 1.240 Mio €).

 1 Vor Sondereinflüssen
 2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 24 im PDF-Dokument.

Im Projektgeschäft stieg der Umsatz um 24 % (währungsbereinigt: 24 %) auf 191 Mio € (3. Quartal 2022: 154 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2023 stieg der Umsatz im Projektgeschäft um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 426 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 407 Mio €).

Der EBIT1 spiegelt die ersten Ergebnisse der Restrukturierungsmaßnahmen sowie die gute Umsatzentwicklung beim Dienstleistungsgeschäft und ist mit 10 Mio € zurück im positiven Bereich (3. Quartal 2022: 10 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 1,5 % (3. Quartal 2022: 1,7 %). Im 1.-3. Quartal 2023 fiel der EBIT1 auf -37 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 29 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von -2,1 % (1.-3. Quartal 2022: 1,8 %).

Das Ergebnis1,2 fiel auf -7 Mio € (3. Quartal 2022: 5 Mio €). 
Im 1.-3. Quartal 2023 fiel das Ergebnis1,2 auf -74 Mio € (1.-3. Quartal 2022: 15 Mio €).

Der Auftragseingang betrug 40 Mio € (3. Quartal 2022: 153 Mio €). Der Auftragsbestand zum 30. September 2023 lag bei 2.908 Mio €3 (31. Dezember 2022: 3.689 Mio €). 

Der operative Cashflow stieg auf 50 Mio € (3. Quartal 2022: -18 Mio €), da sich zeitliche Verschiebungen bei Zahlungseingängen positiv auswirkten. Die Cashflow-Marge betrug 7,7 % (3. Quartal 2022: -3,1 %). Im 1.-3. Quartal 2023 verbesserte sich der operative Cashflow auf -16 Mio € (1.-3. Quartal 2022: -56 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug -0,9 % (1.-3. Quartal 2022: -3,4 %).

Im 3. Quartal 2023 konnten gute Fortschritte bei der Transformation von Fresenius Vamed erzielt werden. Mit einem positiven EBIT von 10 Mio € liegt Fresenius Vamed über dem ursprünglich erwarteten Ziel für das 3. Quartal 2023. Für das 4. Quartal 2023 wird eine weitere solide Entwicklung erwartet. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet Fresenius Vamed unverändert ein organisches Umsatzwachstum4 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge5 soll deutlich unter dem strukturellen Margenband von 4 bis 6 % liegen.

 1 Vor Sondereinflüssen  
 2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
 3 Darin enthalten ist ein bedingt vereinbarter Auftragsbestand in Höhe von 839 Mio €
 4 Basis 2022: 2.359 Mio €
 5 Basis 2022: EBIT-Marge: 0,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 24.

 

Telefonkonferenz und Webcast
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 3. Quartal 2023 findet am 2. November 2023 um 13:30 Uhr (CET) / 08:30 Uhr EDT eine Telefonkonferenz bzw. ein Webcast statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung als Mitschnitt zur Verfügung.

Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen www.fresenius.com/de/alternative-leistungskennzahlen
 

 

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Ausgezeichneter Anstieg des währungsbereinigten Konzernumsatzes um 7 % auf 10,4 Mrd €; Operating Companies mit außerordentlich starkem organischem Wachstum von 8 %.
  • Konzern-EBIT steigt währungsbereinigt um 15 %1 nach starker Entwicklung der Operating Companies und operativem Turnaround bei Fresenius Medical Care 
  • EBIT-Marge von Fresenius Kabi mit 14,2 % innerhalb des strukturellen Margenbands, bedingt durch operative Verbesserungen und fortschreitende Kosteneinsparungen
  • Fresenius Helios mit sehr starkem organischen Umsatzwachstum von 7 % im Wesentlichen aufgrund der hervorragenden Geschäftsentwicklung in Spanien
  • Einsparungen von ~280 Mio € im ersten Halbjahr durch strukturelle Produktivitätsverbesserungen
  • Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care auf gutem Weg nach überwältigender Zustimmung auf außerordentlicher Hauptversammlung 
  • Transformationsprozess bei Fresenius Vamed eingeleitet
  • Konzern-Ausblick ohne Fresenius Medical Care mit verbessertem Umsatzausblick, Ergebnisausblick bestätigt

Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 2. Quartal 2023. 

1Gemäß Ausblick für das Geschäftsjahr 2023, ohne Provider Relief Fund (PRF) bei Fresenius Medical Care. 2022 wurde der EBIT von Fresenius Medical Care durch finanzielle Unterstützung der US-Regierung in Höhe von 277 Mio € (nicht-währungsbereinigt) positiv beeinflusst (Q2/22: 161 Mio € und H1/22: 177 Mio €). Dementsprechend wurde die Vorjahresbasis angepasst. Für 2023 erwartet Fresenius Medical Care dagegen keine weitere Unterstützung der US-Regierung.
 

 Vor Sondereinflüssen, Q1/22 und H1/22 angepasst nach Neubewertung des Anteils an Humacyte
 2 Gemäß Ausblick für das Geschäftsjahr 2023, ohne Provider Relief Fund (PRF) bei Fresenius Medical Care.
 Vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.

 

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius: „Wir halten das Tempo hoch und setzen #FutureFresenius konsequent und zügig um. Und das zeigt Wirkung. Fresenius Helios und Fresenius Kabi haben ein gutes zweites Quartal abgeliefert. Unsere Operating Companies sind im Markt erfolgreich und bringen Innovationen zu unseren Patienten. Fresenius Kabi und Fresenius Helios steigerten ihren Umsatz stärker als erwartet. Beide liegen in ihren jeweiligen Margenbändern, die wir mit unserem neuen Finanzrahmen Anfang des Jahres eingeführt haben. Auch bei Fresenius Medical Care sehen wir eine positive Geschäftsentwicklung im 2. Quartal. Hier haben wir mit der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Juli ein neues Kapitel aufgeschlagen und mit großer Zustimmung der Aktionärinnen und Aktionäre den Weg für die Dekonsolidierung frei gemacht. Wichtige Weichenstellungen stehen bei der Vamed an. Hier haben wir eine umfassende Transformation zur Neuausrichtung des Unternehmens eingeleitet.“


Vereinfachung der Konzernstruktur auf gutem Weg 
Die Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care kommt planmäßig voran. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre von Fresenius Medical Care mit über 99 % für den Rechtsformwechsel von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine deutsche Aktiengesellschaft (AG). In seiner konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der neue Aufsichtsrat Michael Sen zu seinem Vorsitzenden sowie Fresenius-Finanzvorständin Sara Hennicken zur stellvertretenden Vorsitzenden. Damit unterstreicht Fresenius seine enge Verbundenheit mit Fresenius Medical Care und sein anhaltendes Engagement für das Unternehmen. Neben der Vereinfachung der Corporate Governance wird die neue Struktur zu einer effizienteren und schnelleren Entscheidungsfindung führen, da sie einen klareren Fokus auf die Interessen von Fresenius Medical Care ermöglicht und Management-Ressourcen freisetzt. Fresenius Medical Care erhält auch eine größere Flexibilität hinsichtlich der Finanzstrategie. Vorbehaltlich der Eintragung im Handelsregister soll der Formwechsel bis spätestens Ende des Geschäftsjahres 2023 umgesetzt werden. 


Transformation Fresenius Vamed 
Infolge der anhaltend negativen Ergebnisentwicklung bei Fresenius Vamed hat Fresenius mit Vorlage der Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2023 angekündigt, das Geschäftsmodell, die Governance und sämtliche Prozesse des Unternehmens einer umfangreichen Analyse zu unterziehen. Gleichzeitig wurde ein tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm initiiert mit dem klaren Ziel, die Profitabilität des Unternehmens zu steigern. Auch wurde eine umfassende Transformation der Organisation des Unternehmens eingeleitet. Bereits Ende Juni wurde die Neuordnung der Unternehmensführung der VAMED bekanntgegeben. Im Fresenius-Vorstand zeichnet künftig das neue Vorstandsmitglied Dr. Michael Moser zuständig für Fresenius Vamed. Zudem wurde die Kontrollfunktion des VAMED-Aufsichtsrats durch Neubesetzungen und Einrichtung eines Prüfungsausschusses, u.a. bestehend aus Sara Hennicken als Vorsitzende und Dr. Michael Moser als stellvertretenden Vorsitzenden, gestärkt. 

Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms wird VAMED nun das Projektgeschäft neu ausrichten, insbesondere in Deutschland. Darüber hinaus ist im Servicegeschäft der Rückzug aus Nicht-Kernaktivitäten in wesentlichen außereuropäischen Märkten vorgesehen. Dabei wird die Redimensionierung der Aktivitäten, und damit verbunden, ein deutlich geringeres Risikoprofil erreicht. Zukünftig wird sich Fresenius Vamed auf die folgenden attraktiven Geschäftsbereiche fokussieren:

  • Health Facility Operations (HFO) mit den Schwerpunkten stationäre und ambulante Rehabilitation sowie Pflege
  • High-End Services (HES) für Krankenhäuser mit Bewirtschaftung der Medizintechnik, Krankenhausbetriebstechnik und Sterilgutversorgung 
  • Health Tech Engineers (HTE) mit dem Projektgeschäft im Gesundheitswesen 

Im 2. Quartal 2023 wurden negative Sondereffekte in Höhe von 332 Mio € für das Einstellen von Geschäftsaktivitäten und damit verbundenen Wertberichtigungen und Rückstellungen gebucht. Diese sind größtenteils nicht zahlungswirksam. Für weitere potenzielle Wertberichtigungen und Aufwendungen für nicht-fortgeführte Aktivitäten sowie Restrukturierungsaufwendungen werden nach derzeitigem Stand zusätzlich rund 200 bis 250 Mio € erwartet. Davon entfallen circa 60 bis 80 Mio € auf zahlungswirksame Restrukturierungskosten. 

Der operative Turnaround wird für das zweite Halbjahr 2023 erwartet, mit einer sequenziellen Verbesserung im 3. Quartal 2023 und einem positiven EBIT im 4. Quartal 2023. Diese Erholung wird hauptsächlich durch das Servicegeschäft HES und das HFO-Geschäft vorangetrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2025 soll Fresenius Vamed das im #FutureFresenius Financial Framework vorgegebene strukturelle EBIT-Margenband von 4 bis 6 % erreichen.


Strukturelle Produktivitätsverbesserung erfolgreich fortgesetzt
Das konzernweite Kosten- und Effizienzprogramm kommt gut voran mit den größten Einsparungen bei Fresenius Medical Care und Fresenius Kabi. Im 1. Halbjahr 2023 wurden bereits rund 280 Mio € an strukturellen Kosteneinsparungen auf EBIT-Ebene und damit rund 55 % der für 2023 geplanten Einsparungen erzielt. Im gleichen Zeitraum fielen Einmalaufwendungen von rund 110 Mio € an, um diese Einsparungen zu realisieren. Diese werden als Sondereinflüsse ausgewiesen. Fresenius Medical Care erzielte im 2. Quartal 2023 Kosteneinsparungen in Höhe von rund 75 Mio €. Die entsprechenden Einmalaufwendungen beliefen sich auf 25 Mio €.


Konzernausblick für 2023 ohne Fresenius Medical Care 
Nach der Zustimmung der Aktionärinnen und Aktionäre von Fresenius Medical Care für den Rechtsformwechsel wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht auf dem Weg zur Vereinfachung der Konzernstruktur. Um der Dekonsolidierung der Fresenius Medical Care bereits jetzt Rechnung zu tragen, wird Fresenius den Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2023 nunmehr ausschließlich ohne Fresenius Medical Care geben. Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg der Umsetzung von #FutureFresenius, bei der Fresenius Medical Care nicht mehr zu den vollkonsolidierten Tochterunternehmen von Fresenius gehören wird.

Im Geschäftsjahr 2023 soll der Konzernumsatz1 ohne Fresenius Medical Care organisch im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Der währungsbereinigte EBIT2 des Konzerns soll ohne Fresenius Medical Care in etwa stabil bleiben oder im bis zu mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgehen. 

Fresenius rechnet damit, dass die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA3 ohne Fresenius Medical Care zum Jahresende 2023 unter 4,0x liegen wird und sich damit von 4,19x4 (30. Juni 2023) verbessern wird (31. Dezember 2022: 3,80x4). In dieser Annahme sind potenzielle Desinvestitionen nicht enthalten. Der selbst definierte Zielkorridor für den Verschuldungsgrad liegt unverändert bei 3,0x bis 3,5x. 


Erwartungen zu Einflüssen auf das Geschäftsjahr 2023
Für das Geschäftsjahr 2023 geht Fresenius davon aus, dass es weder zu weiteren Verschärfungen geopolitischer Spannungen noch zu einer Verschlechterung der aktuellen Lage durch COVID-19 kommen wird und dass sich Lieferkettenengpässe zunehmend abschwächen. Fresenius erwartet darüber hinaus, dass sich die allgemeine Kosteninflation negativer auf das Geschäft auswirken werden als im Jahr 2022. Dies ist im Wesentlichen auf die sich annualisierenden Belastungen durch Kosteninflation zurückzuführen.

Mögliche Auswirkungen des weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds auf Geschäftsentwicklung und Bilanz wird Fresenius weiterhin genau beobachten.

Alle diese Annahmen sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

1 Basis 2022: 21.532 Mio €
2 Basis 2022: 2.187 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen
3 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; 
Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
4 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten 

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


7 % Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz
Der Konzernumsatz stieg um 3 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 10.359 Mio € (2. Quartal 2022: 10.018 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten insgesamt einen negativen Einfluss von 4 % auf das Umsatzwachstum. Der Umsatz der Operating Companies erhöhte sich um 6 % (währungsbereinigt: 9 %). Ohne Fresenius Medical Care stieg der Konzernumsatz um 5 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 5.557 Mio € (2. Quartal 2022: 5.284 Mio €).

Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Konzernumsatz um 4 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 20.584 Mio € (1. Halbjahr 2022: 19.738 Mio €). Das organische Wachstum betrug 5 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten insgesamt einen negativen Einfluss von 2 % auf das Umsatzwachstum. Der Umsatz der Operating Companies erhöhte sich um 6 % (währungsbereinigt: 7 %). Ohne Fresenius Medical Care stieg der Konzernumsatz um 6 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 11.103 Mio € (1. Halbjahr 2022: 10.476 Mio €).


15 %1 Anstieg beim währungsbereinigten EBIT2  
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen fiel um 2 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 1.649 Mio € (2. Quartal 20222: 1.682 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.247 Mio € (2. Quartal 2022: 1.528 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 fiel der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen um 3 % (währungsbereinigt: -3 %) auf 3.234 Mio € (1. Halbjahr 20222: 3.344 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 2.738 Mio € (1. Halbjahr 2022: 3.123 Mio €).

1 Gemäß Ausblick für das Geschäftsjahr 2023, ohne Provider Relief Fund (PRF) bei Fresenius Medical Care
2 Vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen und ohne Provider Relief Fund (PRF) stieg währungsbereinigt um 15 %1. Der Anstieg ist hauptsächlich auf Fresenius Medical Care sowie auf die gute Entwicklung bei den Operating Companies zurückzuführen, die Maßnahmen gegen die inflationsbedingten Kostensteigerungen erfolgreich umsetzen. Die Operating Companies erreichten einen EBIT-Anstieg um 5 % und eine EBIT-Marge von 11,3 %. Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 5 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 956 Mio € (2. Quartal 20222: 1.003 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf die negative Ergebnisentwicklung bei Fresenius Vamed zurückzuführen. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 9,2 % (2. Quartal 20222: 10,0 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 543 Mio € (2. Quartal 2022: 845 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 1 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 555 Mio € (2. Quartal 20222: 558 Mio €). Die EBIT-Marge ohne Fresenius Medical Care vor Sondereinflüssen betrug 10,0 % (2. Quartal 20222: 10,6 %).

Im 1. Halbjahr 2023, stieg der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen und ohne Provider Relief Fund (PRF) währungsbereinigt um 2 %1. Die Operating Companies erreichten einen EBIT-Anstieg um 2 % und eine EBIT-Marge von 11,4 %. Im 1. Halbjahr 2023 fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 7 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 1.864 Mio € (1. Halbjahr 20222: 2.003 Mio €). Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 9,1 % (1. Halbjahr 20222: 10,1 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 1.330 Mio € (1. Halbjahr 2022: 1.747 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 4 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 1.109 Mio € (1. Halbjahr 20222: 1.151 Mio €). Die EBIT-Marge ohne Fresenius Medical Care vor Sondereinflüssen betrug 10,0 % (1. Halbjahr 20222: 11,0 %).

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen lag bei -184 Mio € (2. Quartal 20222: -116 Mio €), im Wesentlichen aufgrund von Refinanzierungsaktivitäten im Umfeld gestiegener Zinsen. Das berichtete Zinsergebnis lag bei -184 Mio € (2. Quartal 2022: -116 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 lag das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen bei -354 Mio € (1. Halbjahr 20222: -235 Mio €). Das berichtete Zinsergebnis lag bei -354 Mio € (1. Halbjahr 2022: -234 Mio €).

1 Gemäß Ausblick für das Geschäftsjahr 2023, ohne Provider Relief Fund (PRF) bei Fresenius Medical Care
2 Vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Die Steuerquote vor Sondereinflüssen stieg auf 27,3 % (2. Quartal 20222: 23,0 %), im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs des Anteils der steuerlich nicht absetzbaren Aufwendungen im Vergleich zum steuerpflichtigen Einkommen bei Fresenius Medical Care sowie der Nichtansetzung von erhöhten Verlustvorträgen bei Fresenius Vamed. Die berichtete Steuerquote betrug 53,8 % (2. Quartal 2022: 22,6 %). Im 1. Halbjahr 2023 lag die Steuerquote vor Sondereinflüssen bei 26,2 % (1. Halbjahr 20222: 22,9 %). Die berichtete Steuerquote betrug 35,6 % (1. Halbjahr 2022: 23,1 %). 

Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei -186 Mio € (2. Quartal 20222: -233 Mio €). Davon entfielen 93 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -86 Mio € (2. Quartal 2022: -181 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 lag der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei -351 Mio € (1. Halbjahr 20222: -451 Mio €). Davon entfielen 93 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -203 Mio € (1. Halbjahr 2022: -367 Mio €).

Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen fiel um 17 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 375 Mio € (2. Quartal 20222: 450 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen zurückzuführen auf inflationsbedingte Kostensteigerungen und die negative Ergebnisentwicklung bei Fresenius Vamed. Darüber hinaus haben steigende Zinskosten und eine höhere Steuerquote die Ergebnisentwicklung belastet. Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf 80 Mio € (2. Quartal 2022: 383 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen um 17 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 375 Mio € (2. Quartal 20222: 450 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 fiel das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen um 16 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 764 Mio € (1. Halbjahr 20222: 913 Mio €). Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf 426 Mio € (1. Halbjahr 2022: 796 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen um 16 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 764 Mio € (1. Halbjahr 20222: 913 Mio €).

Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen fiel um 17 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 0,67 € (2. Quartal 20222: 0,80 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,15 € (2. Quartal 2022: 0,68 €).
Im 1. Halbjahr 2023 fiel das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen um 17 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 1,36 € (1. Halbjahr 20222: 1,63 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,76 € (1. Halbjahr 2022: 1,42 €).

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt2 Vor SondereinflüssenDetails zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.
 


Investitionen 
Fresenius investierte 396 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Konzernumsatzes (2. Quartal 2022: 419 Mio €; 4 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken. Ohne Fresenius Medical Care investierte Fresenius 240 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Umsatzes. (2. Quartal 2022: 247 Mio €; 5 % des Umsatzes). Im 1. Halbjahr 2023 investierte Fresenius 749 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Konzernumsatzes (1. Halbjahr 2022: 757 Mio €; 4 % des Konzernumsatzes). Ohne Fresenius Medical Care investierte Fresenius 451 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Umsatzes. (1. Halbjahr 2022: 423 Mio €; 4 % des Umsatzes).

Das Akquisitionsvolumen betrug 27 Mio € (2. Quartal 2022: 291 Mio €) und entfiel im Wesentlichen auf Investitionen in Fremdkapitalinstrumente durch Fresenius Medical Care. Ohne Fresenius Medical Care betrug das Akquisitionsvolumen 0 Mio € (2. Quartal 2022: 224 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 betrug das Akquisitionsvolumen 95 Mio € (1. Halbjahr 2022: 453 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care betrug das Akquisitionsvolumen 18 Mio € (1. Halbjahr 2022: 303 Mio €).


Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow stieg auf 1.186 Mio € (2. Quartal 2022: 1.017 Mio €) aufgrund der guten Cashflow-Entwicklung bei Fresenius Medical Care und Fresenius Kabi. Gegenläufig wirkte sich die negative Ergebnisentwicklung bei Fresenius Vamed aus. Die operative Cashflow-Marge betrug 11,4 % (2. Quartal 2022: 10,2 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden stieg auf 791 Mio € (2. Quartal 2022: 581 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden stieg auf -30 Mio € (2. Quartal 2022: -391 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel der der operative Konzern-Cashflow auf 285 Mio € (2. Quartal 2022: 393 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 stieg der operative Konzern-Cashflow auf 1.361 Mio € (1. Halbjahr 2022: 1.118 Mio €). Die operative Cashflow-Marge betrug 6,6 % (1. Halbjahr 2022: 5,7 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden stieg auf 614 Mio € (1. Halbjahr 2022: 326 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden stieg auf -311 Mio € (1. Halbjahr 2022: -794 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel der operative Konzern-Cashflow auf 317 Mio € (1. Halbjahr 2022: 335 Mio €).

Die Cash Conversion Rate (CCR), die das Verhältnis des adjustierten Free Cashflow1 zum EBIT vor Sondereinflüssen abbildet, betrug im 1. Halbjahr 0,8 
(LTM: 1,2). Ohne Fresenius Medical Care lag die Cash Conversion Rate im 1. Halbjahr 2023 bei 0,3 (LTM: 1,0).


Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns blieb gegenüber dem Jahresende 2022 so gut wie unverändert (währungsbereinigt: 1 %) und lag bei 76.413 Mio € (31. Dezember 2022: 76.415 Mio €). Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 6 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 19.305 Mio € (31. Dezember 2022: 18.279 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vorräte aufgrund der Geschäftsausweitung. Die langfristigen Vermögenswerte fielen um 2 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 57.108 Mio € (31. Dezember 2022: 58.136 Mio €).

Das Eigenkapital fiel um 2 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 31.430 Mio € (31. Dezember 2022: 32.218 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 41,1 % (31. Dezember 2022: 42,2 %). 

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 2 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 28.183 Mio € (31. Dezember 2022: 27.763 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 3 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 25.712 Mio € (31. Dezember 2022: 25.014 Mio €).

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns ohne Fresenius Medical Care stiegen um 4 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 15.271 € (31. Dezember 2022: 14.708 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns ohne Fresenius Medical Care stiegen um 6 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 14.162 Mio € (31. Dezember 2022: 13.307 Mio €).

1 Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden; vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen


Der Verschuldungsgrad zum 30. Juni 2023 lag bei 3,88x1,2,3 (31. Dezember 2022: 3,65x1,2). Der Anstieg ist im Wesentlichen zurückzuführen auf das niedrigere EBITDA bei Fresenius Medical Care und Fresenius Vamed sowie auf gestiegene Netto-Finanzverbindlichkeiten. Ohne Fresenius Medical Care lag der Verschuldungsgrad bei 4,19x1,2 (31. Dezember 2023: 3,80x1,2).

Im 2. Quartal 2023 lag der ROIC bei 4,6 % aufgrund des niedrigeren EBIT (4. Quartal 2022: 5,1 %). Ohne Fresenius Medical Care lag der ROIC bei 5,0 % (4. Quartal 2022: 5,6 %). 

1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen
2 Vor Sondereinflüssen
3 Fresenius Medical Care: Enthalten sind Finanzverbindlichkeiten & Leasingverbindlichkeiten der Bilanzposition „Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die innerhalb der Bilanzposition „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ enthalten sind.

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.

 

Unternehmensbereiche – Operating Companies

Fresenius Kabi

Fresenius Kabi ist spezialisiert auf Produkte für die Therapie und Versorgung von kritisch und chronisch kranken Patientinnen und Patienten. Das Portfolio umfasst Biopharmazeutika, klinische Ernährung, MedTech-Produkte, intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel (I.V.-Arzneimittel) sowie I.V.-Flüssigkeiten. 

2. Quartal 2023 Fresenius Kabi

  • Wachstumsvektoren mit starkem zweistelligen organischen Umsatzwachstum
  • Pharma mit zunehmend dynamischer Entwicklung 
  • EBIT-Marge1 innerhalb des strukturellen Margenbandes 


Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 6 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 2.001 Mio € (2. Quartal 2022: 1.896 Mio €), im Wesentlichen getragen von der guten Entwicklung der Wachstumsvektoren. Das organische Umsatzwachstum betrug 8 %. 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz von Fresenius Kabi um 7 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 3.992 Mio € (1. Halbjahr 2022: 3.743 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 8 %. 

Der Umsatz im Bereich Wachstumsvektoren (MedTech, Nutrition und Biopharma) stieg um 10 % (organisch: 12 %) auf 1.062 Mio € (2. Quartal 2022: 961 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz im Bereich Wachstumsvektoren um 11 % (organisch: 11 %) auf 2.113 Mio € (1. Halbjahr 2022: 1.903 Mio €).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.

Der Umsatz im Bereich MedTech stieg um 6 % (organisch: 9 %) auf 365 Mio € (2.  Quartal 2022: 345 Mio €), u.a. aufgrund der guten Entwicklung im Bereich Transfusionsmedizin und Zelltherapien (TCT) sowie erfolgreicher Produkteinführungen. Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz im Bereich MedTech um 8 % (organisch: 9 %) auf 744 Mio € (1. Halbjahr 2022: 687 Mio €).

Der Umsatz im Bereich Nutrition stieg um 5 % (organisch: 13 %) auf 614 Mio € (2. Quartal 2022: 587 Mio €), im Wesentlichen aufgrund der guten Entwicklung in Lateinamerika und eines sich weiter normalisierenden Geschäfts in China.
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz im Bereich Nutrition um 4 % (organisch: 11 %) auf 1.216 Mio € (1. Halbjahr 2022: 1.164 Mio €). 

Der Umsatz im Bereich Biopharma stieg um 188 % (organisch: 34 %) auf 83 Mio € (2. Quartal 2022: 29 Mio €), im Wesentlichen aufgrund erfolgreicher Produkteinführungen in Europa, den USA und Lateinamerika. 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz im Bereich Biopharma um 196 % (organisch: 44 %) auf 153 Mio € (1. Halbjahr 2022: 52 Mio €).

Der Umsatz im Bereich Pharma (IV Drugs & Fluids) stieg um 2 % (organisch: 6 %) auf 952 Mio € (2. Quartal 2022: 935 Mio €). Die Umsatzsteigerung ist zurückzuführen auf die positive Entwicklung in beiden Produktbereichen.
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz im Bereich Pharma um 3 % (organisch: 5 %) auf 1.892 Mio € (1. Halbjahr 2022: 1.840 Mio €).

Der EBIT1 von Fresenius Kabi stieg um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 285 Mio € (2. Quartal 2022: 271 Mio €) aufgrund der guten operativen Geschäftsentwicklung sowie des gut voranschreitenden Kosteneinsparungsprogramms. Die EBIT-Marge1 betrug 14,2 % (2. Quartal 2022: 14,3 %) und lag damit innerhalb des strukturellen EBIT-Margenbandes. 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der EBIT1 um 2 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 574 Mio € (1. Halbjahr 2022: 564 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 14,4 % (1. Halbjahr 2022: 15,1 %).

Der EBIT1 der Wachstumsvektoren stieg um 9 % (währungsbereinigt: 12 %) auf 88 Mio € (2. Quartal 2022: 81 Mio €), im Wesentlichen aufgrund der hervorragenden Umsatzentwicklung und des gut voranschreitenden Kosteneinsparungsprogramms. Die EBIT-Marge1 betrug 8,3 % (2. Quartal 2022: 8,4 %). 

1 Vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Im 1. Halbjahr 2023 fiel der EBIT1 der Wachstumsvektoren um 5 % (währungsbereinigt: -5 %) auf 184 Mio € (1. Halbjahr 2022: 193 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,7 % (1. Halbjahr 2022: 10,1 %).

Der EBIT1 im Bereich Pharma stieg um 4 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 206 Mio € (2. Quartal 2022: 198 Mio €) aufgrund der positiven Umsatzentwicklung und des gut voranschreitenden Kosteneinsparungsprogramms. Die EBIT-Marge1 betrug 21,6 % (2. Quartal 2022: 21,1 %).
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der EBIT1 im Bereich Pharma (IV Drugs & Fluids) um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 403 Mio € (1. Halbjahr 2022: 383 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 21,3 % (1. Halbjahr 2022: 20,8 %).

Das Ergebnis1,2 fiel um 5 % (währungsbereinigt: -6 %) auf 179 Mio € (2. Quartal 2022: 189 Mio €). 
Im 1. Halbjahr 2023 fiel das Ergebnis1,2 um 5 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 370 Mio € (1. Halbjahr 2022: 390 Mio €). 

Der operative Cashflow stieg auf 180 Mio € (2. Quartal 2022: 109 Mio €), hauptsächlich aufgrund des verbesserten Managements des Netto-
Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge betrug 9,0 % (2. Quartal 2022: 5,7 %). 
Im 1. Halbjahr 2023 fiel der operative Cashflow auf 201 Mio € (1. Halbjahr 2022: 242 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 5,0 % (1. Halbjahr 2022: 6,5 %).

Fresenius Kabi erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstum3 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll in etwa bei 14% liegen (strukturelles Margenband: 14 bis 17 %).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2022: 7.850 Mio €
4 Basis 2022: EBIT-Marge: 13,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Fresenius Helios

Fresenius Helios ist Europas führender privater Gesundheitsdienstleister. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland, Helios Spanien und Helios Fertility. Helios Deutschland betreibt 87 Krankenhäuser, rund 240 Medizinische Versorgungszentren, 27 arbeitsmedizinische Zentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 50 Krankenhäuser, ~100 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 8 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv. Helios Fertility bietet ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.  

2. Quartal 2023 Fresenius Helios

  • Fresenius Helios mit ausgezeichnetem organischen Umsatzwachstum aufgrund sehr guter Entwicklung in Spanien inklusive Lateinamerika
  • Helios Deutschland mit solidem Umsatzwachstum infolge von Zunahme komplexer Behandlungen
  • EBIT-Marge1 stabil im strukturellen Margenband dank erfolgreicher Maßnahmen gegen inflationsbedingte Kostensteigerungen
  • Helios Fertility mit guter Geschäftsentwicklung


Der Umsatz stieg um 6 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 3.113 Mio € (2. Quartal 2022: 2.925 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 7 %. Akquisitionen trugen 0 % zum Umsatzwachstum bei. 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz um 6 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 6.179 Mio € (1. Halbjahr 2022: 5.856 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 6 %. Akquisitionen trugen 0 % zum Umsatzwachstum bei. 

Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 4 % (organisch: 4 %) auf 1.823 Mio € (2. Quartal 2022: 1.758 Mio €), im Wesentlichen aufgrund gestiegener Fallzahlen und positiver Mixeffekte durch die Zunahme komplexer Behandlungen.
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz von Helios Deutschland um 3 % (organisch: 3 %) auf 3.651 Mio € (1. Halbjahr 2022: 3.541 Mio €).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 11 % (währungsbereinigt: 12 %) auf 1.223 Mio € (2. Quartal 2022: 1.101 Mio €). Das organische Wachstum betrug 12 % und ist zurückzuführen auf eine anhaltend gute Nachfrage nach Behandlungen. Ferner zeigten die Krankenhäuser in Lateinamerika eine gute Entwicklung. 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 9 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 2.393 Mio € (1. Halbjahr 2022: 2.190 Mio €). 

Der Umsatz von Helios Fertility stieg um 5 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 68 Mio € (2. Quartal 2022: 65 Mio €) aufgrund positiver Effekte beim Behandlungsmix.
Im 1. Halbjahr 2023 betrug der Umsatz von Helios Fertility 134 Mio € (1. Halbjahr 2022: 122 Mio €).

Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 3 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 311 Mio € (2. Quartal 2022: 303 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,0 % (2. Quartal 2022: 10,4 %). 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der EBIT1 von Fresenius Helios um 2 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 622 Mio € (1. Halbjahr 2022: 609 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,1 % (1. Halbjahr 2022: 10,4 %).

Der EBIT1 von Helios Deutschland blieb unverändert bei 154 Mio € (2. Quartal 2022: 154 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,4 % (2. Quartal 2022: 8,8 %). 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der EBIT1 von Helios Deutschland auf 309 Mio € (1. Halbjahr 2022: 308 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,5 % (1. Halbjahr 2022: 8,7 %).

Der EBIT1 von Helios Spanien stieg aufgrund des guten Umsatzwachstums und trotz gestiegener Kosteninflation um 4 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 154 Mio € (2. Quartal 2022: 148 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 12,6 % (2. Quartal 2022: 13,4 %). Im 1. Halbjahr 2023 stieg der EBIT1 von Helios Spanien um 3 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 311 Mio € (1. Halbjahr 2022: 301 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 13,0 % (1. Halbjahr 2022: 13,7 %). 

Der EBIT1 von Helios Fertility betrug 7 Mio € (2. Quartal 2022: 7 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 10,3 % (2. Quartal 2022: 10,8 %). 

1 Vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Im 1. Halbjahr 2023 betrug der EBIT1 von Helios Fertility 11 Mio € (1. Halbjahr 2022: 11 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 8,2 % (1. Halbjahr 2022: 9,0 %). 
Das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios fiel um 7 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 183 Mio € (2. Quartal 2022: 197 Mio €). 
Im 1. Halbjahr 2023 fiel das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios um 5 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 373 Mio € (1. Halbjahr 2022: 392 Mio €). 

Der operative Cashflow fiel auf 61 Mio € (2. Quartal 2022: 194 Mio €) bedingt durch Verzögerungen bei den Budgetverhandlungen in Deutschland und damit einhergehenden höheren Forderungen bei Helios Deutschland. Die Cashflow-Marge lag bei 2,0 % (2. Quartal 2022: 6,6 %). 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der operative Cashflow auf 169 Mio € (1. Halbjahr 2022: 58 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 2,7 % (1. Halbjahr 2022: 1,0 %). 

Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstum3 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll innerhalb des strukturellen Margenbands von 9 bis 11 % liegen.

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt.
3 Basis 2022: 11.716 Mio €
4 Basis 2022: EBIT-Marge: 10,1 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.
 

Die Unternehmensbereiche – Investment Companies

Fresenius Medical Care 
(Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)

Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 30. Juni 2023 behandelte Fresenius Medical Care rund 344.000 Patientinnen und Patienten in 4.050 Dialysezentren. Zu den wichtigsten Produktgruppen zählen Dialysatoren und Dialysegeräte. Darüber hinaus erbringt Fresenius Medical Care dialysebezogene Dienstleistungen.   

2. Quartal 2023 Fresenius Medical Care

  • Fresenius Medical Care setzt Strategie erfolgreich um
  • Organisches Wachstum in den Bereichen Care Enablement und Care Delivery im zweiten Quartal beschleunigt
  • Einsparungen aus dem Transformationsprogramm FME25 voll im Plan
  • Rechtsformwechsel in eine deutsche Aktiengesellschaft von den Aktionärinnen und Aktionären beschlossen
  • Prognosespanne für das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 präzisiert


Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 1 % auf 4.825 Mio € (währungsbereinigt: +6 %, organisch: +6 %). Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz von Fresenius Medical Care um 2 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 9.529 Mio € 
(1. Halbjahr 2021: 9.305 Mio €). 

Der EBIT stieg um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 357 Mio € (2. Quartal 2022: 341 Mio €). Dies entspricht einer Marge von 7,4 % (2. Quartal 2022: 7,2 %). Ohne Sondereffekte und U.S. Provider Relief Funding (PRF) stieg der EBIT um 41 % auf 401 Mio € (währungsbereinigt: 44 %), was einer Marge von 8,3 % entspricht (2. Quartal 2022: 6,0 %).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Gemäß Ausblick für das Geschäftsjahr 2023; Vergleichsbasis 2022 bereinigt um Unterstützungszahlungen des Provider Relief Fund (PRF) an Fresenius Medical Care.
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Im 1. Halbjahr 2022 fiel der EBIT von Fresenius Medical Care um 10 % (währungsbereinigt: -11 %) auf 618 Mio € (1. Halbjahr 2022: 688 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 6,5 % (1. Halbjahr 2022: 7,4 %). Ohne Sondereffekte und PRF stieg der EBIT um 12 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 755 Mio € (1. Halbjahr 2022: 675 Mio €) bei einer EBIT-Marge von 7,9 % (1. Halbjahr 2022: 7,3 %).

Das Ergebnis1 sank um 5 % auf 140 Mio € (währungsbereinigt: -4 %). Ohne Sondereffekte und PRF erhöhte sich das Ergebnis1 um 51 % auf 175 Mio € (währungsbereinigt: 54 %). 
Im 1. Halbjahr 2022 fiel das Ergebnis1 von Fresenius Medical Care um 26 % (währungsbereinigt: -26 %) auf 227 Mio € (1. Halbjahr 2022: 305 Mio €). Ohne Sondereffekte und PRF erhöhte sich das Ergebnis1 um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 329 Mio € (1. Halbjahr 2022: 313 Mio €).

Im zweiten Quartal erwirtschaftete Fresenius Medical Care einen operativen Cashflow in Höhe von 1.007 Mio € (2. Quartal 2022: 751 Mio €). Dies entspricht einer Marge von 20,9 % (2. Quartal 2022: 15,8 %). Der Anstieg ist vor allem auf die 2022 erfolgte Rückzahlung von Vorauszahlungen, die das Unternehmen ursprünglich im Jahr 2020 im Rahmen des Medicare Accelerated and Advance Payment Program erhalten hatte, sowie auf die Saisonalität der Rechnungsstellung zurückzuführen. 
Im 1. Halbjahr erwirtschaftete Fresenius Medical Care einen operativen Cashflow von 1.150 Mio € (1. Halbjahr 2022: 910 Mio €), was einer Marge von 12,1 % entspricht (1. Halbjahr 2022: 9,8 %).

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.

Das Unternehmen erwartet für 2023 weiterhin ein Umsatzwachstum1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Auf Basis der Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr präzisiert Fresenius Medical Care die Zielspanne für den EBIT im Geschäftsjahr 2023. Das Unternehmen erwartet nun, dass der EBIT2 stabil bleibt oder im bis zu niedrigen einstelligen Prozentbereich3 zurückgeht (bisheriges Ziel: stabil oder Rückgang im bis zu hohen einstelligen Prozentbereich). Das Ziel des Unternehmens, bis 2025 eine operative Marge von 10 bis 14% zu erreichen, bleibt unverändert.


Für weitere Informationen siehe die Pressemitteilung von Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.

1 Basis 2022: 19.398 Mio €
2 Basis 2022: 1.540 Mio €
3 Umsatz und EBIT auf die im Ausblick Bezug genommen wird, sind währungsbereinigt und ohne Sondereffekte. Sondereffekte werden als separate KPI („Umsatz ohne Sondereffekte“, EBIT ohne Sondereffekte“) angegeben, um Effekte zu erfassen, die ungewöhnlicher Natur sind und zum Zeitpunkt der Prognose nicht vorhersehbar waren oder deren Umfang oder Auswirkungen nicht absehbar waren. Diese Posten werden bereinigt, um die Vergleichbarkeit der vorgelegten Zahlen mit den Finanzzielen des Unternehmens zu gewährleisten, die ohne Sondereffekte definiert wurden. 
Im Geschäftsjahr 2022 gehörten zu den Sondereffekten Kosten im Zusammenhang mit dem FME25-Programm, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei, die Neubewertung der Humacyte-Investitionen und der Nettogewinn im Zusammenhang mit InterWell Health. Darüber hinaus wurde die Basis (Geschäftsjahr 2022) für den Ausblick für 2023 um die von der U.S.-Regierung erhaltenen Unterstützungsleistungen („Provider Relief Fund”, PRF) bereinigt. Für das Geschäftsjahr 2023 beinhalten die Sondereffekte Kosten im Zusammenhang mit dem FME25-Programm, die Neubewertung der Humacyte-Investitionen, die Kosten im Zusammenhang mit der Rechtsformumwandlung und die Auswirkungen der Optimierung des Portfolios.



Fresenius Vamed

Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung. 

2. Quartal 2023 Fresenius Vamed  

  • Negative Umsatzentwicklung durch Projektverzögerungen sowie Portfolioanpassungen im Rahmen der Maßnahmen zur Transformation des Unternehmens 
  • EBIT1 belastet durch fehlende Umsatzerlöse und Einmaleffekte 
  • Umfassendes Transformationsprogramm begonnen


Der Umsatz von Fresenius Vamed fiel um 6 % (währungsbereinigt: -6 %) auf 531 Mio € (2. Quartal 2022: 562 Mio €). Organisch fiel der Umsatz um 7 %. 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz von Fresenius Vamed um 4 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 1.114 Mio € (1. Halbjahr 2022: 1.075 Mio €). Organisch stieg der Umsatz um 3 %.

Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg um 6 % (währungsbereinigt: 5%) auf 443 Mio € (2. Quartal 2022: 417 Mio €) aufgrund der guten Entwicklung bei High-End Services (HES).
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft um 7 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 879 Mio € (1. Halbjahr 2022: 822 Mio €).

1 Vor Sondereinflüssen  
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.



Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 39 % (währungsbereinigt: -39 %) auf 88 Mio € (2. Quartal 2022: 145 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 fiel der Umsatz im Projektgeschäft um 7 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 235 Mio € (1. Halbjahr 2022: 253 Mio €).

Der EBIT1 fiel auf -20 Mio € (2. Quartal 2022: 11 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von -3,8 % (2. Quartal 2022: 2,0 %). Hauptursachen waren die schwache Umsatzentwicklung und negative Einmaleffekte. Um der negativen EBIT-Entwicklung entgegenzuwirken, wurde ein umfangreiches Transformationsprogramm eingeleitet. 
Im 1. Halbjahr 2023 fiel der EBIT1 auf -47 Mio € (1. Halbjahr 2022: 19 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von -4,2 % (1. Halbjahr 2022: 1,8 %).

Das Ergebnis1,2 fiel auf -31 Mio € (2. Quartal 2022: 6 Mio €). 
Im 1. Halbjahr 2023 fiel das Ergebnis1,2 auf -67 Mio € (1. Halbjahr 2022: 10 Mio €).

Der Auftragseingang betrug 179 Mio € (2. Quartal 2022: 253 Mio €). Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2023 lag bei 3.280 Mio €  (31. Dezember 2022: 3.689 Mio €). 

Der operative Cashflow fiel auf 2 Mio € (2. Quartal 2022: 7 Mio €) aufgrund des negativen Ergebnisses. Die Cashflow-Marge betrug 0,4 % (2. Quartal 2022: 1,2 %). Im 1. Halbjahr 2023 fiel der operative Cashflow auf -66 Mio € (1. Halbjahr 2022: -38 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug -5,9 % (1. Halbjahr 2022: -3,5 %).

Fresenius Vamed erwartet für das Geschäftsjahr 2023 unverändert ein organisches Umsatzwachstum4 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge5 soll deutlich unter dem strukturellen Margenband von 4 bis 6 % liegen.

1 Vor Sondereinflüssen  
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
3 Darin enthalten ist ein bedingt vereinbarter Auftragsbestand in Höhe von 1.017 Mio €
4 Basis 2022: 2.359 Mio €
5 Basis 2022: EBIT-Marge: 0,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.

 

Telefonkonferenz und Webcast
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 2. Quartal 2023 findet am 2. August 2023 um 13.30 Uhr (CEDT) / 07.30 Uhr EDT eine Telefonkonferenz bzw. ein Webcast statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.com/de/events-und-roadshows. Nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung als Mitschnitt zur Verfügung.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Advancing patient care – Versorgung von Patientinnen und Patienten weltweit mit erstklassigen Gesundheitsprodukten und Therapien 
  • Aktiv in hochattraktiven Märkten – Einzigartige Plattform mit vier führenden, sich ergänzenden Geschäften in großen, wachsenden Märkten positioniert Fresenius Kabi hervorragend, um von Paradigmenwechseln im Gesundheitswesen zu profitieren 
  • Umsetzung der Vision 2026 – Leitfaden von Fresenius Kabi trägt entscheidend zur Konzernstrategie #FutureFresenius bei, mit Fokus auf klaren Werttreibern in seinen vier Geschäftsbereichen 
  • Anhebung des Ausblicks 2023 für Fresenius Kabi – Mittleres einstelliges organisches Umsatzwachstum1 (bisher: Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich1) und eine EBIT-Marge2 von rund 14 % erwartet (bisher: rund 1 %-Punkt unter dem strukturellen Margenband2 von 14 bis 17 %)
  • Verbesserung des mittelfristigen Ambitionsniveaus – Bis 2026 strebt das Unternehmen das obere Ende des strukturellen EBIT-Margenbandes von 14 bis 17 % an

1Basis 2022: 7.850 Mio €
 2Basis 2022: EBIT-Marge: 13,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen


Fresenius veranstaltet heute einen Capital Markets Day in London, der sich auf Fresenius Kabi konzentriert, ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern, der auf die Versorgung schwer und chronisch kranker Menschen mit lebenswichtigen Produkten spezialisiert ist. Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, informiert gemeinsam mit Pierluigi Antonelli, dem Vorstandsvorsitzenden von Fresenius Kabi sowie Mitgliedern des Führungsteams von Fresenius Kabi über die Wachstumsperspektiven des Unternehmens.

Im Rahmen des Capital Markets Day gibt Fresenius Kabi einen Überblick über die Umsetzung seines Leitfadens Vision 2026, den Wachstumskurs und die nachhaltige Wertsteigerung des Unternehmens sowie die Ausblicke für die einzelnen Geschäftsbereiche. 

Fresenius Kabi hat entscheidende Veränderungen vorgenommen, um seine Positionen in den drei Wachstumsvektoren Biopharma, MedTech und Nutrition zu stärken und Resilienz im Bereich Pharma aufzubauen. Das Unternehmen hat führende Positionen in verschiedenen hochattraktiven Gesundheitsmärkten und ist daher bestens positioniert, um von den großen Paradigmenwechseln in den Bereichen Biologie, Technologie und Daten zu profitieren. Fresenius Kabi will seine Marktposition nutzen, um die stetig wachsende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und kostengünstigen Behandlungen zu decken.

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, eröffnete den Capital Markets Day: „Fresenius treibt die Vereinfachung, Fokussierung und Performance mit dem Ziel voran, die Patientenversorgung zu verbessern. Fresenius Kabi – jetzt gegliedert in die Bereiche Pharma, Biopharma, Ernährung und MedTech – ist der Schlüssel zu unserer Mission sowie zu einer verbesserten finanziellen Performance.“

Sen weiter: „Größere Transparenz wird das Verständnis und die Wertschätzung für die Stärken und anspruchsvollen Ziele von Fresenius Kabi erhöhen. Das ist das Ziel des heutigen Tages. Kabi entwickelt die Patientenversorgung jeden Tag weiter und verbessert Behandlungen zum Wohle der Patienten weltweit. Das Unternehmen verfügt über hervorragende Präparate und Produkte, eine globale Kunden- und Produktionspräsenz und eine spannende Pipeline mit Innovationen. Das neue Management-Team hat die Energie und das Know-how, um all diese Stärken weiterzuentwickeln und zu den finanziellen Zielen beizutragen, die wir uns für den Konzern gesetzt haben.“

Auf dem Capital Markets Day erläutert das Unternehmen die Entscheidung, den Umsatz- und EBIT-Ausblick für das Jahr 2023 anzuheben und das Ambitionsniveau für die EBIT-Marge für das Jahr 2026 zu verbessern. Für das Jahr 2023 rechnet Fresenius Kabi nun mit einem organischen Umsatzwachstum1 im mittleren einstelligen Prozentbereich (bisher: niedriges bis mittleres einstelliges Wachstum1) und einer EBIT-Marge2 von rund 14 % (bisher: rund 1 %-Punkt unter dem strukturellen Margenband2 von 14 bis 17 %). Der Ausblick der Fresenius-Gruppe bleibt unverändert. Für 2026 strebt Fresenius Kabi nun EBIT-Margen am oberen Ende des strukturellen Margenbandes von 14 bis 17 % an. 

1Basis 2022: 7.850 Mio €
 2Basis 2022: EBIT-Marge: 13,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen

Pierluigi Antonelli, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Kabi, sagte: „Fresenius Kabi bietet in allen vier Segmenten relevante und fortschrittliche Therapien an. Fresenius Kabi hat einen klaren Fahrplan zur Wertsteigerung. Wir konzentrieren uns in allen vier Geschäftsbereichen auf eine disziplinierte Umsetzung von Initiativen, die auf ein nachhaltiges und langfristig profitables Wachstum abzielen – zum Wohle unserer Patienten, Kunden und Aktionäre. Wir haben auf diesem Weg bereits bedeutende Fortschritte gemacht. Wir verfügen über ein starkes und erfahrenes Führungsteam mit einer wirklich einzigartigen Mischung aus Kompetenzen, klarer Verantwortlichkeit und leistungsorientierter Ausrichtung.“

Highlights der Präsentationen
Das neue Führungsteam von Fresenius Kabi stellt einige der organisatorischen und operativen Veränderungen sowie Details zu den drei Wachstumsvektoren (BioPharma, Nutrition und MedTech) und dem Pharmageschäft vor, in dem das Unternehmen weiter Resilienz aufbaut.

Markteinführungen im Bereich Nutrition – Das Geschäftsfeld Nutrition von Fresenius Kabi (Umsatz 2022: 2,4 Mrd €) konzentriert sich auf die attraktiven Märkte für parenterale Ernährung (PN) und enterale Ernährung (EN). Mit einem breiten und innovativen Produktportfolio, das unter anderem Mehrkammerbeutel, Lipide, Aminosäuren, Zusatzstoffe, Trink- und Sondennahrung, Pulver und ernährungsphysiologisch wirksame Arzneimittel umfasst, nimmt Fresenius Kabi in mehreren wichtigen Regionen eine führende Position ein. Das führende Portfolio bietet großes Potenzial durch innovative Produkte und einen optimierten Produkt- und Markt-Mix. Das Unternehmen sieht signifikante geografische Expansionsmöglichkeiten, vor allem in China und auf dem US-Markt.

Der Umsatz im Bereich Nutrition soll im Zeitraum 2022 bis 2026 mit 4 bis 7 % p.a. organisch wachsen. Fresenius Kabi strebt stabile EBIT-Margen auf hohem Niveau mit weiterem Wachstumspotenzial an. 

Expansion im Bereich MedTech – Das MedTech-Geschäft von Fresenius Kabi (Umsatz 2022: 1,4 Mrd €) besteht aus dem Bereich Infusions- und Ernährungssysteme (INS) und dem Bereich Transfusionsmedizin und Zelltherapien (TCT). Im Bereich INS bietet das Unternehmen eine Reihe von Infusionspumpen, IV-Zugangssystemen, Ernährungssystemen und Ernährungssonden an. Fresenius Kabi bietet im Bereich TCT ein breites Portfolio an Produkten für die Blutentnahme, Apherese, Plasmaverarbeitung, Autotransfusionen und Zelltherapien an. Hier nimmt das Unternehmen führende Positionen in wachstumsstarken Segmenten wie Plasma- sowie Zell- und Gentherapien ein. Fresenius Kabi plant, seine INS-Präsenz in den USA mit Hilfe von Ivenix, einem 2022 übernommenen Unternehmen, auszubauen und strebt außerdem an, im Bereich Software-Lösungen zu wachsen.

Im Zeitraum 2022 bis 2026 wird ein organisches Umsatzwachstum von 8 bis 10 % p.a. angestrebt. Für die EBIT-Margen wird eine starke Verbesserung angestrebt. 

Erweiterung im Bereich BioPharma – BioPharma (Umsatz 2022: 0,2 Mrd €) umfasst ein schnell wachsendes Geschäft mit Biosimilars und eine sich entwickelnde CDMO-Einheit1. Nach einer Phase umfangreicher Investitionen in den Aufbau von Kapazitäten und der Pipeline ist Biopharma nun für beschleunigtes Wachstum aufgestellt. Hierbei kann das Unternehmen erfolgreiche Markteintritte von Produkten in Europa und anderen Ländern der Welt vorweisen. Basierend auf Portfolio und Pipeline in den Bereichen Autoimmunkrankheiten und Onkologie soll Fresenius Kabi stärker als der Markt wachsen. Die Skalierung und vertikale Integration mit mAbxience bietet ferner Synergieeffekte zur Verbesserung der Margen.

1Organisation für Auftragsentwicklung und -fertigung

Im Zeitraum 2022 bis 2026 wird für den Bereich Biopharma eine Verdrei- bis Vervierfachung des Umsatzes erwartet. Fresenius Kabi erwartet eine deutliche Verbesserung der Margen und strebt an, im Jahr 2024 den Breakeven beim EBITDA zu erreichen. 

Resilienz aufbauen im Bereich Pharma – Der Geschäftsbereich Pharma von Fresenius Kabi (Umsatz 2022: 3,8 Mrd €) bietet systemkritische generische intravenöse Arzneimittel und Flüssigkeiten, mit denen ein großer globaler Markt bedient wird mit einem Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich. Fresenius Kabi ist ein führender Anbieter von intravenös zu verabreichenden Arzneimitteln in den Bereichen Anästhesie und Analgetika, Antiinfektiva, Intensivmedizin und Onkologie sowie von intravenös zu verabreichenden Flüssigkeiten wie kristalloiden und kolloiden Flüssigkeiten. Das Pharmageschäft von Fresenius Kabi basiert auf einer starken Marktpräsenz in attraktiven Märkten mit langjährigen Kunden und einer hohen Vertragskompetenz. Die breite Pipeline an neuen Produkten und Bereichen mit Produktdifferenzierungen deckt rund 80 % der relevanten „drugs losing exclusivity“ (LOE) in den USA ab. 

Für den Zeitraum 2022 bis 2026 wird ein organisches Umsatzwachstum von 2 bis 4 % p.a. prognostiziert. Bei Pharma liegt der Schwerpunkt auf einer stabilen Margenentwicklung und dem Gewinnwachstum. 

Webcast der Veranstaltung:
Der Fresenius Kabi Capital Markets Day wird als Webcast im Internet verfügbar sein unter: https://www.fresenius.com/capital-markets-day. Im Anschluss an die Präsentationen wird eine Aufzeichnung auf unserer Website verfügbar sein.

  • Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care kommt planmäßig voran
  • Der Konzernumsatz stieg um 5 % auf 10,2 Mrd € aufgrund insgesamt guter Entwicklung in der Gruppe 
  • Der währungsbereinigte Konzern-EBIT ging erwartungsgemäß um 10 %  auf 908 Mio € zurück. Dabei blieb der EBIT der Operating Companies trotz inflationsbedingten Kostensteigerungen stabil auf dem Vorjahresniveau, wohingegen die Entwicklung der Investment Companies das EBIT deutlich belastete
  • Fresenius Kabi erreichte mit einer EBIT-Marge von 14,5 % bereits das strukturelle Margenband
  • Erhöhte Transparenz durch Umstellung der Finanzberichterstattung bei Fresenius Kabi von einer geografischen auf eine Produktsegment bezogene Darstellung
  • Fresenius Helios mit gutem organischen Umsatzwachstum aufgrund steigender Fallzahlen
  • Mit strukturellen Produktivitätsverbesserungen wurden Einsparungen von ~130 Mio € im ersten Quartal 2023 erreicht
  • Konzernausblick bestätigt

Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 1. Quartal 2023. 

 

 Gemäß Ausblick für das Geschäftsjahr 2023, ohne Provider Relief Fund (PRF) bei Fresenius Medical Care
 2 Vor Sondereinflüssen, Q1/22 angepasst nach Neubewertung des Anteils an Humacyte
 3 Vor Sondereinflüssen


„Einfachere Konzernstruktur, verbesserte Performance und klarer Fokus: Die Weichen sind gestellt. Unsere Produktivitätsmaßnahmen greifen. Fresenius ist mit einer erfreulich guten Wachstumsdynamik ins neue Jahr gestartet“, sagt Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius. „Unsere Operating Companies Fresenius Kabi und Fresenius Helios haben ein starkes erstes Quartal gezeigt. Die Dekonsolidierung der Fresenius Medical Care liegt im Plan und der Turnaround kommt ebenfalls voran. Dieses Momentum wollen wir verstärken, und hier sind alle Unternehmensbereiche gefordert.“

Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care 
Die Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care kommt planmäßig voran. Das Konzept zur Umsetzung ist fertiggestellt und die entsprechenden Verträge werden derzeit ausgearbeitet. Der Termin für die außerordentliche Hauptversammlung von Fresenius Medical Care ist auf den 14. Juli 2023 festgelegt worden. Vorbehaltlich der erforderlichen Zustimmungen der Aktionärinnen und Aktionäre sowie der Eintragung im Handelsregister, soll der Formwechsel bis spätestens Ende des Geschäftsjahres 2023 umgesetzt werden. 

Darüber hinaus wird ab dem 1. Quartal 2023 Fresenius Medical Care bei ausgewählten Kennzahlen der Finanzberichterstattung des Konzerns separat ausgewiesen und bildet somit bereits heute #FutureFresenius ab.

Strukturelle Produktivitätsverbesserung
Aus dem Kosten- und Effizienzprogramm wurden im 1. Quartal 2023 bereits rund 130 Mio € an strukturellen Kosteneinsparungen auf EBIT-Ebene und damit bereits rund 25% der für 2023 geplanten Einsparungen erzielt. Im gleichen Zeitraum fielen Einmalaufwendungen von rund 50 Mio € an, um diese Einsparungen zu realisieren. Diese werden als Sondereinflüsse ausgewiesen. Davon investierte Fresenius Medical Care 26 Mio € und erzielte Kosteneinsparungen in Höhe von rund 60 Mio €. 

Konzern-Ausblick für 2023 bestätigt
Fresenius erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Konzernumsatzwachstum1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der währungsbereinigte EBIT2 des Konzerns soll in etwa stabil bleiben oder im bis zu hohen einstelligen Prozentbereich zurückgehen. 

Ohne Fresenius Medical Care soll der währungsbereinigte Konzern-EBIT3 in etwa stabil bleiben oder im bis zu mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgehen.

Fresenius rechnet damit, dass die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA4 zum Jahresende 2023 leicht über dem Wert des Geschäftsjahresende 2022 liegen wird (31. Dezember 2022: 3,65x5), abhängig von Desinvestitionsaktivitäten. Der selbst definierte Zielkorridor für den Verschuldungsgrad liegt unverändert bei 3,0x bis 3,5x.

Erwartungen zu Einflüssen auf das Geschäftsjahr 2023
Für das Geschäftsjahr 2023 geht Fresenius davon aus, dass es weder zu weiteren Verschärfungen geopolitischer Spannungen noch zu einer Verschlechterung der aktuellen Lage durch COVID-19 kommen wird und dass sich Lieferkettenengpässe zunehmend abschwächen. Fresenius erwartet darüber hinaus, dass sich die allgemeine Kosteninflation und der Arbeitskräftemangel deutlich negativer auf das Geschäft auswirken werden als im Jahr 2022. Dies ist im Wesentlichen auf die sich annualisierenden Belastungen durch Kosteninflation zurückzuführen.

Mögliche Auswirkungen erhöhter Volatilität und eingeschränkter Visibilität auf Geschäftsentwicklung und Bilanz wird Fresenius weiterhin genau beobachten.

Im Hinblick auf den Beitrag von Fresenius Medical Care zu den Finanzzahlen des Fresenius-Konzerns gelten die für den Ausblick von Fresenius Medical Care für das Geschäftsjahr 2023 getroffenen Annahmen auch vollumfänglich für den Ausblick des Fresenius-Konzerns. 2022 wurde der EBIT von Fresenius Medical Care durch finanzielle Unterstützung der US-Regierung in Höhe von 277 Mio € (nicht-währungsbereinigt) positiv beeinflusst. Für 2023 erwartet das Unternehmen dagegen keine weitere Unterstützung der Regierung. 

Alle diese Annahmen sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

1 Basis 2022: 40.840 Mio €
2 Basis 2022: 3.727 Mio €, vor Sondereinflüssen, vor PRF; 2023 vor Sondereinflüssen
3 Basis 2022: 2.187 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen
4 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 18-23.

5 % Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz
Der Konzernumsatz stieg um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 10.225 Mio € (1. Quartal 2022: 9.720 Mio €). Das organische Wachstum betrug 5 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 0 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten insgesamt keinen Einfluss auf das Umsatzwachstum. Ohne Fresenius Medical Care, stieg der Konzernumsatz um 7 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 5.546 Mio € (1. Quartal 2022: 5.192 Mio €).

Erwartungsgemäß 10 %Rückgang beim währungsbereinigten EBIT2 
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen fiel um 5 % (währungsbereinigt: -6 %) auf 1.585 Mio € (1. Quartal 20222: 1.662 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.491 Mio € (1. Quartal 2022: 1.595 Mio €).

Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 9 % (währungsbereinigt: -11 %/-10 %1) auf 908 Mio € (1. Quartal 20222: 1.000 Mio €). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die erwartete Annualisierung von Inflationseffekten wie Kostensteigerungen bei Personal, Material, Logistik und Energie zurückzuführen. Dies ist dadurch begründet, dass H2/2022 im Vergleich zu H1/2022 stärkere inflationsbedingte Kostensteigerungen aufwies. Darüber hinaus hat die sehr negative Entwicklung bei Fresenius Vamed den Konzern-EBIT belastet. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 8,9 % (1. Quartal 20222: 10,3 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 787 Mio € (1. Quartal 2022: 902 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 7 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 554 Mio € (1. Quartal 20222: 593 Mio €). Die EBIT-Marge ohne Fresenius Medical Care vor Sondereinflüssen betrug 10,0 % (1. Quartal 20222: 11,4 %).

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen lag bei -170 Mio € (1. Quartal 20222: -119 Mio €), im Wesentlichen aufgrund von Refinanzierungsaktivitäten in einem gestiegenem Zinsumfeld. Das berichtete Zinsergebnis lag bei -170 Mio € (1. Quartal 2022: -118 Mio €). 

Die Steuerquote vor Sondereinflüssen stieg auf 24,9 % (1. Quartal 20222: 22,7 %), im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs des Anteils der steuerlich nicht absetzbaren Aufwendungen im Vergleich zum steuerpflichtigen Einkommen bei Fresenius Medical Care sowie der Nichtansetzung von erhöhten Verlustvorträgen. Die berichtete Steuerquote betrug 25,0 % (1.  Quartal 2022: 23,6 %). 

Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei 
-165 Mio € (1. Quartal 20222: -218 Mio €). Davon entfielen 93 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -117 Mio € (1. Quartal 2022: -186 Mio €). 

1 Gemäß Ausblick für das Geschäftsjahr 2023, ohne Provider Relief Fund (PRF) bei Fresenius Medical Care
2 Vor Sondereinflüssen 

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 18-23. 


Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen fiel um 16 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 389 Mio € (1. Quartal 20222: 463 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf inflationsbedingte Kostensteigerungen und die negative Ergebnisentwicklung bei Fresenius Vamed zurückzuführen. Darüber hinaus haben steigende Zinskosten und eine höhere Steuerquote die Ergebnisentwicklung belastet. Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf 346 Mio € (1. Quartal 2022: 413 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen um 14 % (währungsbereinigt: -16 %) auf 341 Mio € (1. Quartal 20222: 397 Mio €).

Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen fiel um 17 % (währungsbereinigt: -18 %) auf 0,69 € (1. Quartal 20222: 0,83 €). Das berichtete Ergebnis je Aktiebetrug 0,61 € (1. Quartal 2022: 0,74 €). 

Investitionen 
Fresenius investierte 353 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 3 % des Konzernumsatzes (1. Quartal 2022: 338 Mio €; 3 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken. Ohne Fresenius Medical Care investierte Fresenius 211 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Umsatzes. (1. Quartal 2022: 176 Mio €; 3 % des Umsatzes). 

Das Akquisitionsvolumen betrug 68 Mio € (1. Quartal 2022: 162 Mio €) und entfiel im Wesentlichen auf Investitionen in Fremdkapitalinstrumente und den Erwerb von Dialysekliniken durch Fresenius Medical Care. Ohne Fresenius Medical Care betrug das Akquisitionsvolumen 18 Mio € (1. Quartal 2022: 79 Mio €).

Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow stieg auf 175 Mio € (1. Quartal 2022: 101 Mio €) aufgrund der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen zur Abfederung der Energiekostensteigerungen für Fresenius Helios in Deutschland. Bei Fresenius Kabi belasteten insbesondere gestiegene Forderungen und Vorräte den Cashflow. Darüber hinaus wirkte sich die Ergebnisentwicklung bei Fresenius Vamed negativ aus. Das erste Quartal ist aufgrund von zeitlichen Verschiebungen mit Nachholeffekten im Laufe des Jahres traditionell ein schwächeres Cashflow-Quartal. Die operative Cashflow-Marge betrug 1,7 % (1. Quartal 2022: 1,0 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden stieg auf -177 Mio € (1. Quartal 2022: -255 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden stieg auf -281 Mio € (1. Quartal 2022: -403 Mio €). 

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 18-23.

Die als Verhältnis des adjustierten Free Cashflow1 zum EBIT vor Sondereinflüssen definierte Cash Conversion Rate (CCR) belief sich auf 0,3 (LTM: 1,1). Nachdem das erste Quartal aufgrund von zeitlichen Verschiebungen traditionell ein schwächeres Cashflow-Quartal ist, wird eine Aufholung im Laufe des Jahres erwartet.

Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns blieb gegenüber dem Jahresende 2022 so gut wie unverändert (währungsbereinigt: 1 %) und lag bei 76.553 Mio € (31. Dezember 2022: 76.415 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten zurückzuführen, wohingegen Währungsumrechnungseffekte gegenläufig wirkten. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 5 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 19.102 Mio € (31. Dezember 2022: 18.279 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die langfristigen Vermögenswerte fielen um 1 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 57.451 Mio € (31. Dezember 2022: 58.136 Mio €).

Das Eigenkapital fiel um 0 % (stieg währungsbereinigt um 2 %) auf 32.173 Mio € (31. Dezember 2022: 32.218 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 42,0 % (31. Dezember 2022: 42,2 %). 

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 0 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 27.765 Mio € (31. Dezember 2022: 27.763 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 2 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 25.444 Mio € (31. Dezember 2022: 25.014 Mio €).

Der Verschuldungsgrad zum 31. März 2023 lag bei 3,79x2,3 (31. Dezember 2022: 3,65x1,2). Der Anstieg ist im Wesentlichen aufgrund des niedrigeren EBITDA sowie auf gestiegene Netto-Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Ohne Fresenius Medical Care lag der Verschuldungsgrad bei 3,96x1,2 (31. Dezember 2023: 3,80x1,2).

Im 1. Quartal 2023 lag der ROIC bei 4,8 % aufgrund des niedrigeren EBIT (4. Quartal 2022: 5,1%). Ohne Fresenius Medical Care lag der ROIC bei 5,2 % (4. Quartal 2022: 5,6 %).

Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden; vor Zinsen, Steuern und vor Sondereinflüssen
2 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen
3 Vor Sondereinflüssen

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Unternehmensbereiche – Operating Companies

Fresenius Kabi

Fresenius Kabi ist spezialisiert auf Produkte für die Therapie und Versorgung von kritisch und chronisch kranken Patientinnen und Patienten. Das Portfolio umfasst Biopharmazeutika, klinische Ernährung, MedTech-Produkte, intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel (I.V.-Arzneimittel) sowie I.V.-Flüssigkeiten.

  • Starkes organisches Umsatzwachstum in allen drei Wachstumsvektoren
  • Biopharma mit anhaltend dynamischer Entwicklung 
  • EBIT-Marge1 innerhalb des strukturellen Margenbandes trotz im Jahresvergleich deutlich höherer inflationsbedingter Kosten
  • Erhöhte Transparenz durch Umstellung der Finanzberichterstattung von einer geografischen auf eine Produktsegment bezogene Darstellung

Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 8 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 1.991 Mio € (1. Quartal 2022: 1.847 Mio €) im Wesentlichen getragen durch die gute Entwicklung der Wachstumsvektoren. Das organische Umsatzwachstum betrug 7 %. 

Der Umsatz im Bereich MedTech stieg um 11 % (organisch: 9 %) auf 378 Mio € (1. Quartal 2022: 342 Mio €) im Wesentlichen aufgrund der guten Entwicklung in Lateinamerika. 

Der Umsatz im Bereich Nutrition stieg um 4 % (organisch: 8 %) auf 602 Mio € (1. Quartal 2022: 577 Mio €) im Wesentlichen aufgrund der guten Entwicklung in Lateinamerika und Europa. 

Der Umsatz im Bereich Biopharma stieg um 207 % (organisch: 57 %) auf 71 Mio € (1. Quartal 2022: 23 Mio €) im Wesentlichen aufgrund der guten Entwicklung in Lateinamerika. 

Der Umsatz im Bereich Wachstumsvektoren (MedTech, Nutrition und Biopharma) stieg um 12 % (organisch: 10 %) auf 1.051 Mio € (1. Quartal 2022: 942 Mio €). 

1 Vor Sondereinflüssen
Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 18-23.

Der Umsatz im Bereich Pharma (IV Drugs & Fluids) stieg um 4 % (organisch: 3 %) auf 940 Mio € (1. Quartal 2022: 905 Mio €). Die gute Entwicklung in Europa und in Nordamerika wurde durch gegenläufige Effekte in China gedämpft.

Der EBIT1 fiel um 1 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 289 Mio € (1. Quartal 2022: 293 Mio €) aufgrund der Annualisierung von Kosteninflationseffekten. Die EBIT-Marge1 betrug 14,5 % (1. Quartal 2022: 15,9 %) und lag damit innerhalb des strukturellen EBIT-Margenbandes. Die positive sequenzielle Entwicklung ist auf das gut voranschreitende Kosteneinsparungsprogramm sowie auf selektive Preisanpassungen zurückzuführen. 

Der EBIT1 der Wachstumsvektoren (MedTech, Nutrition and Biopharma) fiel um 14 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 96 Mio € (1. Quartal 2022: 112 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Annualisierung von Kosteninflationseffekten. Die EBIT-Margebetrug 9,2 % (1. Quartal 2022: 11,9 %).

Der EBIT1 im Bereich Pharma (IV Drugs & Fluids) stieg um 7 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 197 Mio € (1. Quartal 2022: 185 Mio €) aufgrund der positiven Entwicklung in der nordamerikanischen Region. Die EBIT-Marge1 betrug 21,0 % (1. Quartal 2022: 20,4 %).

Das Ergebnis1,2 fiel um 5 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 191 Mio € (1. Quartal 2022: 201 Mio €). 

Der operative Cashflow fiel auf 21 Mio € (1. Quartal 2022: 133 Mio €), hauptsächlich aufgrund von zeitlichen Verschiebungen und dem Aufbau von Nettoumlaufvermögen, insbesondere höheren Vorräten. Die Cashflow-Marge betrug 1,1 % (1. Quartal 2022: 7,2 %). 

Fresenius Kabi erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll in etwa ein Prozentpunkt unter dem strukturellen Margenband von 14 bis 17 % liegen. 

Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Basis 2022: 7.850 Mio €
4 Basis 2022: EBIT-Marge: 13,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen 

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 18-23.


Fresenius Helios

Fresenius Helios ist Europas führender privater Gesundheitsdienstleister. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland, Helios Spanien und Helios Fertility. Helios Deutschland betreibt 87 Krankenhäuser, rund 240 Medizinische Versorgungszentren, 22 arbeitsmedizinische Zentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 50 Krankenhäuser, ~100 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 8 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv. Helios Fertility bietet ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.

  • Fresenius Helios mit gutem organischen Umsatzwachstum aufgrund steigender Fallzahlen in allen Bereichen
  • EBIT-Marge1 solide durch erfolgreiche Maßnahmen gegen inflationsbedingte Kostensteigerungen
  • Erholung bei Helios Fertility aufgrund steigender Nachfrage nach Behandlungen

Der Umsatz stieg um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 3.066 Mio € (1. Quartal 2022: 2.931 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 5 %. Akquisitionen trugen 0 % zum Umsatzwachstum bei. 

Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 3 % (organisch: 3 %) auf 1.828 Mio € (1. Quartal 2022: 1.783 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von gestiegenen Fallzahlen.

Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 7 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 1.170 Mio € (1. Quartal 2022: 1.089 Mio €). Das organische Wachstum betrug 8 % und ist auf eine anhaltende Nachfrage nach Behandlungen zurückzuführen. Ferner zeigten die Krankenhäuser in Lateinamerika eine gute Entwicklung. 

Der Umsatz von Helios Fertility stieg um 16 % (währungsbereinigt: 18 %) auf 66 Mio € (1. Quartal 2022: 57 Mio €) nachdem sich die Nachfrage nach Behandlungen wieder erholt. 

1 Vor Sondereinflüssen
Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 18-23.

Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 2 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 311 Mio € 
(1. Quartal 2022: 306 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,1 % (1. Quartal 2022: 10,4 %). 

Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg trotz Kosteninflation um 1 % auf 155 Mio € (1. Quartal 2022: 154 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,5 % (1. Quartal 2022: 8,6 %). 

Der EBIT1 von Helios Spanien stieg aufgrund des guten Umsatzwachstums und trotz gestiegener Kosteninflation um 3 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 157 Mio € (1. Quartal 2022: 153 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 13,4 % (1. Quartal 2022: 14,0 %). 

Der EBIT1 von Helios Fertility betrug 4 Mio € (1. Quartal 2022: 4 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 6,1 % (1. Quartal 2022: 7,0 %). 

Das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios fiel um 3 % (währungsbereinigt: -2 %) auf 190 Mio € (1. Quartal 2022: 195 Mio €). 

Der operative Cashflow stieg auf 108 Mio € (1. Quartal 2022: -136 Mio €). Dies ist hauptsächlich auf staatliche Unterstützungsmaßnahmen zur Abfederung der höheren Energiekosten in Deutschland und ein verbessertes Management des Netto-Umlaufvermögens zurückzuführen. Die Cashflow-Marge lag bei 3,5 % (1. Quartal 2022: -4,6 %). 
 

Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstum3 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll innerhalb des strukturellen Margenbands von 9 bis 11 % liegen.

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt.
3 Basis 2022: 11.716 Mio €
Basis 2022: EBIT-Marge: 10,1 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 18-23.


Die Unternehmensbereiche – Investment Companies

Fresenius Medical Care
(Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)

Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 31. März 2023 behandelte Fresenius Medical Care rund 343.000 Patientinnen und Patienten in 4.060 Dialysezentren. Zu den wichtigsten Produktgruppen zählen Dialysatoren und Dialysegeräte. Darüber hinaus erbringt Fresenius Medical Care dialysebezogene Dienstleistungen.  

  • Beide Segmente tragen zum organischen Wachstum bei: Care Delivery mit verbesserter Volumenentwicklung; Care Enablement profitiert von starkem Geschäft im Bereich Intensivmedizin
  • Moderaterer Rückgang des operativen Ergebnisses aufgrund der zeitlichen Staffelung von Effekten, eines im Rahmen der Erwartungen weiter verbesserten organischen Wachstums, der Rückgang des Personalmangels in den USA sowie Fortschritten bei der FME25-Transformation
  • Erste Maßnahmen zur Optimierung des Bestandsportfolios durchgeführt

Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 3 % auf 4.704 Mio € (währungsbereinigt: +2 %, organisch: +2 %).

Der EBIT ging um 25 % zurück auf 261 Mio € (währungsbereinigt: -28 %). Dies entspricht einer Marge von 5,5 % (1. Quartal 2022: 7,6 %). Ohne Sondereffekte und U.S. Provider Relief Funding (PRF) sank der EBIT um 9 % auf 354 Mio € (währungsbereinigt: -13 %), was einer Marge von 7,5 % entspricht (1. Quartal 2022: 8,6 %).

Das Ergebnis2 sank um 45 % auf 86 Mio € (währungsbereinigt: -47 %). Ohne Sondereffekte und PRF verringerte sich das Ergebnis um 22 % auf 154 Mio € (währungsbereinigt:
-24 %).

Im 1. Quartal erwirtschaftete Fresenius Medical Care einen operativen Cashflow von 143 Mio € (1. Quartal 2022: 159 Mio €), was einer Marge von 3,0 % entspricht (1. Quartal 2022: 3,5 %). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal war hauptsächlich auf das niedrigere Ergebnis zurückzuführen.

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 18-23.

Auf Basis der Ergebnisse des ersten Quartals bestätigt Fresenius Medical Care seine Ziele für 2023. Das Unternehmen erwartet ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich1 und dass das operative Ergebnis stabil bleibt oder im bis zu hoch-einstelligen Prozentbereich2 zurückgeht.3

Für weitere Informationen siehe die Pressemitteilung von Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de. 

1 Basis 2022: 19.398 Mio €
2 Basis 2022: 1.540 Mio €
3 Umsatz und EBIT im Sinne dieses Ausblicks sind jeweils währungsbereinigt und berücksichtigen keine Sondereffekte. Sondereffekte werden als gesonderte Kennzahlen offengelegt („Umsatz ohne Sondereffekte“, EBIT ohne Sondereffekte“), um Effekte zu erfassen, die ungewöhnlicher Natur sind und zum Zeitpunkt der Erstellung der Prognose nicht vorhersehbar waren oder deren Umfang oder Auswirkungen nicht absehbar waren. Diese Effekte werden bereinigt, um die Vergleichbarkeit der vorgelegten Zahlen mit den Finanzzielen des Unternehmens zu gewährleisten, die ohne Sondereffekte festgelegt wurden.
Im Geschäftsjahr 2022 wurden Kosten im Zusammenhang mit dem FME25-Programm, die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei, die Neubewertung des beizulegenden Zeitwerts des Anteils an Humacyte, Inc. und der Nettogewinn im Zusammenhang mit InterWell Health als Sondereffekte behandelt. Darüber hinaus wurde die Basis (Geschäftsjahr 2022) des Ausblicks für 2023 und 2025 um die von der U.S.-Regierung erhaltenen Unterstützungsleistungen („Provider Relief Fund”, PRF) bereinigt. Im Geschäftsjahr 2023 werden Kosten im Zusammenhang mit dem FME25-Programm, Kosten im Zusammenhang mit der Umwandlung der Rechtsform und Effekte im Zusammenhang mit der Optimierung des Bestandsportfolios als Sondereffekte behandelt.

 

Fresenius Vamed

Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.

  • Umsatzwachstum getrieben durch technische Dienstleistungen und europäischem Projektgeschäft 
  • EBIT1 belastet durch schwache Entwicklung im Projektgeschäft und negative Einmaleffekte 
  • Umsetzung eines umfassenden Restrukturierungsprogramms begonnen 


Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg um 14 % (währungsbereinigt: 13 %) auf 583 Mio € (1. Quartal 2022: 513 Mio €). Organisch stieg der Umsatz um 13 %.

Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg um 8 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 436 Mio € (1. Quartal 2022: 405 Mio €), aufgrund der stärkeren Entwicklung der technischen Dienstleistungen in Deutschland, Italien und dem Vereinigten Königreich. Im Projektgeschäft stieg der Umsatz um 36 % (währungsbereinigt: 36 %) auf 147 Mio € (1. Quartal 2022: 108 Mio €). Die gute Umsatzentwicklung ist hauptsächlich auf höhere Umsätze im europäischen Projektgeschäft zurückzuführen.

Der EBIT1 fiel auf -27 Mio € (1. Quartal 2022: 8 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von -4,6 %
(1. Quartal 2022: 1,6 %). Haupttreiber für die schwache Entwicklung waren einige Teile des Projektgeschäfts, die keinen Deckungsbeitrag aufwiesen sowie bestimmte Geschäftsanbahnungen, die nicht wie geplant realisiert werden konnten und erhebliche negative Einmaleffekte aus dem Dienstleistungsgeschäft. Um der negativen EBIT-Entwicklung entgegenzuwirken, wurde ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm eingeleitet.

1 Vor Sondereinflüssen  
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 18-23.


Das Ergebnis1,2 fiel auf -36 Mio € (1. Quartal 2022: 4 Mio €).

Der Auftragseingang betrug 43 Mio € (1. Quartal 2022: 263 Mio €). Der Auftragsbestand zum 31. März 2023 lag bei 3.580 Mio € (31. Dezember 2022: 3.689 Mio €).

Der operative Cashflow fiel auf -68 Mio € (1. Quartal 2022: -45 Mio €), aufgrund des negativen Ergebnisses und des höheren Netto-Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge betrug -11,7 % (1. Quartal 2022: -8,8 %).

 

Fresenius Vamed erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll deutlich unter dem strukturellen Margenband von 4 bis 6 % liegen.

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
3 Basis 2022: 2.359 Mio €
4 Basis 2022: EBIT-Marge: 0,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 18-23.


Telefonkonferenz und Webcast

Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 1. Quartal 2023 findet am 9. Mai 2023 um 13.30 Uhr (CEDT) / 07.30 Uhr EDT eine Videokonferenz statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter https://www.fresenius.com/de/termine .

Nach der Konferenz steht Ihnen die Aufzeichnung als Mitschnitt zur Verfügung.


Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen https://www.fresenius.com/de/alternative-leistungskennzahlen.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

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