#FutureFresenius: Advancing Patient Care – Strategische Weichen gestellt zur Ausschöpfung des vollen Potentials – Beginn einer neuen Ära mit vereinfachter Konzernstruktur und klarer Therapieorientierung über drei Plattformen hinweg – Geschäftsjahr 2022 im Rahmen der Erwartungen – Ausblick 2023 herausfordernd, aber realistisch
- Mit #FutureFresenius stellt der Konzern strategische Weichen für die Vereinfachung der Konzernstruktur, stärkere Fokussierung und verbesserte Performance
- Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care durch Formwechsel der FMC in eine Aktiengesellschaft (AG) mit vereinfachter Governance geplant
- Fokussierung auf Operating Companies Fresenius Kabi und Fresenius Helios
- Aktives Portfoliomanagement für Teilbereiche mit besseren Entwicklungschancen außerhalb des Konzerns
- Neues, straffes Fresenius Financial Framework mit ambitionierten Margenbändern
- Strukturelle Produktivitätsverbesserung von jährlich rund 1 Milliarde Euro bis 2025
- Alle Initiativen sind darauf ausgerichtet, Fresenius zu einem branchenführenden, therapieorientierten Gesundheitsunternehmen weiterzuentwickeln
Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 4. Quartal 2022.
1 Vor Sondereinflüssen, Q1/22 angepasst nach Neubewertung des Anteils an Humacyte
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28.
Fresenius schreitet auf seinem Weg zu #FutureFresenius voran. Durch die geplante Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care wird das Unternehmen seine Governance- und Konzernstrukturen vereinfachen. Dieser Schritt ermöglicht eine klare Fokussierung auf Therapien zur integrierten Patientenversorgung über die drei Plattformen (Bio)Pharma, MedTech und Care Provision. Ziel ist die Steigerung der Profitabilität und konsequentes Portfoliomanagement. Darüber hinaus intensiviert Fresenius die laufenden Programme für Produktivitätsverbesserungen und wird hier ab 2025 jährlich rund 1 Mrd € einsparen.
Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care geplant
Das Unternehmen plant die Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care im Zuge des Formwechsels der Fresenius Medical Care in eine Aktiengesellschaft. Vorbehaltlich der erforderlichen Zustimmungen der Aktionärinnen und Aktionäre sowie der Eintragung im Handelsregister, soll der Formwechsel bis spätestens Ende des Geschäftsjahres 2023 umgesetzt werden. Dafür soll voraussichtlich im Juli eine außerordentliche Hauptversammlung von Fresenius Medical Care über den Vorschlag zur formwechselnden Umwandlung in eine Aktiengesellschaft entscheiden. Fresenius Medical Care wird nach der geplanten Rechtsformänderung nicht mehr Teil der vollkonsolidierten Tochterunternehmen von Fresenius sein. Der Anteil von Fresenius am Grundkapital der Fresenius Medical Care in Höhe von 32 Prozent bleibt unverändert.
„Wir sind nach sorgfältiger Analyse und einem konstruktiven Austausch mit den wichtigsten Stakeholdern von Fresenius davon überzeugt, dass die geplante Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care die beste Option ist“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Fresenius SE, Wolfgang Kirsch. „Beide Unternehmen gewinnen durch den Wechsel der Rechtsform von Fresenius Medical Care in eine Aktiengesellschaft Flexibilität, können ihre strategischen Prioritäten besser vorantreiben und sich somit bestmöglich für die Zukunft aufstellen. Michael Sen und sein Managementteam haben diese neue Struktur entwickelt und werden Fresenius auf dieser Grundlage wieder zu operativer Stärke und nachhaltigem Wachstum führen. Ich bin überzeugt, dass Helen Giza als Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care in der neuen Struktur das volle Potenzial ihres Unternehmens, an dem wir unverändert maßgeblich beteiligt bleiben, ausschöpfen wird.“
„Dies ist eine Zäsur für Fresenius“, sagte der Vorstandschef von Fresenius, Michael Sen. „Umso mehr freue ich mich, dass wir von unserer Ankeraktionärin, der Else Kröner-Fresenius-Stiftung, die notwendige Unterstützung für unsere Pläne bekommen haben. Für das Vertrauen möchte ich mich herzlich bedanken. Die neue Struktur hat für beide Unternehmen enorme Vorteile: Fresenius Medical Care braucht einen operativen Turnaround, es muss seine Leistung verbessern und sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Fresenius muss seine komplexen Unternehmensstrukturen vereinfachen und sich auf seine Operating Companies und die optimale Wertschöpfung seiner Investitionen konzentrieren.“
„Die Vereinfachung unserer Führungsstruktur ist ein wichtiger Schritt zu mehr Handlungsspielraum für eine erfolgreiche Zukunft von Fresenius Medical Care“, sagte die Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care, Helen Giza. „Die neue Rechtsform gibt uns die nötige Flexibilität und Autonomie, um uns darauf zu konzentrieren, als führendes Unternehmen für Nierenbehandlungen Werte zu schaffen.“
Fokus auf den Operating Companies Fresenius Kabi und Fresenius Helios
Fresenius Kabi und Fresenius Helios stehen als Operating Companies im Mittelpunkt der Neugestaltung des Konzerns auf dem Weg zu #FutureFresenius. Sie decken systemkritische Bereiche des Gesundheitswesens ab und sind auf Wertsteigerung und profitables Wachstum ausgerichtet. Aufbauend auf einem robusten globalen Generikageschäft wird Fresenius Kabi seine 3 Wachstumsbereiche Ernährung, Biopharma und MedTech weiter ausbauen. Helios Deutschland und Quirónsalud sind bereits heute die führenden privaten Krankenhausbetreiber in Deutschland und Spanien mit mehr als 24 Millionen Patienten pro Jahr. Fresenius Helios wird seine Marktposition nutzen, um Branchentrends in der Digitalisierung und integrierten Versorgung aktiv zu gestalten.
Bei den Investment Companies Fresenius Medical Care und Fresenius Vamed liegt der Fokus auf dem aktiven finanziellen Wertmanagement. Die Verfeinerung des Operating Models der Gruppe sowie die Weiterentwicklung der ESG-Agenda sind darüber hinaus zentrale Bestandteile des gesamthaften Entwicklungspfads von #FutureFresenius.
Strukturelle Produktivitätsverbesserung von jährlich rund 1 Milliarde Euro ab 2025
Die strukturellen Produktivitätsverbesserungen im Konzern gewinnen an Dynamik. Das neue Ziel für Kosteneinsparungen ist es, ab dem Jahr 2025 jährlich rund 1 Mrd € an strukturellen Kosten auf EBIT-Ebene einzusparen. Um dieses Ziel zu erreichen, führt Fresenius in allen Unternehmensbereichen und im Corporate Center Programme durch, die zentral begleitet und gesteuert werden. Die wichtigsten Elemente sind Maßnahmen zur Optimierung von Prozessen, die Senkung der Vertriebs-, Verwaltungs- und Beschaffungskosten sowie die Veräußerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten.
Dank seines Kosten- und Effizienzprogramms hat Fresenius im Geschäftsjahr 2022 bereits 152 Mio € an Einsparungen nach Steuern und Anteilen Dritter realisiert, denen 260 Mio € an Einmalkosten gegenüberstehen. Diese werden entsprechend der bisherigen Praxis als Sondereinflüsse klassifiziert.
Fresenius Medical Care hat das Einsparziel für sein Transformationsprogramm FME25 von 500 Mio € auf 650 Mio € bis zum Jahr 2025 erhöht und erwartet nun für den gleichen Zeitraum Investitionen von bis zu 650 Mio €1. Bis Ende 2022 hat Fresenius Medical Care im Rahmen von FME25 Einsparungen in Höhe von 131 Mio € (auf Ebene des EBIT) erzielt – und damit sein ursprüngliches Ziel für diesen Zeitraum in Höhe von 40 bis 70 Mio € deutlich übertroffen.
1 Kosten im Zusammenhang mit dem Programm FME25 werden als Sondereffekte behandelt
Neues, straffes Fresenius Financial Framework
Um die Leistungsfähigkeit des Unternehmens weiter zu steigern, hat der Vorstand ein neues, straffes finanzielles Steuerungssystem auf den Weg gebracht. Im Rahmen des neuen Fresenius Financial Frameworks wurden ambitionierte EBIT-Margen-Bänder für die Unternehmensbereiche definiert, die als Richtgröße bei der Steuerung der Unternehmensbereiche dienen.
Auf Konzernebene misst Fresenius seine Performance künftig u.a. anhand der Rendite auf das investierte Kapital (ROIC), eines Zielbandes beim Verschuldungsgrad und anhand der Cash Conversion Rate (CCR).
Neue progressive Dividendenpolitik – Dividende auf dem Niveau des Vorjahres vorgeschlagen
Fresenius hat sich im neuen Fresenius Financial Framework zum Ziel gesetzt, attraktive und vorhersehbare Dividendenrenditen zu generieren. Gemäß seiner neuen progressiven Dividendenpolitik strebt das Unternehmen an, die Dividende im Einklang mit dem währungsbereinigten Wachstum des Ergebnisses je Aktie1 zu erhöhen oder aber mindestens auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Deshalb wird der Vorstand dem Aufsichtsrat vorschlagen, die Dividende für das Geschäftsjahr 2022 auf dem Niveau des Vorjahres von 0,92 € je Aktie zu halten (Geschäftsjahr 2021: 0,92 €).
1 Vor Sondereinflüssen
Konzern-Ausblick für 2023
Fresenius erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Konzernumsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der währungsbereinigte EBIT des Konzerns soll in etwa stabil bleiben oder im bis zu hohen einstelligen Prozentbereich zurückgehen.
Ohne Fresenius Medical Care soll der währungsbereinigte Konzern-EBIT in etwa stabil bleiben oder im bis zu mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgehen.
Fresenius rechnet damit, dass die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA zum Jahresende 2023 leicht über dem Wert des Geschäftsjahresende 2022 liegen wird (31. Dezember 2022: 3,65x ), abhängig von Desinvestitionsaktivitäten. Der selbst definierte Zielkorridor für den Verschuldungsgrad liegt unverändert bei 3,0x bis 3,5x.
Erwartungen zu Einflüssen auf das Geschäftsjahr 2023
Für das Geschäftsjahr 2023 geht Fresenius davon aus, dass es weder zu weiteren Verschärfungen geopolitischer Spannungen noch zu einer Verschlechterung der aktuellen Lage durch COVID-19 kommen wird und dass sich Lieferkettenengpässe zunehmend abschwächen. Fresenius erwartet darüber hinaus, dass sich die allgemeine Kosteninflation und der Arbeitskräftemangel deutlich negativer auf das Geschäft auswirken werden als im Jahr 2022. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Belastungen erst im zweiten Halbjahr 2022 zum Tragen kamen. Entsprechend rechnet Fresenius mit einen Annualisierungseffekt.
Mögliche Auswirkungen erhöhter Volatilität und eingeschränkter Visibilität auf Geschäftsentwicklung und Bilanz wird Fresenius weiterhin genau beobachten.
Im Hinblick auf den Beitrag von Fresenius Medical Care zu den Finanzzahlen des Fresenius-Konzerns gelten die für den Ausblick von Fresenius Medical Care für das Geschäftsjahr 2023 getroffenen Annahmen auch vollumfänglich für den Ausblick des Fresenius-Konzerns. 2022 wurde der EBIT von Fresenius Medical Care durch finanzielle Unterstützung der US-Regierung in Höhe von 277 Mio € (nicht-währungsbereinigt) positiv beeinflusst. Für 2023 erwartet das Unternehmen dagegen keine weitere Unterstützung der Regierung.
Alle diese Annahmen sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.
1 Basis 2022: 40.840 Mio €
2 Basis 2022: 3.727 Mio €, vor Sondereinflüssen, vor PRF; 2023 vor Sondereinflüssen
3 Basis 2022: 2.187 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen
4 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
5 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28.
4 % Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz
Der Konzernumsatz stieg um 7 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 10.643 Mio € (4. Quartal 2021: 9.966 Mio €). Das organische Wachstum betrug 3 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 3 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 4 bis 5 % erzielt (4. Quartal 2021: 5 bis 6 %).
Im Geschäftsjahr 2022 stieg der Konzernumsatz um 9 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 40.840 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 37.520 Mio €). Das organische Wachstum betrug 3 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 5 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 4 bis 5 % erzielt (Geschäftsjahr 2021: 5 bis 6 %).
16 % Rückgang beim währungsbereinigten Konzernergebnis2,3,4
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen fiel um 2 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 1.802 Mio € (4. Quartal 20212: 1.846 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.513 Mio € (4. Quartal 2021: 1.868 Mio €).
Im Geschäftsjahr 2022 fiel der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen um 1 % (währungsbereinigt: -6 %) auf 6.808 Mio € (Geschäftsjahr 20212: 6.854 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 6.294 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 6.825 Mio €).
Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 10 % (währungsbereinigt: -14 %) auf 1.052 Mio € (4. Quartal 20212: 1.166 Mio €). Der Rückgang des EBIT war im Wesentlichen beeinflusst durch Kosteninflation, insbesondere gestiegene Personal-, Material-, Logistik- und Energiekosten sowie durch negative Einmaleffekte bei Fresenius Vamed und Fresenius Kabi. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 9,9 % (4. Quartal 20212: 11,7 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 687 Mio € (4. Quartal 2021: 1.123 Mio €).
Im Geschäftsjahr 2022 fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 6 % (währungsbereinigt: -11 %) auf 4.004 Mio € (Geschäftsjahr 20212: 4.252 Mio €). Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 9,8 % (Geschäftsjahr 20212: 11,3 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 3.321 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 4.158 Mio €).
1 Geschätzte Covid-19-Effekte finden Sie auf Seite 21 im PDF.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
4 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen lag bei -157 Mio € (4. Quartal 20211: -120 Mio €), im Wesentlichen aufgrund von Refinanzierungsaktivitäten, Währungsumrechnungseffekten und allgemein steigenden Zinsen. Das berichtete Zinsergebnis lag bei -132 Mio € (4. Quartal 2021: -122 Mio €). Im Geschäftsjahr 2022 lag das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen bei -533 Mio € (Geschäftsjahr 20211: -504 Mio €). Das berichtete Zinsergebnis lag bei -507 Mio € (Geschäftsjahr 2021: -506 Mio €).
Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 24,4 % (4. Quartal 20211: 23,2 %), im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs des Anteils der steuerlich nicht absetzbaren Aufwendungen im Vergleich zum steuerpflichtigen Einkommen sowie auf steuerrechtliche Änderungen bei Fresenius Medical Care. Die berichtete Steuerquote betrug 27,4 % (4. Quartal 2021: 24,2 %). Im Geschäftsjahr 2022 lag die Steuerquote vor Sondereinflüssen bei 23,7 % (Geschäftsjahr 20211: 22,6 %), die berichtete Steuerquote bei 24,8 % (Geschäftsjahr 2021: 22,8 %).
Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei -232 Mio € (4. Quartal 20211: -282 Mio €). Davon entfielen 97% auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -148 Mio € (4. Quartal 2021: -260 Mio €). Im Geschäftsjahr 2022 lag der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen bei -918 Mio € (Geschäftsjahr 20211: -1,033 Mio €). Davon entfielen 91 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -745 Mio € (Geschäftsjahr 2021: -1.001 Mio €).
Das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen fiel um 15 % (währungsbereinigt: -19 %/-16 % ) auf 445 Mio € (4. Quartal 20211: 521 Mio €). Der Rückgang war im Wesentlichen beeinflusst durch das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld mit gestiegenen Unsicherheiten, inflationsbedingten Kostensteigerungen, Personalengpässen, Störungen in den Lieferketten sowie gestiegenen Energiekosten. Darüber hinaus haben gestiegene Zinsaufwendungen und negative Einmaleffekte bei Fresenius Vamed und Fresenius Kabi sowie die höhere Steuerquote die Ergebnisentwicklung belastet. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte4 betrug das währungsbereinigte Konzernergebniswachstum2 vor Sondereinflüssen -19 bis -15 % (4. Quartal 2021: 3 bis 7 %). Das berichtete Konzernergebnis2 fiel auf 255 Mio € (4. Quartal 2021: 499 Mio €).
Im Geschäftsjahr 2022 fiel das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen um 7 % (währungsbereinigt: -12 %/-10 %3) auf 1.729 Mio € (Geschäftsjahr 20211: 1.867 Mio €). Ohne geschätzte Covid-19-Effekte4 betrug das währungsbereinigte Konzernergebniswachstum2 vor Sondereinflüssen -16 bis -12 % (Geschäftsjahr 2021: 6 bis 10 %). Das berichtete Konzernergebnis2 fiel auf 1.372 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.818 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
4 Geschätzte Covid-19-Effekte finden Sie auf Seite 21 im PDF.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen fiel um 16 % (währungsbereinigt: -20 %) auf 0,79 € (4. Quartal 20212: 0,94 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,45 € (4. Quartal 2021: 0,90 €). Im Geschäftsjahr 2022 fiel das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen um 8 % (währungsbereinigt: -13 %) auf 3,08 € (Geschäftsjahr 20212: 3,35 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 2,44 € (Geschäftsjahr 2021: 3,26 €).
Investitionen
Fresenius investierte 713 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 7 % des Konzernumsatzes (4. Quartal 2021: 690 Mio €; 7 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken. Im Geschäftsjahr 2022 investierte Fresenius 1.886 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 5 % des Konzernumsatzes (Geschäftsjahr 2021: 2.032 Mio €; 5 % des Konzernumsatzes).
Das Akquisitionsvolumen betrug 43 Mio € (4. Quartal 2021: 278 Mio €) und entfiel im Wesentlichen auf den Erwerb von Dialysekliniken durch Fresenius Medical Care. Im Geschäftsjahr 2022 betrug das Akquisitionsvolumen 1.579 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.085 Mio €).
Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow stieg auf 1.824 Mio € (4. Quartal 2021: 1.749 Mio €). Die Marge betrug 17,1 % (4. Quartal 2021: 17,5 %). Die ausgezeichnete Entwicklung war zurückzuführen auf das verbesserte Forderungsmanagement und Management des Netto-Umlaufvermögens. Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden stieg auf 1.219 Mio € (4. Quartal 2021: 1.075 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden stieg auf 1.107 Mio € (4. Quartal 2021: 841 Mio €).
Im Geschäftsjahr fiel der operative Konzern-Cashflow auf 4.198 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 5.078 Mio €). Aufgrund des niedrigen Ergebnisses und höherer Vorräte lag er deutlich unter dem Vorjahreswert. Die Marge betrug 10,3 % (Geschäftsjahr 2021: 13,5 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden fiel auf 2.421 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 3.061 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf 701 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.193 Mio €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 6 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 76.415 Mio € (31. Dezember 2021: 71.962 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen zurückzuführen auf Währungsumrechnungseffekte, Akquisitionen und die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 5 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 18.279 Mio € (31. Dezember 2021: 17.461 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Vorräte und sonstiges Umlaufvermögen. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 7 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 58.136 Mio € (31. Dezember 2021: 54.501 Mio €).
Das Eigenkapital stieg um 10 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 32.218 Mio € (31. Dezember 2021: 29.288 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 42,2 % (31. Dezember 2021: 40,7 %).
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 2 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 27.763 Mio € (31. Dezember 2021: 27.155 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 3 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 25.014 Mio € (31. Dezember 2021: 24.391 Mio €).
Der Verschuldungsgrad zum 31. Dezember 2022 lag bei 3,65x1,2 (31. Dezember 2021: 3,51x1,2). Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf den Rückgang beim EBITDA sowie die Mittelverwendung für Akquisitionen. Der Verschuldungsgrad lag zum 31. Dezember 2022 ohne Berücksichtigung der bereits abgeschlossenen Akquisition von Ivenix und des abgeschlossenen Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience bei 3,581,2.
1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
Die Unternehmensbereiche
Fresenius Medical Care (Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 31. Dezember 2022 behandelte Fresenius Medical Care rund 345.000 Patientinnen und Patienten in 4.116 Dialysezentren. Neben dem Kerngeschäft in der ganzheitlichen Nierentherapie konzentriert sich das Unternehmen auf die Expansion in den Bereichen Unterstützende Geschäftsaktivitäten und Intensivmedizinische Lösungsansätze.
- Fresenius Medical Care setzt strategische Schwerpunkte und beschleunigt Transformation3
- Ergebnis für das Geschäftsjahr 2022 im Rahmen der Erwartungen: Anhaltende Beeinträchtigungen durch höhere Personalkosten und inflationsbedingte Kostensteigerungen
- 2023 voraussichtlich ein Übergangsjahr auf dem Weg zur Erholung des Ergebniswachstums im Jahr 2024
Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg um 8 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 4.997 Mio € (4. Quartal 2021: 4.647 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 2 %. Währungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 6 %. Im Geschäftsjahr 2022 stieg der Umsatz von Fresenius Medical Care um 10 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 19.398 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 17.619 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 2 %. Währungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 8 %.
Der EBIT fiel um 22 % (währungsbereinigt: -28 %) auf 352 Mio € (4. Quartal 2021: 449 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 7,0 % (4. Quartal 2021: 9,7 %). Der EBIT vor Sondereinflüssen stieg um 1 % (währungsbereinigt: -8 %) auf 495 Mio € (4. Quartal 2021: 492 Mio €) bei einer EBIT-Marge1 von 9,9 % (4. Quartal 2021: 10,6 %). Währungsbereinigt war der Rückgang vor allem zurückzuführen auf Kostensteigerungen in der Lieferkette, höhere Personalkosten in allen Regionen, die im Vorjahresquartal erhaltene finanzielle Unterstützung der US-Regierung zum Ausgleich bestimmter Kosten im Zusammenhang mit Covid-19 sowie auf höhere Rechtskosten. Dies wurde teilweise ausgeglichen durch den negativen Effekt der Neubewertung von Investitionen im Vorjahr sowie Einsparungen im Zusammenhang mit dem FME25-Programm.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
3 Für weitere Informationen siehe die Pressemitteilung von Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
Im Geschäftsjahr 2022 fiel der EBIT um 18 % (währungsbereinigt: -25 %) auf 1.512 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.852 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 7,8 % (Geschäftsjahr 2021: 10,5 %). Auf währungsbereinigter Basis war die Entwicklung durch die finanzielle Unterstützung der US-Regierung zum Ausgleich bestimmter Kosten im Zusammenhang mit Covid-19 in Höhe von 246 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 63 Mio €) positiv beeinflusst. Vor Sondereinflüssen fiel der EBIT um 5 % (währungsbereinigt: -13 %) auf 1.817 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.915 Mio €) bei einer EBIT-Marge1 von 9,4 % (Geschäftsjahr 2021: 10,9 %).
Das Ergebnis2 fiel um 39 % (währungsbereinigt: -47 %) auf 139 Mio € (4. Quartal 2021: 228 Mio €). Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis2 um 4 % (währungsbereinigt: -14 %) auf 253 Mio € (4. Quartal 2021: 263 Mio €). Neben den oben genannten Effekten auf Ebene des EBIT war der währungsbereinigte Rückgang des Konzernergebnisses hauptsächlich zurückzuführen auf einen Anstieg des Anteils steuerlich nicht absetzbarer Aufwendungen im Vergleich zum steuerpflichtigen Einkommen sowie auf steuerrechtliche Änderungen.
Im Geschäftsjahr 2022 fiel das Ergebnis2 um 31 % (währungsbereinigt: -37%) auf 673 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 969 Mio €). Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis2 um 10 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 913 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.018 Mio €).
Der operative Cashflow betrug 600 Mio € (4. Quartal 2021: 669 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 12,0 % (4. Quartal 2021: 14,4 %). Der Rückgang ist hauptsächlich auf das niedrigere Ergebnis zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2022 betrug der operative Cashflow 2.167 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 2.489 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 11,2 % (Geschäftsjahr 2021: 14,1 %).
Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet Fresenius Medical Care ein Umsatzwachstum3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. 2022 wurde der EBIT von Fresenius Medical Care durch finanzielle Unterstützung der US-Regierung in Höhe von 277 Mio € (nicht-währungsbereinigt) positiv beeinflusst. Für 2023 erwartet das Unternehmen dagegen keine weitere Unterstützung der Regierung. Um die Vergleichbarkeit des Ergebnisausblicks für 2023 zu gewährleisten, wird die Vorjahresbasis4 entsprechend bereinigt. Auf dieser Grundlage erwartet Fresenius Medical Care, dass der EBIT stabil bleibt oder im bis zu hoch-einstelligen Prozentbereich zurückgeht. Die Prognosen für Umsatz und EBIT sind jeweils währungsbereinigt und schließen Sondereffekte aus. Im Jahr 2025 will Fresenius Medical Care vor Sondereffekten eine verbesserte EBIT-Marge zwischen 10 und 14 % erreichen. Umsatz und operatives Ergebnis im Sinne dieses Ausblicks sind jeweils währungsbereinigt und schließen Sondereffekte aus.
Für weitere Informationen siehe die Pressemitteilung von Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2022: 19.398 Mio €
4 Basis 2022: 1.540 Mio €
Fresenius Kabi
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Im Bereich Biosimilars entwickelt Fresenius Kabi Produkte mit den Schwerpunkten Onkologie und Autoimmunerkrankungen.
- Starkes organisches Umsatzwachstum
- Biopharmazeutika setzen dynamische Entwicklung fort
- EBIT beeinträchtigt durch einen nicht-zahlungswirksamen Einmaleffekt im Zusammenhang mit Entwicklungsaktivitäten in Nordamerika
Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 12 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 2.036 Mio € (4. Quartal 2021: 1.823 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 7 %. Im Geschäftsjahr 2022 stieg der Umsatz von Fresenius Kabi um 9 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 7.850 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 7.193 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 3 %. Positive Währungsumrechnungseffekte von 4 % im 4. Quartal und 5 % im Geschäftsjahr ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar.
Der Umsatz in Nordamerika stieg um 14 % (organisch: 3 %) auf 669 Mio € (4. Quartal 2021: 589 Mio €). Der deutliche Umsatzanstieg ist vor allem auf positive Währungsumrechnungseffekte und die gute Entwicklung im operativen Geschäft zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2022 stieg der Umsatz in Nordamerika um 12 % (organisch: 0 %) auf 2.522 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 2.258 Mio €).
In Europa stieg der Umsatz um 9 % (organisch: 6 %) auf 724 Mio € (4. Quartal 2021: 664 Mio €) durch eine insgesamt gute Geschäftsentwicklung, insbesondere im Biopharmazeutika-Geschäft. Im Geschäftsjahr 2022 stieg in Europa der Umsatz um 6 % (organisch: 5 %) auf 2.691 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 2.544 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
In der Region Asien-Pazifik fiel der Umsatz um 2 % (organisch: -2 %) auf 389 Mio € (4. Quartal 2021: 395 Mio €). Das organische Wachstum war beeinträchtigt durch Covid-bedingte Lockdowns in China, die zu einer geringeren Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen führten. Preisrückgänge im Zusammenhang mit NVBP-Ausschreibungen wirkten sich ebenfalls negativ aus. Im Geschäftsjahr 2022 stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik um 4 % (organisch: -2%) auf 1.714 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.643 Mio €).
Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg um 45 % (organisch: 41 %) auf 254 Mio € (4. Quartal 2021: 175 Mio €) aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in beiden Regionen. Zusätzlich war die Umsatzentwicklung von der Hyperinflation in Brasilien und Mexiko positiv beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2022 stieg der Umsatz in Lateinamerika/Afrika um 23 % (organisch: 18 %) auf 923 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 748 Mio €).
Der Umsatz im Bereich Biopharmazeutika betrug 72 Mio € im 4. Quartal 2022. Im Geschäftsjahr lag der Umsatz im Bereich Biopharmazeutika bei 188 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 62 Mio €).
Der EBIT1 fiel um 15 % (währungsbereinigt: -19 %/-13 %2) auf 236 Mio € (4. Quartal 2021: 279 Mio €). Die EBIT-Entwicklung war zum einen beeinträchtigt durch nicht-zahlungswirksame Einmaleffekte, im Wesentlichen im Zusammenhang mit Entwicklungsaktivitäten in Nordamerika. Darüber hinaus belasteten das weiterhin schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld und die damit eingehende Kosteninflation die EBIT-Entwicklung, sowie Personalengpässe und Herausforderungen in den Lieferketten. Covid-bedingte Lockdowns in China, die zu einer geringeren Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen führten sowie Preisrückgänge im Zusammenhang mit NVBP-Ausschreibungen wirkten sich ebenfalls negativ aus.
Die EBIT-Marge1 lag bei 11,6 % (4. Quartal 2021: 15,3 %). Ohne Berücksichtigung der Akquisition von Ivenix und des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience lag die währungsbereinigte EBIT-Marge1 bei 12,7 %2. Im Geschäftsjahr 2022 fiel der EBIT1 um 6 % (währungsbereinigt: -14 % bzw. -10 %2) auf 1.080 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.153 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 13,8 % bzw. 14,4 %2 (Geschäftsjahr 2021: 16,0 %).
Das Ergebnis1,3 stieg um 16 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 206 Mio € (4. Quartal 2021: 178 Mio €). Im Geschäftsjahr 2022 blieb das Ergebnis1,3 mit 780 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 778 Mio €) nahezu unverändert (fiel währungsbereinigt: -7 %).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
Der operative Cashflow fiel auf 298 Mio € (4. Quartal 2021: 335 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch das niedrigere Ergebnis und höhere Vorräte. Die Cashflow-Marge betrug 14,6 % (4. Quartal 2021: 18,4 %). Im Geschäftsjahr 2022 sank der operative Cashflow auf 841 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.203 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 10,7 % (Geschäftsjahr 2021: 16,7 %).
Fresenius Kabi erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstum1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge2 soll in etwa ein Prozentpunkt unter dem strukturellen Margenband von 14 bis 17 % liegen.
1 Basis 2022: 7.850 Mio €
2 Basis 2022: EBIT-Marge: 13,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland, Helios Spanien und Helios Fertility. Helios Deutschland betreibt 87 Krankenhäuser, rund 240 Medizinische Versorgungszentren, 21 arbeitsmedizinische Zentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 50 Krankenhäuser, ~100 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 8 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv. Helios Fertility bietet ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.
- Fresenius Helios mit starkem organischen Umsatzwachstum und guter EBIT-Entwicklung
- Helios Deutschland zum Jahresende mit vor-pandemischer Patientenstruktur
- Anhaltend hohe Nachfrage nach Behandlungen bei Helios Spanien
- Helios Fertility mit niedrigerer Auslastung aufgrund verschobener Behandlungen
Der Umsatz stieg um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 3.031 Mio € (4. Quartal 2021: 2.882 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 5 %. Akquisitionen bei Helios Spanien und Helios Fertility trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei. Desinvestitionen minderten das Umsatzwachstum um 1 %. Im Geschäftsjahr 2022 stieg der Umsatz um 8 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 11.716 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 10.891 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Akquisitionen trugen 2 % zum Umsatzwachstum bei. Desinvestitionen minderten das Umsatzwachstum um 1 %.
Der Umsatz von Helios Deutschland lag auf dem Vorjahresniveau (organisch: 0 %) auf 1.749 Mio € (4. Quartal 2021: 1.745 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von steigenden Fallzahlen und einer Patientenstruktur, die zum Jahresende wieder der vor-pandemischen Zusammensetzung entspricht. Im Geschäftsjahr 2022 erhöhte sich der Umsatz von Helios Deutschland um 4 % (organisch: 4 %) auf 7.021 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 6.733 Mio €).
Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 12 % (währungsbereinigt: 12 %) auf 1.214 Mio € (4. Quartal 2021: 1.084 Mio €). Das organische Wachstum betrug 12 % und ist auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Behandlungen zurückzuführen. Ferner zeigten die Krankenhäuser in Lateinamerika eine gute Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2022 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 10 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 4.441 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 4.021 Mio €). Das organische Wachstum betrug 9 %.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
Der Umsatz von Helios Fertility betrug 66 Mio € (4. Quartal 2021: 51 Mio €). Im Geschäftsjahr 2022 lag der Umsatz von Helios Fertility bei 250 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 133 Mio €).
Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 4 % (währungsbereinigt: 5 %) bei 354 Mio € (4. Quartal 2021: 339 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 11,7 % (4. Quartal 2021: 11,8 %). Im Geschäftsjahr 2022 stieg der EBIT1 von Fresenius Helios um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 1.185 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.127 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,1 % (Geschäftsjahr 2021: 10,3 %).
Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg um 2 % auf 174 Mio € (4. Quartal 2021: 171 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 9,9 % (4. Quartal 2021: 9,8 %). Gestiegene Kosten für den verstärkten Einsatz von Fremdpersonal infolge von Fehlzeiten durch die Grippewelle bei den Beschäftigten belasteten das Ergebnis. Der EBIT1 war außerdem beeinträchtigt durch gestiegene Kosteninflation. Im Geschäftsjahr 2022 stieg der EBIT1 von Helios Deutschland um 2 % auf 623 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 613 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,9 % (Geschäftsjahr 2021: 9,1 %).
Der EBIT1 von Helios Spanien stieg trotz gestiegener Kosteninflation aufgrund des starken Umsatzwachstums um 6 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 172 Mio € (4. Quartal 2021: 162 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 14,2 % (4. Quartal 2021: 14,9 %). Im Geschäftsjahr 2022 stieg der EBIT1 von Helios Spanien um 8 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 556 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 514 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 12,5 % (Geschäftsjahr 2021: 12,8 %).
Der EBIT1 von Helios Fertility betrug 6 Mio € (4. Quartal 2021: 5 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 9,1 % (4. Quartal 2021: 9,8 %). Der Rückgang ist auf das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld zurückzuführen, das zu einer niedrigeren Auslastung aufgrund verschobener Behandlungen geführt hat. Im Geschäftsjahr 2022 betrug der EBIT1 von Helios Fertility 21 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 19 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 8,4 % (Geschäftsjahr 2021: 14,3 %).
Das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios stieg um 4 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 236 Mio € (4. Quartal 2021: 227 Mio €). Im Geschäftsjahr 2022 stieg das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 766 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 728 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
Der operative Cashflow stieg auf 956 Mio € (4. Quartal 2021: 609 Mio €), im Wesentlichen durch verbessertes Forderungsmanagement. Die Cashflow-Marge lag bei 31,5 % (4. Quartal 2021: 21,1 %). Im Geschäftsjahr 2022 stieg der operative Cashflow auf 1.367 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.204 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 11,7 % (Geschäftsjahr 2021: 11,1 %).
Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstum1 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT2-Marge soll innerhalb des strukturellen Margenbands von 9 bis 11 % liegen.
1 Basis 2022: 11.716 Mio €
2 Basis 2022: EBIT-Marge: 10,1 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
Fresenius Vamed
Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.
- Solide Umsatzentwicklung im Servicegeschäft, Einmaleffekte und Gegenwind durch gesamtwirtschaftliches Umfeld beeinträchtigen Profitabilität
- Projektgeschäft belastet durch schwache Umsatzentwicklung aufgrund von schwierigem gesamtwirtschaftlichem Umfeld und negativen Einmaleffekten
- Gesamtwirtschaftliches Umfeld führt zu negativen Einmaleffekten: Wertminderungen aufgrund von Ab- bzw. Neubewertung von Nachforderungen und Gerichtsverfahren sowie Geschäftsanbahnungen, die sich nicht wie geplant realisieren ließen
Der Umsatz von Fresenius Vamed fiel um 5 % (währungsbereinigt: -5 %) auf 712 Mio € (4. Quartal 2021: 748 Mio €). Organisch fiel der Umsatz um 5 %. Im Geschäftsjahr 2022 stieg der Umsatz von Fresenius Vamed um 3 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 2.359 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 2.297 Mio €). Organisch wuchs der Umsatz um 2 %.
Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg um 7 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 445 Mio € (4. Quartal 2021: 415 Mio €), im Wesentlichen durch gestiegene Auslastungen aufgrund entfallener Kapazitätsbeschränkungen im Rehabilitationsgeschäft. Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 20 % (währungsbereinigt: -20 %) auf 267 Mio € (4. Quartal 2021: 333 Mio €). Die schwache Umsatzentwicklung ist im Wesentlichen auf das weiterhin schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2022 stieg der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft um 7 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 1.685 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.580 Mio €). Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 6 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 674 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 717 Mio €).
Der EBIT1 fiel um 114 % auf -9 Mio € (4. Quartal 2021: 66 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von -1,3 % (4. Quartal 2021: 8,8 %). Die schwache EBIT-Entwicklung ist auf die anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen zurückzuführen, die zu einer geringer als erwarteten Umsatzentwicklung im Projektgeschäft und zu negativen Einmaleffekten wie die Ab- bzw. Neubewertung von Nachforderungen und Gerichtsverfahren geführt hat sowie zu Geschäftsanbahnungen, die sich nicht wie geplant realisieren ließen. Im Geschäftsjahr 2022 fiel der EBIT1 um 80 % auf 20 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 101 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 0,8 % (Geschäftsjahr 2021: 4,4 %).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
Das Ergebnis1,2 fiel um 129 % auf -14 Mio € (4. Quartal 2021: 49 Mio €). Im Geschäftsjahr 2022 fiel das Ergebnis1,2 um 99 % auf 1 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 67 Mio €).
Der Auftragseingang betrug 572 Mio € (4. Quartal 2021: 319 Mio €), im Geschäftsjahr 2022 1.241 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 1.290 Mio €). Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2022 lag bei 3.689 Mio € (31. Dezember 2021: 3.473 Mio €).
Der operative Cashflow fiel auf 12 Mio € (4. Quartal 2021: 128 Mio €), im Wesentlichen aufgrund höherer Forderungen und Zahlung von Lieferantenverbindlichkeiten unter dem Vorjahreswert. Die Cashflow-Marge betrug 1,7 % (4. Quartal 2021: 17,1 %). Im Geschäftsjahr 2022 fiel der operative Cashflow auf -44 Mio € (Geschäftsjahr 2021: 151 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei -1,9 % (Geschäftsjahr 2021: 6,6 %).
Fresenius Vamed erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll deutlich unter dem strukturellen Margenband von 4 bis 6 % liegen.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
3 Basis 2022: 2.359 Mio €
4 Basis 2022: EBIT-Marge: 0,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 23-28 im PDF.
Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen www.fresenius.com/de/alternative-leistungskennzahlen.
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
- Gesundes organisches Umsatzwachstum bei anhaltendem Druck auf Ergebnismargen
- Geschäftsentwicklung bei Fresenius Medical Care beeinträchtigt durch schwieriges gesamtwirtschaftliches Umfeld und verzögerte Effekte aus den Verbesserungsmaßnahmen im nordamerikanischen Geschäft.
- Fresenius Kabi mit gutem und gegenüber zweitem Quartal verbessertem Umsatzwachstum
- Fresenius Helios mit starkem organischen Umsatzwachstum und solider EBIT-Entwicklung im Rahmen der im dritten Quartal üblichen Saisonalität
- Fresenius Vamed von schwierigem gesamtwirtschaftlichen Umfeld und Covid-19 belastet
Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 3. Quartal 2022.
Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Im vergangenen Monat habe ich mich mit vielen meiner Kolleginnen und Kollegen von Fresenius getroffen. Genau wie ich engagieren sie sich mit enormer Leidenschaft für Patientinnen und Patienten, Ärztinnen und Ärzte und medizinisches Fachpersonal. Was wir tun, ist lebensrettend.“
Sen fährt fort: „Wir bei Fresenius wissen, dass wir uns weiter verbessern müssen. Meine Prioritäten sind klar: Den Konzern neu auszurichten, Fresenius zu neuer Stärke zu verhelfen und Wert für unsere Aktionärinnen und Aktionäre zu schaffen. Unser Geschäft wächst, jedoch in einem schwierigeren Umfeld. Jetzt konzentrieren wir uns darauf, die Produktivität durch strukturelle Anpassungen zu erhöhen. Wir haben begonnen, alle Geschäftsaktivitäten auf den Prüfstand zu stellen und schauen uns dabei das gesamte Portfolio an. Der Schwerpunkt liegt auf Rentabilität. Dies wird nicht von heute auf morgen umsetzbar sein, aber wir werden schneller und entschlossener vorgehen als zuvor. Davon werden alle unsere Stakeholder profitieren. Das ist #FutureFresenius.“
Sen schloss mit den Worten: „Fresenius ist ein starkes Unternehmen, mit großartigen Produkten und hervorragenden Marktpositionen. Wir werden unser Unternehmen jetzt stärker machen.“
Konzern-Ausblick für 2022
Da Fresenius Medical Care weiterhin in einem herausfordernden Umfeld tätig ist, verzögern sich entgegen früheren Erwartungen die Auswirkungen der gezielten Verbesserungsmaßnahmen bei den Gesundheitsdienstleistungen in Nordamerika. Deshalb geht Fresenius Medical Care nunmehr von geringeren Beiträgen im Geschäftsjahr 2022 aus.
Infolgedessen erwartet Fresenius Medical Care nunmehr für das Geschäftsjahr 2022 einen Rückgang des Konzernergebnisses, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt, im Bereich des hohen Zehner- bis mittleren Zwanziger-Prozentbereichs. Der Unternehmensbereich Fresenius Medical Care geht für das Geschäftsjahr 2022 weiter von einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus. Diese Ziele sind währungsbereinigt und vor Sondereffekten.
Auch alle anderen Unternehmensbereiche des Fresenius-Konzerns, insbesondere Vamed sind von einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld geprägt. So sind gestiegene Unsicherheiten, inflationsbedingte Kostensteigerungen, Personalengpässe, Störungen in den Lieferketten sowie gestiegene Energiekosten zu verzeichnen. Dies hat unmittelbaren Einfluss auf Kunden- und Patientenverhalten.
Aufgrund der Entwicklung bei Fresenius Medical Care und Fresenius Vamed sowie angesichts zunehmender Anzeichen für eine anhaltende ungünstige Entwicklung dieser sowie anderer Faktoren für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres hat der Vorstand seine Risikobewertung angepasst und infolgedessen auch seinen Konzern-Ausblick für 2022.
Erwartet wird nunmehr für den Konzern ein Rückgang des währungsbereinigten Konzernergebnisses1,2, um die zehn Prozent (zuvor Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich). Das währungsbereinigte Konzernumsatzwachstum3 soll unverändert im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich liegen.
Ohne Berücksichtigung der abgeschlossenen Akquisition von Ivenix und des abgeschlossenen Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sowie möglicher weiterer Akquisitionen rechnet Fresenius damit, dass die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA4 zum Jahresende 2022 ungefähr auf dem Niveau des dritten Quartals 2022 (3.64x5) liegen wird (31. Dezember 2021: 3,51x5).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Basis 2021: 1.867 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
3 Basis 2021: 37.520 Mio €
4 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten
durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle
weitere Akquisitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
5 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten
durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen;
vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
Erwartungen zu Einflüssen auf das Geschäftsjahr 2022
Für das Geschäftsjahr 2022 und darüber hinaus erwartet Fresenius, dass die gegenwärtigen Herausforderungen in den relevanten Märkten und das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld bestehen bleiben. Insbesondere sind dies die generelle Kosteninflation, Arbeitskräftemangel, hohe Unsicherheit über die weitere Energiepreisentwicklung, Belastungen durch Lieferkettenengpässe und anhaltende Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Im Ausblick nicht berücksichtigt sind wesentliche Unterbrechungen der Gas- oder Stromversorgung in Europa.
Mögliche Auswirkungen erhöhter Volatilität und eingeschränkter Visibilität auf Geschäftsentwicklung und Bilanz wird Fresenius weiterhin genau beobachten.
Der Krieg in der Ukraine belastet die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns sowohl direkt als auch indirekt. Die negativen Auswirkungen beliefen sich in den ersten neun Monaten 2022 beim Konzernergebnis1 auf 24 Mio € und werden als Sondereinflüsse behandelt.
Fresenius erwartet für das laufende Jahr weiterhin belastende Effekte durch die Covid-19-Pandemie. Im Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2022 nicht berücksichtigt sind eine mögliche, aus jetziger Sicht allerdings eher unwahrscheinliche Verschlechterung der Situation und damit einhergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor ohne eine angemessene Kompensation.
Im Hinblick auf den Beitrag von Fresenius Medical Care zu den Finanzzahlen des Fresenius-Konzerns gelten die für den Ausblick von Fresenius Medical Care für das Geschäftsjahr 2022 getroffenen Annahmen auch vollumfänglich für den Ausblick des Fresenius-Konzerns.
Alle diese Annahmen sind indes mit erheblicher Unsicherheit behaftet.
Die Akquisition von Ivenix und der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sowie weitere potenzielle Akquisitionen sind in der Prognose weiterhin nicht berücksichtigt.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
5 % Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz
Der Konzernumsatz stieg um 12 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 10.459 Mio € (3. Quartal 2021: 9.324 Mio €). Das organische Wachstum betrug 4 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 7 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 4 bis 5 % erzielt (3. Quartal 2021: 7 bis 8 %).
Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der Konzernumsatz um 10 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 30.197 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 27.554 Mio €). Das organische Wachstum betrug 3 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 6 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 3 % bis 4 % erzielt (1.-3. Quartal 2021: 5 bis 6 %).
19 % Rückgang beim währungsbereinigten Konzernergebnis2,3,4
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen fiel um 2 % (währungsbereinigt: -10 %) auf 1.662 Mio € (3. Quartal 20212: 1.703 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.658 Mio € (3. Quartal 2021: 1.667 Mio €).
Im 1.-3. Quartal 2022 blieb der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen mit 5.006 Mio € nahezu unverändert (währungsbereinigt: -6 %) zum Vorjahreszeitraum (1.-3. Quartal 20212: 5.008 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 4.781 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 4.957 Mio €).
Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 9 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 949 Mio € (3. Quartal 20212: 1.044 Mio €). Der Rückgang des EBIT war im Wesentlichen beeinflusst durch gestiegene Personalkosten bei Fresenius Medical Care in den USA, Kosteninflation und die Neubewertung von Vermögenswerten im internationalen Projekt- und Servicegeschäft bei Fresenius Vamed sowie gestiegene Kosten im Bereich Corporate. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 9,1 % (3. Quartal 20212: 11,2 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 887 Mio € (3. Quartal 2021: 1.008 Mio €).
Im 1.-3. Quartal 2022 fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 4 % (währungsbereinigt: -10 %) auf 2.952 Mio € (1.-3. Quartal 20212: 3.086 Mio €). Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 9,8 % (1.-3. Quartal 20212: 11,2 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 2.634 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 3.035 Mio €).
1 Geschätzte Covid-19-Effekte finden Sie auf Seite 21 im PDF-Dokument.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
4 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen lag bei -141 Mio € (3. Quartal 20211: -126 Mio €), im Wesentlichen aufgrund von Währungsumrechnungseffekten und allgemein steigenden Zinsen. Das berichtete Zinsergebnis fiel auf -141 Mio € (3. Quartal 2021: -126 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2022 verbesserte sich das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen auf -376 Mio € (1.-3. Quartal 20211: -384 Mio €). Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich auf -375 Mio € (1.-3. Quartal 2021: -384 Mio €).
Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 25,0 % (3. Quartal 20211: 22,9 %), im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs des Anteils der steuerlich nicht absetzbaren Aufwendungen im Vergleich zum steuerpflichtigen Einkommen bei Fresenius Medical Care. Die berichtete Steuerquote betrug 26,1 % (3. Quartal 2021: 22,8 %).
Im 1.-3. Quartal 2022 lag die Steuerquote vor Sondereinflüssen bei 23,5 % (1.-3. Quartal 20211: 22,4 %), die berichtete Steuerquote bei 24,1 % (1.-3. Quartal 2021: 22,3 %).
Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei -235 Mio € (3. Quartal 20211: -273 Mio €). Davon entfielen 90 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -230 Mio € (3. Quartal 2021: -268 Mio €).
Im 1.-3. Quartal 2022 lag der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen bei -686 Mio € (1.-3. Quartal 20211: -751 Mio €). Davon entfielen 89 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -597 Mio € (1.-3. Quartal 2021: -741 Mio €).
Das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen fiel um 15 % (währungsbereinigt: -22 %/-19 % ) auf 371 Mio € (3. Quartal 20211: 435 Mio €). Der Rückgang war im Wesentlichen beeinflusst von gestiegenen Personalkosten bei Fresenius Medical Care in den USA, Kosteninflation und der Neubewertung von Vermögenswerten im internationalen Projekt- und Servicegeschäft bei Fresenius Vamed sowie gestiegenen Kosten im Bereich Corporate. Ferner wirkten höhere Zinsaufwendungen sowie die höhere Steuerquote negativ auf das Konzernergebnis. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte4 betrug das währungsbereinigte Konzernergebniswachstum2 vor Sondereinflüssen -26 bis -22 % (3. Quartal 2021: 12 bis 16 %). Das berichtete Konzernergebnis2 fiel auf 321 Mio € (3. Quartal 2021: 413 Mio €).
Im 1.-3. Quartal 2022 fiel das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen um 5 % (währungsbereinigt: -10 %/-8 %3) auf 1.284 Mio € (1.-3. Quartal 20211: 1.346 Mio €). Ohne geschätzte Covid-19-Effekte4 betrug das währungsbereinigte Konzernergebniswachstum2 vor Sondereinflüssen -15 bis -11 % (1.-3. Quartal 2021: 7 bis 11 %). Das berichtete Konzernergebnis2 fiel auf 1.117 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 1.319 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
4 Geschätzte Covid-19-Effekte finden Sie auf Seite 21 im PDF-Dokument.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen fiel um 15 % (währungsbereinigt: -22 %) auf 0,66 € (3. Quartal 20212: 0,78 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,57 € (3. Quartal 2021: 0,74 €). Im 1.-3. Quartal 2022 fiel das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen um 5 % (währungsbereinigt: -10 %) auf 2,29 € (1.-3. Quartal 20212: 2,41 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 1,99 € (1.-3. Quartal 2021: 2,36 €).
Investitionen in Wachstum fortgesetzt
Fresenius investierte 416 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Konzernumsatzes (3. Quartal 2021: 449 Mio €; 5 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken. Im 1.-3. Quartal 2022 investierte Fresenius 1.173 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Konzernumsatzes (1.-3. Quartal 2021: 1.342 Mio €; 5 % des Konzernumsatzes).
Das Akquisitionsvolumen betrug 502 Mio € (3. Quartal 2021: 167 Mio €) und entfiel im Wesentlichen auf den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience durch Fresenius Kabi. Im 1.-3. Quartal 2022 betrug das Akquisitionsvolumen 955 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 807 Mio €).
Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow stieg auf 1.256 Mio € (3. Quartal 2021: 1.226 Mio €). Die Marge betrug 12,0 % (3. Quartal 2021: 13,1 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden stieg auf 876 Mio € (3. Quartal 2021: 793 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf 388 Mio € (3. Quartal 2021: 594 Mio €).
Im 1.-3. Quartal fiel der operative Konzern-Cashflow auf 2.374 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 3.329 Mio €). Die Marge betrug 7,9 % (1.-3. Quartal 2021: 12,1 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden fiel auf 1.202 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 1.986 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf -406 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 352 Mio €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 12 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 80.328 Mio € (31. Dezember 2021: 71.962 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen zurückzuführen auf Währungsumrechnungseffekte, Akquisitionen und die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 11 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 19.443 Mio € (31. Dezember 2021: 17.461 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vorräte. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 12 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 60.885 Mio € (31. Dezember 2021: 54.501 Mio €).
Das Eigenkapital stieg um 17 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 34.156 Mio € (31. Dezember 2021: 29.288 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 42,5 % (31. Dezember 2021: 40,7 %).
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 5 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 28.607 Mio € (31. Dezember 2021: 27.155 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 9 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 26.479 Mio € (31. Dezember 2021: 24.391 Mio €).
Der Verschuldungsgrad zum 30. September 2022 lag bei 3,74x1,2 (31. Dezember 2021: 3,51x1,2). Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf den Rückgang beim EBITDA sowie die Mittelverwendung für Akquisitionen. Der Verschuldungsgrad lag zum 30. September 2022 ohne Berücksichtigung der bereits abgeschlossenen Akquisition von Ivenix und des abgeschlossenen Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience bei 3,641,2.
1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen
2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
Die Unternehmensbereiche
Fresenius Medical Care (Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 30. September 2022 behandelte Fresenius Medical Care 344.593 Patientinnen und Patienten in 4.153 Dialysezentren. Neben dem Kerngeschäft in der ganzheitlichen Nierentherapie konzentriert sich das Unternehmen auf die Expansion in den Bereichen Unterstützende Geschäftsaktivitäten und Intensivmedizinische Lösungsansätze.
- Geschäftsentwicklung weiterhin stark belastet durch sehr unsicheres gesamtwirtschaftliches Umfeld, das Lohn- und allgemeine Kosteninflation in allen Geschäftsbereichen antreibt
- Effekte der Verbesserungsmaßnahmen im nordamerikanischen Dienstleistungsgeschäft verzögert
- Covid-19-bedingte Patienten-Übersterblichkeit im Rahmen der Erwartungen
- Mit InterWell Health-Fusion wichtiger Schritt in der wertbasierten Versorgung erreicht
Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg um 15 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 5.096 Mio € (3. Quartal 2021: 4.441 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 2 %. Währungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 12 %. Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der Umsatz von Fresenius Medical Care um 11 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 14.401 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 12.972 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %. Währungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 9 %.
Der EBIT fiel um 7 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 472 Mio € (3. Quartal 2021: 505 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 9,3 % (3. Quartal 2021: 11,4 %). Der EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 8 % (währungsbereinigt: -18 %) auf 470 Mio € (3. Quartal 2021: 513 Mio €) bei einer EBIT-Marge1 von 9,2 % (3. Quartal 2021: 11,6 %). Währungsbereinigt war der Rückgang hauptsächlich auf höhere Personalkosten sowie auf Inflation und Kostensteigerungen in den Lieferketten zurückzuführen. Dies wurde teilweise durch die finanzielle Unterstützung der US-Regierung zum Ausgleich bestimmter Kosten im Zusammenhang mit Covid-19 in Höhe von 80 Mio € (3. Quartal 2021: 0,3 Mio €) ausgeglichen.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
Im 1.-3. Quartal 2022 fiel der EBIT um 17 % (währungsbereinigt: -24 %) auf 1.160 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 1.403 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 8,1 % (1.-3. Quartal 2021: 10,8 %). Vor Sondereinflüssen fiel der EBIT um 7 % (währungsbereinigt: -14 %) auf 1.322 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 1.423 Mio €) bei einer EBIT-Marge von 9,2 % (1.-3. Quartal 2021: 11,0 %).
Das Ergebnis2 fiel um 16 % (währungsbereinigt: -24 %) auf 230 Mio € (3. Quartal 2021: 273 Mio €). Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis2 um 17 % (währungsbereinigt: -25 %) auf 231 Mio € (3. Quartal 2021: 280 Mio €). Neben den oben genannten Effekten auf Ebene des EBIT ist der währungsbereinigte Rückgang des Konzernergebnisses hauptsächlich zurückzuführen auf einen Anstieg des Anteils der steuerlich nicht absetzbaren Aufwendungen im Vergleich zum steuerpflichtigen Einkommen.
Im 1.-3. Quartal 2022 fiel das Ergebnis2 um 28 % (währungsbereinigt: -34%) auf 535 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 741 Mio €). Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis2 um 13 % (währungsbereinigt: -18 %) auf 660 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 756 Mio €).
Der operative Cashflow betrug 658 Mio € (3. Quartal 2021: 692 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 12,9 % (3. Quartal 2021: 15,6 %). Der Rückgang ist hauptsächlich auf das niedrigere Ergebnis zurückzuführen. Im 1.-3. Quartal 2022 betrug der operative Cashflow 1.568 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 1.820 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 10,9 % (1.-3. Quartal 2021: 14,0 %).
Basierend auf den verzögerten Effekten der Verbesserungsmaßnahmen im nordamerikanischen Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen, dem weiterhin schwierigen und unsicheren gesamtwirtschaftlichen Umfeld und den Ergebnissen des dritten Quartals, die in höherem Maße durch Einmaleffekte unterstützt wurden, erweitert Fresenius Medical Care aus gebotener Vorsicht seine Prognosespanne für das Konzernergebnis2,3 von einem Rückgang im hohen Zehner-Prozentbereich auf einen Rückgang im hohen Zehner- bis mittleren Zwanziger-Prozentbereich. Das Unternehmen bestätigt sein Umsatzziel4 für das Geschäftsjahr 2022, das ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich vorsieht. Die Umsatz- und Konzernergebnisprognosen sind währungsbereinigt und schließen Sondereffekte5 aus.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2021: 1.018 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
4 Basis 2021: 17.619 Mio €
5 Diese Ziele basieren auf den Ergebnissen für 2021 ohne die Kosten im Zusammenhang mit FME25 in Höhe von 49 Mio € (für das Konzernergebnis). Sie sind währungsbereinigt und schließen Sondereffekte aus. Zu den Sondereffekten gehören weitere Kosten im Zusammenhang mit FME25, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei, die Neubewertung des Anteils an Humacyte, der Nettogewinn im Zusammenhang mit InterWell Health und andere Effekte, die ungewöhnlicher Natur sind und zum Zeitpunkt der Erstellung der Prognose nicht vorhersehbar waren oder deren Umfang oder Auswirkungen nicht absehbar waren.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
InterWell Health-Fusion abgeschlossen
Mit dem Abschluss der Fusion von Fresenius Health Partners, InterWell Health und Cricket Health hat Fresenius Medical Care einen führenden Anbieter wertbasierter Nierentherapie in den USA geschaffen und damit einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung seiner Strategie gemacht. Das neue Unternehmen agiert unter der Marke InterWell Health und wird von Fresenius Medical Care als Mehrheitseigentümer voll konsolidiert. Der Fusionsabschluss führte im dritten Quartal zu einem Nettogewinn von 56 Mio € (EBIT), der als Sondereffekt behandelt wird.
Für weitere Informationen siehe die Pressemitteilung von Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
Fresenius Kabi
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Im Bereich Biosimilars entwickelt Fresenius Kabi Produkte mit den Schwerpunkten Onkologie und Autoimmunerkrankungen.
- Solides organisches Wachstum in allen drei Wachstumsvektoren gegenüber dem bereits starken dritten Quartal 2021
- Biopharmazeutika setzen starke Entwicklung im Einklang mit ehrgeizigem Plan fort
- Wachstum in Europa und dem Rest der Welt überwiegt anhaltenden Wettbewerbsdruck und weitere Herausforderungen in Nordamerika
- Konstante EBIT-Marge3 gegenüber zweitem Quartal trotz Gegenwinds durch gestiegene Kosten
Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 12 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 2.071 Mio € (3. Quartal 2021: 1.854 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 3 %. Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der Umsatz von Fresenius Kabi um 8 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 5.814 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 5.370 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 2 %. Positive Währungsumrechnungseffekte von 8 % im 3. Quartal und 6 % im 1.-3. Quartal ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar und dem chinesischen Yuan.
Der Umsatz in Nordamerika stieg um 13 % (organisch: -2 %) auf 668 Mio € (3. Quartal 2021: 589 Mio €). Der deutliche Umsatzanstieg ist vor allem auf positive Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen. Gegenläufig wirkten beim organischen Wachstum weiterhin der anhaltende Wettbewerbsdruck und Herausforderungen in den Lieferketten. Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der Umsatz in Nordamerika um 11 % (organisch: -1 %) auf 1.853 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 1.669 Mio €).
In Europa stieg der Umsatz um 8 % (organisch: 6 %) auf 669 Mio € (3. Quartal 2021: 620 Mio €) durch eine insgesamt gute Geschäftsentwicklung, auch im Biopharmazeutika-Geschäft. Im 1.-3. Quartal 2022 stieg in Europa der Umsatz um 5 % (organisch: 4 %) auf 1.967 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 1.880 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz um 4 % (organisch: -4 %) auf 467 Mio € (3. Quartal 2021: 447 Mio €). Das organische Wachstum war vor allem beeinträchtigt durch Preisrückgänge im Zusammenhang mit NVBP-Ausschreibungen (National Volume-Based Procurement) in China. Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik um 6 % (organisch: -2%) auf 1.325 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 1.248 Mio €).
Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg um 35 % (organisch: 27 %) auf 267 Mio € (3. Quartal 2021: 198 Mio €) aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in beiden Regionen. Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der Umsatz in Lateinamerika/Afrika um 17 % (organisch: 11 %) auf 669 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 573 Mio €).
Der Umsatz im Bereich Biopharmazeutika betrug im 3. Quartal 2022 64 Mio €. Im 1.-3. Quartal lag der Umsatz im Bereich Biopharmazeutika bei 116 Mio €.
Der EBIT1 fiel um 7 % (währungsbereinigt: -18 %/-11 % ) auf 280 Mio € (3. Quartal 2021: 300 Mio €). Die EBIT-Entwicklung war gekennzeichnet von steigender Kosteninflation, Herausforderungen in den Lieferketten sowie anhaltendem Wettbewerbsdruck. Die EBIT-Marge1 lag bei 13,5 % (3. Quartal 2021: 16,2 %). Ohne Berücksichtigung der Akquisition von Ivenix und des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience konnte die währungsbereinigte EBIT-Marge1 bei 14,6 %2 trotz der zuvor erwähnten Herausforderungen stabil gehalten werden (2. Quartal 2021: 14,7 %2). Im 1.-3. Quartal 2022 fiel der EBIT1 um 3 % (währungsbereinigt: -12 % bzw.-9 %2) auf 844 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 874 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 14,5 % bzw. 15,0 %2 (1.-3. Quartal 2021: 16,3 %).
Das Ergebnis1,3 fiel um 11 % (währungsbereinigt: -21 %) auf 184 Mio € (3. Quartal 2021: 206 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2022 fiel das Ergebnis1,3 um 4 % (währungsbereinigt: -13 %) auf 574 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 600 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
Der operative Cashflow fiel auf 301 Mio € (3. Quartal 2021: 393 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch ein höheres Netto-Umlaufvermögen u.a. aufgrund höherer Vorräte. Die Cashflow-Marge betrug 14,5 % (3. Quartal 2021: 21,2 %). Im 1.-3. Quartal 2022 sank der operative Cashflow auf 543 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 868 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 9,3 % (1.-3. Quartal 2021: 16,2 %).
Fresenius Kabi bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum1 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für die währungsbereinigte EBIT-Entwicklung2 wird ein Rückgang im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich erwartet. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte. Finanzielle Effekte aus der Übernahme von Ivenix und dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sind in der Prognose weiterhin nicht berücksichtigt.
1 Basis 2021: 7.193 Mio €
2 Basis 2021: 1.153 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen, ohne Akquisitionen von Ivenix und mAbxience
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland, Helios Spanien und Helios Fertility. Helios Deutschland betreibt 87 Krankenhäuser, ~130 Medizinische Versorgungszentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 50 Krankenhäuser, 101 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 8 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv. Helios Fertility bietet ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.
- Fresenius Helios mit starkem organischen Umsatzwachstum; solide EBIT-Entwicklung im Rahmen der im dritten Quartal üblichen Saisonalität
- Sukzessive steigende Fallzahlen bei Helios Deutschland
- Anhaltend hohe Nachfrage nach Behandlungen bei Helios Spanien
- Helios Fertility mit niedrigerer Auslastung aufgrund verschobener Behandlungen
Der Umsatz stieg um 8 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 2.829 Mio € (3. Quartal 2021: 2.622 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 6 %. Akquisitionen, im Wesentlichen bei Helios Fertility, trugen 2 % zum Umsatzwachstum bei. Desinvestitionen minderten das Umsatzwachstum um 1 %. Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der Umsatz um 8 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 8.685 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 8.009 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Akquisitionen trugen 2 % zum Umsatzwachstum bei.
Der Umsatz von Helios Deutschland erhöhte sich um 6 % (organisch: 5 %) auf 1.731 Mio € (3. Quartal 2021: 1.640 Mio €), im Wesentlichen aufgrund von sukzessive steigenden Fallzahlen, die jedoch weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie lagen. Akquisitionen trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1.-3. Quartal 2022 erhöhte sich der Umsatz von Helios Deutschland um 6 % (organisch: 5 %) auf 5.272 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 4.988 Mio €). Akquisitionen trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei.
Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 10 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 1.037 Mio € (3. Quartal 2021: 941 Mio €). Das organische Wachstum betrug 8 % und ist auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Behandlungen zurückzuführen. Ferner zeigten die Krankenhäuser in Lateinamerika eine gute Entwicklung. Akquisitionen trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 10 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 3.227 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 2.937 Mio €). Das organische Wachstum betrug 9 %.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
Der Umsatz von Helios Fertility betrug 62 Mio € (3. Quartal 2021: 40 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2022 lag der Umsatz von Helios Fertility bei 184 Mio €.
Der EBIT1 von Fresenius Helios blieb unverändert (währungsbereinigt: -1 %) bei 222 Mio € (3. Quartal 2021: 222 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 7,8 % (3. Quartal 2021: 8,5 %). Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der EBIT1 von Fresenius Helios um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 831 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 788 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 9,6 % (1.-3. Quartal 2021: 9,8 %).
Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg um 1 % auf 141 Mio € (3. Quartal 2021: 140 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,1 % (3. Quartal 2021: 8,5 %). Gestiegene Kosten für den verstärkten Einsatz von Fremdpersonal infolge von Covid-19-bedingter Fehlzeiten bei den Beschäftigten belasteten das Ergebnis. Der EBIT war außerdem geringfügig beeinträchtigt durch steigende Kosteninflation. Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der EBIT1 von Helios Deutschland um 2 % auf 449 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 422 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,5 % (1.-3. Quartal 2021: 8,9 %).
Der EBIT1 von Helios Spanien stieg um 5 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 83 Mio € (3. Quartal 2021: 79 Mio €) trotz gestiegener Kosteninflation. Die EBIT-Marge1 betrug 8,0 % (3. Quartal 2021: 8,4 %). Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der EBIT1 von Helios Spanien um 9 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 384 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 352 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 11,9 % (1.-3. Quartal 2021: 12,0 %).
Der EBIT1 von Helios Fertility betrug 4 Mio € (3. Quartal 2021: 9 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 6,5 %. Der Rückgang ist auf das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld zurückzuführen, das zu einer niedrigeren Auslastung aufgrund verschobener Behandlungen geführt hat. Darüber hinaus war das Vorjahresquartal durch einen Sondereffekt positiv beeinflusst. Im 1.-3. Quartal 2022 betrug der EBIT1 von Helios Fertility 15 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 14 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 8,2 %.
Das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios stieg um 2 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 138 Mio € (3. Quartal 2021: 135 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2022 stieg das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios um 6 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 530 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 501 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Der operative Cashflow stieg auf 353 Mio € (3. Quartal 2021: 157 Mio €), im Wesentlichen durch verbessertes Forderungsmanagement in Spanien. Die Cashflow-Marge lag bei 12,5 % (3. Quartal 2021: 6,0 %). Im 1.-3. Quartal 2022 fiel der operative Cashflow auf 411 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 595 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 4,7 % (1.-3. Quartal 2021: 7,4 %).
Fresenius Helios bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein währungsbereinigtes EBIT2-Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Basis 2021: 10.891 Mio €
2 Basis 2021: 1.127 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
Fresenius Vamed
Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.
- Servicegeschäft mit solider Umsatzentwicklung, aber mit höher als erwarteten Auswirkungen von Covid-19 im Rehabilitationsgeschäft
- Projektgeschäft trotz verbesserter Umsatzentwicklung weiterhin belastet von schwierigem gesamtwirtschaftlichen Umfeld
- EBIT-Entwicklung belastet durch Neubewertung von Vermögenswerten im internationalen Projekt- und Servicegeschäft
Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg um 11 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 572 Mio € (3. Quartal 2021: 516 Mio €). Organisch erhöhte sich der Umsatz um 10 %. Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der Umsatz von Fresenius Vamed um 6 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 1.647 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 1.549 Mio €). Organisch wuchs der Umsatz um 6 %.
Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg um 2 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 418 Mio € (3. Quartal 2021: 410 Mio €), im Wesentlichen durch gestiegene Auslastungen aufgrund entfallener Kapazitätsbeschränkungen im Rehabilitationsgeschäft. Im Projektgeschäft stieg der Umsatz um 45 % (währungsbereinigt: 45 %) auf 154 Mio € (3. Quartal 2021: 106 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2022 stieg der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft um 6 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 1.240 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 1.165 Mio €). Im Projektgeschäft stieg der Umsatz um 6 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 407 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 384 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
Der EBIT1 fiel um 57 % auf 10 Mio € (3. Quartal 2021: 23 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 1,7 % (3. Quartal 2021: 4,5 %) aufgrund des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds, der Kosteninflation, anhaltender Belastungen durch Covid-19 und der Neubewertung von Vermögenswerten im internationalen Projekt- und Dienstleistungsgeschäft. Im 1.-3. Quartal 2022 fiel der EBIT1 um 17 % auf 29 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 35 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 1,8 % (1.-3. Quartal 2021: 2,3 %).
Das Ergebnis1,2 fiel um 64 % auf 5 Mio € (3. Quartal 2021: 14 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2022 fiel das Ergebnis1,2 um 17 % auf 15 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 18 Mio €).
Der Auftragseingang betrug 153 Mio € (3. Quartal 2021: 120 Mio €), im 1.-3. Quartal 2022 669 Mio € (1.-3. Quartal 2021: 971 Mio €). Der Auftragsbestand zum 30. September 2022 lag bei 3.726 Mio € (31. Dezember 2021: 3.473 Mio €).
Der operative Cashflow fiel auf -18 Mio € (3. Quartal 2021: 9 Mio €), im Wesentlichen aufgrund des höheren Netto-Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge betrug -3,1 % (3. Quartal 2021: 1,7 %). Im 1.-3. Quartal 2022 fiel der operative Cashflow auf -56 Mio € (3. Quartal 2021: 23 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei -3,4 % (1.-3. Quartal 2021: 1,5 %).
Fresenius Vamed passt den Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 an und erwartet nunmehr ein organisches Umsatzwachstum3 im mittleren einstelligen Prozentbereich (zuvor: im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich). Der währungsbereinigte EBIT4 soll bei rund 100 Mio € liegen. Zuvor war ein absoluter Betrag auf dem Niveau vor der Pandemie erwartet (Geschäftsjahr 2019: 134 Mio €). Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
3 Basis 2021: 2.297 Mio €
4 Basis 2021: 101 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung im PDF-Dokument auf den Seiten 23-28.
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
- Geschäftsentwicklung beeinträchtigt von deutlich gestiegenen Belastungen bei Fresenius
- Medical Care und schwierigem gesamtwirtschaftlichem Umfeld
- Fresenius Medical Care belastet von beispielloser Lage auf US-Arbeitsmarkt und sich
- verschlechterndem gesamtwirtschaftlichem Umfeld
- Fresenius Kabi mit solidem organischem Wachstum trotz starker Vorjahresbasis
- Fresenius Helios weiterhin mit gutem Fallzahlenwachstum in Deutschland und Spanien
- Fresenius Vamed von anhaltenden Herausforderungen beeinträchtigt;
- Dienstleistungsgeschäft dank Zunahme elektiver Eingriffe gewachsen
- Kosten- und Effizienzprogramm entwickelt sich planmäßig
- Dr. Carla Kriwet startet bereits am 1. Oktober 2022 als CEO von Fresenius Medical Care
1 Vor Sondereinflüssen, Q1/22 angepasst nach Neubewertung des Anteils an Humacyte
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Ohne Akquisition von Ivenix
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf den Seiten 21-25 im PDF.
Konzern-Ausblick für 2022 gesenkt
Die Geschäftsentwicklung von Fresenius Medical Care wurde im 2. Quartal 2022 deutlich
negativ beeinflusst. Grund war insbesondere eine Verschärfung des Arbeitskräftemangels in
den USA und damit einhergehende stark gestiegene Personalkosten. Das schwierige
gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich zudem weiter verschlechtert und inflationsbedingte
Kostensteigerungen beschleunigt. Insbesondere sind die Kosten in den Lieferketten weiter
gestiegen.
Vor diesem Hintergrund und angesichts zunehmender Anzeichen für eine anhaltende
ungünstige Entwicklung dieser sowie anderer Faktoren für den weiteren Verlauf des
Geschäftsjahres hat Fresenius Medical Care den Ausblick für 2022 angepasst.
Alle anderen Unternehmensbereiche des Fresenius-Konzerns bestätigen ihren jeweiligen
Umsatz- und Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2022.
Aufgrund der Entwicklung bei Fresenius Medical Care sieht sich Fresenius jedoch veranlasst,
den Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2022 anzupassen. Wie am 27. Juli 2022
bekanntgegeben, erwartet Fresenius nunmehr ein währungsbereinigtes
Konzernumsatzwachstum1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich (zuvor
mittlerer einstelliger Prozentbereich) und einen Rückgang des währungsbereinigten
Konzernergebnisses2,3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Zuvor war ein
Anstieg des währungsbereinigten Konzernergebnisses2,3 im niedrigen einstelligen
Prozentbereich erwartet worden.
Ohne Berücksichtigung der inzwischen abgeschlossenen Akquisition von Ivenix und dem
inzwischen abgeschlossenen Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sowie weiterer
Akquisitionen rechnet Fresenius damit, dass die Kennziffer Netto-
Finanzverbindlichkeiten/EBITDA4 zum Jahresende 2022 leicht oberhalb des selbst gesteckten
Zielkorridors von 3,0x bis 3,5x liegen wird (31. Dezember 2021: 3,51x5).
1 Basis 2021: 37.520 Mio €
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2021: 1.867 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
4 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
5 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 21-25 im PDF.
Erwartungen zu Einflüssen auf das Geschäftsjahr 2022
Aufgrund der stark erhöhten Unsicherheit und Volatilität im Zusammenhang mit dem
Ukraine-Krieg, den anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie dem sich rapide
verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Umfeld rechnet Fresenius im Geschäftsjahr 2022
nun mit deutlich stärkeren Belastungen durch Lieferkettenengpässe sowie Kosteninflation,
u.a. bei Energiepreisen. Ferner rechnet Fresenius mit deutlich negativen Auswirkungen durch
anhaltenden Arbeitskräftemangel und damit verbundenen höheren Personalkosten,
insbesondere bei Fresenius Medical Care in den USA.
Der Krieg in der Ukraine belastet die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns sowohl direkt
als auch indirekt. Die negativen Auswirkungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2022 beim
Konzernergebnis1 auf 20 Mio € und werden als Sondereinflüsse behandelt. Fresenius wird den
weiteren Verlauf des Krieges und dessen mögliche weitere Auswirkungen auf
Geschäftsentwicklung und Bilanz weiterhin genau beobachten. Im Ausblick sind erhebliche
Unterbrechungen der Gas- oder Stromversorgung in Europa nicht berücksichtigt.
Fresenius erwartet für das laufende Jahr weiterhin belastende Effekte durch die Covid-19-
Pandemie. Eine mögliche, aus jetziger Sicht allerdings eher unwahrscheinliche,
Verschlechterung der Situation und damit einhergehende Maßnahmen zur Eindämmung der
Pandemie mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor ohne eine
angemessene Kompensation sind im Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2022 nicht
berücksichtigt.
Ferner gelten die dem angepassten Ausblick von Fresenius Medical Care für das
Geschäftsjahr 2022 zugrunde gelegten Annahmen auch vollumfänglich für den Ausblick des
Fresenius-Konzerns. Alle diese Annahmen sind indes mit erheblicher Unsicherheit behaftet.
Die Akquisition von Ivenix und der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sowie
weitere potenzielle Akquisitionen sind in der Prognose weiterhin nicht berücksichtigt.
Mittelfristiger Ausblick
Aufgrund der nunmehr erwarteten Entwicklung für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres
2022 geht Fresenius davon aus, sein mittelfristiges Konzernergebnisziel1 nicht mehr
erreichen zu können. Zuvor hatte sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, für den Zeitraum
2020 bis 2023 ein organisches durchschnittliches jährliches Konzernergebniswachstum1
(CAGR) am unteren Ende der Bandbreite von 5 bis 9 % zu erreichen.
Gleichzeitig präzisiert Fresenius sein mittelfristiges Konzernumsatzziel und erwartet für den
Zeitraum 2020 bis 2023 ein organisches durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum
(CAGR) am unteren Ende der bisher erwarteten Bandbreite von 4 bis 7 %.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Kosten- und Effizienzprogramm
Das Kosten- und Effizienzprogramm entwickelt sich planmäßig und Fresenius bestätigt die im Februar 2022 kommunizierten höheren Erwartungen, die Einsparungen von mindestens 150 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter bis zum Jahr 2023 vorsehen. In den Folgejahren erwartet das Unternehmen einen weiteren starken Anstieg der nachhaltigen Kosteneinsparungen.
Veränderung im Vorstand der Fresenius Medical Care
Dr. Carla Kriwet wird ihre Tätigkeit als CEO von Fresenius Medical Care früher als zunächst angekündigt bereits am 1. Oktober 2022 aufnehmen. Rice Powell wird sein Amt als CEO zum 30. September 2022 niederlegen.
3 % Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz
Der Konzernumsatz stieg um 8 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 10.018 Mio € (2. Quartal 2021: 9.246 Mio €). Das organische Wachstum betrug 2 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 5 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2 bis 3 % erzielt (2. Quartal 2021: 6 bis 7 %).
Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Konzernumsatz um 8 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 19.738 Mio € (1. Halbjahr 2021: 18.230 Mio €). Das organische Wachstum betrug 3 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 4 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 4 bis 5 % erzielt (1. Halbjahr 2021: 5 bis 6 %).
9 % Rückgang beim währungsbereinigten Konzernergebnis2,3,4
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen ist mit 1.682 Mio € weitestgehend unverändert geblieben (währungsbereinigt: -6 %) (2. Quartal 20212: 1.674 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.528 Mio € (2. Quartal 2021: 1.662 Mio €).
Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen um 1 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 3.344 Mio € (1. Halbjahr 20212: 3.305 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 3.123 Mio € (1. Halbjahr 2021: 3.290 Mio €).
Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 3 % (währungsbereinigt: -9 %) auf 1.003 Mio € (2. Quartal 20212: 1.033 Mio €). Der Rückgang des EBIT war im Wesentlichen beeinflusst von der Verschärfung des Arbeitskräftemangels und damit einhergehenden stark gestiegenen Personalkosten bei Fresenius Medical Care in den USA sowie gestiegenen Material- und Logistikkosten. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 10,0 % (2. Quartal 20212: 11,2 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 845 Mio € (2. Quartal 2021: 1.021 Mio €).
Im 1. Halbjahr 2022 fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 2 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 2.003 Mio € (1. Halbjahr 20212: 2.042 Mio €). Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 10,1 % (1. Halbjahr 20212: 11,2 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 1.747 Mio € (1. Halbjahr 2021: 2.027 Mio €).
1 Geschätzte Covid-19-Effekte finden Sie auf Seite 19.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
4 Ohne Akquisition von Ivenix
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 21-25 im PDF.
Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich trotz gestiegener Refinanzierungskosten auf -116 Mio € (2. Quartal 20211: -121 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch positive Einmaleffekte. Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich ebenfalls auf -116 Mio € (2. Quartal 2021: -121 Mio €). Im 1. Halbjahr 2022 verbesserte sich das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen auf -235 Mio € (1. Halbjahr 20211: -258 Mio €). Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich ebenfalls auf -234 Mio € (1. Halbjahr 2021:
-258 Mio €).
Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 23,0 % (2. Quartal 20211: 21,5 %). Die berichtete Steuerquote betrug 22,6 % (2. Quartal 2021: 21,3 %). Im 1. Halbjahr 2022 lag die Steuerquote vor Sondereinflüssen bei 22,9 % (1. Halbjahr 20211: 22,1 %), die berichtete Steuerquote bei 23,1 % (1. Halbjahr 2021: 22,0 %).
Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei
-233 Mio € (2. Quartal 20211: -241 Mio €). Davon entfielen 90 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -181 Mio € (2. Quartal 2021: -237 Mio €). Im 1. Halbjahr 2022 lag der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen bei -451 Mio € (1. Halbjahr 20211: -478 Mio €). Davon entfielen 89 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -367 Mio € (1. Halbjahr 2021: -473 Mio €).
Das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen fiel um 5 % (währungsbereinigt: -9 %3) auf 450 Mio € (2. Quartal 20211: 475 Mio €). Der Rückgang war im Wesentlichen beeinflusst von der Verschärfung des Arbeitskräftemangels und damit einhergehenden stark gestiegenen Personalkosten bei Fresenius Medical Care in den USA sowie gestiegenen Material- und Logistikkosten. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte4 betrug das währungsbereinigte Konzernergebniswachstum2 vor Sondereinflüssen -16 bis -12 % (2. Quartal 2021: 10 bis 14 %). Das berichtete Konzernergebnis2 fiel auf 383 Mio € (2. Quartal 2021: 471 Mio €).
Im 1. Halbjahr 2022 ist das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen weitestgehend unverändert geblieben (währungsbereinigt: -3 %3) und betrug 913 Mio € (1. Halbjahr 20211: 911 Mio €). Ohne geschätzte Covid-19-Effekte4 betrug das währungsbereinigte Konzernergebniswachstum2 vor Sondereinflüssen -10 bis -6 % (1. Halbjahr 2021: 4 bis 8 %). Das berichtete Konzernergebnis2 fiel auf 796 Mio € (1. Halbjahr 2021: 906 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Ohne Akquisition von Ivenix
4 Geschätzte Covid-19-Effekte finden Sie auf Seite 19.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 21-25 im PDF.
Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen fiel um 6 % (währungsbereinigt: -11 %) auf 0,80 € (2. Quartal 20212: 0,85 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,68 € (2. Quartal 2021: 0,84 €). Im 1. Halbjahr 2022 ist das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen unverändert geblieben (währungsbereinigt: -4 %) und lag bei 1,63 € (1. Halbjahr 20212: 1,63 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 1,42 € (1. Halbjahr 2021: 1,62 €).
Investitionen in Wachstum fortgesetzt
Fresenius investierte 419 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Konzernumsatzes (2. Quartal 2021: 509 Mio €; 6 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken. Im 1. Halbjahr 2022 investierte Fresenius 757 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Konzernumsatzes (1. Halbjahr 2021: 893 Mio €; 5 % des Konzernumsatzes).
Das Akquisitionsvolumen betrug 291 Mio € (2. Quartal 2021: 491 Mio €) und entfiel im Wesentlichen auf den Erwerb von Ivenix bei Fresenius Kabi sowie Dialysezentren bei Fresenius Medical Care. Im 1. Halbjahr 2022 betrug das Akquisitionsvolumen 453 Mio € (1. Halbjahr 2021: 640 Mio €).
Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow fiel auf 1.017 Mio € (2. Quartal 2021: 1.451 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch ein höheres Netto-Umlaufvermögen u.a. aufgrund höherer Rohmaterialbevorratung und Forderungen sowie temporärer Verschiebungen bei Zahlungsflüssen. Die Marge betrug 10,2 % (2. Quartal 2021: 15,7 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden fiel auf 581 Mio € (2. Quartal 2021: 952 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf -391 Mio € (2. Quartal 2021: -359 Mio €).
Im 1. Halbjahr fiel der operative Konzern-Cashflow auf 1.118 Mio € (1. Halbjahr 2021: 2.103 Mio €). Die Marge betrug 5,7 % (1. Halbjahr 2021: 11,5 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden fiel auf 326 Mio € (1. Halbjahr 2021: 1.193 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf -794 Mio € (1. Halbjahr 2021: -242 Mio €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 21-25 im PDF.
Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 6 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 76.112 Mio € (31. Dezember 2021: 71.962 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Währungsumrechnungseffekte und auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 8 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 18.818 Mio € (31. Dezember 2021: 17.461 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 5 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 57.294 Mio € (31. Dezember 2021: 54.501 Mio €).
Das Eigenkapital stieg um 9 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 32.033 Mio € (31. Dezember 2021: 29.288 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 42,1 % (31. Dezember 2021: 40,7 %).
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 4 % (währungsbereinigt: 2 %) bei 28.368 Mio € (31. Dezember 2021: 27.155 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 8 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 26.239 Mio € (31. Dezember 2021: 24.391 Mio €).
Der Verschuldungsgrad zum 30. Juni 2022 stieg auf 3,72x1,2 (31. Dezember 2021: 3,51x1,2). Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf Dividendenzahlungen, den Rückgang beim EBITDA sowie die Mittelverwendung für Akquisitionen. Der Verschuldungsgrad lag zum 30. Juni 2022 ohne Berücksichtigung der bereits abgeschlossenen Akquisition von Ivenix bei 3,681,2.
1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen
2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 21-25 im PDF.
Die Unternehmensbereiche
Fresenius Medical Care (Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 30. Juni 2022 behandelte Fresenius Medical Care 345.687 Patientinnen und Patienten in 4.163 Dialysezentren. Neben dem Kerngeschäft in der ganzheitlichen Nierentherapie konzentriert sich das Unternehmen auf die Expansion in den Bereichen Unterstützende Geschäftsaktivitäten und Intensivmedizinische Lösungsansätze.
- Geschäftsentwicklung belastet von beispielloser Lage auf US-Arbeitsmarkt und sich verschlechterndem gesamtwirtschaftlichem Umfeld, damit verbundener Kosteninflation und Herausforderungen in den Lieferketten
- Deutlicher Rückgang der Covid-19-bedingten Patienten-Übersterblichkeit
- Deutlich positive Währungsumrechnungseffekte unterstützen
Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg um 10 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 4.757 Mio € (2. Quartal 2021: 4.320 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 0 %. Währungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 9 %. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz von Fresenius Medical Care um 9 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 9.305 Mio €
(1. Halbjahr 2021: 8.530 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %. Währungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 7 %.
Der EBIT fiel um 20 % (währungsbereinigt: -27 %) auf 341 Mio € (2. Quartal 2021: 424 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 7,2 % (2. Quartal 2021: 9,8 %). Der EBIT vor Sondereinflüssen, d.h. die Kosten für FME25, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei und die Neubewertung des beizulegenden Zeitwerts des Anteils an Humacyte, Inc. stieg um 3 % (währungsbereinigt: -6 %) auf 445 Mio € (2. Quartal 2021: 433 Mio €) bei einer EBIT-Marge1 von 9,4 % (2. Quartal 2021: 10,0 %). Der währungsbereinigte Rückgang ist hauptsächlich auf höhere Personalkosten sowie auf Kostensteigerungen durch Inflation und in den Lieferketten zurückzuführen. Dies wurde teilweise durch finanzielle Unterstützung der US-Regierung zum Ausgleich bestimmter Kosten im Zusammenhang mit Covid-19 ausgeglichen.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 21-25 im PDF.
Im 1. Halbjahr 2022 fiel der EBIT um 23 % (währungsbereinigt: -29 %) auf 688 Mio €
(1. Halbjahr 2021: 898 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 7,4 % (1. Halbjahr 2021: 10,5 %). Vor Sondereinflüssen fiel der EBIT um 6 % (währungsbereinigt: -13 %) auf 852 Mio € (1. Halbjahr 2021: 910 Mio €) bei einer EBIT-Marge von 9,2 % (1. Halbjahr 2021: 10,7 %).
Das Ergebnis2 fiel um 33 % (währungsbereinigt: -39%) auf 147 Mio € (2. Quartal 2021: 219 Mio €). Vor Sondereinflüssen blieb das Ergebnis2 stabil und betrug 225 Mio € (währungsbereinigt: -7 %) (2. Quartal 2021: 225 Mio €) hauptsächlich aufgrund der erwähnten negativen Auswirkungen auf den EBIT unverändert.
Im 1. Halbjahr 2022 fiel das Ergebnis2 um 35 % (währungsbereinigt: -39%) auf 305 Mio € (1. Halbjahr 2021: 468 Mio €). Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis2 um 10 % (währungsbereinigt: -15 %) auf 428 Mio € (1. Halbjahr 2021: 476 Mio €).
Der operative Cashflow betrug 751 Mio € (2. Quartal 2021: 921 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 15,8 % (2. Quartal 2021: 21,3 %). Der Rückgang ist hauptsächlich auf längere Forderungslaufzeiten und den Rückgang des Ergebnisses2 zurückzuführen. Dies wurde teilweise ausgeglichen durch Unterstützungszahlungen der US-Regierung. Im 1. Halbjahr 2022 betrug der operative Cashflow 910 Mio € (1. Halbjahr 2021: 1.129 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 9,8 % (1. Halbjahr 2021: 13,2 %).
Wie am 27. Juli 2022 bekanntgegeben, rechnet Fresenius Medical Care nun mit einem Umsatzwachstum3 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für das Konzernergebnis2,4 erwartet das Unternehmen einen Rückgang in etwa im hohen Zehner-Prozentbereich. Die Umsatz- und Konzernergebnisprognosen sind jeweils währungsbereinigt und vor Sondereffekten5.
Aufgrund der ungewissen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, der inflationären makroökonomischen Rahmenbedingungen und der deutlich reduzierten Ertragsbasis im Vergleich zu 2020 geht das Unternehmen heute jedoch nicht davon aus, die signifikant höheren durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten realisieren zu können, die für das Erreichen der Ziele für das Jahr 2025 erforderlich wären. Vor diesem Hintergrund hat Fresenius Medical Care seine Finanzziele für das Geschäftsjahr 2022 reduziert und seine Ziele für 2025 zurückgenommen.
Für weitere Informationen siehe Pressemitteilung Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2021: 17.619 Mio €
4 Basis 2021: 1.018 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
5 Diese Ziele basieren auf den Ergebnissen für 2021 ohne die Kosten im Zusammenhang mit FME25 in Höhe von 49
Mio € (für das Konzernergebnis). Sie sind währungsbereinigt und schließen Sondereffekte aus. Zu den Sondereffekten gehören weitere Kosten im Zusammenhang mit FME25, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei, die Neubewertung des Anteils an Humacyte und andere Effekte, die ungewöhnlicher Natur sind und zum Zeitpunkt der Erstellung der Prognose nicht vorhersehbar waren oder deren Umfang oder Auswirkungen nicht absehbar waren.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 21-25im PDF.
Fresenius Kabi
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Im Bereich Biosimilars entwickelt Fresenius Kabi Produkte mit den Schwerpunkten Onkologie und Autoimmunerkrankungen.
- Nordamerika mit solidem organischem Umsatzwachstum trotz makroökonomischer Beeinträchtigungen
- Region Asien-Pazifik von Preisrückgängen nach Ausschreibungen in China beeinträchtigt
- Biosimilars-Geschäft entwickelt sich gut; Akquisition einer Mehrheitsbeteiligung an mAbxience abgeschlossen
Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 8 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 1.896 Mio € (2. Quartal 2021: 1.755 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 2 %. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz von Fresenius Kabi um 6 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 3.743 Mio € (1. Halbjahr 2021: 3.516 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %. Positive Währungsumrechnungseffekte von 6 % im 2. Quartal und 5 % im 1. Halbjahr ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar und dem chinesischen Yuan.
Der Umsatz in Nordamerika stieg um 16 % (organisch: 3 %) auf 606 Mio € (2. Quartal 2021: 522 Mio €). Der deutliche Umsatzanstieg ist vor allem auf positive Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen. Gegenläufig wirkten beim organischen Wachstum weiterhin Covid-19-bedingte höhere Fehlzeiten bei den Beschäftigten in der Produktion sowie anhaltender Wettbewerbsdruck und Herausforderungen in den Lieferketten. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz in Nordamerika um 10 % (organisch: 0 %) auf 1.185 Mio € (1. Halbjahr 2021: 1.080 Mio €).
In Europa stieg der Umsatz um 4 % (organisch: 4 %) auf 658 Mio € (2. Quartal 2021: 634 Mio €) durch eine insgesamt gute Geschäftsentwicklung, auch im Biosimilars-Geschäft. Im 1. Halbjahr 2022 stieg in Europa der Umsatz um 3 % (organisch: 3 %) auf 1.298 Mio € (1. Halbjahr 2021: 1.260 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Ohne Akquisition von Ivenix
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 21-25 im PDF.
In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz um 4 % (organisch: -4 %) auf 425 Mio €
(2. Quartal 2021: 409 Mio €). Das organische Wachstum war vor allem durch China, insbesondere durch Preisrückgänge im Zusammenhang mit NVBP-Ausschreibungen (National Volume-Based Procurement) beeinträchtigt. Die Märkte außerhalb Chinas zeigten ein solides organisches Wachstum. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik um 7 % (organisch: -1 %) auf 858 Mio € (1. Halbjahr 2021: 801 Mio €).
Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg um 9 % (organisch: 2 %) auf 207 Mio €
(2. Quartal 2021: 190 Mio €) über ein starkes durch Covid-19 positiv beeinflusstes Vorjahresquartal. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz in Lateinamerika/Afrika um 7 % (organisch: 2 %) auf 402 Mio € (1. Halbjahr 2021: 375 Mio €).
Der Umsatz im Bereich Biosimilars betrug im 2. Quartal 2022 29 Mio €. Im 1. Halbjahr lag der Umsatz im Bereich Biosimilars mit 52 Mio € im Rahmen der Erwartungen. Die US-Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration, FDA) hat den Zulassungsantrag von Fresenius Kabi für MSB11456, einem Biosimilar-Kandidaten von Actemra®4 (Tocilizumab), zur Prüfung akzeptiert. Ferner hat Fresenius Kabi die Akquisition einer Mehrheitsbeteiligung an der mAbxience Holding S.L., einem führenden internationalen biopharmazeutischen Unternehmen, abgeschlossen. Die Transaktion wurde im März 2022 bekannt gegeben. Mit der Akquisition stärkt Fresenius Kabi seine Position im Bereich Biopharmazeutika. Der Kaufpreis beträgt ca. 495 Millionen Euro. Hinzu kommen Meilensteinzahlungen, die an das Erreichen kommerzieller und operativer Ziele gebunden sind.
Der EBIT1 fiel um 9 % (währungsbereinigt: -15 % ) auf 271 Mio € (2. Quartal: 298 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 14,3 % (2. Quartal 2021: 17,0 %). Die EBIT-Entwicklung ist gekennzeichnet von anhaltendem Wettbewerbsdruck, Arbeitskräftemangel, Herausforderungen in den Lieferketten sowie dynamisch steigender Kosteninflation. Im 1. Halbjahr 2022 fiel der EBIT1 um 2 % (währungsbereinigt: 8 %2) auf 564 Mio € (1. Halbjahr 2021: 574 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 15,1 % (1. Halbjahr 2021: 16,3 %).
Das Ergebnis1,3 fiel um 7 % (währungsbereinigt: -16 %) auf 189 Mio € (2. Quartal 2021: 204 Mio €). Im 1. Halbjahr fiel das Ergebnis1,3 um 1 % (währungsbereinigt: -8 %) auf 390 Mio € (1. Halbjahr 2021: 394 Mio €).
Der operative Cashflow fiel auf 109 Mio € (2. Quartal 2021: 197 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch ein höheres Netto-Umlaufvermögen u.a. aufgrund höherer Rohmaterialbevorratung. Die Cashflow-Marge fiel auf 5,7 % (2. Quartal 2021: 11,2 %). Im 1. Halbjahr 2022 sank der operative Cashflow auf 242 Mio € (1. Halbjahr 2021: 475 Mio €). Die Cashflow-Marge ging zurück auf 6,5 % (1. Halbjahr 2021: 13,5 %).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ohne Akquisition von Ivenix
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
4 Actemra® ist eine eingetragene Marke der Chugai Seiyaku Kabushiki Kaisha Corp., einer Tochtergesellschaft der
Roche-Gruppe
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 21-25 im PDF.
Fresenius Kabi bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum1 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für die währungsbereinigte EBIT-Entwicklung2 wird ein Rückgang im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich erwartet. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte. Finanzielle Effekte aus der Übernahme von Ivenix und dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sind in der Prognose weiterhin nicht berücksichtigt.
Save the date: Am Freitag, 7. Oktober 2022, findet die Veranstaltung „Meet the Management“ zu Fresenius Kabi als virtuelles Event statt.
1 Basis 2021: 7.193 Mio €
2 Basis 2021: 1.153 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 21-25 im PDF.
Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland, Helios Spanien und Helios Fertility. Helios Deutschland betreibt 87 Krankenhäuser, ~130 Medizinische Versorgungszentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 50 Krankenhäuser, 97 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 8 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv. Helios Fertility bietet ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.
- Fresenius Helios mit solidem organischem Wachstum aufgrund gestiegener Fallzahlen in Deutschland und Spanien
- Helios Fertility mit guter Entwicklung
Der Umsatz stieg um 7 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 2.925 Mio € (2. Quartal 2021: 2.738 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 5 %. Akquisitionen, im Wesentlichen bei Helios Fertility, trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz um 9 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 5.856 Mio € (1. Halbjahr 2021: 5.387 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Akquisitionen trugen 2 % zum Umsatzwachstum bei.
Der Umsatz von Helios Deutschland erhöhte sich um 5 % (organisch: 4 %) auf 1.758 Mio € (2. Quartal 2021: 1.675 Mio €), im Wesentlichen aufgrund gestiegener Fallzahlen, die jedoch weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie lagen. Akquisitionen trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1. Halbjahr 2022 erhöhte sich der Umsatz von Helios Deutschland um 6 % (organisch: 5 %) auf 3.541 Mio € (1. Halbjahr 2021: 3.348 Mio €). Akquisitionen trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei.
Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 8 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 1.101 Mio € (2. Quartal 2021: 1.020 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 % und ist auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Behandlungen zurückzuführen. Einen Beitrag zum Umsatzwachstum leisteten ebenfalls die Krankenhäuser in Lateinamerika. Akquisitionen trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 10 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 2.190 Mio € (1. Halbjahr 2021: 1.996 Mio €). Das organische Wachstum betrug 9 %.
Der Umsatz von Helios Fertility betrug 65 Mio € (2. Quartal 2021: 42 Mio €). Im 1. Halbjahr 2022 lag der Umsatz von Helios Fertility bei 122 Mio €.
Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 2 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 303 Mio €
(2. Quartal 2021: 298 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,4 % (2. Quartal 2021: 10,9 %). Im 1. Halbjahr 2022 stieg der EBIT1 von Fresenius Helios um 8 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 609 Mio € (1. Halbjahr 2021: 566 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,4 % (1. Halbjahr 2021: 10,5 %).
Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg um 1 % auf 154 Mio € (2. Quartal 2021: 152 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,8 % (2. Quartal 2021: 9,1 %). Erhöhte Fehlzeiten der Beschäftigten im Zusammenhang mit Covid-19 belasteten das Ergebnis. Inflationseffekte hatten nur einen geringen negativen Einfluss. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der EBIT1 von Helios Deutschland um 2 % auf 308 Mio € (1. Halbjahr 2021: 302 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,7 % (1. Halbjahr 2021: 9,0 %).
Der EBIT1 von Helios Spanien stieg um 1 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 148 Mio €
(2. Quartal 2021: 147 Mio €). Die EBIT-Entwicklung ist solide angesichts der außergewöhnlich starken Vorjahresbasis. Auch das Geschäft in Lateinamerika verzeichnete eine gute Entwicklung. Die EBIT-Marge1 stieg auf 13,4 % (2. Quartal 2021: 14,4 %). Im 1. Halbjahr 2022 stieg der EBIT1 von Helios Spanien um 10 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 301 Mio € (1. Halbjahr 2021: 273 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 13,7 % (1. Halbjahr 2021: 13,7 %).
Der EBIT1 von Helios Fertility betrug 7 Mio € (2. Quartal 2021: 5 Mio €). Die EBIT1-Marge lag bei 10,8 %. Im 1. Halbjahr 2022 betrug der EBIT1 von Helios Fertility 11 Mio €. Die EBIT-Marge1 lag bei 9,0 %.
Das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios stieg um 2 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 197 Mio € (2. Quartal 2021: 193 Mio €). Im 1. Halbjahr 2022 stieg das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios um 7 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 392 Mio € (1. Halbjahr 2021: 366 Mio €).
Der operative Cashflow fiel auf 194 Mio € (2. Quartal 2021: 223 Mio €) aufgrund Covid-19-bedingter Verzögerungen bei den Budgetverhandlungen in Deutschland. Die Cashflow-Marge lag bei 6,6 % (2. Quartal 2021: 8,1 %). Im 1. Halbjahr 2022 fiel der operative Cashflow auf 58 Mio € (1. Halbjahr 2021: 438 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 1,0 % (1. Halbjahr 2021: 8,1 %).
Fresenius Helios bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein währungsbereinigtes EBIT4-Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt.
3 Basis 2021: 10.891 Mio €
4 Basis 2021: 1.127 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 21-25 im PDF.
Fresenius Vamed
Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.
- Projektgeschäft weiterhin belastet von Covid-19 und Ukraine-Krieg sowie daraus resultierenden Herausforderungen in der Projektabwicklung und globalen Lieferketten
- Dienstleistungsgeschäft dank Zunahme elektiver Eingriffe gewachsen
- Auftragsbestand auf Rekordniveau
Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg um 1 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 562 Mio €
(2. Quartal 2021: 556 Mio €). Organisch erhöhte sich der Umsatz um 1 %. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz von Fresenius Vamed um 4 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 1.075 Mio € (1. Halbjahr 2021: 1.033 Mio €). Organisch wuchs der Umsatz um 4 %.
Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg um 6 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 417 Mio € (2. Quartal 2021: 392 Mio €), im Wesentlichen durch die sich erholenden elektiven Fallzahlen. Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 12 % (währungsbereinigt: -12 %) auf 145 Mio € (2. Quartal 2021: 164 Mio €) aufgrund von Covid-19- und dem Ukraine Krieg- bedingten Herausforderungen und Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft um 9 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 822 Mio € (1. Halbjahr 2021: 755 Mio €). Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 9 % (währungsbereinigt: -9 %) auf 253 Mio € (1. Halbjahr 2021: 278 Mio €).
Der EBIT1 fiel um 31 % auf 11 Mio € (2. Quartal 2021: 16 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 2,0 % (2. Quartal 2021: 2,9 %) aufgrund von Covid-19- und dem Ukraine Krieg- bedingten Herausforderungen in der Projektabwicklung und Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten sowie sich verschärfender Kosteninflation. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der EBIT1 um 58 % auf 19 Mio € (1. Halbjahr 2021: 12 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 1,8 % (1. Halbjahr 2021: 1,2 %).
Das Ergebnis1,2 fiel um 45 % auf 6 Mio € (2. Quartal 2021: 11 Mio €). Im 1. Halbjahr 2022 stieg das Ergebnis1,2 auf 10 Mio € (1. Halbjahr 2021: 4 Mio €).
Der Auftragseingang betrug 253 Mio € (2. Quartal 2021: 713 Mio €), im 1. Halbjahr 2022 516 Mio € (1. Halbjahr 2021: 851 Mio €). Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2022 lag bei 3.732 Mio € (31. Dezember 2021: 3.473 Mio €).
Der operative Cashflow fiel auf 7 Mio € (2. Quartal 2021: 58 Mio €), im Wesentlichen aufgrund von Verzögerungen im Projektgeschäft im Zusammenhang mit Covid-19 und des höheren Netto-Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge betrug 1,2 % (2. Quartal 2021: 10,4 %). Im 1. Halbjahr 2022 fiel der operative Cashflow auf -38 Mio € (2. Quartal 2021: 14 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei -3,5 % (1. Halbjahr 2021: 1,4 %).
Fresenius Vamed bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich. Beim währungsbereinigten EBIT4 wird ein absoluter Betrag auf dem Niveau vor der Pandemie erwartet (Geschäftsjahr 2019: 134 Mio €). Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
3 Basis 2021: 2.297 Mio €
4 Basis 2021: 101 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 21-25 PDF.
Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen
www.fresenius.com/de/alternative-leistungskennzahlen.
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
Die Geschäftsentwicklung von Fresenius Medical Care wurde im 2. Quartal 2022 deutlich negativ beeinflusst. Grund war insbesondere eine Verschärfung des Arbeitskräftemangels in den USA und damit einhergehende stark gestiegene Personalkosten. Das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich zudem weiter verschlechtert und inflationsbedingte Kostensteigerungen beschleunigt. Insbesondere sind die Kosten in den Lieferketten weiter gestiegen.
Vor diesem Hintergrund und angesichts zunehmender Anzeichen für eine anhaltende ungünstige Entwicklung dieser sowie anderer Faktoren für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres hat Fresenius Medical Care den Ausblick für 2022 angepasst.
Alle anderen Unternehmensbereiche des Fresenius-Konzerns bestätigen ihren jeweiligen Umsatz- und Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2022.
Aufgrund der Entwicklung bei Fresenius Medical Care sieht sich Fresenius jedoch trotz der Bestätigung der jeweiligen Umsatz- und Ergebnisausblicke der anderen Unternehmensbereiche veranlasst, den Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2022 ebenfalls anzupassen. Erwartet werden nunmehr ein währungsbereinigtes Konzernumsatzwachstum1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich (zuvor mittlerer einstelliger Prozentbereich) und ein Rückgang des währungsbereinigten Konzernergebnisses2,3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Zuvor war ein Anstieg des währungsbereinigten Konzernergebnisses2,3 im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet worden.
Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Als weltweit tätiger Gesundheitskonzern können auch wir uns den teils massiven Kostensteigerungen, zunehmenden Problemen in den globalen Lieferketten und Personalengpässen nicht entziehen. Und im Gegensatz zu anderen Branchen können wir die damit verbundenen wirtschaftlichen Belastungen nicht kurzfristig über Preiserhöhungen weitergeben. Das hatten wir im Februar und Mai, soweit möglich und absehbar, in unseren Prognosen berücksichtigt. Inzwischen wird jedoch deutlich, dass die patientennahen Gesundheitsdienstleistungen in den USA in besonderem Maße beeinträchtigt sind – und damit auch Fresenius Medical Care. Diese Phase gilt es mit Mut und Tatkraft zu bewältigen. Ich freue mich daher, dass Carla Kriwet ihre Aufgabe als neue Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care früher als geplant übernehmen wird. Ich bin zuversichtlich, dass sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen gute Lösungen finden und Fresenius Medical Care in eine erfolgreiche Zukunft führen wird.“
„Unser Ziel bei Fresenius ist und bleibt, Mehrwert zu schaffen: für unsere Patientinnen und Patienten, unsere Beschäftigten und unsere Aktionärinnen und Aktionäre. Daran arbeiten wir unermüdlich. Dafür sehen wir auch weiterhin gute Voraussetzungen, trotz der aktuellen Belastungen durch die globalen Krisen. Denn wir haben aus unseren starken Marktpositionen heraus frühzeitig auf die richtigen Trends wie die Heimdialyse gesetzt. Gesundheit ist ein Zukunftsmarkt, den wir maßgeblich mitgestalten und in dem wir weiterhin nachhaltig profitabel wachsen wollen,“ so Sturm weiter.
1 Basis 2021: 37.520 Mio €
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2021: 1.867 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Erwartungen zu Einflüssen auf den Konzernausblick für 2022
Aufgrund der stark erhöhten Unsicherheit und Volatilität im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, den anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie des sich rapide verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Umfelds rechnet Fresenius im Geschäftsjahr 2022 nun mit deutlich stärkeren Belastungen durch Lieferkettenengpässe sowie Kosteninflation, u.a. bei Energiepreisen. Ferner rechnet Fresenius mit deutlich negativen Auswirkungen durch anhaltenden Arbeitskräftemangel und damit verbundenen höheren Personalkosten, insbesondere bei Fresenius Medical Care in den USA.
Der Krieg in der Ukraine belastet die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns sowohl direkt als auch indirekt. Die negativen Auswirkungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2022 beim Konzernergebnis1 auf 20 Mio € und werden als Sondereinflüsse behandelt. Fresenius wird den weiteren Verlauf des Krieges und dessen mögliche weitere Auswirkungen auf Geschäftsentwicklung und Bilanz weiterhin genau beobachten. Im Ausblick sind erhebliche Unterbrechungen der Gas- oder Stromversorgung in Europa nicht berücksichtigt.
Fresenius erwartet für das laufende Jahr weiter belastende Effekte durch die Covid-19-Pandemie. Eine mögliche, aus jetziger Sicht allerdings eher unwahrscheinliche, Verschlechterung der Situation und damit einhergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor ohne eine angemessene Kompensation sind im Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2022 nicht berücksichtigt.
Ferner gelten die dem angepassten Ausblick von Fresenius Medical Care für das Geschäftsjahr 2022 zugrunde gelegten Annahmen auch vollumfänglich für den Ausblick des Fresenius-Konzerns.
Alle diese Annahmen sind indes mit erheblicher Unsicherheit behaftet.
Die Akquisition von Ivenix und der bekanntgegebene Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sowie weitere potenzielle Akquisitionen sind in der Prognose weiterhin nicht berücksichtigt.
Mittelfristiger Ausblick
Aufgrund der nunmehr erwarteten Entwicklung für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2022 geht Fresenius davon aus, sein mittelfristiges Konzernergebnisziel1 nicht mehr erreichen zu können. Zuvor hatte sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, für den Zeitraum 2020 bis 2023 ein organisches durchschnittliches jährliches Konzernergebniswachstum1 (CAGR) am unteren Ende der Bandbreite von 5 bis 9 % zu erreichen.
Gleichzeitig präzisiert Fresenius sein mittelfristiges Konzernumsatzziel und erwartet für den Zeitraum 2020 bis 2023 ein organisches durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum (CAGR) am unteren Ende der bisher erwarteten Bandbreite von
4 bis 7 %.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Kosten- und Effizienzprogramm
Das Kosten- und Effizienzprogramm entwickelt sich planmäßig und Fresenius bestätigt die im Februar 2022 kommunizierten höheren Erwartungen, die Einsparungen von mindestens 150 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter bis zum Jahr 2023 vorsehen. In den Folgejahren erwartet das Unternehmen einen weiteren starken Anstieg der nachhaltigen Kosteneinsparungen.
Veränderung im Vorstand der Fresenius Medical Care
Dr. Carla Kriwet wird ihre Tätigkeit als CEO von Fresenius Medical Care früher als zunächst angekündigt bereits am 1. Oktober 2022 aufnehmen. Rice Powell wird sein Amt als CEO zum 30. September 2022 niederlegen.
Vorläufige Geschäftszahlen zum 2. Quartal und zum 1. Halbjahr 2022
1 EBIT- und Konzernergebnisdarstellung vor Sondereinflüssen
2 Ohne Akquisition von Ivenix
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Vorläufige Geschäftszahlen Fresenius Kabi
Der Umsatz im 2. Quartal 2022 stieg um 8 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 1.896 Mio € (2. Quartal 2021: 1.755 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 2 %. Positive Währungsumrechnungseffekte von 6 % ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar und dem chinesischen Yuan.
Der Umsatz in Nordamerika stieg um 16 % (organisch: 3 %) auf 606 Mio € (2. Quartal 2021: 522 Mio €), unterstützt durch positive Währungsumrechnungseffekte aus dem US-Dollar. In Europa stieg der Umsatz um 4 % (organisch: 4 %) auf 658 Mio € (2. Quartal 2021: 634 Mio €). In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz um 4 % (organisch: -4 %) auf 425 Mio € (2. Quartal 2021: 409 Mio €). Positiv auf das Umsatzwachstum wirkten Währungsumrechnungseffekte. Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg um 9 % (organisch: 2 %) auf 207 Mio € (2. Quartal 2021: 190 Mio €). Der Umsatz im Bereich Biosimilars lag im 2. Quartal 2022 bei 29 Mio €.
Der EBIT1 fiel um 9 % (währungsbereinigt: -15 %2) auf 271 Mio € (2. Quartal 2021: 298 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 14,3 % (2. Quartal 2021: 17,0 %).
Fresenius Kabi EBIT nach Regionen
Fresenius Kabi bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für die währungsbereinigte EBIT-Entwicklung2,4 wird ein Rückgang im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich erwartet. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte; Effekte aus den Akquisitionen von Ivenix und mAbxience sind im Ausblick nicht enthalten.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ohne Akquisition von Ivenix
3 Basis 2021: 7.193 Mio €
4 Basis 2021: 1.153 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Vorläufige Geschäftszahlen Fresenius Helios
Der Umsatz stieg um 7 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 2.925 Mio € (2. Quartal 2021: 2.738 Mio €). Das organische Wachstum betrug 5 %. Akquisitionen trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei.
Der Umsatz von Helios Deutschland erhöhte sich um 5 % (organisch: 4 %) auf 1.758 Mio € (2. Quartal 2021: 1.675 Mio €). Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 8 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 1.101 Mio € (2. Quartal 2021: 1.020 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Der Umsatz von Helios Fertility betrug 65 Mio € (2. Quartal 2021: 42 Mio €).
Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 2 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 303 Mio € (2. Quartal 2021: 298 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,4 % (2. Quartal 2021: 10,9 %).
Der EBIT von Helios Deutschland stieg um 1 % auf 154 Mio € (2. Quartal 2021: 152 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 8,8 % (2. Quartal 2021: 9,1 %). Der EBIT von Helios Spanien stieg um 1 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 148 Mio € (2. Quartal 2021: 147 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 13,4 % (2. Quartal 2021: 14,4 %). Der EBIT1 von Helios Fertility betrug 7 Mio € (2. Quartal 2021: 5 Mio €). Die EBIT1-Marge lag bei 10,8 %.
Fresenius Helios bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum2 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein währungsbereinigtes EBIT3-Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Basis 2021: 10.891 Mio €
3 Basis 2021: 1.127 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Vorläufige Geschäftszahlen Fresenius Vamed
Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg um 1 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 562 Mio € (2. Quartal 2021: 556 Mio €). Organisch stieg der Umsatz um 1 %.
Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg um 6 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 417 Mio € (2. Quartal 2021: 392 Mio €). Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 12 % (währungsbereinigt: -12 %) auf 145 Mio € (2. Quartal 2021: 164 Mio €).
Der EBIT1 fiel um 31 % auf 11 Mio € (2. Quartal 2021: 16 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 2,0 % (2. Quartal 2021: 2,9 %).
Der Auftragseingang betrug 253 Mio € (2. Quartal 2021: 713 Mio €). Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2022 lag bei 3.732 Mio € (31. Dezember 2021: 3.473 Mio €).
Fresenius Vamed bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum2 im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich. Beim währungsbereinigten EBIT3 wird ein absoluter Betrag auf dem Niveau vor der Pandemie erwartet (Geschäftsjahr 2019: 134 Mio €). Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Basis 2021: 2.297 Mio €
3 Basis 2021: 101 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Telefonkonferenz und Veröffentlichung der detaillierten Geschäftszahlen
Anlässlich der Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für das 2. Quartal 2022 findet am 28. Juli 2022 um 13.30 Uhr (CEDT) / 07.30 Uhr EDT eine Telefonkonferenz statt. Diese ersetzt die ursprünglich geplante Telefonkonferenz vom 2. August 2022.
Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung auf unserer Website zur Verfügung.
Am 2. August 2022 wird Fresenius die detaillierten Finanzzahlen zum 2. Quartal 2022 und 1. Halbjahr 2022 veröffentlichen.
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
- Fresenius Medical Care trotz erheblicher Belastungen im Rahmen der Erwartungen
- Fresenius Kabi mit solider Entwicklung aufgrund ausgezeichneten Wachstums in den Schwellenmärkten
- Fresenius Helios mit starker Entwicklung aufgrund positiver Trends bei Fallzahlen in Deutschland und Spanien
- Fresenius Vamed auf gutem Weg zur Normalisierung des Projektgeschäfts und mit starker Entwicklung im Dienstleistungsgeschäft
- Anhaltende Belastungen aus Kosteninflation und Lieferkettenengpässen verstärkt durch Unsicherheit und Volatilität durch den Ukraine-Krieg
- Ausblick für 2022 bestätigt
- Sara Hennicken wird neue Finanzvorständin von Fresenius – Rachel Empey verlässt Unternehmen auf eigenen Wunsch1
- Dr. Carla Kriwet folgt Rice Powell zum 1. Januar 2023 als Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care und als Mitglied des Fresenius-Vorstands1
1Siehe separate Presseinformationen von Fresenius und Fresenius Medical Care
2Vor Sondereinflüssen
3Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 18-19 im PDF.
Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Wir sind gut ins Jahr gestartet, bei Fresenius Helios und Fresenius Kabi sogar noch etwas besser als zunächst erwartet. Die anhaltende Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, Engpässe in den Lieferketten und vor allem die teils erheblichen Kostensteigerungen haben das erste Quartal belastet. Diese Faktoren müssen wir auch weiterhin genau im Auge behalten. Trotzdem liefen unsere Geschäfte ordentlich. Mit den angekündigten Transaktionen bei Fresenius Kabi und Fresenius Medical Care haben wir wichtige Schritte in der Umsetzung unserer Wachstumsstrategie unternommen. Damit verbessern wir die Grundlagen für unseren künftigen Unternehmenserfolg. Wir rechnen daher weiterhin mit insgesamt gesunden Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn und blicken zuversichtlich auf die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus.“
Konzern-Ausblick für 2022 bestätigt
Fresenius bestätigt den Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 und erwartet weiterhin einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes1 im mittleren einstelligen Prozentbereich und einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernergebnisses2,3 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Implizit geht Fresenius davon aus, dass das währungsbereinigte Konzernergebnis2 ohne Berücksichtigung der Ergebnisbeiträge von Fresenius Medical Care ebenfalls im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen wird.
Ohne Berücksichtigung weiterer Akquisitionen4 rechnet Fresenius damit, dass sich die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA5 zum Jahresende 2022 verbessern und damit innerhalb des selbst gesteckten Zielkorridors von 3,0x bis 3,5x liegen wird (31. Dezember 2021: 3,51x6). Fresenius erwartet, dass sich nach Abschluss des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience und der Akquisition von Ivenix die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA leicht erhöhen wird.
Das Kosten- und Effizienzprogramm entwickelt sich planmäßig und Fresenius bestätigt die im Februar 2022 kommunizierten höheren Erwartungen: Bis zum Jahr 2023 sollen die Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität und operativen Exzellenz Einsparungen in Höhe von mindestens 150 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter führen. In den Folgejahren erwartet das Unternehmen einen weiteren starken Anstieg der nachhaltigen Kosteneinsparungen.
1 Basis 2021: 37.520 Mio €
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2021: 1.867 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
4 Stichtag 22. Februar 2022
5 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten
durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle
weitere Akquisitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
6 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten
durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen;
vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 18-19 im PDF.
Erwartungen zu Einflüssen auf das Geschäftsjahr 2022
Fresenius erwartet für das laufende Jahr weiter belastende Effekte durch die Covid-19-Pandemie. Das Unternehmen rechnet jedoch damit, dass die Anzahl der Covid-19-Fälle von jetzt an rückläufig sein wird und sich damit auch die Anzahl der planbaren Behandlungen sowie die Verfügbarkeit von Personal verbessert. Eine mögliche, aus jetziger Sicht allerdings eher unwahrscheinliche Verschlechterung der Situation, und damit einhergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor ohne eine angemessene Kompensation sind im Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2022 nicht berücksichtigt.
Auch der Krieg in der Ukraine belastet die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns. Die negativen Auswirkungen beliefen sich im ersten Quartal beim Konzernergebnis auf 14 Mio € und werden als Sondereinfluss behandelt. Fresenius wird den weiteren Verlauf des Krieges und dessen mögliche Auswirkungen weiterhin genau beobachten.
Aufgrund der erhöhten Unsicherheit und Volatilität im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, rechnet Fresenius im Geschäftsjahr 2022 nun mit ausgeprägteren Belastungen durch Kosteninflation und Lieferkettenengpässe.
Der Vorstand geht von einem unveränderten Unternehmenssteuersatz in den USA aus.
Ferner gelten die dem Ausblick von Fresenius Medical Care für das Geschäftsjahr 2022 zugrunde gelegten Annahmen auch vollumfänglich für den Ausblick des Fresenius-Konzerns.
Alle diese Annahmen sind indes mit erheblicher Unsicherheit behaftet.
Die kürzlich bekanntgegebene Akquisition von Ivenix und der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sowie weitere potenzielle Akquisitionen sind in der Prognose nicht berücksichtigt.
5 % Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz
Der Konzernumsatz im 1. Quartal 2022 stieg um 8 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 9.720 Mio € (1. Quartal 2021: 8.984 Mio €). Das organische Wachstum betrug 3 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 2 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 3 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 % erzielt (1. Quartal 2021: 4 bis 5 %).
3 % Wachstum beim währungsbereinigten Konzernergebnis2,3
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 2 % (währungsbereinigt: -2 %) auf 1.658 Mio € (1. Quartal 20212: 1.631 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.595 Mio € (1. Quartal 2021: 1.628 Mio €).
Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 1 % (währungsbereinigt: -5 %) auf 996 Mio € (1. Quartal 20212: 1.009 Mio €). Der währungsbereinigte Rückgang des EBIT war im Wesentlichen negativ beeinflusst von der Übersterblichkeit von Patienten im Zusammenhang mit Covid-19 bei Fresenius Medical Care sowie höheren Personal-, Material- und Logistikkosten. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 10,2 % (1. Quartal 20212: 11,2 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 902 Mio € (1. Quartal 2021: 1.006 Mio €).
Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf -119 Mio € (1. Quartal 20212: -137 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Einsparungen durch erfolgreiche Refinanzierungsaktivitäten. Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich ebenfalls auf -118 Mio € (1. Quartal 2021: -137 Mio €).
Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag im 1. Quartal 2022 bei 22,7 % (1. Quartal 20212: 22,8 %). Die berichtete Steuerquote lag bei 23,6 % (1. Quartal 2021: 22,8 %).
Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag im 1. Quartal 2022 bei -216 Mio € (1. Quartal 20212: -237 Mio €). Davon entfielen 88% auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der berichtete auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn lag bei -186 Mio € (1. Quartal 2021: -236 Mio €).
1 Geschätzte Covid-19-Effekte für Q1/22 und Q1/21 finden Sie auf Seite 16 im PDF.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 18-19 im PDF.
Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen stieg im 1. Quartal 2022 um 6 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 462 Mio € (1. Quartal 20212: 436 Mio €). Ohne geschätzte Covid-19-Effekte3 wäre das währungsbereinigte Konzernergebniswachstum1 vor Sondereinflüssen mit -2 bis 2 % weitestgehend stabil geblieben (1. Quartal 2021: 0 bis 4 %). Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf 413 Mio € (1. Quartal 2021: 435 Mio €).
Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen stieg im 1. Quartal 2022 um 6 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 0,83 € (1. Quartal 20212: 0,78 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,74 € (1. Quartal 2021: 0,78 €).
Investitionen in Wachstum fortgesetzt
Fresenius investierte im 1. Quartal 2022 338 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 3 % des Konzernumsatzes (1. Quartal 2021: 384 Mio €; 4 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken.
Das Akquisitionsvolumen im 1. Quartal 2022 betrug 162 Mio € (1. Quartal 2021: 149 Mio €) im Wesentlichen für den Erwerb von Dialysezentren bei Fresenius Medical Care und Kliniken bei Helios Spanien.
Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow fiel im 1. Quartal 2022 auf 101 Mio € (1. Quartal 2021: 652 Mio €) im Wesentlichen bedingt durch ein höheres Netto-Umlaufvermögen u.a. aufgrund höherer Rohmaterialbevorratung und Forderungen sowie temporärer Verschiebungen bei Zahlungsflüssen. Die Marge betrug 1,0 % (1. Quartal 2021: 7,3 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden fiel auf -255 Mio € (1. Quartal 2021: 241 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf -403 Mio € (1. Quartal 2021: 117 Mio €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
3 Geschätzte Covid-19-Effekte für Q1/21 und Q1/20 finden Sie auf Seite 16 im PDF.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 18-19 im PDF.
Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 2 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 73.114 Mio € (31. Dezember 2021: 71.962 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Währungsumrechnungseffekte und auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 3 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 18.002 Mio € (31. Dezember 2021: 17.461 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 1 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 55.112 Mio € (31. Dezember 2021: 54.501 Mio €).
Das Eigenkapital stieg um 4 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 30.584 Mio € (31. Dezember 2021: 29.288 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 41,8 % (31. Dezember 2021: 40,7 %).
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns waren unverändert (währungsbereinigt: 0 %) bei 27.211 Mio € (31. Dezember 2021: 27.155 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 3 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 25.134 Mio € (31. Dezember 2021: 24.391 Mio €).
Der Verschuldungsgrad zum 31. März 2022 stieg auf 3,60x1,2 (31. Dezember 2021: 3,51x1,2). Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf den Covid-19-bedingten Rückgang des operativen Konzern-Cashflows.
1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen
2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 18-19 im PDF.
Die Unternehmensbereiche
Fresenius Medical Care (Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 31. März 2022 behandelte Fresenius Medical Care 343.493 Patientinnen und Patienten in 4.153 Dialysezentren. Neben dem Kerngeschäft in der ganzheitlichen Nierentherapie konzentriert sich das Unternehmen auf die Expansion in den Bereichen Unterstützende Geschäftsaktivitäten und Intensivmedizinische Lösungsansätze.
- Patienten-Übersterblichkeit durch Covid-19 höher als erwartet, im Laufe des Quartals aber rückläufig
- Ergebnisentwicklung beeinträchtigt von weiterhin deutlich erhöhten und aufgrund von Omikron nochmal zusätzlich gestiegenen Personalkosten im Bereich Gesundheitsdienstleistungen sowie gestiegenen Material- und Logistikkosten im Bereich Gesundheitsprodukte
- Ergebnisentwicklung in EMEA zusätzlich belastet durch Krieg in der Ukraine
Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg im 1. Quartal 2022 um 8 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 4.548 Mio € (1. Quartal 2021: 4.210 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 2 %. Währungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 5 %.
Im 1. Quartal 2022 fiel der EBIT um 27 % (währungsbereinigt: -30 %) auf 348 Mio € (1. Quartal 2021: 474 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 7,6 % (1. Quartal 2021: 11,3 %). Vor Sondereinflüssen (Kosten im Zusammenhang mit dem Programm FME25 und Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine) fiel der EBIT um 15 % (währungsbereinigt: -19 %) auf 403 Mio € (1. Quartal 2021: 477 Mio €) bei einer EBIT-Marge1 von 8,9 % (1. Quartal 2021: 11,3 %). Auf währungsbereinigter Basis ist der Rückgang hauptsächlich zurückzuführen auf höhere Personalkosten, negative Auswirkungen von Covid-19 sowie auf inflationsbedingte Kostensteigerungen und höhere Kosten in der Lieferkette. Dies wurde nur in Teilen ausgeglichen durch eine Anpassung der Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 18-19 im PDF.
Das Ergebnis1 fiel im 1. Quartal 2022 um 37 % (währungsbereinigt: -39%) auf 157 Mio € (1. Quartal 2021: 249 Mio €) insbesondere aufgrund der oben genannten Ergebniseffekte. Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis1 um 20 % (währungsbereinigt: -23 %) auf 200 Mio € (1. Quartal 2021: 251 Mio €) hauptsächlich aufgrund der genannten negativen Auswirkungen auf den EBIT.
Der operative Cashflow betrug im 1. Quartal 2022 159 Mio € (1. Quartal 2021: 208 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 3,5 % (1. Quartal 2021: 4,9 %). Der Rückgang ist hauptsächlich zurückzuführen auf die fortgesetzte Verrechnung von Vorauszahlungen der US-Regierung aus dem Jahr 2020 im Rahmen des CARES-Gesetzes sowie den Rückgang des Konzernergebnisses, teilweise ausgeglichen durch einen positiven Effekt aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen.
Fresenius Medical Care bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum2 und eine währungsbereinigte Steigerung des Konzernergebnisses1,3 im jeweils niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich4.
Für weitere Informationen siehe Pressemitteilung Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
2 Basis 2021: 17.619 Mio €
3 Basis 2021: 1.018 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
4 Die Ziele basieren auf den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2021 ohne die Kosten im Zusammenhang mit FME25 in Höhe von 49 Mio € (für das Konzernergebnis). Sie basieren auf den Annahmen, die in der Presseinformation zum vierten Quartal und Geschäftsjahr 2021 (22. Februar 2022) ausgeführt wurden, sind währungsbereinigt und berücksichtigen keine Sondereffekte. Sondereffekte umfassen weitere Kosten im Zusammenhang mit FME25, Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren bzw. deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 18-19 im PDF.
Fresenius Kabi
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Im Bereich Biosimilars entwickelt Fresenius Kabi Produkte mit den Schwerpunkten Onkologie und Autoimmunerkrankungen.
- Entwicklung in Nordamerika durch anhaltende Herausforderungen beeinträchtigt
- Geschäft in den Schwellenmärkten mit ausgezeichnetem Ergebniswachstum
- Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience und Akquisition von Ivenix sollen Wachstum beschleunigen
Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 5 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 1.847 Mio € (1. Quartal 2021: 1.761 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %. Positive Währungsumrechnungseffekte von 4 % ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar und dem chinesischen Yuan.
Der Umsatz in Nordamerika stieg im 1. Quartal 2022 um 4 % (organisch: -3 %) auf 579 Mio € (1. Quartal 2021: 558 Mio €). Der Rückgang des organischen Wachstums ist vor allem auf die Covid-19-bedingten höheren Fehlzeiten bei den Beschäftigten in der Produktion zurückzuführen sowie auf anhaltenden Wettbewerbsdruck.
In Europa stieg der Umsatz um 2 % (organisch: 2 %) auf 640 Mio € (1. Quartal 2021: 626 Mio €) im Wesentlichen durch eine zunehmende Normalisierung der Nachfrage aufgrund fortschreitender Erholung bei elektiven Behandlungen.
In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz im 1. Quartal 2022 um 10 % (organisch: 3 %) auf 433 Mio € (1. Quartal 2021: 392 Mio €) getragen von einer guten Entwicklung in der gesamten Region. In China trugen höhere Umsätze mit Produkten, die nicht durch die NVBP-Ausschreibungen (National Volume-Based Procurement) betroffen waren, positiv zum Wachstum bei.
Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg im 1. Quartal 2022 um 5 % (organisch: 2 %) auf 195 Mio € (1. Quartal 2021: 185 Mio €) nach einem starken durch Covid-19 positiv beeinflussten Vorjahresquartal.
Der Umsatz im Bereich Biosimilars lag im 1. Quartal 2022 mit 23 Mio € im Rahmen der Erwartungen von Fresenius Kabi.
Der EBIT1 stieg im 1. Quartal 2022 um 6 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 293 Mio € (1. Quartal: 276 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 15,9 % (1. Quartal: 15,7 %). Die EBIT-Entwicklung ist gekennzeichnet von Covid-19-bedingten höheren Fehlzeiten bei den Beschäftigten in der Produktion, anhaltendem Wettbewerbsdruck, Herausforderungen in den Lieferketten sowie steigender Kosteninflation.
Das Ergebnis1,2 stieg im 1. Quartal 2022 um 6 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 201 Mio € (1. Quartal 2021: 190 Mio €).
Der operative Cashflow fiel im 1. Quartal 2022 auf 133 Mio € (1. Quartal 2021: 278 Mio €) im Wesentlichen bedingt durch ein höheres Netto-Umlaufvermögen u.a. aufgrund höherer Rohmaterialbevorratung. Die Cashflow-Marge fiel auf 7,2 % (1. Quartal 2021: 15,8 %)
Fresenius Kabi bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für die währungsbereinigte EBIT-Entwicklung4 wird ein Rückgang im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich erwartet. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
Im März wurde der Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an mAbxience und die Akquisition von Ivenix bekanntgegeben. mAbxience stärkt die Präsenz von Fresenius Kabi im wachstumsstarken Biopharmazeutika-Markt und Ivenix das Medizintechnik-Geschäft des Unternehmens. Die Übernahme von Ivenix wurde Anfang Mai abgeschlossen. Finanzielle Effekte beider Transaktionen sind in der Prognose nicht berücksichtigt.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2021: 7.193 Mio €
4 Basis 2021: 1.153 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 18-19 im PDF.
Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland, Helios Spanien und Helios Fertility. Helios Deutschland betreibt 88 Krankenhäuser, ~130 Medizinische Versorgungszentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 50 Krankenhäuser, 97 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 8 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv. Helios Fertility bietet ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.
- Helios Deutschland mit solidem organischen Umsatzwachstum aufgrund gestiegener Fallzahlen
- Helios Spanien mit exzellentem organischen Umsatz- und Ergebniswachstum aufgrund anhaltend hoher Nachfrage nach Behandlungen
- Helios Fertility mit guter Entwicklung
Der Umsatz stieg im 1. Quartal 2022 um 11 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 2.931 Mio €
(1. Quartal 2021: 2.649 Mio €). Das organische Wachstum betrug 8 %. Akquisitionen, im Wesentlichen bei Helios Fertility, trugen 3 % zum Umsatzwachstum bei.
Der Umsatz von Helios Deutschland erhöhte sich im 1. Quartal 2022 um 7 % (organisch: 5 %) auf 1.783 Mio € (1. Quartal 2021: 1.673 Mio €) im Wesentlichen aufgrund gestiegener Fallzahlen, die jedoch unter dem Niveau vor der Pandemie lagen. Das Wachstum wurde daher auch durch Erstattungen im Zusammenhang mit Covid-19 unterstützt. Akquisitionen trugen 2 % zum Umsatzwachstum bei.
Der Umsatz von Helios Spanien stieg im 1. Quartal 2022 um 12 % (währungsbereinigt:
12 %) auf 1.089 Mio € (1. Quartal 2021: 976 Mio €). Das organische Wachstum betrug
11 % und ist auf Kalendereffekte im Vorjahresvergleich und eine anhaltend hohe Nachfrage nach Behandlungen zurückzuführen. Die Krankenhäuser in Lateinamerika trugen ebenfalls zum Umsatzwachstum bei. Akquisitionen trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei.
Der Umsatz von Helios Fertility betrug im 1. Quartal 2022 57 Mio €.
Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg im 1. Quartal 2022 um 14 % (währungsbereinigt: 15 %) auf 306 Mio € (1. Quartal 2021: 268 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,4 % (1. Quartal 2021: 10,1 %).
Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg im 1. Quartal 2022 um 3 % auf 154 Mio €
(1. Quartal 2021: 150 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,6 % (1. Quartal 2021: 9,0 %).
Erhöhte Fehlzeiten bei den Beschäftigten zu Beginn des Quartals im Zusammenhang mit Covid-19 belasteten das Ergebnis. Inflationseffekte hatten nur einen geringen negativen Einfluss.
Der EBIT1 von Helios Spanien stieg im 1. Quartal 2022 um 21 % (währungsbereinigt: 22 %) auf 153 Mio € (1. Quartal 2021: 126 Mio €). Der EBIT-Anstieg ist zurückzuführen auf die anhaltend hohe Nachfrage nach Behandlungen. Auch das Geschäft in Lateinamerika verzeichnete eine gute Entwicklung. Die EBIT-Marge1 stieg auf 14,0 % (1. Quartal 2021: 12,9 %).
Der EBIT1 von Helios Fertility betrug im 1. Quartal 2022 4 Mio €. Die EBIT1-Marge lag bei 7,0 %.
Das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios stieg im 1. Quartal 2022 um 13 % (währungsbereinigt:
13 %) auf 195 Mio € (1. Quartal 2021: 173 Mio €).
Der operative Cashflow fiel im 1. Quartal 2022 auf -136 Mio € (1. Quartal 2021: 215 Mio €) nach einem starken 4. Quartal 2021 und Covid-19-bedingten Verzögerungen bei den Budgetverhandlungen in Deutschland. Die Cashflow-Marge lag bei -4,6 % (1. Quartal 2021: 8,1 %).
Fresenius Helios bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein währungsbereinigtes EBIT4-Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2021: 10.891 Mio €
4 Basis 2021: 1.127 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 18-19 im PDF.
Fresenius Vamed
Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.
- Projektgeschäft weiterhin belastet durch Covid-19, Herausforderungen in den globalen Lieferketten und Kosteninflation
- Dienstleistungsgeschäft wächst dank zunehmender Anzahl elektiver Eingriffe
- Ausgezeichneter Auftragseingang
Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg im 1. Quartal 2022 um 8 % (währungsbereinigt:
7 %) auf 513 Mio € (1. Quartal 2021: 477 Mio €). Organisch stieg der Umsatz um 7 %.
Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg im 1. Quartal 2022 um 12 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 405 Mio € (1. Quartal 2021: 363 Mio €) im Wesentlichen durch die sich erholenden elektiven Fallzahlen. Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 5 % (währungsbereinigt: -5 %) auf 108 Mio € (1. Quartal 2021: 114 Mio €), aufgrund von Covid-19-bedingten Herausforderungen und Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten.
Der EBIT1 stieg im 1. Quartal 2022 auf 8 Mio € (1. Quartal 2021: -4 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 1,6 % (1. Quartal 2021: -0,8 %). Dies ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung im Dienstleistungsgeschäft zurückzuführen
Das Ergebnis1,2 stieg im 1. Quartal 2022 auf 4 Mio € (1. Quartal 2021: -7 Mio €).
Der Auftragseingang betrug im 1. Quartal 2022 263 Mio € (1. Quartal 2021: 138 Mio €). Der Auftragsbestand zum 31. März 2022 lag bei 3.626 Mio € (31. Dezember 2021: 3.473 Mio €).
Der operative Cashflow fiel im 1. Quartal 2022 auf -45 Mio € (1. Quartal 2021:
-44 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Verzögerungen im Projektgeschäft im Zusammenhang mit Covid-19 und des höheren Netto-Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge betrug -8,8 % (1. Quartal 2021: -9,2 %).
Fresenius Vamed bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich. Beim währungsbereinigten EBIT wird ein absoluter Betrag auf dem Niveau vor der Pandemie erwartet (Geschäftsjahr 2019: 134 Mio €). Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
3 Basis 2021: 2.297 Mio €
4 Basis 2021: 101 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 18-19 im PDF.
Telefonkonferenz
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 1. Quartal 2022 findet am 4. Mai 2022 um 13.30 Uhr (CEDT) / 07.30 Uhr EDT eine Telefonkonferenz statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung auf unserer Website zur Verfügung.
Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen
www.fresenius.de/alternative-leistungskennzahlen.
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
- Weiteres profitables Wachstum für 2022 erwartet trotz anhaltender Covid-19-Effekte sowie Auswirkungen aus Kosteninflation
- Beschleunigte Umsetzung des Kosten- und Effizienzprogramms führt zu früheren und deutlich höheren Einsparungen
- Mittelfristige Wachstumsziele bestätigt und präzisiert
- 29. Dividendenerhöhung in Folge – Wahldividende vorgeschlagen
- Fresenius setzt sich Konzern-Klimaziel: Klimaneutralität bis 2040 angestrebt
Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 4. Quartal 2021.

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Unsere Aufgabe ist es, die Gesundheit der Menschen bestmöglich zu schützen. Noch selten waren wir dabei so gefordert wie in dieser Corona-Pandemie. Aber wir haben unseren Beitrag geleistet und sind unserer Verantwortung gerecht geworden. Auch wirtschaftlich war es ein herausforderndes und dennoch erfolgreiches Jahr. Wir haben einen ordentlichen Endspurt hingelegt und unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2021 voll erreicht. Für 2022 erwarten wir weiteres profitables Wachstum – trotz steigender Inflation und anhaltender Belastungen durch die Pandemie. Wir kommen bei der Umsetzung unseres Kostensenkungs- und Effizienzprogramms schneller voran als ursprünglich erwartet. Auch deswegen können wir unsere noch vor der Pandemie gesteckten mittelfristigen Wachstumsziele bestätigen und mit Optimismus nach vorne schauen.“
Weichen für beschleunigtes Wachstum gestellt
Fresenius hat strategische Leitplanken definiert, die zu beschleunigtem profitablem Wachstum führen sollen. Der Konzern und seine Unternehmensbereiche sollen nachhaltig gestärkt werden - durch die Erschließung neuer Kapitalquellen und durch die Priorisierung der Kapitalallokation nach Unternehmensbereichen. Die Vorteile der bewährten Konzernstruktur sollen dabei für alle Stakeholder weiterhin erhalten bleiben. Dazu gehören neben Stabilität, Diversifikation und Skaleneffekten, auch der Zugang zu attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten sowie steuerliche Vorteile.
Alle Unternehmensbereiche von Fresenius haben starke Marktpositionen und verfügen über ausgezeichnete Wachstumschancen. Um den Interessen aller Stakeholder gleichermaßen gerecht zu werden, muss die Kapitalallokation noch gezielter erfolgen. Das Unternehmen ist weiterhin von den Vorzügen der vertikalen Integration überzeugt, möchte künftig aber die relative Gewichtung der Produkt- und Dienstleistungsbereiche schrittweise neu austarieren.
Aufgrund der hohen Ertragskraft und ausgezeichneter Wachstumsaussichten hat Fresenius Kabi höchste Priorität bei der Kapitalallokation innerhalb des Konzerns. Bei Fresenius Medical Care, das von der Pandemie besonders belastet ist, soll das Transformationsprogramm FME25 zu einer verbesserten Profitabilität und wieder beschleunigtem Wachstum führen. Dies wird zu einer höheren Bewertung des von Fresenius gehaltenen Anteils am Unternehmen beitragen. Fresenius Helios und Fresenius Vamed werden kleinere Akquisitionen weiterhin aus Mitteln des Fresenius-Konzerns finanzieren. Für größere Wachstumsschritte, insbesondere dieser beiden Unternehmensbereiche, ist Fresenius bereit, sich für neues, wertsteigerndes, externes Eigenkapital auf Ebene der Unternehmensbereiche zu öffnen. Eine Kapitalerhöhung auf Ebene der börsennotierten Fresenius-Holding ist vor diesem Hintergrund weder nötig noch vorgesehen.
Diese Weichenstellungen werden ein beschleunigtes Wachstum der einzelnen Unternehmensbereiche ermöglichen– zum Nutzen aller Stakeholder.
„Wir wollen Fresenius mit Tempo voranbringen und dafür mit Augenmaß umbauen. Alle unsere Unternehmensbereiche haben starke Marktpositionen und großes Wachstumspotenzial. Dieses Potenzial wollen wir nutzen. Orientiert an klaren strategischen Leitplanken und Prioritäten, die zusätzliche Quellen dynamischeren Wachstums und die Vorteile einer breiten Aufstellung bestmöglich miteinander verbinden. Fresenius bleibt ein diversifizierter Gesundheitskonzern, mit geschärftem Profil, der sich in verschiedenen attraktiven Bereichen der Medizin und der Gesundheitsversorgung engagiert,“ sagte Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius.
Konzern-Ausblick für 2022
Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet Fresenius einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes1 im mittleren einstelligen Prozentbereich und einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernergebnisses2,3 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Implizit geht Fresenius davon aus, dass das währungsbereinigte Konzernergebnis2 ohne Berücksichtigung der Ergebnisbeiträge von Fresenius Medical Care im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen wird.
Ohne weitere Akquisitionen rechnet Fresenius damit, dass sich die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA4 zum Jahresende 2022 verbessern und damit innerhalb des selbst gesteckten Zielkorridors von 3,0x bis 3,5x liegen wird (31. Dezember 2021: 3,51x5).
Erwartungen zu Einflüssen auf das Geschäftsjahr 2022
Fresenius erwartet für das laufende Jahr weiter belastende Effekte durch die Covid-19-Pandemie. Wie stark diese die Geschäfte des Konzerns beeinflussen werden, hängt zu einem hohen Maße von der Durchimpfung der Bevölkerungen in den relevanten Märkten ab sowie vom möglichen Aufkommen neuer Virusvarianten.
Fresenius beobachtet die weitere Entwicklung der Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen einschließlich der behördlich verordneten Einschränkungen in wichtigen Märkten des Konzerns. Fresenius rechnet damit, dass die Anzahl der Covid-19-Fälle ab dem Frühjahr 2022 rückläufig sein wird und sich damit auch die Anzahl der planbaren Behandlungen sowie die Verfügbarkeit von Personal verbessert. Mögliche wesentliche Verschlechterungen der Situation und damit einhergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor ohne eine angemessene Kompensation sind nicht im Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2022 berücksichtigt.
Darüber hinaus rechnet Fresenius im Geschäftsjahr 2022 mit belastenden Effekten durch Kosteninflation und Lieferkettenengpässe. Das Unternehmen erwartet jedoch keine wesentliche Beschleunigung der Inflationseffekte gegenüber der aktuellen Situation. Der Vorstand geht von einem unveränderten Unternehmenssteuersatz in den USA aus.
Ferner gelten die dem Ausblick von Fresenius Medical Care für das Geschäftsjahr 2022 zugrunde gelegten Annahmen auch vollumfänglich für den Ausblick des Fresenius-Konzerns.
Alle diese Annahmen sind indes mit erheblicher Unsicherheit behaftet.
Kosten- und Effizienzprogramm führt zu deutlich höheren Einsparungen
Fresenius hat die erste Phase des konzernweiten Kosten- und Effizienzprogramms erfolgreich abgeschlossen. Das Programm wurde initiiert, um die Profitabilität nachhaltig zu steigern und das Erreichen der vor der Pandemie ausgegebenen Mittelfristziele trotz der maßgeblichen Belastungen zu ermöglichen. Dies hat zu ersten Kosteneinsparungen von rund 20 Mio € und Einmalaufwendungen von rund 80 Mio € im Geschäftsjahr 2021 geführt. Angesichts des guten Fortschritts, insbesondere durch die beschleunigte Umsetzung von Maßnahmen, erhöht Fresenius sein Einsparungsziel deutlich. Die Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität und operativen Exzellenz sollen nun bis zum Jahr 2023 zu Einsparungen in Höhe von mindestens 150 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter führen. Ursprünglich waren mehr als 100 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter erwartet worden. In den Folgejahren erwartet das Unternehmen einen weiteren starken Anstieg der nachhaltigen Kosteneinsparungen. Die Einsparungen resultieren aus Maßnahmen aller vier Unternehmensbereiche und der Konzern-Holding.
Fresenius rechnet damit, dass die Effizienzsteigerungen erhebliche Vorleistungen erfordern. Im Jahr 2022 erwartet das Unternehmen den Schwerpunkt der Aufwendungen mit mehr als 200 Mio €, und im Jahr 2023 mit weiteren Aufwendungen von etwa 100 Mio €, jeweils nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter. Danach werden keine weiteren wesentlichen Aufwendungen mehr erwartet. Die Aufwendungen werden gemäß der bisherigen Praxis als Sondereinflüsse klassifiziert.
1 Basis 2021: 37.520 Mio €
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2021: 1.867 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2021 vor Sondereinflüssen
4 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
5 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Mittelfristige Wachstumsziele 2020-2023 bestätigt und präzisiert
Basierend auf den erwarteten positiven Beiträgen aus dem Kosten- und Effizienzprogramm sowie den strategischen Wachstumsinitiativen in allen Unternehmensbereichen erwartet Fresenius eine deutliche Beschleunigung des Konzernergebniswachstums innerhalb des Planungszeitraums bis zum Jahr 2023. Trotz der anhaltenden Herausforderungen der Covid-19-Pandemie bestätigt das Unternehmen die Mittelfristziele, die es sich 2019 gesetzt hat und präzisiert diese: Für den Zeitraum 2020 bis 2023 erwartet das Unternehmen ein organisches durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum (CAGR) am unteren Ende bis im mittleren Bereich der Bandbreite von 4 bis 7 %. Das Konzernergebnis1,2 soll im Zeitraum von 2020 bis 2023 organisch mit einem CAGR am unteren Ende der Bandbreite von 5 bis 9 % wachsen. Fresenius erwartet nunmehr, dass aufgrund der Covid-19-Pandemie kleine und mittlere Akquisitionen den CAGR für den Konzernumsatz und das Konzernergebnis zusätzlich um jeweils weniger als einen Prozentpunkt erhöhen.
29. Dividendenerhöhung in Folge vorgeschlagen
In Übereinstimmung mit der erklärten Dividendenpolitik von Fresenius wird der Vorstand dem Aufsichtsrat vorschlagen, die Dividende für das Geschäftsjahr 2021 um 5 % auf 0,92 € je Aktie zu erhöhen (Geschäftsjahr 2020: 0,88 €). Sollte der Vorschlag von Aufsichtsrat und Hauptversammlung angenommen werden, wäre dies die 29. Dividendenerhöhung in Folge.
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat eine Wahldividende vorschlagen. Fresenius möchte seinen Aktionärinnen und Aktionären damit die Möglichkeit geben, die Dividende (ohne den darauf entfallenden Steueranteil) gegen Aktien der Gesellschaft zu tauschen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung hat mitgeteilt, dass sie beabsichtigt sich an der Wahldividende im vollen Umfang zu beteiligen.
Fresenius setzt sich Konzern-Klimaziel – Klimaneutralität bis 2040
Fresenius hat sich ein Konzern-Klimaziel gesetzt. Das Unternehmen will bis zum Jahr 2040 klimaneutral sein. Bis 2030 will Fresenius die Scope-1- und Scope-2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2020 absolut um 50 % reduzieren. Weiterhin wird das Unternehmen den Einfluss der Scope-3-Emissionen bewerten, um sie zukünftig in seine Ziele aufnehmen zu können. Weitere Informationen unter www.fresenius.de/nachhaltigkeit sowie in der separaten Pressemitteilung von heute unter www.fresenius.de/nachrichten.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
5 % währungsbereinigter Umsatzanstieg
Der Konzernumsatz stieg um 7 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 9.966 Mio € (4. Quartal 2020: 9.304 Mio €). Das organische Wachstum betrug 4 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 2 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 % erzielt. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Konzernumsatz um 3 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 37.520 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 36.277 Mio €). Das organische Wachstum betrug 4 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 2 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern im Geschäftsjahr 2021 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 % erzielt.
5 % Zuwachs beim währungsbereinigten Konzernergebnis2,3
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen fiel um 2 % (währungsbereinigt: -5 %) auf 1.846 Mio € (4. Quartal 20202: 1.886 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.868 Mio € (4. Quartal 2020: 1.854 Mio €).
Im Geschäftsjahr 2021 fiel der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen um 4 % (währungsbereinigt: -2 %) auf 6.854 Mio € (Geschäftsjahr 20202: 7.132 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 6.825 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 7.100 Mio €).
Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 7 % (währungsbereinigt: -9 %) auf 1.166 Mio € (4. Quartal 20202: 1.251 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Covid-19 bei Fresenius Medical Care zurückzuführen. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 11,7 % (4. Quartal 20202: 13,4 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 1.123 Mio € (4. Quartal 2020: 1.024 Mio €).
Im Geschäftsjahr 2021 fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 8 % (währungsbereinigt: -6 %) auf 4.252 Mio € (Geschäftsjahr 20202: 4.612 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Covid-19 bei Fresenius Medical Care zurückzuführen. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 11,3 % (Geschäftsjahr 20202: 12,7 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 4.158 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 4.385 Mio €).
1 Geschätzte Covid-19-Effekte für Q4/21 und FY/21 finden Sie auf Seite 20 im PDF.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf -120 Mio € (4. Quartal 20201: -159 Mio €), im Wesentlichen aufgrund von Einsparungen durch erfolgreiche Refinanzierungen. Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich auf -122 Mio € (4. Quartal 2020: -156 Mio €).
Im Geschäftsjahr 2021 verbesserte sich das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen auf -504 Mio € (Geschäftsjahr 20201: -654 Mio €). Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich auf -506 Mio € (Geschäftsjahr 2020: -659 Mio €).
Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 23,1 % (4. Quartal 20201: 24,1 %). Die berichtete Steuerquote lag bei 24,2 % (4. Quartal 2020: 29,4 %). Im Geschäftsjahr 2021 betrug die Steuerquote vor Sondereinflüssen 22,6 % (Geschäftsjahr 20201: 23,1 %). Die berichtete Steuerquote lag bei 22,8 % (Geschäftsjahr 2020: 24,2 %).
Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei 283 Mio € (4. Quartal 20201: 335 Mio €). Davon entfielen 90 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der berichtete auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn lag bei 260 Mio € (4. Quartal 2020 berichtet: 203 Mio €). Im Geschäftsjahr 2021 lag der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen bei 1.033 Mio € (Geschäftsjahr 20201: 1.248 Mio €). Davon entfielen 91 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der berichtete auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn lag bei 1.001 Mio € (Geschäftsjahr 2020 berichtet: 1.116 Mio €).
Das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen stieg um 5 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 521 Mio € (4. Quartal 20201: 494 Mio €). Der Anstieg wurde getragen von der starken Geschäftsentwicklung von Fresenius Kabi in den Schwellenländern, der guten Geschäftsentwicklung von Fresenius Helios in Deutschland, dem starken Jahresendgeschäft von Fresenius Vamed sowie der positiven Entwicklung des Zinsergebnisses. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte3 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Konzernergebniswachstum2 vor Sondereinflüssen von 3 bis 7 % erzielt. Das berichtete Konzernergebnis2 stieg auf 499 Mio € (4. Quartal 2020: 410 Mio €).
Im Geschäftsjahr 2021 stieg das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen um 4 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 1.867 Mio € (Geschäftsjahr 20201: 1.796 Mio €). Ohne geschätzte Covid-19-Effekte3 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Konzernergebniswachstum2 vor Sondereinflüssen von 6 bis 10 % erzielt. Das berichtete Konzernergebnis2 stieg auf 1.818 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.707 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Geschätzte Covid-19-Effekte für Q4/21 und FY/21 finden Sie auf Seite 20 im PDF.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen stieg um 5 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 0,94 € (4. Quartal 20202: 0,88 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,90 € (4. Quartal 2020: 0,73 €). Im Geschäftsjahr 2021 stieg das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen um 4 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 3,35 € (Geschäftsjahr 20202: 3,22 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 3,26 € (Geschäftsjahr 2020: 3,06 €).
Investitionen in Wachstum fortgesetzt
Fresenius investierte im 4. Quartal 2021 690 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 7 % des Konzernumsatzes (4. Quartal 2020: 856 Mio €; 9 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken. Im Geschäftsjahr 2021 investierte Fresenius 2.032 Mio € in Sachanlagen (Geschäftsjahr 2020: 2.398 Mio €). Dies entspricht 5 % des Konzernumsatzes (Geschäftsjahr 2020: 7 %).
Das Akquisitionsvolumen im 4. Quartal 2021 betrug 278 Mio € (4. Quartal 2020: 251 Mio €). Das Akquisitionsvolumen im Geschäftsjahr 2021 betrug 1.085 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 902 Mio €) im Wesentlichen für den Erwerb der Eugin-Gruppe bei Fresenius Helios und den Erwerb von Dialysezentren bei Fresenius Medical Care. Die Eugin-Gruppe wird seit dem 1. April 2021 konsolidiert.
Starke Cashflow-Entwicklung im 4. Quartal
Der operative Konzern-Cashflow stieg im 4. Quartal 2021 um 26 % auf 1.749 Mio € (4. Quartal 2020: 1.390 Mio €). Der Anstieg ist hauptsächlich zurückzuführen auf ein verbessertes Netto-Umlaufvermögen. Das gute operative Geschäft bei Helios Spanien, Fresenius Vamed und Fresenius Kabi trug ebenfalls zur positiven Entwicklung bei. Die Marge verbesserte sich auf 17,5 % (4. Quartal 2020: 14,9 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden stieg auf 1.075 Mio € (4. Quartal 2020: 590 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden stieg auf 841 Mio € (4. Quartal 2020: 329 Mio €).
Im Geschäftsjahr 2021 fiel der operative Konzern-Cashflow auf 5.078 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 6.549 Mio €) mit einer Marge von 13,5 % (Geschäftsjahr 2020: 18,1 %). Die Cashflow-Entwicklung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Vorauszahlungen der US-Regierung aus dem Jahr 2020 und deren teilweise Verrechnung in 2021 bei Fresenius Medical Care.
Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden lag bei 3.061 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 4.183 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf 1.193 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2.478 Mio €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 8 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 71.962 Mio € (31. Dezember 2020: 66.646 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Währungsumrechnungseffekte, Akquisitionen sowie die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 11 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 17.461 Mio € (31. Dezember 2020: 15.772 Mio €) bedingt durch den Anstieg bei den Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräten. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 7 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 54.501 Mio € (31. Dezember 2020: 50.874 Mio €).
Das Eigenkapital stieg um 13 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 29.288 Mio € (31. Dezember 2020: 26.023 Mio €). Der Anstieg ist auf Währungsumrechnungseffekte sowie auf die positive Entwicklung beim Konzernergebnis zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote betrug 40,7 % (31. Dezember 2020: 39,0 %).
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns erhöhten sich um 5 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 27.155 Mio € (31. Dezember 2020: 25.913 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns erhöhten sich um 1% (währungsbereinigt: -1 %) auf 24.391 Mio € (31. Dezember 2020: 24.076 Mio €).
Der Verschuldungsgrad zum 31. Dezember 2021 stieg auf 3,51x1,2 (31. Dezember 2020: 3,44x1,2). Der Anstieg ist zurückzuführen auf den Covid-19-bedingten EBITDA-Rückgang.
1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
2 Vor Sondereinflüssen
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Die Unternehmensbereiche
Fresenius Medical Care (Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 31. Dezember 2021 behandelte Fresenius Medical Care 345,425 Patientinnen und Patienten in 4.171 Dialysezentren. Neben dem Kerngeschäft in der ganzheitlichen Nierentherapie konzentriert sich das Unternehmen auf die Expansion in den Bereichen Unterstützende Geschäftsaktivitäten und Intensivmedizinische Lösungsansätze.

- Geschäftsentwicklung 2021 erheblich durch Covid-19 beeinträchtigt, anhaltende Effekte für 2022 erwartet
- Rückgang der Patienten-Übersterblichkeit im vierten Quartal
- Rückkehr zu Gewinnwachstum in 2022 angestrebt
Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg im 4. Quartal 2021 um 6 % (stieg währungsbereinigt: 3 %) auf 4.647 Mio € (4. Quartal 2020: 4.400 Mio €). Währungseffekte erhöhten das Umsatzwachstum um 3 %. Das organische Umsatzwachstum betrug 2 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Im Geschäftsjahr 2021 fiel der Umsatz um 1 % (stieg währungsbereinigt: 2 %) auf 17.619 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 17.859 Mio €). Währungseffekte verringerten das Umsatzwachstum um 3 %. Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei.
Der EBIT fiel im 4. Quartal 2021 um 3 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 449 Mio € (4. Quartal 2020: 462 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 9,7 % (4. Quartal 2020: 10,5 %). Vor Sondereinflüssen fiel der EBIT um 25 % (währungsbereinigt: -28 %) auf 492 Mio € (4. Quartal 2020: 657 Mio €) bei einer EBIT-Marge von 10,6 % (4. Quartal 2020: 14,9 %). Der Rückgang ist hauptsächlich zurückzuführen auf eine Anpassung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value) von Investitionen, höhere Personalkosten, negative Auswirkungen von Covid-19 sowie inflationsbedingte Materialkostensteigerungen. Diese Effekte wurden durch einen höheren Anteil von Medicare-Advantage-Patienten in den USA nur leicht abgemildert.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Im Geschäftsjahr 2021 fiel der EBIT um 20 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 1.852 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2.304 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 10,5 % (Geschäftsjahr 2020: 12,9 %). Vor Sondereinflüssen fiel der EBIT um 23 % (währungsbereinigt: -21 %) auf 1.915 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2.499 Mio €) bei einer Marge von 10,9 % (Geschäftsjahr 2020: 14,0 %).
Das Ergebnis1 stieg im 4. Quartal 2021 um 29 % (währungsbereinigt: 23 %) auf 229 Mio € (4. Quartal 2020: 177 Mio €). Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis1 um 29 % (währungsbereinigt: -32 %) auf 263 Mio € (4. Quartal 2020: 372 Mio €) hauptsächlich aufgrund der erwähnten negativen Auswirkungen auf den EBIT. Im Geschäftsjahr 2021 fiel das Ergebnis1 um 17 % (währungsbereinigt: -14 %) auf 969 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.164 Mio €). Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis1 um 25 % (währungsbereinigt: -23 %) auf 1.018 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.359 Mio €).
Der operative Cashflow betrug im 4. Quartal 2021 669 Mio € (4. Quartal 2020: 584 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 14,4 % (4. Quartal 2020: 13,3 %). Der Anstieg ist hauptsächlich zurückzuführen auf ein verbessertes Netto-Umlaufvermögen, inklusive des Beitrags von FME25, und Hilfsgelder der US-Regierung, teilweise ausgeglichen durch die fortgesetzte Verrechnung von Hilfsgeldern der US-Regierung aus dem Jahr 2020 im Rahmen des CARES-Gesetzes sowie niedrigere Steuerzahlungen im Zusammenhang mit Entlastungen aufgrund von Covid-19 im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2021 betrug der operative Cashflow 2.489 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 4.233 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 14,1 % (Geschäftsjahr 2020: 23,7 %).
Fresenius Medical Care erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum2 und eine währungsbereinigte Steigerung des Konzernergebnisses1,3 im jeweils niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich4. Die zugrundeliegenden Annahmen finden Sie in der Pressemitteilung der Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
Für weitere Informationen siehe Pressemitteilung Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
2 Basis 2021: 17.619 Mio €
3 Basis 2021: 1.018 Mio € vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
4 Die Ziele basieren auf den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2021 ohne die Kosten im Zusammenhang mit FME25 in Höhe von 49 Mio € (für das Konzernergebnis). Sie basieren auf den genannten Annahmen (www.freseniusmedicalcare.com/de), sind währungsbereinigt und berücksichtigen keine Sondereffekte. Sondereffekte umfassen weitere Kosten im Zusammenhang mit FME25 sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren bzw. deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Fresenius Kabi
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Im Bereich Biosimilars entwickelt Fresenius Kabi Produkte mit den Schwerpunkten Onkologie und Autoimmunerkrankungen.

- Gute Entwicklung im 4. Quartal getragen von starker Nachfrage nach Produkten zur Behandlung von Covid-19-Patienten, die in dieser Form für 2022 nicht erwartet wird
- Nordamerika mit positivem organischen Umsatz- und Ergebniswachstum trotz Herausforderungen in den Lieferketten
- Asien-Pazifik erwartungsgemäß mit organischem Umsatzrückgang aufgrund belastender Preiseffekte in China nach erfolgreicher Teilnahme an Ausschreibungen
- Separate Berichterstattung des Umsatzes der Biosimilar-Aktivitäten ab 1. Quartal 2022
Der Umsatz von Fresenius Kabi blieb im 4. Quartal 2021 mit 1.823 Mio € auf Vorjahresniveau (fiel währungsbereinigt um 2 %) (4. Quartal 2020: 1.815 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug -1 %. Desinvestitionen verminderten das Umsatzwachstum um 1 %. Positive Währungsumrechnungseffekte von 2 % ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar und dem Chinesischen Yuan.
Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz um 3 % (währungsbereinigt um 4 %) auf 7.193 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 6.976 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 4 %. Negative Währungsumrechnungseffekte von 1 % ergaben sich auch hier im Wesentlichen aus dem US-Dollar.
Der Umsatz in Nordamerika stieg im 4. Quartal 2021 um 7 % (organisch um 2 %) auf 589 Mio € (4. Quartal 2020: 549 Mio €) insbesondere aufgrund der zusätzlichen Nachfrage nach Medikamenten zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Im Geschäftsjahr 2021 fiel der Umsatz in Nordamerika um 5 % (organisch -2 %) auf 2.258 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2.376 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
In Europa fiel der Umsatz um 2 % (organisch: 0 %) auf 664 Mio € (4. Quartal 2020: 680 Mio €) im Wesentlichen bedingt durch die hohe Vorjahresbasis. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz in Europa um 3 % (organisch: 3 %) auf 2.544 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2.458 Mio €).
In der Region Asien-Pazifik fiel der Umsatz im 4. Quartal 2021 um 8 % (organisch: -13 %) auf 395 Mio € (4. Quartal 2020: 428 Mio €) aufgrund belastender Preiseffekte nach erfolgreicher Teilnahme an NVBP-Ausschreibungen (National Volume-Based Purchasing) sowie einer hohen Vorjahresbasis. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik um 10 % (organisch um 8 %) auf 1.643 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.497 Mio €).
Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg im 4. Quartal 2021 um 11 % (organisch um 12 %) auf 175 Mio € (4. Quartal 2020: 158 Mio) aufgrund einer weiterhin starken Nachfrage nach Produkten für die Behandlung von Covid-19-Patienten. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz in Lateinamerika/Afrika um 16 % (stieg organisch um 23 %) auf 748 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 645 Mio €).
Der EBIT vor Sondereinflüssen stieg im 4. Quartal 2021 um 18 % (währungsbereinigt: 12 %) auf 279 Mio € (4. Quartal 20201: 236 Mio €) mit einer EBIT-Marge vor Sondereinflüssen von 15,3 % (4. Quartal 20201: 13,0 %). Das hervorragende Ergebnis ist in erster Linie zurückzuführen auf die starke Nachfrage nach Produkten zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Darüber hinaus trugen Einsparungen von Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten in der Region Asien-Pazifik, insbesondere in China, zum starken Ergebnis bei. Gegenläufig wirkten der weiterhin anhaltende Wettbewerbsdruck, Herausforderungen in den Lieferketten sowie die Auswirkungen der belastenden Preiseffekte in China. In allen Regionen gab es Einmaleffekte, die sich größtenteils ausgeglichen haben. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der EBIT vor Sondereinflüssen um 5 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 1.153 Mio € (Geschäftsjahr 20201: 1.095 Mio €) mit einer EBIT-Marge vor Sondereinflüssen von 16,0 % (Geschäftsjahr 20201: 15,7 %).
Das Ergebnis1,2 im 4. Quartal 2021 stieg um 20 % (währungsbereinigt: 13 %) auf 178 Mio € (4. Quartal 20201: 148 Mio €). Im Geschäftsjahr 2021 stieg das Ergebnis1,2 um 7 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 778 Mio € (Geschäftsjahr 20201: 730 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Der operative Cashflow stieg im 4. Quartal 2021 um 9 % auf 335 Mio € (4. Quartal 2020: 307 Mio €). Die Cashflow-Marge stieg auf 18,4 % (4. Quartal 2020: 16,9 %). Im Geschäftsjahr 2021 stieg der operative Cashflow im Wesentlichen bedingt durch eine gute operative Geschäftsentwicklung um 5 % auf 1.203 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.143 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 16,7 % (Geschäftsjahr 2020: 16,4 %).
Fresenius Kabi erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum1 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für die währungsbereinigte EBIT-Entwicklung2 wird ein Rückgang im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich erwartet. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
Ab dem 1. Quartal 2022 wird der Umsatz der Biosimilar-Aktivitäten quartalsweise ausgewiesen.
1 Basis 2021: 7.193 Mio €
2 Basis 2021: 1.153 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland und Helios Spanien (Quirónsalud) sowie die Eugin-Gruppe. Helios Deutschland betreibt 90 Krankenhäuser, ~130 Medizinische Versorgungszentren und 6 Präventionszentren. Quirónsalud betreibt 49 Krankenhäuser in Spanien sowie 88 ambulante Gesundheitszentren und ~300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 7 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv.

- Gutes Umsatzwachstum bei Helios Deutschland aufgrund wachsender Patientenzahlen und Akquisitionen
- Helios Spanien mit starkem organischem Umsatzwachstum; EBIT-Wachstum durch außergewöhnlich hohe Vorjahresbasis beeinflusst
- Separate Berichterstattung der Reproduktionsmedizin ab 1. Quartal 2022
Der Umsatz stieg im 4. Quartal 2021 um 9 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 2.882 Mio € (4. Quartal 2020: 2.637 Mio €). Das organische Wachstum betrug 5 %. Akquisitionen trugen 4 % zum Umsatzwachstum bei. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz um 11 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 10.891 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 9.818 Mio €). Das organische Wachstum betrug 7 %. Akquisitionen trugen 4 % zum Umsatzwachstum bei.
Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 7 % (organisch: 4 %) auf 1.745 Mio € (4. Quartal 2020: 1.637 Mio €) im Wesentlichen getragen von wachsenden Patientenzahlen. Akquisitionen trugen 3 % zum Umsatzwachstum bei. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz von Helios Deutschland um 6 % (organisch: 2 %) auf 6.733 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 6.340 Mio €). Akquisitionen trugen 4 % zum Umsatzwachstum bei.
Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 9 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 1.084 Mio € (4. Quartal 2020: 999 Mio €). Das organische Wachstum betrug 9 % basierend auf einer nachhaltig hohen Nachfrage nach Behandlungen sowie nach Dienstleitungen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Ferner zeigten die Krankenhäuser in Lateinamerika eine gute Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 16 % (währungsbereinigt: 17 %) auf 4.021 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 3.475 Mio €). Die organische Umsatzentwicklung betrug 15 %. Akquisitionen trugen 2 % zum Umsatzwachstum bei.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg im 4. Quartal 2021 um 3 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 339 Mio € (4. Quartal 2020: 328 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 11,8 % (4. Quartal 2020: 12,4 %). Im Geschäftsjahr 2021 stieg der EBIT1 von Fresenius Helios um 10 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 1.127 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.025 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,3 % (Geschäftsjahr 2020: 10,4 %).
Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg im 4. Quartal 2021 um 9 % auf 171 Mio € (4. Quartal 2020: 157 Mio €) im Wesentlichen getragen von der positiven Geschäftsentwicklung sowie Corona-bedingte Mindererlösausgleichsregelungen. Die EBIT-Marge1 betrug 9,8 % (4. Quartal 2020: 9,6 %). Im Geschäftsjahr 2021 stieg der EBIT1 von Helios Deutschland um 2 % auf 613 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 602 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 9,1 % (Geschäftsjahr 2020: 9,5 %).
Der EBIT1 von Helios Spanien stieg im 4. Quartal 2021 um 2 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 162 Mio € (4. Quartal 2020: 159 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 14,9 % (4. Quartal 2020: 15,9 %). Das EBIT-Wachstum war beeinflusst durch das außergewöhnlich starke Vorjahresquartal. Darüber hinaus wirkten sich höhere Kosten u.a. für Personal, persönliche Schutzausrüstung und ausgewählte medizinische Produkte belastend aus. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der EBIT1 von Helios Spanien um 22 % (währungsbereinigt: 24 %) auf 514 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 420 Mio €). Die EBIT-Marge1 erhöhte sich auf 12,8 % (Geschäftsjahr 2020: 12,1 %).
Das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios stieg im 4. Quartal 2021 um 1 % auf 227 Mio € (4. Quartal 2020: 225 Mio €). Im Geschäftsjahr 2021 stieg das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios um 9 % auf 728 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 666 Mio €).
Der operative Cashflow stieg im 4. Quartal 2021 auf 609 Mio € (4. Quartal 2020: 434 Mio €) getrieben durch die gute Geschäftsentwicklung sowie aufgrund des verbesserten Netto-Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge lag bei 21,1 % (4. Quartal 2020: 16,5 %). Im Geschäftsjahr 2021 stieg der operative Cashflow auf 1.204 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.149 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 11,1 % (Geschäftsjahr 2020: 11,7 %).
Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein währungsbereinigtes EBIT4-Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, jeweils inklusive Covid-19-Effekte. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete negative Covid-19-Effekte.
Die Eugin-Gruppe trug 133 Mio € zum Umsatz und 19 Mio € zum EBIT im Jahr 2021 bei. Das Unternehmen wird seit dem 1. April 2021 konsolidiert. Ab dem 1. Quartal 2022 werden Umsatz und EBIT der Eugin-Gruppe als „Reproduktionsmedizin“ quartalsweise ausgewiesen.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2021: 10.891 Mio €
4 Basis 2021: 1.127 Mio €; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Fresenius Vamed
Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.

- Starker Abschluss des Geschäftsjahres 2021 mit exzellentem organischem Umsatz- und EBIT-Wachstum
- Projektgeschäft zeigt gute Erholung – zurück zur typischen starken Entwicklung im 4. Quartal
- Reha-Geschäft zeigt gute Entwicklung trotz weiterer Beeinträchtigungen durch Covid-19; robuste Entwicklung bei technischen Dienstleistungen
Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg im 4. Quartal 2021 um 30 % (währungsbereinigt: 29 %) auf 748 Mio € (4. Quartal 2020: 577 Mio €). Organisch stieg der Umsatz um 29 %. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz von Fresenius Vamed um 11 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 2.297 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2.068 Mio €). Die organische Umsatzentwicklung lag bei 11 %.
Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg im 4. Quartal 2021 um 12 % auf 415 Mio € (4. Quartal 2020: 372 Mio €). Im Projektgeschäft stieg der Umsatz um 62 % auf 333 Mio € (4. Quartal 2020: 205 Mio €) bedingt durch die gute Geschäftsentwicklung in allen Regionen. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft um 10 % auf 1.580 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.435 Mio €). Im Projektgeschäft stieg der Umsatz um 13 % auf 717 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 633 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Der EBIT1 stieg im 4. Quartal 2021 um 69 % (währungsbereinigt: 69 %) auf 66 Mio € (4. Quartal 2020: 39 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 8,8 % (4. Quartal 2020: 6,8 %). Diese deutliche Erholung ist bedingt durch die gute Geschäftsentwicklung in allen Regionen. Im Geschäftsjahr 2021 hat sich der EBIT1 mehr als verdreifacht (währungsbereinigt: 248 %) auf 101 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 29 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 4,4 % (Geschäftsjahr 2020: 1,4 %).
Das Ergebnis1,2 stieg im 4. Quartal 2021 auf 49 Mio € (4. Quartal 2020: 25 Mio €). Im Geschäftsjahr 2021 stieg das Ergebnis1,2 auf 67 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2 Mio €).
Der Auftragseingang betrug im 4. Quartal 2021 319 Mio € (4. Quartal 2020: 648 Mio €), im Geschäftsjahr 2021 1.290 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.010 Mio €). Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2021 lag bei 3.473 Mio € (31. Dezember 2020: 3.055 Mio €).
Der operative Cashflow stieg im 4. Quartal 2021 auf 128 Mio € (4. Quartal 2020: 74 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 17,1 % (4. Quartal 2020: 12,8 %). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine gute Entwicklung des Netto-Umlaufvermögens zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der operative Cashflow auf 151 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 78 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 6,6 % (Geschäftsjahr 2020: 3,8 %).
Fresenius Vamed erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich. Beim währungsbereinigten EBIT4 wird ein absoluter Betrag auf dem Niveau vor der Pandemie erwartet (Geschäftsjahr 2019: 134 Mio €). Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete negative Covid-19-Effekte.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
3 Basis 2021: 2.297 Mio €
4 Basis 2021: 101 Mio €; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.
Telefonkonferenz
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2021 findet am 22. Februar 2022 um 13.30 Uhr (CET) / 07.30 Uhr EST eine Telefonkonferenz statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung auf unserer Website zur Verfügung.
Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen:
www.fresenius.de/alternative-leistungskennzahlen.
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
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- Fresenius Medical Care mit stärkeren negativen Auswirkungen von Covid-19 als angenommen
- Fresenius Kabi verbessert Ausblick für EBIT1; Nordamerika wieder auf Wachstumspfad; weiterhin gute Geschäftsentwicklung in den Schwellenmärkten
- Steigende elektive Behandlungen bei Helios Deutschland; Behandlungsaktivität bei Helios Spanien über dem Niveau vor der Pandemie
- Fresenius Vamed mit guter Entwicklung im Dienstleistungsgeschäft; Auftragsbestand im Projektgeschäft weiterhin auf Allzeithoch
- Kosten- und Effizienzprogramm auf Kurs; Einsparungsziele für 2023 bestätigt
- Fresenius erhöht Prognose für Konzernumsatz, erwartet Konzernergebnis jetzt am oberen Ende des Ausblicks
Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 3. Quartal 2021.

1 Währungsbereinigt
2 Vor Sondereinflüssen
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 19 im PDF.
Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Immer mehr Menschen sind gegen Covid-19 geimpft. Das ist erfreulich. Doch die Pandemie ist noch nicht überwunden. Das beeinträchtigt auch Fresenius länger und stärker, als zu erwarten war. Wir wachsen dennoch weiter und sind auf einem guten Weg, unsere nun nochmals verbesserten Ziele für das laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Dass wir uns ein Kosten- und Effizienzprogramm verordnet haben, erweist sich nun als im doppelten Sinne richtig: Es hilft uns, die Belastungen durch die Pandemie besser zu verkraften. Gleichzeitig stärkt es unsere Kräfte, um uns in einem herausfordernden Umfeld auch auf Dauer gut zu behaupten. Der Bedarf an hochwertiger, erschwinglicher Medizin wird in Zukunft noch größer werden. Fresenius wird hierzu weiterhin wichtige Beiträge leisten und dabei zusätzlichen Wert für alle unsere Stakeholder schaffen.“
Erwartungen zu Einflüssen von Covid-19 auf das Geschäftsjahr 2021
Die negativen Covid-19-Effekte haben sich im 3. Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal aufgrund der deutlich gestiegenen Übersterblichkeit bei Patienten von Fresenius Medical Care verstärkt. Fresenius erwartet, dass auch das 4. Quartal 2021 von Covid-19-Effekten belastet sein wird. Eine stark zunehmende Anzahl von Covid-19-Fällen sowie die weitere Ausbreitung von Virus-Mutationen und ein stagnierender Impffortschritt könnten die Prognose von Fresenius für das laufende Geschäftsjahr möglicherweise beeinflussen. Darüber hinaus rechnet Fresenius im 4. Quartal 2021 mit Gegenwind durch Kosteninflation, u.a. aus steigenden Rohstoff- und Transportpreisen, höheren Energiekosten sowie Engpässen in den Lieferketten. Alle diese Entwicklungen verfolgt das Unternehmen aufmerksam.
Auch wenn das Risiko erneuter weitreichender Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in einem oder mehreren wesentlichen Märkten von Fresenius nicht ausgeschlossen werden kann, erscheint eine solche Entwicklung derzeit eher unwahrscheinlich. Sich daraus ergebende Auswirkungen mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor ohne eine angemessene Kompensation sind nicht im Konzernausblick für das Gesamtjahr 2021 berücksichtigt. Diese Annahmen sind mit erheblicher Unsicherheit behaftet.
Konzernausblick 2021: Umsatzziel angehoben, Ergebnisausblick verbessert
Nach einer guten finanziellen Entwicklung im 3. Quartal 2021 und angesichts der Fortschritte im konzernweiten Programm zur Verbesserung der Effizienz, erhöht Fresenius den Ausblick für den Konzernumsatz und verbessert den Ausblick für das Konzernergebnis. Das Unternehmen erwartet nun einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes1 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zuvor war ein währungsbereinigter Anstieg des Konzernumsatzes1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet worden. Beim währungsbereinigten Konzernergebnis2,3 wird nun ein Anstieg am oberen Ende der Prognosespanne erwartet, die ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich vorsieht.
1 Basis 2020: 36.277 Mio €
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2020: 1.796 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2021 vor Sondereinflüssen
Implizit geht Fresenius davon aus, dass das währungsbereinigte Konzernergebnis1 ohne Berücksichtigung der Ergebnisbeiträge von Fresenius Medical Care im niedrigen zweistelligen Prozentbereich wachsen wird. Zuvor war ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet worden.
Der Ausblick berücksichtigt anhaltende negative Covid-19-bedingte Effekte im vierten Quartal 2021, primär bei Fresenius Medical Care sowie aus einer zunehmend spürbaren Kosteninflation in einzelnen Märkten. Darüber hinaus sind zunehmende negative Preiseffekte im Zusammenhang mit staatlichen Ausschreibungen in China sowie sich abzeichnende Kosteninflationseffekte berücksichtigt.
Aufgrund des prognostizierten geringeren Beitrags von Fresenius Medical Care zum Konzern-EBITDA sowie erwarteter negativer Effekte durch zeitliche Verschiebungen bei Zahlungseingängen im 4. Quartal 2021, rechnet Fresenius nicht mehr damit, dass sich der Verschuldungsgrad2 von 3,55x zum 30. September 2021 im 4. Quartal 2021 verbessern wird.
Fortschritte bei Effizienzmaßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität
Im 3. Quartal 2021 hat Fresenius die Konzeptionsphase des Kosten- und Effizienzprogramms abgeschlossen. Gleichzeitig wurden erste Initiativen bereits umgesetzt. Fresenius Medical Care informiert zusätzlich zur eigenen Q3/2021 Finanzberichterstattung über das Transformationsprogramm FME25.
Fresenius bestätigt, dass die Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität und operativen Exzellenz bis zum Jahr 2023 zu Kosteneinsparungen in Höhe von mehr als 100 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter führen sollten, mit der Möglichkeit, in den Folgejahren noch zusätzliche Verbesserungen zu erzielen.
Diese nachhaltigen Effizienzsteigerungen werden erhebliche Vorleistungen erfordern. In den Jahren 2021 bis 2023 werden die Aufwendungen hierfür im Durchschnitt voraussichtlich mehr als 100 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter betragen, wobei der größte Teil derzeit für das Jahr 2022 erwartet wird. Diese Aufwendungen werden gemäß der bisherigen Praxis als Sondereinflüsse klassifiziert.
Fresenius erwartet in den Jahren 2021 bis 2023 signifikante Sparbeiträge aus allen vier Unternehmensbereichen und der Konzern-Holding. Für das Geschäftsjahr 2021 werden Einsparungen zur Unterstützung der Profitabilität im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter prognostiziert. Diese Einsparungen resultieren aus Aktivitäten in allen vier Unternehmensbereichen.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen; vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 19 im PDF.
5 % Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz
Der Konzernumsatz stieg um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 9.324 Mio € (3. Quartal 2020: 8.918 Mio €). Das organische Wachstum betrug 3 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 2 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten keinen Einfluss auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 7 bis 8 % erzielt.
Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der Konzernumsatz um 2 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 27.554 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 26.973 Mio €). Das organische Wachstum betrug 4 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 3 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 % erzielt.
2 % Wachstum beim währungsbereinigten Konzernergebnis2,3
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen fiel um 2 % (währungsbereinigt: -2 %) auf 1.700 Mio € (3. Quartal 2020: 1.729 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.667 Mio € (3. Quartal 2020: 1.729 Mio €).
Im 1.-3. Quartal 2021 fiel der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen um 5 % (währungsbereinigt: -1 %) auf 5.002 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 5.246 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 4.957 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 5.246 Mio €).
Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 6 % (währungsbereinigt um -6 %) auf 1.041 Mio € (3. Quartal 2020: 1.113 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Covid-19 bei Fresenius Medical Care zurückzuführen. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 11,2 % (3. Quartal 2020: 12,5 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 1.008 Mio € (3. Quartal 2020: 1.113 Mio €).
Im 1.-3. Quartal 2021 fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 8 % (währungsbereinigt um -5 %) auf 3.080 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 3.361 Mio €). Der währungsbereinigte Rückgang ist im Wesentlichen auf die Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Covid-19 bei Fresenius Medical Care zurückzuführen. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 11,2 % (1.-3. Quartal 2020: 12,5 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 3.035 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 3.361 Mio €).
1 Geschätzte Covid-19-Effekte finden Sie auf Seite 17 im PDF.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 19 im PDF.
Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen und das berichtete Zinsergebnis verbesserten sich auf -126 Mio € (3. Quartal 20202: -154 Mio €) im Wesentlichen aufgrund eines niedrigeren Zinsniveaus.
Im 1.-3. Quartal 2021 verbesserte sich das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen auf -384 Mio € (1.-3. Quartal 20202: -495 Mio €). Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich auf -384 Mio € (1.-3. Quartal 2020: -503 Mio €).
Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 23,0% (3. Quartal 20202: 22,0 %). Die berichtete Steuerquote lag bei 22,8 % (3. Quartal 2020: 22,0 %).
Im 1.-3. Quartal 2021 lag die Steuerquote vor Sondereinflüssen bei 22,4 % (1.-3. Quartal 20202: 22,7 %). Die berichtete Steuerquote lag im 1.-3. Quartal 2021 bei 22,3 % (1.-3. Quartal 2020: 22,7 %).
Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei -270 Mio € (3. Quartal 2020: -321 Mio €). Davon entfielen 91 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der berichtete auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn lag bei -268 Mio € (3. Quartal 2020: -321 Mio €).
Im 1.-3. Quartal 2021 lag der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen bei -747 Mio € (1.-3. Quartal 2020: -913 Mio €). Davon entfielen 91 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der berichtete auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn lag bei -741 Mio € (3. Quartal 2020: -913 Mio €).
Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen stieg um 2 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 435 Mio € (3. Quartal 20202: 427 Mio €) aufgrund der guten Geschäftsentwicklung bei Fresenius Vamed und Fresenius Kabi sowie der positiven Entwicklung des Zinsergebnisses. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Konzernergebniswachstum1 vor Sondereinflüssen von 12 bis 16 % erzielt. Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf 413 Mio € (3. Quartal 2020: 427 Mio €).
Im 1.-3. Quartal 2021 stieg das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen um 3 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 1.345 Mio € (1.-3. Quartal 20202: 1.302 Mio €). Ohne geschätzte Covid-19-Effekte3 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Konzernergebniswachstum1 vor Sondereinflüssen von 7 bis 11 % erzielt. Das berichtete Konzernergebnis1 stieg auf 1.319 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 1.297 Mio €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
3 Geschätzte Covid-19-Effekte finden Sie auf Seite 17 im PDF.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 19 im PDF.
Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen stieg um 1 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 0,78 € (3. Quartal 2020 : 0,77 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,74 € (3. Quartal 2020: 0,77 €).
Im 1.-3. Quartal 2021 stieg das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen um 3 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 2,41 € (1.-3. Quartal 20202: 2,34 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 2,36 € (1.-3. Quartal 2020: 2,33 €).
Investitionen in Wachstum fortgesetzt
Fresenius investierte 449 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 5 % des Konzernumsatzes (3. Quartal 2020: 521 Mio €; 6 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken.
Im 1.-3. Quartal 2021 investierte Fresenius 1.342 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 5 % des Konzernumsatzes (1.-3. Quartal 2020: 1.542 Mio €; 6 % des Konzernumsatzes).
Das Akquisitionsvolumen betrug 167 Mio € (3. Quartal 2020: 142 Mio €). Im 1.-3. Quartal betrug das Akquisitionsvolumen 807 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 651 Mio €) im Wesentlichen für den Erwerb der Eugin-Gruppe bei Fresenius Helios und den Erwerb von Dialysezentren bei Fresenius Medical Care. Die Eugin-Gruppe wird seit 1. April 2021 konsolidiert.
Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow stieg auf 1.226 Mio € (3. Quartal 2020: 1.199 Mio €). Die Marge betrug 13,1 % (3. Quartal 2020: 13,4 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden stieg entsprechend auf 793 Mio € (3. Quartal 2020: 682 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden stieg auf 594 Mio € (3. Quartal 2020: -185 Mio €).
Im 1.-3. Quartal 2021 fiel der operative Konzern-Cashflow auf 3.329 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 5.159 Mio €). Die Marge betrug 12,1 % (1.-3. Quartal 2020: 19,1 %). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die fortlaufende Verrechnung der im zweiten Quartal 2020 erhaltenen Zahlungen der US-Regierung im Rahmen des CARES-Gesetzes zurückzuführen. Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden ging auf 1.986 Mio € zurück (1.-3. Quartal 2020: 3.593 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf 352 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 2.149 Mio €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 19 im PDF.
Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 7 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 71.081 Mio € (31. Dezember 2020: 66.646 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten und auf Währungseffekte zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 10 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 17.334 Mio € (31. Dezember 2020: 15.772 Mio €), bedingt durch den Anstieg bei den Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräten. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 6 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 53.747 Mio € (31. Dezember 2020: 50.874 Mio €).
Das Eigenkapital stieg um 8 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 28.186 Mio € (31. Dezember 2020: 26.023 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 39,7 % (31. Dezember 2020: 39,0 %).
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 5 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 27.191 Mio € (31. Dezember 2020: 25.913 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 3% (währungsbereinigt: 1 %) auf 24.778 Mio € (31. Dezember 2020: 24.076 Mio €).
Der Verschuldungsgrad zum 30. September 2021 lag bei 3,55x1,2 (31. Dezember 2020: 3,44x1,2). Der Anstieg ist zurückzuführen auf den Covid-19-bedingten EBITDA-Rückgang und höhere Netto-Finanzverbindlichkeiten. Die Verbesserung des Verschuldungsgrads gegenüber dem 30. Juni 2021 (3,60x1,2) ist auf geringere Netto-Finanzverbindlichkeiten im 3. Quartal 2021 aufgrund einer guten Cashflow-Entwicklung zurückzuführen.
1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen
2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 19 im PDF.
Die Unternehmensbereiche
Fresenius Medical Care (Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 30. September 2021 behandelte Fresenius Medical Care rund 345.000 Patientinnen und Patienten in 4.151 Dialysezentren. Neben dem Kerngeschäft in der ganzheitlichen Nierentherapie konzentriert sich das Unternehmen auf die Expansion in den Bereichen Unterstützende Geschäftsaktivitäten und Intensivmedizinische Lösungsansätze.

- Stärkere negative Auswirkungen von Covid-19 als angenommen, deutlich gestiegene Patienten-Übersterblichkeit durch globale Ausbreitung der Delta-Variante
- Anhaltendes organisches Wachstum von 1 %
- Ziele für das Geschäftsjahr 2021 bestätigt, Umsatz und Konzernergebnis am unteren Ende der Prognosespanne erwartet
Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg um 1 % (stieg währungsbereinigt: 1 %) auf 4.441 Mio € (3. Quartal 2020: 4.414 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %. Im 1.-3. Quartal 2021 fiel der Umsatz von Fresenius Medical Care um 4 % (stieg währungsbereinigt: 2 %) auf 12.972 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 13.459 Mio €). Währungseffekte hatten somit einen negativen Einfluss von 6 %. Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %.
Der EBIT fiel um 20 % (währungsbereinigt: -19 %) auf 505 Mio € (3. Quartal 2020: 632 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 11,4 % (3. Quartal 2020: 14,3 %). Vor Sondereinflüssen fiel der EBIT um 19 % (währungsbereinigt: -19 %) auf 510 Mio € (3. Quartal 2020: 632 Mio €) bei einer EBIT-Marge von 11,5 % (3. Quartal 2020: 14,3 %). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, inflationsbedingte Kostensteigerungen und höhere Personalkosten zurückzuführen. Diese Effekte wurden durch einen höheren Anteil von Medicare-Advantage-Patienten in den USA leicht abgemildert.
Im 1.-3. Quartal 2021 fiel der EBIT um 24 % (währungsbereinigt: -20 %) auf 1.403 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 1.843 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 10,8 % (1.-3. Quartal 2020: 13,7 %). Vor Sondereinflüssen fiel der EBIT um 23 % (währungsbereinigt: -19 %) auf 1.417 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 1.843 Mio €) bei einer EBIT-Marge vor Sondereinflüssen von 10,9 % (1.-3. Quartal 2020: 13,7 %).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 20 im PDF-Dokument.
Das Ergebnis1 fiel um 23 % (währungsbereinigt: -22 %) auf 273 Mio € (3. Quartal 2020: 354 Mio €) hauptsächlich aufgrund der oben genannten Effekte sowie einer höheren Steuerquote. Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis1 um 22 % (währungsbereinigt: -21 %) auf 277 Mio € (3. Quartal 2020: 354 Mio €).
Im 1.-3. Quartal 2021 fiel das Ergebnis1 um 25 % (währungsbereinigt: -21 %) auf 741 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 987 Mio €). Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis1 um 24 % (währungsbereinigt: -20 %) auf 751 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 987 Mio €).
Der operative Cashflow betrug 692 Mio € (3. Quartal 2020: 746 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 15,6 % (3. Quartal 2020: 16,9 %). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die fortlaufende Verrechnung der im zweiten Quartal 2020 erhaltenen Zahlungen der US-Regierung im Rahmen des CARES-Gesetzes zurückzuführen. Im 1.-3. Quartal 2021 betrug der operative Cashflow 1.820 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 3.649 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 14,0 % (1.-3. Quartal 2020: 27,1 %).
Fresenius Medical Care bestätigt die im Februar 2021 veröffentlichte Prognose eines Umsatzwachstums2 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und eines Rückgangs des Konzernergebnisses1,3 im hohen Zehner- bis mittleren Zwanziger-Prozentbereich gegenüber der Vorjahresbasis. Das Unternehmen erwartet nun, dass Umsatz und Konzernergebnis jeweils am unteren Ende dieser Prognosespannen liegen werden4.
Für weitere Informationen siehe Pressemitteilung Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
2 Basis 2020: 17.859 Mio €
3 Basis 2020: 1.359 Mio € vor Sondereinflüssen; 2021 vor Sondereinflüssen
4 Die Ziele basieren auf den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2020 ohne die Wertminderung von Firmenwert und Markennamen im Segment Lateinamerika in Höhe von 195 Mio €. Die Ziele schließen die voraussichtlichen Auswirkungen von Covid-19 ein, sind währungsbereinigt und berücksichtigen keine Sondereffekte. Sondereffekte umfassen Kosten im Zusammenhang mit FME25 sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren bzw. deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 20 im PDF.
Fresenius Kabi
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Im Bereich Biosimilars entwickelt Fresenius Kabi Produkte mit den Schwerpunkten Onkologie und Autoimmunerkrankungen.

- Nordamerika mit gesundem organischen Umsatzwachstum; Nicht-zahlungswirksamer Einmaleffekt verhindert EBIT-Wachstum
- Solides organisches Umsatzwachstum in Europa aufgrund anhaltender Erholung bei elektiven Behandlungen
- Weiterhin starkes Wachstum in den Schwellenmärkten, vor allem in Lateinamerika; Wachstum in China abgeschwächt infolge belastender Preiseffekte nach erfolgreicher Teilnahme an Ausschreibungen
- EBIT3-Ausblick 2021 verbessert
Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 9 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 1.854 Mio € (3. Quartal 2020: 1.694 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 8 %. Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der Umsatz von Fresenius Kabi um 4 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 5.370 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 5.161 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 6 %. Negative Währungsumrechnungseffekte von 3 % im 1.-3.Quartal ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar, dem Argentinischen Peso und dem Brasilianischen Real.
Der Umsatz in Nordamerika stieg um 6 % (organisch: 6 %) auf 589 Mio € (3. Quartal 2020: 558 Mio €). Der Anstieg ist zurückzuführen auf eine zusätzliche Nachfrage nach Produkten im Zusammenhang mit Covid-19. Im 1.-3. Quartal 2021 fiel der Umsatz in Nordamerika um 9 % (organisch: -4 %) auf 1.669 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 1.827 Mio €).
In Europa stieg der Umsatz aufgrund der anhaltenden Erholung bei elektiven Behandlungen um 7 % (organisch: 5 %) auf 620 Mio € (3. Quartal 2020: 581 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der Umsatz in Europa um 6 % (organisch: 5 %) auf 1.880 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 1.778 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Währungsbereinigt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 20 im PDF.
In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz um 12 % (organisch: 8 %) auf 447 Mio € (3. Quartal 2020: 399 Mio €). Zu diesem Wachstum trug vor allem die zunehmend normalisierte Anzahl elektiver Behandlungen in der Region bei. Das Wachstum in China schwächte sich ab infolge erster belastender Preiseffekte nach erfolgreicher Teilnahme an Ausschreibungsprozessen VBP (Volume-Based Purchasing) sowie einer hohen Vorjahresbasis. Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik um 17 % (organisch: 16 %) auf 1.248 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 1.069 Mio €).
Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg um 27 % (organisch: 27 %) auf 198 Mio € (3. Quartal 2020: 156 Mio €). Das ausgezeichnete organische Wachstum ist auf die starke Nachfrage nach Produkten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zurückzuführen. Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der Umsatz in Lateinamerika/Afrika um 18 % (organisch: 26 %) auf 573 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 487 Mio €).
Der EBIT1 stieg um 8 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 300 Mio € (3. Quartal: 278 Mio €) mit einer EBIT-Marge von 16,2 % (3. Quartal: 16,4 %). Der Anstieg zu konstanten Wechselkursen wurde in erster Linie von den Schwellenmärkten und dem Geschäft in Europa getragen. Gegenläufig wirkte eine außerplanmäßige Abschreibung auf Entwicklungsarbeiten in Nordamerika. Bereinigt um diesen Einmaleffekt ist Nordamerika zu einem gesunden Wachstum zurückgekehrt. Der EBIT wurde durch positive Covid-19-Effekte unterstützt. Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der EBIT1 um 2 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 874 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 859 Mio €) mit einer EBIT-Marge von 16,3 % (1.-3. Quartal 2020: 16,6 %).
Das Ergebnis1,2 stieg um 9 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 206 Mio € (3. Quartal 20201: 189 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2021 stieg das Ergebnis1,2 um 3 % (stieg währungsbereinigt: 7%) auf 600 Mio € (1.-3. Quartal 20201: 582 Mio €).
Der operative Cashflow stieg auf 393 Mio € (3. Quartal 2020: 225 Mio €). Die Cashflow-Marge stieg auf 21,2 % (3. Quartal 2020: 13,3 %) im Wesentlichen bedingt durch eine gute operative Geschäftsentwicklung. Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der operative Cashflow auf 868 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 836 Mio €). Die Cashflow-Marge blieb mit 16,2 % auf Vorjahresniveau (1.-3. Quartal 2020: 16,2 %).
Fresenius Kabi verbessert den Ausblick für das währungsbereinigte EBIT3 und erwartet nun im Geschäftsjahr 2021 das obere Ende des prognostizierten niedrigen einstelligen prozentualen Wachstums zu erreichen. Das Unternehmen bestätigt den Ausblick beim organischen Umsatzwachstum4 und erwartet weiterhin einen Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2020: 1.095 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2021 vor Sondereinflüssen
4 Basis 2020: 6.976 Mio €
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 20 im PDF.
Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland und Helios Spanien. Helios Deutschland betreibt 89 Krankenhäuser, ~130 Medizinische Versorgungszentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 47 Krankenhäuser, 86 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 6 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika sowie als Anbieter von Reproduktionsmedizin weltweit aktiv.

- Weiterhin steigende elektive Behandlungen bei Helios Deutschland
- Behandlungsaktivität bei Helios Spanien in den meisten medizinischen Bereichen über dem Niveau vor der Pandemie
- Ausgezeichnete Entwicklung in Lateinamerika
- Ausblick 2021 bestätigt
Der Umsatz stieg um 9 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 2.622 Mio € (3. Quartal 2020: 2.400 Mio €). Das organische Wachstum betrug 5 %. Akquisitionen, insbesondere die Malteser-Krankenhäuser in Deutschland und der Anbieter von Reproduktionsmedizin Eugin, der seit dem 1. April 2021 konsolidiert wird, trugen 5 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der Umsatz um 12 % (währungsbereinigt: 12 %) auf 8.009 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 7.181 Mio €). Das organische Wachstum betrug 7 %. Akquisitionen trugen 5 % zum Umsatzwachstum bei.
Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 7 % (organisch: 3 %) auf 1.640 Mio € (3. Quartal 2020: 1.529 Mio €) aufgrund positiver Preiseffekte und Case-Mix. Die Akquisitionen der Malteser-Krankenhäuser trugen 4 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der Umsatz von Helios Deutschland um 6 % (organisch: 2 %) auf 4.988 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 4.703 Mio €).
Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 8 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 941 Mio € (3. Quartal 2020: 870 Mio €). Das organische Wachstum betrug 8 % bedingt durch die nachhaltig hohe Nachfrage nach Behandlungen sowie nach Dienstleitungen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Ferner zeigten die Krankenhäuser in Lateinamerika eine gute Entwicklung. Sie trugen 2 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 19 % (währungsbereinigt: 20 %) auf 2.937 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 2.476 Mio €). Das organische Wachstum betrug 18 %.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 21 im PDF.
Der EBIT1 von Fresenius Helios fiel um 1 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 222 Mio € (3. Quartal 2020: 225 Mio €) bedingt durch die hohe Vorjahresbasis bei Helios Spanien. Die EBIT-Marge1 betrug 8,5 % (3. Quartal 2020: 9,4 %). Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der EBIT1 von Fresenius Helios um 13 % (währungsbereinigt: 14 %) auf 788 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 697 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 9,8 % (1.-3. Quartal 2020: 9,7 %).
Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg um 5 % auf 140 Mio € (3. Quartal 2020: 133 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,5 % (3. Quartal 2020: 8,7 %). Im 1.-3. Quartal 2021 fiel der EBIT1 von Helios Deutschland um 1 % auf 442 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 445 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,9 % (1.-3. Quartal 2020: 9,5 %).
Der EBIT von Helios Spanien fiel um 17 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 79 Mio € (3. Quartal 2020: 95 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen zurückzuführen auf das durch Aufholeffekte nach verhängten Lockdowns geprägte außergewöhnlich starke Vorjahresquartal. Darüber hinaus wirkten sich höhere Kosten u.a. für Personal, persönliche Schutzausrüstung und ausgewählte medizinische Produkte negativ aus. Die EBIT-Marge betrug 8,4 % (3. Quartal 2020: 10,9 %). Die Krankenhausakquisitionen in Kolumbien trugen ebenfalls zum Wachstum bei. Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der EBIT von Helios Spanien um 35 % (währungsbereinigt: 36 %) auf 352 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 261 Mio €). Die EBIT-Marge stieg auf 12,0 % (1.-3. Quartal 2020: 10,5 %).
Das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios fiel um 5 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 135 Mio € (3. Quartal 2020: 142 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2021 stieg das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios um 14 % (währungsbereinigt: 15 %) auf 501 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 441 Mio €).
Der operative Cashflow fiel auf 157 Mio € (3. Quartal 2020: 275 Mio €) im Wesentlichen aufgrund der hohen Vorjahresbasis, die durch verkürzte Zahlungsfristen für Krankenhausleistungen im Zusammenhang mit dem Gesetz zur wirtschaftlichen Entlastung der Krankenhäuser beeinflusst war. Die Cashflow-Marge lag bei 6,0 % (3. Quartal 2020: 11,5 %). Im 1.-3. Quartal 2021 fiel der operative Cashflow auf 595 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 715 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 7,4 % (1.-3. Quartal 2020: 10,0 %).
Fresenius Helios bestätigt den Ausblick für das Geschäftsjahr 2021. Das Unternehmen erwartet ein organisches Umsatzwachstum3 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Beim währungsbereinigten EBIT4 erwartet Fresenius Helios ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2020: 9.818 Mio €
4 Basis 2020: 1.025 Mio €; 2021 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 21 im PDF.
Fresenius Vamed
Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.

- Weitere Beschleunigung des EBIT-Wachstums trotz andauernder Covid-19-Effekte
- Projektgeschäft mit anhaltenden Belastungen durch Covid-19, Auftragsbestand auf Allzeithoch
- Gute Entwicklung insbesondere bei High-End-Dienstleistungen; Reha-Geschäft profitiert von steigender Anzahl elektiver Eingriffe
- Ausblick 2021 bestätigt
Der Umsatz von Fresenius Vamed lag auf Vorjahresniveau (währungsbereinigt und organisch: 0 %) bei 516 Mio € (3. Quartal 2020: 517 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der Umsatz von Fresenius Vamed um 4 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 1.549 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 1.491 Mio €). Organisch stieg der Umsatz ebenso um 4 %.
Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich aufgrund der positiven Entwicklung bei High-End-Dienstleistungen und steigender Fallzahlen im Reha-Geschäft um 9 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 410 Mio € (3. Quartal 2020: 377 Mio €). Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 24 % (währungsbereinigt: 24 %) auf 106 Mio € (3. Quartal 2020: 140 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft um 10 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 1.165 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 1.063 Mio €). Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 10 % (währungsbereinigt: -10 %) auf 384 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 428 Mio €).
Der EBIT stieg auf 23 Mio € (3. Quartal 2020: -11 Mio €) mit einer EBIT-Marge von 4,5 % (3. Quartal 2020: -2,1 %). Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der EBIT auf 35 Mio € (1.-3. Quartal 2020: -10 Mio €) mit einer EBIT-Marge von 2,3 % (1.-3. Quartal 2020: -0,7 %).
Das Ergebnis stieg auf 14 Mio € (3. Quartal 2020: -15 Mio €). Im 1.-3. Quartal 2021 stieg das Ergebnis1 auf 18 Mio € (1.-3. Quartal 2020: -23 Mio €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
Der Auftragseingang betrug im 3. Quartal 2021 120 Mio € (3. Quartal 2020: 188 Mio €), im 1.-3. Quartal 971 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 362 Mio €). Die ausgezeichnete Entwicklung ist insbesondere auf ein Projekt zur Errichtung eines schlüsselfertigen Krankenhauses in der Wiener Neustadt in Österreich zurückzuführen. Der Auftragsbestand zum 30. September 2021 lag bei 3.647 Mio € (31. Dezember 2020: 3.055 Mio €) und damit auf einem Allzeithoch.
Der operative Cashflow stieg auf 9 Mio € (3. Quartal 2020: -4 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 1,7 % (3. Quartal 2020: -0,8 %). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Zahlungseingänge im internationalen Projektgeschäft zurückzuführen. Im 1.-3. Quartal 2021 stieg der operative Cashflow auf 23 Mio € (1.-3. Quartal 2020: 4 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 1,5 % (1.-3. Quartal 2020: 0,3 %).
Fresenius Vamed bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr ein organisches Umsatzwachstum1 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Beim EBIT2 wird ein hoher zweistelliger Millionen-Euro-Betrag erwartet. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Basis 2020: 2.068 Mio €
2 Basis 2020: 29 Mio €; 2021 vor Sondereinflüssen
Telefonkonferenz
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 3. Quartal 2021 findet am 2. November 2021 um 13.30 Uhr (CET)/08.30 Uhr EDT eine Telefonkonferenz statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung auf unserer Website zur Verfügung.
Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen: www.fresenius.de/alternative-leistungskennzahlen.
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
Helios Deutschland hat seinen zweiten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Der 60-seitige Bericht „Stark in die Zukunft" blickt auf die komplexen Herausforderungen des Corona-Jahres 2020 zurück und zeigt auf, in welchen Bereichen die Pandemie die Entwicklungen bei Deutschlands größten privaten Klinikbetreiber vorangetrieben hat. Helios Deutschland hat für seine Nachhaltigkeitsstrategie vier Handlungsfelder definiert: Patienten, Mitarbeiter, Umwelt und Compliance. Der Bericht wurde nach den GRI-Standards der Global Reporting Initiative erstellt und ist ab sofort in deutscher Sprache unter www.helios-gesundheit.de/nachhaltigkeit verfügbar. Eine englische Version wird in Kürze veröffentlicht.
- Fresenius Medical Care weiterhin wie erwartet durch Covid-19-Effekte belastet; Übersterblichkeitsraten bei Patienten deutlich verringert
- Fresenius Kabi gleicht mit ausgezeichnetem Wachstum in den Schwellenmärkten anhaltende Belastungen im Nordamerika-Geschäft mehr als aus
- Helios Deutschland mit solidem zweiten Quartal wegen weiterer Erholung bei elektiven Behandlungen; Helios Spanien mit ausgezeichnetem Umsatz- und Ergebniswachstum aufgrund starker Nachfrage und schwachem Vorjahresquartal
- Fresenius Vamed zurück auf Wachstumspfad nach guter Entwicklung im Dienstleistungsgeschäft; verbesserte Auftragslage im Projektgeschäft
- Erste Einsparungen aus den Initiativen für mehr Effizienz bereits im Jahr 2021 erwartet
Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 2. Quartal 2021.
1 Vor Sondereinflüssen2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 22 im PDF-Dokument.
Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Unsere Zwischenbilanz für das Geschäftsjahr 2021 fällt insgesamt sehr positiv aus. Wir haben bei Umsatz und Gewinn trotz der andauernden Auswirkungen der Pandemie sehr gesunde Zuwächse erreicht. Unsere Geschäfte entwickeln sich gut und unsere Initiativen für profitables Wachstum und mehr Effizienz machen Fortschritte. Die gestiegenen Impfquoten in vielen unserer wichtigen Märkte sind ermutigend, aber natürlich ist die Pandemie noch nicht vorbei. Es gilt, wachsam zu bleiben und das Infektionsgeschehen weiterhin sehr aufmerksam zu verfolgen. Dennoch gibt es für uns Grund zu Optimismus: Unsere Wachstumstreiber sind intakt, Gesundheit ist und bleibt ein Kernanliegen aller Menschen. Wir werden unsere Bestandsaufnahme bei Fresenius fortsetzen und unsere Effizienzmaßnahmen konsequent vorantreiben, genauso wie unsere Wachstumsinitiativen. Das wird Früchte tragen, wir werden unseren Gesundheitskonzern damit nachhaltig stärken und noch erfolgreicher machen.“
Erwartungen zu Einflüssen von Covid-19 auf das Geschäftsjahr 2021
Während die Situation sich regional unterschiedlich entwickelte, gingen erwartungsgemäß die negativen Effekte im 2. Quartal 2021 insgesamt aber zurück.
Fresenius erwartete, dass die bisherigen Einschränkungen und Belastungen in der zweiten Jahreshälfte abnehmen. Eine aktuell zunehmende Anzahl von Covid-19-Fällen sowie die weitere Ausbreitung von Virus-Mutationen und ein stagnierender Impffortschritt könnten diese Annahme jedoch zunehmend gefährden. Das Unternehmen verfolgt diese Entwicklungen aufmerksam.
Auch wenn die Gefahr weitreichender Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in einem oder mehreren wesentlichen Märkten von Fresenius derzeit eher unwahrscheinlich erscheint, kann eine solche Entwicklung nicht ausgeschlossen werden. Sich daraus ergebende Auswirkungen mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor ohne eine angemessene Kompensation sind nicht im Konzernausblick für das Gesamtjahr 2021 berücksichtigt. Diese Annahmen sind mit erheblicher Unsicherheit behaftet.
Konzernergebnis-Ausblick für 2021 angehoben
Nach einem starken 2. Quartal 2021 und angesichts der Fortschritte im konzernweiten Programm zur Verbesserung der Effizienz, aus dem bereits in diesem Jahr erste Einsparungen erwartet werden, erhöht Fresenius den Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2021. Das Unternehmen erwartet beim währungsbereinigten Konzernergebnis1,2 nun einen Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Zuvor hatte Fresenius mit einer im Vergleich zum Vorjahr mindestens in etwa stabilen Entwicklung des währungsbereinigten Konzernergebnisses1,2 gerechnet. Fresenius bestätigt die Umsatzprognose und erwartet weiterhin einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.
Implizit geht Fresenius davon aus, dass das währungsbereinigte Konzernergebnis1 ohne Berücksichtigung der Ergebnisbeiträge von Fresenius Medical Care im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen wird. Zuvor war ein Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erwartet worden.
Der Ausblick berücksichtigt anhaltende negative Covid-19-bedingte Effekte im 2. Halbjahr 2021. Darüber hinaus sind zunehmende negative Preiseffekte im Zusammenhang mit staatlichen Ausschreibungen in China sowie sich abzeichnende Kosteninflationseffekte berücksichtigt.
Fresenius rechnet damit, dass der Verschuldungsgrad4 zum Jahresende 2021 in etwa am oberen Ende des selbstgesetzten Zielkorridors von 3,0x bis 3,5x liegt.
Fortschritte bei Effizienzmaßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität
Um die Profitabilität und operative Exzellenz nachhaltig zu steigern, hat Fresenius konzernweite Effizienzinitiativen gestartet. Diese Maßnahmen sollen bis zum Jahr 2023 schrittweise zu Kosteneinsparungen in Höhe von mehr als 100 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter führen, mit der Möglichkeit, in den Folgejahren noch zusätzliche Verbesserungen zu erzielen.
Während Fresenius Medical Care voraussichtlich im Herbst 2021 Details zur umfassenden Überprüfung des Betriebsmodells bei Fresenius Medical Care mitteilen wird, haben die drei anderen Unternehmensbereiche von Fresenius bereits konkrete Bereiche für Spar- und Effizienzmaßnahmen definiert und erste Initiativen gestartet.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Basis 2020: 1.796 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2021 vor Sondereinflüssen
3 Basis 2020: 36.277 Mio €
4 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen; vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 22 im PDF.
Bei Fresenius Kabi umfassen diese Initiativen die Optimierung des Produktionsnetzwerks, die Reduzierung der Komplexität des Produktportfolios, die Zentralisierung des weltweiten Einkaufs und die Überprüfung der Organisations- und Kostenstrukturen.
Fresenius Helios wird einen Schwerpunkt auf die strategische Überprüfung des Krankenhausportfolios und des ambulanten Versorgungsnetzes sowie auf die Reduzierung der Verwaltungskosten legen.
Fresenius Vamed wird eine Reihe von gezielten strukturellen und organisatorischen Maßnahmen umsetzen. Diese umfassen die Verschlankung der weltweiten Gesellschaftsstrukturen, die Überprüfung des Vermögens- und des Beteiligungsportfolios sowie die Optimierung der Beschaffungs- und Verwaltungskosten.
Diese auf die Unternehmensbereiche ausgerichteten Aktivitäten werden durch Initiativen auf der Ebene des Fresenius-Konzerns ergänzt und unterstützt, zum Beispiel durch die Einführung neuer, effizienter Arbeitsmodelle in der Konzernzentrale, eine verbesserte Zusammenarbeit sowie durch eine konzernweite Überprüfung des IT-Betriebsmodells.
Diese nachhaltigen Effizienzsteigerungen werden erhebliche Vorleistungen erfordern. In den Jahren 2021 bis 2023 werden die Aufwendungen hierfür im Durchschnitt voraussichtlich mehr als 100 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter betragen, wobei der größte Teil derzeit für das Jahr 2022 erwartet wird. Diese Aufwendungen werden gemäß der bisherigen Praxis als Sondereinflüsse klassifiziert.
Das Unternehmen erwartet in den Jahren 2021 bis 2023 signifikante Sparbeiträge aus allen vier Unternehmensbereichen und der Konzern-Holding. Fresenius Medical Care dürfte daher nicht überproportional zu den insgesamt erwarteten Einsparungen beitragen.
Fresenius erwartet aus den oben beschriebenen Kosten- und Effizienzmaßnahmen bereits für das Geschäftsjahr 2021 Einsparungen zur Unterstützung der Profitabilität im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter. Diese Einsparungen resultieren aus Aktivitäten in allen vier Unternehmensbereichen.
Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Wir prüfen mögliche Einsparungen mit größter Sorgfalt und wir setzen sie sehr gezielt und mit Augenmaß um. Wir sparen, weil wir Ziele haben und diese verwirklichen wollen: Wir wollen immer mehr Menschen Zugang zu immer besserer Medizin geben. Wir wollen Beiträge leisten, dass Menschen gesund bleiben – oder werden. Dass sie trotz ihrer Krankheit ihr Leben genießen können. Gerade deswegen ist es unsere Verantwortung, sorgsam mit unseren wertvollen Ressourcen umzugehen. Es geht darum, die uns zur Verfügung stehenden Mittel zum Wohl der Patienten vorrangig dort einzusetzen, wo sie die größte Wirkung entfalten können. Es geht auch darum, Doppelarbeit zu vermeiden und Aktivitäten einzustellen, wenn der Aufwand in keinem gesunden Verhältnis zum Ertrag steht. Das Ergebnis dieses Fitness-Programms tut allen gut: unseren Patientinnen und Patienten, den Gesundheitssystemen, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und unseren Eigentümern.“
8% Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz
Der Konzernumsatz stieg um 4 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 9.246 Mio € (2. Quartal 2020: 8.920 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 2 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 4 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 6 bis 7 % erzielt. Im 1. Halbjahr 2021 stieg der Konzernumsatz um 1 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 18.230 Mio € (1. Halbjahr 2020: 18.055 Mio €). Das organische Wachstum betrug 4 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 2 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 5 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 % erzielt.
20 % Wachstum beim währungsbereinigten Konzernergebnis2,3
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen fiel um 5 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 1.671 Mio € (2. Quartal 2020: 1.762 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.662 Mio € (2. Quartal 2020: 1.762 Mio €).
Im 1. Halbjahr 2021 fiel der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen um 6 % (währungsbereinigt: -1 %) auf 3.302 Mio € (1. Halbjahr 2020: 3.517 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 3.290 Mio € (1. Halbjahr 2020: 3.517 Mio €).
Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 8 % (währungsbereinigt um -4 %) auf 1.030 Mio € (2. Quartal 2020: 1.123 Mio €). Der währungsbereinigte Rückgang des EBIT war im Wesentlichen negativ beeinflusst von Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Covid-19 bei Fresenius Medical Care. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 11,1 % (2. Quartal 2020: 12,6 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 1.021 Mio € (2. Quartal 2020: 1.123 Mio €).
Im 1. Halbjahr 2021 fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 9 % (währungsbereinigt um -5 %) auf 2.039 Mio € (1. Halbjahr 2020: 2.248 Mio €). Der währungsbereinigte Rückgang des EBIT war im Wesentlichen negativ beeinflusst von Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Covid-19 bei Fresenius Medical Care. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 11,2 % (1. Halbjahr 2020: 12,5 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 2.027 Mio € (1. Halbjahr 2020: 2.248 Mio €).
1 Geschätzte Covid-19-Effekte finden Sie auf Seite 20 im PDF.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 22 im PDF.
Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen und das berichtete Zinsergebnis verbesserten sich auf -121 Mio € (2. Quartal 20202: -167 Mio €) im Wesentlichen aufgrund von Einsparungen durch erfolgreiche Refinanzierungsaktivitäten, ein niedrigeres Zinsniveau und Währungseffekte. Im 1. Halbjahr 2021 verbesserte sich das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen auf -258 Mio € (1. Halbjahr 20202: -341 Mio €). Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich auf -258 Mio € (1. Halbjahr 2020: -349 Mio €).
Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 21,5 % (2. Quartal 20202: 23,5 %). Die berichtete Steuerquote lag bei 21,3 % (2. Quartal 2020: 23,4 %). Im 1. Halbjahr 2021 lag die Steuerquote vor Sondereinflüssen bei 22,1 % (1. Halbjahr 20202: 23,1 %). Die berichtete Steuerquote lag im 1. Halbjahr 2021 bei 22,0 % (1. Halbjahr 2020: 23,0 %).
Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei -240 Mio € (2. Quartal 2020: -321 Mio €). Davon entfielen 89 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der berichtete auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn lag bei -237 Mio € (2. Quartal 2020: -321 Mio €). Im 1. Halbjahr 2021 lag der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen bei -477 Mio € (1. Halbjahr 2020: -592 Mio €). Davon entfielen 92 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der berichtete auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn lag bei -473 Mio € (2. Quartal 2020: -592 Mio €).
Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen stieg von einer wegen der deutlichen Covid-19-Effekte niedrigen Vorjahresbasis um 16 % (währungsbereinigt: 20 %) auf 474 Mio € (2. Quartal 2020 : 410 Mio €) insbesondere getrieben durch die Entwicklung bei Helios in Spanien und in den Schwellenmärkten bei Fresenius Kabi sowie durch die positive Entwicklung des Zinsergebnisses. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte3 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Konzernergebniswachstum1 vor Sondereinflüssen von 10 bis 14 % erzielt. Das berichtete Konzernergebnis1 stieg auf 471 Mio € (2. Quartal 2020: 411 Mio €).
Im 1. Halbjahr 2021 stieg das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen um 4 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 910 Mio € (1. Halbjahr 20202: 875 Mio €). Ohne geschätzte Covid-19-Effekte3 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Konzernergebniswachstum1 vor Sondereinflüssen von 4 bis 8 % erzielt. Das berichtete Konzernergebnis1 stieg auf 906 Mio € (1. Halbjahr 2020: 870 Mio €).
Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen stieg um 15 % (währungsbereinigt: 19 %) auf 0,85 € (2. Quartal 20202: 0,74 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,84 € (2. Quartal 2020: 0,74 €). Im 1. Halbjahr 2021 stieg das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen um 4 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 1,63 € (1. Halbjahr 20202: 1,57 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 1,62 € (1. Halbjahr 2020: 1,56 €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
3 Geschätzte Covid-19-Effekte finden Sie auf Seite 20 im PDF.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 22 im PDF.
Investitionen in Wachstum fortgesetzt
Fresenius investierte 509 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 6 % des Konzernumsatzes (2. Quartal 2020: 474 Mio €; 5 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken. Im 1. Halbjahr 2021 investierte Fresenius 893 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 5 % des Konzernumsatzes (1. Halbjahr 2020: 1.021 Mio €; 6 % des Konzernumsatzes).
Das Akquisitionsvolumen betrug 491 Mio € (2. Quartal 2020: 97 Mio €) im Wesentlichen für den Erwerb der Eugin-Gruppe bei Fresenius Helios und den Erwerb von Dialysezentren bei Fresenius Medical Care. Die Eugin-Gruppe wird seit 1. April 2021 konsolidiert. Im 1. Halbjahr betrug das Akquisitionsvolumen 640 Mio € (1. Halbjahr 2020: 509 Mio €).
Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow fiel auf 1.451 Mio € (2. Quartal 2020: 3.082 Mio €). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Zahlungen der US-Regierung im Rahmen des CARES-Gesetzes im zweiten Quartal 2020, den Beginn der Verrechnung dieser Mittel im zweiten Quartal 2021 sowie den Zeitpunkt anderer Aufwandszahlungen im Jahr 2021 bei Fresenius Medical Care zurückzuführen. Die Marge betrug 15,7 % (2. Quartal 2020: 34,6 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden fiel entsprechend auf 952 Mio € (2. Quartal 2020: 2.606 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf -359 Mio € (2. Quartal 2020: 2.374 Mio €).
Im 1. Halbjahr 2021 fiel der operative Konzern-Cashflow auf 2.103 Mio € (1. Halbjahr 2020: 3.960 Mio €). Die Marge betrug 11,5 % (1. Halbjahr 2020: 21,9 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden ging auf 1.193 Mio € zurück (1. Halbjahr 2020: 2.911 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf -242 Mio € (1. Halbjahr 2020: 2.334 Mio €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 5 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 69.655 Mio € (31. Dezember 2020: 66.646 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten und auf Währungseffekte zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 7 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 16.901 Mio € (31. Dezember 2020: 15.772 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Zahlungsmitteln sowie der Vorräte. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 4 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 52.754 Mio € (31. Dezember 2020: 50.874 Mio €).
Das Eigenkapital stieg um 4 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 27.131 Mio € (31. Dezember 2020: 26.023 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 39,0 % (31. Dezember 2020: 39,0 %).
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 5 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 27.289 Mio € (31. Dezember 2020: 25.913 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 4% (währungsbereinigt: 3 %) auf 25.039 Mio € (31. Dezember 2020: 24.076 Mio €).
Der Verschuldungsgrad zum 30. Juni 2021 lag bei 3,60x1,2 (31. Dezember 2020: 3,44x1,2). Der Anstieg ist zurückzuführen auf den Covid-19-bedingten EBITDA-Rückgang und höhere Netto-Finanzverbindlichkeiten.
1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen
2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 22 im PDF.
Die Unternehmensbereiche
Fresenius Medical Care (Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 30. Juni 2021 behandelte Fresenius Medical Care rund 346.000 Patientinnen und Patienten in mehr als 4.100 Dialysezentren. Neben dem Kerngeschäft in der ganzheitlichen Nierentherapie konzentriert sich das Unternehmen auf die Expansion in den Bereichen Unterstützende Geschäftsaktivitäten und Intensivmedizinische Lösungsansätze.
- Covid-19-Pandemie beeinträchtigt wie erwartet weiterhin das organische Wachstum im Dialysegeschäft und in nachgelagerten Geschäftsbereichen; Übersterblichkeitsraten bei Patienten deutlich verringert
- Anhaltende negative Währungseffekte
- Ergebnisentwicklung wie angekündigt durch Phaseneffekte und eine starke Vorjahresbasis beeinflusst
- Ziele für das Geschäftsjahr 2021 bestätigt
Der Umsatz von Fresenius Medical Care fiel um 5 % (stieg währungsbereinigt: 2 %) auf 4.320 Mio € (2. Quartal 2020: 4.557 Mio €). Währungseffekte hatten somit einen negativen Einfluss von 7 %. Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %. Im 1. Halbjahr 2021 fiel der Umsatz von Fresenius Medical Care um 6 % (stieg währungsbereinigt: 2 %) auf 8.530 Mio € (1. Halbjahr 2020: 9.045 Mio €). Währungseffekte hatten somit einen negativen Einfluss von 8 %. Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %.
Der EBIT fiel um 35 % (währungsbereinigt: -30 %) auf 424 Mio € (2. Quartal 2020: 656 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 9,8 % (2. Quartal 2020: 14,4 %). Vor Sondereinflüssen fiel der EBIT um 34 % (währungsbereinigt -29 %) auf 430 Mio € (2. Quartal 2020: 656 Mio €) bei einer EBIT-Marge von 10,0 % (2. Quartal 2020: 14,4 %). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, einschließlich einer hohen Vorjahresbasis infolge staatlicher Ausgleichszahlungen, auf die erwarteten Phaseneffekte und die Erhöhung der Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie auf negative Währungseffekte und höhere direkte Kosten zurückzuführen. Diese Effekte wurden nur teilweise durch einen höheren Anteil von Medicare Advantage-Patienten in den USA kompensiert.
Im 1. Halbjahr 2021 fiel der EBIT um 26 % (währungsbereinigt: -20 %) auf 898 Mio € (1. Halbjahr 2020: 1.211 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 10,5 % (1. Halbjahr 2020: 13,4 %). Vor Sondereinflüssen fiel der EBIT um 25 % (währungsbereinigt: -19 %) auf 907 Mio € (1. Halbjahr 2020: 1.211 Mio €) bei einer EBIT-Marge vor Sondereinflüssen von 10,6 % (1. Halbjahr 2020: 13,4 %).
Das Ergebnis1 fiel um 38 % (währungsbereinigt: -33 %) auf 219 Mio € (2. Quartal 2020: 351 Mio €) insbesondere aufgrund der oben genannten Ergebniseffekte. Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis1 um 37 % (währungsbereinigt: -31 %) auf 223 Mio € (2. Quartal 2020: 351 Mio €).
Im 1. Halbjahr 2021 fiel das Ergebnis1 um 26 % (währungsbereinigt: -21 %) auf 468 Mio € (1. Halbjahr 2020: 634 Mio €). Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis1 um 25 % (währungsbereinigt: -20 %) auf 474 Mio € (1. Halbjahr 2020: 634 Mio €).
Der operative Cashflow betrug 921 Mio € (2. Quartal 2020: 2.319 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 21,3 % (2. Quartal 2020: 50,9 %). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Zahlungen der US-Regierung im Rahmen des CARES-Gesetzes im zweiten Quartal 2020, den Beginn der Verrechnung dieser Mittel im zweiten Quartal 2021 sowie den Zeitpunkt anderer Aufwandszahlungen im Jahr 2021 zurückzuführen. Im 1. Halbjahr 2021 betrug der operative Cashflow 1.129 Mio € (1. Halbjahr 2020: 2.903 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 13,2 % (1. Halbjahr 2020: 32,1 %).
Fresenius Medical Care bestätigt den im Februar 2021 veröffentlichten Ausblick für das Geschäftsjahr 2021. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzwachstum2 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und einem Rückgang des Konzernergebnisses1,3 im hohen Zehner- bis mittleren Zwanziger-Prozentbereich gegenüber der Basis 20204. Dieser Ausblick basiert auf der Annahme, dass sich die Sterblichkeitsraten in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 normalisieren.
Für weitere Informationen siehe Pressemitteilung Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
2 Basis 2020: 17.859 Mio €
3 Basis 2020: 1.359 Mio € vor Sondereinflüssen; 2021 vor Sondereinflüssen
4 Die Ziele basieren auf den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2020 ohne die Wertminderung von Firmenwert und Markennamen im Segment Lateinamerika in Höhe von 195 Mio €. Die Ziele schließen die voraussichtlichen Auswirkungen von Covid-19 ein, sind währungsbereinigt und berücksichtigen keine Sondereffekte. Sondereffekte umfassen Kosten im Zusammenhang mit FME25 sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren bzw. deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung auf Seite 23 im PDF.
Fresenius Kabi
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Im Bereich Biosimilars entwickelt Fresenius Kabi Produkte mit den Schwerpunkten Onkologie und Autoimmunerkrankungen.
- Geschäft in Nordamerika von Covid-19-Effekten und wettbewerbsbedingtem Preisdruck beeinträchtigt; abnehmende Auswirkungen aus temporären Produktionsverzögerungen
- Normalisierende Nachfrage in Europa treibt starkes Wachstum bei niedriger Vorjahresbasis
- Ausgezeichnete Entwicklung in Schwellenmärkten; besonders starkes Wachstum in China aufgrund zunehmender Normalisierung der Anzahl elektiver Behandlungen
- Ausblick verbessert auf niedriges einstelliges prozentuales Wachstum beim währungsbereinigten EBIT
Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 5 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 1.755 Mio € (2. Quartal 2020: 1.678 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 7 %. Im 1. Halbjahr 2021 stieg der Umsatz von Fresenius Kabi um 1 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 3.516 Mio € (1. Halbjahr 2020: 3.467 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 5 %. Negative Währungsumrechnungseffekte von 3 % im 2. Quartal und 5 % im 1. Halbjahr ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar, dem Argentinischen Peso und dem Brasilianischen Real.
Der Umsatz in Nordamerika fiel um 13 % (organisch: -6 %) auf 522 Mio € (2. Quartal 2020: 600 Mio €). Die zusätzliche Nachfrage nach Medikamenten zur Behandlung von Covid-19-Patienten konnte die fehlenden Beiträge aus der geringeren Anzahl elektiver Behandlungen und der damit einhergehenden geringeren Nachfrage und wettbewerbsbedingten Preisdruck sowie den temporären, indes rückläufigen Produktionsverzögerungen nur teilweise ausgleichen. Im 1. Halbjahr 2021 fiel der Umsatz in Nordamerika um 15 % (organisch: -8 %) auf 1.080 Mio € (1. Halbjahr 2020: 1.269 Mio €).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
In Europa stieg der Umsatz von einer wegen der deutlichen Covid-19-Effekte niedrigen Vorjahresbasis um 12 % (organisch: 10 %) auf 634 Mio € (2. Quartal 2020: 566 Mio €). Im 1. Halbjahr 2021 stieg der Umsatz in Europa um 5 % (organisch: 4 %) auf 1.260 Mio € (1. Halbjahr 2020: 1.197 Mio €).
In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz um 17 % (organisch: 17 %) auf 409 Mio € (2. Quartal 2020: 351 Mio €). Zu diesem starken Wachstum führte vor allem die zunehmende Normalisierung der Anzahl elektiver Behandlungen in China sowie eine anhaltende Erholung in weiteren asiatischen Märkten bei. Im 1. Halbjahr 2021 stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik um 20 % (organisch: 21 %) auf 801 Mio € (1. Halbjahr 2020: 670 Mio €).
Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg um 18 % (organisch: 24 %) auf 190 Mio € (2. Quartal 2020: 161 Mio €). Das ausgezeichnete organische Wachstum ist auf die starke Nachfrage nach Produkten für die Behandlung von Covid-19-Patienten zurückzuführen. Im 1. Halbjahr 2021 stieg der Umsatz in Lateinamerika/Afrika um 13 % (organisch: 26 %) auf 375 Mio € (1. Halbjahr 2020: 331 Mio €).
Der EBIT1 stieg um 2 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 298 Mio € (2. Quartal: 292 Mio €) mit einer EBIT-Marge von 17,0 % (2. Quartal: 17,4 %). Der währungsbereinigte Anstieg wurde reduziert durch eine geringere Nachfrage und die damit einhergehende Unterauslastung von Produktionskapazitäten in den USA, wettbewerbsbedingten Preisdruck verbunden mit vereinzelten Lieferschwierigkeiten aufgrund temporärer, allerdings rückläufiger, Produktionseinschränkungen. Gegenläufig wirkten positive COVID-19-Effekte sowie niedrigere Verwaltungskosten bedingt durch reduzierte Reisetätigkeit und verschobene Projekte. Im 1. Halbjahr 2021 fiel der EBIT1 um 1 % (stieg währungsbereinigt: 4 %) auf 574 Mio € (1. Halbjahr 2020: 581 Mio €) mit einer EBIT-Marge von 16,3 % (1. Halbjahr 2020: 16,8 %)
Das Ergebnis1,2 stieg um 4 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 204 Mio € (2. Quartal 20201: 196 Mio €). Im 1. Halbjahr 2021 blieb das Ergebnis1,2 auf Vorjahresniveau (stieg währungsbereinigt: 6 %) auf 394 Mio € (1. Halbjahr 20201: 393 Mio €).
Der operative Cashflow fiel auf 197 Mio € (2. Quartal 2020: 437 Mio €). Die Cashflow-Marge fiel auf 11,2 % (2. Quartal 2020: 26,0 %) im Wesentlichen bedingt durch zeitliche Verschiebungen bei Steuerzahlungen sowie Zahlungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten. Im 1. Halbjahr 2021 fiel der operative Cashflow auf 475 Mio € (1. Halbjahr 2020: 611 Mio €). Die Cashflow-Marge fiel auf 13,5 % (1. Halbjahr 2020: 17,6 %).
1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Fresenius Kabi verbessert den Ausblick für das währungsbereinigte EBIT1 und erwartet im Geschäftsjahr 2021 nun ein niedriges einstelliges prozentuales Wachstum. Zuvor rechnete Fresenius Kabi mit einer stabilen Entwicklung bis zu einem niedrigen einstelligen prozentualen Wachstum. Das Unternehmen bestätigt den Ausblick beim organischen Umsatzwachstum2 und erwartet weiterhin einen Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Basis 2020: 1.095 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2021 vor Sondereinflüssen
2 Basis 2020: 6.976 Mio €
Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland und Helios Spanien. Helios Deutschland betreibt 89 Krankenhäuser, ~130 Medizinische Versorgungszentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 47 Krankenhäuser, 74 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 6 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika sowie als Anbieter von Reproduktionsmedizin weltweit aktiv.
- Helios Deutschland mit anhaltender Erholung bei elektiven Behandlungen
- Helios Spanien mit ausgezeichnetem organischen Umsatz- und Ergebniswachstum aufgrund hoher Nachfrage und niedriger Vorjahresbasis
- Wachstum zusätzlich unterstützt durch Akquisitionen in Deutschland und Lateinamerika sowie in der Reproduktionsmedizin
- Ausblick verbessert beim organischen Umsatzwachstum und beim währungsbereinigten EBIT
Der Umsatz stieg um 18 % (währungsbereinigt: 19 %) auf 2.738 Mio € (2. Quartal 2020: 2.315 Mio €). Das organische Wachstum betrug 14 %. Akquisitionen, inklusive die des Anbieters von Reproduktionsmedizin Eugin, der seit dem 1. April 2021 konsolidiert wird, trugen 5 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1. Halbjahr 2021 stieg der Umsatz um 13 % (währungsbereinigt: 13 %) auf 5.387 Mio € (1. Halbjahr 2020: 4.781 Mio €). Das organische Wachstum betrug 9 %. Akquisitionen trugen 4 % zum Umsatzwachstum bei.
Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 7 % (organisch: 3 %) auf 1.675 Mio € (2. Quartal 2020: 1.571 Mio €) aufgrund einer anhaltenden Erholung der Anzahl elektiver Behandlungen und einem positiven Case-Mix. Die Akquisitionen der Malteser-Krankenhäuser trugen 4 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1. Halbjahr 2021 stieg der Umsatz von Helios Deutschland um 5 % (organisch: 1 %) auf 3.348 Mio € (1. Halbjahr 2020: 3.174 Mio €). Die mit Modifikationen verlängerte Regelung bei den sogenannten Freihaltepauschalen milderte die negativen Covid-19-Effekte ab.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 37 % (währungsbereinigt: 38 %) auf 1.020 Mio € (2. Quartal 2020: 743 Mio €) nach einem stark durch Covid-19 beeinträchtigten Vorjahresquartal. Das organische Wachstum betrug 38 % und war getrieben von der nachhaltig hohen Nachfrage nach Behandlungen sowie nach Dienstleitungen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Ferner zeigten die Krankenhäuser in Lateinamerika einegute Entwicklung. Sie trugen 5 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1. Halbjahr 2021 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 24 % (währungsbereinigt: 26 %) auf 1.996 Mio € (1. Halbjahr 2020: 1.606 Mio €). Das organische Wachstum betrug 24 %.
Der EBIT von Fresenius Helios stieg um 51 % (währungsbereinigt: 51 %) auf 298 Mio € (2. Quartal 2020: 198 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 10,9 % (2. Quartal 2020: 8,6 %). Im 1. Halbjahr 2021 stieg der EBIT von Fresenius Helios um 20 % (währungsbereinigt: 20 %) auf 566 Mio € (1. Halbjahr 2020: 472 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 10,5 % (1. Halbjahr 2020: 9,9 %).
Der EBIT von Helios Deutschland stieg um 3 % auf 152 Mio € (2. Quartal 2020: 147 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 9,1 % (2. Quartal 2020: 9,4 %). Im 1. Halbjahr 2021 fiel der EBIT von Helios Deutschland um 3 % auf 302 Mio € (1. Halbjahr 2020: 312 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 9,0 % (1. Halbjahr 2020: 9,8 %). Die Regelung bei den Freihaltepauschalen glich die Covid-19-Effekte weitestgehend aus.
Der EBIT von Helios Spanien stieg nach einem stark durch Covid-19 beeinträchtigten Vorjahresquartal um 172 % (währungsbereinigt: 174 %) auf 147 Mio € (2. Quartal 2020: 54 Mio €). Die EBIT-Marge stieg auf 14,4 % (2. Quartal 2020: 7,3 %). Das gute organische Umsatzwachstum führte zu einer verbesserten Fixkostenabdeckung. Die Krankenhausakquisitionen in Kolumbien trugen ebenfalls zum Wachstum bei. Im 1. Halbjahr 2021 stieg der EBIT von Helios Spanien um 64 % (währungsbereinigt: 66 %) auf 273 Mio € (1. Halbjahr 2020: 166 Mio €). Die EBIT-Marge stieg auf 13,7 % (1. Halbjahr 2020: 10,3 %).
Das Ergebnis1 von Fresenius Helios stieg um 57 % (währungsbereinigt: 59 %) auf 193 Mio € (2. Quartal 2020: 123 Mio €). Im 1. Halbjahr 2021 stieg das Ergebnis1 von Fresenius Helios um 22 % (währungsbereinigt: 23 %) auf 366 Mio € (1. Halbjahr 2020: 299 Mio €).
Der operative Cashflow fiel auf 223 Mio € (2. Quartal 2020: 295 Mio €) im Wesentlichen bedingt durch hohe Zahlungseingänge im Vorjahresquartal im Zusammenhang mit dem Gesetz zur wirtschaftlichen Entlastung der Krankenhäuser, das eine verkürzte Zahlungsfrist für die Krankenhausleistungen vorsah. Die Cashflow-Marge lag bei 8,1 % (2. Quartal 2020: 12,7 %). Im 1. Halbjahr 2021 lag der operative Cashflow mit 438 Mio € auf dem Vorjahresniveau (1. Halbjahr 2020: 440 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 8,1 % (1. Halbjahr 2020: 9,2 %).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Fresenius Helios verbessert den Ausblick für das Geschäftsjahr 2021: Das Unternehmen erwartet nun ein organisches Umsatzwachstum1 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zuvor war ein organisches Umsatzwachstum1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet worden. Beim währungsbereinigten EBIT2 erwartet Fresenius Helios nun ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich. Zuvor war mit einem währungsbereinigten EBIT2-Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich gerechnet worden. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Basis 2020: 9.818 Mio €
2 Basis 2020: 1.025 Mio €; 2021 vor Sondereinflüssen
Fresenius Vamed
Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.
- Rückkehr zu Umsatz- und Ergebniswachstum trotz negativer Covid-19-Effekte
- Deutliche Anzeichen der Erholung im Projektgeschäft trotz anhaltender Belastungen durch Covid-19
- Gute Entwicklung beim Dienstleistungsgeschäft; Reha-Geschäft mit Verbesserungen aufgrund steigender Anzahl elektiver Eingriffe
- Hervorragender Auftragseingang
Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg um 17 % (währungsbereinigt: 17 %) auf 556 Mio € (2. Quartal 2020: 475 Mio €). Organisch stieg der Umsatz ebenso um 17 %. Im 1. Halbjahr 2021 stieg der Umsatz von Fresenius Vamed um 6 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 1.033 Mio € (1. Halbjahr 2020: 974 Mio €). Organisch stieg der Umsatz ebenso um 6 %.
Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg auch aufgrund steigender Fallzahlen im Reha-Geschäft um 19 % (währungsbereinigt: 19 %) auf 392 Mio € (2. Quartal 2020: 329 Mio €). Im Projektgeschäft stieg der Umsatz um 12 % (währungsbereinigt: 12 %) auf 164 Mio € (2. Quartal 2020: 146 Mio €). Im 1. Halbjahr 2021 stieg der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft um 10 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 755 Mio € (1. Halbjahr 2020: 686 Mio €). Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 3 % (währungsbereinigt: -3 %) auf 278 Mio € (1. Halbjahr 2020: 288 Mio €).
Der EBIT stieg auf 16 Mio € (2. Quartal 2020: -13 Mio €) mit einer EBIT-Marge von 2,9 % (1. Quartal 2020: -2,7 %). Im 1. Halbjahr 2021 stieg der EBIT auf 12 Mio € (1. Halbjahr 2020: 1 Mio €) mit einer EBIT-Marge von 1,2 % (1. Halbjahr 2020: 0,1 %).
Das Ergebnis1 stieg auf 11 Mio € (2. Quartal 2020: -15 Mio €). Im 1. Halbjahr 2021 stieg das Ergebnis1 auf 4 Mio € (1. Halbjahr 2020: -8 Mio €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
Der Auftragseingang betrug im 2. Quartal 2021 713 Mio € (2. Quartal 2020: 50 Mio €), im 1. Halbjahr 851 Mio € (1. Halbjahr 2020: 174 Mio €). Die ausgezeichnete Entwicklung ist insbesondere auf ein Projekt zur Errichtung eines schlüsselfertigen Krankenhauses in Wiener Neustadt in Österreich zurückzuführen. Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2021 lag bei 3.635 Mio € (31. Dezember 2020: 3.055 Mio €).
Der operative Cashflow stieg auf 58 Mio € (2. Quartal 2020: 28 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 10,4 % (2. Quartal 2020: 5,9 %). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Zahlungseingänge im internationalen Projektgeschäft zurückzuführen. Im 1. Halbjahr 2021 stieg der operative Cashflow auf 14 Mio € (1. Halbjahr 2020: 8 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 1,4 % (1. Halbjahr 2020: 0,8 %).
Fresenius Vamed bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr ein organisches Umsatzwachstum1 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Beim EBIT2 wird ein hoher zweistelliger Millionen-Euro-Betrag erwartet. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.
1 Basis 2020: 2.068 Mio €
2 Basis 2020: 29 Mio €; 2021 vor Sondereinflüssen
Telefonkonferenz
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 2. Quartal 2021 findet am 30. Juli 2021 um 13.30 Uhr (CEDT) / 07.30 Uhr EDT eine Telefonkonferenz statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung auf unserer Website zur Verfügung.
Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen https://www.fresenius.de/alternative-leistungskennzahlen.
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
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