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Die Geschäftsentwicklung von Fresenius Medical Care wurde im 2. Quartal 2022 deutlich negativ beeinflusst. Grund war insbesondere eine Verschärfung des Arbeitskräftemangels in den USA und damit einhergehende stark gestiegene Personalkosten. Das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich zudem weiter verschlechtert und inflationsbedingte Kostensteigerungen beschleunigt. Insbesondere sind die Kosten in den Lieferketten weiter gestiegen.

Vor diesem Hintergrund und angesichts zunehmender Anzeichen für eine anhaltende ungünstige Entwicklung dieser sowie anderer Faktoren für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres hat Fresenius Medical Care den Ausblick für 2022 angepasst. 

Alle anderen Unternehmensbereiche des Fresenius-Konzerns bestätigen ihren jeweiligen Umsatz- und Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2022. 

Aufgrund der Entwicklung bei Fresenius Medical Care sieht sich Fresenius jedoch trotz der Bestätigung der jeweiligen Umsatz- und Ergebnisausblicke der anderen Unternehmensbereiche veranlasst, den Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2022 ebenfalls anzupassen. Erwartet werden nunmehr ein währungsbereinigtes Konzernumsatzwachstum1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich (zuvor mittlerer einstelliger Prozentbereich) und ein Rückgang des währungsbereinigten Konzernergebnisses2,3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Zuvor war ein Anstieg des währungsbereinigten Konzernergebnisses2,3 im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet worden.

1Basis 2021: 37.520 Mio € 
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3Basis 2021: 1.867 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Als weltweit tätiger Gesundheitskonzern können auch wir uns den teils massiven Kostensteigerungen, zunehmenden Problemen in den globalen Lieferketten und Personalengpässen nicht entziehen. Und im Gegensatz zu anderen Branchen können wir die damit verbundenen wirtschaftlichen Belastungen nicht kurzfristig über Preiserhöhungen weitergeben. Das hatten wir im Februar und Mai, soweit möglich und absehbar, in unseren Prognosen berücksichtigt. Inzwischen wird jedoch deutlich, dass die patientennahen Gesundheitsdienstleistungen in den USA in besonderem Maße beeinträchtigt sind – und damit auch Fresenius Medical Care. Diese Phase gilt es mit Mut und Tatkraft zu bewältigen. Ich freue mich daher, dass Carla Kriwet ihre Aufgabe als neue Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care früher als geplant übernehmen wird. Ich bin zuversichtlich, dass sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen gute Lösungen finden und Fresenius Medical Care in eine erfolgreiche Zukunft führen wird.“

„Unser Ziel bei Fresenius ist und bleibt, Mehrwert zu schaffen: für unsere Patientinnen und Patienten, unsere Beschäftigten und unsere Aktionärinnen und Aktionäre. Daran arbeiten wir unermüdlich. Dafür sehen wir auch weiterhin gute Voraussetzungen, trotz der aktuellen Belastungen durch die globalen Krisen. Denn wir haben aus unseren starken Marktpositionen heraus frühzeitig auf die richtigen Trends wie die Heimdialyse gesetzt. Gesundheit ist ein Zukunftsmarkt, den wir maßgeblich mitgestalten und in dem wir weiterhin nachhaltig profitabel wachsen wollen,“ so Sturm weiter.

Erwartungen zu Einflüssen auf den Konzernausblick für 2022
Aufgrund der stark erhöhten Unsicherheit und Volatilität im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, den anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie des sich rapide verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Umfelds rechnet Fresenius im Geschäftsjahr 2022 nun mit deutlich stärkeren Belastungen durch Lieferkettenengpässe sowie Kosteninflation, u.a. bei Energiepreisen. Ferner rechnet Fresenius mit deutlich negativen Auswirkungen durch anhaltenden Arbeitskräftemangel und damit verbundenen höheren Personalkosten, insbesondere bei Fresenius Medical Care in den USA.

Der Krieg in der Ukraine belastet die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns sowohl direkt als auch indirekt. Die negativen Auswirkungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2022 beim Konzernergebnis1 auf 20 Mio € und werden als Sondereinflüsse behandelt. Fresenius wird den weiteren Verlauf des Krieges und dessen mögliche weitere Auswirkungen auf Geschäftsentwicklung und Bilanz weiterhin genau beobachten. Im Ausblick sind erhebliche Unterbrechungen der Gas- oder Stromversorgung in Europa nicht berücksichtigt.

Fresenius erwartet für das laufende Jahr weiter belastende Effekte durch die Covid-19-Pandemie. Eine mögliche, aus jetziger Sicht allerdings eher unwahrscheinliche, Verschlechterung der Situation und damit einhergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor ohne eine angemessene Kompensation sind im Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2022 nicht berücksichtigt. 

Ferner gelten die dem angepassten Ausblick von Fresenius Medical Care für das Geschäftsjahr 2022 zugrunde gelegten Annahmen auch vollumfänglich für den Ausblick des Fresenius-Konzerns.

Alle diese Annahmen sind indes mit erheblicher Unsicherheit behaftet.

Die Akquisition von Ivenix und der bekanntgegebene Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sowie weitere potenzielle Akquisitionen sind in der Prognose weiterhin nicht berücksichtigt.

Mittelfristiger Ausblick
Aufgrund der nunmehr erwarteten Entwicklung für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2022 geht Fresenius davon aus, sein mittelfristiges Konzernergebnisziel1 nicht mehr erreichen zu können. Zuvor hatte sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, für den Zeitraum 2020 bis 2023 ein organisches durchschnittliches jährliches Konzernergebniswachstum1 (CAGR) am unteren Ende der Bandbreite von 5 bis 9 % zu erreichen.

Gleichzeitig präzisiert Fresenius sein mittelfristiges Konzernumsatzziel und erwartet für den Zeitraum 2020 bis 2023 ein organisches durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum (CAGR) am unteren Ende der bisher erwarteten Bandbreite von 4 bis 7 %.

1Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Kosten- und Effizienzprogramm
Das Kosten- und Effizienzprogramm entwickelt sich planmäßig und Fresenius bestätigt die im Februar 2022 kommunizierten höheren Erwartungen, die Einsparungen von mindestens 150 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter bis zum Jahr 2023 vorsehen. In den Folgejahren erwartet das Unternehmen einen weiteren starken Anstieg der nachhaltigen Kosteneinsparungen.

Veränderung im Vorstand der Fresenius Medical Care
Dr. Carla Kriwet wird ihre Tätigkeit als CEO von Fresenius Medical Care früher als zunächst angekündigt bereits am 1. Oktober 2022 aufnehmen. Rice Powell wird sein Amt als CEO zum 30. September 2022 niederlegen.

Vorläufige Geschäftszahlen zum 2. Quartal und zum 1. Halbjahr 2022 

1EBIT- und Konzernergebnisdarstellung vor Sondereinflüssen
2Ohne Akquisition von Ivenix
3Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Vorläufige Geschäftszahlen Fresenius Kabi
Der Umsatz im 2. Quartal 2022 stieg um 8 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 1.896 Mio € (2. Quartal 2021: 1.755 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 2 %. Positive Währungsumrechnungseffekte von 6 % ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar und dem chinesischen Yuan. 

Der Umsatz in Nordamerika stieg um 16 % (organisch: 3 %) auf 606 Mio € (2. Quartal 2021: 522 Mio €), unterstützt durch positive Währungsumrechnungseffekte aus dem US-Dollar. In Europa stieg der Umsatz um 4 % (organisch: 4 %) auf 658 Mio € (2. Quartal 2021: 634 Mio €). In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz um 4 % (organisch: -4 %) auf 425 Mio € (2. Quartal 2021: 409 Mio €). Positiv auf das Umsatzwachstum wirkten Währungsumrechnungseffekte. Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg um 9 % (organisch: 2 %) auf 207 Mio € (2. Quartal 2021: 190 Mio €). Der Umsatz im Bereich Biosimilars lag im 2. Quartal 2022 bei 29 Mio €. 

Der EBIT1 fiel um 9 % (währungsbereinigt: -15 % ) auf 271 Mio € (2. Quartal 2021: 298 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 14,3 % (2. Quartal 2021: 17,0 %). 

Fresenius Kabi EBIT nach Regionen 

Fresenius Kabi bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für die währungsbereinigte EBIT-Entwicklung2,4 wird ein Rückgang im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich erwartet. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte; Effekte aus den Akquisitionen von Ivenix und mAbxience sind im Ausblick nicht enthalten.

1Vor Sondereinflüssen
2Ohne Akquisition von Ivenix
3Basis 2021: 7.193 Mio €
4Basis 2021: 1.153 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen

Vorläufige Geschäftszahlen Fresenius Helios 
Der Umsatz stieg um 7 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 2.925 Mio € (2. Quartal 2021: 2.738 Mio €). Das organische Wachstum betrug 5 %. Akquisitionen trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei.

Der Umsatz von Helios Deutschland erhöhte sich um 5 % (organisch: 4 %) auf 1.758 Mio € (2. Quartal 2021: 1.675 Mio €). Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 8 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 1.101 Mio € (2. Quartal 2021: 1.020 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Der Umsatz von Helios Fertility betrug 65 Mio € (2. Quartal 2021: 42 Mio €). 

Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 2 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 303 Mio € (2. Quartal 2021: 298 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,4 % 
(2. Quartal 2021: 10,9 %).

Der EBIT von Helios Deutschland stieg um 1 % auf 154 Mio € (2. Quartal 2021: 152 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 8,8 % (2. Quartal 2021: 9,1 %). Der EBIT von Helios Spanien stieg um 1 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 148 Mio € (2. Quartal 2021: 147 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 13,4 % (2. Quartal 2021: 14,4 %). Der EBIT1 von Helios Fertility betrug 7 Mio € (2. Quartal 2021: 5 Mio €). Die EBIT1-Marge lag bei 10,8 %. 

Fresenius Helios bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum2 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein währungsbereinigtes EBIT3-Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.

1Vor Sondereinflüssen
2Basis 2021: 10.891 Mio €
3Basis 2021: 1.127 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen

Vorläufige Geschäftszahlen Fresenius Vamed 
Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg um 1 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 562 Mio € (2. Quartal 2021: 556 Mio €). Organisch stieg der Umsatz um 1 %.

Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg um 6 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 417 Mio € (2. Quartal 2021: 392 Mio €). Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 12 % (währungsbereinigt: -12 %) auf 145 Mio € (2. Quartal 2021: 164 Mio €).

Der EBIT1 fiel um 31 % auf 11 Mio € (2. Quartal 2021: 16 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 2,0 % (2. Quartal 2021: 2,9 %).

Der Auftragseingang betrug 253 Mio € (2. Quartal 2021: 713 Mio €). Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2022 lag bei 3.732 Mio € (31. Dezember 2021: 3.473 Mio €). 

Fresenius Vamed bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum2 im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich. Beim währungsbereinigten EBIT3 wird ein absoluter Betrag auf dem Niveau vor der Pandemie erwartet (Geschäftsjahr 2019: 134 Mio €). Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.

1Vor Sondereinflüssen
2Basis 2021: 2.297 Mio €
3Basis 2021: 101 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen

Telefonkonferenz und Veröffentlichung der detaillierten Geschäftszahlen
Anlässlich der Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für das 2. Quartal 2022 findet am 28. Juli 2022 um 13.30 Uhr (CEDT) / 07.30 Uhr EDT eine Telefonkonferenz statt. Diese ersetzt die ursprünglich geplante Telefonkonferenz vom 2. August 2022.

Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung auf unserer Website zur Verfügung.

Am 2. August 2022 wird Fresenius die detaillierten Finanzzahlen zum 2. Quartal 2022 und 1. Halbjahr 2022 veröffentlichen.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Ausblick:
    • Revidierte Ziele für das Geschäftsjahr 2022: Umsatzwachstum am unteren Ende der bisherigen Prognosespanne (niedriger bis mittlerer einstelliger Prozentbereich) und Rückgang des Konzernergebnisses in etwa im hohen Zehner-Prozentbereich
    • Trotz der Annahme, dass die meisten Belastungen vorübergehender Natur sind, werden die Ziele für 2025 aufgrund der unsicheren Lage auf dem Arbeitsmarkt und des inflationären makroökonomischen Umfelds zurückgenommen 
  • Beispiellose Lage auf dem US-Arbeitsmarkt schränkt Kapazitäten ein und beschleunigt Lohninflation
  • Verschlechterung des makroökonomischen Umfelds treibt Kosteninflation und beeinträchtigt Lieferketten
  • FME25: Transformation zum neuen Betriebsmodell und Einsparungen auf Kurs
  • Dr. Carla Kriwet startet bereits am 1. Oktober 2022 als CEO

Helen Giza, stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Finanzvorstand von Fresenius Medical Care, sagte: „Am Ende des ersten Quartals haben wir mit einem länger anhaltenden Arbeitskräftemangel gerechnet. Eine so deutliche und schnelle Verschärfung konnten wir damals aber noch nicht absehen. Steigende Personalknappheit, höhere Fluktuationsraten und die zunehmende Abhängigkeit von Leiharbeitskräften erhöhen unsere Kostenbasis trotz der Unterstützung durch den U.S. Provider Relief Fund weiter. Dies beschränkt auch unsere Kapazitäten und beeinträchtigt die für die zweite Jahreshälfte erwartete Erholung im Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen. Das ohnehin schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich weiter verschlechtert – mit hoher Inflation – auch abseits von Lohnkosten – und weiter zunehmenden Beeinträchtigungen in den Lieferketten. Wir müssen heute davon ausgehen, dass sich diese Effekte deutlich auf das verbleibende Geschäftsjahr 2022 auswirken werden. Auch wenn die meisten der derzeitigen Belastungen voraussichtlich temporär sind, ist die weitere Entwicklung ungewiss und ein Erreichen unserer Ziele bis Jahresende unwahrscheinlich. Daher haben wir unsere Finanzziele für das Geschäftsjahr 2022 reduziert und halten es auch für geboten, unsere Ziele für 2025 zurückzunehmen. Wir prüfen weiterhin Möglichkeiten, unser Transformationsprogramm FME25 zu beschleunigen und auszuweiten. Wir sind der festen Überzeugung, dass unser Geschäftsmodell und die zugrundeliegenden Wachstumstreiber intakt sind. Unsere Strategie, das Wachstum in der Heimdialyse und der wertorientierten Versorgung voranzutreiben, ist heute wichtiger denn je.“

Tabelle mit vorläufigen Finazzahlen Q2 2022


Fresenius Medical Care, der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, hat mitgeteilt, dass Umsatz und Konzernergebnis2 für das zweite Quartal 2022 auf Basis vorläufiger Zahlen unter den eigenen Erwartungen liegen. Das Unternehmen rechnet mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg von 1 % im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres. Beim Konzernergebnis ohne Sondereffekte3 erwartet das Unternehmen einen währungsbereinigten Rückgang um 7 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Vor dem Hintergrund dieser vorläufigen Ergebnisse sowie der nachfolgend dargestellten deutlich veränderten Rahmenbedingungen und entsprechend signifikant verschlechterten Annahmen für den weiteren Jahresverlauf hat Fresenius Medical Care seine Finanzziele für das Geschäftsjahr 2022 reduziert und seine Ziele für 2025 zurückgenommen.

Zu den Sondereffekten gehören Kosten im Zusammenhang mit dem FME25-Programm, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei, die Neubewertung des beizulegenden Zeitwerts des Anteils an Humacyte, Inc. (Neubewertung des Anteils an Humacyte) und andere Effekte, die ungewöhnlicher Natur sind und zum Zeitpunkt der Erstellung der Prognose nicht vorhersehbar waren oder deren Umfang oder Auswirkungen nicht absehbar waren. Diese Effekte werden bereinigt, um die Vergleichbarkeit der vorgelegten Zahlen mit den Finanzzielen des Unternehmens zu gewährleisten, die ohne Sondereffekte festgelegt wurden.

Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt

Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt | Die Zahlen für die Jahre 2021 und 2022 enthalten keine Sondereffekte (2021: Kosten im Zusammenhang mit dem FME25-Programm; 2022: Kosten im Zusammenhang mit dem FME25-Programm, Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei, Neubewertung des Anteils an Humacyte

Gestiegene Belastungen durch Arbeitsmarkt und Inflation

Die beispiellose Arbeitsmarktsituation im US-Markt hat sich im zweiten Quartal deutlich verschärft. Für Fresenius Medical Care führte dies zu einer deutlich über den Erwartungen liegenden Lohninflation, zu Zuschlägen, Halteprämien und zusätzlichen Kosten für Vertragsarbeitskräfte, um die zunehmende Personalknappheit einzudämmen.

Trotz dieser zusätzlichen Investitionen im Personalbereich, einschließlich der Verwendung von Geldern aus dem Provider Relief Fund der US-Regierung, haben sich der Personalmangel und die Fluktuationsraten weiter erhöht. Das Wachstum des Unternehmens im zweiten Quartal wurde durch die Anzahl der Dialysezentren beeinträchtigt, die nur begrenzt in der Lage waren, neue Patientinnen und Patienten aufzunehmen. Unter der Annahme, dass der beispiellose Druck auf dem US-Arbeitsmarkt auch in der zweiten Jahreshälfte anhält, geht Fresenius Medical Care nicht mehr davon aus, im Jahr 2022 organisches Umsatzwachstum im Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen in Nordamerika zu erzielen.

Das bereits schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld hat sich im zweiten Quartal weiter deutlich verschlechtert und die Inflation auch abseits von Lohnkosten beschleunigt. Dies wurde durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine und die daraus folgenden globalen wirtschaftlichen Auswirkungen noch verschärft. Das Unternehmen erwartet, dass diese Auswirkungen für den Rest des Jahres anhalten und zu höheren Logistikkosten, Rohstoff- und Energiepreisen sowie zu weiteren Beeinträchtigungen in den Lieferketten führen werden. 

Auf der Grundlage vorläufiger Zahlen ging die Covid-19-bedingte Übersterblichkeit im zweiten Quartal im Einklang mit den Prognosen des Unternehmens zurück. Die Infektionsraten blieben jedoch auf einem hohen Niveau, was zu einem anhaltenden Bedarf und Kosten für Isolierkliniken und -schichten sowie zu höher als erwarteten Ausgaben für persönliche Schutzausrüstung führte.

Im zweiten Quartal wurde der Umsatz im Bereich Gesundheitsdienstleistungen durch einen bedeutenden, aber unvorhergesehenen Rückgang der Mitversicherung, die häufigere Entscheidung der Patienten für Tarife mit höheren Selbstbehalten und die unter den Erwartungen liegende Einziehung von älteren Forderungen negativ beeinflusst.

Revidierte Ziele für das Geschäftsjahr 2022

Vor dem Hintergrund der beschriebenen deutlichen Belastungen rechnet Fresenius Medical Care nun mit einem Umsatzwachstum am unteren Ende der ursprünglichen Prognosespanne (niedriger bis mittlerer einstelliger Prozentbereich). Für das Konzernergebnis2 erwartet das Unternehmen nun einen Rückgang in etwa im hohen Zehner-Prozentbereich anstelle des ursprünglich erwarteten Anstiegs im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Umsatz- und Konzernergebnisprognosen sind jeweils währungsbereinigt und vor Sondereffekten4

Diese Ziele beruhen auf den folgenden Annahmen in Bezug auf das operative Ergebnis:

  • Belastung durch makroökonomische Inflation und Kosten in der Lieferkette in Höhe von 220 anstatt der ursprünglich angenommenen 50 Mio €
  • Covid-19: Auswirkungen der kumulierten Übersterblichkeit in Höhe von 100 Mio €
  • Personalkosten in den USA, abzüglich der erhaltenen Mittel aus dem U.S. Provider Relief Fund, um rund 100 Mio € über der angenommenen Basislohnerhöhung von 3 %
  • Kosten in Zusammenhang mit der US-Wählerinitiative in Höhe von 20 bis 30 Mio €
  • 70 anstatt der ursprünglich angenommenen 250 Mio € aus Geschäftswachstum
  • Reduzierung der Kosten für persönliche Schutzausrüstung um rund 20 anstatt der ursprünglich angenommenen 50 Mio €
  • FME25-Einsparungen in Höhe von 40 bis 70 Mio €
  • Die Auswirkungen der Neubewertung von Beteiligungen werden voraussichtlich volatil, aber auf Ganzjahresbasis neutral sein; zur besseren Vergleichbarkeit mit der Prognose werden die Effekte der Neubewertung des Anteils an Humacyte 2022 als Sondereffekt behandelt.
  • Keine nennenswerten weiteren Auswirkungen durch Erdgasknappheit oder die Aussetzung der Gasversorgung auf die Produktionsstandorte

Diese Ziele basieren auf den Ergebnissen für 2021 ohne die Kosten im Zusammenhang mit FME25 in Höhe von 49 Mio € (für das Konzernergebnis). Sie sind währungsbereinigt und schließen Sondereffekte aus. Zu den Sondereffekten gehören weitere Kosten im Zusammenhang mit FME25, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei, die Neubewertung des Anteils an Humacyte und andere Effekte, die ungewöhnlicher Natur sind und zum Zeitpunkt der Erstellung der Prognose nicht vorhersehbar waren oder deren Umfang oder Auswirkungen nicht absehbar waren.

Fresenius Medical Care geht davon aus, dass die meisten der oben beschriebenen beispiellosen Umstände vorübergehend sind. Aufgrund der ungewissen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, der inflationären makroökonomischen Rahmenbedingungen und der deutlich reduzierten Ertragsbasis im Vergleich zu 2020 geht das Unternehmen heute jedoch nicht davon aus, die signifikant höheren durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten realisieren zu können, die für das Erreichen der Ziele für das Jahr 2025 erforderlich wären. Fresenius Medical Care hält an der Wachstumsstrategie fest und wird die darin definierten Initiativen konsequent verfolgen.

Vorläufige konsolidierte Finanzkennzahlen 

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 10 % auf 4.757 Mio € (+1 % währungsbereinigt, +0 % organisch).

Der Umsatz im Bereich Gesundheitsdienstleistungen stieg um 11 % auf 3.782 Mio € 
(+1 % währungsbereinigt, +0 % organisch). Das währungsbereinigte Wachstum ist hauptsächlich auf Beiträge aus Akquisitionen zurückzuführen.

Der Umsatz im Bereich Gesundheitsprodukte stieg um 6 % auf 975 Mio € (+1 % währungsbereinigt, +1 % organisch). Das währungsbereinigte Wachstum ist hauptsächlich auf höhere Umsätze mit Einwegprodukten für die Behandlung im Dialysezentrum zurückzuführen, die teilweise durch niedrigere Umsätze mit Produkten für die kardiopulmonale Behandlung ausgeglichen wurden.

Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 9 % auf 9.305 Mio € (+2 % währungsbereinigt, +1 % organisch). Der Umsatz im Bereich Gesundheitsdienstleitungen stieg um 10 % auf 7.389 Mio € (+2 % währungsbereinigt, +1 % organisch); der Umsatz im Bereich Gesundheitsprodukte stieg um 6 % auf 1.916 Mio € (+2 % währungsbereinigt, +2 % organisch).

Das operative Ergebnis sank im zweiten Quartal um 20 % auf 341 Mio € (-27 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 7,2 % (Q2 2021: 9,8 %). Das operative Ergebnis ohne Sondereffekte, d.h. die Kosten für FME25, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei und die Neubewertung des beizulegenden Zeitwerts des Anteils an Humacyte, Inc. (Neubewertung des Anteils an Humacyte), stieg um 3 % auf 445 Mio € (-6 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 9,4 % (Q2 2021: 10,0 %). Der währungsbereinigte Rückgang ist hauptsächlich auf höhere Personalkosten sowie auf Kostensteigerungen durch Inflation und in den Lieferketten zurückzuführen. Dies wurde teilweise durch finanzielle Unterstützung der US-Regierung zum Ausgleich bestimmter Kosten im Zusammenhang mit Covid-19 ausgeglichen.

Im ersten Halbjahr sank das operative Ergebnis um 23 % auf 688 Mio € (-29 % währungsbereinigt). Dies entspricht einer Marge von 7,4 % (H1 2021: 10,5 %). Ohne Sondereffekte sank das operative Ergebnis um 6 % auf 852 Mio € (-13 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 9,2 % (H1 2021: 10,7 %).

Das Konzernergebnis2 sank um 33 % auf 147 Mio € (-39 % währungsbereinigt). Ohne Sondereinflüsse blieb das Konzernergebnis2 stabil und betrug 225 Mio € (-7 % währungsbereinigt), hauptsächlich aufgrund der erwähnten negativen Auswirkungen auf das operative Ergebnis. Das Ergebnis je Aktie (Basic EPS, „Earnings Per Share“) sank um 33 % auf 0,50 € (-39 % währungsbereinigt). Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten blieb das Ergebnis je Aktie stabil und betrug 0,77 € (-7 % währungsbereinigt).

Im ersten Halbjahr sank das Konzernergebnis2 um 35 % auf 305 Mio € (-39 % währungsbereinigt). Ohne Berücksichtigung von Sondereffekten sank das Konzernergebnis2 um 10 % auf 428 Mio € (-15 % währungsbereinigt). Das Ergebnis je Aktie (Basic EPS, „Earnings Per Share“) sank um 35 % auf 1,04 € (-39 % währungsbereinigt). Ohne Sondereffekte sank das Ergebnis je Aktie um 10 % auf 1,46 € (-15 % währungsbereinigt).

Regionale Entwicklungen5

Auf Grundlage vorläufiger Zahlen

In Nordamerika stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 12 % auf 3.294 Mio € (-1 % währungsbereinigt, -2 % organisch). Währungsbereinigt war dies vor allem auf ein niedrigeres organisches Wachstum – aufgrund von Covid-19 sowie aufgrund des Rückgangs der Mitversicherung, die häufigere Entscheidung der Patienten für Tarife mit höheren Selbstbehalten und die unter den Erwartungen liegende Einziehung von älteren Forderungen im Bereich Gesundheitsdienstleistungen – sowie auf geringere Umsätze mit Einwegprodukten für die Behandlung im Dialysezentrum, Dialysegeräten für die Behandlung chronischer Erkrankungen, Arzneimitteln und Produkten für die Heim-Hämodialyse zurückzuführen. Diese Effekte wurden teilweise durch Beiträge aus Akquisitionen ausgeglichen. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 10 % auf 6.464 Mio € (+0 % währungsbereinigt, -1 % organisch).

Das operative Ergebnis in Nordamerika sank im zweiten Quartal um 14 % auf 340 Mio € (-24 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 10,3 % (Q2 2021: 13,5 %). Der währungsbereinigte Rückgang des operativen Ergebnisses ist hauptsächlich zurückzuführen auf höhere Personalkosten, die Neubewertung des Anteils an Humacyte, den Rückgang der Mitversicherung, die häufigere Entscheidung der Patienten für Tarife mit höheren Selbstbehalten und die unter den Erwartungen liegende Einziehung von älteren Forderungen sowie auf die Auswirkungen von Covid-19 und höhere Kosten durch Inflation und in den Lieferketten. Dies wurde teilweise durch finanzielle Unterstützung der US-Regierung zum Ausgleich bestimmter Kosten im Zusammenhang mit Covid-19 ausgeglichen. Im ersten Halbjahr sank das operative Ergebnis um 19 % auf 644 Mio € (-26 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 10,0 % (H1 2021: 13,6 %).

Der Umsatz in der Region EMEA stieg im zweiten Quartal um 5 % auf 727 Mio € (+7 % währungsbereinigt, +6 % organisch). Währungsbereinigt war dies vor allem zurückzuführen auf organisches Wachstum bei Gesundheitsdienstleistungen und Gesundheitsprodukten, beides einschließlich der Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei. Das Wachstum im Bereich Gesundheitsprodukte war getrieben durch höhere Umsätze mit Einwegprodukten für die Behandlung im Dialysezentrum, Dialysegeräten für die Behandlung chronischer Erkrankungen und Arzneimitteln. Dies wurde teilweise durch geringere Umsätze mit Produkten für die kardiopulmonale Behandlung ausgeglichen. Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz um 3 % auf 1.401 Mio € (+5 % währungsbereinigt, +4 % organisch).

Das operative Ergebnis in der Region EMEA sank im zweiten Quartal um 19 % auf 
60 Mio € (-18 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 8,2 % (Q2 2021: 10,6 %). Währungsbereinigt ist der Rückgang des operativen Ergebnisses hauptsächlich auf inflationsbedingte Kostensteigerungen, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei und Kosten im Zusammenhang mit dem FME 25-Programm zurückzuführen, die teilweise durch günstige Währungseffekte ausgeglichen wurden. Im ersten Halbjahr sank das operative Ergebnis um 21 % auf 121 Mio € (-18 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 8,6 % (H1 2021: 11,2 %).

In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 6 % auf 516 Mio € (+2 % währungsbereinigt, +2 % organisch). Währungsbereinigt ist dies hauptsächlich auf das organische Wachstum im Bereich Gesundheitsdienstleistungen zurückzuführen. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 7 % auf 1.023 Mio € (+3 % währungsbereinigt, +3 % organisch).

Das operative Ergebnis sank im zweiten Quartal um 16 % auf 71 Mio € (-16 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 13,8 % (Q2 2021: 17,3 %). Währungsbereinigt ist der Rückgang des operativen Ergebnisses vor allem auf ungünstige Auswirkungen des Wachstums in Geschäftsbereichen mit niedrigeren Gewinnspannen und inflationsbedingte Kostensteigerungen zurückzuführen. Im ersten Halbjahr blieb das operative Ergebnis stabil und betrug 170 Mio € (-1 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 16,6 % (H1 2021: 17,7 %).

In Lateinamerika stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 21 % auf 207 Mio € (+17 % währungsbereinigt, +18 % organisch), vor allem aufgrund des organischen Wachstums im Bereich Gesundheitsdienstleistungen sowie höherer Umsätze bei Einwegprodukten und Dialysegeräten für die Behandlung chronischer Erkrankungen. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 18 % auf 391 Mio € (+16 % währungsbereinigt, +17 % organisch).

Das operative Ergebnis sank im zweiten Quartal auf -6 Mio €; dies entspricht einer Marge von -3,0 % (Q2 2021: 1,5 %). Währungsbereinigt war der Rückgang des operativen Ergebnisses hauptsächlich auf inflationsbedingte Kostensteigerungen und ungünstige Währungseffekte zurückzuführen, die teilweise durch geringere Aufwendungen für Forderungsausfälle ausgeglichen wurden. Im ersten Halbjahr sank das operative Ergebnis um 46 % auf 5 Mio € (-71 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 1,3 % (H1 2021: 2,8 %).

Patienten, Dialysezentren und Beschäftigte5

Zum 30. Juni 2022 behandelte Fresenius Medical Care 345.687 Patientinnen und Patienten in 4.163 Dialysezentren weltweit und beschäftigte weltweit 123.153 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (auf Vollzeitbeschäftigtenbasis), verglichen mit 123.538 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum 30. Juni 2021.

FME25-Update

Mit den in der ersten Jahreshälfte erzielten Einsparungen in Höhe von 26 Mio € ist Fresenius Medical Care auf dem besten Weg, das Einsparungsziel des Transformationsprogramms FME25 von 40 bis 70 Mio € für das Jahr 2022 zu erreichen. Zu den wichtigsten Erfolgen des ersten Halbjahres zählen die Bekanntgabe der ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands und der entsprechenden Organisationsstruktur sowie die Finalisierung der Country Governance im Einklang mit dem zukünftigen Betriebsmodell. Das Unternehmen hat außerdem erhebliche Fortschritte bei der Umgestaltung globaler Funktionen wie Finanzen, Digital Technology & Innovation sowie Beschaffung erzielt. Zusätzlich zu den laufenden und bereits identifizierten FME25-Maßnahmen prüft Fresenius Medical Care derzeit mögliche weitere Initiativen in den beiden zukünftigen operativen Segmenten (Care Delivery und Care Enablement) als Teil des Transformationsprogramms.

Neue Vorstandsvorsitzende startet früher

Der Start von Dr. Carla Kriwet als Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care wurde auf den 1. Oktober 2022 vorverlegt. Rice Powell wird sein Amt als Vorstandsvorsitzender zum 30. September 2022 niederlegen. 

Telefonkonferenz

Fresenius Medical Care wird am 28. Juli 2022 um 9:00 Uhr MESZ eine Telefonkonferenz zu den vorläufigen Ergebnissen des zweiten Quartals und des ersten Halbjahres 2022 veranstalten. Diese Telefonkonferenz ersetzt die ursprünglich für den 2. August 2022 geplante Telefonkonferenz. Einzelheiten finden Sie auf www.freseniusmedicalcare.com im Bereich "Investoren/Publikationen". Eine Aufzeichnung wird kurz nach der Telefonkonferenz verfügbar sein. Das Unternehmen wird die vollständigen Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2022 am 2. August 2022 veröffentlichen.
 

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die verschiedenen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, behördlichen Genehmigungen, Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, Ergebnissen klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Diese und weitere Risiken und Unsicherheiten sind im Detail in den Berichten der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA beschrieben, die bei der U.S.-amerikanischen Börsenaufsicht (U.S. Securities and Exchange Commission) eingereicht werden. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Die Umsetzung der hier beschriebenen Maßnahmen steht unter dem Vorbehalt von Informations- und Konsultationsverfahren mit Betriebsräten und anderen Arbeitnehmervertretungen gemäß den lokalen Gesetzen. Solche Konsultationen können zu Änderungen an den vorgeschlagenen Maßnahmen führen.
 

 

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Fresenius hat heute erfolgreich Anleihen im Gesamtvolumen von 1,3 Milliarden Euro über zwei Tranchen platziert:

  • eine Anleihe im Volumen von 750 Mio. € mit Fälligkeit im Mai 2025 und einem jährlichen Kupon von 1,875 % und
  • eine Anleihe im Volumen von 550 Mio. € mit Fälligkeit im Mai 2030 und einem jährlichen Kupon von 2,875 %. 

Der Emissionserlös dient allgemeinen Geschäftszwecken, inklusive der Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten.

Fresenius hat die Anleihen unter seinem Debt Issuance Programm (DIP) begeben und die Zulassung der Anleihen zum Handel im regulierten Markt der Luxemburger Börse beantragt. Emittentin ist die Fresenius SE & Co KGaA.

Der Abschluss der Transaktion wird für den 24. Mai 2022 erwartet.

Diese Bekanntmachung ist weder ein Angebot zum Kauf noch eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren in den Vereinigten Staaten von Amerika, in Australien, Kanada, Japan oder anderen Jurisdiktionen, in denen ein Angebot gesetzlichen Beschränkungen unterliegt. Die in dieser Bekanntmachung genannten Wertpapiere dürfen in den Vereinigten Staaten von Amerika oder an oder für Rechnung oder zugunsten von US-Personen nur mit vorheriger Registrierung nach den Vorschriften des U.S. Securities Act von 1933 in derzeit gültiger Fassung (U.S. Securities Act) oder ohne vorherige Registrierung nur aufgrund einer Ausnahmeregelung verkauft oder zum Verkauf angeboten werden. Vorbehaltlich bestimmter Ausnahmeregelungen dürfen die in dieser Bekanntmachung genannten Wertpapiere in Australien, Kanada oder Japan, oder an oder für Rechnung von australischen, kanadischen oder japanischen Einwohnern, nicht verkauft oder zum Verkauf angeboten werden. Es findet keine Registrierung der in dieser Bekanntmachung genannten Wertpapiere gemäß dem U.S. Securities Act bzw. den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen in Australien, Kanada und Japan statt. In den Vereinigten Staaten von Amerika erfolgt kein öffentliches Angebot der Wertpapiere.

Diese Bekanntmachung dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und stellt keinen Prospekt dar. Interessierte Anleger sollten ihre Anlageentscheidung bezüglich der in dieser Bekanntmachung erwähnten Wertpapiere ausschließlich auf Grundlage der Informationen aus einem von der Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Angebot dieser Wertpapiere veröffentlichten Wertpapierprospekt treffen. Der Wertpapierprospekt wird nach seiner Veröffentlichung bei der Fresenius SE & Co. KGaA (Else-Kröner Strasse 1, 61352 Bad Homburg) kostenfrei erhältlich sein.

Diese Bekanntmachung wurde auf der Grundlage erstellt, dass ein Angebot von Wertpapieren in einem Mitgliedsstaat des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) nur gemäß dem von Fresenius SE & Co. KGaA, Fresenius Finance Ireland Public Limited Company und Fresenius Finance Ireland II Public Limited Company erstellten Prospekt in Verbindung mit den endgültigen Bedingungen für diese Wertpapiere oder gemäß einer Ausnahmebestimmung unter der Verordnung (EU) 1129/2017 (die Prospektverordnung) vom Erfordernis, einen Prospekt für das Angebot zu veröffentlichen, erfolgt.

Weder Fresenius SE & Co. KGaA, Fresenius Finance Ireland Public Limited Company noch Fresenius Finance Ireland II Public Limited Company haben ein Angebot von Wertpapieren unter Umständen genehmigt, nach denen eine Verpflichtung für Fresenius SE & Co. KGaA, Fresenius Finance Ireland Public Limited Company und Fresenius Finance Ireland II Public Limited Company oder eine andere Person besteht, einen Prospekt oder einen Prospektnachtrag zu veröffentlichen.

Diese Bekanntmachung richtet sich an oder ist zur Verteilung in Großbritannien nur für (i) Personen bestimmt, die über professionelle Erfahrung im Umgang mit Kapitalanlagen verfügen entsprechend Artikel 19(5) des Financial Services and Markets Act 2000 (Financial Promotion) Order 2005 („Order“) oder (ii) high net worth entities (Institutionelle Investoren), die unter Artikel 49(2) (a) bis (d) der Order fallen (alle diese Personen werden als „relevante Personen“ bezeichnet). Dieses Dokument richtet sich nur an relevante Personen. Andere Personen sollten weder auf Basis dieses Dokuments noch aufgrund eines seiner Inhalte handeln oder sich darauf verlassen. Jede Investition oder jede Investitionstätigkeit, auf die sich dieses Dokument bezieht, ist nur für relevante Personen zugänglich und wird nur mit relevanten Personen durchgeführt.

Diese Bekanntmachung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Weder Fresenius SE & Co. KGaA, Fresenius Finance Ireland Public Limited Company noch Fresenius Finance Ireland II Public Limited Company übernehmen die Verpflichtung, die in dieser Bekanntmachung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Trotz anhaltender Belastungen durch die Covid-19-Pandemie, den Ukraine-Krieg und weitere externe Faktoren sieht sich der Gesundheitskonzern Fresenius weiter auf Wachstumskurs. Das bekräftigte der Vorstandsvorsitzende Stephan Sturm auf der heutigen Hauptversammlung: „Wir haben einige Herausforderungen zu bewältigen, keine Frage! Aber wir haben einen klaren Kurs. Wir haben strategische Leitplanken gesetzt, um weiter – und noch schneller – profitabel zu wachsen. Unser Ziel ist und bleibt, Mehrwert zu schaffen und Nutzen zu stiften für alle Beteiligten. Mit dem, was wir seit 110 Jahren am besten können: hochwertige Medizin zu bezahlbaren Preisen, und das bedarfsgerecht für immer mehr Menschen in der Welt, die medizinische Versorgung brauchen.“

Die im vergangenen Jahr definierte und jüngst präzisierte Wachstumsstrategie wird nach Sturms Ansicht hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Diese beinhaltet unter anderem ein konzernweites Kosten- und Effizienzprogramm, die Erschließung neuer Kapitalquellen und eine Priorisierung der Kapitalverteilung nach Unternehmensbereichen. „Wir sehen in allen vier Unternehmensbereichen unverändert hervorragende Wachstumschancen. Unsere Weichenstellungen werden ein beschleunigtes Wachstum jedes einzelnen Unternehmensbereichs ermöglichen und damit auch ein beschleunigtes Wachstum der gesamten Gruppe“, so Sturm. „Wir wollen Fresenius mit Tempo voranbringen und dafür mit Augenmaß umbauen. Fresenius bleibt ein diversifizierter Gesundheitskonzern, mit geschärftem Profil, aktiv in verschiedenen attraktiven Bereichen der Medizin und der Gesundheitsversorgung.“

In seiner Rede verurteilte Sturm den russischen Angriff auf die Ukraine scharf: „Als Gesundheitskonzern kämpft Fresenius für das Leben. Putins Armee kämpft dafür, ein ganzes Land zu zerstören – mit einer Menschenverachtung und Brutalität, die mich fassungslos macht.“ Gleichzeitig erläuterte der Vorstandsvorsitzende, wieso sich Fresenius trotzdem nicht aus Russland zurückzieht: „Denn auch das gehört zu unserer Verantwortung als Gesundheitskonzern. Viele unserer Produkte und Dienstleistungen sind lebenswichtig, lebensrettend. Unsere Patientinnen und Patienten sind darauf angewiesen, auch in Russland. Wir können ihnen nicht einfach die lebensnotwendige Behandlung versagen und sie kaltblütig sterben lassen.“ Sturm betonte gleichwohl, dass Fresenius derzeit und auf absehbare Zeit kein Geld in Russland verdient und zudem sämtliche Investitionen auf Eis gelegt hat.

Mit einer großen Mehrheit von 99,87 Prozent stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats zu, die Dividende zum 29. Mal in Folge zu erhöhen. Die Anteilseigner erhalten 0,92 Euro pro Stammaktie. Dies entspricht einer Erhöhung um 5 Prozent.

Erstmals bietet Fresenius eine Wahldividende an. Das Unternehmen möchte seinen Aktionärinnen und Aktionären damit die Möglichkeit geben, die Dividende (ohne den darauf entfallenden Steueranteil) gegen Aktien der Gesellschaft zu tauschen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung hat mitgeteilt, sich an der Wahldividende im vollen Umfang beteiligen zu wollen.

Die Aktionärinnen und Aktionäre wählten mit großen Mehrheiten Susanne Zeidler und Dr. Christoph Zindel in den Aufsichtsrat. Die Neuwahlen waren durch das Ausscheiden der bisherigen Mitglieder Hauke Stars und Klaus-Peter Müller erforderlich geworden.

Ebenfalls mit einer großen Mehrheit von 90,47 Prozent billigten die Anteilseigner den Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2021.

Die Aktionärinnen und Aktionäre beschlossen zudem mit einer Mehrheit von 89,09 Prozent ein neues Genehmigtes Kapital I in Höhe von 125 Millionen Euro. Sie beschlossen weiterhin neue Ermächtigungen zur Ausgabe von Options- und Wandelschuldverschreibungen und zum Erwerb eigener Aktien sowie den Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu diesem Zweck.

Vorstand und Aufsichtsrat wurden mit Mehrheiten von 99,02 bzw. 92,57 Prozent für das Jahr 2021 entlastet.

Bei der Hauptversammlung der Fresenius SE & Co. KGaA waren 73,08 Prozent des Stammkapitals vertreten. Wegen der Pandemie fand die Veranstaltung zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten erneut virtuell im Internet statt.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Fresenius Medical Care, der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, steuert nach deutlichen Belastungen wegen der Covid-19-Pandemie zurück auf Wachstumskurs. Auf der heutigen Hauptversammlung bestätigte der Vorstandsvorsitzende Rice Powell den Ausblick für 2022: Konzernumsatz und Konzernergebnis sollen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen. „Kein Zweifel: Wir mussten in letzter Zeit einige Herausforderungen bewältigen. Ja, Covid-19 war außergewöhnlich – aber wir glauben fest daran: Die Wachstumstreiber unseres Geschäfts bleiben bestehen“, sagte Powell in seiner Rede an die Aktionärinnen und Aktionäre. „Auf der ganzen Welt steigt die Lebenserwartung. 2030 werden deshalb schätzungsweise mehr als sechs Millionen Menschen die Dialyse brauchen, um zu überleben – 460 Prozent mehr als im Jahr 2000. Dank unserer Strategie 2025 können wir diese Entwicklungen als Chancen nutzen und so ein nachhaltig profitables Wachstum gewährleisten.“ 

Die Strategie 2025 zielt auf die Expansion des Unternehmens im Sinne einer ganzheitlichen Nierentherapie. Powell ist überzeugt, dass vor allem die wertbasierte Versorgung ein wichtiger Schritt für zukünftigen Erfolg sei: „Mithilfe dieser wertorientierten Programme gelingt es uns, die Kosten für private und öffentliche Kostenträger möglichst gering zu halten und zugleich die Lebensqualität unserer Patientinnen und Patienten durch optimierte Produkte und Dienstleistungen zu verbessern.“ Auch die Einführung des neuen weltweiten Betriebsmodells geht planmäßig voran: Das Transformationsprogramm FME25 soll in diesem Jahr die ersten Einsparungen erzielen. Nach Einmalinvestitionen von 450 bis 500 Millionen Euro wird das Unternehmen den Großteil der Kostensenkungsmaßnahmen bis 2024 umsetzen. Bis Ende 2025 sinken die jährlichen Kosten dann um 500 Millionen Euro.

Es war die letzte ordentliche Hauptversammlung für Rice Powell als Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care. Wie das Unternehmen Anfang Mai bekannt gab, wird er die Funktion zum Ende seines bis 31. Dezember 2022 laufenden Vertrags an seine designierte Nachfolgerin Dr. Carla Kriwet übergeben, die sich den Aktionärinnen und Aktionären auf der heutigen Hauptversammlung persönlich vorstellte.

Mit einer großen Mehrheit von 99,49 Prozent stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre der 25. Dividendenerhöhung in Folge zu. Die Dividende steigt damit von 1,34 Euro auf 1,35 Euro je Aktie.

Ebenfalls mit einer großen Mehrheit von 94,87 Prozent billigten die Anteilseigner den Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2021.

Vorstand und Aufsichtsrat wurden mit Mehrheiten von 97,65 bzw. 91,69 Prozent für das Jahr 2021 entlastet.

Bei der Hauptversammlung der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA waren 80,76 Prozent des eingetragenen Grundkapitals vertreten. Wegen der Pandemie fand die Veranstaltung zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten erneut virtuell im Internet statt.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die verschiedenen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, behördlichen Genehmigungen, Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, Ergebnissen klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Diese und weitere Risiken und Unsicherheiten sind im Detail in den Berichten der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA beschrieben, die bei der U.S.-amerikanischen Börsenaufsicht (U.S. Securities and Exchange Commission) eingereicht werden. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Die Umsetzung der hier beschriebenen Maßnahmen steht unter dem Vorbehalt von Informations- und Konsultationsverfahren mit Betriebsräten und anderen Arbeitnehmervertretungen gemäß den lokalen Gesetzen. Solche Konsultationen können zu Änderungen an den vorgeschlagenen Maßnahmen führen.
 

  • Weiteres profitables Wachstum für 2022 erwartet trotz anhaltender Covid-19-Effekte sowie Auswirkungen aus Kosteninflation
  • Beschleunigte Umsetzung des Kosten- und Effizienzprogramms führt zu früheren und deutlich höheren Einsparungen
  • Mittelfristige Wachstumsziele bestätigt und präzisiert
  • 29. Dividendenerhöhung in Folge – Wahldividende vorgeschlagen
  • Fresenius setzt sich Konzern-Klimaziel: Klimaneutralität bis 2040 angestrebt

Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 4. Quartal 2021.

Tabelle FY21 Gruppe

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Unsere Aufgabe ist es, die Gesundheit der Menschen bestmöglich zu schützen. Noch selten waren wir dabei so gefordert wie in dieser Corona-Pandemie. Aber wir haben unseren Beitrag geleistet und sind unserer Verantwortung gerecht geworden. Auch wirtschaftlich war es ein herausforderndes und dennoch erfolgreiches Jahr. Wir haben einen ordentlichen Endspurt hingelegt und unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2021 voll erreicht. Für 2022 erwarten wir weiteres profitables Wachstum – trotz steigender Inflation und anhaltender Belastungen durch die Pandemie. Wir kommen bei der Umsetzung unseres Kostensenkungs- und Effizienzprogramms schneller voran als ursprünglich erwartet. Auch deswegen können wir unsere noch vor der Pandemie gesteckten mittelfristigen Wachstumsziele bestätigen und mit Optimismus nach vorne schauen.“

Weichen für beschleunigtes Wachstum gestellt
Fresenius hat strategische Leitplanken definiert, die zu beschleunigtem profitablem Wachstum führen sollen. Der Konzern und seine Unternehmensbereiche sollen nachhaltig gestärkt werden - durch die Erschließung neuer Kapitalquellen und durch die Priorisierung der Kapitalallokation nach Unternehmensbereichen. Die Vorteile der bewährten Konzernstruktur sollen dabei für alle Stakeholder weiterhin erhalten bleiben. Dazu gehören neben Stabilität, Diversifikation und Skaleneffekten, auch der Zugang zu attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten sowie steuerliche Vorteile.

Alle Unternehmensbereiche von Fresenius haben starke Marktpositionen und verfügen über ausgezeichnete Wachstumschancen. Um den Interessen aller Stakeholder gleichermaßen gerecht zu werden, muss die Kapitalallokation noch gezielter erfolgen. Das Unternehmen ist weiterhin von den Vorzügen der vertikalen Integration überzeugt, möchte künftig aber die relative Gewichtung der Produkt- und Dienstleistungsbereiche schrittweise neu austarieren.

Aufgrund der hohen Ertragskraft und ausgezeichneter Wachstumsaussichten hat Fresenius Kabi höchste Priorität bei der Kapitalallokation innerhalb des Konzerns. Bei Fresenius Medical Care, das von der Pandemie besonders belastet ist, soll das Transformationsprogramm FME25 zu einer verbesserten Profitabilität und wieder beschleunigtem Wachstum führen. Dies wird zu einer höheren Bewertung des von Fresenius gehaltenen Anteils am Unternehmen beitragen. Fresenius Helios und Fresenius Vamed werden kleinere Akquisitionen weiterhin aus Mitteln des Fresenius-Konzerns finanzieren. Für größere Wachstumsschritte, insbesondere dieser beiden Unternehmensbereiche, ist Fresenius bereit, sich für neues, wertsteigerndes, externes Eigenkapital auf Ebene der Unternehmensbereiche zu öffnen. Eine Kapitalerhöhung auf Ebene der börsennotierten Fresenius-Holding ist vor diesem Hintergrund weder nötig noch vorgesehen.
Diese Weichenstellungen werden ein beschleunigtes Wachstum der einzelnen Unternehmensbereiche ermöglichen – zum Nutzen aller Stakeholder.

„Wir wollen Fresenius mit Tempo voranbringen und dafür mit Augenmaß umbauen. Alle unsere Unternehmensbereiche haben starke Marktpositionen und großes Wachstumspotenzial. Dieses Potenzial wollen wir nutzen. Orientiert an klaren strategischen Leitplanken und Prioritäten, die zusätzliche Quellen dynamischeren Wachstums und die Vorteile einer breiten Aufstellung bestmöglich miteinander verbinden. Fresenius bleibt ein diversifizierter Gesundheitskonzern, mit geschärftem Profil, der sich in verschiedenen attraktiven Bereichen der Medizin und der Gesundheitsversorgung engagiert,“ sagte Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius.

Konzern-Ausblick für 2022
Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet Fresenius einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes1 im mittleren einstelligen Prozentbereich und einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernergebnisses2,3 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Implizit geht Fresenius davon aus, dass das währungsbereinigte Konzernergebnis2 ohne Berücksichtigung der Ergebnisbeiträge von Fresenius Medical Care im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen wird.

Ohne weitere Akquisitionen rechnet Fresenius damit, dass sich die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA4 zum Jahresende 2022 verbessern und damit innerhalb des selbst gesteckten Zielkorridors von 3,0x bis 3,5x liegen wird (31. Dezember 2021: 3,51x5).

Erwartungen zu Einflüssen auf das Geschäftsjahr 2022
Fresenius erwartet für das laufende Jahr weiter belastende Effekte durch die Covid-19-Pandemie. Wie stark diese die Geschäfte des Konzerns beeinflussen werden, hängt zu einem hohen Maße von der Durchimpfung der Bevölkerungen in den relevanten Märkten ab sowie vom möglichen Aufkommen neuer Virusvarianten.

Fresenius beobachtet die weitere Entwicklung der Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen einschließlich der behördlich verordneten Einschränkungen in wichtigen Märkten des Konzerns. Fresenius rechnet damit, dass die Anzahl der Covid-19-Fälle ab dem Frühjahr 2022 rückläufig sein wird und sich damit auch die Anzahl der planbaren Behandlungen sowie die Verfügbarkeit von Personal verbessert. Mögliche wesentliche Verschlechterungen der Situation und damit einhergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor ohne eine angemessene Kompensation sind nicht im Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2022 berücksichtigt.

Darüber hinaus rechnet Fresenius im Geschäftsjahr 2022 mit belastenden Effekten durch Kosteninflation und Lieferkettenengpässe. Das Unternehmen erwartet jedoch keine wesentliche Beschleunigung der Inflationseffekte gegenüber der aktuellen Situation. Der Vorstand geht von einem unveränderten Unternehmenssteuersatz in den USA aus.

Ferner gelten die dem Ausblick von Fresenius Medical Care für das Geschäftsjahr 2022 zugrunde gelegten Annahmen auch vollumfänglich für den Ausblick des Fresenius-Konzerns.
Alle diese Annahmen sind indes mit erheblicher Unsicherheit behaftet.

Kosten- und Effizienzprogramm führt zu deutlich höheren Einsparungen
Fresenius hat die erste Phase des konzernweiten Kosten- und Effizienzprogramms erfolgreich abgeschlossen. Das Programm wurde initiiert, um die Profitabilität nachhaltig zu steigern und das Erreichen der vor der Pandemie ausgegebenen Mittelfristziele trotz der maßgeblichen Belastungen zu ermöglichen. Dies hat zu ersten Kosteneinsparungen von rund 20 Mio € und Einmalaufwendungen von rund 80 Mio € im Geschäftsjahr 2021 geführt. Angesichts des guten Fortschritts, insbesondere durch die beschleunigte Umsetzung von Maßnahmen, erhöht Fresenius sein Einsparungsziel deutlich. Die Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität und operativen Exzellenz sollen nun bis zum Jahr 2023 zu Einsparungen in Höhe von mindestens 150 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter führen. Ursprünglich waren mehr als 100 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter erwartet worden. In den Folgejahren erwartet das Unternehmen einen weiteren starken Anstieg der nachhaltigen Kosteneinsparungen. Die Einsparungen resultieren aus Maßnahmen aller vier Unternehmensbereiche und der Konzern-Holding.

Fresenius rechnet damit, dass die Effizienzsteigerungen erhebliche Vorleistungen erfordern. Im Jahr 2022 erwartet das Unternehmen den Schwerpunkt der Aufwendungen mit mehr als 200 Mio €, und im Jahr 2023 mit weiteren Aufwendungen von etwa 100 Mio €, jeweils nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter. Danach werden keine weiteren wesentlichen Aufwendungen mehr erwartet. Die Aufwendungen werden gemäß der bisherigen Praxis als Sondereinflüsse klassifiziert.

1 Basis 2021: 37.520 Mio €
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2021: 1.867 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2021 vor Sondereinflüssen
4 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
5 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

Mittelfristige Wachstumsziele 2020-2023 bestätigt und präzisiert
Basierend auf den erwarteten positiven Beiträgen aus dem Kosten- und Effizienzprogramm sowie den strategischen Wachstumsinitiativen in allen Unternehmensbereichen erwartet Fresenius eine deutliche Beschleunigung des Konzernergebniswachstums innerhalb des Planungszeitraums bis zum Jahr 2023. Trotz der anhaltenden Herausforderungen der Covid-19-Pandemie bestätigt das Unternehmen die Mittelfristziele, die es sich 2019 gesetzt hat und präzisiert diese: Für den Zeitraum 2020 bis 2023 erwartet das Unternehmen ein organisches durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum (CAGR) am unteren Ende bis im mittleren Bereich der Bandbreite von 4 bis 7 %. Das Konzernergebnis1,2 soll im Zeitraum von 2020 bis 2023 organisch mit einem CAGR am unteren Ende der Bandbreite von 5 bis 9 % wachsen. Fresenius erwartet nunmehr, dass aufgrund der Covid-19-Pandemie kleine und mittlere Akquisitionen den CAGR für den Konzernumsatz und das Konzernergebnis zusätzlich um jeweils weniger als einen Prozentpunkt erhöhen.

29. Dividendenerhöhung in Folge vorgeschlagen
In Übereinstimmung mit der erklärten Dividendenpolitik von Fresenius wird der Vorstand dem Aufsichtsrat vorschlagen, die Dividende für das Geschäftsjahr 2021 um 5 % auf 0,92 € je Aktie zu erhöhen (Geschäftsjahr 2020: 0,88 €). Sollte der Vorschlag von Aufsichtsrat und Hauptversammlung angenommen werden, wäre dies die 29. Dividendenerhöhung in Folge.

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat eine Wahldividende vorschlagen. Fresenius möchte seinen Aktionärinnen und Aktionären damit die Möglichkeit geben, die Dividende (ohne den darauf entfallenden Steueranteil) gegen Aktien der Gesellschaft zu tauschen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung hat mitgeteilt, dass sie beabsichtigt sich an der Wahldividende im vollen Umfang zu beteiligen.

Fresenius setzt sich Konzern-Klimaziel – Klimaneutralität bis 2040
Fresenius hat sich ein Konzern-Klimaziel gesetzt. Das Unternehmen will bis zum Jahr 2040 klimaneutral sein. Bis 2030 will Fresenius die Scope-1- und Scope-2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2020 absolut um 50 % reduzieren. Weiterhin wird das Unternehmen den Einfluss der Scope-3-Emissionen bewerten, um sie zukünftig in seine Ziele aufnehmen zu können. Weitere Informationen unter www.fresenius.de/nachhaltigkeit sowie in der separaten Pressemitteilung von heute unter www.fresenius.de/nachrichten.


1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

5 % währungsbereinigter Umsatzanstieg
Der Konzernumsatz stieg um 7 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 9.966 Mio € (4. Quartal 2020: 9.304 Mio €). Das organische Wachstum betrug 4 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 2 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 % erzielt. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Konzernumsatz um 3 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 37.520 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 36.277 Mio €). Das organische Wachstum betrug 4 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 2 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern im Geschäftsjahr 2021 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5 bis 6 % erzielt.

5 % Zuwachs beim währungsbereinigten Konzernergebnis2,3
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen fiel um 2 % (währungsbereinigt: -5 %) auf 1.846 Mio € (4. Quartal 20202: 1.886 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.868 Mio € (4. Quartal 2020: 1.854 Mio €).

Im Geschäftsjahr 2021 fiel der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen um 4 % (währungsbereinigt: -2 %) auf 6.854 Mio € (Geschäftsjahr 20202: 7.132 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 6.825 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 7.100 Mio €).

Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 7 % (währungsbereinigt: -9 %) auf 1.166 Mio € (4. Quartal 20202: 1.251 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Covid-19 bei Fresenius Medical Care zurückzuführen. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 11,7 % (4. Quartal 20202: 13,4 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 1.123 Mio € (4. Quartal 2020: 1.024 Mio €).

Im Geschäftsjahr 2021 fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 8 % (währungsbereinigt: -6 %) auf 4.252 Mio € (Geschäftsjahr 20202: 4.612 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit Covid-19 bei Fresenius Medical Care zurückzuführen. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 11,3 % (Geschäftsjahr 20202: 12,7 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 4.158 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 4.385 Mio €).

1 Geschätzte Covid-19-Effekte für Q4/21 und FY/21 finden Sie auf Seite 20 im PDF.
2 Vor Sondereinflüssen
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich auf -120 Mio € (4. Quartal 20201: -159 Mio €), im Wesentlichen aufgrund von Einsparungen durch erfolgreiche Refinanzierungen. Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich auf -122 Mio € (4. Quartal 2020: -156 Mio €).

Im Geschäftsjahr 2021 verbesserte sich das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen auf -504 Mio € (Geschäftsjahr 20201: -654 Mio €). Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich auf -506 Mio € (Geschäftsjahr 2020: -659 Mio €).

Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 23,1 % (4. Quartal 20201: 24,1 %). Die berichtete Steuerquote lag bei 24,2 % (4. Quartal 2020: 29,4 %). Im Geschäftsjahr 2021 betrug die Steuerquote vor Sondereinflüssen 22,6 % (Geschäftsjahr 20201: 23,1 %). Die berichtete Steuerquote lag bei 22,8 % (Geschäftsjahr 2020: 24,2 %).

Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei 283 Mio € (4. Quartal 20201: 335 Mio €). Davon entfielen 90 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der berichtete auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn lag bei 260 Mio € (4. Quartal 2020 berichtet: 203 Mio €). Im Geschäftsjahr 2021 lag der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen bei 1.033 Mio € (Geschäftsjahr 20201: 1.248 Mio €). Davon entfielen 91 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der berichtete auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn lag bei 1.001 Mio € (Geschäftsjahr 2020 berichtet: 1.116 Mio €).

Das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen stieg um 5 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 521 Mio € (4. Quartal 20201: 494 Mio €). Der Anstieg wurde getragen von der starken Geschäftsentwicklung von Fresenius Kabi in den Schwellenländern, der guten Geschäftsentwicklung von Fresenius Helios in Deutschland, dem starken Jahresendgeschäft von Fresenius Vamed sowie der positiven Entwicklung des Zinsergebnisses. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte3 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Konzernergebniswachstum2 vor Sondereinflüssen von 3 bis 7 % erzielt. Das berichtete Konzernergebnis2 stieg auf 499 Mio € (4. Quartal 2020: 410 Mio €).

Im Geschäftsjahr 2021 stieg das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen um 4 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 1.867 Mio € (Geschäftsjahr 20201: 1.796 Mio €). Ohne geschätzte Covid-19-Effekte3 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Konzernergebniswachstum2 vor Sondereinflüssen von 6 bis 10 % erzielt. Das berichtete Konzernergebnis2 stieg auf 1.818 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.707 Mio €).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Geschätzte Covid-19-Effekte für Q4/21 und FY/21 finden Sie auf Seite 20 im PDF.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen stieg um 5 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 0,94 € (4. Quartal 20202: 0,88 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,90 € (4. Quartal 2020: 0,73 €). Im Geschäftsjahr 2021 stieg das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen um 4 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 3,35 € (Geschäftsjahr 20202: 3,22 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 3,26 € (Geschäftsjahr 2020: 3,06 €).

Investitionen in Wachstum fortgesetzt
Fresenius investierte im 4. Quartal 2021 690 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 7 % des Konzernumsatzes (4. Quartal 2020: 856 Mio €; 9 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken. Im Geschäftsjahr 2021 investierte Fresenius 2.032 Mio € in Sachanlagen (Geschäftsjahr 2020: 2.398 Mio €). Dies entspricht 5 % des Konzernumsatzes (Geschäftsjahr 2020: 7 %).

Das Akquisitionsvolumen im 4. Quartal 2021 betrug 278 Mio € (4. Quartal 2020: 251 Mio €). Das Akquisitionsvolumen im Geschäftsjahr 2021 betrug 1.085 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 902 Mio €) im Wesentlichen für den Erwerb der Eugin-Gruppe bei Fresenius Helios und den Erwerb von Dialysezentren bei Fresenius Medical Care. Die Eugin-Gruppe wird seit dem 1. April 2021 konsolidiert.

Starke Cashflow-Entwicklung im 4. Quartal
Der operative Konzern-Cashflow stieg im 4. Quartal 2021 um 26 % auf 1.749 Mio € (4. Quartal 2020: 1.390 Mio €). Der Anstieg ist hauptsächlich zurückzuführen auf ein verbessertes Netto-Umlaufvermögen. Das gute operative Geschäft bei Helios Spanien, Fresenius Vamed und Fresenius Kabi trug ebenfalls zur positiven Entwicklung bei. Die Marge verbesserte sich auf 17,5 % (4. Quartal 2020: 14,9 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden stieg auf 1.075 Mio € (4. Quartal 2020: 590 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden stieg auf 841 Mio € (4. Quartal 2020: 329 Mio €).

Im Geschäftsjahr 2021 fiel der operative Konzern-Cashflow auf 5.078 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 6.549 Mio €) mit einer Marge von 13,5 % (Geschäftsjahr 2020: 18,1 %). Die Cashflow-Entwicklung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Vorauszahlungen der US-Regierung aus dem Jahr 2020 und deren teilweise Verrechnung in 2021 bei Fresenius Medical Care.

Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden lag bei 3.061 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 4.183 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf 1.193 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2.478 Mio €).

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 8 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 71.962 Mio € (31. Dezember 2020: 66.646 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Währungsumrechnungseffekte, Akquisitionen sowie die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 11 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 17.461 Mio € (31. Dezember 2020: 15.772 Mio €) bedingt durch den Anstieg bei den Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräten. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 7 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 54.501 Mio € (31. Dezember 2020: 50.874 Mio €).

Das Eigenkapital stieg um 13 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 29.288 Mio € (31. Dezember 2020: 26.023 Mio €). Der Anstieg ist auf Währungsumrechnungseffekte sowie auf die positive Entwicklung beim Konzernergebnis zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote betrug 40,7 % (31. Dezember 2020: 39,0 %).

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns erhöhten sich um 5 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 27.155 Mio € (31. Dezember 2020: 25.913 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns erhöhten sich um 1% (währungsbereinigt: -1 %) auf 24.391 Mio € (31. Dezember 2020: 24.076 Mio €).
Der Verschuldungsgrad zum 31. Dezember 2021 stieg auf 3,51x1,2 (31. Dezember 2020: 3,44x1,2). Der Anstieg ist zurückzuführen auf den Covid-19-bedingten EBITDA-Rückgang.

1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
2 Vor Sondereinflüssen
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Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestiegen
Zum 31. Dezember 2021 betrug die Anzahl der Beschäftigten weltweit 316.078 (30. September 2021: 314.852).
 

Die Unternehmensbereiche
 

Fresenius Medical Care (Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 31. Dezember 2021 behandelte Fresenius Medical Care 345,425 Patientinnen und Patienten in 4.171 Dialysezentren. Neben dem Kerngeschäft in der ganzheitlichen Nierentherapie konzentriert sich das Unternehmen auf die Expansion in den Bereichen Unterstützende Geschäftsaktivitäten und Intensivmedizinische Lösungsansätze.

Tabelle FY21 FMC

  • Geschäftsentwicklung 2021 erheblich durch Covid-19 beeinträchtigt, anhaltende Effekte für 2022 erwartet
  • Rückgang der Patienten-Übersterblichkeit im vierten Quartal
  • Rückkehr zu Gewinnwachstum in 2022 angestrebt

Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg im 4. Quartal 2021 um 6 % (stieg währungsbereinigt: 3 %) auf 4.647 Mio € (4. Quartal 2020: 4.400 Mio €). Währungseffekte erhöhten das Umsatzwachstum um 3 %. Das organische Umsatzwachstum betrug 2 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Im Geschäftsjahr 2021 fiel der Umsatz um 1 % (stieg währungsbereinigt: 2 %) auf 17.619 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 17.859 Mio €). Währungseffekte verringerten das Umsatzwachstum um 3 %. Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei.

Der EBIT fiel im 4. Quartal 2021 um 3 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 449 Mio € (4. Quartal 2020: 462 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 9,7 % (4. Quartal 2020: 10,5 %). Vor Sondereinflüssen fiel der EBIT um 25 % (währungsbereinigt: -28 %) auf 492 Mio € (4. Quartal 2020: 657 Mio €) bei einer EBIT-Marge von 10,6 % (4. Quartal 2020: 14,9 %). Der Rückgang ist hauptsächlich zurückzuführen auf eine Anpassung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value) von Investitionen, höhere Personalkosten, negative Auswirkungen von Covid-19 sowie inflationsbedingte Materialkostensteigerungen. Diese Effekte wurden durch einen höheren Anteil von Medicare-Advantage-Patienten in den USA nur leicht abgemildert.

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

Im Geschäftsjahr 2021 fiel der EBIT um 20 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 1.852 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2.304 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 10,5 % (Geschäftsjahr 2020: 12,9 %). Vor Sondereinflüssen fiel der EBIT um 23 % (währungsbereinigt: -21 %) auf 1.915 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2.499 Mio €) bei einer Marge von 10,9 % (Geschäftsjahr 2020: 14,0 %).

Das Ergebnis1 stieg im 4. Quartal 2021 um 29 % (währungsbereinigt: 23 %) auf 229 Mio € (4. Quartal 2020: 177 Mio €). Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis1 um 29 % (währungsbereinigt: -32 %) auf 263 Mio € (4. Quartal 2020: 372 Mio €) hauptsächlich aufgrund der erwähnten negativen Auswirkungen auf den EBIT. Im Geschäftsjahr 2021 fiel das Ergebnis1 um 17 % (währungsbereinigt: -14 %) auf 969 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.164 Mio €). Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis1 um 25 % (währungsbereinigt: -23 %) auf 1.018 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.359 Mio €).

Der operative Cashflow betrug im 4. Quartal 2021 669 Mio € (4. Quartal 2020: 584 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 14,4 % (4. Quartal 2020: 13,3 %). Der Anstieg ist hauptsächlich zurückzuführen auf ein verbessertes Netto-Umlaufvermögen, inklusive des Beitrags von FME25, und Hilfsgelder der US-Regierung, teilweise ausgeglichen durch die fortgesetzte Verrechnung von Hilfsgeldern der US-Regierung aus dem Jahr 2020 im Rahmen des CARES-Gesetzes sowie niedrigere Steuerzahlungen im Zusammenhang mit Entlastungen aufgrund von Covid-19 im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2021 betrug der operative Cashflow 2.489 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 4.233 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 14,1 % (Geschäftsjahr 2020: 23,7 %).

Fresenius Medical Care erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum2 und eine währungsbereinigte Steigerung des Konzernergebnisses1,3 im jeweils niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich4. Die zugrundeliegenden Annahmen finden Sie in der Pressemitteilung der Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.

Für weitere Informationen siehe Pressemitteilung Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
2 Basis 2021: 17.619 Mio €
3 Basis 2021: 1.018 Mio € vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
4 Die Ziele basieren auf den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2021 ohne die Kosten im Zusammenhang mit FME25 in Höhe von 49 Mio € (für das Konzernergebnis). Sie basieren auf den genannten Annahmen (www.freseniusmedicalcare.com/de), sind währungsbereinigt und berücksichtigen keine Sondereffekte. Sondereffekte umfassen weitere Kosten im Zusammenhang mit FME25 sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren bzw. deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren.
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

Fresenius Kabi
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Im Bereich Biosimilars entwickelt Fresenius Kabi Produkte mit den Schwerpunkten Onkologie und Autoimmunerkrankungen.

Tabelle FY21 Kabi

  • Gute Entwicklung im 4. Quartal getragen von starker Nachfrage nach Produkten zur Behandlung von Covid-19-Patienten, die in dieser Form für 2022 nicht erwartet wird
  • Nordamerika mit positivem organischen Umsatz- und Ergebniswachstum trotz Herausforderungen in den Lieferketten
  • Asien-Pazifik erwartungsgemäß mit organischem Umsatzrückgang aufgrund belastender Preiseffekte in China nach erfolgreicher Teilnahme an Ausschreibungen
  • Separate Berichterstattung des Umsatzes der Biosimilar-Aktivitäten ab 1. Quartal 2022

Der Umsatz von Fresenius Kabi blieb im 4. Quartal 2021 mit 1.823 Mio € auf Vorjahresniveau (fiel währungsbereinigt um 2 %) (4. Quartal 2020: 1.815 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug -1 %. Desinvestitionen verminderten das Umsatzwachstum um 1 %. Positive Währungsumrechnungseffekte von 2 % ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar und dem Chinesischen Yuan.

Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz um 3 % (währungsbereinigt um 4 %) auf 7.193 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 6.976 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 4 %. Negative Währungsumrechnungseffekte von 1 % ergaben sich auch hier im Wesentlichen aus dem US-Dollar.

Der Umsatz in Nordamerika stieg im 4. Quartal 2021 um 7 % (organisch um 2 %) auf 589 Mio € (4. Quartal 2020: 549 Mio €) insbesondere aufgrund der zusätzlichen Nachfrage nach Medikamenten zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Im Geschäftsjahr 2021 fiel der Umsatz in Nordamerika um 5 % (organisch -2 %) auf 2.258 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2.376 Mio €).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

In Europa fiel der Umsatz um 2 % (organisch: 0 %) auf 664 Mio € (4. Quartal 2020: 680 Mio €) im Wesentlichen bedingt durch die hohe Vorjahresbasis. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz in Europa um 3 % (organisch: 3 %) auf 2.544 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2.458 Mio €).

In der Region Asien-Pazifik fiel der Umsatz im 4. Quartal 2021 um 8 % (organisch: -13 %) auf 395 Mio € (4. Quartal 2020: 428 Mio €) aufgrund belastender Preiseffekte nach erfolgreicher Teilnahme an NVBP-Ausschreibungen (National Volume-Based Purchasing) sowie einer hohen Vorjahresbasis. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik um 10 % (organisch um 8 %) auf 1.643 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.497 Mio €).

Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg im 4. Quartal 2021 um 11 % (organisch um 12 %) auf 175 Mio € (4. Quartal 2020: 158 Mio) aufgrund einer weiterhin starken Nachfrage nach Produkten für die Behandlung von Covid-19-Patienten. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz in Lateinamerika/Afrika um 16 % (stieg organisch um 23 %) auf 748 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 645 Mio €).

Der EBIT vor Sondereinflüssen stieg im 4. Quartal 2021 um 18 % (währungsbereinigt: 12 %) auf 279 Mio € (4. Quartal 20201: 236 Mio €) mit einer EBIT-Marge vor Sondereinflüssen von 15,3 % (4. Quartal 20201: 13,0 %). Das hervorragende Ergebnis ist in erster Linie zurückzuführen auf die starke Nachfrage nach Produkten zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Darüber hinaus trugen Einsparungen von Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten in der Region Asien-Pazifik, insbesondere in China, zum starken Ergebnis bei. Gegenläufig wirkten der weiterhin anhaltende Wettbewerbsdruck, Herausforderungen in den Lieferketten sowie die Auswirkungen der belastenden Preiseffekte in China. In allen Regionen gab es Einmaleffekte, die sich größtenteils ausgeglichen haben. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der EBIT vor Sondereinflüssen um 5 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 1.153 Mio € (Geschäftsjahr 20201: 1.095 Mio €) mit einer EBIT-Marge vor Sondereinflüssen von 16,0 % (Geschäftsjahr 20201: 15,7 %).

Das Ergebnis1,2 im 4. Quartal 2021 stieg um 20 % (währungsbereinigt: 13 %) auf 178 Mio € (4. Quartal 20201: 148 Mio €). Im Geschäftsjahr 2021 stieg das Ergebnis1,2 um 7 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 778 Mio € (Geschäftsjahr 20201: 730 Mio €).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

Der operative Cashflow stieg im 4. Quartal 2021 um 9 % auf 335 Mio € (4. Quartal 2020: 307 Mio €). Die Cashflow-Marge stieg auf 18,4 % (4. Quartal 2020: 16,9 %). Im Geschäftsjahr 2021 stieg der operative Cashflow im Wesentlichen bedingt durch eine gute operative Geschäftsentwicklung um 5 % auf 1.203 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.143 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 16,7 % (Geschäftsjahr 2020: 16,4 %).

Fresenius Kabi erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum1 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für die währungsbereinigte EBIT-Entwicklung2 wird ein Rückgang im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich erwartet. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.

Ab dem 1. Quartal 2022 wird der Umsatz der Biosimilar-Aktivitäten quartalsweise ausgewiesen.

1 Basis 2021: 7.193 Mio €
2 Basis 2021: 1.153 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
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Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland und Helios Spanien (Quirónsalud) sowie die Eugin-Gruppe. Helios Deutschland betreibt 90 Krankenhäuser, ~130 Medizinische Versorgungszentren und 6 Präventionszentren. Quirónsalud betreibt 49 Krankenhäuser in Spanien sowie 88 ambulante Gesundheitszentren und ~300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 7 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv.

Tabelle FY21 Helios

  • Gutes Umsatzwachstum bei Helios Deutschland aufgrund wachsender Patientenzahlen und Akquisitionen
  • Helios Spanien mit starkem organischem Umsatzwachstum; EBIT-Wachstum durch außergewöhnlich hohe Vorjahresbasis beeinflusst
  • Separate Berichterstattung der Reproduktionsmedizin ab 1. Quartal 2022

Der Umsatz stieg im 4. Quartal 2021 um 9 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 2.882 Mio € (4. Quartal 2020: 2.637 Mio €). Das organische Wachstum betrug 5 %. Akquisitionen trugen 4 % zum Umsatzwachstum bei. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz um 11 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 10.891 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 9.818 Mio €). Das organische Wachstum betrug 7 %. Akquisitionen trugen 4 % zum Umsatzwachstum bei.

Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 7 % (organisch: 4 %) auf 1.745 Mio € (4. Quartal 2020: 1.637 Mio €) im Wesentlichen getragen von wachsenden Patientenzahlen. Akquisitionen trugen 3 % zum Umsatzwachstum bei. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz von Helios Deutschland um 6 % (organisch: 2 %) auf 6.733 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 6.340 Mio €). Akquisitionen trugen 4 % zum Umsatzwachstum bei.

Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 9 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 1.084 Mio € (4. Quartal 2020: 999 Mio €). Das organische Wachstum betrug 9 % basierend auf einer nachhaltig hohen Nachfrage nach Behandlungen sowie nach Dienstleitungen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsvorsorge. Ferner zeigten die Krankenhäuser in Lateinamerika eine gute Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 16 % (währungsbereinigt: 17 %) auf 4.021 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 3.475 Mio €). Die organische Umsatzentwicklung betrug 15 %. Akquisitionen trugen 2 % zum Umsatzwachstum bei.

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg im 4. Quartal 2021 um 3 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 339 Mio € (4. Quartal 2020: 328 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 11,8 % (4. Quartal 2020: 12,4 %). Im Geschäftsjahr 2021 stieg der EBIT1 von Fresenius Helios um 10 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 1.127 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.025 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,3 % (Geschäftsjahr 2020: 10,4 %).

Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg im 4. Quartal 2021 um 9 % auf 171 Mio € (4. Quartal 2020: 157 Mio €) im Wesentlichen getragen von der positiven Geschäftsentwicklung sowie Corona-bedingte Mindererlösausgleichsregelungen. Die EBIT-Marge1 betrug 9,8 % (4. Quartal 2020: 9,6 %). Im Geschäftsjahr 2021 stieg der EBIT1 von Helios Deutschland um 2 % auf 613 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 602 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 9,1 % (Geschäftsjahr 2020: 9,5 %).

Der EBIT1 von Helios Spanien stieg im 4. Quartal 2021 um 2 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 162 Mio € (4. Quartal 2020: 159 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 14,9 % (4. Quartal 2020: 15,9 %). Das EBIT-Wachstum war beeinflusst durch das außergewöhnlich starke Vorjahresquartal. Darüber hinaus wirkten sich höhere Kosten u.a. für Personal, persönliche Schutzausrüstung und ausgewählte medizinische Produkte belastend aus. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der EBIT1 von Helios Spanien um 22 % (währungsbereinigt: 24 %) auf 514 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 420 Mio €). Die EBIT-Marge1 erhöhte sich auf 12,8 % (Geschäftsjahr 2020: 12,1 %).

Das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios stieg im 4. Quartal 2021 um 1 % auf 227 Mio € (4. Quartal 2020: 225 Mio €). Im Geschäftsjahr 2021 stieg das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios um 9 % auf 728 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 666 Mio €).

Der operative Cashflow stieg im 4. Quartal 2021 auf 609 Mio € (4. Quartal 2020: 434 Mio €) getrieben durch die gute Geschäftsentwicklung sowie aufgrund des verbesserten Netto-Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge lag bei 21,1 % (4. Quartal 2020: 16,5 %). Im Geschäftsjahr 2021 stieg der operative Cashflow auf 1.204 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.149 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 11,1 % (Geschäftsjahr 2020: 11,7 %).

Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein währungsbereinigtes EBIT4-Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich, jeweils inklusive Covid-19-Effekte. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete negative Covid-19-Effekte.

Die Eugin-Gruppe trug 133 Mio € zum Umsatz und 19 Mio € zum EBIT im Jahr 2021 bei. Das Unternehmen wird seit dem 1. April 2021 konsolidiert. Ab dem 1. Quartal 2022 werden Umsatz und EBIT der Eugin-Gruppe als „Reproduktionsmedizin“ quartalsweise ausgewiesen.

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2021: 10.891 Mio €
4 Basis 2021: 1.127 Mio €; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

Fresenius Vamed
Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.

Tabelle FY21 Vamed

  • Starker Abschluss des Geschäftsjahres 2021 mit exzellentem organischem Umsatz- und EBIT-Wachstum
  • Projektgeschäft zeigt gute Erholung – zurück zur typischen starken Entwicklung im 4. Quartal
  • Reha-Geschäft zeigt gute Entwicklung trotz weiterer Beeinträchtigungen durch Covid-19; robuste Entwicklung bei technischen Dienstleistungen

Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg im 4. Quartal 2021 um 30 % (währungsbereinigt: 29 %) auf 748 Mio € (4. Quartal 2020: 577 Mio €). Organisch stieg der Umsatz um 29 %. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz von Fresenius Vamed um 11 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 2.297 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2.068 Mio €). Die organische Umsatzentwicklung lag bei 11 %.

Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg im 4. Quartal 2021 um 12 % auf 415 Mio € (4. Quartal 2020: 372 Mio €). Im Projektgeschäft stieg der Umsatz um 62 % auf 333 Mio € (4. Quartal 2020: 205 Mio €) bedingt durch die gute Geschäftsentwicklung in allen Regionen. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft um 10 % auf 1.580 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.435 Mio €). Im Projektgeschäft stieg der Umsatz um 13 % auf 717 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 633 Mio €).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

Der EBIT1 stieg im 4. Quartal 2021 um 69 % (währungsbereinigt: 69 %) auf 66 Mio € (4. Quartal 2020: 39 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 8,8 % (4. Quartal 2020: 6,8 %). Diese deutliche Erholung ist bedingt durch die gute Geschäftsentwicklung in allen Regionen. Im Geschäftsjahr 2021 hat sich der EBIT1 mehr als verdreifacht (währungsbereinigt: 248 %) auf 101 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 29 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 4,4 % (Geschäftsjahr 2020: 1,4 %).

Das Ergebnis1,2 stieg im 4. Quartal 2021 auf 49 Mio € (4. Quartal 2020: 25 Mio €). Im Geschäftsjahr 2021 stieg das Ergebnis1,2 auf 67 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 2 Mio €).

Der Auftragseingang betrug im 4. Quartal 2021 319 Mio € (4. Quartal 2020: 648 Mio €), im Geschäftsjahr 2021 1.290 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 1.010 Mio €). Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2021 lag bei 3.473 Mio € (31. Dezember 2020: 3.055 Mio €).

Der operative Cashflow stieg im 4. Quartal 2021 auf 128 Mio € (4. Quartal 2020: 74 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 17,1 % (4. Quartal 2020: 12,8 %). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf eine gute Entwicklung des Netto-Umlaufvermögens zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2021 stieg der operative Cashflow auf 151 Mio € (Geschäftsjahr 2020: 78 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 6,6 % (Geschäftsjahr 2020: 3,8 %).

Fresenius Vamed erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich. Beim währungsbereinigten EBIT4 wird ein absoluter Betrag auf dem Niveau vor der Pandemie erwartet (Geschäftsjahr 2019: 134 Mio €). Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete negative Covid-19-Effekte.

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
3 Basis 2021: 2.297 Mio €
4 Basis 2021: 101 Mio €; 2022 vor Sondereinflüssen
Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in den Überleitungsrechnungen auf den Seiten 22-26 im PDF.

 

Pressekonferenz
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2021 findet am 22. Februar 2022 um 10.00 Uhr CET eine Pressekonferenz statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/medien-termine. Nach der Pressekonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung als Mitschnitt zur Verfügung


Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen:
www.fresenius.de/alternative-leistungskennzahlen.

 

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Patienten-Übersterblichkeit durch Covid-19 höher als erwartet, im Laufe des Quartals aber rückläufig
  • Ergebnisentwicklung beeinträchtigt von weiterhin deutlich erhöhten und aufgrund von Omikron nochmal zusätzlich gestiegenen Personalkosten im Bereich Gesundheitsdienstleistungen sowie gestiegenen Material- und Logistikkosten im Bereich Gesundheitsprodukte
  • Ergebnisentwicklung in EMEA zusätzlich belastet durch Krieg in der Ukraine
  • Ziele für Geschäftsjahr 2022 bestätigt


Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care, sagte: „Die tragischen Ereignisse in der Ukraine machen mich zutiefst betroffen. Ich bin dankbar für das Engagement und stolz auf alle Kolleginnen und Kollegen, die unter diesen außerordentlich schwierigen Umständen weiterhin unermüdlich die Patientenversorgung vor Ort aufrechterhalten. Über Zahlen zu sprechen fällt mir vor diesem Hintergrund nicht leicht: Omikron hat das Quartal zusätzlich stark beeinflusst. Dies führte zu einer hohen Übersterblichkeit unserer Patienten und zu erheblich höheren Personalkosten in den USA durch den Betrieb von Isolierzentren und die nötigen Sonder-Schichten. Wir konnten dies kompensieren und das Quartal im Rahmen unserer Erwartungen abschließen. Angesichts des starken Rückgangs der Übersterblichkeit im Februar und März bleiben wir auf Kurs, unsere wirtschaftlichen Ziele für 2022 zu erreichen.“


FME Q1 2022


Covid-19-bedingte Übersterblichkeit zu Beginn des Jahres höher als erwartet 

Die Covid-19-bedingte Übersterblichkeit unter den Patientinnen und Patienten von Fresenius Medical Care lag im ersten Quartal 2022 bei etwa 2.310 (Q1 2021: rund 3.200; Q2 2021: rund 1.900; Q3 2021: rund 2.900; Q4 2021: rund 2.0003). Sie ging im Februar und März im Einklang mit den Infektionsraten deutlich zurück, lag aber auf Quartalsbasis immer noch über dem ursprünglich erwarteten Niveau. Dies führte zu einem erhöhten Bedarf an Isolierzentren und Sonder-Schichten in der Patientenversorgung. Die Auswirkungen des Arbeitskräftemangels und der Lohninflation in den USA konnte Fresenius Medical Care so nur eingeschränkt abmildern.

Die Covid-19-bedingte Übersterblichkeit akkumulierte sich in den letzten zwölf Monaten auf etwa 9.000 und seit Beginn der Pandemie auf etwa 22.600 Patientinnen und Patienten.

Der geschätzte negative Gesamteffekt der kumulierten Übersterblichkeit auf das organische Wachstum im Bereich Gesundheitsdienstleistungen betrug im ersten Quartal rund 290 Basispunkte.

1 2021: Kosten im Zusammenhang mit dem Programm FME25; 2022: Kosten im Zusammenhang mit dem Programm FME25 und Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine 
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
3 Die historischen Werte sind aufgrund von Nachmeldungen angepasst worden.



Krieg in der Ukraine beeinträchtigt Geschäftsentwicklung

Der Krieg in der Ukraine beeinträchtigt den Betrieb der Dialysezentren von Fresenius Medical Care und die Patientenversorgung im Land selbst, führte aber auch zu höheren Wertberichtigungen auf Forderungen in Russland und der Ukraine. Die direkten negativen Auswirkungen des Krieges belasteten das operative Ergebnis im ersten Quartal mit 22 Mio € und werden als Sondereffekt behandelt. Fresenius Medical Care wird die potenziellen Auswirkungen des Krieges sowie die allgemeinen Auswirkungen des herausfordernden, inflationären gesamtwirtschaftlichen Umfelds weiterhin genau beobachten.


Ergebnisentwicklung im ersten Quartal im Rahmen der Erwartungen 

Der Umsatz stieg um 8 % auf 4.548 Mio € (+3 % währungsbereinigt, +2 % organisch).

Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen erhöhte sich um 8 % auf 3.607 Mio € (+3 % währungsbereinigt, +1 % organisch). Auf währungsbereinigter Basis ist dies hauptsächlich zurückzuführen auf organisches Wachstum, das trotz der negativen Auswirkungen von Covid-19 erzielt werden konnte, eine Anpassung der Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen sowie auf höhere Beiträge aus Akquisitionen.

Der Umsatz mit Gesundheitsprodukten erhöhte sich um 6 % auf 941 Mio € (+3 % währungsbereinigt, +3 % organisch). Das währungsbereinigte Wachstum ist vor allem zurückzuführen auf höhere Umsätze mit Einmalprodukten für den Einsatz in Dialysezentren sowie mit Dialysemedikamenten. Dies wurde teilweise durch geringere Umsätze mit Dialysegeräten für die Behandlung chronischer Erkrankungen ausgeglichen. 

Das operative Ergebnis sank um 27 % auf 348 Mio € (-30 % währungsbereinigt). Dies entspricht einer Marge von 7,6 % (Q1 2021: 11,3 %). Das operative Ergebnis ohne Sondereffekte (Kosten im Zusammenhang mit dem Programm FME25 und Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine) ging um 15 % zurück auf 403 Mio € (-19 % währungsbereinigt). Dies entspricht einer Marge von 8,9 % (Q1 2021: 11,3 %). Auf währungsbereinigter Basis ist der Rückgang hauptsächlich zurückzuführen auf höhere Personalkosten, negative Auswirkungen von Covid-19 sowie auf inflationsbedingte Kostensteigerungen und höhere Kosten in der Lieferkette. Dies wurde nur in Teilen ausgeglichen durch eine Anpassung der Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen.

Das Konzernergebnis2 ging um 37 % zurück auf 157 Mio € (-39 % währungsbereinigt). Ohne Sondereffekte sank das Konzernergebnis um 20 % auf 200 Mio € (-23 % währungsbereinigt), hauptsächlich aufgrund der genannten negativen Auswirkung auf das operative Ergebnis.

Das Ergebnis je Aktie (Basic EPS, „Earnings Per Share“) sank um 37 % auf 0,54 € (-39 % währungsbereinigt). Ohne Sondereffekte ging das EPS um 20 % zurück auf 0,68 € (-23 % währungsbereinigt).
 

Cashflow-Entwicklung

Im ersten Quartal erzielte Fresenius Medical Care einen operativen Cashflow in Höhe von 159 Mio € (Q1 2021: 208 Mio €). Dies entspricht einer Marge von 3,5 % (Q1 2021: 4,9 %). Der Rückgang ist hauptsächlich zurückzuführen auf die fortgesetzte Verrechnung von Vorauszahlungen der US-Regierung im Rahmen des CARES-Gesetzes aus dem Jahr 2020 sowie den Rückgang des Konzernergebnisses, teilweise ausgeglichen durch einen positiven Effekt aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen.

Der Free Cashflow betrug im ersten Quartal -1 Mio € (Q1 2021: 29 Mio €); dies entspricht einer Marge von 0,0 % (Q1 2021: 0,7 %).


Regionale Entwicklungen

Der Umsatz in Nordamerika stieg um 9 % auf 3.171 Mio € (+2 % währungsbereinigt, +0 % organisch). Auf währungsbereinigter Basis ist dies hauptsächlich zurückzuführen auf organisches Wachstum im Geschäft mit Gesundheitsprodukten sowie eine Anpassung der Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen. Dies wurde teilweise durch die negativen Auswirkungen von Covid-19 auf das Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen ausgeglichen.

Das operative Ergebnis in Nordamerika ging um 24 % zurück auf 304 Mio € (-29 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 9,6 % (Q1 2021: 13,7 %). Der währungsbereinigte Rückgang des operativen Ergebnisses ist hauptsächlich zurückzuführen auf höhere Personalkosten, die negativen Auswirkungen von Covid-19, inflationsbedingte Kostensteigerungen und höhere Kosten in der Lieferkette sowie auf Kosten im Zusammenhang mit FME25. Dies wurde in Teilen ausgeglichen durch eine Anpassung der Umsatzrealisierung für rechtlich strittige Forderungen.

4 Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit, nach Investitionen, vor Akquisitionen, Investitionen und Dividenden

Der Umsatz in der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) stieg im ersten Quartal um 1 % auf 674 Mio € (+3 % währungsbereinigt, +2 % organisch). Auf währungs-bereinigter Basis ist dies hauptsächlich zurückzuführen auf organisches Wachstum im Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen, das trotz der negativen Auswirkungen von Covid-19 erzielt wurde. 

Das operative Ergebnis in der Region EMEA sank um 23 % auf 61 Mio € (-19 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 9,1 % (Q1 2021: 11,9 %). Der Rückgang ist vor allem auf die Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine zurückzuführen. 

In Asien-Pazifik stieg der Umsatz um 8 % auf 507 Mio € (+4 % währungsbereinigt, +4 % organisch); auf währungsbereinigter Basis hauptsächlich aufgrund von organischem Wachstum im Geschäft mit Gesundheitsprodukten. 

Das operative Ergebnis erhöhte sich um 16 % auf 99 Mio € (+14 % währungsbereinigt). Dies entspricht einer Marge von 19,5 % (Q1 2021: 18,1 %). Auf währungsbereinigter Basis ist dies vor allem zurückzuführen auf einen Gewinn aus dem Verkauf von Dialysezentren, günstige Währungstransaktionseffekte sowie Wachstum im Geschäft mit Gesundheitsprodukten.

Der Umsatz in Lateinamerika stieg um 15 % auf 183 Mio € (+15 % währungsbereinigt, +16 % organisch), hauptsächlich aufgrund des starken organischen Wachstums im Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen und Gesundheitsprodukten.

Das operative Ergebnis verbesserte sich um 68 % auf 11 Mio € (+51 % währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 6,1 % (Q1 2021: 4,2 %). Dies ist hauptsächlich zurückzuführen auf günstige Währungstransaktionseffekte, teilweise ausgeglichen durch inflationsbedingte Kostensteigerungen.


Patienten, Dialysezentren und Beschäftigte

Zum 31. März 2022 behandelte Fresenius Medical Care weltweit 343.493 Patientinnen und Patienten in 4.153 Dialysezentren. Zum Ende des ersten Quartals beschäftigte das Unternehmen weltweit 122.635 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (auf Vollzeit-beschäftigtenbasis) gegenüber 124.995 Beschäftigten zum 31. März 2021.


Ausblick 

Auf Basis der Ergebnisse des ersten Quartals, die den Erwartungen des Unternehmens entsprechen, bestätigt Fresenius Medical Care seine Ziele für 2022. Das für das Geschäftsjahr erwartete Wachstum, niedrigere Kosten für persönliche Schutzausrüstung im Dialysebetrieb und Einsparungen im Rahmen des Programms FME25 werden die Ergebnisentwicklung stützen. Das Unternehmen erwartet für das Jahr 2022 ein Umsatzwachstum und eine Steigerung des Konzernergebnisses im jeweils niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Die Ziele basieren auf den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2021 ohne die Kosten im Zusammenhang mit FME25 in Höhe von 49 Mio € (für das Konzernergebnis). Sie basieren auf den Annahmen, die in der Presseinformation zum vierten Quartal und Geschäftsjahr 2021 (22. Februar 2022) ausgeführt wurden, sind währungsbereinigt und berücksichtigen keine Sondereffekte. Sondereffekte umfassen weitere Kosten im Zusammenhang mit FME25, Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine sowie andere Effekte, die in ihrer Art ungewöhnlich sind und die zum Zeitpunkt der Erstellung des Ausblicks nicht vorhersehbar waren bzw. deren Umfang oder Auswirkungen nicht vorhersehbar waren. 
 

Telefonkonferenz

Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse des ersten Quartals 2022 findet am heutigen Mittwoch, 4. Mai 2022, um 15:30 Uhr eine Telefonkonferenz für Investoren und Analysten statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.freseniusmedicalcare.com/de in der Rubrik „Investoren“. Nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung dort zur Verfügung.

Einen vollständigen Überblick über die Ergebnisse des ersten Quartals 2022 finden Sie in der Gewinn- und Verlustrechnung am Ende dieser Presseinformation sowie in der beiliegenden PDF-Datei. Unser 6-K-Bericht enthält weitere Einzelheiten.

Rechtliche Hinweise:
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die verschiedenen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, behördlichen Genehmigungen, Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, Ergebnissen klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Diese und weitere Risiken und Unsicherheiten sind im Detail in den Berichten der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA beschrieben, die bei der U.S.-amerikanischen Börsenaufsicht (U.S. Securities and Exchange Commission) eingereicht werden. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Die Umsetzung der hier beschriebenen Maßnahmen steht unter dem Vorbehalt von Informations- und Konsultationsverfahren mit Betriebsräten und anderen Arbeitnehmervertretungen gemäß den lokalen Gesetzen. Solche Konsultationen können zu Änderungen an den vorgeschlagenen Maßnahmen führen.

Fresenius Kabi hat die im März angekündigte Akquisition von Ivenix, Inc. ("Ivenix"), einem auf Infusionstherapie spezialisierten Unternehmen, abgeschlossen. Ivenix ergänzt das Portfolio von Fresenius Kabi um ein Infusionstherapie-System der nächsten Generation für den bedeutenden US-Markt und bietet dem Unternehmen Schlüsselkompetenzen für die Anbindung an Gerätesysteme im Krankenhaus. Durch die Kombination der führenden Hardware- und Softwareprodukte von Ivenix mit dem Angebot von Fresenius Kabi im Bereich intravenöser Flüssigkeiten und Infusionsgeräte entsteht ein umfassendes und führendes Portfolio von Premiumprodukten, das eine starke Basis für nachhaltiges Wachstum im Bereich hochwertiger Medizintechnik bildet. Der Kaufpreis beträgt 240 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen Meilensteinzahlungen, die an das Erreichen kommerzieller und operativer Ziele gebunden sind.

Sara Hennicken (41) wird zum 1. September 2022 neue Finanzvorständin (CFO) von Fresenius. Der Aufsichtsrat der Fresenius Management SE hat die derzeitige Bereichsleiterin Global Treasury & Corporate Finance von Fresenius einstimmig dazu berufen. Sie folgt in dieser Funktion auf Rachel Empey (45), die zum 1. August 2017 als CFO in den Fresenius-Vorstand eingetreten war und das Unternehmen Ende August auf eigenen Wunsch verlassen wird.

Sara Hennicken ist seit August 2019 bei Fresenius. Davor arbeitete sie 14 Jahre im Investmentbanking, davon neun Jahre für die Deutsche Bank. Dort war sie vor ihrem Wechsel zu Fresenius zuletzt als Managing Director und Senior Client Executive im Bereich Corporate Finance Coverage tätig. Von 2005 bis 2010 arbeitete sie für die Citigroup in Frankfurt und London. Sara Hennicken studierte Ökonomie und Volkswirtschaftslehre in Deutschland und den USA.

Rachel Empey, CFO von Fresenius, sagte: „Die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand und in meinem Team hat mich persönlich erfüllt. Fresenius ist ein großartiges Unternehmen mit hervorragenden Aussichten. Gemeinsam haben wir das Unternehmen weiter vorangebracht. Die vergangenen Jahre waren insofern intensiv und herausfordernd, gleichzeitig aber eine großartige und bereichernde Erfahrung. Die Entscheidung ist mir daher nicht leichtgefallen, aber jetzt freue ich mich auf meinen nächsten Lebensabschnitt. Sara Hennicken habe ich 2019 selbst an Bord geholt. Bei ihr sind meine Aufgaben in besten Händen. Ich freue mich für sie und wünsche ihr für die neue Aufgabe mit erweiterter Verantwortung viel Glück, Freude und Erfolg.“

Wolfgang Kirsch, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Fresenius, sagte: „Rachel Empey hat das Finanz-Ressort bei Fresenius weiterentwickelt und zukunftsfähig ausgerichtet. Zudem hat sie in teils von der Corona-Pandemie stark beeinträchtigten Zeiten wichtige Veränderungen und Verbesserungen in ihren weiteren Verantwortungsbereichen wie IT auf den Weg gebracht. Dafür danke ich ihr im Namen des gesamten Aufsichtsrats. Mit Sara Hennicken haben wir eine junge, innovative und dabei schon sehr erfahrene Finanzexpertin aus unseren eigenen Reihen, die für Kontinuität in diesem Bereich sorgen, aber auch neue Impulse geben wird. Sie ist für diese Aufgabe daher bestens geeignet. Gemeinsam mit unserem CEO Stephan Sturm und den weiteren Vorstandskollegen wird sie zum künftigen Erfolg unseres Gesundheitskonzerns beitragen.“

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Ich bedauere, dass Rachel unser Unternehmen verlässt. Denn wir haben in den vergangenen Jahren stets sehr kollegial, vertrauensvoll und gut zusammengearbeitet, und ich habe sie insbesondere auch als Sparringspartner zur Diskussion unserer Wachstumsstrategie geschätzt. Dennoch respektiere ich diesen Schritt natürlich, und ich wünsche ihr für ihren neuen Lebensabschnitt alles Gute. Gleichzeitig freue ich mich sehr auf die künftige Zusammenarbeit mit Sara Hennicken, die unser Führungsteam mit ihrer Persönlichkeit, ihren Erfahrungen und ihren Ideen bereichern wird. Wir werden künftig noch enger als bisher miteinander daran arbeiten, beste Voraussetzungen zur Finanzierung unseres gesunden Wachstums und unseres nachhaltigen Unternehmenserfolgs zu schaffen.“

Sara Hennicken sagte: „Ich freue mich sehr über das mir entgegengebrachte Vertrauen und die vor mir liegenden neuen Aufgaben. Als global tätiges Gesundheitsunternehmen leistet Fresenius einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, mit dem ich mich sehr gut identifizieren kann. In den letzten Jahren konnte ich bereits meinen Fachbereich neu aufsetzen und unsere Finanzierungsstruktur modernisieren. Als besonders wertvoll habe ich dabei die sehr gute konzernübergreifende Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen wahrgenommen. Darauf möchte ich in meiner neuen Funktion zum Wohle unseres Unternehmens aufbauen.“

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Erste Schritte zur Umsetzung der Wachstumsstrategie "Vision 2026":
    • Akquisition einer Mehrheitsbeteiligung an mAbxience stärkt Fresenius Kabi deutlich im Wachstumsmarkt Biopharmazeutika 
    • Übernahme von Ivenix erweitert Angebot in der Infusionstherapie um Produkt-Plattform der nächsten Generation
  • Wesentliche Beiträge beider Akquisitionen zur Realisierung von Größenvorteilen und zu beschleunigtem Wachstum der Fresenius-Gruppe in den kommenden Jahren erwartet
  • Akquisitionen werden sich zusammen voraussichtlich im Jahr 2022 weitgehend neutral und ab 2023 positiv auf den Cash-Gewinn je Aktie1  auswirken 
  • Abschlüsse der Transaktionen voraussichtlich bis Mitte 2022

Ergebnis vor Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte und Integrationskosten

Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Mit diesen Akquisitionen stärken wir die Position von Fresenius Kabi in zwei wichtigen Wachstumsmärkten. Denn sie ergänzen unser Geschäft bei den Biopharmazeutika und in der Medizintechnik sehr sinnvoll. Wir werden die im Februar vorgestellte Wachstumsstrategie unseres Gesundheitskonzerns weiter konsequent verfolgen. Dafür setzen wir das verfügbare Wachstumskapital sehr sorgfältig und gezielt dort ein, wo es den größten Nutzen entfaltet. So schaffen wir noch bessere Voraussetzungen, um immer mehr Menschen mit immer besserer Medizin zu versorgen. Gleichzeitig schaffen wir so auch wesentlichen Mehrwert für unsere Aktionärinnen und Aktionäre.“

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Kabi, sagte: „Die Biopharmazie und die Medizintechnik sind zentrale Wachstumsfelder für Fresenius Kabi und deswegen wichtige Elemente unserer Strategie ‚Vision 2026‘. Die heute angekündigten Übernahmen sind die ersten Schritte zur Umsetzung dieser Strategie und zum zügigen Ausbau dieser zukunftsträchtigen Bereiche. Mit der Übernahme von Ivenix gewinnen wir eine Infusionstherapie-Plattform der nächsten Generation. Wir ergänzen und stärken unser bestehendes Angebot an Infusionstherapien und schaffen ein einzigartiges Portfolio, insbesondere im US-Markt. Mit mAbxience erweitern wir unser biopharmazeutisches Profil deutlich. Die Transaktion ergänzt unsere Biologika-Pipeline, unsere Produktionskapazitäten und unser Geschäftsmodell perfekt. Mit mAbxience beteiligen wir uns an einem Unternehmen, das in zwei Geschäften aktiv ist. Ivenix und mAbxience in unserem Portfolio sind gut für die Patienten, gut für die Kostenträger der Gesundheitssysteme und gut für unsere Anteilseigner.“

Mehrheitsbeteiligung an mAbxience stärkt Präsenz von Fresenius Kabi im wachstumsstarken Biopharmazeutika-Markt

  • Schritt zur Verbreiterung des biopharmazeutischen Angebots, einem der erklärten Schwerpunkte der „Vision 2026“ 
  • Stärkt Kompetenz und Leistungsfähigkeit in einem der wachstumsstärksten Bereiche des Gesundheitswesens und positioniert Fresenius Kabi für beschleunigtes mittel- und langfristiges Wachstum
  • Überzeugende industrielle Logik: Schaffung eines globalen, vertikal integrierten Biopharmaziegeschäfts über die gesamte Wertschöpfungskette 
  • Schafft eine starke Partnerschaft mit hervorragendem Wachstumspotenzial im attraktiven Biosimilars-Markt
  • Erweiterung im wachstumsstarken Markt für Auftragsentwicklung und -herstellung („CDMO“) dank dreier hochmoderner Produktionsstätten für biologische Arzneimittel in Spanien und Argentinien
  • Signifikante Kostensynergien erwartet: Zusätzliche Produktionskapazitäten für Biologika ermöglichen Fresenius Kabi führende Kostenposition für bereits bestehendes Biosimilars-Portfolio 

Fresenius Kabi hat eine Vereinbarung über den Erwerb von 55 Prozent an der mAbxience Holding S.L. („mAbxience“) getroffen. Der Kaufpreis beträgt 495 Millionen Euro. Hinzu kommen Meilensteinzahlungen, die an das Erreichen kommerzieller und operativer Ziele gebunden sind. Die Vereinbarung beinhaltet außerdem eine Put/Call-Regelung über die bei den derzeitigen Eigentümern an mAbxience verbleibenden 45 Prozent der Anteile.

mAbxience ist ein international führendes biopharmazeutisches Unternehmen im dynamisch wachsenden Markt für die Entwicklung und Herstellung von biologischen Arzneimitteln (Biosimilars). Das Unternehmen wurde 2010 von Dr. Hugo Sigman und Dr. Silvia Gold als Biotechnologiebereich von Insud Pharma S.L. gegründet. mAbxience verfügt über zwei im Markt eingeführte Biosimilar-Produkte (Rituximab und Bevacizumab) und eine mittlere einstellige Anzahl von Molekülen auf den Gebieten Immunologie und Onkologie, die zwischen 2024 und 2029 weltweit eingeführt werden sollen. Das Unternehmen betreibt eigene Labore für Forschung und Entwicklung sowie hochmoderne Produktionsanlagen in Spanien und Argentinien. Neben äußerst wettbewerbsfähigen Herstellungskosten für eigene Produkte verfügt die Produktionsplattform des Unternehmens auch über die Möglichkeit zur Auftragsfertigung. So hat mAbxience vor kurzem einen Vertrag für die Herstellung der Arzneimittelsubstanz für den Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca in Lateinamerika abgeschlossen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit etwa 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2021 einen Umsatz von ca. 255 Millionen Euro. 

Die Akquisition einer Mehrheitsbeteiligung an mAbxience folgt der kürzlich vorgestellten „Vision 2026“ von Fresenius Kabi: Durch die Erweiterung des Geschäfts entlang der Wertschöpfungskette und die Ergänzung der eigenen Biosimilars-Pipeline setzt das Unternehmen einen der zentralen Wachstumsschwerpunkte um: Die Verbreiterung des biopharmazeutischen Angebots. 

Fresenius Kabi erwartet, durch die Beteiligung an mAbxience in Kombination mit dem bestehenden Biosimilars-Geschäft überproportional am kräftigen Wachstum im Markt für Biopharmazeutika teilzuhaben. Dazu tragen sowohl die Verbreiterung des Produkt-Portfolios als auch die vertikale Integration der neuen Produktionskapazitäten bei. Darüber hinaus kann Fresenius Kabi mit den hochmodernen Produktionsanlagen künftig integrierte biopharmazeutische Komplettlösungen für Kunden anbieten.

mAbxience erweitert das Produktionsnetzwerk von Fresenius Kabi um drei hochmoderne Werke für biologische Arzneimittelwirkstoffe. Damit schließt das Unternehmen eine erfolgskritische Lücke in der Wertschöpfungskette und schafft flexible, wettbewerbsfähige Kapazitäten für die Herstellung des erweiterten Biosimilars-Portfolios sowie ein strategisches Standbein im wachstumsstarken CDMO-Sektor für biologische Wirkstoffe. Das Unternehmen ergänzt damit auch die bestehenden Produktionsstätten für klein-molekulare pharmazeutische Wirkstoffe (Active Pharmaceutical Ingredients, API) sowie Abfüll- und Veredelungsanlagen zu einem umfassenden Dienstleistungsangebot für Kunden.

Nach Abschluss der Transaktion erwartet Fresenius Kabi wesentliche operative und Kostensynergien, die vor allem durch die Einbindung der Produktionskapazitäten von mAbxience in das bestehende Biosimilars-Geschäft von Fresenius Kabi erzielt werden sollen. 

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und anderer üblicher Vollzugsbedingungen und wird voraussichtlich bis Mitte 2022 abgeschlossen sein.

Ivenix stärkt Medizintechnik-Geschäft von Fresenius Kabi und beschleunigt Wachstum

  • Schritt zur Expansion im Bereich MedTech, einem der erklärten Schwerpunkte der „Vision 2026“
  • Infusionstherapie-System der nächsten Generation erweitert Produktangebot für den US-Markt
  • Ergänzt globales Angebot von Fresenius Kabi im Bereich Infusionstherapie 
  • Akquisition erschließt Fresenius Kabi Schlüsselkompetenzen für die Anbindung an Gerätesysteme im Krankenhaus und schafft dadurch neue Möglichkeiten für das Wachstum des Medizintechnik-Geschäfts
  • Erhebliche Größenvorteile und Wachstumssynergien erwartet

Fresenius Kabi hat eine Vereinbarung über den Erwerb des auf Infusionstherapie spezialisierten Unternehmens Ivenix, Inc. ("Ivenix") getroffen. Der Kaufpreis beträgt 240 Millionen US-Dollar. Hinzu kommen Meilensteinzahlungen, die an das Erreichen kommerzieller und operativer Ziele gebunden sind.

Das Unternehmen mit Sitz in North Andover, Massachusetts, USA, verfügt über eine der innovativsten und technologisch fortschrittlichsten Großvolumenpumpen (Large Volume Pump, „LVP“) mit zugehörigen Schlauchsystemen und Software zur effizienten Steuerung und Analyse. Das innovative Design und der Aufbau des Ivenix-Infusionssystems sind im Vergleich zu herkömmlichen Systemen einfacher zu handhaben und erhöhen die Sicherheit von Infusionen. Die Pumpe arbeitet zudem nahtlos mit anderen Systemen zusammen. Bei der Entwicklung wurden die Bedürfnisse von Patienten und Ärzten in den Mittelpunkt gestellt. So können sowohl infusionsbedingte Fehler reduziert als auch die Gesamtbetriebskosten gesenkt werden. Nach der Zulassung durch die US-Gesundheitsbehörde FDA wurde das Ivenix-Infusionssystem Ende 2021 erfolgreich im US-Markt eingeführt.

Das Infusionssystem von Ivenix erschließt Fresenius Kabi zusätzliches Wachstumspotenzial im attraktiven und wachsenden Markt der Infusionstherapie. Durch die Kombination der führenden Hardware- und Softwareprodukte von Ivenix mit dem Angebot von Fresenius Kabi im Bereich intravenöser Flüssigkeiten und Infusionsgeräte entsteht ein umfassendes und führendes Portfolio von Premiumprodukten, das eine starke Basis für nachhaltiges Wachstum im Bereich hochwertiger Medizintechnik bildet.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und anderer üblicher Vollzugsbedingungen und wird voraussichtlich bis Mitte 2022 abgeschlossen sein. 

Finanzierung und finanzielle Auswirkungen Fresenius-Gruppe

Die Beteiligung an mAbxience wird voraussichtlich direkt nach dem Abschluss positiv zum Cash-Gewinn je Aktie (Ergebnis vor Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte und Integrationskosten) des Konzerns beitragen. Die Übernahme von Ivenix wird sich voraussichtlich im Jahr 2025 neutral auf den Cash-Gewinn je Aktie des Konzerns auswirken und ab 2026 einen positiven Beitrag leisten.

Beide Akquisitionen zusammen werden sich voraussichtlich im Jahr 2022 weitgehend neutral auf den Cash-Gewinn je Aktie des Konzerns auswirken und ab 2023 einen positiven Beitrag leisten.  

Fresenius wird die Transaktionen voraussichtlich aus freiem Cashflow und vorhandener Liquidität finanzieren.  

Telefonkonferenz

Anlässlich des Erwerbs einer Mehrheitsbeteiligung an mAbxience Holding S.L. und der Akquisition von Ivenix, Inc. findet am 31. März 2022 um 13.30 Uhr MESZ (07.30 Uhr EDT) eine Telefonkonferenz für Analysten und Investoren statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung auf unserer Website zur Verfügung.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

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