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Um Menschenrechtsrisiken vorzubeugen und sie zu reduzieren, haben wir geeignete standardisierte Präventionsmaßnahmen etabliert. Dazu gehören die Einführung von Verhaltenskodizes und Richtlinien sowie die Durchführung relevanter Schulungen. Darüber hinaus kann jeder Unternehmensbereich auf seine spezifischen Geschäftsaktivitäten und die Risiken in seinen Wertschöpfungsketten zugeschnittene Präventionsmaßnahmen entwickeln. Wenn unsere eigene Geschäftstätigkeit Menschenrechtsverletzungen verursacht oder dazu beigetragen hat, streben wir danach, unverzüglich angemessene Abhilfemaßnahmen zu ergreifen. 

Prävention

Die folgende Übersicht zeigt Beispiele für Präventionsmaßnahmen im eigenen Geschäftsbereich und entlang unserer Wertschöpfungskette.

Eigener Geschäftsbereich

Zu unseren Präventionsmaßnahmen im eigenen Geschäftsbereich zählen unter anderem ein verbindlicher Verhaltenskodex für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine Richtlinie zu Sozial- und Arbeitsstandards sowie Managementsysteme für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Neben Schulungen zum Thema Menschenrechte und der Kommunikation zu unserer Menschenrechtserklärung stärken unser internes Kontrollsystem (IKS) sowie regelmäßige interne Audits die Umsetzung und Kontrolle unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten.

Wertschöpfungskette

Zu unseren Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette gehören ein Verhaltenskodizes für Dritte und Lieferanten sowie risikobasierte Schulungen zu menschenrechtlichen Anforderungen, einschließlich Informationen zu unseren Systemen und Verfahren zur Meldung von Fehlverhalten.

Ergänzend führen wir risikobasierte Prüfungen von Geschäftspartnern durch. Menschenrechts- und Umweltklauseln in Verträgen sowie unsere Mitwirkung in Branchen- und Multi-Stakeholder-Initiativen unterstützen zusätzlich die Umsetzung unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten entlang der Wertschöpfungskette.

Darüber hinaus entwickeln wir im Rahmen unserer Einflussmöglichkeiten gezielte Maßnahmen, die auf den Ergebnissen regelmäßiger und anlassbezogener Risikoanalysen basieren. Diese dokumentieren wir entsprechend. Weitere Informationen zu spezifischen Aktivitäten finden Sie auf der Seite Risikoanalyse und Auswirkungen sowie in unserem Nachhaltigkeitsbericht in den Kapiteln S1 und S2. 

Was sind Menschenrechte? Wie melde ich eine mögliche Verletzung? Und was verbirgt sich hinter dem Begriff der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht? Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere Geschäftspartner sollen die Antworten auf diese Fragen kennen, damit wir unser Engagement für Menschenrechte wirksam umsetzen können.

Deshalb haben wir gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Teilen unseres Unternehmens ein globales Menschenrechtstraining entwickelt. Die Schulung ist für Mitarbeitende verpflichtend. Seit 2025 wird sie zudem als unterstützendes Angebot in der Zusammenarbeit mit Lieferanten eingesetzt. Welche Lieferanten teilnehmen, richtet sich nach ihrem jeweiligen Risikoprofil. Damit stärken wir das gemeinsame Verständnis menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten in unserer Wertschöpfungskette und fördern eine verantwortungsvolle Unternehmenskultur. 

Wie können wir verantwortungsvolle Geschäftspraktiken entlang globaler Wertschöpfungsketten stärken? Und wie können wir gemeinsam mit anderen Unternehmen dazu beitragen, die Achtung der Menschenrechte voranzutreiben?

Um diese Ziele zu unterstützen, ist Fresenius Kabi seit 2025 Mitglied der Pharmaceutical Supply Chain Initiative (PSCI). Die PSCI ist ein Zusammenschluss führender Pharma- und Gesundheitsunternehmen, der verantwortungsvolle Lieferkettenpraktiken und ethische Beschaffungsstandards fördert. Durch die Mitwirkung in der Initiative unterstützt Fresenius Kabi die Anwendung und Weiterentwicklung anerkannter Standards für verantwortungsvolle Lieferkettenpraktiken sowie die Achtung der Menschenrechte entlang globaler Wertschöpfungsketten. 

“Mit unserer Mitgliedschaft in der Pharmaceutical Supply Chain Initiative bekennen wir uns zu gemeinsamer Verantwortung, ethischer Beschaffung und partnerschaftlicher Zusammenarbeit – alles zentrale Elemente, um die Achtung der Menschenrechte entlang unserer Wertschöpfungskette zu fördern.”

Marco Kraemer,  Director Supplier Quality Management & Human Rights Function, Fresenius Kabi

Abhilfe

Ziel jeder Abhilfe ist es, menschenrechtliche oder umweltbezogene Beeinträchtigungen zu beenden, zu minimieren und – sofern möglich – rückgängig zu machen. Zur Bewertung der Wirksamkeit überprüfen wir die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen in festgelegten Abständen. Falls erforderlich, leiten wir weitere Schritte ein. Ein Vorgang gilt erst dann als abgeschlossen, wenn alle vorgesehenen Maßnahmen umgesetzt wurden.

Um negative Auswirkungen auf Rechteinhaberinnen und Rechteinhaber wirksam anzugehen, haben wir eine praxisorientierte Toolbox für menschenrechtliche Abhilfe entwickelt. Sie richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die an der Aufklärung von Menschenrechts- und Umweltverstößen beteiligt sind, und enthält verschiedene Bausteine. Dazu gehören allgemeine Leitlinien für Abhilfe im Einklang mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) sowie internationalen Standards und Grundsätzen, ergänzende Hilfestellungen für den Umgang mit spezifischen Menschenrechtsverletzungen und eine Anleitung zur Bewertung der Wirksamkeit von Abhilfe. 

Angemessenheits- und Wirksamkeitsüberprüfung der ergriffenen Maßnahmen

Nach ihrer Umsetzung überprüfen wir fortlaufend die Wirksamkeit der Präventions- und Abhilfemaßnahmen. In diese Bewertung fließen Erkenntnisse aus unseren Risikoanalysen und, soweit relevant, Rückmeldungen potenziell betroffener Interessengruppen und ihrer Vertretungen ein. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Überprüfung können bestehende Maßnahmen angepasst werden, um ihre Wirksamkeit zu erhöhen. Werden bei der Überprüfung Lücken oder zusätzlicher Handlungsbedarf festgestellt, können neue Maßnahmen umgesetzt werden. 

Kontakt

Fresenius SE & Co. KGaA
Else-Kröner-Str. 1
61352 Bad Homburg
Deutschland

humanrights@fresenius.com

Hinweisgebersystem

Hinweise zu möglichen menschenrechtlichen oder andersartigen Compliance-Verstößen können Sie rund um die Uhr namentlich oder anonym über unser Hinweisgebersystem* melden:

Telefonnummer: +49 (0) 800 181 1338*
https://freseniusgroup.ethicspoint.com

Mehr Infos zum Hinweisgebersystem

*Es gelten die Tarife Ihres Mobilfunk- bzw. Festnetzvertrages.

Die Berichterstattung zur Achtung der Menschenrechte für das Jahr 2024 und folgende finden Sie in unserem Nachhaltigkeitsbericht (CSRD-Bericht). Weitere Informationen zum Menschenrechtsprogramm von Fresenius sind hier verfügbar: fresenius.com/de/menschenrechte