Direkt zum Inhalt

Die Ratingagentur Fitch hat heute den Ausblick von Fresenius auf „stabil“ erhöht. Zuvor war dieser mit „negativ“ eingestuft. Das Unternehmens-Rating hat Fitch mit BBB- bestätigt. Der verbesserte Ausblick basiert unter anderem auf der fortgesetzt guten Entwicklung bei den Operating Companies, einer sorgfältigen Kapitalallokation sowie Fortschritten bei der Vereinfachung der Konzernstruktur. Die Verbesserung des Ausblicks ist ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie #FutureFresenius. Fresenius bekennt sich auch weiterhin zu seinem Investment-Grade-Rating und hält am selbst gesetzten Zielkorridor von 3,0 bis 3,5x Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA fest.

  • Ausgezeichneter Anstieg des währungsbereinigten Konzernumsatzes um 7 % auf 10,4 Mrd €; Operating Companies mit außerordentlich starkem organischem Wachstum von 8 %.
  • Konzern-EBIT steigt währungsbereinigt um 15 %1 nach starker Entwicklung der Operating Companies und operativem Turnaround bei Fresenius Medical Care 
  • EBIT-Marge von Fresenius Kabi mit 14,2 % innerhalb des strukturellen Margenbands, bedingt durch operative Verbesserungen und fortschreitende Kosteneinsparungen
  • Fresenius Helios mit sehr starkem organischen Umsatzwachstum von 7 % im Wesentlichen aufgrund der hervorragenden Geschäftsentwicklung in Spanien
  • Einsparungen von ~280 Mio € im ersten Halbjahr durch strukturelle Produktivitätsverbesserungen
  • Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care auf gutem Weg nach überwältigender Zustimmung auf außerordentlicher Hauptversammlung 
  • Transformationsprozess bei Fresenius Vamed eingeleitet
  • Konzern-Ausblick ohne Fresenius Medical Care mit verbessertem Umsatzausblick, Ergebnisausblick bestätigt

Gemäß Ausblick für das Geschäftsjahr 2023, ohne Provider Relief Fund (PRF) bei Fresenius Medical Care. 2022 wurde der EBIT von Fresenius Medical Care durch finanzielle Unterstützung der US-Regierung in Höhe von 277 Mio € (nicht-währungsbereinigt) positiv beeinflusst (Q2/22: 161 Mio € und H1/22: 177 Mio €). Dementsprechend wurde die Vorjahresbasis angepasst. Für 2023 erwartet Fresenius Medical Care dagegen keine weitere Unterstützung der US-Regierung.


Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 2. Quartal 2023. 

Tabelle 2. Quartal 2023
Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius: „Wir halten das Tempo hoch und setzen #FutureFresenius konsequent und zügig um. Und das zeigt Wirkung. Fresenius Helios und Fresenius Kabi haben ein gutes zweites Quartal abgeliefert. Unsere Operating Companies sind im Markt erfolgreich und bringen Innovationen zu unseren Patienten. Fresenius Kabi und Fresenius Helios steigerten ihren Umsatz stärker als erwartet. Beide liegen in ihren jeweiligen Margenbändern, die wir mit unserem neuen Finanzrahmen Anfang des Jahres eingeführt haben. Auch bei Fresenius Medical Care sehen wir eine positive Geschäftsentwicklung im 2. Quartal. Hier haben wir mit der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Juli ein neues Kapitel aufgeschlagen und mit großer Zustimmung der Aktionärinnen und Aktionäre den Weg für die Dekonsolidierung frei gemacht. Wichtige Weichenstellungen stehen bei der Vamed an. Hier haben wir eine umfassende Transformation zur Neuausrichtung des Unternehmens eingeleitet.“

 

Vor Sondereinflüssen, Q1/22 und H1/22 angepasst nach Neubewertung des Anteils an Humacyte
Gemäß Ausblick für das Geschäftsjahr 2023, ohne Provider Relief Fund (PRF) bei Fresenius Medical Care.
Vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.

Vereinfachung der Konzernstruktur auf gutem Weg 
Die Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care kommt planmäßig voran. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung stimmten die Aktionärinnen und Aktionäre von Fresenius Medical Care mit über 99 % für den Rechtsformwechsel von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine deutsche Aktiengesellschaft (AG). In seiner konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der neue Aufsichtsrat Michael Sen zu seinem Vorsitzenden sowie Fresenius-Finanzvorständin Sara Hennicken zur stellvertretenden Vorsitzenden. Damit unterstreicht Fresenius seine enge Verbundenheit mit Fresenius Medical Care und sein anhaltendes Engagement für das Unternehmen. Neben der Vereinfachung der Corporate Governance wird die neue Struktur zu einer effizienteren und schnelleren Entscheidungsfindung führen, da sie einen klareren Fokus auf die Interessen von Fresenius Medical Care ermöglicht und Management-Ressourcen freisetzt. Fresenius Medical Care erhält auch eine größere Flexibilität hinsichtlich der Finanzstrategie. Vorbehaltlich der Eintragung im Handelsregister soll der Formwechsel bis spätestens Ende des Geschäftsjahres 2023 umgesetzt werden. 


Transformation Fresenius Vamed 
Infolge der anhaltend negativen Ergebnisentwicklung bei Fresenius Vamed hat Fresenius mit Vorlage der Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2023 angekündigt, das Geschäftsmodell, die Governance und sämtliche Prozesse des Unternehmens einer umfangreichen Analyse zu unterziehen. Gleichzeitig wurde ein tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm initiiert mit dem klaren Ziel, die Profitabilität des Unternehmens zu steigern. Auch wurde eine umfassende Transformation der Organisation des Unternehmens eingeleitet. Bereits Ende Juni wurde die Neuordnung der Unternehmensführung der VAMED bekanntgegeben. Im Fresenius-Vorstand zeichnet künftig das neue Vorstandsmitglied Dr. Michael Moser zuständig für Fresenius Vamed. Zudem wurde die Kontrollfunktion des VAMED-Aufsichtsrats durch Neubesetzungen und Einrichtung eines Prüfungsausschusses, u.a. bestehend aus Sara Hennicken als Vorsitzende und Dr. Michael Moser als stellvertretenden Vorsitzenden, gestärkt. 

Im Rahmen des Restrukturierungsprogramms wird VAMED nun das Projektgeschäft neu ausrichten, insbesondere in Deutschland. Darüber hinaus ist im Servicegeschäft der Rückzug aus Nicht-Kernaktivitäten in wesentlichen außereuropäischen Märkten vorgesehen. Dabei wird die Redimensionierung der Aktivitäten, und damit verbunden, ein deutlich geringeres Risikoprofil erreicht. Zukünftig wird sich Fresenius Vamed auf die folgenden attraktiven Geschäftsbereiche fokussieren:

  • Health Facility Operations (HFO) mit den Schwerpunkten stationäre und ambulante Rehabilitation sowie Pflege
  • High-End Services (HES) für Krankenhäuser mit Bewirtschaftung der Medizintechnik, Krankenhausbetriebstechnik und Sterilgutversorgung 
  • Health Tech Engineers (HTE) mit dem Projektgeschäft im Gesundheitswesen 

Im 2. Quartal 2023 wurden negative Sondereffekte in Höhe von 332 Mio € für das Einstellen von Geschäftsaktivitäten und damit verbundenen Wertberichtigungen und Rückstellungen gebucht. Diese sind größtenteils nicht zahlungswirksam. Für weitere potenzielle Wertberichtigungen und Aufwendungen für nicht-fortgeführte Aktivitäten sowie Restrukturierungsaufwendungen werden nach derzeitigem Stand zusätzlich rund 200 bis 250 Mio € erwartet. Davon entfallen circa 60 bis 80 Mio € auf zahlungswirksame Restrukturierungskosten. 

Der operative Turnaround wird für das zweite Halbjahr 2023 erwartet, mit einer sequenziellen Verbesserung im 3. Quartal 2023 und einem positiven EBIT im 4. Quartal 2023. Diese Erholung wird hauptsächlich durch das Servicegeschäft HES und das HFO-Geschäft vorangetrieben. Ab dem Geschäftsjahr 2025 soll Fresenius Vamed das im #FutureFresenius Financial Framework vorgegebene strukturelle EBIT-Margenband von 4 bis 6 % erreichen.


Strukturelle Produktivitätsverbesserung erfolgreich fortgesetzt
Das konzernweite Kosten- und Effizienzprogramm kommt gut voran mit den größten Einsparungen bei Fresenius Medical Care und Fresenius Kabi. Im 1. Halbjahr 2023 wurden bereits rund 280 Mio € an strukturellen Kosteneinsparungen auf EBIT-Ebene und damit rund 55 % der für 2023 geplanten Einsparungen erzielt. Im gleichen Zeitraum fielen Einmalaufwendungen von rund 110 Mio € an, um diese Einsparungen zu realisieren. Diese werden als Sondereinflüsse ausgewiesen. Fresenius Medical Care erzielte im 2. Quartal 2023 Kosteneinsparungen in Höhe von rund 75 Mio €. Die entsprechenden Einmalaufwendungen beliefen sich auf 25 Mio €.


Konzernausblick für 2023 ohne Fresenius Medical Care 
Nach der Zustimmung der Aktionärinnen und Aktionäre von Fresenius Medical Care für den Rechtsformwechsel wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht auf dem Weg zur Vereinfachung der Konzernstruktur. Um der Dekonsolidierung der Fresenius Medical Care bereits jetzt Rechnung zu tragen, wird Fresenius den Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2023 nunmehr ausschließlich ohne Fresenius Medical Care geben. Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg der Umsetzung von #FutureFresenius, bei der Fresenius Medical Care nicht mehr zu den vollkonsolidierten Tochterunternehmen von Fresenius gehören wird.

Im Geschäftsjahr 2023 soll der Konzernumsatz1 ohne Fresenius Medical Care organisch im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Der währungsbereinigte EBIT2 des Konzerns soll ohne Fresenius Medical Care in etwa stabil bleiben oder im bis zu mittleren einstelligen Prozentbereich zurückgehen. 

Fresenius rechnet damit, dass die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten / EBITDA3 ohne Fresenius Medical Care zum Jahresende 2023 unter 4,0x liegen wird und sich damit von 4,19x4 (30. Juni 2023) verbessern wird (31. Dezember 2022: 3,80x4). In dieser Annahme sind potenzielle Desinvestitionen nicht enthalten. Der selbst definierte Zielkorridor für den Verschuldungsgrad liegt unverändert bei 3,0x bis 3,5x. 


Erwartungen zu Einflüssen auf das Geschäftsjahr 2023
Für das Geschäftsjahr 2023 geht Fresenius davon aus, dass es weder zu weiteren Verschärfungen geopolitischer Spannungen noch zu einer Verschlechterung der aktuellen Lage durch COVID-19 kommen wird und dass sich Lieferkettenengpässe zunehmend abschwächen. Fresenius erwartet darüber hinaus, dass sich die allgemeine Kosteninflation negativer auf das Geschäft auswirken werden als im Jahr 2022. Dies ist im Wesentlichen auf die sich annualisierenden Belastungen durch Kosteninflation zurückzuführen.

Mögliche Auswirkungen des weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds auf Geschäftsentwicklung und Bilanz wird Fresenius weiterhin genau beobachten.

Alle diese Annahmen sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

1 Basis 2022: 21.532 Mio €
2 Basis 2022: 2.187 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen
3 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; 
Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
4 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten 

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


7 % Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz
Der Konzernumsatz stieg um 3 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 10.359 Mio € (2. Quartal 2022: 10.018 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten insgesamt einen negativen Einfluss von 4 % auf das Umsatzwachstum. Der Umsatz der Operating Companies erhöhte sich um 6 % (währungsbereinigt: 9 %). Ohne Fresenius Medical Care stieg der Konzernumsatz um 5 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 5.557 Mio € (2. Quartal 2022: 5.284 Mio €).

Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Konzernumsatz um 4 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 20.584 Mio € (1. Halbjahr 2022: 19.738 Mio €). Das organische Wachstum betrug 5 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten insgesamt einen negativen Einfluss von 2 % auf das Umsatzwachstum. Der Umsatz der Operating Companies erhöhte sich um 6 % (währungsbereinigt: 7 %). Ohne Fresenius Medical Care stieg der Konzernumsatz um 6 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 11.103 Mio € (1. Halbjahr 2022: 10.476 Mio €).


15 %1 Anstieg beim währungsbereinigten EBIT2  
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen fiel um 2 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 1.649 Mio € (2. Quartal 20222: 1.682 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.247 Mio € (2. Quartal 2022: 1.528 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 fiel der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen um 3 % (währungsbereinigt: -3 %) auf 3.234 Mio € (1. Halbjahr 20222: 3.344 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 2.738 Mio € (1. Halbjahr 2022: 3.123 Mio €).

1 Gemäß Ausblick für das Geschäftsjahr 2023, ohne Provider Relief Fund (PRF) bei Fresenius Medical Care
2 Vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen und ohne Provider Relief Fund (PRF) stieg währungsbereinigt um 15 %1. Der Anstieg ist hauptsächlich auf Fresenius Medical Care sowie auf die gute Entwicklung bei den Operating Companies zurückzuführen, die Maßnahmen gegen die inflationsbedingten Kostensteigerungen erfolgreich umsetzen. Die Operating Companies erreichten einen EBIT-Anstieg um 5 % und eine EBIT-Marge von 11,3 %. Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 5 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 956 Mio € (2. Quartal 20222: 1.003 Mio €). Dies ist im Wesentlichen auf die negative Ergebnisentwicklung bei Fresenius Vamed zurückzuführen. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 9,2 % (2. Quartal 20222: 10,0 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 543 Mio € (2. Quartal 2022: 845 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 1 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 555 Mio € (2. Quartal 20222: 558 Mio €). Die EBIT-Marge ohne Fresenius Medical Care vor Sondereinflüssen betrug 10,0 % (2. Quartal 20222: 10,6 %).

Im 1. Halbjahr 2023, stieg der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen und ohne Provider Relief Fund (PRF) währungsbereinigt um 2 %1. Die Operating Companies erreichten einen EBIT-Anstieg um 2 % und eine EBIT-Marge von 11,4 %. Im 1. Halbjahr 2023 fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 7 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 1.864 Mio € (1. Halbjahr 20222: 2.003 Mio €). Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 9,1 % (1. Halbjahr 20222: 10,1 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 1.330 Mio € (1. Halbjahr 2022: 1.747 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 4 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 1.109 Mio € (1. Halbjahr 20222: 1.151 Mio €). Die EBIT-Marge ohne Fresenius Medical Care vor Sondereinflüssen betrug 10,0 % (1. Halbjahr 20222: 11,0 %).

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen lag bei -184 Mio € (2. Quartal 20222: -116 Mio €), im Wesentlichen aufgrund von Refinanzierungsaktivitäten im Umfeld gestiegener Zinsen. Das berichtete Zinsergebnis lag bei -184 Mio € (2. Quartal 2022: -116 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 lag das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen bei -354 Mio € (1. Halbjahr 20222: -235 Mio €). Das berichtete Zinsergebnis lag bei -354 Mio € (1. Halbjahr 2022: -234 Mio €).

1 Gemäß Ausblick für das Geschäftsjahr 2023, ohne Provider Relief Fund (PRF) bei Fresenius Medical Care
2 Vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Die Steuerquote vor Sondereinflüssen stieg auf 27,3 % (2. Quartal 20222: 23,0 %), im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs des Anteils der steuerlich nicht absetzbaren Aufwendungen im Vergleich zum steuerpflichtigen Einkommen bei Fresenius Medical Care sowie der Nichtansetzung von erhöhten Verlustvorträgen bei Fresenius Vamed. Die berichtete Steuerquote betrug 53,8 % (2. Quartal 2022: 22,6 %). Im 1. Halbjahr 2023 lag die Steuerquote vor Sondereinflüssen bei 26,2 % (1. Halbjahr 20222: 22,9 %). Die berichtete Steuerquote betrug 35,6 % (1. Halbjahr 2022: 23,1 %). 

Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei -186 Mio € (2. Quartal 20222: -233 Mio €). Davon entfielen 93 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -86 Mio € (2. Quartal 2022: -181 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 lag der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei -351 Mio € (1. Halbjahr 20222: -451 Mio €). Davon entfielen 93 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -203 Mio € (1. Halbjahr 2022: -367 Mio €).

Das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen fiel um 17 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 375 Mio € (2. Quartal 20222: 450 Mio €). Der Rückgang ist im Wesentlichen zurückzuführen auf inflationsbedingte Kostensteigerungen und die negative Ergebnisentwicklung bei Fresenius Vamed. Darüber hinaus haben steigende Zinskosten und eine höhere Steuerquote die Ergebnisentwicklung belastet. Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf 80 Mio € (2. Quartal 2022: 383 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen um 17 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 375 Mio € (2. Quartal 20222: 450 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 fiel das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen um 16 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 764 Mio € (1. Halbjahr 20222: 913 Mio €). Das berichtete Konzernergebnis1 fiel auf 426 Mio € (1. Halbjahr 2022: 796 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel das Konzernergebnis1 vor Sondereinflüssen um 16 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 764 Mio € (1. Halbjahr 20222: 913 Mio €).

Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen fiel um 17 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 0,67 € (2. Quartal 20222: 0,80 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,15 € (2. Quartal 2022: 0,68 €).
Im 1. Halbjahr 2023 fiel das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen um 17 % (währungsbereinigt: -17 %) auf 1,36 € (1. Halbjahr 20222: 1,63 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,76 € (1. Halbjahr 2022: 1,42 €).

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt2 Vor SondereinflüssenDetails zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.
 


Investitionen 
Fresenius investierte 396 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Konzernumsatzes (2. Quartal 2022: 419 Mio €; 4 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken. Ohne Fresenius Medical Care investierte Fresenius 240 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Umsatzes. (2. Quartal 2022: 247 Mio €; 5 % des Umsatzes). Im 1. Halbjahr 2023 investierte Fresenius 749 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Konzernumsatzes (1. Halbjahr 2022: 757 Mio €; 4 % des Konzernumsatzes). Ohne Fresenius Medical Care investierte Fresenius 451 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Umsatzes. (1. Halbjahr 2022: 423 Mio €; 4 % des Umsatzes).

Das Akquisitionsvolumen betrug 27 Mio € (2. Quartal 2022: 291 Mio €) und entfiel im Wesentlichen auf Investitionen in Fremdkapitalinstrumente durch Fresenius Medical Care. Ohne Fresenius Medical Care betrug das Akquisitionsvolumen 0 Mio € (2. Quartal 2022: 224 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 betrug das Akquisitionsvolumen 95 Mio € (1. Halbjahr 2022: 453 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care betrug das Akquisitionsvolumen 18 Mio € (1. Halbjahr 2022: 303 Mio €).


Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow stieg auf 1.186 Mio € (2. Quartal 2022: 1.017 Mio €) aufgrund der guten Cashflow-Entwicklung bei Fresenius Medical Care und Fresenius Kabi. Gegenläufig wirkte sich die negative Ergebnisentwicklung bei Fresenius Vamed aus. Die operative Cashflow-Marge betrug 11,4 % (2. Quartal 2022: 10,2 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden stieg auf 791 Mio € (2. Quartal 2022: 581 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden stieg auf -30 Mio € (2. Quartal 2022: -391 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel der der operative Konzern-Cashflow auf 285 Mio € (2. Quartal 2022: 393 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 stieg der operative Konzern-Cashflow auf 1.361 Mio € (1. Halbjahr 2022: 1.118 Mio €). Die operative Cashflow-Marge betrug 6,6 % (1. Halbjahr 2022: 5,7 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden stieg auf 614 Mio € (1. Halbjahr 2022: 326 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden stieg auf -311 Mio € (1. Halbjahr 2022: -794 Mio €). Ohne Fresenius Medical Care fiel der operative Konzern-Cashflow auf 317 Mio € (1. Halbjahr 2022: 335 Mio €).

Die Cash Conversion Rate (CCR), die das Verhältnis des adjustierten Free Cashflow1 zum EBIT vor Sondereinflüssen abbildet, betrug im 1. Halbjahr 0,8 
(LTM: 1,2). Ohne Fresenius Medical Care lag die Cash Conversion Rate im 1. Halbjahr 2023 bei 0,3 (LTM: 1,0).


Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns blieb gegenüber dem Jahresende 2022 so gut wie unverändert (währungsbereinigt: 1 %) und lag bei 76.413 Mio € (31. Dezember 2022: 76.415 Mio €). Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 6 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 19.305 Mio € (31. Dezember 2022: 18.279 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vorräte aufgrund der Geschäftsausweitung. Die langfristigen Vermögenswerte fielen um 2 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 57.108 Mio € (31. Dezember 2022: 58.136 Mio €).

Das Eigenkapital fiel um 2 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 31.430 Mio € (31. Dezember 2022: 32.218 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 41,1 % (31. Dezember 2022: 42,2 %). 

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 2 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 28.183 Mio € (31. Dezember 2022: 27.763 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 3 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 25.712 Mio € (31. Dezember 2022: 25.014 Mio €).

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns ohne Fresenius Medical Care stiegen um 4 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 15.271 € (31. Dezember 2022: 14.708 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns ohne Fresenius Medical Care stiegen um 6 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 14.162 Mio € (31. Dezember 2022: 13.307 Mio €).

1 Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden; vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen


Der Verschuldungsgrad zum 30. Juni 2023 lag bei 3,88x1,2,3 (31. Dezember 2022: 3,65x1,2). Der Anstieg ist im Wesentlichen zurückzuführen auf das niedrigere EBITDA bei Fresenius Medical Care und Fresenius Vamed sowie auf gestiegene Netto-Finanzverbindlichkeiten. Ohne Fresenius Medical Care lag der Verschuldungsgrad bei 4,19x1,2 (31. Dezember 2023: 3,80x1,2).

Im 2. Quartal 2023 lag der ROIC bei 4,6 % aufgrund des niedrigeren EBIT (4. Quartal 2022: 5,1 %). Ohne Fresenius Medical Care lag der ROIC bei 5,0 % (4. Quartal 2022: 5,6 %). 

1 Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen
2 Vor Sondereinflüssen
3 Fresenius Medical Care: Enthalten sind Finanzverbindlichkeiten & Leasingverbindlichkeiten der Bilanzposition „Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten“ sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die innerhalb der Bilanzposition „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ enthalten sind.

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.

 

Unternehmensbereiche – Operating Companies

Fresenius Kabi

Fresenius Kabi ist spezialisiert auf Produkte für die Therapie und Versorgung von kritisch und chronisch kranken Patientinnen und Patienten. Das Portfolio umfasst Biopharmazeutika, klinische Ernährung, MedTech-Produkte, intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel (I.V.-Arzneimittel) sowie I.V.-Flüssigkeiten. 

2. Quartal 2023 Fresenius Kabi

  • Wachstumsvektoren mit starkem zweistelligen organischen Umsatzwachstum
  • Pharma mit zunehmend dynamischer Entwicklung 
  • EBIT-Marge1 innerhalb des strukturellen Margenbandes 


Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 6 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 2.001 Mio € (2. Quartal 2022: 1.896 Mio €), im Wesentlichen getragen von der guten Entwicklung der Wachstumsvektoren. Das organische Umsatzwachstum betrug 8 %. 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz von Fresenius Kabi um 7 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 3.992 Mio € (1. Halbjahr 2022: 3.743 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 8 %. 

Der Umsatz im Bereich Wachstumsvektoren (MedTech, Nutrition und Biopharma) stieg um 10 % (organisch: 12 %) auf 1.062 Mio € (2. Quartal 2022: 961 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz im Bereich Wachstumsvektoren um 11 % (organisch: 11 %) auf 2.113 Mio € (1. Halbjahr 2022: 1.903 Mio €).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.

Der Umsatz im Bereich MedTech stieg um 6 % (organisch: 9 %) auf 365 Mio € (2.  Quartal 2022: 345 Mio €), u.a. aufgrund der guten Entwicklung im Bereich Transfusionsmedizin und Zelltherapien (TCT) sowie erfolgreicher Produkteinführungen. Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz im Bereich MedTech um 8 % (organisch: 9 %) auf 744 Mio € (1. Halbjahr 2022: 687 Mio €).

Der Umsatz im Bereich Nutrition stieg um 5 % (organisch: 13 %) auf 614 Mio € (2. Quartal 2022: 587 Mio €), im Wesentlichen aufgrund der guten Entwicklung in Lateinamerika und eines sich weiter normalisierenden Geschäfts in China.
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz im Bereich Nutrition um 4 % (organisch: 11 %) auf 1.216 Mio € (1. Halbjahr 2022: 1.164 Mio €). 

Der Umsatz im Bereich Biopharma stieg um 188 % (organisch: 34 %) auf 83 Mio € (2. Quartal 2022: 29 Mio €), im Wesentlichen aufgrund erfolgreicher Produkteinführungen in Europa, den USA und Lateinamerika. 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz im Bereich Biopharma um 196 % (organisch: 44 %) auf 153 Mio € (1. Halbjahr 2022: 52 Mio €).

Der Umsatz im Bereich Pharma (IV Drugs & Fluids) stieg um 2 % (organisch: 6 %) auf 952 Mio € (2. Quartal 2022: 935 Mio €). Die Umsatzsteigerung ist zurückzuführen auf die positive Entwicklung in beiden Produktbereichen.
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz im Bereich Pharma um 3 % (organisch: 5 %) auf 1.892 Mio € (1. Halbjahr 2022: 1.840 Mio €).

Der EBIT1 von Fresenius Kabi stieg um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 285 Mio € (2. Quartal 2022: 271 Mio €) aufgrund der guten operativen Geschäftsentwicklung sowie des gut voranschreitenden Kosteneinsparungsprogramms. Die EBIT-Marge1 betrug 14,2 % (2. Quartal 2022: 14,3 %) und lag damit innerhalb des strukturellen EBIT-Margenbandes. 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der EBIT1 um 2 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 574 Mio € (1. Halbjahr 2022: 564 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 14,4 % (1. Halbjahr 2022: 15,1 %).

Der EBIT1 der Wachstumsvektoren stieg um 9 % (währungsbereinigt: 12 %) auf 88 Mio € (2. Quartal 2022: 81 Mio €), im Wesentlichen aufgrund der hervorragenden Umsatzentwicklung und des gut voranschreitenden Kosteneinsparungsprogramms. Die EBIT-Marge1 betrug 8,3 % (2. Quartal 2022: 8,4 %). 

1 Vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Im 1. Halbjahr 2023 fiel der EBIT1 der Wachstumsvektoren um 5 % (währungsbereinigt: -5 %) auf 184 Mio € (1. Halbjahr 2022: 193 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,7 % (1. Halbjahr 2022: 10,1 %).

Der EBIT1 im Bereich Pharma stieg um 4 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 206 Mio € (2. Quartal 2022: 198 Mio €) aufgrund der positiven Umsatzentwicklung und des gut voranschreitenden Kosteneinsparungsprogramms. Die EBIT-Marge1 betrug 21,6 % (2. Quartal 2022: 21,1 %).
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der EBIT1 im Bereich Pharma (IV Drugs & Fluids) um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 403 Mio € (1. Halbjahr 2022: 383 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 21,3 % (1. Halbjahr 2022: 20,8 %).

Das Ergebnis1,2 fiel um 5 % (währungsbereinigt: -6 %) auf 179 Mio € (2. Quartal 2022: 189 Mio €). 
Im 1. Halbjahr 2023 fiel das Ergebnis1,2 um 5 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 370 Mio € (1. Halbjahr 2022: 390 Mio €). 

Der operative Cashflow stieg auf 180 Mio € (2. Quartal 2022: 109 Mio €), hauptsächlich aufgrund des verbesserten Managements des Netto-
Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge betrug 9,0 % (2. Quartal 2022: 5,7 %). 
Im 1. Halbjahr 2023 fiel der operative Cashflow auf 201 Mio € (1. Halbjahr 2022: 242 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 5,0 % (1. Halbjahr 2022: 6,5 %).

Fresenius Kabi erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstum3 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll in etwa bei 14% liegen (strukturelles Margenband: 14 bis 17 %).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3 Basis 2022: 7.850 Mio €
4 Basis 2022: EBIT-Marge: 13,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Fresenius Helios

Fresenius Helios ist Europas führender privater Gesundheitsdienstleister. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland, Helios Spanien und Helios Fertility. Helios Deutschland betreibt 87 Krankenhäuser, rund 240 Medizinische Versorgungszentren, 27 arbeitsmedizinische Zentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 50 Krankenhäuser, ~100 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 8 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv. Helios Fertility bietet ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.  

2. Quartal 2023 Fresenius Helios

  • Fresenius Helios mit ausgezeichnetem organischen Umsatzwachstum aufgrund sehr guter Entwicklung in Spanien inklusive Lateinamerika
  • Helios Deutschland mit solidem Umsatzwachstum infolge von Zunahme komplexer Behandlungen
  • EBIT-Marge1 stabil im strukturellen Margenband dank erfolgreicher Maßnahmen gegen inflationsbedingte Kostensteigerungen
  • Helios Fertility mit guter Geschäftsentwicklung


Der Umsatz stieg um 6 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 3.113 Mio € (2. Quartal 2022: 2.925 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 7 %. Akquisitionen trugen 0 % zum Umsatzwachstum bei. 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz um 6 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 6.179 Mio € (1. Halbjahr 2022: 5.856 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 6 %. Akquisitionen trugen 0 % zum Umsatzwachstum bei. 

Der Umsatz von Helios Deutschland stieg um 4 % (organisch: 4 %) auf 1.823 Mio € (2. Quartal 2022: 1.758 Mio €), im Wesentlichen aufgrund gestiegener Fallzahlen und positiver Mixeffekte durch die Zunahme komplexer Behandlungen.
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz von Helios Deutschland um 3 % (organisch: 3 %) auf 3.651 Mio € (1. Halbjahr 2022: 3.541 Mio €).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 11 % (währungsbereinigt: 12 %) auf 1.223 Mio € (2. Quartal 2022: 1.101 Mio €). Das organische Wachstum betrug 12 % und ist zurückzuführen auf eine anhaltend gute Nachfrage nach Behandlungen. Ferner zeigten die Krankenhäuser in Lateinamerika eine gute Entwicklung. 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 9 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 2.393 Mio € (1. Halbjahr 2022: 2.190 Mio €). 

Der Umsatz von Helios Fertility stieg um 5 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 68 Mio € (2. Quartal 2022: 65 Mio €) aufgrund positiver Effekte beim Behandlungsmix.
Im 1. Halbjahr 2023 betrug der Umsatz von Helios Fertility 134 Mio € (1. Halbjahr 2022: 122 Mio €).

Der EBIT1 von Fresenius Helios stieg um 3 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 311 Mio € (2. Quartal 2022: 303 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,0 % (2. Quartal 2022: 10,4 %). 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der EBIT1 von Fresenius Helios um 2 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 622 Mio € (1. Halbjahr 2022: 609 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,1 % (1. Halbjahr 2022: 10,4 %).

Der EBIT1 von Helios Deutschland blieb unverändert bei 154 Mio € (2. Quartal 2022: 154 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,4 % (2. Quartal 2022: 8,8 %). 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der EBIT1 von Helios Deutschland auf 309 Mio € (1. Halbjahr 2022: 308 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,5 % (1. Halbjahr 2022: 8,7 %).

Der EBIT1 von Helios Spanien stieg aufgrund des guten Umsatzwachstums und trotz gestiegener Kosteninflation um 4 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 154 Mio € (2. Quartal 2022: 148 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 12,6 % (2. Quartal 2022: 13,4 %). Im 1. Halbjahr 2023 stieg der EBIT1 von Helios Spanien um 3 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 311 Mio € (1. Halbjahr 2022: 301 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 13,0 % (1. Halbjahr 2022: 13,7 %). 

Der EBIT1 von Helios Fertility betrug 7 Mio € (2. Quartal 2022: 7 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 10,3 % (2. Quartal 2022: 10,8 %). 

1 Vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Im 1. Halbjahr 2023 betrug der EBIT1 von Helios Fertility 11 Mio € (1. Halbjahr 2022: 11 Mio €). Die EBIT-Marge1 lag bei 8,2 % (1. Halbjahr 2022: 9,0 %). 
Das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios fiel um 7 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 183 Mio € (2. Quartal 2022: 197 Mio €). 
Im 1. Halbjahr 2023 fiel das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios um 5 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 373 Mio € (1. Halbjahr 2022: 392 Mio €). 

Der operative Cashflow fiel auf 61 Mio € (2. Quartal 2022: 194 Mio €) bedingt durch Verzögerungen bei den Budgetverhandlungen in Deutschland und damit einhergehenden höheren Forderungen bei Helios Deutschland. Die Cashflow-Marge lag bei 2,0 % (2. Quartal 2022: 6,6 %). 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der operative Cashflow auf 169 Mio € (1. Halbjahr 2022: 58 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 2,7 % (1. Halbjahr 2022: 1,0 %). 

Fresenius Helios erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein organisches Umsatzwachstum3 im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge4 soll innerhalb des strukturellen Margenbands von 9 bis 11 % liegen.

Vor Sondereinflüssen

Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt.

Basis 2022: 11.716 Mio €

Basis 2022: EBIT-Marge: 10,1 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.
 

 

Die Unternehmensbereiche – Investment Companies

Fresenius Medical Care 
(Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)

Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 30. Juni 2023 behandelte Fresenius Medical Care rund 344.000 Patientinnen und Patienten in 4.050 Dialysezentren. Zu den wichtigsten Produktgruppen zählen Dialysatoren und Dialysegeräte. Darüber hinaus erbringt Fresenius Medical Care dialysebezogene Dienstleistungen.   

2. Quartal 2023 Fresenius Medical Care

  • Fresenius Medical Care setzt Strategie erfolgreich um
  • Organisches Wachstum in den Bereichen Care Enablement und Care Delivery im zweiten Quartal beschleunigt
  • Einsparungen aus dem Transformationsprogramm FME25 voll im Plan
  • Rechtsformwechsel in eine deutsche Aktiengesellschaft von den Aktionärinnen und Aktionären beschlossen
  • Prognosespanne für das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 präzisiert


Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 1 % auf 4.825 Mio € (währungsbereinigt: +6 %, organisch: +6 %). Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz von Fresenius Medical Care um 2 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 9.529 Mio € 
(1. Halbjahr 2021: 9.305 Mio €). 

Der EBIT stieg um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 357 Mio € (2. Quartal 2022: 341 Mio €). Dies entspricht einer Marge von 7,4 % (2. Quartal 2022: 7,2 %). Ohne Sondereffekte und U.S. Provider Relief Funding (PRF) stieg der EBIT um 41 % auf 401 Mio € (währungsbereinigt: 44 %), was einer Marge von 8,3 % entspricht (2. Quartal 2022: 6,0 %).

1 Vor Sondereinflüssen
2 Gemäß Ausblick für das Geschäftsjahr 2023; Vergleichsbasis 2022 bereinigt um Unterstützungszahlungen des Provider Relief Fund (PRF) an Fresenius Medical Care.
3 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.


Im 1. Halbjahr 2022 fiel der EBIT von Fresenius Medical Care um 10 % (währungsbereinigt: -11 %) auf 618 Mio € (1. Halbjahr 2022: 688 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 6,5 % (1. Halbjahr 2022: 7,4 %). Ohne Sondereffekte und PRF stieg der EBIT um 12 % (währungsbereinigt: 11 %) auf 755 Mio € (1. Halbjahr 2022: 675 Mio €) bei einer EBIT-Marge von 7,9 % (1. Halbjahr 2022: 7,3 %).

Das Ergebnis1 sank um 5 % auf 140 Mio € (währungsbereinigt: -4 %). Ohne Sondereffekte und PRF erhöhte sich das Ergebnis1 um 51 % auf 175 Mio € (währungsbereinigt: 54 %). 
Im 1. Halbjahr 2022 fiel das Ergebnis1 von Fresenius Medical Care um 26 % (währungsbereinigt: -26 %) auf 227 Mio € (1. Halbjahr 2022: 305 Mio €). Ohne Sondereffekte und PRF erhöhte sich das Ergebnis1 um 5 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 329 Mio € (1. Halbjahr 2022: 313 Mio €).

Im zweiten Quartal erwirtschaftete Fresenius Medical Care einen operativen Cashflow in Höhe von 1.007 Mio € (2. Quartal 2022: 751 Mio €). Dies entspricht einer Marge von 20,9 % (2. Quartal 2022: 15,8 %). Der Anstieg ist vor allem auf die 2022 erfolgte Rückzahlung von Vorauszahlungen, die das Unternehmen ursprünglich im Jahr 2020 im Rahmen des Medicare Accelerated and Advance Payment Program erhalten hatte, sowie auf die Saisonalität der Rechnungsstellung zurückzuführen. 
Im 1. Halbjahr erwirtschaftete Fresenius Medical Care einen operativen Cashflow von 1.150 Mio € (1. Halbjahr 2022: 910 Mio €), was einer Marge von 12,1 % entspricht (1. Halbjahr 2022: 9,8 %).

1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.

Das Unternehmen erwartet für 2023 weiterhin ein Umsatzwachstum1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Auf Basis der Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr präzisiert Fresenius Medical Care die Zielspanne für den EBIT im Geschäftsjahr 2023. Das Unternehmen erwartet nun, dass der EBIT2 stabil bleibt oder im bis zu niedrigen einstelligen Prozentbereich3 zurückgeht (bisheriges Ziel: stabil oder Rückgang im bis zu hohen einstelligen Prozentbereich). Das Ziel des Unternehmens, bis 2025 eine operative Marge von 10 bis 14% zu erreichen, bleibt unverändert.


Für weitere Informationen siehe die Pressemitteilung von Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.

1 Basis 2022: 19.398 Mio €
2 Basis 2022: 1.540 Mio €
3 Umsatz und EBIT auf die im Ausblick Bezug genommen wird, sind währungsbereinigt und ohne Sondereffekte. Sondereffekte werden als separate KPI („Umsatz ohne Sondereffekte“, EBIT ohne Sondereffekte“) angegeben, um Effekte zu erfassen, die ungewöhnlicher Natur sind und zum Zeitpunkt der Prognose nicht vorhersehbar waren oder deren Umfang oder Auswirkungen nicht absehbar waren. Diese Posten werden bereinigt, um die Vergleichbarkeit der vorgelegten Zahlen mit den Finanzzielen des Unternehmens zu gewährleisten, die ohne Sondereffekte definiert wurden. 
Im Geschäftsjahr 2022 gehörten zu den Sondereffekten Kosten im Zusammenhang mit dem FME25-Programm, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei, die Neubewertung der Humacyte-Investitionen und der Nettogewinn im Zusammenhang mit InterWell Health. Darüber hinaus wurde die Basis (Geschäftsjahr 2022) für den Ausblick für 2023 um die von der U.S.-Regierung erhaltenen Unterstützungsleistungen („Provider Relief Fund”, PRF) bereinigt. Für das Geschäftsjahr 2023 beinhalten die Sondereffekte Kosten im Zusammenhang mit dem FME25-Programm, die Neubewertung der Humacyte-Investitionen, die Kosten im Zusammenhang mit der Rechtsformumwandlung und die Auswirkungen der Optimierung des Portfolios.



Fresenius Vamed

Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung. 

2. Quartal 2023 Fresenius Vamed  

  • Negative Umsatzentwicklung durch Projektverzögerungen sowie Portfolioanpassungen im Rahmen der Maßnahmen zur Transformation des Unternehmens 
  • EBIT1 belastet durch fehlende Umsatzerlöse und Einmaleffekte 
  • Umfassendes Transformationsprogramm begonnen


Der Umsatz von Fresenius Vamed fiel um 6 % (währungsbereinigt: -6 %) auf 531 Mio € (2. Quartal 2022: 562 Mio €). Organisch fiel der Umsatz um 7 %. 
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz von Fresenius Vamed um 4 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 1.114 Mio € (1. Halbjahr 2022: 1.075 Mio €). Organisch stieg der Umsatz um 3 %.

Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg um 6 % (währungsbereinigt: 5%) auf 443 Mio € (2. Quartal 2022: 417 Mio €) aufgrund der guten Entwicklung bei High-End Services (HES).
Im 1. Halbjahr 2023 stieg der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft um 7 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 879 Mio € (1. Halbjahr 2022: 822 Mio €).

1 Vor Sondereinflüssen  
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.



Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 39 % (währungsbereinigt: -39 %) auf 88 Mio € (2. Quartal 2022: 145 Mio €). Im 1. Halbjahr 2023 fiel der Umsatz im Projektgeschäft um 7 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 235 Mio € (1. Halbjahr 2022: 253 Mio €).

Der EBIT1 fiel auf -20 Mio € (2. Quartal 2022: 11 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von -3,8 % (2. Quartal 2022: 2,0 %). Hauptursachen waren die schwache Umsatzentwicklung und negative Einmaleffekte. Um der negativen EBIT-Entwicklung entgegenzuwirken, wurde ein umfangreiches Transformationsprogramm eingeleitet. 
Im 1. Halbjahr 2023 fiel der EBIT1 auf -47 Mio € (1. Halbjahr 2022: 19 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von -4,2 % (1. Halbjahr 2022: 1,8 %).

Das Ergebnis1,2 fiel auf -31 Mio € (2. Quartal 2022: 6 Mio €). 
Im 1. Halbjahr 2023 fiel das Ergebnis1,2 auf -67 Mio € (1. Halbjahr 2022: 10 Mio €).

Der Auftragseingang betrug 179 Mio € (2. Quartal 2022: 253 Mio €). Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2023 lag bei 3.280 Mio €  (31. Dezember 2022: 3.689 Mio €). 

Der operative Cashflow fiel auf 2 Mio € (2. Quartal 2022: 7 Mio €) aufgrund des negativen Ergebnisses. Die Cashflow-Marge betrug 0,4 % (2. Quartal 2022: 1,2 %). Im 1. Halbjahr 2023 fiel der operative Cashflow auf -66 Mio € (1. Halbjahr 2022: -38 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug -5,9 % (1. Halbjahr 2022: -3,5 %).

Fresenius Vamed erwartet für das Geschäftsjahr 2023 unverändert ein organisches Umsatzwachstum4 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge5 soll deutlich unter dem strukturellen Margenband von 4 bis 6 % liegen.

1 Vor Sondereinflüssen  
2 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
3 Darin enthalten ist ein bedingt vereinbarter Auftragsbestand in Höhe von 1.017 Mio €
4 Basis 2022: 2.359 Mio €
5 Basis 2022: EBIT-Marge: 0,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen

Details zu den Sondereinflüssen finden Sie in der Überleitungsrechnung ab Seite 27 des PDFs.

 

Telefonkonferenz und Webcast
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 2. Quartal 2023 findet am 2. August 2023 um 13.30 Uhr (CEDT) / 07.30 Uhr EDT eine Telefonkonferenz bzw. ein Webcast statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/investoren. Nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung als Mitschnitt zur Verfügung.

 

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Beschleunigtes organisches Wachstum in Care Enablement und Care Delivery im zweiten Quartal mit stabilen Behandlungsvolumina in den USA im Vergleich zum Vorquartal 
  • Umsetzung des Turnaround-Plans führt zu spürbaren Produktivitätssteigerungen in Care Delivery; Marge erreicht im zweiten Quartal das untere Ende der Zielspanne für 2025
  • Einsparungen durch das Transformationsprogramm FME25 im Plan
  • Erfolgreiche Umsetzung der Portfolio-Optimierung 
  • Rechtsformwechsel in eine deutsche Aktiengesellschaft von den Aktionärinnen und Aktionären beschlossen
  • Prognosespanne für das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 präzisiert

Helen Giza, Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care, sagte: „Das zweite Quartal macht deutlich, dass wir mit der Umsetzung unseres strategischen Plans absolut auf Kurs sind. Wir setzen unsere Portfolio-Optimierung um, führen unser FME25-Programm erfolgreich fort und beschleunigen unsere Turnaround-Maßnahmen. Wie erwartet haben sich der Arbeitsmarkt und das inflationäre Umfeld stabilisiert. Unsere Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung – unterstützt durch die gezielte Schließung von Dialysezentren – tragen zur positiven Entwicklung bei. Dies gibt uns die Zuversicht, unsere Prognosespanne für das operative Ergebnis des Geschäftsjahrs auf das obere Ende einzugrenzen."


Kennzahlen (IFRS®, ungeprüft)                    

in Mio €

Q2 2023

Q2 2022

Wachs-tum

Wachs-tum, wb

H1 2023

H1 2022

Wachs-tum

Wachs-tum, wb

Umsatz

4.825

4.757

+1 %

+6 %

9.529

9.305

+2 %

+4 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Operatives Ergebnis

357

341

+5 %

+5 %

618

688

-10 %

-11 %

ohne Sondereffekte und PRF1

401

284

+41%

+44%

755

675

+12%

+11%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzernergebnis2

140

147

-5 %

-4 %

227

305

-26 %

-26 %

ohne Sondereffekte und PRF1

175

116

+51%

+54%

329

313

+5%

+5%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ergebnis je Aktie (€)

0,48

0,50

-5 %

-4 %

0,77

1,04

-26 %

-26 %

ohne Sondereffekte und PRF1

0,59

0,39

+51%

+54%

1,12

1,07

+5%

+4%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                              

wb = währungsbereinigt

Im Geschäftsjahr 2022 gehörten zu den Sondereffekten die Aufwendungen für das Programm FME25, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei, die Neubewertung des Anteils an Humacyte und der Nettogewinn im Zusammenhang mit InterWell Health. Darüber hinaus wurde die Basis (Geschäftsjahr 2022) für den Ausblick 2023 um die von der U.S.-Regierung erhaltenen Unterstützungsleistungen („Provider Relief Fund”, PRF) bereinigt. Im Geschäftsjahr 2023 beinhalten die Sondereffekte die Neubewertung des Anteils an Humacyte, Aufwendungen für das Programm FME25, Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Rechtsformwechsel und die Optimierung des Bestandsportfolios. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der beigefügten Überleitungsrechnung.

Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
Erfolgreiche Umsetzung des strategischen Plans

Fresenius Medical Care hat den Strukturwandel kontinuierlich vorangetrieben. Zu Beginn des Jahres wurde das neue Betriebsmodell eingeführt, einhergehend mit der entsprechenden Finanzberichterstattung. Die Vereinfachung der Governance-Struktur durch den Wechsel der Rechtsform ist damit die verbleibende strukturelle Anpassung, die noch umgesetzt werden muss. Ein wichtiger Meilenstein hierfür wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Juli 2023 erreicht, auf der 99,88 % der vertretenen Aktionärinnen und Aktionäre der Umwandlung der Rechtsform von Fresenius Medical Care von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine Aktiengesellschaft (AG) zugestimmt haben.

Parallel dazu setzt das Unternehmen seine Maßnahmen zur Steigerung der betrieblichen Effizienz sowie seinen Turnaround-Plan kontinuierlich um. Im Rahmen des Transformationsprogramms FME25 konnten im zweiten Quartal weitere Einsparungen in Höhe von 75 Mio € generiert werden. Fresenius Medical Care ist damit vollumfänglich auf Kurs, nachhaltige Einsparungen in Höhe von 250 bis 300 Mio € bis zum Jahresende 2023 und in Höhe von 650 Mio € bis zum Jahresende 2025 zu erzielen.

Neben Effizienz- und Produktivitätssteigerungen treibt Fresenius Medical Care auch die Optimierung des Portfolios voran. Die angekündigten strategischen Veräußerungen von Dialysezentren im südlichen Afrika und in Ungarn zeigen die deutlichen Fortschritte des Unternehmens bei der Umsetzung dieses Plans. 

Die genannten Beispiele sind Teil der Gesamtstrategie von Fresenius Medical Care zur Optimierung seines Portfolios. Im Rahmen dieser Strategie trennt sich das Unternehmen von Geschäftsbereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören beziehungsweise Margen-verwässernd sind. Der aus entsprechenden Veräußerungen resultierende Mittelzufluss wird – in Einklang mit der strikten Finanzpolitik des Unternehmens – zum Abbau von Schulden verwendet.

Ergebnisentwicklung ohne Sondereffekte durch FME25-Einsparungen und Produktivitätssteigerungen getragen

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 1% auf 4.825 Mio € (+6% währungsbereinigt, +6% organisch).

Im Segment Care Delivery stieg der Umsatz um 1% auf 3.873 Mio € (+6% währungsbereinigt, +6 % organisch).

Care Delivery U.S. verzeichnete ein Umsatzwachstum von 2% (+4% währungsbereinigt, +4% organisch). Dies ist hauptsächlich auf organisches Wachstum zurückzuführen, das durch das Geschäft in der wertbasierten Versorgung, höhere Erstattungen und einen vorteilhaften Kostenträger-Mix unterstützt wurde. Die Umsatzentwicklung war teilweise durch Wechselkurseffekte negativ beeinflusst. Der Annualisierungseffekt der Covid-19-bedingten Übersterblichkeit von Dialysepatientinnen und -patienten belastet weiterhin das organische Behandlungswachstum (-0,1%), welches im mittleren Bereich der vom Unternehmen skizzierten Erwartungen lag. 

Der Umsatz von Care Delivery International blieb stabil (+14% währungsbereinigt, +15% organisch). Das organische Wachstum, unterstützt durch die Auswirkungen der Hyperinflation in verschiedenen Märkten, wurde durch negative Wechselkurseffekte und die Auswirkungen geschlossener oder verkaufter Dialysezentren ausgeglichen. Trotz des Annualisierungseffekts der Covid-19-bedingten Übersterblichkeit war das organische Behandlungswachstum mit 0,9% positiv.

Der Umsatz im Segment Care Enablement blieb stabil und betrug 1.325 Mio € (+6% währungsbereinigt, +6% organisch). Höhere Umsätze mit Geräten für die chronische Behandlung, intensivmedizinischen Produkten und Produkten für die Heimhämodialyse sowie gestiegene durchschnittliche Verkaufspreise wirkten sich positiv aus. Die Umsatzentwicklung war größtenteils durch Wechselkurseffekte negativ beeinflusst.

Der Umsatz mit Produkten, die zwischen den Geschäftssegmenten zum beizulegenden Zeitwert transferiert werden (Eliminierungen zwischen den Segmenten), sank um 3% auf 373 Mio € (+3% währungsbereinigt; Q2 2022: 383 Mio €).3

Das Unternehmen überträgt Produkte zwischen den Segmenten zum Marktwert. Die damit verbundenen internen Erträge und Aufwendungen sowie alle verbleibenden internen Gewinne oder Verluste für die Produkttransfers werden zunächst innerhalb der operativen Segmente verbucht, bei der Konsolidierung eliminiert und unter "Eliminierungen zwischen den Segmenten" ausgewiesen.

Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 2% auf 9.529 Mio € (+4% währungsbereinigt, +4% organisch). Der Umsatz von Care Delivery stieg um 2% auf 7.628 Millionen (+3% währungsbereinigt, +4% organisch), wobei sowohl Care Delivery U.S. als auch Care Delivery International um 2% wuchsen (U.S.: +1% währungsbereinigt, +2% organisch; International: +13% währungsbereinigt, +14% organisch). Der Umsatz von Care Enablement stieg um 2% auf 2.635 Mio € (+5% währungsbereinigt, +5% organisch). Die Eliminierungen zwischen den Segmenten gingen um 2% zurück und betrugen 734 Mio € (währungsbereinigt stabil; H1 2022: 750 Mio €).

Das operative Ergebnis stieg um 5% auf 357 Mio € (+5% währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 7,4% (Q2 2022: 7,2%). Ohne Sondereffekte und U.S. Provider Relief Funding (PRF)1 stieg das operative Ergebnis um 41% auf 401 Mio € (+44% währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 8,3% (Q2 2022: 6,0%).

Im Segment Care Delivery sank das operative Ergebnis um 11% auf 384 Mio € (-10% währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 9,9% (Q2 2022: 11,3%). Das operative Ergebnis ohne Sondereffekte und PRF1 stieg um 40% auf 402 Mio € (+42% währungsbereinigt), was einer Marge von 10,4% entspricht (Q2 2022: 7,5%). Dies war hauptsächlich auf das Geschäftswachstum, geringere Personalkosten aufgrund einer verbesserten Produktivität sowie auf Einsparungen aus dem FME25-Programm zurückzuführen. 

Das operative Ergebnis im Segment Care Enablement betrug 2 Mio € (Q2 2022: -11 Mio €); dies entspricht einer Marge von 0,1% (Q2 2022: -0,8%). Ohne Sondereffekte stieg das operative Ergebnis um 533% auf 19 Mio. EUR (+601% währungsbereinigt), was einer Marge von 1,4% entspricht (Q2 2022: 0,2%). Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahresquartal ist vor allem auf gestiegene Absatzmengen, eine verbesserte Preisgestaltung und Einsparungen durch das FME25-Programm zurückzuführen. Diese Effekte wurden teilweise durch inflationsbedingte Kostensteigerungen und einen negativen Effekt aus Fremdwährungstransaktionen ausgeglichen.

Das operative Ergebnis der Zentralbereiche betrug -25 Mio € (Q2 2022: -84 Mio €). Ohne Sondereffekte betrug das operative Ergebnis -16 Mio € (Q2 2022: -9 Mio €).

Im ersten Halbjahr sank das operative Ergebnis um 10% auf 618 Mio € (-11% währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 6,5% (H1 2022: 7,4%). Ohne Sondereffekte und PRF1 stieg das operative Ergebnis um 12% auf 755 Mio € (+11% währungsbereinigt), was einer Marge von 7,9% entspricht (H1 2022: 7,2%). Im Bereich Care Delivery sank das operative Ergebnis um 8% auf 669 Mio € (-10% währungsbereinigt); dies entspricht einer Marge von 8,8% (H1 2022: 9,8%). Im Bereich Care Enablement sank das operative Ergebnis auf -23 Mio € (H1 2022: 59 Mio €), was einer Marge von -0,9% entspricht (H1 2022: 2,3%). Das operative Ergebnis der Zentralbereiche betrug -15 Mio € (H1 2022: -94 Mio €). 

Das Konzernergebnis2 sank um 5% auf 140 Mio € (-4% währungsbereinigt). Ohne Sondereffekte und PRF1 stieg das Konzernergebnis2 um 51% auf 175 Mio € (+54% währungsbereinigt). 

Im ersten Halbjahr sank das Konzernergebnis2 um 26% auf 227 Mio € (-26% währungsbereinigt). Ohne Sondereffekte und PRF1 stieg das Konzernergebnis2 um 5% auf 329 Mio € (+5% währungsbereinigt).

Das Ergebnis je Aktie (Basic EPS, „Earnings Per Share“) sank um 5% auf 0,48 € (-4% währungsbereinigt). Das Ergebnis je Aktie ohne Sondereffekte und PRF1 stieg um 51% auf 0,59 € (+54% währungsbereinigt).

Im ersten Halbjahr sank das Ergebnis je Aktie um 26% auf 0,77 € (-26% währungsbereinigt). Ohne Sondereffekte und PRF1 stieg das Ergebnis je Aktie um 5% auf 1,12 € (+4% währungsbereinigt).

Starke Entwicklung des Cashflows

Im zweiten Quartal erwirtschaftete Fresenius Medical Care einen operativen Cashflow in Höhe von 1.007 Mio € (Q2 2022: 751 Mio €), dies entspricht einer Marge von 20,9% (Q2 2022: 15,8%). Der Anstieg ist vor allem auf die im Jahr 2022 erfolgte Verrechnung von Vorauszahlungen, die das Unternehmen ursprünglich im Jahr 2020 im Rahmen des „Medicare Accelerated and Advance Payment Program“ erhalten hatte, sowie auf die Saisonalität der Rechnungsstellung zurückzuführen.

Im ersten Halbjahr betrug der operative Cashflow 1.150 Mio € (H1 2022: 910 Mio €), dies entspricht einer Marge von 12,1% (H1 2022: 9,8%).

Der Free Cashflow4 betrug im zweiten Quartal 852 Mio € (Q2 2022: 582 Mio €), dies entspricht einer Marge von 17,7% (Q2 2022: 12,2%). Im ersten Halbjahr erwirtschaftete Fresenius Medical Care einen Free Cashflow von 854 Mio € (H1 2022: 581 Mio €), dies entspricht einer Marge von 9,0% (H1 2022: 6,2%).

Nettomittelzufluss/-abfluss aus betrieblicher Tätigkeit, nach Investitionen, vor Akquisitionen, Investitionen und Ausschüttungen

Ausblick

Das Unternehmen erwartet für 2023 weiterhin ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich (Basis 2022: 19.398 Mio €). 

Auf Basis der Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr präzisiert Fresenius Medical Care die Zielspanne für das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2023. Das Unternehmen erwartet nun, dass das operative Ergebnis stabil bleibt oder im bis zu niedrigen einstelligen Prozentbereich zurückgeht (Basis 2022: 1.540 Mio €; bisheriges Ziel: stabil oder Rückgang im bis zu hohen einstelligen Prozentbereich)5.

Das Ziel des Unternehmens, bis 2025 eine operative Marge von 10 bis 14% zu erreichen, bleibt unverändert.

Der Umsatz und das operative Ergebnis, auf die im Ausblick Bezug genommen wird, sind währungsbereinigt und ohne Sondereinflüsse. Sondereinflüsse werden als separate KPI ("Umsatz ohne Sondereinflüsse", "operatives Ergebnis ohne Sondereinflüsse") angegeben, um Effekte zu erfassen, die ungewöhnlicher Natur sind und zum Zeitpunkt der Prognose nicht vorhersehbar waren oder deren Umfang oder Auswirkungen nicht absehbar waren. Diese Posten werden bereinigt, um die Vergleichbarkeit der vorgelegten Zahlen mit den Finanzzielen des Unternehmens zu gewährleisten, die ohne Sondereffekte definiert wurden. 
Im Geschäftsjahr 2022 gehörten zu den Sondereffekten die Aufwendungen für das Programm FME25, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei, die Neubewertung des Anteils an Humacyte und der Nettogewinn im Zusammenhang mit InterWell Health. Darüber hinaus wurde die Basis (Geschäftsjahr 2022) für den Ausblick 2023 um die von der U.S.-Regierung erhaltenen Unterstützungsleistungen („Provider Relief Fund”, PRF) bereinigt. Für das Geschäftsjahr 2023 beinhalten die Sondereffekte die Neubewertung des Anteils an Humacyte, Aufwendungen für das Programm FME25, Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Rechtsformwechsel und die Optimierung des Bestandsportfolios. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der beigefügten Überleitungsrechnung.

Patienten, Dialysezentren und Beschäftigte

Zum 30. Juni 2023 behandelte Fresenius Medical Care 344.086 Patientinnen und Patienten in 4.050 Dialysezentren weltweit und beschäftigte 124.295 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (auf Basis der Gesamtbeschäftigtenzahl), verglichen mit 130.448 Beschäftigten zum 30. Juni 2022.

Telefonkonferenz 

Fresenius Medical Care veranstaltet am 2. August 2023 um 15:30 Uhr MESZ eine Telefonkonferenz für Investoren und Analysten zu den Ergebnissen des zweiten Quartals und des ersten Halbjahres 2023. Einzelheiten werden auf der Website von Fresenius Medical Care im Bereich "Investoren" veröffentlicht. Eine Aufzeichnung wird kurz nach der Telefonkonferenz zur Verfügung stehen.

Einen vollständigen Überblick über die Ergebnisse des zweiten Quartals und des ersten Halbjahres 2023 finden Sie in unserer Gewinn- und Verlustrechnung am Ende dieser Mitteilung und in den Anhängen als separate PDF-Dateien. Weitere Einzelheiten finden Sie in unserer 6-K-Offenlegung.
 

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die verschiedenen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, behördlichen Genehmigungen, Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, Ergebnissen klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Diese und weitere Risiken und Unsicherheiten sind im Detail in den Berichten der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA beschrieben, die bei der U.S.-amerikanischen Börsenaufsicht (U.S. Securities and Exchange Commission) eingereicht werden. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Die Umsetzung der hier beschriebenen Maßnahmen steht unter dem Vorbehalt von Informations- und Konsultationsverfahren mit Betriebsräten und anderen Arbeitnehmervertretungen gemäß den lokalen Gesetzen. Solche Konsultationen können zu Änderungen an den vorgeschlagenen Maßnahmen führen.
 

  • Außerordentliche Hauptversammlung stimmt Rechtsformwechsel von Fresenius Medical Care zu
  • Mehrere Vorteile, darunter schnellere und agilere Entscheidungsfindung
  • Michael Sen zum Vorsitzenden des neuen Aufsichtsrats gewählt
  • Formwechsel soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein

Fresenius Medical Care, der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, hat heute eine außerordentliche Hauptversammlung (HV) abgehalten. Die Aktionärinnen und Aktionäre des Unternehmens haben allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zugestimmt, unter anderem dem Rechtsformwechsel von einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) in eine deutsche Aktiengesellschaft (AG). Zudem wurden die vier Anteilseignervertreter*innen im Aufsichtsrat der neuen Fresenius Medical Care AG gewählt. In seiner konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der neue Aufsichtsrat Michael Sen zu seinem Vorsitzenden.

Michael Sen, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care AG, sagte: „Das heutige Votum unserer Aktionärinnen und Aktionäre ist ein klarer Vertrauensbeweis dafür, dass wir mit Fresenius und mit Fresenius Medical Care auf dem richtigen Weg sind. Als Aufsichtsratsvorsitzender freue ich mich, dieses Gremium hochqualifizierter Persönlichkeiten zu führen. Die unterschiedlichen Hintergründe und Erfahrungen der Mitglieder sorgen für eine gute Balance zwischen Kontinuität und neuen Perspektiven. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit diesem großartigen Team. Darüber hinaus möchte ich dem langjährigen Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Dr. Dieter Schenk, der das Unternehmen fast drei Jahrzehnte lang begleitet hat, meine große Anerkennung aussprechen. Mein Dank gilt auch Rolf Classon, Dr. Dorothea Wenzel und Professor Dr. Gregor Zünd, deren Mandate als Aufsichtsratsmitglieder mit dem Abschluss des Formwechsels enden.“

Helen Giza, Vorstandsvorsitzende der Fresenius Medical Care AG, sagte: „Mit der heutigen Entscheidung unserer Aktionärinnen und Aktionäre, Fresenius Medical Care in eine deutsche Aktiengesellschaft umzuwandeln, wird ein neues Kapitel in der Entwicklung des Unternehmens aufgeschlagen. Ich bin der festen Überzeugung, dass nach dem Formwechsel die Entscheidungsprozesse beschleunigt werden. Wir werden so noch flexibler in unseren Bemühungen sein, als führendes Unternehmen für Menschen mit Nierenerkrankungen Werte zu schaffen. Zudem wird insbesondere die Rolle unserer Streubesitzaktionäre gestärkt. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit unserem neuen Aufsichtsrat und darauf, Fresenius Medical Care gemeinsam mit meinem Team und unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in aller Welt in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.“

Mit dem Formwechsel in eine deutsche Aktiengesellschaft wird Fresenius Medical Care über ein den Aktionär*innen vertrautes, zweistufiges Aufsichtsratssystem verfügen, das der allgemein anerkannten Corporate-Governance-Praxis entspricht. Der mitbestimmte Aufsichtsrat wird in Zukunft aus zwölf Mitgliedern bestehen. Auf der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung wurden Shervin J. Korangy, Dr. Marcus Kuhnert, Dr. Gregory Sorensen und Pascale Witz zu Mitgliedern des neuen Aufsichtsrats gewählt. Zudem entsendet die Fresenius SE & Co. KGaA (Fresenius), die rund 32,2 Prozent des Grundkapitals hält, zwei Mitglieder in den neuen Aufsichtsrat: den Fresenius-Vorstandsvorsitzenden Michael Sen, der zum Vorsitzenden des neuen Aufsichtsrats gewählt wurde, sowie die Fresenius-Finanzvorständin Sara Hennicken. Damit unterstreicht Fresenius seine enge Verbundenheit mit Fresenius Medical Care und sein anhaltendes Engagement für das Unternehmen. Die weiteren sechs Mitglieder des neuen Aufsichtsrats werden zu einem späteren Zeitpunkt von den Arbeitnehmern gewählt. Der neue Aufsichtsrat wird nach Wirksamwerden des Formwechsels alle Aufsichtsfunktionen wahrnehmen, einschließlich der Überprüfung der Strategie, der Ernennung des Managements, der Vergütung, der Zustimmung zu wichtigen Managementent-scheidungen und der Abschlussprüfung.

Der neue Aufsichtsrat der Fresenius Medical Care AG hat heute auch den Vorstand der künftigen Fresenius Medical Care AG formell bestellt, der sich aus den Mitgliedern des bisherigen Vorstands der Fresenius Medical Care Management AG zusammensetzt.

Neben der Vereinfachung der Corporate Governance bietet der Formwechsel in eine deutsche Aktiengesellschaft weitere Vorteile. So wird die vereinfachte Struktur zu einer effizienteren und schnelleren Entscheidungsfindung führen, da sie einen klareren Fokus auf die Interessen von Fresenius Medical Care ermöglicht und Management-Ressourcen freisetzt. Fresenius Medical Care erhält auch eine größere Flexibilität hinsichtlich der Finanzstrategie. Darüber hinaus wird die Rolle der Streubesitzaktionär*innen gestärkt, deren Einfluss auf die Zusammensetzung des Managements von Fresenius Medical Care zunimmt.

Nach der Zustimmung zu allen Tagesordnungspunkten auf der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung werden nun alle notwendigen administrativen, regulatorischen und Compliance-Schritte eingeleitet. Der gesamte Prozess des Formwechsels von Fresenius Medical Care in eine deutsche Aktiengesellschaft wird voraussichtlich bis Ende 2023 abgeschlossen sein. Bis zum Abschluss bleiben die derzeitige Corporate-Governance-Struktur und die entsprechenden Gremien, einschließlich der derzeitigen Aufsichtsräte, bestehen.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die verschiedenen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, behördlichen Genehmigungen, Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, Ergebnissen klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Diese und weitere Risiken und Unsicherheiten sind im Detail in den Berichten der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA beschrieben, die bei der U.S.-amerikanischen Börsenaufsicht (U.S. Securities and Exchange Commission) eingereicht werden. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Diese Presseinformation könnte nach Maßgabe des U.S. Securities Act of 1933 („Securities Act“), in seiner derzeit gültigen Fassung, als Angebotsmaterial der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA („FME“) angesehen werden. FME hat eine Registrierungserklärung in Form von Formular F-4 nach Maßgabe des Securities Act bei der U.S. Securities and Exchange Commission („SEC“) eingereicht, einschließlich eines zugehörigen Informationsschreibens/Prospekts. AKTIONÄREN VON FME WIRD DRINGEND EMPFOHLEN, DIE REGISTRIERUNGSERKLÄRUNG UND ALLE ANDEREN RELEVANTEN DOKUMENTE, DIE BEI DER SEC EINGEREICHT WURDEN ODER NOCH EINGEREICHT WERDEN, EINSCHLIESSLICH DES ZUGEHÖRIGEN INFORMATIONSSCHREIBENS/PROSPEKTS, ZU LESEN, SOBALD SIE VERFÜGBAR SIND, DA SIE WICHTIGE INFORMATIONEN ÜBER DEN DARIN BESCHRIEBENEN GEPLANTEN FORMWECHSEL ENTHALTEN ODER ENTHALTEN WERDEN. Die endgültige Fassung des Informationsschreibens/Prospekts ist an die Aktionäre von FME verteilt worden. Aktionäre können ein kostenloses Exemplar dieser Offenlegungsdokumente und anderer von FME bei der SEC eingereichter Dokumente auf der Website der SEC unter www.sec.gov oder von Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, zu Händen: Investor Relations, Else-Kröner-Straße 1, 61352 Bad Homburg v.d.H., Deutschland, erhalten.

Fresenius Medical Care, der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, ernennt Martin Fischer (46) mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 zum Finanzvorstand (CFO). Er folgt auf Helen Giza, die im Dezember 2022 Vorstandsvorsitzende wurde und die CFO-Funktion bis zum Antritt ihres Nachfolgers kommissarisch weiterführt. Martin Fischer wird seine Aufgaben aus Bad Homburg heraus wahrnehmen und die Verantwortung für die weltweite Finanzorganisation von Fresenius Medical Care übernehmen. Mit Wirksamwerden des vorgeschlagenen Formwechsels des Unternehmens von einer KGaA in eine Aktiengesellschaft wird Martin Fischer Mitglied des Vorstands der Fresenius Medical Care AG werden.

Martin Fischer war seit 2019 Leiter Finanzen der Diagnostik-Sparte von Siemens Healthineers in Tarrytown, NY, USA. Davor leitete er die Funktion Board Office und Organisation. Im Rahmen des Börsengangs von Siemens Healthineers im Jahr 2018 zeichnete er verantwortlich für die Entwicklung von Geschäftsplanung und Operating Model. Zuvor hatte er verschiedene internationale Rollen im operativen Geschäft und im Finanzbereich des Healthcare-Sektors der Siemens AG. Martin Fischer hat einen Abschluss in Wirtschaftsinformatik der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Reutlingen und einen MBA der Friedrich-Alexander-Universität in Nürnberg. Er absolvierte das Chief Financial Officer Program der Columbia Business School in New York, USA.

„Mit der Berufung von Martin Fischer stärken wir eine bedeutende Position im Vorstandsteam von Fresenius Medical Care. Martin Fischer kennt den internationalen Gesundheitsmarkt auf beiden Seiten des Atlantiks sehr gut. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs zu bringen“, so Michael Sen, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG.

„Martin Fischer hat bewiesen, dass er grundlegende Veränderungen in Organisationen erfolgreich umsetzen kann. Von seiner Expertise im Gesundheits- sowie im Finanzbereich werden wir bei der organisatorischen Transformation und beim Management des Turnarounds profitieren. Martin Fischer wird wesentliche Beiträge dazu leisten, unsere Strategie umzusetzen, als weltweit führendes Unternehmen für Menschen mit Nierenerkrankungen Wert zu schaffen“, sagte Helen Giza, Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care.

„Vor uns liegen große Herausforderungen. Ich bin vom Potenzial des Unternehmens überzeugt und freue mich, dieses gemeinsam mit dem gesamten weltweiten Team von Fresenius Medical Care zu heben. Ich freue mich darauf, meine Erfahrung und mein Wissen einzubringen, um die Transformation des Unternehmens zu unterstützen.“, so Martin Fischer.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die verschiedenen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, behördlichen Genehmigungen, Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, Ergebnissen klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Diese und weitere Risiken und Unsicherheiten sind im Detail in den Berichten der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA beschrieben, die bei der U.S.-amerikanischen Börsenaufsicht (U.S. Securities and Exchange Commission) eingereicht werden. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Dr. Ernst Wastler scheidet mit Erreichen des Pensionsalters zum 18. Juli 2023 aus Fresenius-Vorstand aus
  • Veränderungen und Verjüngung im Führungsteam des Unternehmensbereichs Fresenius Vamed 
  • Gestärkte Kontrollfunktion durch Neubesetzungen in verkleinertem VAMED-Aufsichtsrat und Einrichtung eines Prüfungsausschusses 
  • Nach erfolgreicher Dekonsolidierung auch Fresenius Medical Care künftig nicht mehr im Fresenius-Vorstand vertreten
  • Vorstandszusammensetzung spiegelt Neuausrichtung durch #FutureFresenius wider

Der Gesundheitskonzern Fresenius tritt künftig mit einem veränderten Vorstandsteam auf. Dr. Ernst Wastler, bisher verantwortlich für Fresenius Vamed, scheidet mit Erreichen des Pensionsalters zum 18. Juli 2023 als Vorsitzender des VAMED-Vorstands und damit zugleich aus dem Fresenius-Vorstand aus. Dr. Klaus Schuster und Frank-Michael Frede werden in den VAMED-Vorstand berufen. Dr. Klaus Schuster übernimmt die neue Funktion des Sprechers des VAMED-Vorstands, wird aber nicht im Fresenius-Vorstand vertreten sein. Zuständig für Fresenius Vamed zeichnet im Fresenius-Vorstand künftig das neue Vorstandsmitglied Dr. Michael Moser. 

Nach der erfolgreichen Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care wird zudem Helen Giza aus dem Fresenius-Vorstand ausscheiden. Die Strategie #FutureFresenius mit ihrer Neuausrichtung der Unternehmensbereiche in Operating und Investment Companies spiegelt sich somit auch in der Zusammensetzung des Fresenius-Vorstands wider. 

„Ich danke Herrn Dr. Wastler für seine langjährige und höchst engagierte Arbeit im Vorstand von Fresenius“, so Wolfgang Kirsch, Aufsichtsratsvorsitzender von Fresenius. „Der künftig schlankere Fresenius-Vorstand trägt auch den Veränderungen auf dem Weg zu #FutureFresenius Rechnung, die Michael Sen und das Vorstandsteam erfolgreich und mit aller Konsequenz vorantreiben.“

Dr. Klaus Schuster kam 2020 als Chief Operation Officer (COO) zur VAMED Management und Service GmbH. Schuster ist Humanmediziner und war zehn Jahre als Arzt am Landesklinikum St. Pölten tätig. Er hat an der Medizinischen Universität in Wien studiert und promoviert und verfügt über einen MBA in Health Care Administration der Donau Universität Krems.

Ebenfalls in den VAMED-Vorstand berufen wird zum 01. Juli 2023 Frank-Michael Frede, seit 2022 Sprecher der Geschäftsführung der VAMED Deutschland Holding. 

Das VAMED-Vorstandsmandat von Gottfried Koos (67) endet zum 30. Juni 2023. Zum vierköpfigen VAMED-Vorstand gehören weiterhin die beiden bisherigen Vorstandsmitglieder Andrea Raffaseder und Andreas Wortmann. Andreas Wortmann, Chief Financial Officer, wird zusätzlich die neu geschaffene Funktion des Chief Transformation Officer übernehmen. 

Kontrollfunktion gestärkt

Gestärkt wird die Kontrollfunktion des VAMED-Aufsichtsrats. Zum einen wird das Gremium von acht auf sechs Mitglieder verkleinert. Kommerzialrat Karl Samstag, bislang stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der VAMED AG und Generaldirektor der Austria Creditanstalt AG im Ruhestand, sowie Dr. Robert Hink, früherer Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebundes, legen ihre Ämter zum Tag der nächsten ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 12. Juli 2023 nieder. 

Dr. Dieter Schenk, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fresenius Management SE, wird den VAMED-Aufsichtsrat unverändert leiten. Sara Hennicken, Finanzvorständin von Fresenius und seit Dezember 2022 Mitglied im VAMED-Aufsichtsrat, wird diesem Gremium weiterhin angehören und soll zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt werden.  Andreas Schmidradner, Berater der Geschäftsführung der B&C Industrieholding GmbH, wird dem Gremium weiterhin angehören. Neu in den VAMED-Aufsichtsrat gewählt wurde mit Wirkung zum 12. Juli 2023 das künftige Fresenius-Vorstandsmitglied Dr. Michael Moser. Zusammen mit zwei Arbeitnehmervertretern bilden Sara Hennicken, Dr. Dieter Schenk, Andreas Schmidradner und Dr. Michael Moser künftig den sechsköpfigen VAMED-Aufsichtsrat. Eingerichtet werden soll zudem ein Prüfungsausschuss, bestehend aus Sara Hennicken als Vorsitzende, Michael Moser als stellvertretendem Vorsitzenden und optional einem Arbeitnehmervertreter.

Lesen Sie hierzu auch die zusätzliche Presseinformation der VAMED. Sie finden sie im Downloadbereich rechts, bitte nutzen Sie den zweiten Download-Link.

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

V.l.n.r.: Ingo Elfering (CIO von Fresenius), Michael Sen (Vorstandsvorsitzender von Fresenius) und Christian Klein (CEO und Mitglied des Vorstands der SAP SE)

Der Gesundheitskonzern Fresenius hat einen bedeutenden Meilenstein in seiner IT-Umstellung erreicht. Das Unternehmen hat seine wichtigsten SAP-Systeme erfolgreich in die Cloud migriert – mit „RISE with SAP“, einem umfassenden Paket von SAP, das Unternehmen bei der Transformation zu intelligenten Unternehmen unterstützt. Mit diesem strategischen Schritt hat Fresenius den Grundstein für künftige Innovationsziele gelegt und sich in die Lage versetzt, die Skalierbarkeit zu verbessern, die Anwendungssicherheit zu erhöhen und die Digitalisierung der globalen Geschäftsprozesse voranzutreiben.
 
Die Migration umfasste eine Vielzahl von Systemen, unter anderem ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) für die Kerngeschäftsprozesse in den Bereichen Finanzen, Produktion, Lieferkette und Beschaffung sowie CRM-Systeme (Customer Relationship Management).

„Die SAP RISE-Migration beschleunigt unseren Weg zu #FutureFresenius. Durch die Fähigkeit, unsere IT-Landschaft flexibler zu skalieren, können wir unsere Effizienz erhöhen und uns schneller an Veränderungen anpassen“, sagte Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius. „Die Digitalisierung unseres Unternehmens und der Gesundheitsbranche erfordert skalierbare Plattformen und das Arbeiten in Ökosystemen mit internen und externen Partnern. Digitalisierung wird eine wesentliche Triebfeder unseres Geschäfts werden, um die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu verbessern.“ 

„Wir freuen uns, Fresenius auf dem Weg der digitalen Transformation mit RISE with SAP zu begleiten“, sagte Christian Klein, CEO und Mitglied des Vorstands der SAP SE. „Unsere Lösungen werden Fresenius in die Lage versetzen, Unternehmensabläufe zu optimieren, die Effizienz zu steigern und seinen Patienten und Kunden einen noch höheren Mehrwert zu bieten.“

Im Zuge des Migrationsprojekts haben Fresenius und SAP eng zusammengearbeitet. 29 Systemlandschaften mit 134 Systemen wurden in einer Rekordzeit von weniger als 15 Monaten reibungslos in die Cloud migriert. Der Abschluss des Projekts schafft die Voraussetzungen dafür, dass Fresenius das volle Potenzial der neuesten SAP-Technologien einschließlich der „SAP S/4HANA Cloud“ ausschöpfen kann, um Innovationen zu beschleunigen und einen bedeutenden Mehrwert für die Fresenius-Gruppe zu schaffen.

Die Migration hat die Sicherheit und Stabilität aller SAP-Systeme verbessert. Probleme können dadurch schneller erkannt und behoben werden, bevor sie sich durch Verzögerungen oder Ausfälle auf das Geschäft auswirken. Die migrierten Systeme zeigen generell eine bessere Leistung. 

„Wir arbeiten bereits seit 30 Jahren erfolgreich mit SAP zusammen und sind mit dem Ergebnis der Cloud-Migration sehr zufrieden. Es zeigt, dass sich all die harte Arbeit und die enge Zusammenarbeit bei Herausforderungen ausgezahlt haben. Das Engagement, das Fachwissen und die Zusammenarbeit aller Beteiligten haben entscheidend dazu beigetragen, diesen wichtigen Meilenstein zu erreichen. Wir sind zuversichtlich, dass die Cloud-Transformation unser Unternehmen zu Innovationen und Spitzenleistungen im heutigen wettbewerbsintensiven Gesundheitsmarkt befähigt“, sagte Ingo Elfering, CIO der Fresenius-Gruppe. „Die Migration unserer zentralen SAP-Datenbanken in die Cloud mit RISE with SAP bietet eine sichere und stabile Plattform für unsere zukünftige SAP S/4HANA-Entwicklung.“

SAP S/4HANA ist ein integriertes ERP-System mit Schwerpunkt auf intelligenter Automatisierung und benutzerfreundlichen Schnittstellen. Mit umfassenden Lösungen für Finanzen, Logistik, Kundenservice, Lieferkette und mehr unterstützt es Unternehmen bei der digitalen Transformation.
 

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Diese Presseinformation könnte nach Maßgabe des U.S. Securities Act of 1933 („Securities Act“), in seiner derzeit gültigen Fassung, als Angebotsmaterial der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA („FME“) angesehen werden. FME hat eine Registrierungserklärung in Form von Formular F-4 nach Maßgabe des Securities Act bei der U.S. Securities and Exchange Commission („SEC“) eingereicht, einschließlich eines zugehörigen Informationsschreibens/Prospekts. AKTIONÄREN VON FME WIRD DRINGEND EMPFOHLEN, DIE REGISTRIERUNGSERKLÄRUNG UND ALLE ANDEREN RELEVANTEN DOKUMENTE, DIE BEI DER SEC EINGEREICHT WURDEN ODER NOCH EINGEREICHT WERDEN, EINSCHLIESSLICH DES ZUGEHÖRIGEN INFORMATIONSSCHREIBENS/PROSPEKTS, ZU LESEN, SOBALD SIE VERFÜGBAR SIND, DA SIE WICHTIGE INFORMATIONEN ÜBER DEN DARIN BESCHRIEBENEN GEPLANTEN FORMWECHSEL ENTHALTEN ODER ENTHALTEN WERDEN. Die endgültige Fassung des Informationsschreibens/Prospekts wird an die Aktionäre von FME verteilt werden. Aktionäre können ein kostenloses Exemplar dieser Offenlegungsdokumente (sobald sie verfügbar sind) und anderer von FME bei der SEC eingereichter Dokumente auf der Website der SEC unter www.sec.gov oder von Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA, zu Händen: Investor Relations, Else-Kröner-Straße 1, 61352 Bad Homburg v.d.H., Deutschland, erhalten.

Fresenius Medical Care, der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, hat heute die Kandidat*innen bekannt gegeben, die auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Juli zur Wahl in den Aufsichtsrat der neuen Fresenius Medical Care AG vorgeschlagen werden. Wie im Februar 2023 angekündigt, wird die außerordentliche Hauptversammlung auch über die Pläne des Unternehmens entscheiden, die derzeitige KGaA (Kommanditgesellschaft auf Aktien) in eine deutsche Aktiengesellschaft mit einem zweistufigen System, bestehend aus Vorstand und mitbestimmtem Aufsichtsrat, umzuwandeln.

Fresenius Medical Care und seine Aktionär*innen werden von der vorgeschlagenen neuen Rechtsform profitieren, da sie die Governance-Struktur vereinfacht und eine noch gezieltere, schnellere und agilere Entscheidungsfindung ermöglicht. Darüber hinaus werden Kapazitäten in der Geschäftsführung freigesetzt und potenzielle Interessenkonflikte vermieden. Die neue Struktur wird Fresenius Medical Care uneingeschränkten Zugang zu den Kapitalmärkten für Finanzierungszwecke ermöglichen und unabhängige Entscheidungen über die Finanz- und Dividendenpolitik sicherstellen. Zudem wird sie insbesondere die Rechte der Streubesitzaktionäre stärken.

Zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen sind:

  • Shervin J. Korangy, President & Vorstandsvorsitzender bei BVI Medical. Der US-Amerikaner war zuvor als Senior Executive bei der Novartis AG tätig sowie Geschäftsführer bei der The Blackstone Group, Inc.
  • Dr. Marcus Kuhnert, bis Ende Juni 2023 Finanzvorstand von Merck. Zuvor war er Finanzvorstand des Bereichs Laundry & Homecare bei Henkel. Kuhnert besitzt die deutsche und die amerikanische Staatsbürgerschaft.
  • Gregory Sorensen, M.D., Vorstandsvorsitzender bei DeepHealth, Vorsitzender des Board of Directors bei IMRIS und seit 2021 Mitglied der Aufsichtsräte der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA und der Fresenius Medical Care Management AG. Von 2011 bis 2015 leitete der US-Amerikaner das Medizingeschäft von Siemens in den USA.
  • Pascale Witz, Vorstandsvorsitzende bei PWH Advisors und seit 2016 Mitglied der Aufsichtsräte der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA und der Fresenius Medical Care Management AG. Zuvor war die Französin als Executive Vice President bei Sanofi und als Vorstandvorsitzende bei GE Healthcare Pharmaceutical Diagnostics tätig. 

„Alle vier Kandidaten sind hochqualifiziert und unabhängig“, sagte der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Dieter Schenk. „Mit der Mischung aus zwei bisherigen und zwei neuen Aufsichtsratsmitgliedern erhalten wir zudem eine gute Balance zwischen Kontinuität und neuen Perspektiven. Unser Ziel ist ein erstklassig besetzter und vielfältiger Aufsichtsrat mit einem breiten Spektrum an Kompetenzen und Hintergründen.“

Michael Sen, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Fresenius Medical Care Management AG und Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Die vier zur Wahl vorgeschlagenen Kandidaten verfügen über breite Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens und in allen wichtigen Märkten einschließlich der USA. Ihre Expertise und ihr internationaler Background werden für uns eine wertvolle Unterstützung bei der Transformation von Fresenius Medical Care und der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens sein.“

Insgesamt wird der paritätisch besetzte Aufsichtsrat der künftigen Fresenius Medical Care AG aus zwölf Mitgliedern bestehen. Neben den vier von der außerordentlichen Hauptversammlung zu wählenden Mitgliedern erhält Fresenius mit einem Anteilsbesitz von 32,2 Prozent des Grundkapitals das Recht, zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat zu entsenden. Fresenius wird hierzu seinen Vorstandsvorsitzenden Michael Sen und seine Finanzvorständin Sara Hennicken in den Aufsichtsrat der Fresenius Medical Care AG entsenden. Die anderen sechs Mitglieder des Aufsichtsrats werden von den Arbeitnehmer*innen gewählt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der künftigen Fresenius Medical Care AG sollen für eine vierjährige Amtszeit gewählt werden. Das Gremium wird eigenständig über seinen Vorsitz entscheiden. Es ist beabsichtigt, dass Michael Sen zur Wahl zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats kandidieren wird.

Die heute veröffentlichte vollständige Tagesordnung der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Juli 2023 finden Sie auf unserer Website: https://www.freseniusmedicalcare.com/de/hauptversammlung

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die verschiedenen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, behördlichen Genehmigungen, Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, Ergebnissen klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Diese und weitere Risiken und Unsicherheiten sind im Detail in den Berichten der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA beschrieben, die bei der U.S.-amerikanischen Börsenaufsicht (U.S. Securities and Exchange Commission) eingereicht werden. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

  • Advancing patient care – Versorgung von Patientinnen und Patienten weltweit mit erstklassigen Gesundheitsprodukten und Therapien

  • Aktiv in hochattraktiven Märkten – Einzigartige Plattform mit vier führenden, sich ergänzenden Geschäften in großen, wachsenden Märkten positioniert Fresenius Kabi hervorragend, um von Paradigmenwechseln im Gesundheitswesen zu profitieren

  • Umsetzung der Vision 2026 – Leitfaden von Fresenius Kabi trägt entscheidend zur Konzernstrategie #FutureFresenius bei, mit Fokus auf klaren Werttreibern in seinen vier Geschäftsbereichen

  • Verbesserung des Ausblicks 2023 für Fresenius Kabi – Mittleres einstelliges organisches Umsatzwachstum1 (bisher: Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich1) und eine EBIT-Marge2 von rund 14 % erwartet (bisher: rund 1 %-Punkt unter dem strukturellen Margenband2 von 14 bis 17 %)

  • Anhebung des mittelfristigen Ambitionsniveaus – Bis 2026 strebt das Unternehmen das obere Ende des strukturellen EBIT-Margenbandes von 14 bis 17 % an

Fresenius veranstaltet heute einen Capital Markets Day in London, der sich auf Fresenius Kabi konzentriert, ein weltweit tätiger Gesundheitskonzern, der auf die Versorgung schwer und chronisch kranker Menschen mit lebenswichtigen Produkten spezialisiert ist. Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, informiert gemeinsam mit Pierluigi Antonelli, dem Vorstandsvorsitzenden von Fresenius Kabi sowie Mitgliedern des Führungsteams von Fresenius Kabi über die Wachstumsperspektiven des Unternehmens.

Im Rahmen des Capital Markets Day gibt Fresenius Kabi einen Überblick über die Umsetzung seines Leitfadens Vision 2026, den Wachstumskurs und die nachhaltige Wertsteigerung des Unternehmens sowie die Ausblicke für die einzelnen Geschäftsbereiche. 

Fresenius Kabi hat entscheidende Veränderungen vorgenommen, um seine Positionen in den drei Wachstumsvektoren Biopharma, MedTech und Nutrition zu stärken und Resilienz im Bereich Pharma aufzubauen. Das Unternehmen hat führende Positionen in verschiedenen hochattraktiven Gesundheitsmärkten und ist daher bestens positioniert, um von den großen Paradigmenwechseln in den Bereichen Biologie, Technologie und Daten zu profitieren. Fresenius Kabi will seine Marktposition nutzen, um die stetig wachsende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und kostengünstigen Behandlungen zu decken.

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, eröffnete den Capital Markets Day: „Fresenius treibt die Vereinfachung, Fokussierung und Performance mit dem Ziel voran, die Patientenversorgung zu verbessern. Fresenius Kabi – jetzt gegliedert in die Bereiche Pharma, Biopharma, Ernährung und MedTech – ist der Schlüssel zu unserer Mission sowie zu einer verbesserten finanziellen Performance.“

Sen weiter: „Größere Transparenz wird das Verständnis und die Wertschätzung für die Stärken und anspruchsvollen Ziele von Fresenius Kabi erhöhen. Das ist das Ziel des heutigen Tages. Kabi entwickelt die Patientenversorgung jeden Tag weiter und verbessert Behandlungen zum Wohle der Patienten weltweit. Das Unternehmen verfügt über hervorragende Präparate und Produkte, eine globale Kunden- und Produktionspräsenz und eine spannende Pipeline mit Innovationen. Das neue Management-Team hat die Energie und das Know-how, um all diese Stärken weiterzuentwickeln und zu den finanziellen Zielen beizutragen, die wir uns für den Konzern gesetzt haben.“

Auf dem Capital Markets Day erläutert das Unternehmen die Entscheidung, den Umsatz- und EBIT-Ausblick für das Jahr 2023 anzuheben und das Ambitionsniveau für die EBIT-Marge für das Jahr 2026 zu verbessern. Für das Jahr 2023 rechnet Fresenius Kabi nun mit einem organischen Umsatzwachstum1 im mittleren einstelligen Prozentbereich (bisher: niedriges bis mittleres einstelliges Wachstum1) und einer EBIT-Marge2 von rund 14 % (bisher: rund 1 %-Punkt unter dem strukturellen Margenband2 von 14 bis 17 %). Der Ausblick der Fresenius-Gruppe bleibt unverändert. Für 2026 strebt Fresenius Kabi nun EBIT-Margen am oberen Ende des strukturellen Margenbandes von 14 bis 17 % an.

Pierluigi Antonelli, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Kabi, sagte: „Fresenius Kabi bietet in allen vier Segmenten relevante und fortschrittliche Therapien an. Fresenius Kabi hat einen klaren Fahrplan zur Wertsteigerung. Wir konzentrieren uns in allen vier Geschäftsbereichen auf eine disziplinierte Umsetzung von Initiativen, die auf ein nachhaltiges und langfristig profitables Wachstum abzielen – zum Wohle unserer Patienten, Kunden und Aktionäre. Wir haben auf diesem Weg bereits bedeutende Fortschritte gemacht. Wir verfügen über ein starkes und erfahrenes Führungsteam mit einer wirklich einzigartigen Mischung aus Kompetenzen, klarer Verantwortlichkeit und leistungsorientierter Ausrichtung.“

Highlights der Präsentationen
Das neue Führungsteam von Fresenius Kabi stellt einige der organisatorischen und operativen Veränderungen sowie Details zu den drei Wachstumsvektoren (BioPharma, Nutrition und MedTech) und dem Pharmageschäft vor, in dem das Unternehmen weiter Resilienz aufbaut.

Markteinführungen im Bereich Nutrition – Das Geschäftsfeld Nutrition von Fresenius Kabi (Umsatz 2022: 2,4 Mrd €) konzentriert sich auf die attraktiven Märkte für parenterale Ernährung (PN) und enterale Ernährung (EN). Mit einem breiten und innovativen Produktportfolio, das unter anderem Mehrkammerbeutel, Lipide, Aminosäuren, Zusatzstoffe, Trink- und Sondennahrung, Pulver und ernährungsphysiologisch wirksame Arzneimittel umfasst, nimmt Fresenius Kabi in mehreren wichtigen Regionen eine führende Position ein. Das führende Portfolio bietet großes Potenzial durch innovative Produkte und einen optimierten Produkt- und Markt-Mix. Das Unternehmen sieht signifikante geografische Expansionsmöglichkeiten, vor allem in China und auf dem US-Markt.

Der Umsatz im Bereich Nutrition soll im Zeitraum 2022 bis 2026 mit 4 bis 7 % p.a. organisch wachsen. Fresenius Kabi strebt stabile EBIT-Margen auf hohem Niveau mit weiterem Wachstumspotenzial an. 

Expansion im Bereich MedTech – Das MedTech-Geschäft von Fresenius Kabi (Umsatz 2022: 1,4 Mrd €) besteht aus dem Bereich Infusions- und Ernährungssysteme (INS) und dem Bereich Transfusionsmedizin und Zelltherapien (TCT). Im Bereich INS bietet das Unternehmen eine Reihe von Infusionspumpen, IV-Zugangssystemen, Ernährungssystemen und Ernährungssonden an. Fresenius Kabi bietet im Bereich TCT ein breites Portfolio an Produkten für die Blutentnahme, Apherese, Plasmaverarbeitung, Autotransfusionen und Zelltherapien an. Hier nimmt das Unternehmen führende Positionen in wachstumsstarken Segmenten wie Plasma- sowie Zell- und Gentherapien ein. Fresenius Kabi plant, seine INS-Präsenz in den USA mit Hilfe von Ivenix, einem 2022 übernommenen Unternehmen, auszubauen und strebt außerdem an, im Bereich Software-Lösungen zu wachsen.

Im Zeitraum 2022 bis 2026 wird ein organisches Umsatzwachstum von 8 bis 10 % p.a. angestrebt. Für die EBIT-Margen wird eine starke Verbesserung angestrebt. 

Erweiterung im Bereich BioPharma – BioPharma (Umsatz 2022: 0,2 Mrd €) umfasst ein schnell wachsendes Geschäft mit Biosimilars und eine sich entwickelnde CDMO-Einheit (Contract Development and Manufacturing Organization). Nach einer Phase umfangreicher Investitionen in den Aufbau von Kapazitäten und der Pipeline ist Biopharma nun für beschleunigtes Wachstum aufgestellt. Hierbei kann das Unternehmen erfolgreiche Markteintritte von Produkten in Europa und anderen Ländern der Welt vorweisen. Basierend auf Portfolio und Pipeline in den Bereichen Autoimmunkrankheiten und Onkologie soll Fresenius Kabi stärker als der Markt wachsen. Die Skalierung und vertikale Integration mit mAbxience bietet ferner Synergieeffekte zur Verbesserung der Margen.

Im Zeitraum 2022 bis 2026 wird für den Bereich Biopharma eine Verdrei- bis Vervierfachung des Umsatzes erwartet. Fresenius Kabi erwartet eine deutliche Verbesserung der Margen und strebt an, im Jahr 2024 den Breakeven beim EBITDA zu erreichen. 

Resilienz aufbauen im Bereich Pharma – Der Geschäftsbereich Pharma von Fresenius Kabi (Umsatz 2022: 3,8 Mrd €) bietet systemkritische generische intravenöse Arzneimittel und Flüssigkeiten, mit denen ein großer globaler Markt bedient wird mit einem Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich. Fresenius Kabi ist ein führender Anbieter von intravenös zu verabreichenden Arzneimitteln in den Bereichen Anästhesie und Analgetika, Antiinfektiva, Intensivmedizin und Onkologie sowie von intravenös zu verabreichenden Flüssigkeiten wie kristalloiden und kolloiden Flüssigkeiten. Das Pharmageschäft von Fresenius Kabi basiert auf einer starken Marktpräsenz in attraktiven Märkten mit langjährigen Kunden und einer hohen Vertragskompetenz. Die breite Pipeline an neuen Produkten und Bereichen mit Produktdifferenzierungen deckt rund 80 % der relevanten „drugs losing exclusivity“ (LOE) in den USA ab. 

Für den Zeitraum 2022 bis 2026 wird ein organisches Umsatzwachstum von 2 bis 4 % p.a. prognostiziert. Bei Pharma liegt der Schwerpunkt auf einer stabilen Margenentwicklung und dem Gewinnwachstum. 

1Basis 2022: 7.850 Mio €
2Basis 2022: EBIT-Marge: 13,8 %, vor Sondereinflüssen; 2023 vor Sondereinflüssen


Webcast
Die Präsentationen finden am 25. Mai 2023 ab 11:30 Uhr MESZ statt. Sie sind herzlich eingeladen, den Capital Markets Day in einer Live-Übertragung über das Internet unter https://www.fresenius.com/de/capital-markets-day zu verfolgen. Im Anschluss an die Präsentationen wird eine Aufzeichnung auf unserer Website verfügbar sein.
 

 

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.

Helen Giza hat die "Charta der Vielfalt" für Fresenius Medical Care unterzeichnet.

Fresenius Medical Care, der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, hat die Charta der Vielfalt unterzeichnet und unterstreicht damit sein Engagement für ein gerechtes und vielfältiges Arbeitsumfeld. Bereits im April 2023 hatte das Unternehmen sich zu den Women's Empowerment Principles der Vereinten Nationen (UN) bekannt.

Die Charta der Vielfalt ist eine Initiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Olaf Scholz. Ziel der Initiative ist es, die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt in Deutschland voranzubringen. Mit der Unterzeichnung der Charta verpflichtet sich Fresenius Medical Care, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wertschätzung erfahren – unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft.

Helen Giza, Vorstandsvorsitzende von Fresenius Medical Care, sagte: „Das Engagement von Fresenius Medical Care für Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion ist der Schlüssel zu mehr Innovation und langfristiger Wertschöpfung für unsere Patientinnen und Patienten und für die Gesellschaft, der wir dienen. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt unterstreichen wir unser Engagement, ein Gefühl der Zugehörigkeit in einem Umfeld zu schaffen, in dem sich jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter sicher, willkommen und wertgeschätzt fühlt.“
Im Jahr 2022 gab das Unternehmen drei globale Richtlinien heraus, die sich auf die Förderung von Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion, das Unterstützen von Mitarbeiternetzwerken sowie Vielfalt bei der Personalauswahl konzentrieren. 

Aktuell verfügt das Unternehmen weltweit über 16 Mitarbeiternetzwerke, beispielsweise für Frauen in Führungspositionen oder die Gruppe LatinX für Lateinamerikanerinnen und -amerikaner. Diese Netzwerke ermöglichen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln und gegenseitig zu unterstützen. Fresenius Medical Care schult außerdem alle Führungskräfte, wie sie inklusive Verhaltensweisen vorleben können. Darüber hinaus hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, bis 2030 den Anteil von Frauen in Führungspositionen so zu erhöhen, dass er dem Anteil von Frauen in der Gesamtbelegschaft entspricht. Mehr Informationen zum Engagement von Fresenius Medical Care finden Sie im Nichtfinanziellen Konzernbericht 2022.

This release contains forward-looking statements that are subject to various risks and uncertainties. Actual results could differ materially from those described in these forward-looking statements due to various factors, including, but not limited to, changes in business, economic and competitive conditions, legal changes, regulatory approvals, impacts related to COVID-19, results of clinical studies, foreign exchange rate fluctuations, uncertainties in litigation or investigative proceedings, and the availability of financing. These and other risks and uncertainties are detailed in Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA’s reports filed with the U.S. Securities and Exchange Commission. Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA does not undertake any responsibility to update the forward-looking statements in this release.

Business & Finance abonnieren