Die Ratingagentur Moody’s hat das Unternehmensrating von Fresenius Medical Care, dem weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, von Ba1 auf Baa3 mit stabilem Ausblick angehoben.
Außerdem hob Moody’s das Rating aller erstrangigen, unbesicherten Verbindlichkeiten von Fresenius Medical Care von Ba2 auf Baa3 an. Für alle erstrangigen, besicherten Verbindlichkeiten wurde das Rating Baa3 bestätigt.
Moody’s begründet dies mit dem zuverlässigen profitablen Wachstum von Fresenius Medical Care, dem defensiven Geschäftsmodell und der wiederholt schnellen Rückführung der Verschuldung nach fremdfinanzierten Akquisitionen.
Weitere Gründe für die verbesserten Ratings sind laut Moody’s die stabilen Wachstumsaussichten von Fresenius Medical Care durch weiterhin steigende Patientenzahlen und weltweite Expansionsmöglichkeiten.
Die von Fresenius Medical Care für das Jahr 2020 gesetzten Wachstumsziele spiegeln dies wider.
Fresenius Medical Care wird nun sowohl von Standard & Poor’s, Moody’s als auch Fitch mit Investment Grade Status bewertet.
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, von denen sich weltweit rund 3 Millionen Patienten regelmäßig einer Dialysebehandlung unterziehen. In einem Netz aus 3.654 Dialysezentren betreut das Unternehmen weltweit 310.473 Dialysepatienten. Fresenius Medical Care ist zudem der führende Anbieter von Dialyseprodukten wie Dialysegeräten und Dialysefiltern. Im Bereich Versorgungsmanagement baut das Unternehmen sein Angebot zusätzlicher medizinischer Dienstleistungen rund um die Dialyse aus. Fresenius Medical Care ist an der Börse Frankfurt (FME) und an der Börse New York (FMS) notiert.
Weitere Informationen im Internet unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
Rechtliche Hinweise:
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen.
Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts-, und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechsel-kursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
Fresenius Medical Care, der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, erwartet im Geschäftsjahr 2017 ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum. Auf der heutigen Hauptversammlung bekräftigte der Vorstandsvorsitzende Rice Powell den Ausblick für das Gesamtjahr: Der Umsatz soll währungsbereinigt um 8 bis 10 Prozent und das Konzernergebnis um 7 bis 9 Prozent steigen.
Rice Powell bestätigte auch die langfristigen Ziele von Fresenius Medical Care: Im Jahr 2020 soll der Umsatz bei 24 Milliarden Euro liegen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 10 Prozent. Für den gleichen Zeitraum erwartet das Unternehmen einen jährlichen Anstieg des Konzernergebnisses im hohen einstelligen Prozentbereich.
„Fresenius Medical Care ist das weltweit größte Dialyseunternehmen“, so Rice Powell in seiner Rede vor den Aktionären. „Kein Unternehmen verkauft mehr Dialyseprodukte als wir. Kein Unternehmen betreut mehr Patienten als wir. Im Bereich Versorgungsmanagement bauen wir Geschäftsfelder aus, die die umfassende Behandlung unserer Patienten über die Dialyse hinaus ermöglichen. Neue Bereiche wie diese sind die Grundlage für zusätzliches Wachstum.“
Mit einer großen Mehrheit von 88,29 Prozent stimmten die Aktionäre der 20. Dividendenerhöhung in Folge zu. Die Dividende steigt damit um 20 Prozent von 0,80 Euro auf 0,96 Euro je Aktie.
Vorstand und Aufsichtsrat wurden mit Mehrheiten von 99,82 bzw. 86,51 Prozent entlastet.
Auf der Hauptversammlung waren 76,82 Prozent des Grundkapitals vertreten.
Die nächste ordentliche Hauptversammlung findet voraussichtlich am 17. Mai 2018 statt.
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, von denen sich weltweit rund 3 Millionen Patienten regelmäßig einer Dialysebehandlung unterziehen. In einem Netz aus 3.654 Dialysezentren betreut das Unternehmen weltweit 310.473 Dialysepatienten. Fresenius Medical Care ist zudem der führende Anbieter von Dialyseprodukten wie Dialysegeräten und Dialysefiltern. Im Bereich Versorgungsmanagement baut das Unternehmen sein Angebot zusätzlicher medizinischer Dienstleistungen rund um die Dialyse aus. Fresenius Medical Care ist an der Börse Frankfurt (FME) und an der Börse New York (FMS) notiert.
Weitere Informationen im Internet unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
Rechtliche Hinweise:
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts-, und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
1. Quartal 2017:
• Umsatz: 8,4 Mrd € (+19 %, +17 % währungsbereinigt)
• EBIT: 1.216 Mio € (+27 %, +25 % währungsbereinigt)
• Konzernergebnis1: 457 Mio € (+28 %, +26 % währungsbereinigt)
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: “Fresenius ist ausgezeichnet in das Geschäftsjahr gestartet. Alle Unternehmensbereiche haben sich im 1. Quartal erneut sehr gut entwickelt und die weiteren Wachstumsperspektiven bleiben hervorragend. Deswegen blicken wir mit noch größerem Optimismus nach vorne. Aus dieser Position der Stärke heraus schaffen wir mit strategisch wichtigen Zukäufen noch bessere Voraussetzungen für unseren langfristigen Erfolg.”
Konzernergebnisausblick1,2,3 für 2017 erhöht
Auf Basis der starken Geschäftsentwicklung im 1. Quartal 2017 und der weiterhin sehr guten Aussichten erhöht Fresenius den im Februar gegebenen Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr. Das Konzernergebnis3 soll auf vergleichbarer Basis, also ohne Berücksichtigung der gerade bekannt gegebenen Akquisitionen bei Fresenius Kabi, um währungsbereinigt 19 bis 21 % (bisher 17 bis 20 %) wachsen.
Inklusive der Aufwendungen für die Weiterentwicklung des Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA, das im 2. Halbjahr 2017 erworben werden soll, erwartet Fresenius einen währungsbereinigten Zuwachs beim Konzernergebnis3 innerhalb der ursprünglich genannten Bandbreite von 17 bis 20 %1.
Der Ausblick für den Konzernumsatz wird bestätigt: Dieser soll währungsbereinigt um 15 bis 17 % steigen.
Pro forma der Akquisitionen von Akorn und des Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA soll der Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA4) am Jahresende 2017 rund 3,3 betragen.
17 % währungsbereinigter Umsatzanstieg
Der Konzernumsatz stieg um 19 % (währungsbereinigt: 17 %) auf 8.362 Mio € (1. Quartal 2016: 7.015 Mio €). Das organische Wachstum betrug 7 %5. Währungsumrechnungseffekte, insbesondere aus der Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro, hatten einen positiven Einfluss von 2 %. Desinvestitionen hatten keinen Einfluss auf den Umsatz. Akquisitionen sowie die Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen von 100 Mio € bei Fresenius Medical Care („VA-Nachzahlung“) trugen insgesamt 10 % zum Umsatzanstieg bei.
1Vor Transaktionskosten von ~50 Mio € für die Akquisitionen der Akorn, Inc. und des Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA
2Ohne Berücksichtigung von ~50 Mio € erwarteter Aufwendungen für die Weiterentwicklung des Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA, das im 2. Halbjahr 2017 erworben werden soll
3Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
4Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis erwarteter durchschnittlicher Jahreswechselkurse; vor Transaktionskosten von ~50 Mio €; ohne potenzielle weitere Akquisitionen
5Ohne Effekte aus der VA-Nachzahlung
Konzernumsatz nach Regionen:


1 Inklusive Effekten aus der VA-Nachzahlung
26 % währungsbereinigter Konzernergebnisanstieg1
Der Konzern-EBITDA stieg um 26 % (währungsbereinigt: 23 %) auf 1.560 Mio € (1. Quartal 2016: 1.241 Mio €). Der Konzern-EBIT stieg um 27 % (währungsbereinigt: 25 %) auf 1.216 Mio € (1. Quartal 2016: 959 Mio €). Die EBIT-Marge stieg auf 14,5 % (1. Quartal 2016: 13,7 %).
Das Zinsergebnis stieg auf -157 Mio € (1. Quartal 2016: -152 Mio €), im Wesentlichen aufgrund der Akquisitionsfinanzierung von Quirónsalud.
Die Konzern-Steuerquote lag mit 29,1 % über dem Vorjahresniveau (1. Quartal 2016: 28,4 %). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den höheren Anteil des in den USA zu versteuernden Ergebnisses, insbesondere aufgrund der VA-Nachzahlung, zurückzuführen.
Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn stieg auf 294 Mio € (1. Quartal 2016: 220 Mio €). Davon entfielen 96 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care.
Das Konzernergebnis1 stieg um 28 % (währungsbereinigt: 26 %) auf 457 Mio € (1. Quartal 2016: 358 Mio €). Die VA-Nachzahlung erhöhte den Ergebnisanstieg1 um 18 Mio € bzw. 5 %-Punkte. Das Ergebnis je Aktie1 erhöhte sich um 28 % (währungsbereinigt: 25 %) auf 0,83 € (1. Quartal 2016: 0,65 €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Investitionen in Wachstum fortgesetzt
Fresenius investierte 328 Mio € in Sachanlagen (1. Quartal 2016: 315 Mio €). Schwerpunkte bildeten Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten und Krankenhäusern. Das Akquisitionsvolumen betrug 6.083 Mio € (1. Quartal 2016: 204 Mio €) und betraf im Wesentlichen die Akquisition von Quirónsalud.
Starke Cashflow Entwicklung
Der operative Cashflow stieg insbesondere aufgrund der starken Entwicklung bei Fresenius Kabi und Fresenius Helios um 42 % auf 476 Mio € (1. Quartal 2016: 336 Mio €). Die Cashflow-Marge betrug 5,7 % (1. Quartal 2016: 4,8 %).
Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden lag mit 148 Mio € über dem Vorjahresniveau (1. Quartal 2016: 2 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden betrug -5.393 Mio € (1. Quartal 2016: -241 Mio €).
Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich um 17 % (währungsbereinigt: 17 %) auf 54.418 Mio € (31. Dezember 2016: 46.697 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Akquisition von Quirónsalud zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 11 % (währungsbereinigt: 12 %) auf 13.077 Mio € (31. Dezember 2016: 11.744 Mio €). Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 18 % (währungsbereinigt: 19 %) auf 41.341 Mio € (31. Dezember 2016: 34.953 Mio €).
Das Eigenkapital stieg um 5 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 21.921 Mio € (31. Dezember 2016: 20.849 Mio €). Die Eigenkapitalquote lag bei 40,3 % (31. Dezember 2016: 44,6 %).
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 37 % (währungsbereinigt: 37 %) auf 20.210 Mio € (31. Dezember 2016: 14.780 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Akquisitionsfinanzierung von Quirónsalud zurückzuführen. Der Netto-Verschuldungsgrad lag zum 31. März 2017 bei 2,981,3 (31. Dezember 2016: 2,331,3/3,091,2,3).
1Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils zu durchschnittlichen Wechselkursen der vorhergehenden zwölf Monate gerechnet
2Pro forma Quirónsalud
3Pro forma Akquisitionen
Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestiegen
Zum 31. März 2017 stieg die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern um 13 % auf 263.957 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (31. Dezember 2016: 232.873).
Die Unternehmensbereiche
Fresenius Medical Care
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit chronischem Nierenversagen. Zum 31. März 2017 behandelte Fresenius Medical Care 310.473 Patienten in 3.654 Dialysekliniken. Im Bereich Versorgungsmanagement baut das Unternehmen sein Angebot zusätzlicher medizinischer Dienstleistungen rund um die Dialyse aus.

• 12 % währungsbereinigtes Umsatzwachstum (10% ohne die VA-Nachzahlung)
• 41 % währungsbereinigtes Ergebniswachstum1 (14% ohne die VA-Nachzahlung)
• Ausblick 2017 bestätigt
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
Fresenius Medical Care steigerte den Umsatz um 16 % (währungsbereinigt: 12 %) auf 4.548 Mio € (1. Quartal 2016: 3.916 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 8 %. Akquisitionen/Desinvestitionen sowie die VA-Nachzahlung trugen insgesamt 4 % zum Umsatzanstieg bei.
Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen (Dialysedienstleistungen und Versorgungsmanagement) stieg um 18 % (währungsbereinigt: 14 %) auf 3.769 Mio €
(1. Quartal 2016: 3.199 Mio €). Der Produktumsatz stieg um 8 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 779 Mio € (1. Quartal 2016: 718 Mio €).
In Nordamerika erhöhte sich der Umsatz um 18 % auf 3.375 Mio € (1. Quartal 2016: 2.862 Mio €). Ohne die VA-Nachzahlung betrug der Anstieg 14 %. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen stieg um 19 % auf 3.165 Mio € (1. Quartal 2016: 2.670 Mio €). Der Produktumsatz erhöhte sich um 9 % auf 210 Mio € (1. Quartal 2016: 192 Mio €).
Der Umsatz außerhalb Nordamerikas stieg um 11 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 1.169 Mio € (1. Quartal 2016: 1.051 Mio €). Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen stieg um 14 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 604 Mio € (1. Quartal 2016: 528 Mio €). Der Produktumsatz stieg um 8 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 564 Mio € (1. Quartal 2016: 523 Mio €).
Der EBIT stieg um 31 % (währungsbereinigt: 28 %) auf 651 Mio € (1. Quartal 2016: 497 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 14,3 % (1. Quartal 2016: 12,7 %). Ohne den Effekt aus der VA-Nachzahlung (99 Mio €) betrug der Anstieg 11 % (währungsbereinigt: 8 %).
Das Ergebnis1 stieg um 45 % (währungsbereinigt: 41 %) auf 308 Mio € (1. Quartal 2016: 213 Mio €). Ohne den Effekt aus der VA-Nachzahlung (59 Mio €) betrug der Anstieg 17 % (währungsbereinigt: 14 %).
Der operative Cashflow stieg um 4 % auf 170 Mio € (1. Quartal 2016: 163 Mio €) mit einer Cashflow-Marge von 3,7 % (1. Quartal 2016: 4,2 %). Die erhaltene VA-Nachzahlung konnte den Effekt aus der Saisonalität in der Rechnungsstellung in Nordamerika nur teilweise ausgleichen. Fresenius Medical Care erwartet, dass dieser Effekt keinen wesentlichen Einfluss auf den Cashflow des Jahres 2017 haben wird.
Fresenius Medical Care bestätigt den Ausblick für das Jahr 2017. Die Gesellschaft erwartet weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 8 bis 10 %2. Das Konzernergebnis1,2 soll währungsbereinigt um 7 bis 9 % im Jahr 2017 steigen.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
2 Ohne Effekte aus der VA-Nachzahlung
Weitere Informationen: Siehe Presseinformation Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
Fresenius Kabi
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie.
• 7 % organisches Umsatzwachstum mit positiven Beiträgen aus allen Regionen
• 2 % währungsbereinigtes EBIT-Wachstum trotz enorm starkem Vorjahresquartal
• Ausblick 2017 erhöht: Währungsbereinigtes EBIT-Wachstum von 6 bis 8 %2,3 erwartet
Fresenius Kabi steigerte den Umsatz um 9 % (organisch: 7 %) auf 1.604 Mio € (1. Quartal 2016: 1.470 Mio €). Währungsumrechnungseffekte, im Wesentlichen aus der Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro, steigerten den Umsatz um 2 %. Akquisitionen/ Desinvestitionen hatten keinen Einfluss auf den Umsatz.
Der Umsatz in Europa stieg um 6 % (organisch: 7 %) auf 544 Mio € (1. Quartal 2016: 512 Mio €). Währungsumrechnungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 1 %.
In Nordamerika erhöhte sich der Umsatz um 7 % (organisch: 4 %) auf 619 Mio € (1. Quartal 2016: 576 Mio €).
Der Umsatz in der Region Asien-Pazifik stieg um 10 % (organisch: 10 %) auf 280 Mio € (1. Quartal 2016: 254 Mio €).
In Lateinamerika/Afrika stieg der Umsatz um 26 % auf 161 Mio € (1. Quartal 2016: 128 Mio €). Das organische Wachstum betrug 14 %, insbesondere aufgrund inflationsbedingter Preiserhöhungen.
Der EBIT stieg um 3 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 313 Mio € (1. Quartal 2016: 303 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 19,5 % (1. Quartal 2016: 20,6 %).
Das Ergebnis1 stieg um 10 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 191 Mio € (1. Quartal 2016: 173 Mio €).
Getrieben durch ein gutes operatives Ergebnis und ein verbessertes Netto-Umlaufvermögen stieg der operative Cashflow um 51 % auf 192 Mio € (1. Quartal 2016: 127 Mio €). Die Cashflow-Marge stieg auf 12,0 % (1. Quartal 2016: 8,6 %).
Fresenius Kabi erhöht den Ausblick für das Jahr 2017 und erwartet nun ein währungsbereinigtes EBIT-Wachstum von 6 bis 8 %2,3. Die bisherige Prognose sah ein währungsbereinigtes EBIT-Wachstum von 5 bis 7 % vor. Fresenius Kabi erwartet weiterhin ein organisches Umsatzwachstum zwischen 5 und 7 %.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 Vor Transaktionskosten von ~50 Mio € für die Akquisitionen der Akorn, Inc. und des Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA
3 Ohne Berücksichtigung von ~50 Mio € erwarteter Aufwendungen für die Weiterentwicklung des Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA, das im 2. Halbjahr 2017 erworben werden soll
Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. HELIOS Kliniken betreibt 112 Kliniken, darunter 88 Akutkrankenhäuser sowie 24 Rehabilitationskliniken und versorgt jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten. Quirónsalud betreibt 44 Kliniken, 43 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement und versorgt jährlich rund 9,7 Millionen Patienten.
• 5 % organisches Umsatzwachstum
• 60 % EBIT-Wachstum (14 % vor Quirónsalud)
• Ausblick 2017 bestätigt
Fresenius Helios steigerte den Umsatz um 41 % (organisch: 5 %) auf 2.018 Mio € (1. Quartal 2016: 1.435 Mio €). Akquisitionen, im Wesentlichen diejenige von Quirónsalud, steigerten den Umsatz um 36 %. Quirónsalud wird seit 1. Februar 2017 konsolidiert. In den Monaten Februar und März 2017 betrug der Umsatz von Quirónsalud 490 Mio €.
Der Umsatz der HELIOS Kliniken2 stieg um 6 % (organisch: 5 %) auf 1.528 Mio €.
Der EBIT stieg um 60 % auf 255 Mio € (1. Quartal 2016: 159 Mio €), die EBIT-Marge auf 12,6 % (1. Quartal 2016: 11,1 %).
Der EBIT der HELIOS Kliniken2 stieg um 14 % auf 181 Mio €, die EBIT-Marge auf 11,8% (1. Quartal 2016: 11,1%). Der EBIT von Quirónsalud betrug 74 Mio € mit einer EBIT-Marge von 15,1 %.
Das Ergebnis1 erhöhte sich um 46 % auf 181 Mio € (1. Quartal 2016: 124 Mio €).
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2 HELIOS Kliniken Deutschland, exklusive Quirónsalud
Getrieben durch die erstmalige Konsolidierung von Quirónsalud und ein gutes operatives Ergebnis stieg der operative Cashflow um 179 % auf 184 Mio € (1. Quartal 2016: 66 Mio €). Die Cashflow-Marge stieg auf 9,1 % (1. Quartal 2016: 4,6 %).
Der Ausblick für das Jahr 2017 wird bestätigt. Fresenius Helios erwartet für das Jahr 2017 ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 5 %1 und einen Umsatz von ~8,6 Mrd € (davon Quirónsalud ~2,5 Mrd €2). Der EBIT soll auf 1.020 bis 1.070 Mio € (davon Quirónsalud 300 bis 320 Mio €2) steigen.
1 HELIOS Kliniken Deutschland, exklusive Quirónsalud
2 Beitrag von Quirónsalud für 11 Monate
Fresenius Vamed
Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.

• 2 % organisches Umsatzwachstum getrieben durch Dienstleistungsgeschäft
• Projektgeschäft mit starkem Auftragseingang von 220 Mio €
• Ausblick 2017 bestätigt
Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg um 2 % (organisch: 2 %) auf 223 Mio € (1. Quartal 2016: 218 Mio €). Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 9 % auf 77 Mio € (1. Quartal 2016: 85 Mio €). Im Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich der Umsatz um 10 % auf 146 Mio € (1. Quartal 2016: 133 Mio €).
Der EBIT fiel um 14 % auf 6 Mio € (1. Quartal 2016: 7 Mio €). Die EBIT-Marge fiel auf 2,7 % (1. Quartal 2016: 3,2 %).
Das Ergebnis1 fiel um 20 % auf 4 Mio € (1. Quartal 2016: 5 Mio €).
Der Auftragseingang war mit 220 Mio € auf einem sehr guten Niveau, konnte jedoch nicht ganz den außergewöhnlich starken Vorjahreswert erreichen (1. Quartal 2016: 237 Mio €). Der Auftragsbestand zum 31. März 2017 erhöhte sich auf ein neues Allzeithoch von 2.104 Mio € (31. Dezember 2016: 1.961 Mio €).
Der Ausblick für das Jahr 2017 wird bestätigt. Fresenius Vamed erwartet ein organisches Umsatzwachstum von 5 bis 10 % und einen EBIT-Anstieg von 5 bis 10 %.
1 Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
Telefonkonferenz
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse für das 1. Quartal 2017 findet am 3. Mai 2017 um 14.00 Uhr MESZ (8.00 Uhr EDT) eine Telefonkonferenz für Analysten und Investoren statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter www.fresenius.de/medien-termine. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung als Mitschnitt zur Verfügung.
Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen www.fresenius.de/alternative-leistungskennzahlen.
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
- Deutliches Umsatzwachstum von 14 %1 dank guter Entwicklung in allen Regionen und im Bereich Versorgungsmanagement
- Konzernergebnis1,2 mit 17 % noch stärker gewachsen als Umsatz
- Ausblick für Gesamtjahr bestätigt
- Übernahme von australischem Tagesklinik-Betreiber Cura Group abgeschlossen
Kennzahlen (nach IFRS)
| in Mio € | Q1 2017 | Q1 2016 | |
| Umsatz | 4.548 | 3.916 | +16 % |
| Umsatz ohne Sondereinflüsse1 | 4.448 | 3.916 | +14 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 651 | 497 | +31 % |
| Operatives Ergebnis ohne Sondereinflüsse1 | 552 | 497 | +11 % |
| Konzernergebnis1 | 308 | 213 | +45 % |
| Konzernergebnis ohne Sondereinflüsse1,2 | 249 | 213 | +17 % |
| Gewinn je Aktie (in €) | 1,01 | 0,70 | +44 % |
1 Bereinigt um Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen
2 Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care, sagte: „Wir sind hervorragend ins neue Jahr gestartet. Sowohl das Geschäft mit Dialyseprodukten als auch das Geschäft mit Dialysedienstleistungen ist kräftig gewachsen. Auch der Bereich Versorgungsmanagement hat unsere hohen Erwartungen erfüllt. Wir werden den Bereich weiter ausbauen und im Jahresverlauf auch die Profitabilität weiter verbessern. Wir sind auf dem besten Weg, unsere ambitionierten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.“
Umsatz und Ertrag
Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg im ersten Quartal 2017 um 16 % auf 4,548 Mrd € (12 % währungsbereinigt). Zurückzuführen ist dies vor allem auf das starke Umsatzwachstum mit Gesundheitsdienstleistungen in Nordamerika. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sich der Umsatz hier um 19 % (15 % währungsbereinigt). Insgesamt wuchs der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen um 18 % auf 3,769 Mrd € (14 % währungsbereinigt). Der Umsatz im Produktgeschäft erhöhte sich um 8 % auf 779 Mio € (6 % währungsbereinigt). Ein organisches Wachstum von 9 %3 bei Gesundheitsdienstleistungen und 5 % bei Dialyseprodukten bestätigte die dynamische Entwicklung im ersten Quartal.
Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 31 % auf 651 Mio €, dies entspricht einer Marge von 14,3 %. Der Anstieg ist hauptsächlich zurückzuführen auf die Entwicklung des Dialysegeschäfts in Nordamerika, die Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen sowie die Geschäftsentwicklung in Asien-Pazifik.
Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis belief sich auf 308 Mio €. Dies ist ein deutlicher Anstieg von 45 %. Ohne die Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen stieg das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis um 17 %. Basierend auf einer durchschnittlich gewichteten Zahl ausstehender Aktien von 306,2 Millionen lag der Gewinn je Aktie (EPS) bei 1,01 € gegenüber 0,70 € im Vorjahresquartal.
3 Bereinigt um Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen
Entwicklung der Segmente
In Nordamerika steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz im ersten Quartal 2017 um 18 % auf 3,375 Mrd €. Das entspricht 74 % des Gesamtumsatzes. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 14 %. Der Umsatz im Dialysegeschäft stieg um 14%, währungsbereinigt um 10%. Der Umsatz im Bereich Versorgungsmanagement wuchs um 39 % auf 691 Mio € (34 % währungsbereinigt), hauptsächlich wegen eines starken organischen Wachstums von 27 %. Der Bereich Dialysedienstleistungen wurde positiv beeinflusst von der Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US Kriegsveteranen, einem höheren Anteil privat versicherter Patienten und einem Anstieg der Behandlungen. Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich dank verbesserter Verkaufszahlen von Dialysegeräten und Produkten für die Peritonealdialyse um 9 % (6 % währungsbereinigt).
Die operative Marge im Dialysegeschäft lag bei 19,6 %. Im Vergleich zum Vorjahresquartal erhöhte sie sich um 310 Basispunkte. Der deutliche Anstieg resultierte aus der Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen, einem höheren Anteil privat versicherter Patienten und gesunkenen Kosten für Verbrauchsmaterialien. Diese positiven Einflüsse wurden teilweise durch höhere Personalkosten aufgehoben. Die im Vergleich zum Vorjahresquartal niedrigere operative Marge im Bereich Versorgungsmanagement ist begründet durch höhere Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen, einem gesunkenen Umsatz mit gefäßchirurgischen Dienstleistungen und erhöhten Kosten aus der Distribution von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Eine gegenteilige Wirkung hatten Erträge aus der Initiative „Pauschalzahlungen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung“ (Bundled Payment for Care Improvement) im Zusammenhang mit stationären und intensivmedizinischen Behandlungen.
Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs in Nordamerika im Vergleich zum Vorjahresquartal um 31 % auf 526 Mio €, die operative Marge verbesserte sich auf 15,6 %. Ohne den Sondereinfluss aus der Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen steigerte sich das operative Ergebnis um 6 % auf 427 Mio € (3 % währungsbereinigt), während die operative Marge bei 13 % lag.
In der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz um 7 % (6 % währungsbereinigt) auf 614 Mio €. Dies ist hauptsächlich auf ein Umsatzwachstum mit Gesundheitsdienstleistungen um 11 % zurückzuführen (9% währungsbereinigt). Das währungsbereinigte Wachstum ist hauptsächlich auf Akquisitionen und ein organisches Behandlungswachstum zurückzuführen. Der Umsatz bei Dialyseprodukten stieg um 1% auf 290 Mio. € an. Der Umsatz mit nichtdialysebezogenen Produkten betrug 21 Mio. € aufgrund des positiven Einflusses von Akquisitionen. Das operative Ergebnis lag im ersten Quartal 2017 bei 114 Mio €. Die operative Marge sank von 20,6 % im Vorjahresquartal auf 18,7 %. Dies resultierte hauptsächlich aus negativen Auswirkungen von Akquisitionen, gestiegenen Betriebskosten und einem niedrigeren Ergebnis assoziierter Unternehmen.
In der Region Asien-Pazifik erhöhte sich der Umsatz im ersten Quartal 2017 um 11 % (7 % währungsbereinigt) auf 378 Mio €. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen belief sich auf 169 Mio €. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem organischen Wachstum von 4 %. Der Umsatz mit Dialyseprodukten stieg um 11 % auf 209 Mio € (8 % währungsbereinigt). Dies ist auf einen gestiegenen Absatz von Dialysatoren, Dialysegeräten und Produkten für die Akutdialyse zurückzuführen. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 38 % auf 82 Mio €, hauptsächlich aufgrund eines verbesserten Umsatz-Mix und dem Vorjahreseffekt aus durch Veränderungen im Vorstand bedingten Aufwendungen. Die operative Marge stieg auf 21,7 % nach 17,5 % im Vorjahresquartal.
Ende April 2017 schloss Fresenius Medical Care erfolgreich die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am australischen Tagesklinik-Betreiber Cura Group ab. Damit bietet das Unternehmen erstmals auch außerhalb Nordamerikas Versorgungsmanagement an. Mit Übernahme der Tageskliniken wächst das Netzwerk von Fresenius Medical Care in Australien auf rund 40 ambulante Einrichtungen. Cura erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Umsatz von 87 Millionen Euro. Konsolidierungseffekte sind im Ausblick für 2017 bereits berücksichtigt.
In Lateinamerika wuchs der Umsatz um 28 % auf 177 Mio € (17 % währungsbereinigt). Das Geschäft in der Region profitierte im ersten Quartal von gestiegenen Erstattungssätzen für Dialysebehandlungen, einem Anstieg der Behandlungen und einem positiven Währungseffekt. Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich um 23 %, hauptsächlich aufgrund verbesserter Verkaufszahlen von Dialysegeräten. Das operative Ergebnis belief sich auf 14 Mio € gegenüber 10 Mio € im Vorjahresquartal. Die operative Marge steigerte sich auf 8,1 % im Vergleich zu 7,0 % im ersten Quartal 2016.
Die Nettozinsaufwendungen beliefen sich im ersten Quartal 2017 auf 92 Mio € gegenüber 96 Mio € im Vorjahreszeitraum. Die Verbesserung ist hauptsächlich zurückzuführen auf die günstigere Refinanzierung hoch verzinster in Euro denominierter Anleihen im Jahr 2016. Ein erhöhtes durchschnittliches Schuldenniveau glich diesen Effekt teilweise aus. Die Ertragssteuern beliefen sich im ersten Quartal 2017 auf 182 Mio €. Dies entspricht einer effektiven Steuerquote von 32,5 % nach 31,4 % im Vorjahresquartal. Gründe für den Anstieg sind ein geringerer Anteil des steuerfreien, auf andere Gesellschafter entfallenden Ergebnisses sowie die Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen.
Cash Flow
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag im ersten Quartal 2017 bei 170 Mio € nach 163 Mio € im Vorjahresquartal. Dies entspricht 4 % des Umsatzes. Der Cash Flow wurde durch eine Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US Kriegsveteranen positiv beeinflusst. Diesem Effekt wirkte die Saisonalität in der Rechnungsstellung entgegen, die auf das gesamte Geschäftsjahr keine nennenswerten Auswirkungen hat. Die Forderungslaufzeiten haben sich im ersten Quartal 2017 auf
73 Tage erhöht (70 Tage im vierten Quartal 2016).
Mitarbeiter
Zum 31. März 2017 beschäftigte Fresenius Medical Care 110.530 Mitarbeiter (ermittelt auf Vollzeitbeschäftigungsbasis) gegenüber 104.687 Mitarbeitern Ende März 2016. Die Zunahme resultiert hauptsächlich aus dem anhaltenden organischen Wachstum des Unternehmens sowie Akquisitionen.
Ausblick 2017 bestätigt
Auf Grundlage der sehr guten Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2017 bestätigt Fresenius Medical Care den Ausblick für das Gesamtjahr. Das Unternehmen erwartet ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 8 bis 10 %. Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis soll währungsbereinigt um 7 bis 9 % steigen. In diesem Ausblick ist die Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen nicht enthalten.
Telefonkonferenz
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse des ersten Quartals findet am heutigen Mittwoch, den 3. Mai 2017, um 15.30 Uhr MESZ eine Telefonkonferenz für Investoren und Analysten statt. Die Telefonkonferenz können Sie live auf der Website von Fresenius Medical Care verfolgen. Nach der Veranstaltung steht Ihnen die Aufzeichnung dort zur Verfügung.
Eine Übersicht über die Ergebnisse des ersten Quartals 2017 finden Sie in der pdf-Datei.
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, von denen sich weltweit etwa 3 Millionen Patienten regelmäßig einer Dialysebehandlung unterziehen. In einem Netz aus 3.654 Dialysezentren betreut das Unternehmen weltweit 310.473 Dialysepatienten. Fresenius Medical Care ist zudem der führende Anbieter von Dialyseprodukten wie Dialysegeräten und Dialysefiltern. Im Bereich Versorgungsmanagement baut das Unternehmen sein Angebot zusätzlicher medizinischer Dienstleistungen rund um die Dialyse aus. Fresenius Medical Care ist an der Börse Frankfurt (FME) und an der Börse New York (FMS) notiert.
Weitere Informationen im Internet unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
Rechtliche Hinweise:
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen.
Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und
zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts-, und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechsel-kursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
Nach der Ankündigung der Übernahmen von Akorn, Inc. und des Biosimilars-Geschäfts der Merck KGaA, lassen Standard & Poor’s (BBB-, stabil), Moody’s (Baa3, stabil) und Fitch (BBB-, stabil) das Unternehmensrating von Fresenius unverändert.
- Übernahmen erweitern Generika-Kerngeschäft und bieten Zugang zu neuen Wachstumsmärkten
- Akquisition von Akorn: Positiver Ergebnisbeitrag1 ab 2018 erwartet
- Biosimilars-Geschäft der Merck KGaA: Hervorragende Ausgangsposition in einem schnell wachsenden Markt
- Beide Übernahmen vollständig fremd- und Cashflow-finanziert
- Konzernergebnisziel2 für 2020 bestätigt
1Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt, vor Integrationskosten
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Stephan Sturm, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, sagte: „Mit diesen Akquisitionen stellen wir bei Fresenius Kabi die Weichen für ein noch breiter angelegtes und dauerhaft kräftiges Wachstum über das laufende Jahrzehnt hinaus. Akorn ergänzt das Produktangebot von Fresenius Kabi im Generika-Geschäft bestens. Mit der Übernahme des Biosimilars-Geschäfts von Merck nutzen wir eine hervorragende Gelegenheit für den Einstieg in diesen stark wachsenden und zukunftsträchtigen Markt. Patienten und Kunden werden von unserem künftig noch breiteren Angebot an qualitativ hochwertigen und kostengünstigen Arzneimitteln profitieren.“
Geplante Übernahme von Akorn stärkt Kerngeschäft und erweitert Produktangebot
- Kaufpreis von 34 US$ je Akorn-Aktie entspricht rund 4,3 Mrd US$, plus Netto-Finanzverbindlichkeiten von rund 450 Mio US$1
- Board von Akorn empfiehlt den Akorn-Aktionären die Annahme des Angebots
- Erhebliche Kosten- und Wachstumssynergien bei relativ geringem Integrationsaufwand
Fresenius Kabi hat mit Akorn, Inc., einem US-amerikanischen Hersteller und Anbieter verschreibungspflichtiger und rezeptfreier Arzneimittel, eine Vereinbarung zur Übernahme von Akorn abgeschlossen. Fresenius Kabi bietet 34 US$ je Akorn-Aktie und damit einen Kaufpreis von insgesamt 4,3 Mrd US$ – zuzüglich der Übernahme von Netto-Finanzverbindlichkeiten von 450 Mio US$1.
Zu dem breiten Produktangebot von Akorn zählen intravenös zu verabreichende Arzneimittel ebenso wie Cremes, Salben und Gels, sterile Augenarzneimittel sowie Flüssigmedikamente zur Anwendung in Mund, Nase, Ohr und den Atemwegen. Derzeit werden diese größtenteils verschreibungspflichtigen Arzneimittel fast ausschließlich in den USA und dort über Apotheken sowie an Ärzte und Krankenhäuser vertrieben.
Akorn ist in einem insgesamt rund 106 Mrd US$ großen Markt tätig. Die Produktpipeline laufender Zulassungsverfahren von Akorn adressiert ein Marktvolumen von 9,3 Mrd US$ (basierend auf IMS-Daten). Das Unternehmen beschäftigt in drei Entwicklungszentren und fünf Produktionsstätten in den USA, der Schweiz und Indien insgesamt mehr als 2.000 Mitarbeiter. Die US-amerikanischen Unternehmenszentralen von Akorn und Fresenius Kabi liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt im Norden des US-Bundesstaats Illinois.
Akorn hat heute auf Basis vorläufiger Ergebnisse für das 1. Quartal 2017 seine für das Gesamtjahr 2017 veröffentlichten Finanzziele bestätigt und erwartet einen Umsatz von 1,010 bis 1,060 Mrd US$ sowie ein bereinigtes EBITDA2 zwischen 363 und 401 Mio US$ vor Einmalaufwendungen im Rahmen der Transaktion mit Fresenius Kabi. Der Gesamtkaufpreis entspricht damit etwa dem 12,4-fachen bereinigten EBITDA2 auf Basis der Mitte der für 2017 erwarteten Spanne. Der von Fresenius Kabi für Akorn erwartete Umsatz des Jahres 2018 soll, vorbehaltlich des Abschlusses der Übernahme Ende des Jahres 2017, 1,035 bis 1,085 Mrd US$ betragen, das EBITDA3 zwischen 380 und 420 Mio US$.
„Indem wir die Stärken und Produktangebote von Fresenius Kabi und Akorn verbinden, stellen wir unser US-Geschäft auf ein noch breiteres und damit stabileres Fundament“, sagte Mats Henriksson, Vorstand für den Unternehmensbereich Fresenius Kabi. „Mit Akorn gewinnt Fresenius Kabi Know-how in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung neuer Darreichungsformen hinzu. Zudem erhalten wir Zugang zu neuen Behandlungsfeldern. Die beeindruckende Pipeline von Akorn zählt rund 85 laufende Zulassungsverfahren bei der US-Gesundheitsbehörde FDA. Dutzende weitere sind in Vorbereitung.“
Mittelfristig rechnet Fresenius Kabi mit jährlichen Kosten- und Wachstumssynergien der Übernahme von rund 100 Mio US$ vor Steuern. Diese sollen sukzessive durch Integration und Modernisierung des Produktionsnetzwerks von Akorn und die Zusammenführung verschiedener Funktionsbereiche erreicht werden. Die Kosten der Integration veranschlagt Fresenius Kabi mit insgesamt rund 140 Mio € vor Steuern über einen Zeitraum von 2018 bis 2022. Der größte Teil davon wird für das Jahr 2018 erwartet.
Fresenius erwartet, dass die Übernahme ohne Integrationskosten bereits ab 2018 positiv zu Konzernergebnis4 und Ergebnis je Aktie (EPS)4 beitragen wird, ab 2019 inklusive Integrationskosten.
Das Board von Akorn empfiehlt den Akorn-Aktionären die Annahme des Angebots von Fresenius Kabi. Akorns größter Anteilseigner, der über rund 25 % der Aktien verfügt, hat erklärt, die Transaktion zu unterstützen. Diese steht unter dem Vorbehalt der üblichen Vollzugsbedingungen, der behördlichen Genehmigung (einschließlich US-Fusionskontrollfreigabe) sowie der Zustimmung der Akorn-Aktionäre. Der Abschluss der Übernahme wird bis Anfang 2018 erwartet.
Der Kaufpreis wird finanziert mit einer Kombination aus in Euro und US-Dollar denominierten Fremdkapitalinstrumenten.
1Fresenius Erwartung zum 31.12.2017
2Bezüglich der Definition des bereinigten EBITDA von Akorn verweisen wir auf die Pressemitteilung von Akorn zum Geschäftsjahr 2016 vom 1. März 2017
3Vor Integrationskosten
4Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
Einstieg in Wachstumsmarkt Biosimilars
- Strategische Ergänzung des Produktangebots von Fresenius Kabi
- Produktpipeline mit Schwerpunkt auf Krebs- und Autoimmunerkrankungen, deren Originalpräparate einen Markt von rund 30 Mrd US$ umfassen
- Strikt an den Entwicklungserfolg gekoppelte Gesamtinvestition von höchstens 1,4 Mrd € bis 2022
Fresenius und die Merck KGaA haben vereinbart, dass Fresenius Kabi das Biosimilars-Geschäft von Merck übernehmen wird. Die Übernahme umfasst die vollständige Produktpipeline mit Schwerpunkt auf Krebs- und Autoimmunerkrankungen, deren Originalpräparate einen Markt von rund 30 Mrd US$ umfassen. Ebenso übernommen werden die mehr als 70 Mitarbeiter an den Standorten Aubonne und Vevey in der Schweiz.
Biosimilars sind Nachahmerprodukte von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln, sogenannten Biopharmazeutika. Biopharmazeutika zeichnen sich durch ihre sehr zielgenaue Wirkung bei gleichzeitig geringen Nebenwirkungen für Patienten aus. Wie Generika sind Biosimilars in der Regel deutlich kostengünstiger als die zugehörigen Originalpräparate und ermöglichen somit, dass eine größere Zahl von Patienten Zugang zu diesen neuen Therapien erhält.
Fresenius Kabi erwartet erste Umsätze aus dem übernommenen Biosimilars-Geschäft gegen Ende 2019 und ausgehend vom aktuellen Produktentwicklungszeitplan Umsätze im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich ab 2023. Fresenius Kabi sichert Merck im Rahmen der Vereinbarung umsatzbezogene Zahlungen im einstelligen Prozentbereich zu.
Mats Henriksson, Vorstand für den Unternehmensbereich Fresenius Kabi, sagte: „Biosimilars sind ein schnell wachsendes Segment des Pharma-Markts. In den nächsten Jahren werden einige der größten Marken-Biopharmazeutika ihren Patentschutz verlieren. Diese Übernahme erweitert unser Produktangebot und stärkt damit die führende Position von Fresenius Kabi bei injizierbaren Arzneimitteln. Wir schaffen so eine sehr gute Grundlage für weiteres Wachstum.“
Der EBITDA-Breakeven der Übernahme soll im Jahr 2022 erreicht werden. Für die Investitionen einschließlich der Aufwendungen für Testreihen, klinische Studien, die für Biosimilars typischen Qualitätsanforderungen sowie Marketing und Vertrieb plant Fresenius Kabi, bis dahin strikt abhängig vom Entwicklungserfolg insgesamt höchstens 1,4 Mrd € auszugeben. Darin eingeschlossen ist auch der Kaufpreis von bis zu 670 Mio €. Dieser setzt sich zusammen aus einer Zahlung von 170 Mio €, die mit Abschluss der Übernahme in bar gezahlt wird, und Zahlungen von bis zu 500 Mio €, die streng an das Erreichen vereinbarter Entwicklungsziele geknüpft sind. Ab 2023 rechnet der Fresenius-Konzern mit einem deutlich positiven Beitrag der Übernahme zu Konzernergebnis1 und EPS1.
Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Wettbewerbsbehörden und weiterer üblicher Vollzugsbedingungen. Der Abschluss der Transaktion wird für das zweite Halbjahr 2017 erwartet.
Die Gesamtinvestition für das Biosimilars-Geschäft wird hauptsächlich aus dem laufenden Cashflow finanziert.
Effekte der Übernahmen auf die Kennzahlen des Fresenius-Konzerns
Fresenius bestätigt das mittelfristige Konzernergebnisziel1 für 2020 von 2,4 bis 2,7 Mrd €.
Beide Übernahmen zusammen werden voraussichtlich im Jahr 2020 Konzernergebnis1- und EPS1-neutral sein und sich ab dem Jahr 2021 positiv auswirken. Vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden beide Übernahmen zusammen im Jahr 2018 Konzernergebnis2- und EPS2-neutral sein und sich ab 2019 positiv auswirken.
Der Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA) von Fresenius wird sich nach Abschluss der beiden Transaktionen vorübergehend auf rund 3,3 erhöhen und voraussichtlich Ende 2018 wieder auf rund 3,0 sinken.
1Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt; vor Integrationskosten
Telefonkonferenz
Anlässlich der Akquisition von Akorn und des Biosimilars-Geschäfts von Merck KGaA findet am 25. April 2017 um 14.00 Uhr MESZ eine Telefonkonferenz für Analysten und Investoren statt. Die Übertragung können Sie live über das Internet verfolgen unter https://www.fresenius.de/medien-termine. Nach der Telefonkonferenz steht Ihnen die Aufzeichnung als Mitschnitt zur Verfügung.
Erläuterungen zu den verwendeten Kennzahlen können Sie unserer Website entnehmen:
https://www.fresenius.de/alternative-leistungskennzahlen.
Erläuterungen zu den auf Akorn bezogenen non-GAAP bzw. bereinigten Finanzkennzahlen, können dem Abschnitt “Non-GAAP Financial Measures” der Pressemitteilung zum Geschäftsjahr 2016 von Akorns Website entnommen werden:
http://investors.akorn.com/phoenix.zhtml?c=78132&p=irol-newsArticle&ID=2250528
DIESE MITTEILUNG DIENT LEDIGLICH DER INFORMATION.
Diese Mitteilung stellt kein Angebot dar und ist auch nicht derart zu verstehen; weiterhin sollte weder diese Mitteilung noch ein Teil davon als Grundlage eines Vertrages zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren an Fresenius oder einem Mitglied des Konzerns oder als Grundlage einer Verpflichtung gleich welcher Art dienen noch als verlässliche Information in Verbindung damit.
Diese Mitteilung stellt insbesondere kein Angebot zum Kauf von Wertpapieren in den Vereinigten Staaten von Amerika dar. Wertpapiere von Fresenius dürfen in den Vereinigten Staaten von Amerika nur mit vorheriger Registrierung nach den Vorschriften des U.S. Securities Act von 1933 (deren Durchführung Fresenius nicht plant) oder ohne vorherige Registrierung nur aufgrund einer Ausnahmeregelung zur Registrierungspflicht verkauft oder zum Kauf angeboten werden.
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Hierunter fällt auch das Risiko, dass die veröffentlichte Transaktion nicht oder zu anderen Bedingungen vollzogen wird. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
Fresenius Kabi USA ist von Vizient Inc. als “Pharmazeutischer Lieferant des Jahres 2016“ ausgezeichnet worden. Vizient ist die größte amerikanische Einkaufsorganisation für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen. Fresenius Kabi USA erhält die renommierte Auszeichnung bereits zum sechsten Mal.
Die Ratingagentur Fitch hat die Anleihen der Fresenius Finance Ireland mit BBB- eingestuft. Die Anleihen mit einem Emissionsvolumen von insgesamt 2.600 Mio € wurden zur Finanzierung der Akquisition von Quirónsalud begeben. Das Fresenius-Unternehmensrating hat Fitch mit BBB- bestätigt. Das Rating wurde mit einem stabilen Ausblick versehen. Die Anleihen wurden unter dem kürzlich aufgelegten Fresenius European Medium Term Note (EMTN)-Programm begeben. Die Emittentin, Fresenius Finance Ireland plc., ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Fresenius SE & Co. KGaA.
Zum sechsten Mal in Folge hat das Marktforschungsinstitut Potentialpark den Gesundheitskonzern Fresenius als das deutsche Unternehmen mit dem besten Internetangebot für Bewerber ausgezeichnet. In der Studie für 2017 belegt Fresenius in der Gesamtbewertung aller karriererelevanten Online-Aktivitäten erneut den ersten Platz. Auch in drei von vier Einzelbewertungen – der Karriere-Website, dem Angebot für mobile Endgeräte und dem Online-Bewerbermanagement – liegt Fresenius auf dem ersten Rang. Mit dem Karriereauftritt in den Sozialen Medien belegt der Gesundheitskonzern Platz zwei.
Potentialpark untersucht seit 2002 jährlich die Online-Angebote deutscher Unternehmen für Bewerber. In der diesjährigen Studie bewertete das Institut die Online-Aktivitäten von 147 deutschen Unternehmen nach mehr als 300 verschiedenen Kriterien. Weltweit wurden 28.000 Studierende und Absolventen nach ihren Präferenzen befragt.
„Jede Auszeichnung ist für uns Ansporn, unser Angebot für Bewerber kontinuierlich weiterzuentwickeln“, so Markus Olbert, Personalchef von Fresenius. „Unsere jüngste Verbesserung ist das personalisierte Angebot ‘Mein Fresenius’ auf der Karriere-Website. Nutzer erhalten hier individualisierte Informationen, beispielsweise den aktuellen Bewerbungsstatus, zum Profil passende Stellenangebote oder andere relevante Inhalte. Damit haben wir den Bewerbungsprozess noch nutzerfreundlicher gemacht.“
- Ziele für 2016 erreicht
- Umsatz steigt 2016 um 7 % (+7 % bereinigt1)
- EBIT wächst um 13 %, EBIT-Marge steigt auf 14,7 %
- Konzernergebnis steigt um 21 % (+16 % bereinigt2)
- Sehr gute Geschäftsentwicklung bei Gesundheitsdienstleistungen, insbesondere in Nordamerika
- Versorgungsmanagement wächst deutlich (+20 % organisch)
- Dividendenerhöhung um 20 % auf 0,96 Euro vorgeschlagen
Kennzahlen für das vierte Quartal 2016
| in Mio US-$ | Q4 2016 | Q4 2015 | |
| Umsatz | 4.687 | 4.348 | +8 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 786 | 662 | +19 % |
| Konzernergebnis3 | 388 | 317 | +23 % |
| Gewinn je Aktie (in US-$) | 1,27 | 1,04 | +22 % |
Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2016
| in Mio US-$ | Q1-4 2016 | Q1-4 2015 | |
| Umsatz | 17.911 | 16.738 | +7 % |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 2.638 | 2.327 | +13 % |
| Konzernergebnis3 | 1.243 | 1.029 | +21 % |
| Konzernergebnis ohne Sondereinflüsse2 | 1.228 | 1.057 | +16 % |
| Gewinn je Aktie (in US-$) | 4,07 | 3,38 | +20 % |
| Dividendenvorschlag (je Aktie) | 0,96 | 0,80 | +20 % |
1Währungsbereinigt, bereinigt um Akquisitionen in den Jahren 2015 und 2016
2Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt; bereinigt um Akquisitionen, basierend auf bereinigtem Konzernergebnis 2015 von 1.057 Mio. US-Dollar
3Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
Rice Powell, Vorstandsvorsitzender von Fresenius Medical Care, sagte: "Wir freuen uns, das 20-jährige Jubiläum von Fresenius Medical Care mit einem neuen Rekordjahr zu feiern, in dem wir unsere Ziele erreicht haben. Unsere Geschäfte haben sich dank des großen Einsatzes unserer Mitarbeiter in allen Bereichen gut entwickelt. Auch unser weltweites Effizienzprogramm trägt weiter Früchte. Deswegen können wir den Blick mit viel Zuversicht nach vorne richten. Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und sowohl den dynamisch wachsenden Bereich Versorgungsmanagement als auch unser Kerngeschäft der Dialyse weiter ausbauen. So schaffen wir die Voraussetzungen dafür, unsere Patienten noch besser zu versorgen, den Unternehmenswert für unsere Aktionäre weiter zu steigern und unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen."
Umsatz
Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg im Geschäftsjahr 2016 um 7 % auf 17,911 Milliarden US-Dollar (+8 % währungsbereinigt). Zurückzuführen ist dies vor allem auf eine gute Entwicklung im Geschäft mit Gesundheitsdienstleistungen, deren Umsatz um 8 % auf 14,519 Milliarden US-Dollar (+9 % währungsbereinigt) stieg. Grund für die Zunahme ist ein starkes organisches Wachstum, gestützt durch Preis- und Volumeneffekte. Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 um 1 % auf 3,392 Milliarden US-Dollar (+4 % währungsbereinigt). Dieses Wachstum wurde durch höhere Verkaufszahlen von Dialysatoren und Dialysegeräten erreicht. Gemindert wurde dieser Effekt durch einen rückläufigen Absatz von Arzneimitteln zur Behandlung von Nierenerkrankungen (deren Marketingrechte im Jahr 2015 verkauft wurden).
Im vierten Quartal 2016 stieg der Umsatz um 8 % auf 4,687 Milliarden US-Dollar (+9 % währungsbereinigt), hauptsächlich aufgrund von Umsatzwachstum bei Gesundheitsdienstleistungen. Hier stieg der Umsatz um 10 % auf 3,799 Milliarden US-Dollar (+10 % währungsbereinigt). Der Umsatz mit Dialyseprodukten blieb auf dem Niveau des Vorjahres (888 Millionen US-Dollar, +2 % währungsbereinigt).
Ertrag
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im Geschäftsjahr 2016 um 13 % auf 2,638 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge stieg um 80 Basispunkte auf 14,7 %. Diese Verbesserung der operativen Marge ist insbesondere auf die Geschäftsentwicklung in Nordamerika zurückzuführen.
Im vierten Quartal 2016 stieg das operative Ergebnis um 19 % auf 786 Millionen US-Dollar. Die operative Marge erhöhte sich dadurch um 160 Basispunkte auf 16,8 %. Diese Entwicklung der operativen Marge ist hauptsächlich auf den Vorjahreseffekt der GranuFlo®-Einigung zurückzuführen. Außerdem haben sich die operativen Margen in den Regionen Nordamerika und Asien-Pazifik positiv entwickelt und die Beratungs- und Anwaltskosten wurden reduziert.
Die Nettozinsaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2016 um 4 % auf 406 Millionen US-Dollar. Grund für den Anstieg ist hauptsächlich ein geringerer Zinsertrag bedingt durch eine Rückzahlung verzinster Darlehensforderungen im vierten Quartal 2015. Ein dank positiver Cash Flow-Entwicklung niedrigeres Schuldenniveau glich diesen Effekt teilweise aus. Im vierten Quartal 2016 stieg der Zinsaufwand um 11 % auf 98 Millionen US-Dollar.
Die Ertragssteuern erhöhten sich im Geschäftsjahr 2016 um 10 % auf 683 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer effektiven Steuerquote von 30,6 %. Gründe für den Rückgang um 150 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr sind ein niedrigerer Steueraufwand aufgrund der Auflösung von Steuerrückstellungen sowie die positive Auswirkung des in 2015 erfassten steuerlich nicht abzugsfähigen Verlusts aus dem Verkauf des Geschäfts mit Dialysedienstleistungen in Venezuela.
Im vierten Quartal 2016 lagen die Ertragssteuern bei 212 Millionen US-Dollar. Dies entspricht einer um 60 Basispunkte reduzierten effektiven Steuerquote von 30,8 %.
Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care entfallende Konzernergebnis stieg im Geschäftsjahr 2016 um 21 % auf 1,243 Milliarden US-Dollar. Bereinigt um Sondereinflüsse erhöhte es sich um 16 % auf 1,228 Milliarden US-Dollar. Basierend auf einer durchschnittlich gewichteten Anzahl ausstehender Aktien von etwa 305,7 Millionen erhöhte sich der Gewinn je Aktie (EPS) im Geschäftsjahr 2016 von 3,38 US-Dollar um 20 % auf 4,07 US-Dollar. Der Anstieg der durchschnittlich gewichteten Anzahl ausstehender Aktien ist auf die Ausübungen von Aktienoptionen zurückzuführen.
Im vierten Quartal 2016 wuchs das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis um 23 % auf 388 Millionen US-Dollar. Basierend auf einer durchschnittlich gewichteten Zahl ausstehender Aktien von etwa 306,2 Millionen erhöhte sich der Gewinn je Aktie (EPS) im vierten Quartal 2016 von 1,04 US-Dollar um 22 % auf 1,27 US-Dollar.
1Konzernergebnis 2015 bereinigt um (i) die Kosten der GranuFlo®-Einigung (37 Millionen US-Dollar) und (ii) Akquisitionen (9 Millionen US-Dollar), resultierend in einem Konzernergebnis 2015 von 1,057 Milliarden US-Dollar; Konzernergebnis 2016 bereinigt um Akquisitionen (15 Millionen US-Dollar), resultierend in einem Konzernergebnis 2016 von 1,228 Milliarden US-Dollar.
Entwicklung der Segmente
In Nordamerika steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz im Geschäftsjahr 2016 um 9 % auf 12,886 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht 72 % des Gesamtumsatzes. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen stieg um 10 % auf 11,982 Milliarden US-Dollar. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf das Wachstum der Bereiche Dialysedienstleistungen (+7 % auf 9,675 Milliarden US-Dollar) und Versorgungsmanagement (+23 % auf 2,307 Milliarden US-Dollar) zurückzuführen. Die Anzahl der Dialysebehandlungen erhöhte sich um 4 %. Fresenius Medical Care versorgte zum Jahresende 2016 in Nordamerika in 2.306 Dialysekliniken 188.987 Dialysepatienten. Der Umsatz mit Dialyseprodukten erhöhte sich dank verbesserter Verkaufszahlen, insbesondere von Dialysegeräten, Dialysatoren und Produkten für die Peritonealdialyse, um 3 % auf 904 Millionen US-Dollar. Dieses Wachstum wurde teilweise gemindert durch rückläufige Verkaufszahlen von Arzneimitteln zur Behandlung von Nierenerkrankungen und Blutschlauchsystemen. Das operative Ergebnis stieg in Nordamerika um 18 % auf 2,119 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge stieg um 120 Basispunkte auf 16,4 %. Gründe hierfür waren gesunkene Kosten für Verbrauchsmaterialien, ein höherer Anteil privat versicherter Patienten und der Vorjahreseffekt der GranuFlo®-Einigung. Gestiegene Personalkosten und ein höherer Aufwand aus langfristigen Vergütungsprogrammen minderten diese Effekte. Die operative Marge im Bereich Versorgungsmanagement sank aufgrund gestiegener Kosten bei stationären und intensivmedizinischen Behandlungen auf 2,6 %.
Im vierten Quartal 2016 erhöhte sich der Umsatz in Nordamerika um 9 % auf 3,374 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich aufgrund von einer höheren Anzahl von Dialysebehandlungen und höheren Umsatzerlösen pro Dialysebehandlung (+8 US-Dollar auf 356 US-Dollar). Der Bereich Versorgungsmanagement trug 603 Millionen US-Dollar (+20 %) zum Umsatz in Nordamerika bei. Das operative Ergebnis stieg um 23 % auf 634 Millionen US-Dollar im vierten Quartal. Dies resultierte hauptsächlich aus dem Vorjahreseffekt der GranuFlo®-Einigung, einem höherer Anteil privat versicherter Patienten und gesunkenen Kosten für Verbrauchsmaterialien. Höhere Personalkosten und eine niedrigeren Marge im Bereich Versorgungsmanagement hatten eine gegenläufige Wirkung. Die gesunkene operative Marge im Bereich Versorgungsmanagement (-1,1 %) in Nordamerika wurde verursacht durch erhöhte Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen bei stationären und intensivmedizinischen Behandlungen.
In der Region Europa, Naher Osten, Afrika (EMEA) steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz im Geschäftsjahr 2016 um 1 % auf 2,667 Milliarden US-Dollar (+4 % währungsbereinigt). Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen wuchs um 6 % auf 1,294 Milliarden US-Dollar (+9 % währungsbereinigt). Dies ist in erster Linie auf Akquisitionen und organisches Behandlungswachstum zurückzuführen. Negative Währungseffekte hatten eine gegenläufige Wirkung. Die Anzahl der Dialysebehandlungen stieg im Geschäftsjahr 2016 um 8 %. Fresenius Medical Care versorgte zum Jahresende 2016 in der Region EMEA in 711 Dialysekliniken 59.767 Dialysepatienten. Der Umsatz mit Dialyseprodukten sank um 2 % auf 1,373 Milliarden US-Dollar (währungsbereinigt unverändert). Der Rückgang ist zurückzuführen auf einen rückläufigen Absatz von Arzneimitteln zur Behandlung von Nierenerkrankungen (deren Marketingrechte im Jahr 2015 verkauft wurden), Dialysatoren und Dialysegeräten. Durch höhere Verkäufe von Blutschlauchsystemen und von Produkten für die Akutversorgung wurde dieser Effekt größtenteils ausgeglichen. Das operative Ergebnis sank im Geschäftsjahr 2016 um 9 % auf 524 Millionen US-Dollar. Die operative Marge sank um 220 Basispunkte auf 19,7 %. Gründe hierfür sind ein Vorjahreseffekt, der aus dem Verkauf von europäischen Vermarktungsrechten für bestimmte Dialysemedikamente resultierte, höhere Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen, ein niedrigeres Ergebnis assoziierter Unternehmen und ungünstige Währungseffekte.
Im vierten Quartal 2016 wuchs der Umsatz in der Region EMEA um 2 % auf 684 Millionen US-Dollar (+4 % währungsbereinigt). Dazu trug vor allem der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen bei (+7 % auf 327 Millionen US-Dollar, +10 % währungsbereinigt). Der Umsatz mit Dialyseprodukten sank um 3 % auf 357 Millionen US-Dollar (währungsbereinigt unverändert). Das operative Ergebnis sank um 25 % auf 130 Millionen US-Dollar. Gründe hierfür sind ein Vorjahreseffekt, der aus dem Verkauf von europäischen Vermarktungsrechten für bestimmte Dialysemedikamente resultierte, ein niedrigeres Ergebnis assoziierter Unternehmen aufgrund höherer Entwicklungskosten, höhere IT-Kosten und höhere Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen.
In der Region Asien-Pazifik erhöhte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2016 um 9 % auf 1,632 Milliarden US-Dollar (+8 % währungsbereinigt). Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen wuchs um 9 % auf 730 Millionen US-Dollar (+3 % währungsbereinigt). Die Zahl der Dialysebehandlungen stieg um 6 %. Der Umsatz mit Dialyseprodukten steigerte sich um 8 % auf 902 Millionen US-Dollar (+12 % währungsbereinigt). Alle Produktgruppen trugen zu dieser ausgezeichneten Entwicklung bei. Fresenius Medical Care versorgte zum Jahresende 2016 in der Region Asien-Pazifik in 374 Dialysekliniken 29.328 Dialysepatienten. Das operative Ergebnis stieg im Geschäftsjahr 2016 um 7 % auf 319 Millionen US-Dollar an. Die operative Marge sank um 20 Basispunkte auf 19,6 %. Gründe hierfür sind ungünstige Währungseffekte und durch Veränderungen im Vorstand bedingte Aufwendungen.
Im vierten Quartal 2016 wuchs der Umsatz in Asien-Pazifik um 10 % auf 433 Millionen US-Dollar (+8 % währungsbereinigt). Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen wuchs um 12 % (+5 % währungsbereinigt), der Umsatz mit Dialyseprodukten um 8 % (+10 % währungsbereinigt). Das operative Ergebnis stieg im vierten Quartal 2016 um 20 % auf 94 Millionen US-Dollar an. Die operative Marge stieg um 180 Basispunkte auf 21,8 %, hauptsächlich aufgrund eines Vorjahreseffekts im Zusammenhang mit Zollabgaben in Indien.
In Lateinamerika belief sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2016 auf 712 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 7 %. Währungsbereinigt steigerte Fresenius Medical Care den Umsatz um 13 %. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen sank um 9 % auf 513 Millionen US-Dollar (+15 % währungsbereinigt). Gründe hierfür sind negative Währungseffekte und geschlossene sowie verkaufte Dialysekliniken (hauptsächlich in Venezuela und Brasilien). Gegenläufig wirkte das organische Wachstum der Umsatzerlöse je Behandlung. Die Anzahl der Dialysebehandlungen sank im vierten Quartal um 3 %, hauptsächlich aufgrund der geschlossenen sowie verkauften Kliniken. Fresenius Medical Care versorgte zum Jahresende 2016 in der Region Lateinamerika in 233 Dialysekliniken 30.389 Dialysepatienten. Der Umsatz mit Dialyseprodukten blieb mit 199 Millionen US-Dollar auf Vorjahresniveau (+7 % währungsbereinigt). Das währungsbereinigte Wachstum ist hauptsächlich zurückzuführen auf gestiegene Umsätze mit Dialysatoren sowie Hämodialyselösungen und -konzentraten. Geringere Umsätze mit Produkten für die Peritonealdialyse und Dialysegeräten wirkten gegenläufig. Das operative Ergebnis stieg um 37 % auf 66 Millionen US-Dollar. Dies ist in erster Linie auf die Effekte aus dem Verkauf der Gesundheitsdienstleistungen in Venezuela im Vorjahr zurückzuführen. Die operative Marge stieg um 290 Basispunkte auf 9,2 %, hauptsächlich aufgrund der genannten Verluste im Vorjahr.
Im vierten Quartal 2016 stieg der Umsatz von Fresenius Medical Care in Lateinamerika um 1 % auf 192 Millionen US-Dollar (+13 % währungsbereinigt), hauptsächlich aufgrund gestiegener Umsätze mit Dialyseprodukten (+11 % auf 56 Millionen US-Dollar, +7 % währungsbereinigt). Das währungsbereinigte Wachstum erklärt sich aus gestiegenen Umsatzerlösen mit Dialysatoren sowie Hämodialyselösungen und -konzentraten. Geringere Umsatzerlöse mit Dialysegeräten wirkten gegenläufig. Der Umsatz mit Gesundheitsdienstleistungen sank um 3 % auf 136 Millionen US-Dollar (+14 % währungsbereinigt). Gründe hierfür sind hauptsächlich negative Währungseffekte. Das operative Ergebnis sank um 18 % auf 19 Millionen US-Dollar. Höhere Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen waren die wesentlichen Gründe hierfür. Die operative Marge sank um 230 Basispunkte auf 9,7 %.
Cash Flow
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2016 bei 2,140 Milliarden US-Dollar nach 1,960 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Dies entspricht 11,9 % des Umsatzes. Fresenius Medical Care erreicht damit das Ziel für 2016 (Operativer Cashflow > 10 % des Umsatzes). Gründe für den Anstieg waren hauptsächlich gesunkene Vorratsbestände in Nordamerika und das gestiegene Konzernergebnis. Gegenläufig wirkten sich eine freiwillige Zuführung von 100 Millionen US-Dollar zum Pensionsplanvermögen in den USA und weitere Positionen des Nettoumlaufvermögens aus. Die Forderungslaufzeiten haben sich zum Jahresende 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 1 Tag auf 70 Tage verkürzt.
Im vierten Quartal 2016 lag der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit bei 844 Millionen US-Dollar, nach 548 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht 18 % des Umsatzes. Gründe für den Anstieg sind ein höheres Konzernergebnis sowie positive Effekte aus verkürzten Forderungslaufzeiten und verzögerte Ertragssteuerzahlungen in den USA.
Mitarbeiter
Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte Fresenius Medical Care 109.319 Mitarbeiter (ermittelt auf Vollzeitbeschäftigungsbasis) gegenüber 104.033 Mitarbeitern Ende Dezember 2015. Die Zunahme von 5 % resultiert aus dem anhaltenden organischen Wachstum des Unternehmens sowie Akquisitionen.
Übernahme der australischen Cura Gruppe
Im Februar 2017 hat Fresenius Medical Care bekannt gegeben, die Mehrheit an der Cura Group („Cura“), einem führenden Betreiber von Tageskliniken in Australien, zu übernehmen. In 19 privaten Tageskliniken in Australien bietet Cura verschiedenste ambulante Behandlungen an. Cura wurde 2008 gegründet und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015/2016 einen Umsatz von 127 Millionen Australischen Dollar (rund 87 Millionen Euro). Die Übernahme ermöglicht Fresenius Medical Care eine umfassende, verschiedene Therapien koordinierende Behandlung der Patienten. Zudem kann das Unternehmen damit an weiteren Orten Dialysebehandlungen anbieten. Die Übernahme steht unter Vorbehalt der Zustimmung der übrigen Anteilseigner von Cura sowie der behördlichen Genehmigung.
Ausblick 2017
Fresenius Medical Care hat den Fokus bei der Finanzberichterstattung zum 1. Januar 2017 auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) gelegt. Ab diesem Zeitpunkt berichtet das Unternehmen nicht mehr in US-Dollar, sondern ausschließlich in Euro. Fresenius Medical Care erwartet für das Gesamtjahr 2017 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 8 bis 10 %, basierend auf 16,570 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2016. Das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfallende Konzernergebnis soll währungsbereinigt um 7 bis 9 % steigen, basierend auf einem Konzernergebnis von 1,144 Milliarden Euro im Jahr 2016. In diesem Ausblick ist die Vergütungsnachzahlung für Behandlungen von US-Kriegsveteranen nicht enthalten.
Wachstumsstrategie 2020
Fresenius Medical Care hat sich im April 2014 währungsbereinigte mittelfristige Wachstumsziele nach US-GAAP gesetzt: Das Unternehmen erwartet bis zum Geschäftsjahr 2020 ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von rund 10 %. Nach aktuellen Wechselkursen entspricht das einem Umsatzziel von 24 Milliarden Euro nach IFRS im Jahr 20201. Im gleichen Zeitraum erwartet Fresenius Medical Care ein durchschnittliches jährliches Wachstum des Konzernergebnisses im hohen einstelligen Bereich. Diese Ziele bleiben unverändert.
1Im April 2014 veröffentlichtes, währungsbereinigtes Ziel für 2020: 28 Milliarden US-Dollar nach US-GAAP, entspricht nach IFRS und nach im April 2014 zugrunde gelegten Wechselkursen 21 Milliarden Euro.
Pressekonferenz
Anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse des vierten Quartals und des Gesamtjahres 2016 lädt Fresenius Medical Care für den heutigen Mittwoch, den 22. Februar 2017, um 10.00 Uhr MEZ zu einer Pressekonferenz in die Konzernzentrale in Bad Homburg ein. Die Pressekonferenz wird live auf der Website von Fresenius Medical Care übertragen. Nach der Veranstaltung steht die Aufzeichnung dort zur Verfügung.
Eine Übersicht über die Ergebnisse des vierten Quartals und des Geschäftsjahrs 2016 finden Sie im PDF.
Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen, von denen sich weltweit rund 3 Millionen Patienten regelmäßig einer Dialysebehandlung unterziehen. In einem Netz aus 3.624 Dialysezentren betreut das Unternehmen weltweit 308.471 Dialysepatienten. Fresenius Medical Care ist zudem der führende Anbieter von Dialyseprodukten wie Dialysegeräten und Dialysefiltern. Im Bereich Versorgungsmanagement baut das Unternehmen sein Angebot zusätzlicher medizinischer Dienstleistungen rund um die Dialyse aus. Fresenius Medical Care ist an der Börse Frankfurt (FME) und an der Börse New York (FMS) notiert.
Weitere Informationen im Internet unter www.freseniusmedicalcare.com/de.
Rechtliche Hinweise:
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie z.B. Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts-, und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren und die Verfügbarkeit finanzieller Mittel. Fresenius Medical Care übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.
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