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  • Geschäftsentwicklung beeinträchtigt von deutlich gestiegenen Belastungen bei Fresenius Medical Care und schwierigem gesamtwirtschaftlichem Umfeld
  • Fresenius Medical Care belastet von beispielloser Lage auf US-Arbeitsmarkt und sich verschlechterndem gesamtwirtschaftlichem Umfeld
  • Fresenius Kabi mit solidem organischem Wachstum trotz starker Vorjahresbasis
  • Fresenius Helios weiterhin mit gutem Fallzahlenwachstum in Deutschland und Spanien
  • Fresenius Vamed von anhaltenden Herausforderungen beeinträchtigt; Dienstleistungsgeschäft dank Zunahme elektiver Eingriffe gewachsen
  • Kosten- und Effizienzprogramm entwickelt sich planmäßig 

Angaben ohne explizite Zeitangabe beziehen sich auf den Zeitraum 2. Quartal 2022. 

1Vor Sondereinflüssen, Q1/22 angepasst nach Neubewertung des Anteils an Humacyte
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3Ohne Akquisition von Ivenix

Konzern-Ausblick für 2022
Wie am 27. Juli 2022 bekanntgegeben, erwartet Fresenius nunmehr ein währungsbereinigtes Konzernumsatzwachstum1 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich (zuvor mittlerer einstelliger Prozentbereich) und einen Rückgang des währungsbereinigten Konzernergebnisses2,3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Zuvor war ein Anstieg des währungsbereinigten Konzernergebnisses2,3 im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet worden.

Ohne Berücksichtigung der inzwischen abgeschlossenen Akquisition von Ivenix und dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sowie weiterer Akquisitionen rechnet Fresenius damit, dass die Kennziffer Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA4 zum Jahresende 2022 leicht oberhalb des selbst gesteckten Zielkorridors von 3,0x bis 3,5x liegen wird (31. Dezember 2021: 3,51x5).
 
Erwartungen zu Einflüssen auf das Geschäftsjahr 2022
Aufgrund der stark erhöhten Unsicherheit und Volatilität im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg, den anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie dem sich rapide verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Umfeld rechnet Fresenius im Geschäftsjahr 2022 nun mit deutlich stärkeren Belastungen durch Lieferkettenengpässe sowie Kosteninflation, u.a. bei Energiepreisen. Ferner rechnet Fresenius mit deutlich negativen Auswirkungen durch anhaltenden Arbeitskräftemangel und damit verbundenen höheren Personalkosten, insbesondere bei Fresenius Medical Care in den USA.

Der Krieg in der Ukraine belastet die Geschäftstätigkeit des Fresenius-Konzerns sowohl direkt als auch indirekt. Die negativen Auswirkungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2022 beim Konzernergebnis6 auf 20 Mio € und werden als Sondereinflüsse behandelt. Fresenius wird den weiteren Verlauf des Krieges und dessen mögliche weitere Auswirkungen auf Geschäftsentwicklung und Bilanz weiterhin genau beobachten. Im Ausblick sind erhebliche Unterbrechungen der Gas- oder Stromversorgung in Europa nicht berücksichtigt.

Fresenius erwartet für das laufende Jahr weiterhin belastende Effekte durch die Covid-19-Pandemie. Eine mögliche, aus jetziger Sicht allerdings eher unwahrscheinliche, Verschlechterung der Situation und damit einhergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit wesentlichem und unmittelbarem Einfluss auf den Gesundheitssektor ohne eine angemessene Kompensation sind im Konzernausblick für das Geschäftsjahr 2022 nicht berücksichtigt. 

Ferner gelten die dem angepassten Ausblick von Fresenius Medical Care für das Geschäftsjahr 2022 zugrunde gelegten Annahmen auch vollumfänglich für den Ausblick des Fresenius-Konzerns. Alle diese Annahmen sind indes mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Die Akquisition von Ivenix und der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sowie weitere potenzielle Akquisitionen sind in der Prognose weiterhin nicht berücksichtigt.

1Basis 2021: 37.520 Mio €
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3Basis 2021: 1.867 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
4Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; ohne potenzielle weitere Akquisitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
5Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA, jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen erwarteten durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; Pro-forma-Akquisitionen/-Desinvestitionen; vor Sondereinflüssen; inklusive Leasingverbindlichkeiten
6Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt

Kosten- und Effizienzprogramm
Das Kosten- und Effizienzprogramm entwickelt sich planmäßig und Fresenius bestätigt die im Februar 2022 kommunizierten höheren Erwartungen, die Einsparungen von mindestens 150 Mio € p.a. nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter bis zum Jahr 2023 vorsehen. In den Folgejahren erwartet das Unternehmen einen weiteren starken Anstieg der nachhaltigen Kosteneinsparungen. 

3 % Wachstum beim währungsbereinigten Umsatz
Der Konzernumsatz stieg um 8 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 10.018 Mio € (2. Quartal 2021: 9.246 Mio €). Das organische Wachstum betrug 2 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 5 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 2 bis 3 % erzielt (2. Quartal 2021: 6 bis 7 %).

Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Konzernumsatz um 8 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 19.738 Mio € (1. Halbjahr 2021: 18.230 Mio €). Das organische Wachstum betrug 3 %. Akquisitionen/Desinvestitionen trugen netto 1 % zum Umsatzanstieg bei. Währungsumrechnungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 4 % auf das Umsatzwachstum. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte1 hätte der Fresenius-Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 4 bis 5 % erzielt (1. Halbjahr 2021: 5 bis 6 %).

9 % Rückgang beim währungsbereinigten Konzernergebnis2,3,4 
Der Konzern-EBITDA vor Sondereinflüssen ist mit 1.682 Mio € weitestgehend unverändert geblieben (währungsbereinigt: -6 %) (2. Quartal 20212: 1.674 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 1.528 Mio € (2. Quartal 2021: 1.662 Mio €).

Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Konzern-EBITDA  vor Sondereinflüssen um 1 % (währungsbereinigt: -4 %) auf 3.344 Mio € (1. Halbjahr 20212: 3.305 Mio €). Der berichtete Konzern-EBITDA betrug 3.123 Mio € (1. Halbjahr 2021: 3.290 Mio €).

Der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen fiel um 3 % (währungsbereinigt: -9 %) auf 1.003 Mio € (2. Quartal 20212: 1.033 Mio €). Der Rückgang des EBIT war im Wesentlichen beeinflusst von der Verschärfung des Arbeitskräftemangels und damit einhergehenden stark gestiegenen Personalkosten bei Fresenius Medical Care in den USA sowie gestiegenen Material- und Logistikkosten. Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 10,0 % (2. Quartal 20212: 11,2 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 845 Mio € (2. Quartal 2021: 1.021 Mio €).

Im 1. Halbjahr 2022 fiel der Konzern-EBIT vor Sondereinflüssen um 2 % (währungsbereinigt: -7 %) auf 2.003 Mio € (1. Halbjahr 20212: 2.042 Mio €). Die EBIT-Marge vor Sondereinflüssen betrug 10,1 % (1. Halbjahr 20212: 11,2 %). Der berichtete Konzern-EBIT betrug 1.747 Mio € (1. Halbjahr 2021: 2.027 Mio €). 

1Geschätzte Covid-19-Effekte finden Sie auf Seite 18.
2Vor Sondereinflüssen 
3Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt 
4Ohne Akquisition von Ivenix

Das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen verbesserte sich trotz gestiegener Refinanzierungskosten auf -116 Mio € (2. Quartal 20211: -121 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch positive Einmaleffekte. Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich ebenfalls auf -116 Mio € (2. Quartal 2021: -121 Mio €). Im 1. Halbjahr 2022 verbesserte sich das Zinsergebnis vor Sondereinflüssen auf -235 Mio € (1. Halbjahr 20211: -258 Mio €). Das berichtete Zinsergebnis verbesserte sich ebenfalls auf -234 Mio € (1. Halbjahr 2021: -258 Mio €). 

Die Steuerquote vor Sondereinflüssen lag bei 23,0 % (2. Quartal 20211: 21,5 %). Die berichtete Steuerquote betrug 22,6 % (2. Quartal 2021: 21,3 %). Im 1. Halbjahr 2022 lag die Steuerquote vor Sondereinflüssen bei 22,9 % (1. Halbjahr 20211: 22,1 %), die berichtete Steuerquote bei 23,1 % (1. Halbjahr 2021: 22,0 %).

Der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen lag bei -233 Mio € (2. Quartal 20211: -241 Mio €). Davon entfielen 90 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -181 Mio € (2. Quartal 2021: -237 Mio €). Im 1. Halbjahr 2022 lag der auf andere Gesellschafter entfallende Gewinn vor Sondereinflüssen bei -451 Mio € (1. Halbjahr 20211: -478 Mio €). Davon entfielen 89 % auf Anteile anderer Gesellschafter an Fresenius Medical Care. Der auf andere Gesellschafter entfallende berichtete Gewinn lag bei -367 Mio € (1. Halbjahr 2021: -473 Mio €).

Das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen fiel um 5 % (währungsbereinigt: -9 %3) auf 450 Mio € (2. Quartal 20211: 475 Mio €). Der Rückgang war im Wesentlichen beeinflusst von der Verschärfung des Arbeitskräftemangels und damit einhergehenden stark gestiegenen Personalkosten bei Fresenius Medical Care in den USA sowie gestiegenen Material- und Logistikkosten. Ohne geschätzte Covid-19-Effekte4 betrug das währungsbereinigte Konzernergebniswachstum2 vor Sondereinflüssen -16 bis -12 % (2. Quartal 2021: 10 bis 14 %). Das berichtete Konzernergebnis2 fiel auf 383 Mio € (2. Quartal 2021: 471 Mio €).

Im 1. Halbjahr 2022 ist das Konzernergebnis2 vor Sondereinflüssen weitestgehend unverändert geblieben (währungsbereinigt: -3 %3) und betrug 913 Mio € (1. Halbjahr 20211: 911 Mio €). Ohne geschätzte Covid-19-Effekte4 betrug das währungsbereinigte Konzernergebniswachstum2 vor Sondereinflüssen -10 bis -6 % (1. Halbjahr 2021: 4 bis 8 %). Das berichtete Konzernergebnis2 fiel auf 796 Mio € (1. Halbjahr 2021: 906 Mio €). 

1Vor Sondereinflüssen
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3Ohne Akquisition von Ivenix
4Geschätzte Covid-19-Effekte finden Sie im PDF auf Seite 18.

Das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen fiel um 6 % (währungsbereinigt: -11 %) auf 0,80 € (2. Quartal 20212: 0,85 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 0,68 € (2. Quartal 2021: 0,84 €). Im 1. Halbjahr 2022 ist das Ergebnis je Aktie1 vor Sondereinflüssen unverändert geblieben (währungsbereinigt: -4 %) und lag bei 1,63 € (1. Halbjahr 20212: 1,63 €). Das berichtete Ergebnis je Aktie1 betrug 1,42 € (1. Halbjahr 2021: 1,62 €).

1Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
2Vor Sondereinflüssen


Investitionen in Wachstum fortgesetzt
Fresenius investierte 419 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Konzernumsatzes (2. Quartal 2021: 509 Mio €; 6 % des Konzernumsatzes). Schwerpunkte waren Instandhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen in Dialysezentren, Produktionsstätten sowie Krankenhäuser und Tageskliniken. Im 1. Halbjahr 2022 investierte Fresenius 757 Mio € in Sachanlagen. Dies entspricht 4 % des Konzernumsatzes (1. Halbjahr 2021: 893 Mio €; 5 % des Konzernumsatzes). 

Das Akquisitionsvolumen betrug 291 Mio € (2. Quartal 2021: 491 Mio €) und entfiel im Wesentlichen auf den Erwerb von Ivenix bei Fresenius Kabi sowie Dialysezentren bei Fresenius Medical Care. Im 1. Halbjahr 2022 betrug das Akquisitionsvolumen 453 Mio € (1. Halbjahr 2021: 640 Mio €).

Cashflow-Entwicklung
Der operative Konzern-Cashflow fiel auf 1.017 Mio € (2. Quartal 2021: 1.451 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch ein höheres Netto-Umlaufvermögen u.a. aufgrund höherer Rohmaterialbevorratung und Forderungen sowie temporärer Verschiebungen bei Zahlungsflüssen. Die Marge betrug 10,2 % (2. Quartal 2021: 15,7 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden fiel auf 581 Mio € (2. Quartal 2021: 952 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf -391 Mio € (2. Quartal 2021: 
-359 Mio €). 

Im 1. Halbjahr fiel der operative Konzern-Cashflow auf 1.118 Mio € (1. Halbjahr 2021: 2.103 Mio €). Die Marge betrug 5,7 % (1. Halbjahr 2021: 11,5 %). Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Dividenden fiel auf 326 Mio € (1. Halbjahr 2021: 1.193 Mio €). Der Free Cashflow nach Akquisitionen und Dividenden fiel auf -794 Mio € (1. Halbjahr 2021: -242 Mio €). 

Solide Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 6 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 76.112 Mio € (31. Dezember 2021: 71.962 Mio €). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Währungsumrechnungseffekte und auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeiten zurückzuführen. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 8 % (währungsbereinigt: 4 %) auf 18.818 Mio € (31. Dezember 2021: 17.461 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 5 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 57.294 Mio € (31. Dezember 2021: 54.501 Mio €).

Das Eigenkapital stieg um 9 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 32.033 Mio € (31. Dezember 2021: 29.288 Mio €). Die Eigenkapitalquote betrug 42,1 % (31. Dezember 2021: 40,7 %). 

Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 4 % (währungsbereinigt: 2 %) bei 28.368 Mio € (31. Dezember 2021: 27.155 Mio €). Die Netto-Finanzverbindlichkeiten des Konzerns stiegen um 8 % (währungsbereinigt: 5 %) auf 26.239 Mio € (31. Dezember 2021: 24.391 Mio €).

Der Verschuldungsgrad zum 30. Juni 2022 stieg auf 3,72x1,2 (31. Dezember 2021: 3,51x1,2). Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf Dividendenzahlungen, den Rückgang beim EBITDA sowie die Mittelverwendung für Akquisitionen. Der Verschuldungsgrad lag zum 30. Juni 2022 ohne Berücksichtigung der bereits abgeschlossenen Akquisition von Ivenix bei 3,681,2.

1Netto-Finanzverbindlichkeiten und EBITDA jeweils auf Basis der zu aktuellen Währungsrelationen durchschnittlichen Jahreswechselkurse gerechnet; proforma Akquisitionen/Desinvestitionen
2Vor Sondereinflüssen

Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestiegen
Zum 30. Juni 2022 betrug die Anzahl der Beschäftigten weltweit 318.647 (31. Dezember 2021: 316.078).

Die Unternehmensbereiche
Fresenius Medical Care (Finanzzahlen gemäß Presseinformation von Fresenius Medical Care)

Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Zum 30. Juni 2022 behandelte Fresenius Medical Care 345.687 Patientinnen und Patienten in 4.163 Dialysezentren. Neben dem Kerngeschäft in der ganzheitlichen Nierentherapie konzentriert sich das Unternehmen auf die Expansion in den Bereichen Unterstützende Geschäftsaktivitäten und Intensivmedizinische Lösungsansätze.

  • Geschäftsentwicklung belastet von beispielloser Lage auf US-Arbeitsmarkt und sich verschlechterndem gesamtwirtschaftlichem Umfeld, damit verbundener Kosteninflation und Herausforderungen in den Lieferketten
  • Deutlicher Rückgang der Covid-19-bedingten Patienten-Übersterblichkeit
  • Deutlich positive Währungsumrechnungseffekte unterstützen

Der Umsatz von Fresenius Medical Care stieg um 10 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 4.757 Mio € (2. Quartal 2021: 4.320 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 0 %. Währungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 9 %. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz von Fresenius Medical Care um 9 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 9.305 Mio € (1. Halbjahr 2021: 8.530 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %. Währungseffekte hatten einen positiven Einfluss von 7 %. 

Der EBIT fiel um 20 % (währungsbereinigt: -27 %) auf 341 Mio € (2. Quartal 2021: 424 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 7,2 % (2. Quartal 2021: 9,8 %). Der EBIT vor Sondereinflüssen, d.h. die Kosten für FME25, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei und die Neubewertung des beizulegenden Zeitwerts des Anteils an Humacyte, Inc. stieg um 3 % (währungsbereinigt: -6 %) auf  445 Mio € (2. Quartal 2021: 433 Mio €) bei einer EBIT-Marge1 von 9,4 % (2. Quartal 2021: 10,0 %). Der währungsbereinigte Rückgang ist hauptsächlich auf höhere Personalkosten sowie auf Kostensteigerungen durch Inflation und in den Lieferketten zurückzuführen. Dies wurde teilweise durch finanzielle Unterstützung der US-Regierung zum Ausgleich bestimmter Kosten im Zusammenhang mit Covid-19 ausgeglichen.

Im 1. Halbjahr 2022 fiel der EBIT um 23 % (währungsbereinigt: -29 %) auf 688 Mio € (1. Halbjahr 2021: 898 Mio €). Die EBIT-Marge betrug 7,4 % (1. Halbjahr 2021: 10,5 %). Vor Sondereinflüssen fiel der EBIT um 6 % (währungsbereinigt: -13 %) auf 852 Mio €  (1. Halbjahr 2021: 910 Mio €) bei einer EBIT-Marge1 von 9,2 % (1. Halbjahr 2021: 10,7 %). Das Ergebnis2 fiel um 33 % (währungsbereinigt: -39%) auf 147 Mio € (2. Quartal 2021: 219 Mio €). Vor Sondereinflüssen blieb das Ergebnis2 stabil und betrug 225 Mio € (währungsbereinigt: -7 %) (2. Quartal 2021: 225 Mio €) hauptsächlich aufgrund der erwähnten negativen Auswirkungen auf den EBIT unverändert.

Im 1. Halbjahr 2022 fiel das Ergebnis2 um 35 % (währungsbereinigt: -39%) auf 305 Mio € (1. Halbjahr 2021: 468 Mio €). Vor Sondereinflüssen fiel das Ergebnis2 um 10 % (währungsbereinigt: -15 %) auf 428 Mio € (1. Halbjahr 2021: 476 Mio €).

Der operative Cashflow betrug 751 Mio € (2. Quartal 2021: 921 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 15,8 % (2. Quartal 2021: 21,3 %). Der Rückgang ist hauptsächlich auf längere Forderungslaufzeiten und den Rückgang des Ergebnisses2 zurückzuführen. Dies wurde teilweise ausgeglichen durch Unterstützungszahlungen der US-Regierung. Im 1. Halbjahr 2022 betrug der operative Cashflow 910 Mio € (1. Halbjahr 2021: 1.129 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 9,8 % (1. Halbjahr 2021: 13,2 %).

Wie am 27. Juli 2022 bekanntgegeben, rechnet Fresenius Medical Care nun mit einem Umsatzwachstum3 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für das Konzernergebnis2,4 erwartet das Unternehmen einen Rückgang in etwa im hohen Zehner-Prozentbereich. Die Umsatz- und Konzernergebnisprognosen sind jeweils währungsbereinigt und vor Sondereffekten5.

Aufgrund der ungewissen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, der inflationären makroökonomischen Rahmenbedingungen und der deutlich reduzierten Ertragsbasis im Vergleich zu 2020 geht das Unternehmen heute jedoch nicht davon aus, die signifikant höheren durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten realisieren zu können, die für das Erreichen der Ziele für das Jahr 2025 erforderlich wären. Vor diesem Hintergrund hat Fresenius Medical Care seine Finanzziele für das Geschäftsjahr 2022 reduziert und seine Ziele für 2025 zurückgenommen.

1Vor Sondereinflüssen
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA entfällt
3Basis 2021: 17.619 Mio €
4Basis 2021: 1.018 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen 
5Diese Ziele basieren auf den Ergebnissen für 2021 ohne die Kosten im Zusammenhang mit FME25 in Höhe von 49 Mio € (für das Konzernergebnis). Sie sind währungsbereinigt und schließen Sondereffekte aus. Zu den Sondereffekten gehören weitere Kosten im Zusammenhang mit FME25, die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die Auswirkungen der Hyperinflation in der Türkei, die Neubewertung des Anteils an Humacyte und andere Effekte, die ungewöhnlicher Natur sind und zum Zeitpunkt der Erstellung der Prognose nicht vorhersehbar waren oder deren Umfang oder Auswirkungen nicht absehbar waren. 

Für weitere Informationen siehe Pressemitteilung Fresenius Medical Care unter www.freseniusmedicalcare.com/de
 
Fresenius Kabi
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf intravenös zu verabreichende generische Arzneimittel, klinische Ernährung und Infusionstherapien für schwer und chronisch kranke Menschen im Krankenhaus und im ambulanten Bereich. Das Unternehmen ist ferner ein führender Anbieter von medizintechnischen Geräten und Produkten der Transfusionstechnologie. Im Bereich Biosimilars entwickelt Fresenius Kabi Produkte mit den Schwerpunkten Onkologie und Autoimmunerkrankungen.  
1Vor Sondereinflüssen
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3Ohne Akquisition von Ivenix

  • Nordamerika mit solidem organischem Umsatzwachstum trotz makroökonomischer Beeinträchtigungen
  • Region Asien-Pazifik von Preisrückgängen nach Ausschreibungen in China beeinträchtigt
  • Biosimilars-Geschäft entwickelt sich gut

Der Umsatz von Fresenius Kabi stieg um 8 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 1.896 Mio € (2. Quartal 2021: 1.755 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 2 %. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz von Fresenius Kabi um 6 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 3.743 Mio € (1. Halbjahr 2021: 3.516 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 1 %. Positive Währungsumrechnungseffekte von 6 % im 2. Quartal und 5 % im 1. Halbjahr ergaben sich im Wesentlichen aus dem US-Dollar und dem chinesischen Yuan. 

Der Umsatz in Nordamerika stieg um 16 % (organisch: 3 %) auf 606 Mio € (2. Quartal 2021: 522 Mio €). Der deutliche Umsatzanstieg ist vor allem auf positive Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen. Gegenläufig wirkten beim organischen Wachstum weiterhin Covid-19-bedingte höhere Fehlzeiten bei den Beschäftigten in der Produktion sowie anhaltender Wettbewerbsdruck und Herausforderungen in den Lieferketten. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz in Nordamerika um 10 % (organisch: 0 %) auf 1.185 Mio € (1. Halbjahr 2021: 1.080 Mio €).

In Europa stieg der Umsatz um 4 % (organisch: 4 %) auf 658 Mio € (2. Quartal 2021: 634 Mio €) durch eine insgesamt gute Geschäftsentwicklung, auch im Biosimilars-Geschäft. Im 1. Halbjahr 2022 stieg in Europa der Umsatz um 3 % (organisch: 3 %) auf 1.298 Mio € (1. Halbjahr 2021: 1.260 Mio €).

In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz um 4 % (organisch: -4 %) auf 425 Mio € (2. Quartal 2021: 409 Mio €). Das organische Wachstum war vor allem durch China, insbesondere durch Preisrückgänge im Zusammenhang mit NVBP-Ausschreibungen (National Volume-Based Procurement) beeinträchtigt. Die Märkte außerhalb Chinas zeigten ein solides organisches Wachstum. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz in der Region Asien-Pazifik um 7 % (organisch: -1 %) auf 858 Mio € (1. Halbjahr 2021: 801 Mio €). 

Der Umsatz in Lateinamerika/Afrika stieg um 9 % (organisch: 2 %) auf 207 Mio € (2. Quartal 2021: 190 Mio €) über ein starkes durch Covid-19 positiv beeinflusstes Vorjahresquartal. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz in Lateinamerika/Afrika um 7 % (organisch: 2 %) auf 402 Mio € (1. Halbjahr 2021: 375 Mio €).  

Der Umsatz im Bereich Biosimilars betrug im 2. Quartal 2022 29 Mio €. Im 1. Halbjahr lag der Umsatz im Bereich Biosimilars mit 52 Mio € im Rahmen der Erwartungen. Die US-Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration, FDA) hat den Zulassungsantrag von Fresenius Kabi für MSB11456, einem Biosimilar-Kandidaten von Actemra®4 (Tocilizumab), zur Prüfung akzeptiert. Ferner hat Fresenius Kabi die Akquisition einer Mehrheitsbeteiligung an der mAbxience Holding S.L., einem führenden internationalen biopharmazeutischen Unternehmen, abgeschlossen. Die Transaktion wurde im März 2022 bekannt gegeben. Mit der Akquisition stärkt Fresenius Kabi seine Position im Bereich Biopharmazeutika. Der Kaufpreis beträgt ca. 495 Millionen Euro. Hinzu kommen Meilensteinzahlungen, die an das Erreichen kommerzieller und operativer Ziele gebunden sind. 

Der EBIT1 fiel um 9 % (währungsbereinigt: -15 %2) auf 271 Mio € (2. Quartal: 298 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 14,3 % (2. Quartal 2021: 17,0 %). Die EBIT-Entwicklung ist gekennzeichnet von anhaltendem Wettbewerbsdruck, Arbeitskräftemangel, Herausforderungen in den Lieferketten sowie dynamisch steigender Kosteninflation. Im 1. Halbjahr 2022 fiel der EBIT1 um 2 % (währungsbereinigt: 8 %2) auf 564 Mio € (1. Halbjahr 2021: 574 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 15,1 % (1. Halbjahr 2021: 16,3 %).  

Das Ergebnis1,3 fiel um 7 % (währungsbereinigt: -16 %) auf 189 Mio € (2. Quartal 2021: 204 Mio €). Im 1. Halbjahr fiel das Ergebnis1,3 um 1 % (währungsbereinigt: -8 %) auf 390 Mio € (1. Halbjahr 2021: 394 Mio €). 

Der operative Cashflow fiel auf 109 Mio € (2. Quartal 2021: 197 Mio €), im Wesentlichen bedingt durch ein höheres Netto-Umlaufvermögen u.a. aufgrund höherer Rohmaterialbevorratung. Die Cashflow-Marge fiel auf 5,7 % (2. Quartal 2021: 11,2 %). Im 1. Halbjahr 2022 sank der operative Cashflow auf 242 Mio € (1. Halbjahr 2021: 475 Mio €). Die Cashflow-Marge ging zurück auf 6,5 % (1. Halbjahr 2021: 13,5 %).

Fresenius Kabi bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum5 im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für die währungsbereinigte EBIT-Entwicklung6 wird ein Rückgang im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich erwartet. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte. Finanzielle Effekte aus der Übernahme von Ivenix und dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an mAbxience sind in der Prognose weiterhin nicht berücksichtigt.

Save the date: Am Freitag, 7. Oktober 2022, findet die Veranstaltung „Meet the Management“ zu Fresenius Kabi als virtuelles Event statt.

1Vor Sondereinflüssen
2Ohne Akquisition von Ivenix
3Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
4Actemra® ist eine eingetragene Marke der Chugai Seiyaku Kabushiki Kaisha Corp., einer Tochtergesellschaft der Roche-Gruppe
5Basis 2021: 7.193 Mio €
6Basis 2021: 1.153 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen
 
Fresenius Helios
Fresenius Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber. Zum Unternehmen gehören Helios Deutschland, Helios Spanien und Helios Fertility. Helios Deutschland betreibt 87 Krankenhäuser, ~130 Medizinische Versorgungszentren und 6 Präventionszentren. Helios Spanien betreibt 50 Krankenhäuser, 97 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Daneben ist es mit 8 Krankenhäusern sowie als Anbieter medizinischer Diagnostik in Lateinamerika aktiv. Helios Fertility bietet ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an.

  • Fresenius Helios mit solidem organischem Wachstum aufgrund gestiegener Fallzahlen in Deutschland und Spanien
  • Helios Fertility mit guter Entwicklung

Der Umsatz stieg um 7 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 2.925 Mio € (2. Quartal 2021: 2.738 Mio €). Das organische Umsatzwachstum betrug 5 %. Akquisitionen, im Wesentlichen bei Helios Fertility, trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz um 9 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 5.856 Mio € (1. Halbjahr 2021: 5.387 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 %. Akquisitionen trugen 2 % zum Umsatzwachstum bei. 

Der Umsatz von Helios Deutschland erhöhte sich um 5 % (organisch: 4 %) auf 1.758 Mio € (2. Quartal 2021: 1.675 Mio €), im Wesentlichen aufgrund gestiegener Fallzahlen, die jedoch weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie lagen. Akquisitionen trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1. Halbjahr 2022 erhöhte sich der Umsatz von Helios Deutschland um 6 % (organisch: 5 %) auf 3.541 Mio € (1. Halbjahr 2021: 3.348 Mio €). Akquisitionen trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei.  
Der Umsatz von Helios Spanien stieg um 8 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 1.101 Mio € (2. Quartal 2021: 1.020 Mio €). Das organische Wachstum betrug 6 % und ist auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach Behandlungen zurückzuführen. Einen Beitrag zum Umsatzwachstum leisteten ebenfalls die Krankenhäuser in Lateinamerika. Akquisitionen trugen 1 % zum Umsatzwachstum bei. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz von Helios Spanien um 10 % (währungsbereinigt: 9 %) auf 2.190 Mio € (1. Halbjahr 2021: 1.996 Mio €). Das organische Wachstum betrug 9 %. 

Der Umsatz von Helios Fertility betrug 65 Mio € (2. Quartal 2021: 42 Mio €). Im 1. Halbjahr 2022 lag der Umsatz von Helios Fertility bei 122 Mio €.

Der EBIT1  von Fresenius Helios stieg um 2 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 303 Mio € (2. Quartal 2021: 298 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,4 % (2. Quartal 2021: 10,9 %). Im 1. Halbjahr 2022 stieg der EBIT1 von Fresenius Helios um 8 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 609 Mio € (1. Halbjahr 2021: 566 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 10,4 % (1. Halbjahr 2021: 10,5 %). 

Der EBIT1 von Helios Deutschland stieg um 1 % auf 154 Mio € (2. Quartal 2021: 152 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,8 % (2. Quartal 2021: 9,1 %). Erhöhte Fehlzeiten der Beschäftigten im Zusammenhang mit Covid-19 belasteten das Ergebnis. Inflationseffekte hatten nur einen geringen negativen Einfluss. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der EBIT1 von Helios Deutschland um 2 % auf 308 Mio € (1. Halbjahr 2021: 302 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 8,7 % (1. Halbjahr 2021: 9,0 %). 

Der EBIT1 von Helios Spanien stieg um 1 % (währungsbereinigt: 0 %) auf 148 Mio € (2. Quartal 2021: 147 Mio €). Die EBIT-Entwicklung ist solide angesichts der außergewöhnlich starken Vorjahresbasis. Auch das Geschäft in Lateinamerika verzeichnete eine gute Entwicklung. Die EBIT-Marge1 stieg auf 13,4 % (2. Quartal 2021: 14,4 %). Im 1. Halbjahr 2022 stieg der EBIT1 von Helios Spanien um 10 % (währungsbereinigt: 10 %) auf 301 Mio € (1. Halbjahr 2021: 273 Mio €). Die EBIT-Marge1 betrug 13,7 % (1. Halbjahr 2021: 13,7 %).

Der EBIT1 von Helios Fertility betrug 7 Mio € (2. Quartal 2021: 5 Mio €). Die EBIT1-Marge lag bei 10,8 %. Im 1. Halbjahr 2022 betrug der EBIT1 von Helios Fertility 11 Mio €. Die EBIT-Marge1 lag bei 9,0 %.

Das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios stieg um 2 % (währungsbereinigt: 2 %) auf 197 Mio € (2. Quartal 2021: 193 Mio €). Im 1. Halbjahr 2022 stieg das Ergebnis1,2 von Fresenius Helios um 7 % (währungsbereinigt: 7 %) auf 392 Mio € (1. Halbjahr 2021: 366 Mio €). 

Der operative Cashflow fiel auf 194 Mio € (2. Quartal 2021: 223 Mio €) aufgrund Covid-19-bedingter Verzögerungen bei den Budgetverhandlungen in Deutschland. Die Cashflow-Marge lag bei 6,6 % (2. Quartal 2021: 8,1 %). Im 1. Halbjahr 2022 fiel der operative Cashflow auf 58 Mio € (1. Halbjahr 2021: 438 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei 1,0 % (1. Halbjahr 2021: 8,1 %). 

Fresenius Helios bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und ein währungsbereinigtes EBIT4-Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.

1Vor Sondereinflüssen
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE & Co. KGaA entfällt
3Basis 2021: 10.891 Mio €
4Basis 2021: 1.127 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen

Fresenius Vamed
Fresenius Vamed realisiert weltweit Projekte und erbringt Dienstleistungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitseinrichtungen und ist ein führender Post-Akut-Anbieter in Zentraleuropa. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Wertschöpfungskette: von der Entwicklung, Planung und schlüsselfertigen Errichtung über die Instandhaltung bis zum technischen Management und zur Gesamtbetriebsführung.

  • Projektgeschäft weiterhin belastet von Covid-19 und Ukraine-Krieg sowie daraus resultierenden Herausforderungen in der Projektabwicklung und globalen Lieferketten
  • Dienstleistungsgeschäft dank Zunahme elektiver Eingriffe gewachsen
  • Auftragsbestand auf Rekordniveau

Der Umsatz von Fresenius Vamed stieg um 1 % (währungsbereinigt: 1 %) auf 562 Mio € (2. Quartal 2021: 556 Mio €). Organisch erhöhte sich der Umsatz um 1 %. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz von Fresenius Vamed um 4 % (währungsbereinigt: 3 %) auf 1.075 Mio € (1. Halbjahr 2021: 1.033 Mio €). Organisch wuchs der Umsatz um 4 %. 

Der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft stieg um 6 % (währungsbereinigt: 6 %) auf 417 Mio € (2. Quartal 2021: 392 Mio €), im Wesentlichen durch die sich erholenden elektiven Fallzahlen. Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 12 % (währungsbereinigt: -12 %) auf 145 Mio € (2. Quartal 2021: 164 Mio €) aufgrund von Covid-19- und dem Ukraine Krieg- bedingten Herausforderungen und Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der Umsatz im Dienstleistungsgeschäft um 9 % (währungsbereinigt: 8 %) auf 822 Mio € (1. Halbjahr 2021: 755 Mio €). Im Projektgeschäft fiel der Umsatz um 9 % (währungsbereinigt: -9 %) auf 253 Mio € (1. Halbjahr 2021: 278 Mio €).

Der EBIT1 fiel um 31 % auf 11 Mio € (2. Quartal 2021: 16 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 2,0 % (2. Quartal 2021: 2,9 %) aufgrund von Covid-19- und dem Ukraine Krieg- bedingten Herausforderungen in der Projektabwicklung und Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten sowie sich verschärfender Kosteninflation. Im 1. Halbjahr 2022 stieg der EBIT1 um 58 % auf 19 Mio € (1. Halbjahr 2021: 12 Mio €) mit einer EBIT-Marge1 von 1,8 % (1. Halbjahr 2021: 1,2 %). 

Das Ergebnis1,2 fiel um 45 % auf 6 Mio € (2. Quartal 2021: 11 Mio €). Im 1. Halbjahr 2022 stieg das Ergebnis1,2 auf10 Mio € (1. Halbjahr 2021: 4 Mio €). 
Der Auftragseingang betrug 253 Mio € (2. Quartal 2021: 713 Mio €), im 1. Halbjahr 2022 516 Mio € (1. Halbjahr 2021: 851 Mio €). Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2022 lag bei 3.732 Mio € (31. Dezember 2021: 3.473 Mio €). 

Der operative Cashflow fiel auf 7 Mio € (2. Quartal 2021: 58 Mio €), im Wesentlichen aufgrund von Verzögerungen im Projektgeschäft im Zusammenhang mit Covid-19 und des höheren Netto-Umlaufvermögens. Die Cashflow-Marge betrug 1,2 % (2. Quartal 2021: 10,4 %). Im 1. Halbjahr 2022 fiel der operative Cashflow auf -38 Mio € (2. Quartal 2021: 14 Mio €). Die Cashflow-Marge lag bei -3,5 % (1. Halbjahr 2021: 1,4 %).

Fresenius Vamed bestätigt den Ausblick und erwartet für das Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum3 im hohen einstelligen bis niedrig zweistelligen Prozentbereich. Beim währungsbereinigten EBITwird ein absoluter Betrag auf dem Niveau vor der Pandemie erwartet (Geschäftsjahr 2019: 134 Mio €). Sowohl der Umsatz- als auch der EBIT-Ausblick beinhalten erwartete Covid-19-Effekte.

1Vor Sondereinflüssen
2Ergebnis, das auf die Anteilseigner der VAMED AG entfällt
3Basis 2021: 2.297 Mio €
4Basis 2021: 101 Mio €, vor Sondereinflüssen; 2022 vor Sondereinflüssen

 

Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die gewissen Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Die zukünftigen Ergebnisse können erheblich von den zur Zeit erwarteten Ergebnissen abweichen, und zwar aufgrund verschiedener Risikofaktoren und Ungewissheiten wie zum Beispiel Veränderungen der Geschäfts-, Wirtschafts- und Wettbewerbssituation, Gesetzesänderungen, Ergebnisse klinischer Studien, Wechselkursschwankungen, Ungewissheiten bezüglich Rechtsstreitigkeiten oder Untersuchungsverfahren, die Verfügbarkeit finanzieller Mittel sowie unvorhergesehene Auswirkungen internationaler Konflikte. Fresenius übernimmt keinerlei Verantwortung, die in dieser Mitteilung enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen zu aktualisieren.